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Name:
Thomas Fritzenwallner Top 100 Rezensent
Ort:
Wiener Neustadt
Rezensionen:
568 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 63

nicht hilfreich: 15

Rang:
41

Thomas Fritzenwallners Rezensionen

123

Spielwaren

McMulti

EUR 34,99 *
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50

09.01.2013

„Endlich, nach fast 30 Jahren, ist der Spiele-Klassiker wieder erhältlich!”

Eine spannende Mischung aus Strategie und Glücksspiel (wie auch in der Realwirtschaft). Investitionen, die sich lohnen oder auch knapp daneben liegen und somit zum Verlust werden.
Ich finde, dass das Spiel im Vergleich zur Ausgabe aus den 80ern ein wenig an Verspieltheit verloren hat, das jedoch kann auch nur einem Nostalgiker wirklich auffallen. Hinsichtlich des Hintergrunds des Spieles ist die modernere, etwas "eckigere" Aufmachung sehr passend.

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Der schöne Schein

Christian Hiller Gaertringen

EUR 9,99 *
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50

19.09.2012

„pecunia”

Geld haben die Menschen erfunden, um das Leben einfacher zu machen. Tatsächlich jedoch haben viele ein spannungsgeladenes Verhältnis zu den finanziellen Aspekten ihres Lebens. Die einen können nicht genug davon haben. Andere wollen es, so gut es geht, aus ihrem Leben fernhalten. Geld eignet sich als Projektionsfläche für Ängste, Sehnsüchte, Hoffnungen und Wünsche. Wer sich diese Zusammenhänge bewusst macht, kann zu einem entspannteren Verhältnis zu Geld finden. F.A.Z.-Wirtschaftsredakteur Christian Hiller von Gaertringen führt in seinem Buch "Der schöne Schein. Warum Geld doch nicht schmutzig ist" die Leser durch die Welt der Finanzen und Gefühle. Dabei nimmt er sie mit in die vielen Sagen, Legenden, Märchen und Geschichten, die sich mit dem Thema Geld befassen.

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Der schöne Schein

Christian Hiller Gaertringen

EUR 9,99 *
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50

19.09.2012

„pecunia ...”

Geld haben die Menschen erfunden, um das Leben einfacher zu machen. Tatsächlich jedoch haben viele ein spannungsgeladenes Verhältnis zu den finanziellen Aspekten ihres Lebens. Die einen können nicht genug davon haben. Andere wollen es, so gut es geht, aus ihrem Leben fernhalten. Geld eignet sich als Projektionsfläche für Ängste, Sehnsüchte, Hoffnungen und Wünsche. Wer sich diese Zusammenhänge bewusst macht, kann zu einem entspannteren Verhältnis zu Geld finden. F.A.Z.-Wirtschaftsredakteur Christian Hiller von Gaertringen führt in seinem Buch "Der schöne Schein. Warum Geld doch nicht schmutzig ist" die Leser durch die Welt der Finanzen und Gefühle. Dabei nimmt er sie mit in die vielen Sagen, Legenden, Märchen und Geschichten, die sich mit dem Thema Geld befassen.

buch

SPEED

Florian Opitz

EUR 9,99 *
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50

19.09.2012

„Wo ist nur die Zeit hin ...?”

