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Name:
Apicula Top 100 Rezensent
Ort:
Apiculis
Rezensionen:
582 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 700

nicht hilfreich: 512

Rang:
36
Über mich:

hab neuerdings ein eigenes virtuelles Zuhause: Apiculis ! Das Ganze nennt sich BLOG tut freilich genau so dringend wenig Not - - - wie Sie sich das denken können.

Apiculas Rezensionen

40

30.09.2008

„Ein Porno-Produzent geht seinen Weg. Denkt er zumindest.”

Diesen Glücksgriff in Sachen "Feel-Good-Märchen, wie aus dem echten Leben" habe ich dem Rezensenten vor mir zu verdanken. Und der rundum sympathische loser, den Jeff Bridges in DIRTY MOVIE (Original "The Moguls") spielt, mitsamt den chaotisch-liebenswerten Freunden, die er um sich schart, erinnert tatsächlich ein bisschen an den Dude. Aber eben nur ein bisschen. ;-)

Im Grunde genommen ist die Handlung schnell und einfach erzählt. Andy Sargentee (Jeff Bridges) ist geschieden und pleite, - doch er hat eine Idee. Er will einen Porno-Film produzieren, und damit Geld verdienen. Seine Idee will er gemeinsam mit seinen Freunden, die sich da beispielsweise "Bloß ein Idiot" (im Original "some idiot", gespielt von Joe Pantoliano), oder "Elch" (im Original "moose", gespielt von Ted Danson) nennen verwirklichen. - Jedenfalls sind alle angetan von Andys Idee und steigen gleich voll ein "ins Geschäft" - auch wenn keiner einen Plan hat, was zu tun ist - und weit und breit keine Darsteller in Sicht! Doch auch dieses Problem scheint lösbar und so rückt die "Premiere" des Pornos in greifbare Nähe. - Und dann kommt alles vollkommen anders!

Wer "Kalender Girls" kennt, wird hier keine großen Überraschungen erleben, denn der Film besticht durch die Naivität der Beteiligten - und am Ende ... wird alles gut, und zwar nicht nur irgendwie.
Ein Haufen sympathischer Menschen und gut aufgelegte Schauspieler (das fällt jedenfalls positiv auf) in einem rundum vergnüglichen Streifen.
(((( Sollte jemandem das Thema PORNO-Film widerstreben, dann soll noch so viel gesagt werden: "Schmutzige" Szenen werden eloquent - ähm - umgangen! ;-p ))))

Irritierend mal wieder die deutsche Synchronisation. Die im Original bezeichnend klingenden Typen wie "some Idiot" oder "Moose" mussten brachial ins Deutsche übersetzt werden mit "bloß 'n Idiot", der übrigens nur "bloß 'n" genannt wird, und "Elch". Nun denn. Wenigstens funktioniert der Gag mit Peer und Fidel, die als Paar "perfid" genannt werden einigermaßen. Wer es sich zutraut, sollte sich DIRTY MOVIE im Original anschauen.

Erwähnenswert allerdings die Dokumentation namens "The Moglus", von der weder auf dem DVD - Umschlag noch hier in der Produktinfo die Rede ist. Hier kommt nämlich der Hauptdarsteller, Jeff Bridges, neben dem Regisseur ausführlich zu Wort. Alldieweil ich mir dieses "making of" VOR dem Film angeschaut habe, hatte ich einen Haufen mehr Verständnis für die Geschichte, besser gesagt, die Sache verleiht dem Streifen noch einen Stern mehr. - Das und das Wiedersehen mit einem grandios aufspielenden, Dude-mäßigen Jeff Bridges ergeben laut (m)einer aufwändigen, mit Makros programmierten dreiseitigen Excel-Tabellen-Kalkulation knappe 4 Sterne.

0 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

Hörbuch

Ohne ein Wort

Linwood Barclay

EUR 16,95 *
auf Merkliste

40

30.09.2008

„Passen Sie gut auf. Hier wird offenbar ein perfides Spiel getrieben!”

