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Corinna Top 100 Rezensent
Ort:
der Nähe von Bremen
Rezensionen:
444 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 46

nicht hilfreich: 26

Rang:
67
Über mich:

kann mir ein Leben ohne Bücher einfach nicht vorstellen.

Corinnas Rezensionen

123
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50

29.09.2014

„Ein spannendes Abenteuer”

Thea Stilton, die Schwester des berühmten Geronimo Stilton, erlebt zusammen mit 5 ganz besonderen Mädchen, aufregende Abenteuer.
In ihrem 5. Buch geht es für die „Thea Sisters“ nach New York. Nicht nur das Nicky am New York-Marathon teilnimmt, nein, auch der „Phönix“ treib sein Unwesen im Stadtteil Tribeca. Wer steckt hinter diesem Verbrecher und werden die Thea Sisters den Fall lösen können?



Wenn mein Töchterchen (fast 8 Jahre alt) von einem Buch schwärmt, dann wird es für mich auch Zeit, dieses zu lesen.

Aus dem Fernsehen kenne ich bereits die Kinderserie Geronimo Stilton und ich gebe zu, als ich von den Abenteuern seiner Schwester gehört habe, musste ich die Thea Sisters unbedingt haben.

Vortesterin war wie gesagt meine ältere Tochter und direkt nachdem sie das Buch beendet hat, habe ich es auch unserer jüngeren Tochter (5) vorgelesen.
Bis gerade eben konnten wir das Buch nicht zur Seite legen. Wir sind Quereinsteiger und dieser 5. Fall ist das erste Buch für uns. Auch wenn ich jetzt schon auferlegt bekommen habe, die anderen Bücher ebenfalls zu kaufen, man kann mit jedem Buch der Reihe beginnen.

Gleich zu Beginn stellt sich jede der Thea Sisters einzeln vor. Es gibt einen Steckbrief und man kommt den Mäusen sehr schnell nahe. Das heißt, für jeden Mädchentyp ist eine Maus dabei, die gefallen wird.

Das Besondere des Buches ist aber die Art, wie die Geschichte geschrieben wurde. Immer wieder kommen Worte vor, die einen besonderen Schrifttyp haben. Als Beispiel kann ich das Wort „Weihnachten“ nennen, dass winterlich in rot-grün geschrieben wurde. Oder das Wort „Sirup“ zerläuft regelrecht... „bunte Blätter“ leuchten in Brauntönen. Es ist klar, dass man damit natürlich komplett in die Geschichte eintauchen kann. Gerade für Kinder veranschaulicht diese unterhaltende Art natürlich das Gelesene und macht noch mehr Spaß.

Da die Geschichte in New York spielt, kommen immer mal wieder kleine extra Abschnitte mit Infos der Stadt vor und man lernt nebenbei auch noch etwas. Perfekt. Dies stört übrigens zu keinem Zeitpunkt und unterhält wunderbar.
Auch Hinweise zum Fall werden mit einer Lupe markiert und erhöhen so die Spannung des Buches.

Dieses Buch ist sicherlich für Kinder ab ca. 8 Jahren geschrieben worden, trotzdem war ich selbst gefesselt und habe jede Seite genossen. Ich bin halt immer noch ein Kind im Herzen.

Mein Fazit:
Die Kinder sind begeistert und ich bin es auch. Die Thea Sisters rocken und machen Lust auf weitere Bücher. Eine tolle Reihe für Mädchen und die Alternative zu Geronimo Stilton. Sehr zu empfehlen!

buch

Bauchgefühle

Lena Hooge

EUR 8,99 *
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40

23.09.2014

„Gutes Essen, zwei Männer und mehr?”

Mari ist Restaurant-Kritikerin, liebt natürlich gutes Essen und auch einem One-Night-Stand gegenüber, ist sie nicht abgeneigt.
Gefühle und Beziehungen lässt sie nicht zu und versucht in ihrem Job eine bessere Position zu ergattern. Doch als sich die „Bauchgefühle“ melden und Mari bereits schwanger ist, muss sie sich entscheiden. Kind und Karriere, oder doch nur Karriere? Und wer ist eigentlich der Vater? Der zurückhaltende Simon, der ihr ein Kribbeln bringt, oder Ben, der ein ganz schöner „Arsch“ sein kann...?
Eine aufregende Zeit beginnt...



Mit „Bauchgefühle“ hat die Autorin Lena Hooge mir wunderbare Lesestunden bereitet.

Ich selber habe mir bereits durch die kostenlose Vorgeschichte „Appetithappen“, sehr viel Lust auf dieses Buch geholt und wurde nicht enttäuscht.

