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Name:
Uli Geißler Top 100 Rezensent
Ort:
Fürth
Rezensionen:
816 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 293

nicht hilfreich: 81

Rang:
24
Über mich:

lese gern (vor allem Thriller, Krimis, hin und wieder auch spannende Historische Romane, Kinderbücher und -romane). Eien wesentliche Leidenschaft ist aber auch das Spielen. Meine Einschätzung teile ich gerne mit Anderen. Ebenso suche ich beim Buchkauf Orientierung in den Meinungen anderer Leserinnen und Leser. Darüber hinaus gehören zu meinen liebsten Tätigkeiten das Spielen, Reisen, Radfahren (Touren+Mountainbike) sowie das Fotografieren. Schließlich bin ich auch selbst Spiele- und Buchautor.

Uli Geißlers Rezensionen

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50

04.01.2015

„Literarische Entdeckungen im eigenen Land”

Das gewichtige Buch weist darauf hin, hier geht es um bedeutende Inhalte von Dauer. Ganz Deutschland wird in zahlreichen Geschichten, Anekdoten, Essays, Erzählungen und empathisch beschriebenen Eindrücken von etwa 100 Dichterinnen und Poeten, Lyrikern und Autorinnen auf 500 Seiten lesbar und erlebbar gemacht.

Die Kapitelunterteilung in die 16 Bundesländer zeigt schon die Vielfalt der Texte auf und hilft bei der Auswahl. Denn dieses Buch ist kein von Anfang bis Ende hintereinander weg zu lesendes. Reisezielen gleich lassen sich bestimmte Orte, Regionen oder eben auch Autorinnen und Autoren auswählen. So bleibt es jeder und jedem selbst überlassen, mit welchem Gebiet, welcher literarischen Schreibweise oder welchem Thema die nächsten Leseminuten gewidmet werden sollen.
Wer mag, kann sich auch blätternder Weise von den eingestreuten Farbaufnahmen oder illustrierten Landeskarten anregen lassen, die eigene Textauswahl sozusagen visuell geleitet treffen.

Entdecken lassen sich in den sehr vielseitigen und klar sehr unterschiedlichen Sicht- und Erzählweisen die Dinge und Eigenheiten Deutschlands in seinen Großstädten, dem Gefundenen und dem Sich-Verlierenden, den großen Ereignissen und den unbemerkten Feinheiten versteckter Orte, Bräuche und lokaler Besonderheiten.

Es sind individuelle Wahrheiten, die dennoch allgemeingültig scheinen, persönliche Empfindungen, die doch für Viele gelten und reflektierende, kritische und Zukunftsweisende Ansichten und Einsichten, welche die alte, neue oder vorrübergehende Heimat, vielleicht auch nur das Besuchsland Deutschland differenziert (wieder) entdecken lassen, erkennen und einordnen helfen.

In dem einmaligen Sammelband wertender Beschreibungen finden sich exklusive Erzeugnisse der schreibenden Zunft, mehr oder weniger prominent, kulturell mehr oder weniger bedeutend wie zum Beispiel Heinrich Böll, Walter Kempowski, Armin Mueller-Stahl, Juli Zeh, Günter Gaus, Bastian Sick, Manuel Andrack, Ulrich Plenzendorf, Jürgen von der Lippe, Walter Jens, Christa Wolf, Heiner Müller, Georg Ringsgwandl, Luise Rinser, Martin Walser und viele, viele weitere. Sie alle haben sich ihrer jeweiligen Heimat im wahrsten Sinn des Wortes ver_schrieben und ihre Gedanken über ihr Verhältnis zu Deutschland, ihrer Herkunftsregion oder ihrem Geburtsort veröffentlicht. Sie alle wählten eigene, redaktionell offenbar nicht eingeschränkte oder vorgegebene Themen und so ist die Stil – und inhaltliche Bandbreite entsprechend groß. Aber alle Autorinnen und Autoren sind sich letztlich einig, egal ob sie über Kriegsfolgen, politische oder kulturelle Entwicklungen oder das Essen formulierten: So schön – so spannend – so interessant - so liebenswert und so i(s)st Deutschland!