Es zeigt sich, dass das Phänomen, im eigenen Empfinden einfach immer zuwenig Zeit zu besitzen eine enge Verbindung aufweist zur ständigen und fortschreitenden Digitalisierung der Welt. Und diese wiederum nicht nur Ursache von „Beschleunigung“ (Speed) ist, sondern vor allem auch Folge eines strukturellen Problems: „Beschleunigung“ gilt als Kernkompetenz für das wirtschaftliche und individuelle Leben. Oder, wie es eine der befragten Personen im Buch zu Gehör bringt: „Nicht der Starke schluckt den Schwachen, sondern der Schnelle den Langsamen“.
Florian Opitz macht sich auf. In seinem Leben, in dem der empfundene Mangel an Zeit ein immer größer werdendes Problem darstellt (vor allem, seitdem Opitz Vater geworden ist) und sucht nach Spuren des „Zeitverlustes“. Wo bleibt sie denn genau, die Zeit? Und was kann er persönlich dagegen unternehmen?
Seine erste Station, ein Seminar mit Lothar J. Seiwert erweist sich, mit Verlaub, als fauler Zauber. Noch nicht einmal die Botschaft der von Seiwert im Vortrag eingestreuten mäßigen Zaubertricks erschließt sich Opitz. Der im Übrigen aus kundigem Mund später im Buch vom Zeitenforscher Karlheinz Geißler darin bestätigt wird. Zeitmanagement sei eher nicht der Königsweg zu einem subjektiven „Mehr“ an Zeit. Aber auch ein auf Burnout spezialisierte Psychologe kann Opitz nicht wirklich weiterbringen. Gut also, dass er sich dann der „anderen“ Seite zuwendet, den „Zeitbeschleunigern“ in Form der Unternehmensberatungen und Effizienzsteigerer. Trotz so mancher Worthülsen spricht dieses Kapitel eine intensive Sprache. Schon in der einjährigen Wartezeit auf einen 30 Minuten Termin bei der durchstrukturierten Unternehmensberaterin und dann natürlich auch die Gesprächsinhalte selbst zeigen auf, dass letztlich zwei Pole und Haltungen nicht vereinbar gegeneinander stehen. Auf der einen Seite die wirtschaftlich geprägte Entwicklung nach immer mehr Effizienz und Steigerung der Nutzung der Zeit (Zeit ist Geld) und auf der anderen Seite das Bedürfnis, ja die Notwendigkeit zu biologischer (analoger) zur Ruhe, Muße und zum subjektiv erfüllten Erleben der Zeit.
Ein spannendes Unterfangen im Rahmen eines Problems, dass nicht nur subjektiv, sondern tatsächlich strukturell gesellschaftlich vorliegt, wie sich nach der Lektüre klarstellt. Eine „Suche nach der verlorenen Zeit“, die keine „Universalformel“ an den Tag bringen wird, aber ein Einladung zur intensiven, persönlichen Reflektion darstellt. Dazu, „ein Bewusstsein für unsere Lebensumstände zu entwickeln“ und das bedeutet im ersten Schritt, erst einmal genau hin zu schauen. Ein Schauen, zu dem dieses Buch in guter Form anregt und anleitet, vielfache Informationen erbringt und miteinander verbindet, die das Problem ständig erhöhten „Zeitdrucks“ auf die Füße stellt. Wie Rosa im Buch sagt: „Wir bewegen uns in einer Welt, die sich in allen Dimensionen ständig ändert und schneller ändert“. Eine Analyse, die klarstellt, dass es breiterer Lösungsansätze bedarf, will man das kollektive Ausbrennen einer Gesellschaft verhindern.
In flüssiger und leicht lesbarer Form nimmt Florian Opitz den Leser mit auf eine Reise zu Fachleuten aller Seiten zum Thema „Zeit“. Zu Gegnern, Befürwortern und jenen, die versuchen, einen Ausgleich zu finden zwischen Beschleunigung und menschlicher Sehnsucht nach Muße und Verarbeitung all dessen, was geschieht.
Ein wichtiges Thema, anregend dargestellt, ohne erhobenen Zeigefinger und ohne sich eine universale Lösung anzumaßen.

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50

19.09.2012

„Wo ist nur die Zeit hin ...?”

