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Corinna Top 100 Rezensent
Ort:
der Nähe von Bremen
Rezensionen:
361 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 36

nicht hilfreich: 24

Rang:
78
Über mich:

kann mir ein Leben ohne Bücher einfach nicht vorstellen.

Corinnas Rezensionen

buch

Die kleine Hexe

Otfried Preußler

EUR 11,95 *
auf Merkliste

50

10.05.2013

„Ein Klassiker für jedes Alter :)”

Die kleine Hexe fühlt sich mit ihren einhundert-siebenundzwanzig Jahren schon sehr erwachsen und bereit.
Bereit für was? Na um in der Walpurgisnacht mit den anderen Hexen auf dem Blocksberg zu fliegen. Leider ist sie dafür eigentlich noch zu jung. Als sie aber heimlich dem Fest beiwohnt und von den anderen Hexen erwischt wird, gibt es nicht nur glückliche Reaktionen.
So muss sie, innerhalb eines Jahres, beweisen das sie eine gute Hexe ist, das Hexen beherrscht und würdig ist der Walpurgisnacht beizuwohnen.
Was Ihr in diesem Jahr wohl alles widerfährt...?



Otfried Preußlers Kinderbuch, „Die kleine Hexe“, aus dem Jahre 1957 ist wohl eines der bekanntesten Kinderbücher Deutschlands. Ich selber kannte die Geschichte nicht mehr wirklich und weiß nur, dass wir sie im Kindergarten bereits gelesen haben. Aber dies ist ja auch schon einige Jahr(zehnt)e her.

Da meine Kinder dieses Buch vor kurzen mit ihrem Papa gelesen haben, musste ich es natürlich auch nachholen. Man will ja auch mitreden können.

Nun aber zum Buch.
Für mich war „Die kleine Hexe“ eine sehr niedliche, unterhaltende und schön geschriebene Geschichte. Auch wenn ältere Leser das Genre „Kinderbuch“ oft vom Lesen abhält, ich selber kann die Ausflüge in diese Richtung nur empfehlen.

Für mich waren die gestrigen Lesestunden eine Reise zurück in meine Kindheit. Ich freute mich einen Ast ab, über die Streiche und die guten Taten der Hexe und fieberte der Walpurgisnacht entgegen. Die Zeichnungen zur Geschichte waren einfach stimmig und sehr passend. So kam ich auch einmal wieder in den Genuss von Bildern in ein einem Buch und ich habe mich sehr über diese gefreut.

Mein Fazit:
Otfried Preußlers Geschichte von der kleinen Hexe ist sehr zeitlos und wird bestimmt noch lange Jahre Jung und Alt begeistern. Ich kann diesen kleinen Leseurlaub vom erwachsen sein nur empfehlen.

30

08.05.2013

„Ein Rattenleben in Boston”

Als die Ratte Firmin das Licht der Welt erblickt, ist er das dreizehnte Rattenkind und damit auch der Kleinste und Schwächste des Wurfes. Er wächst in einer Bostoner Buchhandlung auf und entdeckt schnell die Faszination der Bücher. Wo er sich zuerst noch bei den Werken durchfuttert, liest er nach kurzer Zeit schon alles, was er bekommen kann, durch.
So entdeckt er nicht nur spannende Geschichten, sondern lernt auch die Menschen um sich herum kennen und ist fasziniert von dessen Leben.



„Firmin – Ein Rattenleben“ von Sam Savage ist ein Buch, welches mich persönlich schon durch seine Aufmachung neugierig machte. Bei unserer Ausgabe handelt es sich um die, dessen Deckblatt mit kleinen Knabberspuren verziert wurde. Dies allein ist ja schon etwas besonderes und leider ist dieses „Extra“ in den neueren Auflagen auch nicht mehr vorhanden. Zusätzlich finde ich Firmin auf dem Cover einfach interessant und ich war gespannt auf seine Geschichte.

Bei dem Buch an sich bin ich dann etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite hatte ich meine kleinen Probleme in das Buch zu finden. Dies ging nach kurzer Zeit und mir gefiel Firmins Geschichte immer besser, was dann wiederum zum Ende deutlich abschwächte.

Firmins Leben sind halt Bücher und als Leser verfolgt man ihn und teilt seine Erlebnisse. Wobei es auch um die Menschen und deren Umgebung geht, die komplett im Aufbruch ist.