Maris Welt ist gutes Essen. Bereits als Kind musste sie ihre verwitweten Vater auf Geschäftsessen begleiten und so entwickelte sie mit der Zeit das Gespür, das man als Restaurant-Kritikerin braucht. Allerdings, in Sachen Liebe sieht es bei ihr alles andere als gut aus. Bindungsscheu und nur auf ein schnelles Abenteuer aus... diesen Weg hält die Journalistin für genau den richtigen.

Mir hat bei „Bauchgefühle“ genau dieser Balanceakt von Mari gefallen. Auf der einen Seite ist sie einer schnellen Affaire nicht abgeneigt, trotzdem sehnt sie sich im Inneren nach einer richtigen Familie. Dies wirkte auf mich aber nicht billig, sondern sie schützt sich damit selbst und braucht die Unabhängigkeit um nicht verletzt zu werden.

Lena Hooge mag ihre Protagonistin, dies merkt man. Mari muss in ihrem Buch sicherlich einige Hindernisse überwinden und doch wächst sie auch über sich hinaus und geht Wege, die sie selbst nicht für möglich gehalten hätte.

Dieses Menschliche, das Mari umgibt, hat mir sehr gut gefallen. Das heißt, dass sie jemand wie du und ich ist. Mari kann man sich als gute Freundin vorstellen, die ein offenes Ohr hat und hilfsbereit ist. Das macht sie so sympathisch und deswegen habe ich sie auch sehr gerne durch ihre Geschichte begleitet.

Was mir auch sehr gut gefallen hat war, dass Lena Hooge dieses Buch nicht nur aus einer Sicht erzählt. So dürfen wir auch aus der Sicht weiterer Charaktere verfolgen, was in Maris Umfeld passiert. Sehr gut fand ich hier Thomas (Maris Vater) und dessen Ex-Freundin Kirsten (Maris bester Freundin). Beide haben ebenfalls eine verzwickte Liebe hinter sich, bieten Platz für mehr und zeigen gerade durch Thomas auf, warum Mari zum Teil handelt, wie sie eben handelt.
Gerade dieser kleine Abstecher war für mich zu Beginn noch etwas ungewöhnlich, brachte am Ende aber viel Klarheit und machte Spaß.

Der Schreibstil von Lena Hooge ist sehr genau. Das heißt, dass ich mir Räume, aber auch Gesten sehr gut vorstellen konnte. Zusätzlich schreibt sie so flüssig, dass man sich in diesem Buch verliert und die Seiten nur so an uns Lesern vorbeifliegen.

Eine Kleinigkeit hätte ich mir nach Beendigung aber dennoch anders gewünscht. Für mich war am Ende noch Luft nach oben. Aus diesem Grund tendiere ich dazu, dass Maris Geschichte noch nicht zu Ende ist. Sollte ich hier aber falsch liegen, so hätten gerne noch ein paar Buch-Monate ins Land gehen können. Ich bin doch so neugierig, was noch kommen wird und habe noch so viele Fragen.

Mein Fazit:
„Bauchgefühle“ ist ein lustiges und unterhaltendes Buch mit einer leicht chaotischen Protagonistin. Mir hat es Spaß gemacht und ich hoffe auf ein Wiederlesen.

ebooks

Appetithappen

Lena Hooge

EUR 0,00 *
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50

15.09.2014

„Ein Buch das Lust auf "Bauchgefühle" macht”

Mari ist Restaurantkritikerin und befindet sich auf der Eröffnungsfeier eines neuen Sterne-Restaurants. Das sie dort praktisch dem Essen hinterherlaufen muss, dann mit ihrer Erdnuss-Allergie zu kämpfen hat und schließlich von einer „Überraschung“ in der Prada-Tüte ihrer Kollegin erfährt, ist erst der Anfang. Aber es gibt ja auch noch ihren Kollegen Simon...



20 Seiten umfasst „Appetithappen“, die Kurzgeschichte zum Buch „Bauchgefühle“ von Lena Hooge. Ich selber werde gleich mit „Bauchgefühle“ beginnen und konnte so schon einen kleinen Einblick erhaschen.
Denn dieses Buch macht durchaus Appetit, bietet interessante Charaktere und eine unterhaltsame Geschichte.

Lena Hooge konnte mich mit ihrem flüssigen und komischen Schreibstil unterhalten und ich bin nun sehr gespannt, was Mari noch alles passieren wird. Und auch ihr Kollege Simon wird ja sicherlich im Hauptbuch vorkommen... ich freue mich schon und bin neugierig!

Mein Fazit:
„Appetithappen“ von Lena Hooge ist genau das was der Name sagt... eine kleine Geschichte, die Lust auf das Hauptbuch „Bauchgefühle“ macht. Ich habe nichts zu meckern und bin sehr gespannt.