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30

31.12.2014

„Einführung in die praktische Handhabung der Systemkamera”

Die neue Kamera ist endlich da, der Akku aufgeladen, der Tragegurt befestigt und mit einer kleinen Hebelbewegung eingeschaltet.
Doch die ohnehin schon sehr vielfältige Anzahl an Bedienknöpfen, -tasten und –hebeln wird nun noch ergänzt um eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten und Menü-Ebenen. Wie soll man da durchblicken?

Das Kamerabuch von Reinhard Wagner will genau dieses Problem lösen und Hilfestellungen zur Handhabung des technischen Meisterwerkes geben.

So gibt es nach einer kurzen Einführung zur Entwicklung der Kamera das grundlegende Kapitel „Die EM 1 schussbereit machen“. Der Autor beschreibt konkret und empfiehlt dabei eine Reihe sinnvoller Einstellungen. Für Neulinge im Umgang mit der Kamera ist allerdings Vieles noch wenig nachvollziehbar. Es fehlen die Darstellungen der unterschiedlichen Display-Anzeigen, was bei der Fülle der Einstellmöglichkeiten und deren Auswirkungen auf die Ergebnisse in einem Praxisbuch unabdingbar ist. Beispielsweise war der der Punkt zur Einstellung von „LF+RAW“ erst nach längerem Durchforsten des Menüs zu finden. Die Anzeige des entscheidenden Symbols hätte schon gereicht, um schneller diesen Menüpunkt zu finden. Ähnlich ergeht es Lernwilligen auch bei vielen Informationskästen, die zwar kurz und gut weitere Tipps parat haben, aber manchmal wie zufällig eingestreut daher kommen und somit doch noch sehr theoretisch bleiben.

Eine sehr gut strukturierte grafische Übersicht zeigt sämtliche Bedienelemente der Kamera samt Funktionserklärung.
Dann folgt ein wichtiges Kapitel über die Autofokus-Einstellungen, welches besser mit noch eindeutigeren und vielleicht in Einstellungsschritten abgebildeten Fotobeispielen hätte dargestellt werden sollen. Besonders die Definition der Autofokuspunkte hätte eine sehr bildhafte Präsentation inklusive der Display-Ansichten verdient, denn die Möglichkeiten für die kreative Fotografie sind besonders durch diese Einstellmöglichkeiten bei der EM 1 ausgezeichnet, brauchen allerdings Praxisbeispiele, die erkennen lassen, wie mit den jeweiligen Einstellungen umgegangen werden sollte und was sie bewirken. Die wenigen Fotobeispiele reichen leider nicht aus, wirken wenig kreativ und wirken nicht anregend.
Auf drei Doppelseiten findet sich eine nahezu vollständige Übersicht der zur Verfügung stehenden Olympus-Objektive mit kurzer Erläuterung.

Im Kapitel „Inspiration und Stilfindung“ stellt der Autor die Möglichkeiten der diversen „Art“-Filter vor und beschreibt diese auch gut. Etwas mehr inspirierende Bildbeispielspiele hätten allerdings auch hier sicher gut getan.

Das letzte Kapitel „Power Setup“ ist inhaltlich sehr hilfreich, da Reinhard Wagner sehr ausführlich verschiedene Einstellungen erläutert, immer auch mit Fotos ergänzt, wenngleich auch hier wieder die fotografisch-künstlerische Qualität nicht immer ausreicht, um eindeutig darzustellen, welches Ergebnis bestimmte Einstellungen erbringen. Die Abbildung der jeweiligen Display-Anzeige zu den einzelnen Abschnitten wäre auch hier hilfreich gewesen.

Das Buch ist in seinem Inhalt umfangreich und spricht nahezu alle fotografischen Situationen und Möglichkeiten der Kamera an, es fehlt jedoch an der funktionalen Didaktik der Darstellung und Aufteilung des Buches. Möglicherweise ist es „mit heißer Nadel gestrickt“, um mit Erscheinen der Kamera auch ein entsprechendes Buch vorlegen zu können.

Die Komplexität der Kamera zeigt sich ganz klar auch in dem Praxisbuch und als Nutzerin oder Nutzer der OM D EM 1 wird man sich auch nach der Lektüre des Buches intensiv in praktischen Übungen und Experimenten noch häufig auseinandersetzen müssen, um die Kamera sicher handhaben zu können und optimale Ergebnisse zu erhalten.

