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Corinna Top 100 Rezensent
Ort:
der Nähe von Bremen
Rezensionen:
448 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 47

nicht hilfreich: 26

Rang:
67
Über mich:

kann mir ein Leben ohne Bücher einfach nicht vorstellen.

Corinnas Rezensionen

123
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20

29.10.2014

„Filippo und die Schafe konnten nicht überzeugen”

Filippo, genannt Filo, lebt ein fest geplantes Leben. Er studiert an den wichtigsten Universitäten BWL, ist kurz davor sein Studium zu beenden und der Stolz seiner Eltern. Die Welt steht ihm offen...
Und doch, Filo überrascht alle, als er mit einer Herde Schafe in Oxford einmarschiert. Mitten in einen Vortrag, den er und sein Freund halten sollen. Von da an ändert sich sein Leben und das seiner Familie...



Ich fand die Idee, dass jemand aus seinem bisherigen Leben ausbricht und dann mit einer Herde Schafe einen Termin besucht, sehr lustig. Ein wenig erinnerte mich der Klappentext auch an die Bücher von David Safier, die ebenfalls mit ungewöhnlichen Ideen überraschen.

Bei der Autorin Paola Mastrocola handelt es sich um eine in Turin geborene Italienerin. So wundert es sicherlich auch nicht, dass ihre Protagonisten ebenfalls aus Italien kommen. Man merkt es an ihrem Temperament, an der Lebenslust und an vielen Kleinigkeiten, dass die Autorin den Ton trifft.

Zusätzlich ist es die Farbe in ihrem Schreibstil, die die Umgebung, bestimmte Orte und auch Dinge mit Leben beschenkt.

Aber, dies war es auch schon für mich, denn ab nun kann ich leider nur noch Dinge bemängeln, die mich an diesem Roman gestört haben.

Denn neben dieser besonderen Lebendigkeit, die Paola Mastrocola für Gegenstände und Orte entwickeln kann, fehlte mir dies in dem eigentlichen Erzählstil. Natürlich hatte ich vieles vor Augen, aber es fehlte mir der flüssige Lesefluss für die eigentliche Geschichte.
So holperte diese dahin und ich selbst kam nicht in das Buch hinein.

Alles gestaltete sich anders, als noch zu Beginn vermutet. Es fehlte mir an Witz, an Spannung und so hätte ich im ersten Drittel schon abbrechen können.
Dies tat ich nicht, weil ich „Filippo und die Weisheit der Schafe“ in einer Leserunde gelesen habe und es dort einige Mitleser gab, die diesen Roman durchaus mochten.
Da möchte man selbst natürlich das „Warum“ erfahren und dem Roman, in der Hoffnung mehr Gefallen an der Geschichte zu entwickeln, auch weiterhin eine Chance geben.

Ich für mich kann nur sagen, dass die Idee bestimmt reizvoll ist, die Umsetzung, angefangen mit der Reihenfolge der teilnehmenden Protagonisten, ging leider überhaupt nicht.
Filippo war nur eine kleine Figur im großen Ganzen und er hätte deutlich anwesender sein können und auch müssen.
Sehr schade!

Mein Fazit:
Filippo und ich sind leider keine Freunde geworden. Ich habe mir mit „Filippo und die Weisheit der Schafe“ etwas ganz anderes versprochen und kann lediglich bestimmte Dinge in den Ortsbeschreibungen und die Covergestaltung positiv vermerken.

3 von 10 Punkten!

ebooks

Gefährliches Herz

Bettina Kiraly

EUR 3,49 *
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40

20.10.2014

„Was passierte in der Vergangenheit?”

Johanna ist alles andere als normal. Sie ist gefühlskalt, kleptomanisch und nymphomanisch veranlagt. Niemand kommt an sie heran. Lediglich der Polizist Stefan schafft es, immer wieder in ihrem Leben aufzutauchen.
Als ihre Mutter bei einem Unfall verstirbt, ist Johanna gezwungen, wieder in ihren Heimatort zurückzukehren. Dort wird sie geächtet, ist eine Außenseiterin und in Gefahr. Denn es gibt jemanden, der ihr nichts Gutes möchte.
Und doch, auch ihre Jugendliebe Robert ist noch im Ort geblieben. Nur wer ist hinter Johanna her und können es Stefan oder Robert schaffen, Johannas Schutzpanzer zu entfernen?



In den Klappentext zu „Gefährliches Herz“ von Bettina Kiraly habe ich mich sofort verguckt. Für mich versprach er Spannung, aber auch Gefühl und genau dies ist der Autorin auch gelungen.