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30

10.09.2014

„Ein Auf und Ab beim Lesespaß”

Avery Roe ist die jüngste, der bekannten Roe-Frauen auf Prince Island. Jede Frau ihrer Familie trägt Magie in sich und beschützt die Inselbewohner, gegen Bezahlung, vor großem Unglück. So fertigen sie z.B. einen Talisman für das Heimkommen der Seefahrer an, bezwingen die Winde vor der Insel und helfen bei alltäglichen Beschwerden.
Doch der jungen Avery fehlt noch die Ausbildung, um in die Fußstapfen ihrer Großmutter, der amtierenden Hexe von Price Island, schlüpfen zu können. Immer wieder werden dem Mädchen Steine in den Weg gelegt. Und die Zeit rast, denn nur sie kann das Erbe der Roe-Frauen antreten.
Als sie sich dann auch noch in den jungen Seefahrer Tane verliebt, muss sie sich entscheiden. Denn trifft sie die falsche Wahl, ist der Preis dafür ihr eigenes Leben...



„Salt & Storm. Für ewige Zeiten“ von Kendall Kulper besticht ganz sicher durch sein aufwendiges Cover. Ich selber habe mich sofort in eben dieses verliebt und bereits beim ersten Kontakt wäre ich am Liebsten in die Wellen eingetaucht. Ich liebe es, wenn ein Verlag sich Mühe gibt und daher kann ich hier auch nur mein großes Lob aussprechen. Dieses Buch fällt sofort auf und macht neugierig.

Mir selbst hat bereits die Leseprobe zu „Salt & Storm. Für ewige Zeiten“ gut gefallen und ich war gespannt auf Averys Geschichte.
Bereits auf den ersten Seiten hob sich besonders der Schreibstil von Kendall Kulper hervor. Die Autorin schafft es wirklich ihre Leser direkt in das Buch zu bringen. Für mich war alles sehr atmosphärisch und Zeile für Zeile las sich sehr besonders. Zwar würde ich nicht unbedingt behaupten, dass man dieses Buch „mal eben“ lesen kann, trotzdem ist es gerade die Sprache der Autorin, die ich hier loben möchte. Sie schreibt zwar aus Averys Sicht, trotzdem konnte ich den Abstand zur Protagonistin wahren, hatte gleichzeitig aber alles im Blick. Die Insel, das Haus der Großmutter und auch die Figuren bauten sich direkt vor mir auf und dies auf eine sehr gelungene Art und Weise.

Trotzdem war dieser Roman ein kleines Auf und Ab für mich. Es gibt Längen in der Geschichte, die das Weiterlesen doch erschweren. So wird, gerade zu Beginn, auf alles sehr genau eingegangen und es dauert, bis ein wenig Schwung in das Buch kommt.
Sicherlich, um zu begreifen was mit Avery geschieht, muss man ein wenig ausholen und auch genauer auf ihre Familienverhältnisse eingehen, ich selber hätte aber immer etwas mehr Abwechslung gebrauchen können.

Im Mittelteil war ich dann gefangen im Buch. Es wurde spannend, es kamen Gefühle auf und ich wollte Avery helfen ihr Schicksal abzuwenden bzw. zu bezwingen. Ich wollte verstehen, was mit ihr passiert und ich wollte den jungen Tane noch besser kennenlernen.
Es wurde, wie geschrieben, spannend und ich selber war immer mal wieder erstaunt, wie viel Buch noch übrig war, denn es fühlte sich durchaus so an, als wäre alles erzählt und es würde auf das große Ganze zugehen.

Dies passierte dann wiederum anders als ich vermutet hätte und brachte, für mich, zu viele Längen mit sich. Wieder zog sich die Geschichte und ich gebe zu, die letzten 50 Seiten waren zwar interessant, aber für mich doch etwas zu langatmig. Ich hätte es mir anders gewünscht und brauchte auch hier einfach aufwendigere Geschehnisse um mich begeistern zu können.

Ihr merkt, ein Buch mit Höhen und Tiefen, aber auch mit einer Geschichte die mich stellenweise mitnehmen konnte. Ich weiß selber noch nicht genau ob ich es nun mochte oder nicht. Ein wichtiger Punkt ist aber, dass ich gerade am Ende mehr Gefühl gebraucht hätte. Ich bin beim Lesen sehr schnell sehr emotional und dies traf hier leider nicht zu.

Mein Fazit:
„Salt & Storm. Für ewige Zeiten“ von Kendall Kulper ist ein Buch, das mich mit dem Schreibstil der Autorin zwar überzeugen konnte, trotzdem hatte die Geschichte einfach zu viele Längen um mich begeistern zu können.
Für mich war es ein Hin und Her zwischen meiner Unlust weiter zu lesen und meinem Jubel, weil mir wieder ein großer Abschnitt sehr gefallen hat.