Der Schreibstil von Sam Savage war für mich nicht so flüssig, wie ich es gerne habe. Zwar kann man das Buch locker lesen, aber mir fehlte noch der letzte Kick.
Und das war auch das Problem für mich. Es gab immer wieder Stellen, die ich unterhaltsam und gut geschrieben fand, aber auch einige anderen, die mich etwas langweilten und in denen meine Gedanken daraufhin abdrifteten. Das war schon schade!

Mein Fazit:
„Firmin – Ein Rattenleben“ war für mich ein nettes Buch für zwischendurch, allerdings ist es keines, das mir lange in Erinnerung bleiben wird. Mir fehlte noch der spannende bzw. fesselnde Moment im Buch.

40

05.05.2013

„Crossfire Nr. 1”

Schon bei ihrer ersten Begegnung ist sie ihm verfallen.

Als Eva Tramell, frisch von der Uni kommend, nach New York zieht, fühlt sie sich frei und genießt die Atmosphäre der Metropole. Auch beruflich scheint alles gut zu laufen. Sie hat einen Job bei einer Werbeagentur und scheint auch finanziell unabhängig von ihren reichen Eltern zu sein.
Als sie dann bei einem Zwischenfall in der Lobby, ihres Bürogebäudes, auf einen gutaussehenden, unbekannten Mann trifft, ist es um sie geschehen. Er will ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen und verfolgt sie in ihren Gedanken überall hin.
Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei ihm um Gideon Cross, dem Besitzer des Wolkenkratzers und einem steinreichen Multimillionär handelt.
Und auch Gideon ist von Eva fasziniert. Beide lassen sich auf ein stürmisches Abenteuer ein und merken schnell, dass sie mehr brauchen, als Oberflächlichkeiten. Und dies macht beiden Angst...



„Crossfire – Versuchung“ ist der Beginn einer Trilogie von Syliva Day.
Hauptpersonen der Bücher sind Eva und Gideon, die unterschiedlich erscheinen, jedoch in vielen Dingen auch sehr gleich sind.

So wirkt Gideon zwar gelassen, weltgewandt und erfolgreich, wo hingegen Eva eine Anfängerin in ihrem Beruf ist, manchmal scheu und unbeholfen erscheint, trotzdem kennen beide auch eine dunkle Seite, die sie in ihrer Kindheit und Jugend erfahren mussten. Dieser Punkt vereint sie, breitet sich gleichzeitig aber auch als Störfaktor aus.

Sylvia Day hat mit „Crossfire – Versuchung“ einen unterhaltsamen Erotikroman geschrieben, den ich persönlich gerne gelesen habe, auch wenn ich mir an manch einer Stelle mehr Tiefe gewünscht hätte. Gerade auch, weil die Autorin bestimmte Themen aufgreift, die meiner Meinung nach nicht sofort abgelegt werden können, aber trotzdem zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.
Aber ich mag Eva und Gideon als Charaktere, allerdings ging mir Evas Fluchtinstinkt, wenn er auch teilweise verständlich war, doch auch so manches Mal gegen den Strich.

Für diese beiden Punkte, weil sie mir beim Lesen schon sehr aufgefallen sind, gebe ich einen kleinen Punktabzug. Trotzdem bin ich jetzt schon auf den zweiten Teil „Crossfire - Offenbarung“ gespannt, denn ich muss ja wissen, wie es mit den Beiden weitergeht.

Da viele Leserinnen und Leser ja Vergleiche zu den „Shades of Grey“-Büchern ziehen, kann ich für mich nur sagen, dass beides selbstständige Reihen sind, die sich durch gewisse Charakterzüge zwar ähneln, für mich aber doch deutlich anders waren.
Mir selber hat „Shades of Grey“ gefallen, auch wenn ich nicht so begeistert war, wie manch andere Leserin, und ich mag auch „Crossfire“. Ich würde sie bisher auf eine gefühlt gleiche Stufe setzen.

Also einfach ausprobieren und vielleicht, wie ich, beides mögen.

