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Name:
Uli Geißler Top 100 Rezensent
Ort:
Fürth
Rezensionen:
820 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 295

nicht hilfreich: 81

Rang:
24
Über mich:

lese gern (vor allem Thriller, Krimis, hin und wieder auch spannende Historische Romane, Kinderbücher und -romane). Eien wesentliche Leidenschaft ist aber auch das Spielen. Meine Einschätzung teile ich gerne mit Anderen. Ebenso suche ich beim Buchkauf Orientierung in den Meinungen anderer Leserinnen und Leser. Darüber hinaus gehören zu meinen liebsten Tätigkeiten das Spielen, Reisen, Radfahren (Touren+Mountainbike) sowie das Fotografieren. Schließlich bin ich auch selbst Spiele- und Buchautor.

Uli Geißlers Rezensionen

123

buch

Werkstatt Holz

Antje Rittermann

EUR 24,90 *
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50

03.02.2015

„Künstlerische Impulse für aktive Werkbegeisterte”

Einer der schönsten und vielseitigsten Werkstoffe kommt hier zu seinem Recht. Die beiden Autorinnen Unterteilt in die sehr anregenden Kapitel Schnitzen, Holzwerken, Sägen, Bohren, Raspeln und Schleifen, Leimen, Nageln, Schrauben sowie Alleskönner und Holzbildhauen bieten sie eine unglaubliche künstlerische Aufgabenfülle zum Nachwerken für Mädchen und Jungen an.

Wunderbar und gut verständlich erklären sie geradezu behutsam die zu verwendenden Materialien vom Holz bis zu den einzusetzenden Werkzeugen. Alle Arbeitsgänge werden gut erklärt und durch zahllose Illustrationen und Farbbilder dargestellt. Da es sich zudem um künstlerisches Schaffen handelt, kann auch niemand etwas „falsch“ machen – außer sich versehentlich in den Finger schneiden. Doch selbst hierzu gibt es Hinweise, wie das Schnitzmesser zu führen, die Säge zu führen oder der Bohrer zu halten ist.

Manche Projekte erfordern elektrische Geräte wie Bohrmaschine, Stichsäge oder Akkuschrauber, auch eine Hobel- oder Werkbank sind manchmal sehr hilfreich. Insofern sind die Möglichkeiten für diese Objekte doch etwas eingeschränkt. Auch die nicht Stromabhängigen Werkzeuge sind nicht gerade Haushaltsstandard – da braucht es ehrlich gesagt schon eine gut sortierte Werkstatt oder zumindest den Bastelkeller mit wesentlichen Werkzeugen. Das ist allerdings ein Manko des sehr die Kreativität heraus fordernden Praxisbuches.

Alle Figuren, Tiere, Objekte, Häuschen, Fahrzeuge, Spielgeräte, Gestaltungs- und Funktionsobjekte werden sowohl im Text als auch durch Illustrationen und Farbfotos gut dargestellt, so dass die Kinder sich wunderbar vorstellen können, wie die einzelnen Stücke aussehen könnten, dabei aber genug Schöpfungsfreiraum haben, ihre eigenen Phantasien umzusetzen. Trotzdem sind Geübtheit im Umgang mit den Werkzeugen und handwerkliches Geschick eine wichtige Voraussetzung, die schönen Vorschläge der beiden Künstlerinnen umzusetzen.

Mit etwas Unterstützung (Gerätebereitstellung, Begleitung) werden Mädchen und Jungen sicher viel Spaß an dem aktiven künstlerischen Tun haben.

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40

03.02.2015

„Experimente und Projekte zum Nachbauen”

Experimente und Projekte zum Nachbauen

Die Elektronik hat das Leben auch von Kindern längst umfassend erreicht. Smartphones und Tablets, wenigstens Notebooks gehören zur Grundausstattung eine Kinderlebens.

Da tut es gut, wenn so ein Experimentier-Buch ganz praktisch sozusagen handgreifliche Impulse anregt. Mädchen und Jungen können so Technik und Elektronik spielend erfahren und sogar noch eine Menge Spaß mit Freundinnen und Freunden dabei erleben. Dazu ist es sogar richtig spannend, was dieses Werkset samt Erklärbuch alles zum Nachbauen anbietet.