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30

04.09.2014

„Auf der Suche nach der Handlung...”

Eva und Gideon sind nun seit kurzer Zeit ein Paar und doch kommen immer wieder Zweifel auf. Beide haben ihre Probleme und Traumata, die sie nicht bewältigen können und für das Paar steht immer wieder ihre Beziehung auf dem Prüfstand. Dabei sorgt sich gerade auch Eva darum, ob die Liebe zu Gideon sie nicht am Ende ruinieren könnte.
Steckt dieser doch voller Geheimnisse und gibt keines davon preis...



„Crossfire – Offenbarung“ ist das zweite Buch der bekannten Crossfire-Reihe von Sylvia Day.

Crossfire – Versuchung
Crossfire – Offenbarung
Crossfire – Erfüllung

Es ist schon eine Zeit lang her, dass ich mit der Crossfire-Reihe begonnen habe. „Versuchung“ konnte mich damals ziemlich überzeugen und so war ich dann auch auf die nachfolgenden Romane gespannt.

Sicherlich, Erotikromane schwimmen auf einer kleinen Erfolgswelle und auch vor mir hat diese keinen Halt gemacht. Ich bin in diesem Genre gewiss nicht sonderlich belesen, merke aber schnell was mir gefällt und was nicht.

So kann ich ohne Umschweife behaupten, dass der Schreibstil von Sylvia Day gelungen ist. Oder sage ich es noch genauer, er fesselt mich und bringt mich dazu am Buch zu bleiben. Ich kann nicht einmal genau sagen warum, aber er liest sich sehr flüssig und unterhaltend.

Und da kommen wir schon zum Punkt dieses Buches, denn das muss der Schreibstil hier auch wirklich tun! „Crossfire – Versuchung“ umfasst 416 Seiten und bei dieser Zahl habe ich schon gewissen Erwartungen, bevor ich mit dem Lesen beginne. Natürlich sollte es hier nicht an Erotik mangeln und dies ist sicherlich erfüllt, aber es muss auch eine Handlung geben und die fehlte mir doch schon sehr.

Natürlich geht es weiter mit Eva und Gideon, keine Frage. Und es gibt auch immer noch das Geheimnisvolle, das den Milliardär umgibt, aber es passiert nichts. Gut 2/3 lang habe ich das Gefühl von einem emotionalen Chaos ins nächste zu stürzen. Dies ist natürlich auch unterhaltend, aber kann doch keine 250 Seiten füllen. Erst auf dem letzten Drittel kommt ein wenig Schwung in das Buch. Aber dies passiert leider auch nur im Ansatz und ich persönlich hätte mir da mehr gewünscht.

So schreibt die Autorin dieses Buch aus Evas Sicht. Dies ist auch kein Problem, aber gerade in Hinblick auf Gideons Vergangenheit und auf bestimmte Handlungen die er ausübt, hätte ich mir zumindest kleine Einblicke in seine Sichtweise gewünscht.

Auch zum Thema Erotik möchte ich hier noch eine Anmerkung machen. Ich fand diese Szenen gut und anregend geschrieben. Mir haben sie durchaus gefallen, auch wenn ich sie, zum Teil, etwas „übertrieben“ dargestellt fand.

Aber trotz dieser Kritik, die ich einfach loswerden muss, werde ich das dritte Buch lesen. Ich bin doch mit den Protagonisten warm geworden und hoffe einfach, dass es sich hier um eine Verdeutlichung ihrer Beziehung handelt, um dann im dritten Buch voll aufzudrehen.
Der Schreibstil von Sylvia Day konnte mich, wie schon geschrieben, überzeugen.

Mein Fazit:
Für mich gab es im zweiten Crossfire-Buch einfach zu wenig Handlung für 416 Seiten. Es fehlte nicht an Erotik, aber ich hätte mir eine ausführlichere Geschichte gewünscht.

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40

02.09.2014

„Orientiert sich am Original, ist aber zum Glück auch anders”

Nachdem der Direktor ihrer New Yorker Privatschule sie in ihrem Job als Lehrerin suspendiert hat, braucht Elizabeth Scott dringend eine Ablenkung. So findet sie sich mit ihrer Hündin Bliss auf einer Hundeshow wieder und versucht halbwegs erfolgreich ihren 30. Geburtstag und das berufliche Desaster zu verdrängen.
Da kommt ihr der britische Junggeselle Donovan Darcy genau richtig. Bildet sich dieser doch ein, mit Elizabeth dermaßen arrogant umzugehen, dass sie einfach ihren Mund nicht halten kann und verbal zurückschlägt.
Und doch, auch Tage später, kann sie ihn nicht aus ihren Gedanken vertreiben. Schließlich verstrickt sie sich immer weiter in ihrem Stolz und ihren Vorurteilen...