Mein Fazit:
Das Rad wird sicherlich nicht neu erfunden und auch gewisse Charakterzüge sind schon vorher bekannt, wer aber einen unterhaltsamen Erotikroman sucht, der ist bei „Crossfire – Versuchung“ richtig. Ich selber hatte schöne Lesestunden mit diesem Roman.

buch

Blutsbräute

Margie Orford

EUR 8,95 *
auf Merkliste

40

03.05.2013

„Schauplatz Kapstadt, Clare Hart Nr. 1”

Eine Mädchenleiche wird in Kapstadt gefunden. Der schöne Teenager liegt zurechtgelegt an der Strandpromenade, so dass selbst die Ermittler erst einmal zu schlucken haben. Denn das Mädchen wurde nicht nur brutal ermordet, sondern auch geblendet. Was muss sie schreckliches gesehen haben, dass Ihr der Mörder vor dem Tod das Augenlicht nahm?

Dr. Clare Hart, Profilerin bei der Polizei und ihr Kollege Ridwaan Faizal geben alles um den Mörder schnell zu fassen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass es nicht bei einer Leiche bleibt und es sich hier um einen Serientäter handelt.
Außerdem bekommt Clare schnell den Verdacht, dass die Taten etwas mit einem Menschenhändlerring zu tun haben könnten, gegen den sie ebenfalls ermittelt...



„Blutsbräute“ ist der Auftakt der Clare-Hart-Reihe von Margie Orford.
Weitere Bücher sind:

1) Blutsbräute
2) Blutrose
3) Todestanz
4) Galgenberg

Für mich ist Südafrika, als Schauplatz des Buches zwar nichts ganz neues mehr, aber doch sehr viel anders, als z.B. Deutschland, Skandinavien oder die USA. Dies sind oftmals Länder in denen meine gelesenen Thriller spielen. So ist mir durchaus bewusst, dass Südafrika wunderschön ist, aber auch seine Schattenseiten hat. Und dies bekommen die Leser von „Blutsbräute“ relativ schnell zu spüren.

Immer wieder treffen die Ermittler Clare Hart und Ridwaan Faizal auf Menschen, denen es nicht so gut geht und die durchaus schon Erfahrung mit Gewalt und Misshandlungen gemacht haben. Ich denke in diesem Bereich ist Kapstadt schon sehr gut gewählt, ist die Grenze zwischen Arm und Reich dort doch besonders groß.

Margie Orford als Schriftstellerin hat mir gut gefallen. Der Fall war spannend und unterhaltsam, aber auch sehr knifflig. Schnell hatte ich schon eine Tätergruppe im Hinterkopf, allerdings fragte ich mich immer, wie sie den Bogen zur Auflösung spannen will.
Dies gelang Margie Orford auch durchaus gut, trotzdem muss ich gestehen, dass der Mittelteil eine kleine Flaute hatte in der ich das Gefühl bekam, dass nichts neues passiert.
Zum Ende hin wurde es wieder besser und ich konnte die Finger nicht vom Buch lassen, oder kurz geschrieben, ich habe die Nacht durchgelesen.

Ob ich nun mit der Reihe weiterlese, weiß ich noch nicht. Clare Hart fand ich als Charakter durchaus interessant und auch ihre Vergangenheit bietet Platz für mehr, aber ich bin mir nicht sicher ob sie am Ende mit anderen Reihen mithalten kann. Und der Schauplatz Kapstadt ist auch nicht unbedingt mein Favorit.

Mein Fazit:
Ein spannender Auftakt zur Clare-Hart-Reihe, der sich gut lesen lässt. Allerdings bietet das Buch wenig neues, auch wenn die Umsetzung spannend war.

50

27.04.2013

„Lesespaß für Jung und Alt”

Kalle Blomquist sucht das Abenteuer. Sein größter Wunsch: Ein Meisterdetektiv zu sein, der alle bisherigen Detektive in den Schatten stellt.

Zusammen mit seinen Freunden Eva-Lotte und Anders gründet er einen Zirkus, ist Teil einer Bande und verbringt den Sommer mit lauter kleinen Abenteuern.
Bis, ja bis Eva-Lottes Onkel Einar auf der Bildfläche erscheint um einen spontanen Urlaub bei der Familie einzulegen. Schnell wird Kalle klar, dass dieser Mann nicht nur unsympathisch ist, nein, er führt auch etwas im Schilde. Und um was es sich dabei handelt kann nur einer herausfinden: Meisterdetektiv Kalle Blomquist.