Unter dem geheimnisvollen Thema Spione und Agenten bietet der Baukasten-Teil des Elektronik-Sets einige elektronische Bauteile wie zwei Glühbirnchen, einen Summer, einen Schalter, eine Lüsterklemme, zwei Lämpchenfassungen, einen Batteriehalter, zwei Kabel, eine Blink-LED, einen Minitransistor und einen Widerstand sowie das Erklärbuch.

Um bestimmte Geräte nachbauen zu können, braucht es allerdings noch einige weitere Materialien, welche allerdings nicht unbedingt in jedem Haushalt vorrätig sind wie zum Beispiel einen Wok oder eine Plastikschüssel, ein Mikrofon, einen Kopfhörer, eine Heißklebepistole, Nylonschnur, Briefklammern, einen Taschenrechner (nein, nicht der auf dem Smartphone), blaue und rote Folie oder eine Infrarotlicht sensible Kamera. Das schränkt die Machbarkeit der Bastelvorschläge leider deutlich ein.

Dieses ist nicht nur großzügig und Lust weckend illustriert und bebildert, sondern alle darin enthaltenen Anleitungen sind klasse präsentiert und gut beschrieben. Zunächst gibt es eine Einführung zu den beigefügten Bauteilen, so dass man schnell weiß, wozu die einzelnen Dinge zu nutzen sind oder wie man damit umgeht. Dann folgen die einzelnen Projekte von der Leuchtsturmhaube und der witzigen Tarntaschenlampe über den einfachen Metalldetektor, das blinkende Verfolgungslicht, ein Periskop bis zum Fußmattenalarm.
Auch eine Alarmanlagenfalle, eine Diebstahlsicherung für das Tagebuch oder die Spardose, eine Fahrrad-Wegfahrsperre oder eine Abhöranlage kann man nachbauen. Klasse ist auch das kleine Morsegerät zum Senden von Geheimnachrichten oder die Lichtfunkstation gehören zum Agenten-Standard.

Ohne elektronische Hilfsmittel kann man Spuren lesen, eine Haar-Falle einrichten, Geheimtinte und einen Agentinnen- oder Agentenausweis herstellen oder mittels einer Code-Tabelle Nachrichten chiffrieren.

Für jedes Projekt ist eine Materialliste abgedruckt und dann wird in logischer Reihenfolge beschrieben, was mit den einzelnen Bauteilen zu tun ist. In einem kleinen Glossar am Ende des Buches lassen sich fachspezifische Begriffe nachschlagen.

Mit dem Aktiv-Set können Mädchen und Jungen ab etwa 8 Jahren selbst aktiv den Geheimnissen der Elektronik etwas annähern, konkrete Objekte nachkonstruieren und dann im gemeinsamen Spiel miteinander kleine Abenteuer erleben.

(c) 1/2015, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Spiel- und Kulturpädagoge, Fürth/Bay.

buch

Kunkku

Tuomas Kyrö

EUR 25,00 *
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20

25.01.2015

„Skurriler Unsinn mit authentischen Zügen”

Glaubt man anfänglich noch, sich selbst bei der eigenen Unkenntnis über das nordische Land ertappt zu haben, wird im Verlauf der skurrilen Geschichte des – eben fiktiven – letzten finnischen Königs König Kalle Penttinen XIV. – doch schnell klar, dass hier eine Quatschgeschichte ein Lektorat und schließlich die Belletristik-Regale der Buchhandlungen erreichte.

Der Hauptwitz der „Lebensgeschichte“ eines gefallenden, geschiedenen, von seinen Kindern getrennten und aus dem Schloss vertriebenen Kunkku, wie er auch genannt wird, besteht darin, dass er sich im geregelten Alltag des Lagerarbeiters Pena Penttinen, wie er sich nun nennt, im Elektronikhandel wieder findet aber an sich glücklich über das Ende seines Herrscherdaseins ist. Ein wenig mag da Gesellschaftskritik mitschwingen, aber das wirkt doch sehr „hergeholt“.

