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Eine Kundin / Ein Kunde aus Kottingbrunn, Niederösterreich

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Schwieriges Thema leicht fassbar gemacht

Eine Kundin / Ein Kunde aus Kottingbrunn, Niederösterreich , am 15.09.2008

Nach seinem Bestseller Die Macht der Gene macht sich Markus Hengstschläger im gleichen Gebiet nochmals auf, um den gewogenen Leser einen Einblick seines Spezialgebiets zu vermitteln. War es das letzte Mal die Darstellung der Gendeterminierung versus der Umweltdeterminierung, so ist es dieses Mal ein Blick in die Zusammenhänge zwischen Genetik und dem Altern. Dabei wählt er mit dem Titel "Endlich unendlich" eine überzogene Beschreibung, der er ganz und gar nicht nachläuft - denn er selbst ist überzeugt, dass er gar nicht unendlich sein möchte - von unsterblich kann keine Rede sein, kann doch die beste Gentherapie Unfälle nicht ausschließen.

Hengstschläger bleibt seinem Erfolgsrezept treu, und so schreibt er für den Laien leicht verständlich. Das Ganze würzt er freilich mit einer Vielzahl an eigentlich bedeutungslosen Fakten aus seinem Leben, die aber das Buch um so leichter lesbar machen und immer wieder für Unterhaltung sorgen. Thematisch jedenfalls beschreibt er welche genetischen Grundlagen heute bereits bekannt sind, die darüber entscheiden wie schnell man altert und wie man dieses Wissen auch bereits jetzt in der Praxis anwenden kann.

Der Autor zeigt in leicht verständlicher Sprache auf, wie es im Tierversuch bereits gelungen ist, die Lebenserwartung um bis zu 100% zu erweitern. Er erklärt was in den Zellen abläuft, damit diese altern und welchen Sinn dies hat. Natürlich lässt er auch Stammzellenforschung und Klonen nicht aus. All das erklärt er für den Laien leicht fassbar. Und er wirft die entscheidende Frage auf "Länger alt sein, oder länger jung sein"! Soll heißen, wenn die Lebenserwartung verlängert wird, wird dann einfach das Sterbedatum hinausgezögert und der Mensch wird einfach mit den bekannten Beschwerden älter, oder kann die Wissenschaft es schaffen, den Alterungsprozess zu verlangsamen? Man wäre dann natürlich länger jung (zugegeben auch länger alt, aber nicht überproportional). Natürlich kann nur Letzteres Ziel der Forschung sein.

Immer wiede weist er darauf hin, dass die Genetik nicht allein glücklichmachend in diesem Bereich sein kann. Es sind auch immer die Umweltfaktoren die eine entscheidende Rolle spielen. Hengstchläger lässt auch die - häufig sehr heiß geführten - Diskussionen über moralische Aspekte der Genetik nicht außen vor, schafft es aber distanziert und sachlich zu bleiben und nicht überzogen heftig für die eine oder andere Fraktion Position zu beziehen.

Letztlich bleibt mir auch bei diesem Werk - wie bei seinem vorigen - der Wunsch, dass er in vielen Bereichen tiefer in die Thematik eingetaucht wäre. Aber ich kann gut verstehen, warum er sich so kurz gehalten hat, denn deutlich tiefer einzusteigen bedeutet auch die breite Masse die sich bisher nicht mit Genetik und Biologie beschäftigt hat zu überfordern. So bleibt mein Urteil also: Unbedingt Lesenswert für alle die sich grundlegend mit dem Thema Genetik und Auswirkungen auf das Altern beschäftigen wollen.