Gleich zu Beginn lernen wir Leserinnen und Leser Johanna kennen, merken den Zwiespalt in dem sie mit sich selbst steckt und bekommen eine Ahnung davon, wie ihre Kindheit verlaufen sein muss.

Für mich war genau dieser Aspekt sehr interessant, auch wenn ich eine Zeit brauchte um Johanna wirklich zu mögen. Aber dieser Bruch, der sie nicht loslässt und diese Verzweiflung die sie umgibt, macht unheimlich neugierig auf das was noch kommen mag.

Ich fand es besonders gut, dass die Autorin uns die Chance gibt Johanna zu mögen und nicht gleich „abzustempeln“, wie man es sonst machen würde. Ich denke es war ihr bewusst, dass ihre Hauptfigur polarisiert, aber Bettina Kiraly zeigt alle Facetten ihrer Person auf und macht es leichter selbst zu entscheiden.

Mit der Zeit bekam ich einen immer besseren Zugang zur Protagonistin. Die Spannung nahm immer weiter zu und ich fieberte den Ereignissen entgegen, die noch kommen würden. Bettina Kiraly schafft es mit ihrem atmosphärischem Schreibstil mich zu unterhalten und in die Geschichte eintauchen zu lassen.

Immer wieder kamen kleine Überraschungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Allen voran die Lösung des Familiengeheimnisses. Trotzdem war das Ende dann doch ein wenig vorhersehbar. Ich hatte schnell einen Verdacht und lag dabei auch richtig.
Dies brachte dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch und kann ich „Gefährliches Herz“ durchaus empfehlen.


Mein Fazit:
Johannas Geschichte in der Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart macht neugierig. Als Leser/-in möchte man wissen, wer hinter dieser Person steckt.
Ein Buch, das mich gut unterhalten konnte.

4 von 5 Sternen

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50

13.10.2014

„Ein Schicksal das verbindet”

Es trennt sie eine Wand im Krankenhaus und doch liegen sie Kopf an Kopf. Was mit ersten Klopfzeichen beginnt, wird nach und nach zu Freundschaft.

Für Zac und Mia wird diese erste Begegnung im Krankenhaus immer wichtiger, denn beide haben Krebs und es gibt wohl kaum einen Menschen, der sie so gut versteht, wie sie es tun. So freunden sich die Teenager langsam an...




Als „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ von A.J. Betts bei mir einzog, hatte ich im ersten Augenblick keine Ahnung, um was genau es hier gehen würde. Ich sah das Cover, fühlte die Prägung und verliebte mich in diese angenehme Schlichtheit.

Es gibt hier jedoch nichts zu beschönigen. In diesem Jugendbuch geht es um Krebs!
Wir Leser/-innen lernen gleich zu Beginn Zac kennen. Er führt uns zunächst als Ich-Erzähler durch das Buch und wir verbringen die Zeit mit ihm am Krankenbett. Nicht zum ersten Mal ist er wegen seiner Krankheit dort, aber dieses Mal befindet er sich in der Isolation nach einer Knochenmarktransplantation. Nur seine Mutter ist bei ihm und so langsam stellt sich bei beiden ein Lagerkoller ein.
Vieles ändert sich für Zac, als ein Mädchen, im gleichen Alter, ins Nebenzimmer zieht.

Für mich war bei „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ das besondere, dass wir Leser/-innen schon auf der ersten Seite in Balzacs Zimmer geschubst werden. Die Situation ist schnell klar und doch macht es „Spaß“ mit Zac durch den Tag zu gehen. Er erzählt seine Sichtweise und tut dieses mit viel schwarzem Humor und einer Art, wie sie für Teenager typisch ist.

Da dieses Buch in drei Teile unterteilt ist, wird auch die Perspektive gewechselt. Wo wir mit Zac beginnen, tauscht der Mittelteil seine Sichtweise zwischen Zac und Mia auf und das Buch endet dann im dritten Teil mit Mias Sicht der Geschehnisse.

A.J. Betts hat dies für mich so eindrucksvoll gelöst, dass ich beide Protagonisten vor Augen hatte. Jeder von ihnen erzählt in der Ich-Perspektive und doch kann man sie sofort auseinander halten. Die Autorin hat Mia und Zac Eigenheiten gegeben, mit denen schnell klar wird, dass sie noch sehr jung sind, aber nicht zu jung um zu begreifen, was passiert und das sie eine unterschiedliche Herangehensweise an bestimmte Dinge haben.