Immer wieder lässt der Autor seinen Protagonisten sich an vergangene Zeiten als König erinnern, mischt Begegnungen mit Figuren der Zeitgeschichte des letzten Jahrhunderts in erdachte historische Zusammenhänge und findet zum Beispiel Spaß daran, die Königinmutter Überlegungen zur Olof Palmes anstellen zu lassen. Sehr witzig … ?!?

Einige satirische Versuche, skandinavische Lebensart zu karikieren, bleiben schwach und auch die doch sehr (post)pubertären Liebhabereien des Schreib- und Leseunfähigen Kokainschnupfenden Zwangssingles wie große Brüste, schnelle Autos, Konsolen-Tennis oder alte Schwarzweißfilme mit „Dick & Doof“ verhelfen dem Buch nicht zu mehr Tiefe.

Ein wenig ergreift einen der vermeintlich entlarvende Blick hinter die Kulissen von Macht und Reichtum. Auch fühlt man mit Kunkku-Pena mit, wenn aufgezeigt wird, wie wichtig für Kunkku die Familie und der Wert der Freundschaft sind, selbst wenn die Familie ihn längst nicht mehr ernst nimmt und nichts mit ihm zu tun haben will. Seine Tochter ist depressiv, der Sohn sitzt im Gefängnis und seine Frau Sofi verließ ihn. Selbst die alten Freunde stellen inzwischen fragwürdige Existenzen dar. Als völlig unselbstständiger und stets vom Hofmarschall bevormundeter König gesellt sich die Lebenspraktische Helen an seine Seite und unterstützt Pena, sich kulturell zu entwickeln sowie den komplexen Alltag zu bewältigen. So wird die tragische und bedauernswerte Figur an manchen Stellen sympathisch und vor allem menschlich. Für diese einzige Botschaft des Buches ist ehrlich gesagt zu viel Nonsens herum geschrieben.

Eventuell kann man darüber schmunzeln, dass die Finnen ein bedeutendes Raumfahrtprogramm hätten oder Schweden Finnland beitritt. Und etwas empathisch kann man auch die neue Verliebtheit des so einsamen Ex-Königs nachvollziehen. Aber wirklich zündend oder gar ein Lachen provozierend ist leider nichts in dem Buch. Dabei war es doch als lustigstes Buch Finnlands beworben worden. So bleibt am Ende als Wert des Buches ausschließlich die Erkenntnis: Finnen lachen über andere Dinge.

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50

25.01.2015

„Einfach Fleischlos gut kochen und essen”

Selbstbewusst mit goldenem (!) Einband legt der Verlag die Messlatte für ein Kochbuch sehr hoch, erwartet man von so einem Werk doch Grundlegendes, Immerwährendes, Bestes. Skeptisch aufgeschlagen strahlt das Buch schon nach wenigem Umblättern eben genau diesen Eindruck aus. Schon beim schnellen Überblick lassen sich zahlreiche Gerichte entdecken, die aufgrund ihrer Bezeichnung, des Fotos oder der Zutatenaufzählung einfach und leicht nachkochbar wirken.
Für die schnelle Hinführung zu bestimmten Rezepte gibt es den „Rezepte-Quickfinder“. Hier werden nach den Suchkriterien „Für Kochanfänger, Schnelle Küche, Für Kinder, Für Gäste, Mediterran, Asiatisch“ Kochvorschläge gemacht.

Jede der durch farbige Kennzeichnung der Seitenecken schnell aufzufindenden Kategorie wird mit grundlegenden, wissenswerten und hilfreichen Informationen und Tipps eingeleitet und dann folgt eine Vielzahl an Rezepten. Diese werde jeweils übersichtlich auf einer Seite komplett erläutert und mit ansprechend fotografierten, häufig ganzseitigen Farbbildern dargestellt. Die Präsentationen der Gerichte sind anregend und die Fotos diesen auch gleich als Serviervorschlag.
Es gibt die Kapitel Salate und kalte Vorspeisen, warme Vorspeisen, Suppen, Saucen und Dips, Kartoffeln, Gemüse, Nudeln, Reis, Tofu, Desserts und Süßspeisen.