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50

04.12.2014

„Selbstgemachtes bringt den meisten Spaß”

Viele Schaufenster sind voll wundervoller, bunter und leider oft auch sehr teurer bunter Dinge, insbesondere vor Weihnachten. Aber auch vor Ostern präsentieren sich inzwischen überbordende Spielzeugregale und Aufbauten. Kinderaugen leuchten und doch verblasst oft schon kurz nach den Festtagen das Interesse an den aufwändig gestalteten, oft hochtechnisierten Spielsachen.
Das kreative Buch mit Kinderspielen aus aller Welt könnte dazu beitragen, dass sich Mädchen und Jungen mit deutlich größerer eigener Beteiligung und Interesse von den dargestellten Spielen und Spielgeräten ansprechen lassen. Alle vorgestellten Spiele aus immerhin sechs Kontinenten lassen sich mit etwas Geschick und Geduld selbst herstellen und nachbauen.

Ganze 51 Spiele aus verschiedenen Ländern werden vorgestellt. Auf einer Doppelseite wird über das jeweilige Herkunftsland und die speziellen Hintergründe der Spiele berichtet, bevor mit schönen teilweise großformatigen Farbaufnahmen unterstützt die Bauanleitungen folgen. Manchmal braucht es etwas handwerkliches Geschick, um einen Klangfrosch aus Nigeria, einen Abziehkreisel aus Dschibuti, ein Carromspiel aus Indien, einen Segelwagen aus China, eine Pinata aus Mexiko oder das Walfangspiel „Nugluak“ aus Nordamerika herzustellen.

Für jedes Spiel sind die Regeln gut beschrieben und es bereitet einiges Vergnügen, nach dem Bau und Bemalen der Spielmaterialien und Spielpläne die spielerische Weltreise anzutreten. Die selbstgemachten Spiele bereiten schon bei der Herstellung einiges Vergnügen und die Freude steigert sich noch, wenn endlich mit dem fertigen Objekt und anderen Mädchen und Jungen gemeinsam gespielt wird. Das geraten die perfekten Kunststoff-Packungen aus dem Spieleladen garantiert schnell in Vergessenheit.

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50

13.11.2014

„Das Beste der wildromantischen Landschaft”

Herrliche Aufnahmen bei vielleicht typischen schottischen Wetter steuern verschiedene Reisefotografen zu diesem Jahresplaner bei. Mal ist es das Hochland mit seinen stillen Seen, mal ein wilder bei Apple Cross die Wiesen teilender Bach, ein mystischer Steinstelenzirkel auf den Westinseln oder die Sea- und Gardenstown bei Banfshire, der geradezu gemalte Ausblick bei Loch Torridon und nicht zuletzt die phantastische Landschaft um den Old Man of Storr mitten auf der Isle of Skye, welche in ihrer Einzigartigkeit und hervorragend abgelichteten Ausstrahlung ausmachen, was Schottland-Besuchende so an dem kühlen und oft Menschenleeren Land suchen und lieben.

Das Format von 54 x 42 cm scheint das ideale Maß für die schönen und in starken Lichtstimmungen aufgenommenen Weitsichten des kühlen Nordens Großbrittainiens zu sein, denn alle Aufnahmen wirken perfekt und mit hoher Strahlkraft. Ein ganzes Jahr lang kann man vor den einzelnen Ansichten davor stehen, sinnieren und mit ein wenig Mühe und Phantasie tatsächlich den Wind übers Land fegen und die Wasserläufe plätschern hören, die frische Brise über den Seen und die aufsteigenden Wiesen- und Moordüfte riechen, vielleicht ein wenig Fisch auf der Zunge schmecken und die rauen Gesteinsbrocken, das weich-nasse Moos fühlen.

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50

12.11.2014

„Mystische Gemäuer Schottischer Legende”

Das Land Schottland selbst ist für Viele schon ein mystischer Landstrich. Viele Ritter- und Heldengeschichten stammen von dort oder scheinen ihren Ursprung in dem so weitläufigen, wenig besiedelten, wilden und rauen Land im Norden Großbritanniens zu haben.