Trotzdem muss ich aber auch gestehen, dass ich mir im Mittelteil manchmal etwas mehr gewünscht hätte. Beide sind sich zwar nahe, aber ich hätte dies gerne noch mehr gespürt. Mir fehlte da ein kleiner Rest, um wirklich perfekt zu sein.

Mich hat „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ aber sehr nachdenklich gemacht. Wie schnell sich ein Leben ändern kann, dass Schicksalsschläge keine Rücksicht auf das Alter nehmen und wir alle sollten einfach jeden Tag genießen.
Ich selber werde mich auf jeden Fall bei der DKMS erkundigen... schließlich können wir alle helfen.

Mein Fazit:
A.J. Betts hat mit „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ ein Buch geschaffen, dass mich sehr gut unterhalten konnte und mich nachdenklich machte.
Mir hat ihre Art zu erzählen gefallen und ich würde gerne weitere Bücher der Autorin lesen.

9 von 10 Punkten!

buch

Takeshis Haut

Lucy Fricke

EUR 18,95 *
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40

07.10.2014

„Ein besonderer Schreibstil”

Fridas Beruf ist es, Geräusche zu machen und aufzunehmen. Für Film, Fernsehen und Rundfunk ist sie tätig und hat sich bereits einen Namen gemacht. Selbst kleine Nuancen des täglichen Lebens, wie ein Lächeln, oder den Reißverschluss einer Jacke, nimmt sie wahr.
Als sie für ein Filmprojekt nach Japan reist, ist sie fasziniert von dem Land und den Leuten. Und doch... bei ihren Aufnahmen gibt es ein immer stärker werdendes Hintergrundgeräusch, das Frida sich nicht erklären kann. Für niemanden hörbar, fühlt sie sich von ihm verunsichert.
Was kurz darauf in Japan passiert, ist für uns alle wohl immer noch unfassbar.
Denn Fridas Geschichte spielt im März 2011 und Fukushima ist ab dann ein Gesprächsthema für jeden von uns...



„Takeshis Haut“ von Lucy Fricke ist sicherlich kein Buch, das man in jeder Stimmung lesen kann. Trotzdem ist es auch eines, das mir in Erinnerung bleiben wird.

Was mir zuerst aufgefallen ist, war der besondere Schreibstil der Autorin. Als Leser wird man z.B. Anführungszeichen vergeblich suchen, dafür aber eine Erzählart erleben, die sehr nahe geht und mit der man sich identifizieren kann. So war ich mit Frida sehr schnell, sehr eng, wie mit kaum einer andere Protagonistin in letzter Zeit.

Wir Leser durchleben und durchleiden einen Zeitpunkt in ihrem Leben, in dem sich alles ändert. Wo sie im ersten Augenblick noch voller Tatendrang ist und dem Film mit Originalgeräuschen Leben einhauchen möchte, steht im nächsten Moment alles Kopf.
Und allein diese Veränderung ist es, die mich sehr bewegt hat. Denn ihre Art ist für Personen, die in diesem Buch jeden Schritt mit Frida gehen, sehr nachvollziehbar, auch wenn man sich wünscht, dass sie so manches Mal anders reagieren würde.

Hinzu kommt, dass es so viele schöne und wertvolle Sätze in diesem Buch gibt, die ich nicht mehr missen möchte. Freunde von Zitaten werden hier eine kleine Fundgrube finden. Und genau dies macht „Takeshis Haut“ so wertvoll.

Es gibt aber dennoch einen Punkt, den ich bemängeln muss. Gerade im Mittelteil des 192 Seiten langen Romans, hatte ich ein kleines Leseloch. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Geschichte voran geht und für mein Gefühl blieb sie kurz stehen und es ging nicht weiter.

Auch das Unglück in Fukushima empfand ich als sehr greifbar und schockierend. So brachte „Takeshis Haut“ mir auch die Menschen in Japan näher, die von außen betrachtet so stark und gefasst wirken.

Eine weltweite Tragödie, von der wir uns leider nicht vollständig erholen werden.
Mein Fazit:
„Takeshis Haut“ ist ein besonderer Roman, der mit seiner Erzählart überzeugt und ein Thema aufgreift das nicht aktueller sein könnte.
Mir wird dieses Buch noch lange in Erinnerung bleiben.

