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Der norwegische Gast

Der norwegische Gast

Kriminalroman

buch
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Artikeldetails zu Der norwegische Gast

AutorAnne Holt

Untertitel Kriminalroman

Abbildungsvermerk 21 cm

  • ISBN-103-492-04693-2
  • ISBN-139783492046930
  • Verlag Piper
  • ÜbersetzerGabriele Haefs
  • Einbandartgebunden
  • Seiten317
  • VeröffentlichtNovember 2008
  • GenreKrimi
  • Gewicht480g
  • SpracheDeutsch
  • Originaltitel1222

Leseprobe aus Der norwegische Gast

Kurzbeschreibung zu Der norwegische Gast

Seit Stunden wütet über dem unzugänglichen norwegischen Bergdorf Finse ein Schneesturm. Der einzige Zug dorthin ist in einer Schneewehe entgleist, die Passagiere, unter denen auch die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen ist, finden Zuflucht im nahen Hotel. Man macht sich bekannt, und bald drehen sich die Gespräche vor allem um eines: Was haben die Wachen vor den Türen zu bedeuten? Wen sollen sie schützen? Die königliche Familie, einen ausländischen Terroristen? Während die Vermutungen ins Kraut schießen, geschieht ein brutaler Mord - ein mitgereister Pastor, der durch seine Fernsehauftritte große Bekanntheit genoss, liegt erschossen im Üchnee vor dem Haus. Panik macht sich unter den Eingeschlossenen breit, und als Hanne Wilhelmsen glaubt, einen Zeugen gefunden zu haben, wird auch er ermordet.

Beschreibung der Redaktion zu Der norwegische Gast

Seit Stunden wütet über dem unzugänglichen norwegischen Bergdorf Finse ein Schneesturm. Der einzige Zug dorthin ist in einer Schneewehe entgleist, die Passagiere, unter denen auch die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen ist, finden Zuflucht im nahen Hotel. Man macht sich bekannt, und bald drehen sich die Gespräche vor allem um eines: Was haben die Wachen vor den Türen zu bedeuten? Wen sollen sie schützen? Die königliche Familie, einen ausländischen Ter­roristen? Während die Vermutungen ins Kraut schießen, geschieht ein brutaler Mord – ein mitgereister Pastor, der durch seine Fernsehauftritte große Bekanntheit genoss, liegt erschossen im ­Schnee vor dem Haus. Panik macht sich unter den Eingeschlossenen breit, und als Hanne ­Wilhelmsen glaubt, einen Zeugen gefunden zu haben, wird auch er ermordet.

Portrait

Gabriele Haefs:
Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. 2011 wurde Gabriele Haefs als Königlich Norwegische Ritterin des St.Olavs Ordens in der Norwegischen Botschaft in Berlin ausgezeichnet u.a. für ihre Übersetzungen, für die Vermittlung von norwegischen Büchern nach Deutschland sowie für das Knüpfen von Kontakten im Kulturbereich ganz allgemein.
Anne Holt:
Anne Holt, geboren 1958 in Norwegen, arbeitete nach ihrem Jurastudium als Journalistin, Polizistin und Anwältin, bevor sie 1996 für kurze Zeit norwegische Justizministerin war. Seit 1993 veröffentlicht sie psychologische Kriminalromane, die zu internationalen Bestsellern avancierten und mit den wichtigsten Krimipreisen ihres Landes ausgezeichnet wurden. Zuletzt erschien auf deutsch »Die Präsidentin«, in dem erneut Yngvar Stubø ermittelt. Mit ihrer Frau und Tochter lebt Anne Holt in Oslo und Südfrankreich.

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123

30

07.06.2011

„Auf ein Wiedersehen?!”

von einer Kundin oder einem Kunden
"Der norwegische Gast" war nun auch bei mir zu Besuch (zwar nur aus der Bibliothek und nicht aus Finse), aber er hat mich dennoch gut unterhalten :-)

Ich kann auch meinen Vorschreibern nur zustimmen, dass es sich bei dem Krimi um etwas ganz spezielles handelt, die Taten werden fast gar nicht beschrieben, man bekommt alles aus der totalen Ermittlerperspektive mit und wer denn nun der Täter ist wird wirklich erst zum Schluss geklärt.

Auch die weiteren Rätsel lösen sich zum Ende hin, auch wenn mir DAS Rätsel dann doch nicht klar war und ich nicht 100% sicher sein kann, wen denn Hanne, die eigentlich gegen ihren Willen ermittelnde Ex-Polizistin, da am Schluss der Erzählung erkannt hat.

Hanne, aus deren Perspektive erzählt wird, charakterisiert sich selbst als eigenbrötlerisch, lässt nur ihre Lebensgefährtin und die Tochter an sich heran, aber man merkt auch im Laufe des Buchs, dass sie eine wahnsinnige Entwicklung durchmacht und sich für sie doch auch einiges verändert.

Diese leisen Beschreibungen, wie der Wind den Schnee an die Fenster drückt, wie sich der Himmel vom blauen mit Hoffnungsschimmer zum dunklen Grau verändert, das fand ich ganz großes Kino!

Wenn man einen rasanten Thriller erwartet, in dem ein Meuchelmord nach dem anderen geschieht, ist man hier definitiv an der falschen Stelle. Hier sind die Zwischentöne wichtig, und auch die im Nebensatz gesagten Dinge erlangen auf einmal Wichtigkeit, was ich selbst am Ende und der Auflösung des Falls gemerkt habe... hätte ich den Nebensächlichkeiten einfach mehr Beachtung geschenkt und mir diese besser gemerkt! Ein Buch, das mir gut gefallen hat!