Die Angaben zu den Portionen, Kalorien und zur Zubereitungsdauer sowie die Zutatenliste finden sich selbstverständlich gleich zu Beginn eines jeden Rezeptes. Auch die Anleitungen in gut nachzuvollziehenden Arbeitsschritten, Profi-Tipps und Variationsvorschläge zeichnen das Buch aus. Es ist schnell erkennbar, dass die Rezepte tatsächlich Praxiserprobt wurden, was der Verlag mit einer „Geling-Garantie“ unterstreicht.

Ein weiterer, nicht unerheblicher Vorteil der über 400 Rezepte umfassenden Sammlung sind die Handelsüblichen Zutaten, denn es gibt nahezu alles benötigte Gemüse, Gewürze oder Obst und weiteres in den gewöhnlichen Lebensmittelläden oder Supermärkten. Dadurch hält sich der Beschaffungsaufwand in Grenzen und auch der Geldbeutel wird geschont, da etwas teurere Sonderzutaten nur in sehr wenigen Fällen eingekauft werden müssen. Wichtig ist der Hinweis, dass Grundzutaten wie Pfeffer, Salz, Brühwürfel, Essig, Öl oder Semmelbrösel zur Grundausstattung einer Küche gehören und nicht eigens angegeben werden.

Das Buch „Vegetarisch. Das Goldene von GU“ bietet ein grundlegendes und sehr gutes Kompendium vegetarischer Küche, welches sofort den Appetit anregt und Lust aufs Kochen und viel mehr noch aufs Essen macht und das nicht nur orthodoxen Vegetariern sondern eben auch den vielleicht so zu bezeichnende Gelegenheitsvegetariern. Dieses Buch ist eines für die Grundausstattung jeder Küche.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

04.01.2015

„Literarische Entdeckungen im eigenen Land”

Das gewichtige Buch weist darauf hin, hier geht es um bedeutende Inhalte von Dauer. Ganz Deutschland wird in zahlreichen Geschichten, Anekdoten, Essays, Erzählungen und empathisch beschriebenen Eindrücken von etwa 100 Dichterinnen und Poeten, Lyrikern und Autorinnen auf 500 Seiten lesbar und erlebbar gemacht.

Die Kapitelunterteilung in die 16 Bundesländer zeigt schon die Vielfalt der Texte auf und hilft bei der Auswahl. Denn dieses Buch ist kein von Anfang bis Ende hintereinander weg zu lesendes. Reisezielen gleich lassen sich bestimmte Orte, Regionen oder eben auch Autorinnen und Autoren auswählen. So bleibt es jeder und jedem selbst überlassen, mit welchem Gebiet, welcher literarischen Schreibweise oder welchem Thema die nächsten Leseminuten gewidmet werden sollen.
Wer mag, kann sich auch blätternder Weise von den eingestreuten Farbaufnahmen oder illustrierten Landeskarten anregen lassen, die eigene Textauswahl sozusagen visuell geleitet treffen.

Entdecken lassen sich in den sehr vielseitigen und klar sehr unterschiedlichen Sicht- und Erzählweisen die Dinge und Eigenheiten Deutschlands in seinen Großstädten, dem Gefundenen und dem Sich-Verlierenden, den großen Ereignissen und den unbemerkten Feinheiten versteckter Orte, Bräuche und lokaler Besonderheiten.

Es sind individuelle Wahrheiten, die dennoch allgemeingültig scheinen, persönliche Empfindungen, die doch für Viele gelten und reflektierende, kritische und Zukunftsweisende Ansichten und Einsichten, welche die alte, neue oder vorrübergehende Heimat, vielleicht auch nur das Besuchsland Deutschland differenziert (wieder) entdecken lassen, erkennen und einordnen helfen.