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50

29.09.2014

„Ein spannendes Abenteuer”

Thea Stilton, die Schwester des berühmten Geronimo Stilton, erlebt zusammen mit 5 ganz besonderen Mädchen, aufregende Abenteuer.
In ihrem 5. Buch geht es für die „Thea Sisters“ nach New York. Nicht nur das Nicky am New York-Marathon teilnimmt, nein, auch der „Phönix“ treib sein Unwesen im Stadtteil Tribeca. Wer steckt hinter diesem Verbrecher und werden die Thea Sisters den Fall lösen können?



Wenn mein Töchterchen (fast 8 Jahre alt) von einem Buch schwärmt, dann wird es für mich auch Zeit, dieses zu lesen.

Aus dem Fernsehen kenne ich bereits die Kinderserie Geronimo Stilton und ich gebe zu, als ich von den Abenteuern seiner Schwester gehört habe, musste ich die Thea Sisters unbedingt haben.

Vortesterin war wie gesagt meine ältere Tochter und direkt nachdem sie das Buch beendet hat, habe ich es auch unserer jüngeren Tochter (5) vorgelesen.
Bis gerade eben konnten wir das Buch nicht zur Seite legen. Wir sind Quereinsteiger und dieser 5. Fall ist das erste Buch für uns. Auch wenn ich jetzt schon auferlegt bekommen habe, die anderen Bücher ebenfalls zu kaufen, man kann mit jedem Buch der Reihe beginnen.

Gleich zu Beginn stellt sich jede der Thea Sisters einzeln vor. Es gibt einen Steckbrief und man kommt den Mäusen sehr schnell nahe. Das heißt, für jeden Mädchentyp ist eine Maus dabei, die gefallen wird.

Das Besondere des Buches ist aber die Art, wie die Geschichte geschrieben wurde. Immer wieder kommen Worte vor, die einen besonderen Schrifttyp haben. Als Beispiel kann ich das Wort „Weihnachten“ nennen, dass winterlich in rot-grün geschrieben wurde. Oder das Wort „Sirup“ zerläuft regelrecht... „bunte Blätter“ leuchten in Brauntönen. Es ist klar, dass man damit natürlich komplett in die Geschichte eintauchen kann. Gerade für Kinder veranschaulicht diese unterhaltende Art natürlich das Gelesene und macht noch mehr Spaß.

Da die Geschichte in New York spielt, kommen immer mal wieder kleine extra Abschnitte mit Infos der Stadt vor und man lernt nebenbei auch noch etwas. Perfekt. Dies stört übrigens zu keinem Zeitpunkt und unterhält wunderbar.
Auch Hinweise zum Fall werden mit einer Lupe markiert und erhöhen so die Spannung des Buches.

Dieses Buch ist sicherlich für Kinder ab ca. 8 Jahren geschrieben worden, trotzdem war ich selbst gefesselt und habe jede Seite genossen. Ich bin halt immer noch ein Kind im Herzen.

Mein Fazit:
Die Kinder sind begeistert und ich bin es auch. Die Thea Sisters rocken und machen Lust auf weitere Bücher. Eine tolle Reihe für Mädchen und die Alternative zu Geronimo Stilton. Sehr zu empfehlen!

buch

Bauchgefühle

Lena Hooge

EUR 8,99 *
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40

23.09.2014

„Gutes Essen, zwei Männer und mehr?”

Mari ist Restaurant-Kritikerin, liebt natürlich gutes Essen und auch einem One-Night-Stand gegenüber, ist sie nicht abgeneigt.
Gefühle und Beziehungen lässt sie nicht zu und versucht in ihrem Job eine bessere Position zu ergattern. Doch als sich die „Bauchgefühle“ melden und Mari bereits schwanger ist, muss sie sich entscheiden. Kind und Karriere, oder doch nur Karriere? Und wer ist eigentlich der Vater? Der zurückhaltende Simon, der ihr ein Kribbeln bringt, oder Ben, der ein ganz schöner „Arsch“ sein kann...?
Eine aufregende Zeit beginnt...



Mit „Bauchgefühle“ hat die Autorin Lena Hooge mir wunderbare Lesestunden bereitet.

Ich selber habe mir bereits durch die kostenlose Vorgeschichte „Appetithappen“, sehr viel Lust auf dieses Buch geholt und wurde nicht enttäuscht.

Maris Welt ist gutes Essen. Bereits als Kind musste sie ihre verwitweten Vater auf Geschäftsessen begleiten und so entwickelte sie mit der Zeit das Gespür, das man als Restaurant-Kritikerin braucht. Allerdings, in Sachen Liebe sieht es bei ihr alles andere als gut aus. Bindungsscheu und nur auf ein schnelles Abenteuer aus... diesen Weg hält die Journalistin für genau den richtigen.