Auch mir - die Bibliothek hatte sich das Buch wohl sehr schnell angeschafft - sind die störenden und fehlerhaften Wechsel mit "Du" und "Sie" aufgefallen. Zuerst dachte ich, dass es sich dabei um Absicht handelt, also Hanne siezt die Leute, die sie duzen, aber leider war das dann doch relativ schnell klar, dass das nicht der Fall war. Schade, denn das hat nach dem zwanzigsten Fehler wirklich genervt.

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40

07.02.2010

„auch für Nicht-Krimileser...”

von einer Kundin oder einem Kunden
Lernen sie die Einteilung der Beaufort-Skala kennen und die Einsamkeit des tiefverschneiten Norwegen.
Hanne, im Rollstuhl sitzende ehemalige Polizistin; ist zufällig im Zug der Bergenbahn der bei einem heftigen Schneesturm entgleist. Im Nahe gelegenen Hotel sind alle Passagiere untergekommen, gleich in der ersten Nacht geschieht ein mysteriöser Mord ( es wird nicht der Letzte sein). Hanne wird - zunächst unfreiwillig - wieder zur Kommissarin, die die Morde aufdecken soll. Anne Holt beschreibt sehr plastisch die einzelnen Charaktere die im eingeschneiten Hotel aufeinandertreffen und man wird als Leser mit hineingezogen in die Gedankengänge und die Suche nach dem möglichen Mörder. Achtung - ich habe vor lauter Spannung einmal fast das Umsteigen im Zug verpasst!
Zu letzt bleibt noch die große Frage - welcher Passagier befand sich im mysteriösen letzten Waggon des Zuges.
Ein spannendes Lesevergrnügen, vor allem auch für verschneite Wintertage und alle die Norwegen lieben.

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50

09.11.2009

„Der norwegische Gast”

von einer Kundin oder einem Kunden
Das langersehnte Comeback der ehemaligen Kommissarin Hanne Wilhelmsen hat alles, was ein Krimi braucht: einen einsamen Berghof, vom Schneesturm überraschte Gäste und einen Mörder unter ihnen… Wieder ein nervenaufreibender Krimi der Spitzenklasse!

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50

05.05.2009

„Gelungenes Locked-Room-Mystery”

von Tukka
Großes Glück gehabt, denken sich die Passagiere eines Zuges, der mitten in der norwegischen Berglandschaft entgleist. Die Passagiere können in ein nahe gelegenes Hotel gebracht werden, wo es trotz aller notdürftigen Umstände ausreichend zu essen gibt, wo es warm ist und wo sie das Ende des tobenden Sturms abwarten können. Doch das kleine, unerwartete Abenteuer gerät zur harten Belastungsprobe, als ein Mitreisender erschossen vor dem Haus liegt. Der Sturm schneit das Hotel immer stärker ein und die ungewohnte Enge sowie ein zweiter Mord lassen es fast zur Meuterei kommen. Die Situation wird unvorhersehbar.

An diesem Krimi faszinierten mich zwei Dinge. Zum einen war es die klaustrophobische Atmosphäre, die durch den Schneesturm in diesem abgelegenen Ort erzeugt wird. Nicht einmal die Nachbarhäuser können erreicht werden und der Mikrokosmos Hotel birgt Leute, die unter dem nervlichen Druck unberechenbar werden. Da wird der mysteriöse Passagier aus dem zusätzlichen Zugwaggon zu einem Objekt wilder Vermutungen, aber die eigentliche Angst löst er nicht aus. Zum anderen ist es die Art, wie der Krimi sich auf einen minimalen Schauplatz beschränkt - gesteigert durch Ex-Kommissarin Hanne Wilhelmsen, die sich nur im Rollstuhl und im Hotel nur sehr beschränkt fortbewegen kann. Holt beschreibt sehr gut, was Hanne von ihrer Perspektive aus erlebt: Sie hält sich fast ausschließlich an der Rezeption auf und erlebt, wie ich die Menschen verändern und sie ist aufgrund ihres ehemaligen Berufs erste Anlaufstelle für die Verantwortlichen des Hotels.

Aus der Hand legen? Das fiel mir bei diesem Krimi ungeheuer schwer. Der ganze Krimi überspannt nur wenige Tage und obwohl Hanne ein wahrlich gallige Zeitgenossin ist, trägt sie die ganze Handlung.
Als besonderes Detail gefielen mir die zwölf Kapitelüberschriften: Sie sind nach den Windstärken benannt, versehen mit den jeweiligen, immer stärker werdenden Auswirkungen auf Mensch und Natur.

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30

03.04.2009

„Mit der Beaufort-Skala auf Mörderjagd”

von stjerneskud
Auf der Fahrt von Oslo nach Bergen entgleist ein Zug, bei dem der Lokführer getötet wird. Alle anderen Passagiere kommen entweder unbeschadet oder mit leichten Verletzungen und mit einem gehörigen Schrecken davon. Sie werden in einem nahe gelegenen Berghotel untergebracht. Der Schneesturm schließt sie dort ein und eine Evakuierung ist vorerst nicht möglich. Unter ihnen befindet sich die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen, die seit einer Schussverletzung im Rollstuhl sitzt. Glücklicherweise sind die Speisekammern des Hotels gut gefüllt – keiner muss Hunger oder Durst leiden – und auch für ein wenig Ablenkung ist gesorgt. Alles geht einem einigermaßen geregelten Gang nach, bis ein Mord geschieht.