Kalle Blomquist, wer kennt ihn nicht? Astrid Lindgrens Held tummelt sich nun schon seit Jahrzehnten in den Bücherregalen vieler Kinder (und ihrer erwachsen gewordenen Eltern). Auch ich bin seit meiner Kindheit ein riesiger Fan ihrer Bücher und wollte nun noch einmal das erste Abenteuer von Kalle und seinen Freunden erleben.

Für mich war dieses Buch eine Reise zurück in meine Kindheit. Denn hier, in Astrid Lindgrens Welt, werden die Leser, egal welchen Alters, wieder jung.
Zusammen mit Kalle, Eva-Lotte und Anders ziehen wir durch die Gegend und begleiten sie bei ihren Abenteuern. Dies alles wird so lebendig beschrieben, als säße man direkt neben ihnen und wäre Teil ihrer Bande.

Dann taucht Onkel Einar auf und schnell wird klar, dass etwas im Busch ist. Und auch hier fühlte ich mich durch mein, mittlerweile erwachsenes Alter, in keinem Moment gelangweilt. Ganz im Gegenteil! Sicherlich müssen ältere Leser sich auf ein Kinder- bzw. Jugendbuch einlassen können, aber tut man dies, wird man auf wunderbare Weise mit einer spannenden, lustigen und liebenswerten Geschichte belohnt.
Ich für meinen Teil finde, dass man mit Astrid Lindgrens Helden, keine Fehler begehen kann und Kinder unbedingt dieses Buch, aber auch ihre anderen, näher bringen MUSS.

Da Kalle und seine Freunde hier ca. 13 Jahre alt sind, würde ich diesen Kriminalfall auch für Kinder ab ca. 10 Jahre empfehlen, dann ist aber auch (Lese-)Spaß garantiert.

Mein Fazit:
Astrid Lindgrens Bücher sind zu Recht zeitlose Klassiker, die sich ein Jeder immer wieder aus dem Bücherregal holen sollte. Kalle Blomquist im speziellen spricht sicher keine Leseanfänger an, überzeugt aber durch Spannung und Raffinesse, wie sie wohl nur selten zu finden sind.
Traut Euch, lest dieses Buch und/oder schenkt es Euren Kindern, es werden wunderbare Lesestunden werden.

buch

Sattelfest

Tilly Bagshawe

EUR 8,95 *
auf Merkliste

50

26.04.2013

„Liebe mit Hindernissen”

Sie sind unterschiedlich und haben doch so viele Gemeinsamkeiten...

Milly Lockwood Groves ist mit Pferden aufgewachsen. Als Tochter eines vermögenden, britischen Züchters verbringt sie jede freie Minute in den Ställen des Anwesens. Nur ein Traum wird ihr von ihren Eltern verwehrt, das Reiten als Jockey. Denn nach einem Unfall, möchten weder Vater noch Mutter dieses Risiko erneut eingehen. Doch für ihre Tochter Milly bedeutet der Rücken der Pferde einfach alles.

Als dann Bobby Cameron, ein Pferdetrainer aus den USA, zu Gast auf dem Anwesen ist, erregt dieser Millys Interesse. Nicht nur, dass er gut mit ihren geliebten Tieren umgehen kann, nein, sie ist auch Feuer und Flamme für den Cowboy. So erhofft sie sein Herz erobern zu können und eine neue Chance für den Job des Jockeys zu erhalten.




„Sattelfest“ von Tilly Bagshawe ist ein Buch, welches mich vom Titel her nicht unbedingt angesprochen hat, mich aber durch seinen Klappentext neugierig machte.

So fing ich also vor einigen Tagen vorsichtig mit dem Lesen an und war gespannt was da kommen mag. An Pferden habe ich so gar kein Interesse, trotzdem mag ich (Liebes-)Geschichten wie diese hier.

Was mir zuerst aufgefallen ist, war allerdings die kleine Schriftgröße des Romans. Auf seinen 544 Seiten dachte ich mir, dass dies sicherlich etwas anstrengend werden könnte, doch waren meine Bedenken nach kurzer Zeit schon verflogen.
Denn auf was kommt es denn an? Auf die gute Geschichte, richtig! Und die bietet „Sattelfest“ den Leserinnen. So lernen wir zu Beginn die beiden Hauptcharaktere kennen. Milly ist gleich sehr verliebt in den „Cowboy“ Bobby, doch dieser zeigt rein freundschaftliches Interesse.