Hörbuch-Rezension: OHNE EIN WORT (Linwood Barclay) gelesen von Frank Arnold
6CDs im Jewel Case | Gekürzte Lesung | 541 Minuten Laufzeit | erschienen bei AUDIOBUCH

OHNE EIN WORT empfand ich beim "Selber Lesen" als spannendes Vergnügen und die Version als Hörbuch-Lesung bot mir gleich noch einmal so ein mitreißendes, spannendes und somit sehr unterhaltsames Vergnügen.
Der Sprecher, Frank Arnold mutiert vor dem geistigen Auge zum Ehemann von Cynthia. Um genau sie geht es in OHNE EIN WORT. Ihre Familie verschwindet, als Cynthia noch ein Teenager ist eines Nachts - Und zwar SPURLOS!
Cynthias Mann agiert in Linwood Barclays Psychothriller als Erzähler. OHNE EIN WORT wird aus seiner Erzählperspektive geschildert - bis zum (bitteren?) Ende!
Etliche Jahre nach dem Verschwinden ihrer Familie unternimmt Cynthia, die dieses Erlebnis nie verwunden hat, nämlich einen neuen Versuch Vater, Mutter und Bruder zu finden; zumindest erhofft sie sich etwas über das Schicksal ihrer "Lieben" zu erfahren ...

Auf diese Art kommt OHNE EIN WORT langsam ans laufen. Völlig harmlos eigentlich, doch stets spannend. Was im Taschenbuch schneller aufzufassen ist und eindrücklicher funktioniert sind diese seltsamen kurzen Einschübe in kursiver Schrift: Dialoge zweier Menschen? - Welcher Menschen, fragt man sich als Leser? - Diese für den Thriller wichtigen Einschübe funktionieren in der Lesung nicht so problemlos, denn man muss sie erst erkennen, bzw. muss der Zuhörer verdammt am Ball bleiben um diese "Einschübe" von der restlichen Handlung zu unterscheiden. Frank Arnold vermag zwar seiner Stimme einen gemeinen, bösartigen Tonfall zu verpassen um diesen mysteriösen Dialog zu kennzeichnen. Der Zuhörer (und ich kenn mindestens einen, dem es so erging) erfasst diese Einschübe jedoch - wenn überhaupt - erst viel zu spät. - Das also als Tipp für Sie: "

Im Vergleich zu all dem in seiner Menge beinahe unüberschaubarem Sortiment an "Thrillern" im Hörbuch-Format, die ich tatsächlich mehr oder weniger genussvoll "verschlinge" - meist eben mit nicht mehr als dem Anspruch sich "spannend" zu unterhalten -, sticht Frank Arnolds Lesung und nicht zuletzt Linwood Barclays "Psycho"Thriller positiv hervor und ist alle Male eine Empfehlung wert!

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Hörbuch- /Hörspielbewertung:
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Inhalt: **** | Sprecher: **** | Hardware: **** | Preis/ Leistung: ****
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auf meiner persönlichen Horchlatte: ****
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1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

40

30.09.2008

„Die Finnen, die spinnen --- die skurrilsten Krimi-Plots!”

Ein Kunde, der von einer meiner Krimi-Rezensionen enttäuscht war und mit dem ich dann per Mail kurz ein paar klärende Worte führte riet mir, ich solle doch einmal einen Krimi des Finnen Aatro Paasilinna lesen. Sowas merke ich mir penibel und nun ergab es sich neulich - ich bin eine Person, die das Nützliche überaus gerne mit dem Angenehmen verbindet - dass Jürgen von der Lippe Aaarto Paasilinnas neuesten Krimi vorliest. Keine Sekunde habe ich gezögert, keine Sekunde der Lesung bereut!
Ein so abstrakt-komplexes Konstrukt an Kriminalroman muss man als Liebhaber skurriler Plots ja in sein Herz schließen. ;-)
Das Herz des Zuhörers wird gleich eingangs "menschelnd" weit (und weich gemacht ;-), wenn der Held der Handlung, ein gewisser Aatami Rytmättylä, vom Schicksal seiner Existenzgrundlage beraubt wird. Der Mann steht vor dem Nichts! Seine Strafverteidigerin, eine hinterhältige Person eigentlich, schnappt bei den Gesprächen mit ihrem Klienten allerdings ein interessantes Detail auf. Das einzige Ding, das Rymättylä nämlich noch besitzt ist seine neueste Erfindung: Ein Akku mit einer Wahnsinns-Kapazität und zwar im Format einer Tafel Schokolade! Während Aatami noch bei seinem Gerichtsvollzieher, einem Menschen, der mit zweitem Vornamen "schwarzer Humor" heißen müsste, wohnt, fädelt die gewiefte Strafverteidigerin alles so ein, dass Aatami seine Erfindung perfektionieren und patentieren lassen kann.
Ein gewinnbringender Siegeszug scheint in greifbarer Nähe! Ungeahnter Reichtum aus Patentrechten! - Wenn da nicht diese verflixten (Öl-) Lobbyisten wären, denen dieser Erfinder aus Finnland ein Dorn im Auge ist- ... Doch auch hier läuft so einiges schief.
Am Ende widerfährt Aatami Rymättylä ein Schicksal, das man sich im Traum nicht ausmalt. Die Erfüllung seiner Träume!