Mir hat bei „Bauchgefühle“ genau dieser Balanceakt von Mari gefallen. Auf der einen Seite ist sie einer schnellen Affaire nicht abgeneigt, trotzdem sehnt sie sich im Inneren nach einer richtigen Familie. Dies wirkte auf mich aber nicht billig, sondern sie schützt sich damit selbst und braucht die Unabhängigkeit um nicht verletzt zu werden.

Lena Hooge mag ihre Protagonistin, dies merkt man. Mari muss in ihrem Buch sicherlich einige Hindernisse überwinden und doch wächst sie auch über sich hinaus und geht Wege, die sie selbst nicht für möglich gehalten hätte.

Dieses Menschliche, das Mari umgibt, hat mir sehr gut gefallen. Das heißt, dass sie jemand wie du und ich ist. Mari kann man sich als gute Freundin vorstellen, die ein offenes Ohr hat und hilfsbereit ist. Das macht sie so sympathisch und deswegen habe ich sie auch sehr gerne durch ihre Geschichte begleitet.

Was mir auch sehr gut gefallen hat war, dass Lena Hooge dieses Buch nicht nur aus einer Sicht erzählt. So dürfen wir auch aus der Sicht weiterer Charaktere verfolgen, was in Maris Umfeld passiert. Sehr gut fand ich hier Thomas (Maris Vater) und dessen Ex-Freundin Kirsten (Maris bester Freundin). Beide haben ebenfalls eine verzwickte Liebe hinter sich, bieten Platz für mehr und zeigen gerade durch Thomas auf, warum Mari zum Teil handelt, wie sie eben handelt.
Gerade dieser kleine Abstecher war für mich zu Beginn noch etwas ungewöhnlich, brachte am Ende aber viel Klarheit und machte Spaß.

Der Schreibstil von Lena Hooge ist sehr genau. Das heißt, dass ich mir Räume, aber auch Gesten sehr gut vorstellen konnte. Zusätzlich schreibt sie so flüssig, dass man sich in diesem Buch verliert und die Seiten nur so an uns Lesern vorbeifliegen.

Eine Kleinigkeit hätte ich mir nach Beendigung aber dennoch anders gewünscht. Für mich war am Ende noch Luft nach oben. Aus diesem Grund tendiere ich dazu, dass Maris Geschichte noch nicht zu Ende ist. Sollte ich hier aber falsch liegen, so hätten gerne noch ein paar Buch-Monate ins Land gehen können. Ich bin doch so neugierig, was noch kommen wird und habe noch so viele Fragen.

Mein Fazit:
„Bauchgefühle“ ist ein lustiges und unterhaltendes Buch mit einer leicht chaotischen Protagonistin. Mir hat es Spaß gemacht und ich hoffe auf ein Wiederlesen.

ebooks

Appetithappen

Lena Hooge

EUR 0,00 *
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50

15.09.2014

„Ein Buch das Lust auf "Bauchgefühle" macht”

Mari ist Restaurantkritikerin und befindet sich auf der Eröffnungsfeier eines neuen Sterne-Restaurants. Das sie dort praktisch dem Essen hinterherlaufen muss, dann mit ihrer Erdnuss-Allergie zu kämpfen hat und schließlich von einer „Überraschung“ in der Prada-Tüte ihrer Kollegin erfährt, ist erst der Anfang. Aber es gibt ja auch noch ihren Kollegen Simon...



20 Seiten umfasst „Appetithappen“, die Kurzgeschichte zum Buch „Bauchgefühle“ von Lena Hooge. Ich selber werde gleich mit „Bauchgefühle“ beginnen und konnte so schon einen kleinen Einblick erhaschen.
Denn dieses Buch macht durchaus Appetit, bietet interessante Charaktere und eine unterhaltsame Geschichte.

Lena Hooge konnte mich mit ihrem flüssigen und komischen Schreibstil unterhalten und ich bin nun sehr gespannt, was Mari noch alles passieren wird. Und auch ihr Kollege Simon wird ja sicherlich im Hauptbuch vorkommen... ich freue mich schon und bin neugierig!

Mein Fazit:
„Appetithappen“ von Lena Hooge ist genau das was der Name sagt... eine kleine Geschichte, die Lust auf das Hauptbuch „Bauchgefühle“ macht. Ich habe nichts zu meckern und bin sehr gespannt.