Natürlich ist jedem klar, wie dieses Buch zu 90% ausgehen wird, aber Tilly Bagshawe hat es geschafft so viele Irrungen und Wirrungen in ihren Roman einzubauen, dass es immer wieder spannend wurde. Und dies machte dazu auch noch richtig viel Spaß, so dass ich unentwegt darüber nachdachte, wann ich mir Zeit für das Buch freihalten kann!
Zusätzlich führt sie nach und nach noch einige Personen mit in die Geschichte ein, die das Ganze sehr lebhaft und unterhaltend machen. Denn diese Leute sind natürlich nicht nur nett und wirken auf das Leben der Hauptpersonen mit ein.
(Und so manch eine von ihnen bekommt hier auch eine kleine Nebengeschichte.)

Und eben diese Kombination aus Hauptpersonen mit den tollen Nebendarstellern, plus einem flüssigen Schreibstil und immer neuen Wendungen machte das Buch so lesenswert für mich.

Tilly Bagshawe werde ich mir ganz sicher merken, bin ich doch von ihrer lockeren und teilweise auch mal derben Erzählart sehr angetan.

50

18.04.2013

„Ein Thriller der überzeugt”

Brigid Quinn hat die Zeit beim FBI hinter sich gelassen. Aus Angst vor Ablehnung, weil sie Ermittlerin bei der Behörde war, hat sie sich nicht einmal ihrem neuen Ehemann anvertraut.
Als dann bei einer Routinekontrolle ein LKW von der Polizei angehalten wird, machen die Cops einen grausigen Fund. Im Lastwagen befindet sich eine mumifizierte Leiche.
Der Fahrer, Floyd Lynch wird sofort verhaftet und gesteht nach kurzer Zeit, der berühmte Route 66-Killer zu sein. Diese Tatsache bringt Brigid wieder ins Spiel, war sie doch vor Jahren die mit dem Fall betraute Ermittlerin und verlor bei einem Einsatz ihre Kollegin.
Schnell werden weitere Leichen, dank Floyd Lynch, gefunden. Allerdings gibt es für Brigid ein paar Ungereimtheiten und sie vermutet schnell nicht den wahren Serienkiller gefasst zu haben. Auch die heutige Ermittlerin, Laura Coleman, teilt ihren Verdacht. Doch verschwindet diese spurlos von heute auf morgen...



Ich durfte „Der stille Sammler“ von Becky Masterman vorab in der Lesejury.de lesen und war schon auf den ersten Seiten total begeistert.

Becky Masterman hat für mich das Talent die Leser komplett ins Buch zu ziehen. Wo andere Autoren die Spannungskurve immer wieder drosseln, hatte sie über das komplette Buch verteilt ein recht hohes Level halten können. Zwar gibt es natürlich immer wieder Momente die fesselnder sind als andere, trotzdem gibt es keinen Augenblick an dem man nicht wissen muss wie es weitergeht.

Zusätzlich, und das möchte ich unbedingt noch erwähnen, fand ich die Personen im Buch gut ausgearbeitet. Jeder hat hier so seine Art und seine Macken, aber sie werden alle so beschrieben, dass sich der Leser/ die Leserin ein gutes Bild von den Charakteren machen kann. Gerade auch Brigit stach dabei hervor. Ist sie doch keine ganz junge Frau mehr, die aber trotzdem mit anderen Personen mithalten kann und sehr taff ist.
Bei der Täterlösung lag ich aber komplett falsch. Jede meiner Theorien verlief anders als ich dachte und ich wurde komplett überrascht.

Mein Fazit:
Ein Thriller der Spannung von der ersten bis zur letzten Seite bringt. Dies mag auch daran liegen, dass Brigid Quinn als Hauptcharakter so sympathisch und taff ist.
Ich wüsste nichts worüber ich meckern könnte und den Namen Becky Masterman werde ich mir merken. Hoffentlich erscheinen noch weitere Thriller von ihr.

40

15.04.2013

„Was passierte mit Lenas Mutter?”

Ein Neuanfang ist genau das, was Lena und ihr Adoptivvater brauchen.
Als sie von ihrem, bis dato unbekannten Großvater, einen alten Hof im Westerwald erbt, packen Vater und Tochter die Koffer und starten in die Zukunft.