Die so geheimnisvoll und magisch wirkenden Aufnahmen der alten, teils zerfallenen, teils noch bewohnten Jahrhunderte alten Burgen lassen Geschichten vor dem inneren Auge entstehen. Es scheint gerade so, als höre man das Klirren von Schwertern, das Getrappel der berittenen Schlachtrosse und die Schreie getroffener Helden.

In unberührter Natur, umgeben von felsigen Erhebungen, saftig-grünen Wiesenflächen, Wasserumspülten Halbinseln oder auch mächtig thronend auf Felshügeln strahlen die Burgen und Ruinen auch heute noch unentdeckte Geheimnisse und vergessene Wahrheiten aus, lassen ob ihrer unerzählten Geschichte erschaudern und wirken doch so eingebunden in die Landschaft, als wären sie einfach gewachsen.

Die kurzen Hintergrundbeschreibungen zu jeder der zwölf Burgen informieren knapp aber interessant und so lassen sich jeden Monat neu Spuren der Vergangenheit entdecken und erfahren, welche vielleicht sogar dazu einladen, sich zur eigenen Recherche vor Ort zu begeben und die eine oder andere Burg einmal selbst aufzusuchen.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

12.11.2014

„Aufklappbare Reiseimpressionen ”

Dieser Farbenfrohe Kalender bietet doppelten Genuss. Das hat sicher einerseits mit den wirklich ausgezeichneten Fotografien zu tun, andererseits mit den auf den jeweils auf der Rückseite eines Kalenderblattes abgedruckten Informationen und zusätzlichen Detailaufnahmen über das vorderseitig dargestellte Land zu tun.

Da der Kalender mit einem einfachen, aber den Monat in seiner Unterteilung samt der hervorgehobenen wichtigsten Fest- und Feiertage sowohl im Format 45 x 33,5 cm als auch aufgeklappt bis zu 66 cm hoch aufgehängt werden kann man auch deswegen von doppeltem Genuss sprechen. Einmal wirken die wirklich herrlichen Landschaftsaufnahmen aus Frankreich, Schottland, Neuseeland, Bolivien, China, der Mongolei, Indonesien, den USA, der Sahara, Papua-Neuguinea und der Türkei für sich, nach dem Aufklappen lassen sich die weiteren Bilder von Menschen sowie Gegenständen oder Szenen traditionellen Kulturausdrucks der angezeigten Länder ergänzend betrachten.

So bekommen die Reiseeindrücke vertiefenden Hintergrund und tragen zur Wissensbildung über das normale Sehen hinaus bei. Eine gute Idee wurde hier klasse umgesetzt.

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50

11.11.2014

„Natürlich vielfältig”

Die Fotos dieses Kalenders sind das Ergebnis eines groß angelegten Fotowettbewerbs mit dem gestellten Thema „Natürlich vielfältig“. Daher stammen die Monatsansichten von zwölf ambitionierten und herausragenden (Freizeit-)Fotografinnen und Fotografen des Landes. Sie zeigen neben ihrem profunden fachlichen und künstlerischen Können auch ein Deutschland in ganzer Pracht.

Granittürme aus dem Steinwald, die blühenden Moorflächen des Fichtelgebirges, die Hügellandschaft um die Lauenburgischen Seen, die Nemitzer Heide aus dem Elbhöhen-Wendland, die mächtigen Baumriesen im Kottenforst Nordrhein-Westfalens oder die märchenhafte Schneelandschaft des Schwarzwaldes sind Beleg für die natürliche Diversität und die sinnvolle Einrichtung der Naturparke im Land.

Jedes Kalenderblatt lädt somit in einen der über 100 Naturparke Deutschlands ein, zeigt eindrucksvoll eine typische und doch mit einem eigenen fotografischen Blick festgehaltene Besonderheit der Schutzgebiete, bietet zudem ein ausreichend übersichtliches Kalendarium sowie einen informativen erläuternden Text und sogar zwei kleine zusätzliche Detailfotos zu dem abgebildeten Gebiet.

Wer sich diese 52 x 43 cm großen Naturschönheiten an die Wand hängt unterstützt übrigens mit einem Teil des Kaufpreises das Projekt „HerzensSache Natur“.

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