3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Endlich Unendlich
von Markus Hengstschläger
(3)
Buch
19,95

Wenn der Pestbereiter kommt

Eine Kundin / Ein Kunde aus Kottingbrunn, Niederösterreich , am 07.05.2007

In Paris kommt das Grauen mit lautstarker Vorankündigung - Joss, ein ehemaliger Seemann, hat den Beruf seines Urgroßvaters ergriffen und wurde zu einem Ausrufer, der für fünf Franc Nachrichten die man ihm in eine Box wirft auf einem Platz verkündet. In letzter Zeit finden sich darunter altfranzösische und lateinische Texte, die weder Joss noch sein Hausherr, der ehemalige Lehrer Decambrais, zuordnen können. Erst als noch einige weitere Umstände offenbar werden, verstehen die beiden vor allem aber Kommissar Adamsberg den Zusammenhang. Der Unbekannte hat alte Texte über die Pest veröffentlicht und beginnt nun damit, Menschen zu erwürgen und es so aussehen zu lassen, als wären sie Pestopfer geworden.

Der Roman hebt sich durch eine wunderbare Sprache und noch viel mehr durch großartig gezeichnete Charaktere aus der Masse heraus. Besonders die Figuren sind extrem liebevoll und mit viel Persönlichkeit dargestellt, weit weg von den üblichen Klischees - eher durch die Bank Exzentriker. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Handlungsebenen ist sehr flüssig und so macht das Lesen wirklich Spaß.

"Fliehe weit und schnell" lautet der Rat den Vargas dem Mörder in den Mund legt. Ein Rat dem man dem Leser zu diesem Buch nicht geben kann. Ganz im Gegenteil. Unbedingt Lesen!

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Fliehe weit und schnell
von Fred Vargas
(13)
Buch
9,99

Saxon Chronicles Teil 2

Eine Kundin / Ein Kunde aus Kottingbrunn, Niederösterreich , am 31.03.2007

Dieser Roman stellt den zweiten Teil der Saxon Chronicles, also der Reihe um Alfred den Großen, dar. Nachdem Uhtred am Ende des ersten Teils (The Last Kingdom / Das letzte Königreich) Ubba besiegt hat und von König Alfred enttäuscht ist, kehrt er in sein neues Heim zurück. Er trifft Leofric und schafft es ihn zu überreden mit ihm auf einen Raubzug in die Saefern-Sea (Bristolkanal) zu gehen. Bald nachdem er zurück ist überrennen die Dänen Cippanhamm (Chippenham), wo der Witan tagt und der König flüchtet. Uhtred, noch immer in Ungnade beim König, flüchtet ebenfalls; er wird Alfred noch das Leben retten und zu einem seiner Heerführer aufsteigen.

Auch der zweite Teil der Saga kann auf ganzer Linie überzeugen. Sprachlich und stilistisch habe ich Cornwell immer geschätzt, vor allem aber die Entwicklung der Charaktere und die Darstellung der Lebensumstände des Mittelalters sind genial. Mit dem Icherzähler Uhtred hat Cornwell eine außergewöhnliche Figur geschaffen, die durch Beziehungen zu den beiden Seiten (Sachsen und Dänen) beider Lebensweisen und -auffassung sehr interessant darstellt. Extrem gut gelungen auch die Zeichnung Alfreds und des Klerus, die ihren Krieg viel mehr als einen Religionskrieg denn einen Territorialkrieg verstehen.

Wie bereits den ersten Teil kann ich auch den zweiten uneingeschränkt empfehlen. Bernard Cornwell gehört ganz klar zu den besten seiner Zunft. Für Herbst 2007 hat Cornwell die Veröffentlichung des vierten Teils der Saga angekündigt, wie viele Teile diesem noch folgen werden ließ er aber offen.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
The Warrior Chronicles 02. The Pale Horseman
von Bernard Cornwell
(1)
Buch
9,90