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30

10.09.2014

„Ein Auf und Ab beim Lesespaß”

Avery Roe ist die jüngste, der bekannten Roe-Frauen auf Prince Island. Jede Frau ihrer Familie trägt Magie in sich und beschützt die Inselbewohner, gegen Bezahlung, vor großem Unglück. So fertigen sie z.B. einen Talisman für das Heimkommen der Seefahrer an, bezwingen die Winde vor der Insel und helfen bei alltäglichen Beschwerden.
Doch der jungen Avery fehlt noch die Ausbildung, um in die Fußstapfen ihrer Großmutter, der amtierenden Hexe von Price Island, schlüpfen zu können. Immer wieder werden dem Mädchen Steine in den Weg gelegt. Und die Zeit rast, denn nur sie kann das Erbe der Roe-Frauen antreten.
Als sie sich dann auch noch in den jungen Seefahrer Tane verliebt, muss sie sich entscheiden. Denn trifft sie die falsche Wahl, ist der Preis dafür ihr eigenes Leben...



„Salt & Storm. Für ewige Zeiten“ von Kendall Kulper besticht ganz sicher durch sein aufwendiges Cover. Ich selber habe mich sofort in eben dieses verliebt und bereits beim ersten Kontakt wäre ich am Liebsten in die Wellen eingetaucht. Ich liebe es, wenn ein Verlag sich Mühe gibt und daher kann ich hier auch nur mein großes Lob aussprechen. Dieses Buch fällt sofort auf und macht neugierig.

Mir selbst hat bereits die Leseprobe zu „Salt & Storm. Für ewige Zeiten“ gut gefallen und ich war gespannt auf Averys Geschichte.
Bereits auf den ersten Seiten hob sich besonders der Schreibstil von Kendall Kulper hervor. Die Autorin schafft es wirklich ihre Leser direkt in das Buch zu bringen. Für mich war alles sehr atmosphärisch und Zeile für Zeile las sich sehr besonders. Zwar würde ich nicht unbedingt behaupten, dass man dieses Buch „mal eben“ lesen kann, trotzdem ist es gerade die Sprache der Autorin, die ich hier loben möchte. Sie schreibt zwar aus Averys Sicht, trotzdem konnte ich den Abstand zur Protagonistin wahren, hatte gleichzeitig aber alles im Blick. Die Insel, das Haus der Großmutter und auch die Figuren bauten sich direkt vor mir auf und dies auf eine sehr gelungene Art und Weise.

Trotzdem war dieser Roman ein kleines Auf und Ab für mich. Es gibt Längen in der Geschichte, die das Weiterlesen doch erschweren. So wird, gerade zu Beginn, auf alles sehr genau eingegangen und es dauert, bis ein wenig Schwung in das Buch kommt.
Sicherlich, um zu begreifen was mit Avery geschieht, muss man ein wenig ausholen und auch genauer auf ihre Familienverhältnisse eingehen, ich selber hätte aber immer etwas mehr Abwechslung gebrauchen können.

Im Mittelteil war ich dann gefangen im Buch. Es wurde spannend, es kamen Gefühle auf und ich wollte Avery helfen ihr Schicksal abzuwenden bzw. zu bezwingen. Ich wollte verstehen, was mit ihr passiert und ich wollte den jungen Tane noch besser kennenlernen.
Es wurde, wie geschrieben, spannend und ich selber war immer mal wieder erstaunt, wie viel Buch noch übrig war, denn es fühlte sich durchaus so an, als wäre alles erzählt und es würde auf das große Ganze zugehen.

Dies passierte dann wiederum anders als ich vermutet hätte und brachte, für mich, zu viele Längen mit sich. Wieder zog sich die Geschichte und ich gebe zu, die letzten 50 Seiten waren zwar interessant, aber für mich doch etwas zu langatmig. Ich hätte es mir anders gewünscht und brauchte auch hier einfach aufwendigere Geschehnisse um mich begeistern zu können.

Ihr merkt, ein Buch mit Höhen und Tiefen, aber auch mit einer Geschichte die mich stellenweise mitnehmen konnte. Ich weiß selber noch nicht genau ob ich es nun mochte oder nicht. Ein wichtiger Punkt ist aber, dass ich gerade am Ende mehr Gefühl gebraucht hätte. Ich bin beim Lesen sehr schnell sehr emotional und dies traf hier leider nicht zu.