Es zeigt sich, dass das Phänomen, im eigenen Empfinden einfach immer zuwenig Zeit zu besitzen eine enge Verbindung aufweist zur ständigen und fortschreitenden Digitalisierung der Welt. Und diese wiederum nicht nur Ursache von „Beschleunigung“ (Speed) ist, sondern vor allem auch Folge eines strukturellen Problems: „Beschleunigung“ gilt als Kernkompetenz für das wirtschaftliche und individuelle Leben. Oder, wie es eine der befragten Personen im Buch zu Gehör bringt: „Nicht der Starke schluckt den Schwachen, sondern der Schnelle den Langsamen“.
Florian Opitz macht sich auf. In seinem Leben, in dem der empfundene Mangel an Zeit ein immer größer werdendes Problem darstellt (vor allem, seitdem Opitz Vater geworden ist) und sucht nach Spuren des „Zeitverlustes“. Wo bleibt sie denn genau, die Zeit? Und was kann er persönlich dagegen unternehmen?
Seine erste Station, ein Seminar mit Lothar J. Seiwert erweist sich, mit Verlaub, als fauler Zauber. Noch nicht einmal die Botschaft der von Seiwert im Vortrag eingestreuten mäßigen Zaubertricks erschließt sich Opitz. Der im Übrigen aus kundigem Mund später im Buch vom Zeitenforscher Karlheinz Geißler darin bestätigt wird. Zeitmanagement sei eher nicht der Königsweg zu einem subjektiven „Mehr“ an Zeit. Aber auch ein auf Burnout spezialisierte Psychologe kann Opitz nicht wirklich weiterbringen. Gut also, dass er sich dann der „anderen“ Seite zuwendet, den „Zeitbeschleunigern“ in Form der Unternehmensberatungen und Effizienzsteigerer. Trotz so mancher Worthülsen spricht dieses Kapitel eine intensive Sprache. Schon in der einjährigen Wartezeit auf einen 30 Minuten Termin bei der durchstrukturierten Unternehmensberaterin und dann natürlich auch die Gesprächsinhalte selbst zeigen auf, dass letztlich zwei Pole und Haltungen nicht vereinbar gegeneinander stehen. Auf der einen Seite die wirtschaftlich geprägte Entwicklung nach immer mehr Effizienz und Steigerung der Nutzung der Zeit (Zeit ist Geld) und auf der anderen Seite das Bedürfnis, ja die Notwendigkeit zu biologischer (analoger) zur Ruhe, Muße und zum subjektiv erfüllten Erleben der Zeit.
Ein spannendes Unterfangen im Rahmen eines Problems, dass nicht nur subjektiv, sondern tatsächlich strukturell gesellschaftlich vorliegt, wie sich nach der Lektüre klarstellt. Eine „Suche nach der verlorenen Zeit“, die keine „Universalformel“ an den Tag bringen wird, aber ein Einladung zur intensiven, persönlichen Reflektion darstellt. Dazu, „ein Bewusstsein für unsere Lebensumstände zu entwickeln“ und das bedeutet im ersten Schritt, erst einmal genau hin zu schauen. Ein Schauen, zu dem dieses Buch in guter Form anregt und anleitet, vielfache Informationen erbringt und miteinander verbindet, die das Problem ständig erhöhten „Zeitdrucks“ auf die Füße stellt. Wie Rosa im Buch sagt: „Wir bewegen uns in einer Welt, die sich in allen Dimensionen ständig ändert und schneller ändert“. Eine Analyse, die klarstellt, dass es breiterer Lösungsansätze bedarf, will man das kollektive Ausbrennen einer Gesellschaft verhindern.
In flüssiger und leicht lesbarer Form nimmt Florian Opitz den Leser mit auf eine Reise zu Fachleuten aller Seiten zum Thema „Zeit“. Zu Gegnern, Befürwortern und jenen, die versuchen, einen Ausgleich zu finden zwischen Beschleunigung und menschlicher Sehnsucht nach Muße und Verarbeitung all dessen, was geschieht.
Ein wichtiges Thema, anregend dargestellt, ohne erhobenen Zeigefinger und ohne sich eine universale Lösung anzumaßen.

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40

19.09.2012

„Währungskrisen sind nichts neues”