Beeindruckend

Eine Kundin / Ein Kunde aus Kottingbrunn, Niederösterreich , am 23.03.2007

Cædmon of Helmsby, Sohn eines angelsächsischen Thanes und der normannischen Tochter eines Feldschers, wird bei einem Überfall von dänischen Piraten so schwer verletzt, dass er nur mehr als Krüppel angesehen wird. Als Harold Godwinson, der mächtigste Mann Englands, im Auftrag König Edwards zu William (dem Herzog der Normandie der später den Beinamen "der Eroberer" tragen wird) reist, braucht er noch einen Übersetzer. Für Cædmons Vater bietet sich eine Chance, er kann den Krüppel loswerden und seinem König einen Gefallen tun. So kommt Cædmon an den Hof des späteren englischen Königs und wird zu einem seiner Ritter. Der Roman erzählt die Geschichte des jungen Angelsachsen der dem normannischen König bis zu dessen Tod nicht mehr von der Seite rücken wird, auch wenn er das eine oder andere Monat im Verließ des cholerischen Königs verbringen wird. Er berichtet über Freundschaften, Liebe, Krieg, Treue und Verrat.

Gablé hat ein großartiges Werk geschaffen, sie hält sich über weite Strecken sehr genau an die geschichtlichen Ereignisse rund um Wilhelm, die sie an Hand einiger fiktiver und vieler realer Personen erzählt. So bietet sie eine Geschichtsstunde die packender nicht sein könnte. Stilistisch und sprachlich braucht sie sich nichts vorwerfen zu lassen, in beiden Bereichen ist sie großartig. Sie schafft es immer wieder Spannung aufzubauen und kreierte so einen echten Page-Turner. Die Gestaltung der Personen ist herausragend, keine der Personen ist schwarz-weiß gezeichnet. Alle haben enormen Tiefgang und machen oft sehr interessante Entwicklungen durch.

Im Bereich der Schlachtszenen allerdings wird spürbar, dass Gablé sich nicht wirklich in dieses schreckliche Geschehen hineindenken mag. Die Schlacht von Hastings wird auf drei Seiten abgehandelt und klingt beinahe wie aus einem Schulgeschichtsbuch entnommen. Dennoch zählt Gablé bestimmt zu den größten Erzählern historischer Literatur. Gerade im Bereich des Mittelalters ging ich bisher immer davon aus, dass Bernard Cornwell der unangefochtene Meister sei. Nach diesem Roman musste ich meine Meinung revidieren, er hat eine ebenbürtige Mitstreiterin gefunden, wenngleich ihr Erzählstil doch deutlich anders ausgestaltet ist.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Das zweite Königreich
von Rebecca Gablé
(6)
Buch
24,90

Die Däneninvasion in Britannien

Eine Kundin / Ein Kunde aus Kottingbrunn, Niederösterreich , am 05.03.2007

Bernard Cornwell lernte ich schon lieben, als ich seine Artustrilogie verschlang. Und auch mit diesem Buch konnte er mich wieder voll und ganz überzeugen. "Das letzte Königreich" bildet den Auftakt zu einer Serie rund um die Entstehung des Danelag auf der britischen Insel. Es ist auch die Geschichte des Aufstiegs des ersten englischen Königs Alfred, des einzigen britischen Monarchen der den Beinamen "der Große" trägt.

Der Icherzähler der Geschichte, Uhtred, wird mit gerade mal zehn Jahren Zeuge wie die Dänen über England herfallen. Sein Vater ist Aldermann (vergleichbar einem Grafen) in Northumbria als die Dänen vor der Küste gesichtet werden. Kurz darauf wird seinem Bruder der Kopf abgeschlagen und seinem Vater vor das Tor der Burg gelegt. Im folgenden Kampf um die Stadt Eoferwic gehen sein Vater und alle seine Gefolgsleute in der Schlacht unter. Das Gemetzel überleben nur zwei Engländer, ein Priester dem die Flucht gelingt und eben Uhtred der von einem der dänischen Grafen, nämlich Ragnar, gefangen genommen wird. Ragnar nimmt sich des jungen Engländers an und macht ihn zu seinem Adoptivsohn. Uhtred steht zwischen den Fronten und weiß nicht wo er hingehört. Er ist Engländer und liebt sein Land, aber er liebt auch seinen Ziehvater und dessen Familie.