Ich bin ein großer Jane Austen-Fan und begeistert von ihrem Roman „Stolz und Vorurteil“. Die Sprache, aber vor allem die vielen Facetten der Elizabeth Bennett, finde ich so gelungen, wie in kaum einem anderen Buch. Hinzu kommt eine Liebesgeschichte, die mich auch nach mehrmaligen Lesen immer wieder begeistern kann.
Die Autorin Teri Wilson hat sich mit ihrem Roman „Ausgerechnet Mr. Darcy“ eben diesen Klassiker zum Vorbild genommen und formt hier eine neue, aber auch sehr ähnliche Art von „Stolz und Vorurteil“.

Ich kann wirklich sagen, dass mich der Gedanke, erneut auf Elizabeth und Mr. Darcy zu treffen, neugierig machte. Befinden wir uns in diesem Roman doch im Hier und Jetzt, alles beginnt neu und alles endet nach einem erneuten Hin und Her zwischen den beiden Figuren.

Allerdings stellte ich nach den ersten Seiten fest, ich muss loslassen. Ich darf die Bücher nicht vergleichen und Ähnlichkeiten suchen. Diese Tatsache brachte mich beim Lesen doch ein wenig ins Stolpern. Natürlich ist der Schreibstil von Teri Wilson flüssig und unterhaltend, aber ich selber musste die Jane Austen in meinem Hinterkopf gehen lassen. Und dies ist auch gut so!

Teri Wilson erfindet hier sicherlich nicht das Rad neu, aber mit „Ausgerechnet Mr. Darcy“ schafft sie eine Liebesgeschichte, die keinen geraden Weg geht. Elizabeth und Mr. Darcy machen sich das Leben nicht gerade einfach und dabei ist es ausgerechnet Elizabeth die immer neue Steine zwischen ihre Füße wirft.

Ich gebe zu, ihre zum Teil dämliche Art, Dinge zu verdrehen und nicht zu verstehen, hat mich gerade am Anfang zum Verzweifeln gebracht. Für mich waren sie so manches Mal einfach zu weit hergeholt und wirkten recht künstlich, denn warum kann man nicht die kleinste Kleinigkeit als etwas Gutes erkennen? Aber davon lebt dieses Buch natürlich, denn würde jeder der Beiden sofort wissen was genau um ihn herum passiert, hätten wir eine Geschichte von 50 Seiten und alles wäre gut.
Dies ist mir bewusst und ich mochte auf der anderen Seite auch dieses Hin und Her recht gerne. Es gab immer wieder romantische Situationen, die mein Herz erwärmten und ein Paar, dass ich auch immer mehr schätzte.
Für einen schönen Leseabend war dieses Buch genau richtig und ich konnte kaum meine Finger davon lassen.

Allerdings möchte ich hier anmerken, dass ich immer wieder feststellte, dass die Autorin die Verfilmungen von „Stolz und Vorurteil“, für Figuren und Handlungen zum Vorbild genommen hat. Das Buch würde hierfür so viel mehr bieten und diesen Aspekt, wenn man schon ein Buch anhand eines Klassikers schreibt, finde ich sehr schade.
Natürlich freute ich mich auch über kleine Andeutungen und erkannte diese auch recht schnell, aber ich kann abschließend sagen, dass eine frei erfundene Geschichte auch ihre Reize hat und die Leserinnen dann sicherlich auch ohne zu großem Stolz und gewissen Vorurteilen mit dem Lesen beginnen werden.

Mein Fazit:
Eine aktuelle Liebesgeschichte, die auf einem Klassiker basiert funktioniert nicht? In Teilen kann ich hier leider zustimmen, trotzdem macht dieses Buch Spaß und bringt neben viel Romantik auch eine rosa Wolke mit, auf der man sich beim Lesen niederlassen darf und diesen Roman genießen wird.

buch

Bedingungslos

M. Leighton

EUR 8,99 *
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40

29.08.2014

„Das Finale”

Marissa ist frei! Ihr Leben hat sich in den letzten Tagen um 180° gedreht und sie versucht nun, komplett von vorne zu starten. Vorbei sollen die Zeiten der Arroganz und der Oberflächlichkeit sein und so geht sie auch auf Personen zu, die sie sonst gemieden hätte.
Und auch für ihre Sicherheit ist gesorgt, denn auch wenn die Gefahr nicht mehr greifbar ist, sie ist immer noch da. Außerdem ist ihr „Beschützer“ alles andere als unattraktiv...



Da es sich bei „Bedingungslos“ um den dritten Teil der Addicted to you-Trilogie von M. Leighton handelt, bin ich bewusst nicht auf jede Kleinigkeit in der Zusammenfassung eingegangen. Denn welche Rolle hier zu einer wichtigen wird, muss schließlich jeder selber lesen.