Es ist das erste Buch, dass ich von Anne Holt gelesen habe und es hatte ein klein wenig eine abschreckende Wirkung auf mich. Vorerst reizt es mich nicht weitere Romane von ihr zu lesen. An sich liest sich der Krimi sehr gut, aber es kommt keine rechte Spannung auf und es bleibt aus von ihm mitgerissen zu werden. Ich habe schon Fesselndere gelesen und die auftauchenden Figuren wecken auch keine Sympathien bei mir für sie. Durch die Ich-Form erfährt man viel über die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen – ihre Sicht auf die Dinge und erhält einen Einblick in ihre Gedankenwelt –aber sie hat eine Art an sich, mit der ich mich nicht anfreunden konnte. Agatha Christie hat es vorgemacht Morde in einem begrenzten Umfeld stattfinden zu lassen, wie z.B. in „Tod auf dem Nil“ und „Mord im Orientexpress“, und eine der anwesenden Personen muss der/die Mörder/in sein, aber ihre Figuren versprühten dabei noch einen gewissen Charme, was hier gänzlich fehlte. Ich hatte mir mehr erhofft und wurde ein wenig enttäuscht, weil das Buch anfangs einen guten Eindruck auf mich machte, dem es leider nicht gerecht werden konnte.

Man kann es lesen, muss es aber nicht unbedingt.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

30

03.04.2009

„Mit der Beaufort-Skala auf Mörderjagd”

von stjerneskud aus Stuttgart
Auf der Fahrt von Oslo nach Bergen entgleist ein Zug, bei dem der Lokführer getötet wird. Alle anderen Passagiere kommen entweder unbeschadet oder mit leichten Verletzungen und mit einem gehörigen Schrecken davon. Sie werden in einem nahe gelegenen Berghotel untergebracht. Der Schneesturm schließt sie dort ein und eine Evakuierung ist vorerst nicht möglich. Unter ihnen befindet sich die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen, die seit einer Schussverletzung im Rollstuhl sitzt. Glücklicherweise sind die Speisekammern des Hotels gut gefüllt – keiner muss Hunger oder Durst leiden – und auch für ein wenig Ablenkung ist gesorgt. Alles geht einem einigermaßen geregelten Gang nach, bis ein Mord geschieht.

Es ist das erste Buch, dass ich von Anne Holt gelesen habe und es hatte ein klein wenig eine abschreckende Wirkung auf mich. Vorerst reizt es mich nicht weitere Romane von ihr zu lesen. An sich liest sich der Krimi sehr gut, aber es kommt keine rechte Spannung auf und es bleibt aus von ihm mitgerissen zu werden. Ich habe schon Fesselndere gelesen und die auftauchenden Figuren wecken auch keine Sympathien bei mir für sie. Durch die Ich-Form erfährt man viel über die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen – ihre Sicht auf die Dinge und erhält einen Einblick in ihre Gedankenwelt –aber sie hat eine Art an sich, mit der ich mich nicht anfreunden konnte. Agatha Christie hat es vorgemacht Morde in einem begrenzten Umfeld stattfinden zu lassen, wie z.B. in „Tod auf dem Nil“ und „Mord im Orientexpress“, und eine der anwesenden Personen muss der/die Mörder/in sein, aber ihre Figuren versprühten dabei noch einen gewissen Charme, was hier gänzlich fehlte. Ich hatte mir mehr erhofft und wurde ein wenig enttäuscht, weil das Buch anfangs einen guten Eindruck auf mich machte, dem es leider nicht gerecht werden konnte.

Man kann es lesen, muss es aber nicht unbedingt.

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30

03.04.2009

„Mit der Beaufort-Skala auf Mörderjagd”

von stjerneskud aus Stuttgart
Auf der Fahrt von Oslo nach Bergen entgleist ein Zug, bei dem der Lokführer getötet wird. Alle anderen Passagiere kommen entweder unbeschadet oder mit leichten Verletzungen und mit einem gehörigen Schrecken davon. Sie werden in einem nahe gelegenen Berghotel untergebracht. Der Schneesturm schließt sie dort ein und eine Evakuierung ist vorerst nicht möglich. Unter ihnen befindet sich die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen, die seit einer Schussverletzung im Rollstuhl sitzt. Glücklicherweise sind die Speisekammern des Hotels gut gefüllt – keiner muss Hunger oder Durst leiden – und auch für ein wenig Ablenkung ist gesorgt. Alles geht einem einigermaßen geregelten Gang nach, bis ein Mord geschieht.

Es ist das erste Buch, dass ich von Anne Holt gelesen habe und es hatte ein klein wenig eine abschreckende Wirkung auf mich. Vorerst reizt es mich nicht weitere Romane von ihr zu lesen. An sich liest sich der Krimi sehr gut, aber es kommt keine rechte Spannung auf und es bleibt aus von ihm mitgerissen zu werden. Ich habe schon Fesselndere gelesen und die auftauchenden Figuren wecken auch keine Sympathien bei mir für sie. Durch die Ich-Form erfährt man viel über die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen – ihre Sicht auf die Dinge und erhält einen Einblick in ihre Gedankenwelt –aber sie hat eine Art an sich, mit der ich mich nicht anfreunden konnte. Agatha Christie hat es vorgemacht Morde in einem begrenzten Umfeld stattfinden zu lassen, wie z.B. in „Tod auf dem Nil“ und „Mord im Orientexpress“, und eine der anwesenden Personen muss der/die Mörder/in sein, aber ihre Figuren versprühten dabei noch einen gewissen Charme, was hier gänzlich fehlte. Ich hatte mir mehr erhofft und wurde ein wenig enttäuscht, weil das Buch anfangs einen guten Eindruck auf mich machte, dem es leider nicht gerecht werden konnte.

Man kann es lesen, muss es aber nicht unbedingt.