Barry Eichengreen spekuliert in diesem Buch teilweise über Dinge, die inzwischen Vergangenheit sind. Der Autor erörtert zwar aus historischer Sicht, aber dennoch nicht minder aktuell eine Frage, die jedes Land angeht: Die nach dem richtigen Wechselkurssystem. Nachdem mehrere Währungskrisen die Weltmärkte erschüttert haben, ist deutlich geworden, dass die vorliegenden Krisenlösungen und Erklärungen nicht ausreichen. Mit seiner Analyse der Währungssysteme vom Goldstandard bis zum freien Floating formuliert Eichengreen eigene Thesen über den Versuch der Staaten, Einfluss auf Wechselkurse zu nehmen.
Der Autor ist davon überzeugt, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: den Wechselkurs floaten zu lassen oder ihn zu Gunsten einer Währungsunion abzuschaffen. Entsprechend kommt er zu dem Ergebnis, dass für Europa der Euro die einzig vernünftige Maßnahme gewesen sei. Die aktuellen Wechselkursdaten geben dem Autor hier nicht unmittelbar Recht.
Eichengreen macht deutlich, dass keines der beschriebenen Währungssysteme ohne Fehler gewesen ist. Erklärungen, warum das System des Goldstandards ebenso scheitern musste wie das System von Bretton Woods, verwirft Eichengreen. Seine Theorie, warum zum Beispiel der Goldstandard eine Zeit lang funktioniert hat, beschreibt er mit den Worten: Die politischen und wirtschaftlichen Umstände hätten es erlaubt.
Warum das System dann doch gescheitert ist, führt er dann darauf zurück, dass zum einen die Demokratie zu Zeiten des Goldstandards noch nicht ausgereift gewesen sei und dass die Regierungen damals noch nicht erkannt hätten, durch die Geld- und Fiskalpolitik für Vollbeschäftigung zu sorgen. Wechselkursstabilität sei der Bevölkerung als wichtigstes Ziel verkauft worden, um Kapitalspekulationen zu vermeiden. Der geschichtliche Überblick über die drei Währungssysteme Goldstandard, Bretton Woods und Europäisches Währungssystem (EWS) ermöglicht es dem Leser, das Thema Währungspolitik unter anderen als dem gängigen Blickwinkel zu betrachten.
Insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Situation des Euro ist dieser Titel sehr empfehlenswert.

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50

19.09.2012

„Wohin wir gehen.”

Der Autor präsentiert in diesem Buch komplex ineinander verwobene Megatrends, die fortlaufend tief gehenden Wandel in den Gesellschaften erzeugen und letztlich langfristig den Wohlstand auf den Weg bringen. Diesen optimistischen Schluss legt der Zukunftsforscher Matthias Horx in seinem neuen, außergewöhnlichen Buch dar.
Horx führt durch eine faszinierende Welt menschlicher Entwicklung trotz aller immer wieder auftretender massiver Rückschläge und Untiefen. Denn ausgerechnet durch Wandel entsteht so etwas wie "dynamische Stabilität", so Horx. Von der Verstädterung der Gesellschaften über die verstärkte Feminisierung bis zur Verschiebung der Altersstrukturen, über die neue Gestaltung der Arbeit - globalisierte Megatrends spiegeln eine evolutionäre Schleifenbewegung, die immer mehr zu einem gemeinsamen Miteinander und damit zu höherer Stabilität führen.
Horx legt eine ruhige, sachliche, im Wesentlichen aber intensive Betrachtung jener Kräfte vor, welche die Entwicklung des komplexen Systems Mensch und Gesellschaft bestimmen und die, in Teilen, durchaus prognostizierbar sind. Dabei enthält das Buch einen durchaus ganz anderen Blick auf die gängigen Erklärungs- und Arbeitsmodelle gerade der Wirtschaft und Sozialwissenschaften, die fast revolutionär zu einer anderen und flexiblen Art des Denkens herausfordern. Das Ganze dargeboten mit vielen praktischen Beispielen und einer durchaus verständlichen Sprache.

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Das Ende des Euro

Christian Saint-Étienne

EUR 18,99 *
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50

19.09.2012

„Was ist noch zu retten ...”