Die Reihenfolge:

Addicted to you – Atemlos
Addicted to you – Schwerelos
Addicted to you – Bedingungslos

Ich muss gestehen, dass ich diese Trilogie sehr gerne gelesen habe und mir jetzt, am Ende, besonders das Zusammenspiel der Bücher gefallen hat.
Aber... und dies muss ich leider ebenfalls anmerken, gerade bei diesem letzten Buch habe ich mich ein wenig schwer getan.

Der Schreibstil war wie immer gut und flüssig, allerdings bin ich auf den ersten 80 Seiten nicht in das Buch gekommen. Ich konnte mich in die Protagonisten nicht hineinfühlen und fand sie auch nicht sonderlich sympathisch. Dies mag sicherlich an den beiden Vorgängern liegen, denn gerade Marissa schnitt dort ja nicht besonders gut ab, aber mir lag die Geschichte schon ein wenig quer im Magen und ich war (zu Beginn) auch ein wenig enttäuscht.
Trotzdem sprühen die Bücher nur so vor Spannung, Erotik und Unterhaltung und es war klar, dass der erste Eindruck sich täuschen kann.

Wie immer, so wechselt M. Leighton auch hier die Erzählweise. Zwei Personen beschreiben was aus ihrer Sicht passiert. Dies ist so abgestimmt, dass man als Leser/in einen perfekten Überblick hat und sich in die wichtigsten Personen hineinfinden kann.
Für mich hat die Autorin dieses kleine Spiel der Charaktere perfekt umgesetzt, denn die Geschichte lebt durch die unterschiedlichen Sichtweisen und bringt Unterhaltung und Spannung in das Buch.

Und ich gebe zu, nach den holprigen 80 Seiten kam ich immer besser mit dem Roman zurecht. Die aktuellen Figuren änderten bzw. öffneten sich immer mehr und brachten Farbe in ihr Sein. So kam es auch, dass ich am Ende wirklich sagen kann, dass mir auch dieses letzte Buch gefallen hat und die Geschichte von Kapitel zu Kapitel gewachsen ist.

Für Quereinsteiger sei gesagt, dass man bei den Addicted to you-Büchern auf die Reihenfolge achten sollte. Hier gibt es keine unnötigen Wiederholungen und die Story geht ihren Weg immer weiter.
Wenn man aber auf die Reihenfolge achtet, wird man mit einer spannenden und auch erotischen Geschichte belohnt werden.

Mein Fazit:
Eine gelungene Trilogie, die man gut in einem Rutsch lesen kann und die mir viel Lesefreude gebracht hat. Leider zwar dieses Buch das schwächste der Reihe, trotzdem kommt auch dieses, nach einem kleinen Fehlstart, in Schwung.

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50

26.08.2014

„Thornwood House”

Nach dem Tod ihres Ex-Freundes erben Audrey und die gemeinsame Tochter Bronwyn das Familienanwesen im ländlichen Queensland.
Beide verlieben sich sofort in das in die Jahre gekommene Haus und beschließen aufs Land zu ziehen und einen Neuanfang zu wagen. Doch Audrey findet keine Ruhe, schleicht nachts durchs Haus und entdeckt schließlich ein Foto von Samuel. Dieser ist der Großvater ihres Ex-Freundes und soll vor Jahren einen Mord begangen haben.
Audrey spürt eine Verbindung, glaubt an die Unschuld und gräbt alte Familiengeheimnisse aus, die besser nicht ans Tageslicht gekommen wären. Und schon bald scheint ihr die Vergangenheit zum greifen nahe zu kommen und möchte der jungen Frau nicht nur Gutes...



„Das Rosenholzzimmer“ von Anna Romer ist ein Buch, welches mich von Beginn an gepackt hat. Noch vor dem Lesen stolperte ich über dieses wunderbare Cover. Ich sah das Haus und hatte bereits eine Geschichte in meinem Kopf. Doch dann, nach genauerer Betrachtung, wirkte dieses Haus auf einmal so anders. Mir fiel erst auf dem zweiten Blick auf, dass es in keinem guten Zustand ist und auch recht einsam liegt. Die Neugierde wurde geweckt...

Anna Romer hat mit „Das Rosenholzzimmer“ ihren fantastischen Debütroman vorgelegt und ich glaube, es war die Art wie sie Geschichten erzählt, die mich gepackt hat. Sie schreibt nicht nur flüssig und bildlich, nein, dies wäre zu einfach. Sie verzaubert, bringt Landschaften zu ihren Lesern und führte mich selbst sehr tief in die Geschichte hinein. Dies alles passiert auf einem hohen Niveau. Nein, keine Sorge, damit meine ich nicht die Schwierigkeitsstufe in der sie schreibt, sondern eher den Bereich der die Atmosphäre betrifft, die ihre Leser bei diesem Buch umgibt.
Ich war fasziniert vom Haus, den Personen und der Umgebung. Auch wenn ich mir Australien so anders vorgestellt habe, konnte ich doch den Busch spüren, die Loris hören und die Hitze fühlen.