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30

14.03.2009

„Eisige Nähe”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Der Krimi „Der norwegische Gast“ von Anne Holt ist der achte Fall für die (ehemalige) Kommissarin Hanne Wilhelmsen. Für mich war es das erste Buch um die etwas eigenwillige Ermittlerin, die anfangs schon fast unsympathisch wirkt, doch im Laufe der Geschichte gelingt es, hinter die Fassade zu blicken und man kann sie dann doch ins Herz schliessen. Und obwohl ich die vorhergehenden Teile nicht kannte, hatte ich keine Probleme der Handlung, insbesondere Hanne Wilhelmsens Vorgeschichte über ihre Verletzung und Behinderung, zu folgen, da alles kurz erklärt wird und in die Handlung einfließt.

Wir begeben uns ins Jahr 2007: Hanne Wilhelmsen ist mit dem Zug von Oslo nach Bergen unterwegs, als dieser entgleist und 269 Menschen verletzt werden, der Zugführer verstirbt. Draussen tobt ein eisiges Unwetter. Sie wird mit 184 anderen Mitreisenden im Hotel untergebracht, zusammen mit Helfern und Hotelangestellten sind 196 Menschen in dem Hotel , das aufgrund der Wetterlage von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Direkt in der ersten Nacht gibt es einen Toten, den Fußballprediger Cato Hammer. Hanne Wilhelmsen beginnt zu ermitteln, und als sie endlich einen Zeugen gefunden hat, wird auch der kurze Zeit später tot aufgefunden ….......

Das ganze Szenario hat mich bisschen an Poirot und „Mord im Orientexpress“ erinnert. Allerdings würde ich das Buch weniger als einen Krimi, sondern eher als einen spannenden Roman beschreiben. Es gelingt der Autorin zwar, eine handwerklich gute Ermittlung zu schildern, doch wirken die Methoden teilweise doch recht antiquiert und im Jahre 2007 eher fehl am Platz. Besonders gut ist ihr jedoch die Schilderung der Ausnahme-Situation und die damit verbundenen Probleme gelungen – die Gesellschaft im Hotel ist recht bunt gemischt, es werden Gruppen gebildet und natürlich gibt es auch Auseinandersetzungen, die in so einer Situation unvermeidlich sind. Getuschel und Gerüchte machen die Runde - wer ist der geheimnisvolle Fahrgast im Extra-Waggon? Durch die ungewohnte Nähe der Menschen ist die Atmosphäre im Hotel angespannt, und die Situation beengend und – wie in so vielen nordischen Krimis- düster.
Die Charaktere werden sehr interessant, ja teilweise schon als skurril geschildert, und sie sind es auch die den Charme des Romans ausmachen. Ob es nun der kleinwüchsige Dr. Streng ist, der mürrische Adrian oder die sarkastische und introvertierte Hauptprotagonistin Hanne Wilhelmsen – ich habe nicht nur darüber gelesen, ich hatte auch oft das Gefühl, dabei gewesen zu sein.
Das Ende lässt sich nicht erahnen, so wie die Ermittlerin tappt auch der Leser lange Zeit im Dunklen. Schlussendlich ist der Plot dann gut durchdacht und lässt keine Fragen offen.
Wer klassische Kriminalromane mag, liegt mit „Der norwegische Gast“ auf jeden Fall richtig. Auch für mich wird es nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein.

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30

14.03.2009

„Eisige Nähe”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Der Krimi „Der norwegische Gast“ von Anne Holt ist der achte Fall für die (ehemalige) Kommissarin Hanne Wilhelmsen. Für mich war es das erste Buch um die etwas eigenwillige Ermittlerin, die anfangs schon fast unsympathisch wirkt, doch im Laufe der Geschichte gelingt es, hinter die Fassade zu blicken und man kann sie dann doch ins Herz schliessen. Und obwohl ich die vorhergehenden Teile nicht kannte, hatte ich keine Probleme der Handlung, insbesondere Hanne Wilhelmsens Vorgeschichte über ihre Verletzung und Behinderung, zu folgen, da alles kurz erklärt wird und in die Handlung einfließt.

Wir begeben uns ins Jahr 2007: Hanne Wilhelmsen ist mit dem Zug von Oslo nach Bergen unterwegs, als dieser entgleist und 269 Menschen verletzt werden, der Zugführer verstirbt. Draussen tobt ein eisiges Unwetter. Sie wird mit 184 anderen Mitreisenden im Hotel untergebracht, zusammen mit Helfern und Hotelangestellten sind 196 Menschen in dem Hotel , das aufgrund der Wetterlage von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Direkt in der ersten Nacht gibt es einen Toten, den Fußballprediger Cato Hammer. Hanne Wilhelmsen beginnt zu ermitteln, und als sie endlich einen Zeugen gefunden hat, wird auch der kurze Zeit später tot aufgefunden ….......