In dem einmaligen Sammelband wertender Beschreibungen finden sich exklusive Erzeugnisse der schreibenden Zunft, mehr oder weniger prominent, kulturell mehr oder weniger bedeutend wie zum Beispiel Heinrich Böll, Walter Kempowski, Armin Mueller-Stahl, Juli Zeh, Günter Gaus, Bastian Sick, Manuel Andrack, Ulrich Plenzendorf, Jürgen von der Lippe, Walter Jens, Christa Wolf, Heiner Müller, Georg Ringsgwandl, Luise Rinser, Martin Walser und viele, viele weitere. Sie alle haben sich ihrer jeweiligen Heimat im wahrsten Sinn des Wortes ver_schrieben und ihre Gedanken über ihr Verhältnis zu Deutschland, ihrer Herkunftsregion oder ihrem Geburtsort veröffentlicht. Sie alle wählten eigene, redaktionell offenbar nicht eingeschränkte oder vorgegebene Themen und so ist die Stil – und inhaltliche Bandbreite entsprechend groß. Aber alle Autorinnen und Autoren sind sich letztlich einig, egal ob sie über Kriegsfolgen, politische oder kulturelle Entwicklungen oder das Essen formulierten: So schön – so spannend – so interessant - so liebenswert und so i(s)st Deutschland!

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30

31.12.2014

„Einführung in die praktische Handhabung der Systemkamera”

Die neue Kamera ist endlich da, der Akku aufgeladen, der Tragegurt befestigt und mit einer kleinen Hebelbewegung eingeschaltet.
Doch die ohnehin schon sehr vielfältige Anzahl an Bedienknöpfen, -tasten und –hebeln wird nun noch ergänzt um eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten und Menü-Ebenen. Wie soll man da durchblicken?

Das Kamerabuch von Reinhard Wagner will genau dieses Problem lösen und Hilfestellungen zur Handhabung des technischen Meisterwerkes geben.

So gibt es nach einer kurzen Einführung zur Entwicklung der Kamera das grundlegende Kapitel „Die EM 1 schussbereit machen“. Der Autor beschreibt konkret und empfiehlt dabei eine Reihe sinnvoller Einstellungen. Für Neulinge im Umgang mit der Kamera ist allerdings Vieles noch wenig nachvollziehbar. Es fehlen die Darstellungen der unterschiedlichen Display-Anzeigen, was bei der Fülle der Einstellmöglichkeiten und deren Auswirkungen auf die Ergebnisse in einem Praxisbuch unabdingbar ist. Beispielsweise war der der Punkt zur Einstellung von „LF+RAW“ erst nach längerem Durchforsten des Menüs zu finden. Die Anzeige des entscheidenden Symbols hätte schon gereicht, um schneller diesen Menüpunkt zu finden. Ähnlich ergeht es Lernwilligen auch bei vielen Informationskästen, die zwar kurz und gut weitere Tipps parat haben, aber manchmal wie zufällig eingestreut daher kommen und somit doch noch sehr theoretisch bleiben.

Eine sehr gut strukturierte grafische Übersicht zeigt sämtliche Bedienelemente der Kamera samt Funktionserklärung.
Dann folgt ein wichtiges Kapitel über die Autofokus-Einstellungen, welches besser mit noch eindeutigeren und vielleicht in Einstellungsschritten abgebildeten Fotobeispielen hätte dargestellt werden sollen. Besonders die Definition der Autofokuspunkte hätte eine sehr bildhafte Präsentation inklusive der Display-Ansichten verdient, denn die Möglichkeiten für die kreative Fotografie sind besonders durch diese Einstellmöglichkeiten bei der EM 1 ausgezeichnet, brauchen allerdings Praxisbeispiele, die erkennen lassen, wie mit den jeweiligen Einstellungen umgegangen werden sollte und was sie bewirken. Die wenigen Fotobeispiele reichen leider nicht aus, wirken wenig kreativ und wirken nicht anregend.
Auf drei Doppelseiten findet sich eine nahezu vollständige Übersicht der zur Verfügung stehenden Olympus-Objektive mit kurzer Erläuterung.

Im Kapitel „Inspiration und Stilfindung“ stellt der Autor die Möglichkeiten der diversen „Art“-Filter vor und beschreibt diese auch gut. Etwas mehr inspirierende Bildbeispielspiele hätten allerdings auch hier sicher gut getan.