Cornwell greift zu den gleichen erzählerischen Tricks die bereits seine Artusgeschichte zu einem herausragenden Epos machte:
* Der Protagonist erzählt die Geschichte retrospektiv am Ende seines Lebens und beginnt damit in seinen Jugendjahren.
* Der Erzähler ist ein wichtiger Teil der Historie, der nicht nur immer wieder Wendungen herbeiführt sondern auch ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft ist.
* Er steht häufig mitten in den Schlachtenszenen und seine Beschreibungen der Szenerien sind glaubhaft und schildern ungeschönt die Grauen des Krieges.

Cornwell ist ein begnadeter Erzähler historischer Romane. Seine Sprache ist den Werken immer wunderbar angemessen und sein Erzählstil ist einzigartig. Er lässt die dunkle Geschichte des Mittelalters immer wieder aufblitzen und seine Berichte über die Schlachten erfordern schon einen guten Magen. Aber er ist einfach brillant, seine Figuren haben unglaublichen Tiefgang, sind niemals schwarz-weiß gezeichnet und fügen sich perfekt in den historischen Kontext ein.

So wie ich einst die Artustrilogie empfahl halte ich es auch mit diesem Roman bzw. der ganzen Serie. Eine klare Empfehlung. Aber Achtung das Warten auf den nächsten Teil könnte Ihre Geduld überstrapazieren.

5 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Das letzte Königreich. Uhtred 01
von Bernard Cornwell
(25)
Buch
10,99

Der Abschied von Jeremy Brett als Sherlock Holmes

Eine Kundin / Ein Kunde aus Kottingbrunn, Niederösterreich , am 22.02.2007

Dies ist die letzte Verfilmung mit Jeremy Brett als Sherlock Holmes. Und auch wenn man Verständnis haben muss, dass Brett hier bereits gesundheitlich schwer angeschlagen war, kann man sich den Wunsch nicht ersparen, er hätte auf dieses Abenteuer nicht mehr eingelassen. Doch zunächst zur Handlung.

Holmes wird von Albträumen geplagt. Immer wieder erwacht er von Traumbildern in denen er eine Frau sieht die am Rande des Wahnsinns zu stehen scheint. Als er dann noch beauftragt wird die plötzlich verschwundene Verlobte von Lord Simon zu suchen, wird der Fall immer mysteriöser. Die ehemalige Geliebte des Lords erzählt Holmes von zwei früheren Ehefrauen die ebenfalls an Schicksalsschläge verloren gingen. Holmes beginnt die Zusammenhänge schon bald zu vermuten und macht sich auf den Fall zu lösen.

Der Film (eigentlich eine Doppelfolge aus der dritten Staffel der Serie) basiert auf der Geschichte "Der adlige Junggeselle" aus dem Buch "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" die erstmals 1892 im Strand Magazine veröffentlicht wurde. Dies ist einer der wenigen Fälle, wo diese ansonsten großartige Serie vom Original doch deutlich abschweift - wobei diese Irrwege viel weniger in der Handlung selbst, als viel mehr in der traumartigen Darstellung liegen, etwas das man im späten Holmes findet, das aber auf diese Geschichte nicht passt.

Auch hier sind die Features auf der DVD wieder vernachlässigbar und werden der ansonsten großartigen Serie einfach nicht gerecht. Ein bisschen mehr darf man sich für sein Geld durchaus erwarten.

1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Sherlock Holmes - Der begehrte Junggeselle
(1)
Film
12,99

Märchenhaft?