Die Eurokrise ist in vollem Gange. Saint-Étienne hat sie bereits vor Jahren vorausgesehen und deren Gründe analysiert. Er liefert eine schonungslose Bestandsaufnahme rund um die Probleme des Euro denn sie sind hausgemacht und Deutschland und Frankreich kommen Schlüsselrollen zu.
Während Deutschland in den 2000er Jahren seinen Haushalt und die Verschuldung weitgehend im Griff hatte, stieg die Verschuldung Frankreichs seit 1998 deutlich an, bei einem gleichzeitig hohen Staatsdefizit. Noch wichtiger aber: Während von 1998 bis 2007 die Lohnstückkosten in der EU um 14 Prozent gestiegen sind, kletterten sie in Deutschland nur um 2 Prozent, in Frankreich um 17 Prozent und in Italien um 26 Prozent.
Die Eurozone ist weit entfernt davon, ein homogener Wirtschaftsraum zu sein - und nur als solcher kann sie laut Saint-Étienne auf Dauer bestehen. Ein homogener Wirtschaftsraum beinhaltet neben einem gemeinsamen Steuersystem etwa gemeinsame, verbindliche Produktivitätsziele und Einkommensverteilungen. Bei allen drei Punkten versagt die Eurozone laut Saint-Étienne aber. Die Solidarität zwischen den Mitgliedern gibt es in der Eurozone nicht. Stattdessen herrscht knallharter Wettbewerb. Unkooperative Politik nennt Saint-Étienne das.
Neben Deutschlands Lohnpolitik führt er Irlands Steuerpolitik als Negativbeispiel an. Saint-Étienne kommt zu dem Schluss, dass die Eurozone trotz der einheitlichen Währung keine homogene Wirtschaftszone ist und dass genau das dem Euro und der gesamten Eurozone am meisten schadet. Der Euro suggeriert nur eine trügerische Einheit, er ist Spielball der einzelnen Länderinteressen. Und obwohl sich die Währung international bewährt hat, ist der Dollar aber noch immer die uneingeschränkte Weltleitwährung.
Für einen Ausweg aus diesem Dilemma und für eine nachhaltige Bewältigung der Krise zeigt Saint-Étienne drei Möglichkeiten auf: Statt der derzeit zerstrittenen Eurozone braucht es eine echte politische Einheit, angefangen mit der Einführung einer Euro-Wirtschaftsregierung. Das würde sehr lange dauern und viel politisches Fingerspitzengefühl erfordern, wie Saint-Étienne einräumt. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, schätzt das Mitglied des französischen Wirtschaftsrats dann auch als sehr gering ein.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, so weiterzumachen wie bisher. Saint-Étienne nennt das "Heftpflaster"-Politik. Die Ursache des Übels wird nicht bekämpft, sondern es wird vielmehr versucht, neue Brandherde mit immer neuen und größeren Rettungspaketen zu löschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Eurozone so weitermacht, schätzt der Volkswirt als sehr hoch ein (80 %). Eine langfristige Lösung des Problems funktioniert so natürlich nicht. Die dritte Möglichkeit besteht kurz und knapp im Zerbrechen des Euro nach dem Scheitern der Rettungsbemühungen.
Saint-Étienne hofft zwar nicht, dass der letzte Fall eintrifft, aber er sieht darin auch eine Chance. Nach dem Zerbrechen der Eurozone könnte es zur Bildung zweier Währungsräume kommen: Die Überschussländer, allen voran Deutschland, steigen irgendwann aus der Eurozone aus und gründen eine eigene Währung. Saint-Étienne nennt sie "Euromark". Die Defizitländer dagegen, also eher die südlichen Eurozonenstaaten inklusive Frankreich, würden den Euro behalten. Der Bruch käme aber nur dann zustande, wenn die Überschussländer schadlos aussteigen können, wohingegen die Defizitländer das Risiko einer Neubewertung ihrer Staatsverschuldung in Kauf nehmen.
Zusammenfassend lässt sich sagen:
Der Autor erklärt klar und verständlich, entlarvt die Maßnahmen der Politik als Flickschusterei und liefert mit seinen drei Entwicklungsperspektiven plausible Ansätze für eine mögliche Zukunft.

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50

19.09.2012

„Ein Buch für alle, denen Geld nicht völlig egal ist.”

Der Börsenprofi und Fernsehjournalist Frank Lehmann plaudert in seinem Buch „Über Geld redet man nicht“ aus dem Nähkästchen. Der Autor, der einst die „Börse im Ersten“ aus der Taufe gehoben hat, versteht sich als Anwalt all jener, die ihr mühsam Erspartes vernünftig anlegen wollen. Er schreibt über die Tricks, mit denen Banken, Versicherungen oder Makler die privaten Anleger systematisch über den Tisch ziehen. Der Insider zeigt auch, warum Vertrauen zwischen Kunde und Bank nicht mehr zählt, und er warnt vor Fallen, die Anleger teuer zu stehen kommen können. Und für die Menschen mit weniger Geld hat Lehmann auch Trost parat: „Die Reichsten sind nicht die Zufriedensten.“

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