Dies alles ist natürlich für das Lesevergnügen sehr gut, wäre aber nichts, wenn die Geschichte nicht fesseln könnte. Doch „Das Rosenholzzimmer“ schafft es auch in diesem Bereich zu punkten.

Wir starten mit Audrey und Bronwyn in ein neues Leben. Beide haben nur noch sich selbst und erben dieses Haus. Doch dieses Geheimnis, welches dann Tony (Audreys Ex-Freund) umgibt, wird schnell spürbar. Und es entwickelt sich ein Netz aus Geschehnissen und die Frage, wer für die schrecklichen Taten in der Vergangenheit verantwortlich war.

Dies alles war so spannend, unterhaltend und fesselnd. Ich selber musste erst einmal die Personen sortieren, überlegen wer vielleicht gut und wer böse ist, um dann wieder neu zu beginnen.
Dabei ist dieses Buch kein Krimi, sondern eine Familiengeschichte mit einem dunklen Geheimnis, das immer weiter an die Oberfläche dringt und bei dessen Auflösung man gerne helfen möchte.

Man merkt sicherlich, dass ich sehr begeistert von diesem Roman bin und ihn nur empfehlen kann. Das Beste, was ich seit längerem gelesen habe!

Mein Fazit:
Eine spannende Familiengeschichte, mit vielen Geheimnissen und einer Story, die von der ersten, bis zur letzten Seite fesselt.

buch

Neun Tage und ein Jahr

Taylor Jenkins Reid

EUR 12,99 *
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50

18.08.2014

„Ich habe geweint, gelacht und wieder geweint”

Neun Tage sind Elsie und Ben verheiratet, als Ben geht. Bei einem Verkehrsunfall kommt er ums Leben und ist nach einer kurzen und intensiven Liebe aus Elsies Leben verschwunden.
Für die junge Frau geht die Welt unter, sie fällt von jetzt auf gleich in ein Loch und weiß nicht wie ihr Leben ohne Ben weitergehen soll.
Als sie dann im Krankenhaus auf Bens Mutter triff, stößt sie auf Ablehnung. Treffen die beiden Frauen sich doch zum ersten Mal und Susan, Bens Mutter, reagiert zunächst alles andere als freundlich auf ihre Schwiegertochter.
Doch langsam nähern sich die Beiden immer weiter an und das Unglück scheint die Frauen aneinander zu binden.



Ich habe bei „Neun Tage und ein Jahr“ geweint, gelacht und wieder geweint. Die Taschentücher sollten beim Lesen nicht fehlen.

Wir lernen gleich zu Beginn das frisch verheiratete Paar Elsie und Ben kennen. Erleben ihre letzten Minuten und auch den Unfall mit.

Ich gebe zu, ganz zu Beginn dachte ich nicht, dass mich dieses Buch so packen könnte. Ich fand den Schreibstil zwar im kompletten Buch sehr flüssig, aber dieses emotionale und das gefühlvolle Miteinander wuchs erst im Laufe der Geschichte weiter an.
Der Unfall und die erste Trauerzeit war zwar sehr schockierend und realistisch, aber ich konnte sie nüchtern betrachten und ich glaube dies war auch sehr gut und sicherlich so gewollt.

Taylor Jenkins Reid schreibt ihr Buch in verschiedenen Zeiten. Wir beginnen mit dem Juni, dem Monat des Unfalls und gehen mit Elsie weiter durch ihr Leben. Nach einigen Seiten wechselt das Buch jedoch in den Januar zurück. Dort haben sich die Zwei kennengelernt und als Leser/-in darf man Teil von ihrer Liebe werden.

Es ist also, durch diesen stetigen Wechsel, ein Auf und Ab der Gefühle. Wo man in einem Moment noch vor Trauer zerspringen könnte, lacht und freut man sich im nächsten Abschnitt wieder.

Das Zusammenspiel dieser Zeitenwechsel war für mich aber das Entscheidende. Kleinigkeiten aus dem Hier und Jetzt bekommen mit einem Blick zurück, eine ganz andere Bedeutung und je mehr das Buch voranschritt, je mehr trauerte ich um Ben mit. Ein ganz großes Lob an die Autorin, dies hat mich unheimlich begeistert.

