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Name:
reini68.blogspot.at Top 100 Rezensent
Ort:
Kottingbrunn, Niederösterreich
Rezensionen:
414 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 316

nicht hilfreich: 141

Rang:
70

reini68.blogspot.ats Rezensionen

123

schulbuch

Endlich Unendlich

Markus Hengstschläger

EUR 19,95 *
auf Merkliste

50

15.09.2008

„Schwieriges Thema leicht fassbar gemacht”

Nach seinem Bestseller Die Macht der Gene macht sich Markus Hengstschläger im gleichen Gebiet nochmals auf, um den gewogenen Leser einen Einblick seines Spezialgebiets zu vermitteln. War es das letzte Mal die Darstellung der Gendeterminierung versus der Umweltdeterminierung, so ist es dieses Mal ein Blick in die Zusammenhänge zwischen Genetik und dem Altern. Dabei wählt er mit dem Titel "Endlich unendlich" eine überzogene Beschreibung, der er ganz und gar nicht nachläuft - denn er selbst ist überzeugt, dass er gar nicht unendlich sein möchte - von unsterblich kann keine Rede sein, kann doch die beste Gentherapie Unfälle nicht ausschließen.

Hengstschläger bleibt seinem Erfolgsrezept treu, und so schreibt er für den Laien leicht verständlich. Das Ganze würzt er freilich mit einer Vielzahl an eigentlich bedeutungslosen Fakten aus seinem Leben, die aber das Buch um so leichter lesbar machen und immer wieder für Unterhaltung sorgen. Thematisch jedenfalls beschreibt er welche genetischen Grundlagen heute bereits bekannt sind, die darüber entscheiden wie schnell man altert und wie man dieses Wissen auch bereits jetzt in der Praxis anwenden kann.

Der Autor zeigt in leicht verständlicher Sprache auf, wie es im Tierversuch bereits gelungen ist, die Lebenserwartung um bis zu 100% zu erweitern. Er erklärt was in den Zellen abläuft, damit diese altern und welchen Sinn dies hat. Natürlich lässt er auch Stammzellenforschung und Klonen nicht aus. All das erklärt er für den Laien leicht fassbar. Und er wirft die entscheidende Frage auf "Länger alt sein, oder länger jung sein"! Soll heißen, wenn die Lebenserwartung verlängert wird, wird dann einfach das Sterbedatum hinausgezögert und der Mensch wird einfach mit den bekannten Beschwerden älter, oder kann die Wissenschaft es schaffen, den Alterungsprozess zu verlangsamen? Man wäre dann natürlich länger jung (zugegeben auch länger alt, aber nicht überproportional). Natürlich kann nur Letzteres Ziel der Forschung sein.

Immer wiede weist er darauf hin, dass die Genetik nicht allein glücklichmachend in diesem Bereich sein kann. Es sind auch immer die Umweltfaktoren die eine entscheidende Rolle spielen. Hengstchläger lässt auch die - häufig sehr heiß geführten - Diskussionen über moralische Aspekte der Genetik nicht außen vor, schafft es aber distanziert und sachlich zu bleiben und nicht überzogen heftig für die eine oder andere Fraktion Position zu beziehen.

Letztlich bleibt mir auch bei diesem Werk - wie bei seinem vorigen - der Wunsch, dass er in vielen Bereichen tiefer in die Thematik eingetaucht wäre. Aber ich kann gut verstehen, warum er sich so kurz gehalten hat, denn deutlich tiefer einzusteigen bedeutet auch die breite Masse die sich bisher nicht mit Genetik und Biologie beschäftigt hat zu überfordern. So bleibt mein Urteil also: Unbedingt Lesenswert für alle die sich grundlegend mit dem Thema Genetik und Auswirkungen auf das Altern beschäftigen wollen.

3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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40

19.06.2007

„Gute Basis um selbst Trainingspläne zu erstellen”

Hottenroth und Zülch haben ein durchaus beachtliches Buch geschaffen. Sie bemühen sich dem Radsportler das Handwerkszeug zu geben um eigene Trainingspläne zu gestalten. Dazu beginnen sie mit diversen Grundlageninformationen und wenden sich dann sehr schnell den einzelnen Trainingsmethoden zu. Wenn man sich für tiefer greifende Informationen nicht interessiert (oder diese bereits hat), dann mag das durchaus in Ordnung gehen. Mir persönlich wäre das ohne Vorwissen zu haben zu wenig gewesen.

Die unterschiedlichen Methoden werden kurz erläutert und nach verschiedenen Kriterien geordnet, ehe die beiden dazu übergehen die Trainingspläne für die unterschiedlichen Kategorien von Sportlern zu zeigen. Dort verwenden sie dann die vorher erläuterten Methoden und führen auch kurz in die theoretischen Konzepte hinter den jeweiligen Plänen ein.

Im Anschluss daran gibt es noch einige Informationen zu sinnvollem Krafttraining und Dehnungsübungen. Das Buch kommt insgesamt der gestellten Aufgabe durchaus nach, wenngleich der größte Nutzen wohl für Radfahrer mit deutlich mehr als 5.000 Kilometerleistung pro Jahr liegen dürfte. Als Ergänzung (am besten vorher zu lesen) empfehle ich "Alles unter Kontrolle" von Neumann, Pfützner und Hottenrott bzw. für jene die es lieber hochwissenschaftlich haben Neumann, Pfützner und Berbalk "Optimiertes Ausdauertraining"

1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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