Doch es ist nicht alles so harmonisch, wie es auf den ersten Blick wirkt und Lena trifft im Dorf auf verschlossene Mitbürger. Zusätzlich scheint es ein großes Geheimnis um den damaligen Tod ihrer leiblichen Mutter und um ihre Eltern zu geben. Als dann mitten in der Nacht ein Pentagramm an die Hauswand gemalt wird, gibt es viele Fragen und nur sehr wenige Antworten für Lena. Nur eines ist sicher: Nicht jeder der Dorfbewohner meint es gut mit ihr.



Zuerst möchte ich mich bei dem Autoren Micha Krämer bedanken, der die Leserunde zu seinem Jugend-Krimi „Über deine Höhen“ auf der Seite Buchgesichter.de begleitete.

Für mich war das Buch schon auf der ersten Seite fesselnd geschrieben. Wir Leser und Leserinnen lernen Lena kennen und erfahren zu Beginn auch einen kleinen Teil ihrer Vergangenheit. Sie möchte einfach nur mit Max, ihrem Adoptivvater neu starten, stößt aber in ihrem neuen Heimatort auf Geheimnisse und eine Verschwiegenheit, die sie grübeln lässt.

Immer wieder gibt Micha Krämer seinen Lesern hier neue Rätsel auf. So passieren Dinge, die sehr geheimnisvoll, mysteriös und teilweise bedrohlich sind bzw. wirken und ich war gespannt was genau mit Lenas Mutter in der Vergangenheit geschah.

Denn der Fall um ihren Tod ist alles andere als geklärt. Und wie es so auf dem Dorf ist, es wird viel getratscht, es gibt viele Geheimnisse, aber auch eine große Verschwiegenheit. Nach und nach dürfen wir teilhaben an der Vergangenheit und dies gefiel mir durch den immer neuen Spannungsaufbau sehr gut.

Allerdings gab es auch eine Kleinigkeit die ich mir anders gewünscht hätte. Bestimmte Ding passierten und ich hätte mir erhofft, dass sie weiter ausgereizt worden wären. Denn es gab Momente, wo man die Spannung noch ein wenig erhöhen könnte und für mich darf es da gerne noch ein wenig mehr sein.

Mein Fazit:
Ein spannender Krimi mit guten Charakteren und einer gelungenen Geschichte. Gerade für jugendliche Leser (für die das Buch auch gedacht ist), eine dicke Krimi-Empfehlung von mir.

30

10.04.2013

„Auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit”

Sie weiß nicht wer sie ist, sie weiß nicht wo sie ist und wer die Personen an ihrem Krankenbett sind.

Als die Galeristin Nell im Krankenhaus erwacht hat sie einen kompletten Filmriss. Nell erkennt niemanden, kann sich an nichts aus ihrer Vergangenheit erinnern und tappt, was ihr Leben betrifft, im Dunkeln.
Nach und nach erfährt sie, dass sie die Überlebende eines Flugzeugabsturzes ist und auch die Presse reges Interesse an ihrer Person hat. Bei der Suche nach ihrer Vergangenheit beauftragt sich daraufhin den Reporter Jamie, doch nach kurzer Zeit bekommt sie Zweifel, ob ihr altes Leben auch das ist, was sie heute wieder leben möchte.



Mich interessieren Geschichten in denen der Hauptcharakter an Amnesie leidet immer sehr. Dies mag komisch klingen, aber allein dieser Umstand ergibt so viele Möglichkeiten. Vom Thriller, über den Liebesroman, bis hin zu einem ganz anderem Genre, hier stehen viele Wege offen und es ist immer wieder spannend, welcher davon gewählt wird.

Womit die Autorin Allison Winn Scotch mich zu beginn positiv überraschte war, dass sie ihre Leser in diese offene Situation rutschen lässt. Wir erwachen zusammen mit Nell und haben keinerlei Hintergrundwissen. Alles was Nell erfährt, all ihr Misstrauen und all die neuen Erkenntnisse erfahren bzw. durchleben wir zeitgleich. Das mochte ich sehr. So kamen wir zusammen durch das Buch und waren auf der Suche nach ihrem alten Leben.

Insgesamt ist der Beginn des Buches sehr geglückt und ich klebte regelrecht an den Seiten. Nells Familie ist nämlich alles andere als Aufrichtig und dies spüren wir Leser natürlich auch sofort und ich selber musste nun unbedingt wissen, welches Geheimnis noch gelöst wird.