Das ganze Szenario hat mich bisschen an Poirot und „Mord im Orientexpress“ erinnert. Allerdings würde ich das Buch weniger als einen Krimi, sondern eher als einen spannenden Roman beschreiben. Es gelingt der Autorin zwar, eine handwerklich gute Ermittlung zu schildern, doch wirken die Methoden teilweise doch recht antiquiert und im Jahre 2007 eher fehl am Platz. Besonders gut ist ihr jedoch die Schilderung der Ausnahme-Situation und die damit verbundenen Probleme gelungen – die Gesellschaft im Hotel ist recht bunt gemischt, es werden Gruppen gebildet und natürlich gibt es auch Auseinandersetzungen, die in so einer Situation unvermeidlich sind. Getuschel und Gerüchte machen die Runde - wer ist der geheimnisvolle Fahrgast im Extra-Waggon? Durch die ungewohnte Nähe der Menschen ist die Atmosphäre im Hotel angespannt, und die Situation beengend und – wie in so vielen nordischen Krimis- düster.
Die Charaktere werden sehr interessant, ja teilweise schon als skurril geschildert, und sie sind es auch die den Charme des Romans ausmachen. Ob es nun der kleinwüchsige Dr. Streng ist, der mürrische Adrian oder die sarkastische und introvertierte Hauptprotagonistin Hanne Wilhelmsen – ich habe nicht nur darüber gelesen, ich hatte auch oft das Gefühl, dabei gewesen zu sein.
Das Ende lässt sich nicht erahnen, so wie die Ermittlerin tappt auch der Leser lange Zeit im Dunklen. Schlussendlich ist der Plot dann gut durchdacht und lässt keine Fragen offen.
Wer klassische Kriminalromane mag, liegt mit „Der norwegische Gast“ auf jeden Fall richtig. Auch für mich wird es nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein.

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20

04.03.2009

„Eingeschneit mit einem Mörder”

von villawiebke
Winter 2007 in Norwegen. Ein heftiger Schneesturm tobt, als ein Zug mit 269 Passagieren entgleist. Bis auf den Lokführer werden alle Passagiere lebend gerettet und in einem nahe gelegenen Berghotel in Finse untergebracht. Ein Kontakt zur Außenwelt ist nicht möglich und notgedrungen arrangieren sich die Eingeschlossenen mit der unausweichlichen Situation. Für Essen, Trinken und ein wenig Unterhaltung ist gesorgt, so dass genügend Zeit bleibt, sich mit Spekulationen um einen zusätzlich angehangenen Zugwaggon zu befassen, dessen Insassen mysteriös anmuten, die aber niemand zu Gesicht bekommen hat.

Unter den unfreiwilligen Hotelgästen, immer ein wenig abseits im Rollstuhl sitzend, befindet sich die ehemalige Polizistin Hanne Wilhelmsen, die vor fünf Jahren im Rahmen eines Polizeieinsatzes schwer verletzt wurde. Seit ihrem Unfall hat sie sich vom Leben zurückgezogen und lehnt jede noch so gut gemeinte Hilfe schroff ab. Ein Ende des Sturms ist nicht in Sicht, als vor der Tür, im Schnee liegend, eine Leiche entdeckt wird. Der Tote, ein extrovertierten Pastor, der durch vielfältige Fernsehauftritte seine Bekanntheit und Volksnähe akribisch gepflegt und ins rechte Licht gesetzt hat, ist erschossen worden. Nun ist es schlagartig vorbei mit der Ruhe im idyllischen Berghotel. Angst macht sich unter den Anwesenden breit, der Sturm zerrt an den Nerven der Gäste und genau an diesem Punkt geschieht der nächste Mord.

Die ehemalige Polizistin Hanne Wilhemsen, gerät durch die Ereignisse immer mehr unter Druck. Man bittet sie, sich der Sache anzunehmen und die Verbrechen aufzuklären, bevor die Situation eskaliert. In die Enge getrieben, stimmt sie mürrisch zu und bemerkt zum ersten Mal, dass ihre passiv sitzende Position auch Vorteile mit sich bringen kann. Ihre jahrelange, geschulte Beobachtungsgabe kombiniert sie geschickt mit systematischem Denken und so gelingt es ihr, die Morde aufzuklären und den Täter ganz in Agatha-Chriestie-Manier zu stellen.

Aber nicht nur die ungewöhnliche Aufklärung des Verbrechens unter Einbeziehung eines breiten Publikums und der passiven Haltung der anwesenden Polizei, erinnert an die Romane der Autorin Agatha Christie. Auch die vielseitige Ausstattung der anwesenden Personen mit kuriosen Angewohnheiten, eigenwilligen Charaktere und dunklen Vergangenheiten, wie auch die Einbeziehung einer ungewöhnlichen Todesart, lassen den Leser unweigerlich an die psychologisch raffinierten Methoden von Miss Marple oder Hercule Poirot denken.

Anne Holt hat mit „Der norwegische Gast“ einen Kriminalroman geschrieben, der durch seinen leichten, flüssigen Schreibstil lesenswert daherkommt, trotz alledem aber zu sehr an seine Vorgänger erinnert. Die Idee, Personen von der Außenwelt abzuschneiden und sie gemeinsam mit einem Mörder einzuschließen, ist durch vielfältige Romanvorlagen und Filme bereits überstrapaziert und weist auch in diesem Buch keine neuen Nuancen auf. Ein weiteres Manko stellt der nicht durchgängig vorhandene Spannungsbogen dar, der allerdings durch die gewählte Erzählform kompensiert wird. Bedingt durch die Nutzung der Ich-Perspektive erlaubt die Autorin einen tiefen Einblick in die Seelen- und Gefühlswelt der Hauptprotagonistin und schafft es dadurch, dass die Geschichte einiges an Tiefgang erfährt. Und genau dieser Tiefgang ist es, was den Leser dazu bringt, das Buch dann doch nicht aus der Hand zu legen.

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20

04.03.2009

„Eingeschneit mit einem Mörder”

von villawiebke
Winter 2007 in Norwegen. Ein heftiger Schneesturm tobt, als ein Zug mit 269 Passagieren entgleist. Bis auf den Lokführer werden alle Passagiere lebend gerettet und in einem nahe gelegenen Berghotel in Finse untergebracht. Ein Kontakt zur Außenwelt ist nicht möglich und notgedrungen arrangieren sich die Eingeschlossenen mit der unausweichlichen Situation. Für Essen, Trinken und ein wenig Unterhaltung ist gesorgt, so dass genügend Zeit bleibt, sich mit Spekulationen um einen zusätzlich angehangenen Zugwaggon zu befassen, dessen Insassen mysteriös anmuten, die aber niemand zu Gesicht bekommen hat.