Mein Fazit:
„Salt & Storm. Für ewige Zeiten“ von Kendall Kulper ist ein Buch, das mich mit dem Schreibstil der Autorin zwar überzeugen konnte, trotzdem hatte die Geschichte einfach zu viele Längen um mich begeistern zu können.
Für mich war es ein Hin und Her zwischen meiner Unlust weiter zu lesen und meinem Jubel, weil mir wieder ein großer Abschnitt sehr gefallen hat.

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30

04.09.2014

„Auf der Suche nach der Handlung...”

Eva und Gideon sind nun seit kurzer Zeit ein Paar und doch kommen immer wieder Zweifel auf. Beide haben ihre Probleme und Traumata, die sie nicht bewältigen können und für das Paar steht immer wieder ihre Beziehung auf dem Prüfstand. Dabei sorgt sich gerade auch Eva darum, ob die Liebe zu Gideon sie nicht am Ende ruinieren könnte.
Steckt dieser doch voller Geheimnisse und gibt keines davon preis...



„Crossfire – Offenbarung“ ist das zweite Buch der bekannten Crossfire-Reihe von Sylvia Day.

Crossfire – Versuchung
Crossfire – Offenbarung
Crossfire – Erfüllung

Es ist schon eine Zeit lang her, dass ich mit der Crossfire-Reihe begonnen habe. „Versuchung“ konnte mich damals ziemlich überzeugen und so war ich dann auch auf die nachfolgenden Romane gespannt.

Sicherlich, Erotikromane schwimmen auf einer kleinen Erfolgswelle und auch vor mir hat diese keinen Halt gemacht. Ich bin in diesem Genre gewiss nicht sonderlich belesen, merke aber schnell was mir gefällt und was nicht.

So kann ich ohne Umschweife behaupten, dass der Schreibstil von Sylvia Day gelungen ist. Oder sage ich es noch genauer, er fesselt mich und bringt mich dazu am Buch zu bleiben. Ich kann nicht einmal genau sagen warum, aber er liest sich sehr flüssig und unterhaltend.

Und da kommen wir schon zum Punkt dieses Buches, denn das muss der Schreibstil hier auch wirklich tun! „Crossfire – Versuchung“ umfasst 416 Seiten und bei dieser Zahl habe ich schon gewissen Erwartungen, bevor ich mit dem Lesen beginne. Natürlich sollte es hier nicht an Erotik mangeln und dies ist sicherlich erfüllt, aber es muss auch eine Handlung geben und die fehlte mir doch schon sehr.

Natürlich geht es weiter mit Eva und Gideon, keine Frage. Und es gibt auch immer noch das Geheimnisvolle, das den Milliardär umgibt, aber es passiert nichts. Gut 2/3 lang habe ich das Gefühl von einem emotionalen Chaos ins nächste zu stürzen. Dies ist natürlich auch unterhaltend, aber kann doch keine 250 Seiten füllen. Erst auf dem letzten Drittel kommt ein wenig Schwung in das Buch. Aber dies passiert leider auch nur im Ansatz und ich persönlich hätte mir da mehr gewünscht.

So schreibt die Autorin dieses Buch aus Evas Sicht. Dies ist auch kein Problem, aber gerade in Hinblick auf Gideons Vergangenheit und auf bestimmte Handlungen die er ausübt, hätte ich mir zumindest kleine Einblicke in seine Sichtweise gewünscht.

Auch zum Thema Erotik möchte ich hier noch eine Anmerkung machen. Ich fand diese Szenen gut und anregend geschrieben. Mir haben sie durchaus gefallen, auch wenn ich sie, zum Teil, etwas „übertrieben“ dargestellt fand.

Aber trotz dieser Kritik, die ich einfach loswerden muss, werde ich das dritte Buch lesen. Ich bin doch mit den Protagonisten warm geworden und hoffe einfach, dass es sich hier um eine Verdeutlichung ihrer Beziehung handelt, um dann im dritten Buch voll aufzudrehen.
Der Schreibstil von Sylvia Day konnte mich, wie schon geschrieben, überzeugen.

Mein Fazit:
Für mich gab es im zweiten Crossfire-Buch einfach zu wenig Handlung für 416 Seiten. Es fehlte nicht an Erotik, aber ich hätte mir eine ausführlichere Geschichte gewünscht.