Dann aber und diese Wendung kam dann leider auch schon vor der Hälfte des Romans, zog sich die Geschichte in die Länge. Es passierte wenig neues, die Personen wurden zwar vorgestellt, aber meiner Meinung nach fehlte ihnen Wärme.

Trotzdem stand immer noch das „Geheimnis“ im Raum. Diese Tatsache veranlasste mich, das Buch weiter zu lesen, auch wenn es nicht immer einfach war und mich, auf Grund der Langatmigkeit, die Müdigkeit immer recht früh am Abend erreichte.

Mein Fazit:
Auch nach Beendigung des Buches bin ich nicht ganz sicher was ich von Nells Geschichte halten soll. Auf der einen Seite war die Neugier immer vorhanden, aber das Buch konnte mich nicht so gut unterhalten, wie ich es erhofft hatte. Die Figuren müssten aus meiner Sicht einfach mehr Wärme ausstrahlen um echt zu wirken.

40

02.04.2013

„Ein (Buch)Geschenk”

Piscine Patel, genannt Pi, wächst in Indien auf. Die Familie leitet dort einen Zoo und so ist der Junge sein Leben lang von den verschiedensten Tieren umgeben.
Als die Familie dann beschließt nach Kanada auszuwandern, werden viele Tiere mit auf das Schiff genommen und los geht die Reise. Zunächst scheint auch alles normal zu verlaufen, allerdings kommt es bei einem Unwetter zu Komplikationen und das Schiff sinkt.

Von jetzt auf gleich ist Pi auf sich allein gestellt. Zwar schafft er es in ein Rettungsboot zu gelangen, allerdings sind seine Mitfahrer alles andere als normal. So sitzen in dem kleinen Boot nun ein verletztes Zebra, ein Orang-Utan, eine Hyäne und ein bengalischer Tiger! Eine lange und strapaziöse Reise beginnt, in der es nur um eines geht.... zu überleben!




„Schiffbruch mit Tiger“ ist ein Buch, welches ich schon eine ganze Zeit lang besitze, bei dem ich mir aber nicht sicher war, ob es mir gefallen könnte. Ich muss dazu aber auch sagen, dass es sich hier um einen Flohmarkt-Kauf handelte und ich lange nicht wusste, ob es in diesem Buch wirklich um einen Schiffbruch geht, oder ob der Titel eine Metapher ist. Denn was soll schon bei einem Schiffbruch mit einem Tiger passieren, außer das dieser seine Mitinsassen frisst?

Dann kam der Film und ich sah die Bilder, hörte begeisterte Stimmen und das Buch fiel mir erneut in meine Hände. Die Sache mit dem Schiffbruch war dann übrigens geklärt. ;)
Allerdings war ich mir immer noch nicht sicher, wie spannend man so eine Situation schon beschreiben kann, aber mir wurde schnell gezeigt, dass dies durchaus geht.

Yann Martel schaffte für mich zwar keinen flüssigen Start, aber ich war dennoch von Pi´s Leben fasziniert. Das Leben im Zoo, Pi´s verschiedene Glaubensrichtungen und einige Personen wurden genau beschrieben. Als Leser/ Leserin lernt man so zunächst Piscine´s normale Umgebung kennen, bevor es auf die Reise geht.

Nach dem Unglück nahm das Buch dann an Tempo zu. Die Geschichte fand nun auf dem Ozean statt und ich verfolgte Pi und hielt mehr als einmal die Luft an.
Aber, dass muss ich hier auch schreiben, ich nahm die Geschichte ganz oft auch als Geschenk wahr. Es gibt so viele Momente, an die ich noch in ein paar Wochen denken werde, dazu kamen Stellen an denen ich grinsen musste und Szenen in denen ich ins Grübeln kam.

Neben diesen Stellen hat Yann Martel sein Buch so genau und Detailreich geschrieben, dass wir Leser direkt dabei sind. Ich konnte Pi´s Reaktionen und Handlungen gut nachvollziehen und war oft auch erstaunt, wie er, für sein Alter, handelt.

Kurz gesagt, „Schiffbruch mit Tiger“ sollte man gelesen haben und sich auf die Geschichte einlassen. Ich würde behaupten (fast) jeder nimmt etwas, für sich persönlich, daraus mit.

Mein einziger Abzug gilt dem Anfang.