Unter den unfreiwilligen Hotelgästen, immer ein wenig abseits im Rollstuhl sitzend, befindet sich die ehemalige Polizistin Hanne Wilhelmsen, die vor fünf Jahren im Rahmen eines Polizeieinsatzes schwer verletzt wurde. Seit ihrem Unfall hat sie sich vom Leben zurückgezogen und lehnt jede noch so gut gemeinte Hilfe schroff ab. Ein Ende des Sturms ist nicht in Sicht, als vor der Tür, im Schnee liegend, eine Leiche entdeckt wird. Der Tote, ein extrovertierten Pastor, der durch vielfältige Fernsehauftritte seine Bekanntheit und Volksnähe akribisch gepflegt und ins rechte Licht gesetzt hat, ist erschossen worden. Nun ist es schlagartig vorbei mit der Ruhe im idyllischen Berghotel. Angst macht sich unter den Anwesenden breit, der Sturm zerrt an den Nerven der Gäste und genau an diesem Punkt geschieht der nächste Mord.

Die ehemalige Polizistin Hanne Wilhemsen, gerät durch die Ereignisse immer mehr unter Druck. Man bittet sie, sich der Sache anzunehmen und die Verbrechen aufzuklären, bevor die Situation eskaliert. In die Enge getrieben, stimmt sie mürrisch zu und bemerkt zum ersten Mal, dass ihre passiv sitzende Position auch Vorteile mit sich bringen kann. Ihre jahrelange, geschulte Beobachtungsgabe kombiniert sie geschickt mit systematischem Denken und so gelingt es ihr, die Morde aufzuklären und den Täter ganz in Agatha-Chriestie-Manier zu stellen.

Aber nicht nur die ungewöhnliche Aufklärung des Verbrechens unter Einbeziehung eines breiten Publikums und der passiven Haltung der anwesenden Polizei, erinnert an die Romane der Autorin Agatha Christie. Auch die vielseitige Ausstattung der anwesenden Personen mit kuriosen Angewohnheiten, eigenwilligen Charaktere und dunklen Vergangenheiten, wie auch die Einbeziehung einer ungewöhnlichen Todesart, lassen den Leser unweigerlich an die psychologisch raffinierten Methoden von Miss Marple oder Hercule Poirot denken.

Anne Holt hat mit „Der norwegische Gast“ einen Kriminalroman geschrieben, der durch seinen leichten, flüssigen Schreibstil lesenswert daherkommt, trotz alledem aber zu sehr an seine Vorgänger erinnert. Die Idee, Personen von der Außenwelt abzuschneiden und sie gemeinsam mit einem Mörder einzuschließen, ist durch vielfältige Romanvorlagen und Filme bereits überstrapaziert und weist auch in diesem Buch keine neuen Nuancen auf. Ein weiteres Manko stellt der nicht durchgängig vorhandene Spannungsbogen dar, der allerdings durch die gewählte Erzählform kompensiert wird. Bedingt durch die Nutzung der Ich-Perspektive erlaubt die Autorin einen tiefen Einblick in die Seelen- und Gefühlswelt der Hauptprotagonistin und schafft es dadurch, dass die Geschichte einiges an Tiefgang erfährt. Und genau dieser Tiefgang ist es, was den Leser dazu bringt, das Buch dann doch nicht aus der Hand zu legen.

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20

04.03.2009

„Eingeschneit mit einem Mörder”

von villawiebke
Winter 2007 in Norwegen. Ein heftiger Schneesturm tobt, als ein Zug mit 269 Passagieren entgleist. Bis auf den Lokführer werden alle Passagiere lebend gerettet und in einem nahe gelegenen Berghotel in Finse untergebracht. Ein Kontakt zur Außenwelt ist nicht möglich und notgedrungen arrangieren sich die Eingeschlossenen mit der unausweichlichen Situation. Für Essen, Trinken und ein wenig Unterhaltung ist gesorgt, so dass genügend Zeit bleibt, sich mit Spekulationen um einen zusätzlich angehangenen Zugwaggon zu befassen, dessen Insassen mysteriös anmuten, die aber niemand zu Gesicht bekommen hat.

Unter den unfreiwilligen Hotelgästen, immer ein wenig abseits im Rollstuhl sitzend, befindet sich die ehemalige Polizistin Hanne Wilhelmsen, die vor fünf Jahren im Rahmen eines Polizeieinsatzes schwer verletzt wurde. Seit ihrem Unfall hat sie sich vom Leben zurückgezogen und lehnt jede noch so gut gemeinte Hilfe schroff ab. Ein Ende des Sturms ist nicht in Sicht, als vor der Tür, im Schnee liegend, eine Leiche entdeckt wird. Der Tote, ein extrovertierten Pastor, der durch vielfältige Fernsehauftritte seine Bekanntheit und Volksnähe akribisch gepflegt und ins rechte Licht gesetzt hat, ist erschossen worden. Nun ist es schlagartig vorbei mit der Ruhe im idyllischen Berghotel. Angst macht sich unter den Anwesenden breit, der Sturm zerrt an den Nerven der Gäste und genau an diesem Punkt geschieht der nächste Mord.

Die ehemalige Polizistin Hanne Wilhemsen, gerät durch die Ereignisse immer mehr unter Druck. Man bittet sie, sich der Sache anzunehmen und die Verbrechen aufzuklären, bevor die Situation eskaliert. In die Enge getrieben, stimmt sie mürrisch zu und bemerkt zum ersten Mal, dass ihre passiv sitzende Position auch Vorteile mit sich bringen kann. Ihre jahrelange, geschulte Beobachtungsgabe kombiniert sie geschickt mit systematischem Denken und so gelingt es ihr, die Morde aufzuklären und den Täter ganz in Agatha-Chriestie-Manier zu stellen.