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40

02.09.2014

„Orientiert sich am Original, ist aber zum Glück auch anders”

Nachdem der Direktor ihrer New Yorker Privatschule sie in ihrem Job als Lehrerin suspendiert hat, braucht Elizabeth Scott dringend eine Ablenkung. So findet sie sich mit ihrer Hündin Bliss auf einer Hundeshow wieder und versucht halbwegs erfolgreich ihren 30. Geburtstag und das berufliche Desaster zu verdrängen.
Da kommt ihr der britische Junggeselle Donovan Darcy genau richtig. Bildet sich dieser doch ein, mit Elizabeth dermaßen arrogant umzugehen, dass sie einfach ihren Mund nicht halten kann und verbal zurückschlägt.
Und doch, auch Tage später, kann sie ihn nicht aus ihren Gedanken vertreiben. Schließlich verstrickt sie sich immer weiter in ihrem Stolz und ihren Vorurteilen...



Ich bin ein großer Jane Austen-Fan und begeistert von ihrem Roman „Stolz und Vorurteil“. Die Sprache, aber vor allem die vielen Facetten der Elizabeth Bennett, finde ich so gelungen, wie in kaum einem anderen Buch. Hinzu kommt eine Liebesgeschichte, die mich auch nach mehrmaligen Lesen immer wieder begeistern kann.
Die Autorin Teri Wilson hat sich mit ihrem Roman „Ausgerechnet Mr. Darcy“ eben diesen Klassiker zum Vorbild genommen und formt hier eine neue, aber auch sehr ähnliche Art von „Stolz und Vorurteil“.

Ich kann wirklich sagen, dass mich der Gedanke, erneut auf Elizabeth und Mr. Darcy zu treffen, neugierig machte. Befinden wir uns in diesem Roman doch im Hier und Jetzt, alles beginnt neu und alles endet nach einem erneuten Hin und Her zwischen den beiden Figuren.

Allerdings stellte ich nach den ersten Seiten fest, ich muss loslassen. Ich darf die Bücher nicht vergleichen und Ähnlichkeiten suchen. Diese Tatsache brachte mich beim Lesen doch ein wenig ins Stolpern. Natürlich ist der Schreibstil von Teri Wilson flüssig und unterhaltend, aber ich selber musste die Jane Austen in meinem Hinterkopf gehen lassen. Und dies ist auch gut so!

Teri Wilson erfindet hier sicherlich nicht das Rad neu, aber mit „Ausgerechnet Mr. Darcy“ schafft sie eine Liebesgeschichte, die keinen geraden Weg geht. Elizabeth und Mr. Darcy machen sich das Leben nicht gerade einfach und dabei ist es ausgerechnet Elizabeth die immer neue Steine zwischen ihre Füße wirft.

Ich gebe zu, ihre zum Teil dämliche Art, Dinge zu verdrehen und nicht zu verstehen, hat mich gerade am Anfang zum Verzweifeln gebracht. Für mich waren sie so manches Mal einfach zu weit hergeholt und wirkten recht künstlich, denn warum kann man nicht die kleinste Kleinigkeit als etwas Gutes erkennen? Aber davon lebt dieses Buch natürlich, denn würde jeder der Beiden sofort wissen was genau um ihn herum passiert, hätten wir eine Geschichte von 50 Seiten und alles wäre gut.
Dies ist mir bewusst und ich mochte auf der anderen Seite auch dieses Hin und Her recht gerne. Es gab immer wieder romantische Situationen, die mein Herz erwärmten und ein Paar, dass ich auch immer mehr schätzte.
Für einen schönen Leseabend war dieses Buch genau richtig und ich konnte kaum meine Finger davon lassen.

Allerdings möchte ich hier anmerken, dass ich immer wieder feststellte, dass die Autorin die Verfilmungen von „Stolz und Vorurteil“, für Figuren und Handlungen zum Vorbild genommen hat. Das Buch würde hierfür so viel mehr bieten und diesen Aspekt, wenn man schon ein Buch anhand eines Klassikers schreibt, finde ich sehr schade.
Natürlich freute ich mich auch über kleine Andeutungen und erkannte diese auch recht schnell, aber ich kann abschließend sagen, dass eine frei erfundene Geschichte auch ihre Reize hat und die Leserinnen dann sicherlich auch ohne zu großem Stolz und gewissen Vorurteilen mit dem Lesen beginnen werden.

Mein Fazit:
Eine aktuelle Liebesgeschichte, die auf einem Klassiker basiert funktioniert nicht? In Teilen kann ich hier leider zustimmen, trotzdem macht dieses Buch Spaß und bringt neben viel Romantik auch eine rosa Wolke mit, auf der man sich beim Lesen niederlassen darf und diesen Roman genießen wird.

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