Eine Kundin / Ein Kunde aus Kottingbrunn, Niederösterreich , am 08.02.2007

oald Dahl ist bekannt für seinen schwarzen Humor, der ihn zu den ganz großen Schriftstellern des zwanzigsten Jahrhunderts werden ließ. Dieses Buch ist das letzte Werk des wunderbaren Autors. Die Zusammenstellung erschien so nur in der Deutschen Übersetzung. Erstmals herausgegeben wurden die beiden ersten Geschichten 1986 ("Two Fables"), während die anderen beiden Geschichten 1987 bzw. 1988 entstanden. Die Geschichten sind qualitativ sehr unterschiedlich und erreichen teilweise nicht mehr die Schärfe und Bissigkeit der älteren Kurzgeschichtensammlungen wie z.B. "Küsschen, Küsschen" und "... noch ein Küsschen". Natürlich schreibt Dahl immer noch einen sehr guten Stil und geht mit der Sprache sehr gekonnt um.

Die folgenden vier Geschichten sind in dem Band enthalten:

Die Prinzessin und der Wilderer:
Hengist sticht durch zwei Dinge heraus. Er ist der stärkste Mann des Königreichs und er ist der hässlichste. Eines Tages rettet er der Prinzessin das Leben und der König erteilt daraufhin den Befehl, dass ihm jede Frau zu jederzeit als Gespielin dienen müsse. Gerade diese Geschichte erreicht bei weitem nicht die Bissigkeit der früheren Erzählungen, ist ganz im Gegenteil eher ein Märchen für Erwachsene.

Prinzessin Busenschön:
Da sie so hübsch ist verdreht die Prinzessin jedem Mann den Kopf. Die Berühmtheit steigt ihr in den Kopf und so will sie schon bald die absolute Macht im Staat erhalten. Das Ende ist wieder typisch Dahl - die Erzählung ist jedoch deutlich sanfter als üblich.

Der Antiquar:
Ein Antiquar und seine Sekretärin und Geliebte haben einen Weg gefunden aus dem verstaubten Antiquariat mehr Geld zu machen als mit ehrlicher Arbeit verdient werden kann. Ganz toller Anfang, guter Aufbau der Spannung - und dann so ein Schluss, bitter.

Der Chirurg:
Weil er einem saudi-arabischen Prinzen das Leben gerettet hat, wird ein Chirurg reich beschenkt. Der Prinz übergibt ihm einen Samtbeutel mit einem Diamanten im Wert von mehr als einer halben Million Dollar. Wiederum, gute Geschichte, spannender Aufbau und wieder ist das Ende gut aber nicht wirklich bissig.

2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Die Prinzessin und der Wilderer
von Roald Dahl
(1)
Buch
4,90

Genialer Schwarzer Humor

Eine Kundin / Ein Kunde aus Kottingbrunn, Niederösterreich , am 30.01.2007

Nach Küsschen, Küsschen das mich wirklich begeistern konnte, wendete ich mich gleich diesem Buch von Roald Dahl (1916-1990) zu. Man darf ihn getrost als den Meister der makaberen Kurzgeschichten bezeichnen. Und so ist auch dieses Buch mit wunderbaren Erzählungen deren Schwarzer Humor seinesgleichen sucht gefüllt. Sprachlich und stilistisch gilt auch hier, dass Dahl sehr vielseitig ist und sehr ansprechend erzählt.

Die Geschichten im Einzelnen:

Geschmack: Ein Mann setzt sein ganzes Vermögen darauf einen Wein am Geschmack genau identifizieren zu können, als Preis winkt ihm die Hand der Tochter seines Wettpartners.
Lammkeule: Ein Polizist kommt heim und eröffnet seiner Frau, dass er sie verlassen wird. Sie tötet ihn mit der Lammkeule und entsorgt das Beweisstück fachmännisch.
Mann aus dem Süden: Kann der junge Soldat sein Feuerzeug zehnmal ohne Fehler entzünden? Wenn ja winkt ihm ein Cadillac, wenn nein der Verlust eines Fingers.
Der Soldat: Die psychotischen Phantasien eines Kriegsheimkehrers.
Mein Herzblatt: Was man alles so herausfinden kann, wenn man fremde Menschen belauscht.
Einsatz: Um seine Wette über die zurückgelegten Seemeilen zu gewinnen kommt Mr. Botibol auf eine gewagte Idee.
Der rasende Foxley: Wer ist dieser Fremde, der den Erzähler in seinem Zugabteil stört? Plötzlich erkennt er ihn, es ist ein Mitschüler der ihn immer drangsalierte.
Haut: Mr. Drioli besitzt ein wertvolles Gemälde, er hat es am Rücken tätowiert.
Gift: Als Timber Woods zu seinem Freund ins Zimmer kommt eröffnet ihm dieser, dass unter seiner Decke eine Giftschlange läge.
Der Wunsch: Ein Knabe entdeckt in den Mustern des Teppichs glühende Kohlen und Schlangen, die muss er meiden, wenn er unbeschadet die Tür erreichen möchte.
Hals: Lady Turton nimmt es mit der Treue ihrem Mann gegenüber nicht so genau.
Der Lautforscher: Mit einer speziellen Apparatur erkennt Hr. Klausner, dass auch Geräusche Schmerzenschreie absondern können.
Nunc Dimittis: Die böse Rache des scheinbar verachteten Liebhabers.
Der große automatische Grammatisator: Elektronengehirne können schnell rechnen, warum sollen sie nicht auch Geschichten schreiben können.

1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Und noch ein Küßchen
von Roald Dahl
(4)
Buch
8,99

Dahl - der Meister der makaberen Kurzgeschichten

Eine Kundin / Ein Kunde aus Kottingbrunn, Niederösterreich , am 24.01.2007

Roald Dahl (1916-1990) darf man getrost als den Meister der makaberen Kurzgeschichten bezeichnen. Sein sehr feiner schwarzer Humor, der die Ironie des Schicksals immer wunderbar hervorzaubert ist faszinierend. Sprachlich sind Dahls Geschichten ein Leckerbissen der besonderen Art, keine komplexe und dennoch eine sehr schöne Sprache. Auch stilistisch sind die Geschichten unterschiedlich gebaut und aus unterschiedlichen Erzählperspektiven wiedergegeben. Eine klare Empfehlung.

"Küsschen, Küsschen" beinhaltet folgende Geschichten:

Die Wirtin: Ein junger Mann sucht eine Bleibe und findet ein kleines Bed & Breakfast, dessen Besitzerin eine besondere Vorliebe für ausgestopfte Tiere hat.
William und Mary: Ein todkranker Mann nimmt an einem Experiment teil, das seiner Frau die Möglichkeit zur späten Rache geben wird.
Der Weg zum Himmel: Mrs. Foster fliegt nach Europa, ihr schikanöser Mann bleibt während dessen zu Hause.
Des Pfarrers Freude: Ein Antiquitätenhändler versucht als Pfarrer verkleidet so billig wie möglich Ware zu ergattern.
Mrs. Bixby und der Mantel des Obersten: Als Abschiedsgeschenk erhält Mrs. Bixby einen Nerzmantel von ihrem Geliebten. Wie soll sie das ihrem Mann erklären?
Gelee Royal: Weil sein Töchterchen nicht wachsen will, kommt ein Bienenzüchter auf eine Idee.
Georgy Porgy: Auf Frauen reagiert Herr Pfarrer etwas psychotisch.
Genesis und Katastrophe: Alle drei Kinder hat die junge Frau in den letzten 18 Monaten verloren, jetzt liegt sie wieder in den Wehen.
Edward der Eroberer: Ist die graue Katze die Reinkarnation von Liszt?
Schwein: Woher kommt das so gut schmeckende Schnitzel, fragt sich der junge Mann der Zeit seines Lebens nur vegetarisch lebte.
Der Weltmeister: Mit einem neuen Trick möchten zwei Freunde das Wildern auf Fasane verbessern.

1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Küsschen, Küsschen
von Roald Dahl
(8)
Buch
9,99

 
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