Aber es gibt auch noch etwas wichtiges, dass ich nicht vergessen möchte.
Die Charaktere um Elsie herum sind sehr gut beschrieben und haben eine sehr große Kraft. Allen voran Susan, mit der ich ebenso leiden konnte, wie mit Elsie. Eine wunderbare Person, die neben Ana und Mr. Callahan (wer dies ist muss jeder selbst entdecken), eine sehr gute Unterstützung war.

Was mich ganz am Schluss noch sehr gefreut hat war, dass das Ende so geschrieben wurde wie es ist. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, aber für mich war es so genau richtig.

Mein Fazit:
„Neun Tage und ein Jahr“ von Taylor Jenkins Reid ist ein Buch, das eine ehrliche Trauer beschreibt. Aber auch die Wichtigkeit eines jeden Momentes wurde mir hier noch einmal deutlich. Man muss das Leben immer genießen (egal was kommt) dies sollte man einfach nicht vergessen.

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50

14.08.2014

„Ein Neuanfang und eine helfende Hand”

Parkers Leben wird gerade komplett umgekrempelt. Heute lebt sie noch im Luxusanwesen ihrer Familie, zieht ihren Sohn groß und braucht sich um den finanziellen Teil keine Sorgen zu machen. Doch von jetzt auf gleich ist alles anders...
Harry, ihr Vater landet im Gefängnis, das komplette Geld der Familie (auch Parkers!) ist weg und sie steht vor einem kompletten Neuanfang.
Gut ist, dass ihre Tante ihr vor Jahren ein Häuschen im beschaulichen Gideon´s Cove vermacht hat. Dieses möchte sie nun für einen Verkauf aufbereiten um dann finanziell besser dazustehen. Es wäre auch bestimmt zu schaffen, wäre da nicht James Cahill, der Anwalt ihres Vaters, den Parker sicherlich als letzten Menschen auf dieser Welt sehen möchte.
Doch wo er schon da ist, kann er ja auch helfen...



Ich liebe die Bücher von Kristan Higgins! Sie sind lustig, romantisch, unterhaltend und machen einfach Spaß.

„Ein Goldfisch räumt auf“ ist hier das erste Buch, in dem ich die Protagonisten bereits aus einem vorangegangenen Roman kannte. Aus diesem Grund kommt hier die Reihenfolge:

Lucy kriegt´s gebacken
Ein Goldfisch räumt auf


Was mich an diesem Buch so beeindruckt hat, war die Gefühlswelt die Parker durchlebt. Ihr Leben ändert sich von einer Sekunde zur nächsten, sie kommt aus sehr reichem Hause und musste noch nie hart arbeiten.

Trotzdem schafft sie es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Ganz im Gegenteil! Parker krempelt hier die Ärmel hoch und beginnt voller Tatendrang, auch wenn es sicherlich kein einfacher Start ist. Damit machte die Autorin für mich noch deutlicher, dass man alles schaffen kann, wenn man es nur wirklich versucht.
Etwas, dass man sich sicherlich immer wieder sagen sollte, auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass es sich hier nur um Romanfiguren handelt.

Die Geschichte an sich wird aus zwei Perspektiven erzählt. Da haben wir natürlich Parker auf der einen Seite, die den Hauptteil übernimmt, aber auch James darf immer wieder seine Sicht der Dinge schildern.
Gespickt ist der Roman dann mit kleinen Rückblenden um auf die Gefühlswelt der Beiden noch genauer eingehen zu können. Selbstverständlich haben beide Personen ja auch eine Vergangenheit und diese kleinen Rückblenden machten so manche Handlung verständlicher, waren aber zu keinem Zeitpunkt störend.

Was ich dann noch hervorheben möchte war der Ort Gideon´s Cove, der wohl schon eine wichtige Rolle in Kristan Higgins Buch „Fang des Tages“ spielte. Mir persönlich hat diese nette, heimelige und freundschaftliche Atmosphäre einfach gut gefallen. Auch diese hat das Buch aufgewertet.
Während des Lesens stellt man sich durchaus vor in dem kleinen Ort zu leben, der sich um seine Bewohner kümmert und in meiner Vorstellungskraft sehr romantisch wirkt.

Aber was schreibe ich... Kristan Higgins schafft es einfach immer wieder, dass ich beim Lesen abschalten kann, mich prächtig amüsiere und einfach jede Seite genieße. Sie ist in gut 1,5 Jahren zu meiner Lieblingsautorin in diesem Genre geworden und ich kann bisher jedes ihrer Bücher empfehlen. Taucht einfach ab und genießt!

Mein Fazit:
„Ein Goldfisch räumt auf“ ist eine wunderbare Geschichte mit tollen Charakteren. Ich hatte beim Lesen unheimlich viel Spaß und kann auch dieses Buch von Kristan Higgins nur empfehlen.

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