Aber nicht nur die ungewöhnliche Aufklärung des Verbrechens unter Einbeziehung eines breiten Publikums und der passiven Haltung der anwesenden Polizei, erinnert an die Romane der Autorin Agatha Christie. Auch die vielseitige Ausstattung der anwesenden Personen mit kuriosen Angewohnheiten, eigenwilligen Charaktere und dunklen Vergangenheiten, wie auch die Einbeziehung einer ungewöhnlichen Todesart, lassen den Leser unweigerlich an die psychologisch raffinierten Methoden von Miss Marple oder Hercule Poirot denken.

Anne Holt hat mit „Der norwegische Gast“ einen Kriminalroman geschrieben, der durch seinen leichten, flüssigen Schreibstil lesenswert daherkommt, trotz alledem aber zu sehr an seine Vorgänger erinnert. Die Idee, Personen von der Außenwelt abzuschneiden und sie gemeinsam mit einem Mörder einzuschließen, ist durch vielfältige Romanvorlagen und Filme bereits überstrapaziert und weist auch in diesem Buch keine neuen Nuancen auf. Ein weiteres Manko stellt der nicht durchgängig vorhandene Spannungsbogen dar, der allerdings durch die gewählte Erzählform kompensiert wird. Bedingt durch die Nutzung der Ich-Perspektive erlaubt die Autorin einen tiefen Einblick in die Seelen- und Gefühlswelt der Hauptprotagonistin und schafft es dadurch, dass die Geschichte einiges an Tiefgang erfährt. Und genau dieser Tiefgang ist es, was den Leser dazu bringt, das Buch dann doch nicht aus der Hand zu legen.

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30

17.02.2009

„Solide Unterhaltung ohne Lust auf mehr”

von sillesoeren aus Hürth
Eine klassische Ausgangssituation für einen Kriminalroman: Eine Gruppe wildfremder Menschen ist durch widrige Umstände dazu gezwungen, auf engem Raum beisammen zu bleiben, als ein Mord geschieht. Alle Anwesenden kommen als Täter in Betracht und haben Angst, selbst das nächste Opfer zu werden. Jeder hat eine kuriose Angewohnheit, einen ungewöhnlichen Charakterzug, eine dunkle Vergangenheit. Hinzu kommt eine charismatische Persönlichkeit, die den Fall aufklärt.

Aus diesen Zutaten kann ein erstklassiger Krimi entstehen. So hatte ich es mir auch erhofft, als ich eine Leseprobe las, also bestellte ich mir ein Exemplar. Schade, ein Wenig bereue ich die Ausgabe.

Der Krimi hielt nicht durchgängig, was die Leseprobe versprach. Die nach einem Zugunglück in einem eingeschneiten Hotel festsitzenden Menschen sind mir mitunter zu außergewöhnlich dargestellt. Gab es denn keinen einzigen "normalen" Menschen in diesem Zug? Die Ermittlerin ist mir wegen ihrer schroffen Art sympathisch, ich mag kantige Charaktere gerne - wenn es denn nicht überdreht ist. Gut gefällt mir auch, dass die Spannung (z.B. Passagiere im letzten Wagen) herrlich lange aufrechterhalten wird. Besonders negativ empfand ich beim Lesen die Übersetzung. Ich spreche zwar keine nordischen Sprachen, mir kam es dennoch zum Teil unbeholfen vor, z.B. bei den Sprüngen zwischen "du" und "Sie".

Nun, nach der Lektüre, bin ich erst recht nicht sicher, ob ich noch einen anderen Roman von Frau Holt lesen will.

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30

16.02.2009

„Der norwegische Gast”

von Sibylle Meyer aus Rotenburg (Wümme)
Das Buch ist mehr Roman als Krimi. Die Idee ist gut, aber schlecht umgesetzt. Es kommt nur wenig Spannung auf, die dann auch noch durch endlose Nebensächlichkeiten wieder verloren geht. Gut finde ich, dass die Hauptperson eine an den Rollstuhl gefesselte ehemalige Polizistin ist. Dies ist mal was anderes, als die immer wieder anzutreffenden leicht schrägen ermittelnden Männer. Am Schluss kommt nochmals Spannung auf, als der Täter überführt wird. Die Lösung ist logisch und nachvollziehbar.
Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich leicht und flüssig lesen.

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30

16.02.2009

„Der norwegische Gast”

von Sibylle Meyer aus Rotenburg (Wümme)
Das Buch ist mehr Roman als Krimi. Die Idee ist gut, aber schlecht umgesetzt. Es kommt nur wenig Spannung auf, die dann auch noch durch endlose Nebensächlichkeiten wieder verloren geht. Gut finde ich, dass die Hauptperson eine an den Rollstuhl gefesselte ehemalige Polizistin ist. Dies ist mal was anderes, als die immer wieder anzutreffenden leicht schrägen ermittelnden Männer. Am Schluss kommt nochmals Spannung auf, als der Täter überführt wird. Die Lösung ist logisch und nachvollziehbar.
Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich leicht und flüssig lesen.