Ein hochgradig komischer finnischer Krimi, der lakonischer nicht vorgetragen hätte werden können. Man verzeiht die seltsam künstlich bis fiktive Handlung sehr gerne, wenn man über fünf Stunden so ausgezeichnet und ausgiebig zum Lachen, Schmunzeln und Staunen gebracht wird!


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Hörbuch- /Hörspielbewertung:
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Inhalt: **** | Sprecher: ***** | Hardware: ***** | Preis/ Leistung: ****
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auf meiner persönlichen Horchlatte: *****
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1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

40

30.09.2008

„Top-Anwärter auf den coolsten Spruch der Actionfilm-Geschichte.”

Gleich einer der coolsten Sprüche des Filmes vorweg:

"Du bist ein blöder Hurensohn. Bringst 'n Messer mit zu 'ner Schiesserei."

Dass ein einsamer Rächer, wie Frank Castle (Thomas Jane), der sich der PUNISHER nennt, so einen blöden Spruch nicht auf sich sitzen lassen kann, versteht sich von selbst. Erstens wäre der Film an spätestens jener Stelle zu Ende gewesen, als der als Mariachi-Verschnitt dekorierte Auftragskiller seinen Job hätte erledigen sollen, und zweitens wäre es nie zu dem fulminanten Showdown gekommen, der diese Comic-Verfilmung krönt. Die knallharte Spannung, die gut gemachten Action-Szenen und das böse Spiel, das Frank Castle und Howard Saint zu erbitterten Gegnern machen, das sind die Elemente die diesen Film ausmachen. Nicht zu vergessen die rasanten, comichaften Kameraeinstellungen.

Die verschiedenen PUNISHER-Comics kenne ich nicht, habe mir aber sagen lassen, dass diese Verfilmung aus mehreren Bänden zusammen geschnitten wurde, somit den Vorlagen entspricht. Vor allen Dingen wird hier schön eindrücklich erzählt, wie der Undercover-Agent Frank Castle überhaupt erst zu diesem "einsamen Rächer", zum PUNISHER, wird. Sein Schicksal hat er einem arrogant-überheblichen Unterwelt-Boss namens Howard Saint (genial in dieser Rolle: John Travolta) zu verdanken. Saint ist alles andere als ein Heiliger! Seinen Sohn, der bei einer Undercover-Aktion an der Castle auch beteiligt war, aufflog und getötet wurde, will er rächen, indem er in Castle den Schuldigen sucht, findet und dessen Familie auslöscht. So beginnt ein Katz und Maus-Spiel gemäß dem Motto: Auge um Auge, Zahn um Zahn. - Brutal geht's zu in dem Streifen. Die Bilder (Kamera) erscheinen zuweilen wie der Comic selbst. Rasante Schnitte. Eindrückliche kurze Szenen. Raffiniert gemacht. Und dann die knallharte, gut ausgeführten Stunts (darauf geht das "making of" ausführlich ein!) und ein mehr oder weniger - je nach Rolle - sympathisches Team an Darstellern, bei denen nicht nur Thomas Jane als PUNISHER und John Travolta als "Bösewicht" glänzen, sondern auch der tragische Handlanger Quentin (Will Patton) oder die sympathischen Chaoten in Franks Haus - nicht zu vergessen der stahlharte Russe.

Nicht nur der Film ist unterhaltsam, das Zusatzmaterial bietet auch noch so einige interessante Blicke hinter die Kulissen, die ich sogar als ausnehmend kurzweilig bezeichnen würde. Nicht eben nur die üblichen Lobhudeleien, sondern viel über Thomas Janes Stunt-Einsätze, so wie die Perspektive der Stunt-Macher und des Regisseurs (der mir zumindest eher unbekannt ist). - Ansehen lohnt! Das rundet dieses Spektakel optimal ab.