Das letzte Kapitel „Power Setup“ ist inhaltlich sehr hilfreich, da Reinhard Wagner sehr ausführlich verschiedene Einstellungen erläutert, immer auch mit Fotos ergänzt, wenngleich auch hier wieder die fotografisch-künstlerische Qualität nicht immer ausreicht, um eindeutig darzustellen, welches Ergebnis bestimmte Einstellungen erbringen. Die Abbildung der jeweiligen Display-Anzeige zu den einzelnen Abschnitten wäre auch hier hilfreich gewesen.

Das Buch ist in seinem Inhalt umfangreich und spricht nahezu alle fotografischen Situationen und Möglichkeiten der Kamera an, es fehlt jedoch an der funktionalen Didaktik der Darstellung und Aufteilung des Buches. Möglicherweise ist es „mit heißer Nadel gestrickt“, um mit Erscheinen der Kamera auch ein entsprechendes Buch vorlegen zu können.

Die Komplexität der Kamera zeigt sich ganz klar auch in dem Praxisbuch und als Nutzerin oder Nutzer der OM D EM 1 wird man sich auch nach der Lektüre des Buches intensiv in praktischen Übungen und Experimenten noch häufig auseinandersetzen müssen, um die Kamera sicher handhaben zu können und optimale Ergebnisse zu erhalten.

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50

04.12.2014

„Selbstgemachtes bringt den meisten Spaß”

Viele Schaufenster sind voll wundervoller, bunter und leider oft auch sehr teurer bunter Dinge, insbesondere vor Weihnachten. Aber auch vor Ostern präsentieren sich inzwischen überbordende Spielzeugregale und Aufbauten. Kinderaugen leuchten und doch verblasst oft schon kurz nach den Festtagen das Interesse an den aufwändig gestalteten, oft hochtechnisierten Spielsachen.
Das kreative Buch mit Kinderspielen aus aller Welt könnte dazu beitragen, dass sich Mädchen und Jungen mit deutlich größerer eigener Beteiligung und Interesse von den dargestellten Spielen und Spielgeräten ansprechen lassen. Alle vorgestellten Spiele aus immerhin sechs Kontinenten lassen sich mit etwas Geschick und Geduld selbst herstellen und nachbauen.

Ganze 51 Spiele aus verschiedenen Ländern werden vorgestellt. Auf einer Doppelseite wird über das jeweilige Herkunftsland und die speziellen Hintergründe der Spiele berichtet, bevor mit schönen teilweise großformatigen Farbaufnahmen unterstützt die Bauanleitungen folgen. Manchmal braucht es etwas handwerkliches Geschick, um einen Klangfrosch aus Nigeria, einen Abziehkreisel aus Dschibuti, ein Carromspiel aus Indien, einen Segelwagen aus China, eine Pinata aus Mexiko oder das Walfangspiel „Nugluak“ aus Nordamerika herzustellen.

Für jedes Spiel sind die Regeln gut beschrieben und es bereitet einiges Vergnügen, nach dem Bau und Bemalen der Spielmaterialien und Spielpläne die spielerische Weltreise anzutreten. Die selbstgemachten Spiele bereiten schon bei der Herstellung einiges Vergnügen und die Freude steigert sich noch, wenn endlich mit dem fertigen Objekt und anderen Mädchen und Jungen gemeinsam gespielt wird. Das geraten die perfekten Kunststoff-Packungen aus dem Spieleladen garantiert schnell in Vergessenheit.

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50

13.11.2014

„Das Beste aus dem Land des Lächelns”

Thailand – Traumland für Viele, die paradiesische Inseln, meditative Stille in Jahrhundertealten Tempeln, aufregende Bootsfahrten über stille Seen oder durch überfüllte Vorstadtkanäle, friedliche Spiritualität, tosendes Nachtleben, phantastisch angelegte Reisfelder oder historische Handwerkskunst entdecken und erleben wollen.

Der in einem idealen Format von 54 x 42 cm große Jahresplaner mit übersichtlichem Kalendarium zur schnellen Orientierung über Tage, Wochen, Fest- und Feiertage bietet einen Großteil der genannten Möglichkeiten in einer ausgezeichneten Fotoauswahl. Mehrere Reisefotografen lieferten ihre besten Aufnahmen und so kann man sich täglich und jeden Monat neu über beschattete Buddha-Statuen, smaragdgrünes Meerwasser vor einsamen Inselküsten, wundervolle Ausblicke über Tempel und Täler, unnachahmliche Fischfangtechniken, Glaubende mit ihren tief spirituellen Ritualen, buntes Markttreiben und auch die unvermeidlichen abendliche Verkehrssituation der Hauptstadt aber auch einen phantastischen Abendblick auf Bangkok freuen.

Diese Aufnahmen wirken neben dem optischen Genuss mehrdimensional, denn mit etwas Phantasie und Konzentration lassen sich Gerüche, Klänge und Geschmäcke erahnen, der kalte Stein der langen Buddha-Statuen-Reihen oder die Schalen frischen Obstes fühlen und all das zaubert bei den Betrachtenden ein Lächeln ins Gesicht. Sawadee.

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50

13.11.2014

„Das Beste der wildromantischen Landschaft”

Herrliche Aufnahmen bei vielleicht typischen schottischen Wetter steuern verschiedene Reisefotografen zu diesem Jahresplaner bei. Mal ist es das Hochland mit seinen stillen Seen, mal ein wilder bei Apple Cross die Wiesen teilender Bach, ein mystischer Steinstelenzirkel auf den Westinseln oder die Sea- und Gardenstown bei Banfshire, der geradezu gemalte Ausblick bei Loch Torridon und nicht zuletzt die phantastische Landschaft um den Old Man of Storr mitten auf der Isle of Skye, welche in ihrer Einzigartigkeit und hervorragend abgelichteten Ausstrahlung ausmachen, was Schottland-Besuchende so an dem kühlen und oft Menschenleeren Land suchen und lieben.

Das Format von 54 x 42 cm scheint das ideale Maß für die schönen und in starken Lichtstimmungen aufgenommenen Weitsichten des kühlen Nordens Großbrittainiens zu sein, denn alle Aufnahmen wirken perfekt und mit hoher Strahlkraft. Ein ganzes Jahr lang kann man vor den einzelnen Ansichten davor stehen, sinnieren und mit ein wenig Mühe und Phantasie tatsächlich den Wind übers Land fegen und die Wasserläufe plätschern hören, die frische Brise über den Seen und die aufsteigenden Wiesen- und Moordüfte riechen, vielleicht ein wenig Fisch auf der Zunge schmecken und die rauen Gesteinsbrocken, das weich-nasse Moos fühlen.

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50

12.11.2014

„Mystische Gemäuer Schottischer Legende”

Das Land Schottland selbst ist für Viele schon ein mystischer Landstrich. Viele Ritter- und Heldengeschichten stammen von dort oder scheinen ihren Ursprung in dem so weitläufigen, wenig besiedelten, wilden und rauen Land im Norden Großbritanniens zu haben.

Die so geheimnisvoll und magisch wirkenden Aufnahmen der alten, teils zerfallenen, teils noch bewohnten Jahrhunderte alten Burgen lassen Geschichten vor dem inneren Auge entstehen. Es scheint gerade so, als höre man das Klirren von Schwertern, das Getrappel der berittenen Schlachtrosse und die Schreie getroffener Helden.

In unberührter Natur, umgeben von felsigen Erhebungen, saftig-grünen Wiesenflächen, Wasserumspülten Halbinseln oder auch mächtig thronend auf Felshügeln strahlen die Burgen und Ruinen auch heute noch unentdeckte Geheimnisse und vergessene Wahrheiten aus, lassen ob ihrer unerzählten Geschichte erschaudern und wirken doch so eingebunden in die Landschaft, als wären sie einfach gewachsen.

Die kurzen Hintergrundbeschreibungen zu jeder der zwölf Burgen informieren knapp aber interessant und so lassen sich jeden Monat neu Spuren der Vergangenheit entdecken und erfahren, welche vielleicht sogar dazu einladen, sich zur eigenen Recherche vor Ort zu begeben und die eine oder andere Burg einmal selbst aufzusuchen.

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