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50

13.02.2009

„spannend”

von robberta aus nrw
Ein wirklich spannender klassischer closed-room-Krimi brillant umgesetzt. Ein Zugunglück und ungünstige Wetterverhältnisse verbannt einige Menschen, von der Umwelt abgeschnitten, in ein Hotel. Dann wird jemand erschossen und die griesgrämige an den Rollstuhl gefesselte ehemalige Kommissarin Hanne Wilhemsen lässt sich dazu herab, doch mal nach zuschauen, weil sie ja doch nicht weg kann. Doch das weitere Geschehen lässt sie aus ihrer Lethargie erwachen. Spannung bis zur Dramatik, die Wandlung der Menschen in der willkürlich zusammengefügten Zwangsgemeinschaft erhöht den Spannungsbogen erheblich. Menschliche Abgründe tun sich auf. Eins der besten Bücher die ich in den letzten Monaten gelesen habe.

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50

13.02.2009

„spannend”

von robberta
Ein wirklich spannender klassischer closed-room-Krimi brillant umgesetzt. Ein Zugunglück und ungünstige Wetterverhältnisse verbannt einige Menschen, von der Umwelt abgeschnitten, in ein Hotel. Dann wird jemand erschossen und die griesgrämige an den Rollstuhl gefesselte ehemalige Kommissarin Hanne Wilhemsen lässt sich dazu herab, doch mal nach zuschauen, weil sie ja doch nicht weg kann. Doch das weitere Geschehen lässt sie aus ihrer Lethargie erwachen. Spannung bis zur Dramatik, die Wandlung der Menschen in der willkürlich zusammengefügten Zwangsgemeinschaft erhöht den Spannungsbogen erheblich. Menschliche Abgründe tun sich auf. Eins der besten Bücher die ich in den letzten Monaten gelesen habe.

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50

12.02.2009

„spannend”

von robberta
Ein wirklich spannender klassischer closed-room-Krimi brillant umgesetzt. Ein Zugunglück und ungünstige Wetterverhältnisse verbannt einige Menschen, von der Umwelt abgeschnitten, in ein Hotel. Dann wird jemand erschossen und die griesgrämige an den Rollstuhl gefesselte ehemalige Kommissarin Hanne Wilhemsen lässt sich dazu herab, doch mal nach zuschauen, weil sie ja doch nicht weg kann. Doch das weitere Geschehen lässt sie aus ihrer Lethargie erwachen. Spannung bis zur Dramatik, die Wandlung der Menschen in der willkürlich zusammengefügten Zwangsgemeinschaft erhöht den Spannungsbogen erheblich. Menschliche Abgründe tun sich auf. Eins der besten Bücher die ich in den letzten Monaten gelesen habe.

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40

10.02.2009

„Schön traditionell”

von axwa aus Dresden
Das Buch "Der norwegische Gast" von Anne Holt handelt von einem Zugunglück bei dem der Lockführer stirbt. Alle übrigen Reisenden werden gerettet und in einem nahegelegenen Hotel untergebracht. Und während draußen ein Schneesturm noch nie dagewesenen Ausmaßes tobt und die Reisenden das Hotel nicht mehr verlassen können, geschieht ein Mord. Was will man mehr: eine spannende und interessante Ausgangssituation mit vielen verschiedenen zwangsweise zusammengewürfelten Menschen. Da dies mein erstes Buch von Anne Holt ist, war mir ihre Kommissarin zuvor unbekannt. Ich empfand es jedoch als Vorteil den bisherigen Weg der Hauptfigur nicht zu kennen. Die jetzige Lebenssituation der ehemaligen Polizistin ist bedrückend und faszinierend zu gleich und ist ideal für die sich entwickelnde Geschichte. Einerseits versucht sie zu Beginn sich der Gemeinschaft zu entziehen, andererseits weiß sie, dass sie zur Lösung des Falles gebraucht wird. Mehrmals droht die Lage zu eskalieren, was auch durch das aufkommende Gerücht eines besonders bewachten Zugwaggons (man vermutet königliche Reisende) nicht vereinfacht wird. Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig und interessant gezeichnet. In dieser Extremsituation entwickeln sich einige der Protagonisten zu Egoisten, zu ¿kleinen¿ Helden oder auch zu gefährlichen Wortführern. Man kann mit einigen Figuren mitleiden, sich über andere wundern und man ist immer dabei mitzurätseln, wer warum wen ermordet hat. Die Lesefreude wird jedoch maßgeblich durch sich ständig wiederholenden Schreibfehler getrübt. Mal heißt eine Hauptfiguren "Magnus Streng" dann wieder "Magnus Berg". Eigentlich wird jeder von jedem geduzt, doch ab und zu verfallen manche Protagonisten in ein unerklärliches "Sie". Schade, hier muß der Verlag sich Kritik gefallen lassen. Insgesamt hat mir das Buch jedoch sehr gut gefallen und ich empfehle es allen, die alte klassische Krimis a la Agatha Christie lieben.


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40

08.02.2009

„Spannend und anders”

von redfox_ms aus Sachsen
Nach einem Zugunglück im Schneesturm sind knapp 200 Menschen in einem Berghotel eingeschlossen. Und dann geschieht ein Mord. Gut, dass die ehemalige Kriminalermittlerin Hanne Wilhelmsen unter den eingeschlossenen ist…
Dies ist ein neuer Kriminalfall aus der Hanne-Wilhelmsen-Reihe. Ich kannte diese Reihe und die Schriftstellerin Anne Holt vorher nicht. Trotzdem hatte ich keine Schwierigkeiten, in die Geschichte einzusteigen.
Scheinbar haben die Norweger eine völlig andere Mentalität, denn viele Dinge sind sehr ungewöhnlich. Die Akteure duzen sich zum Beispiel, auch wenn sie sich völlig unbekannt sind. Die Personen reagieren oft völlig anders, als man es erwarten würde und besonders die Hauptperson Hanne ist oft sehr zickig. Nach einer Schußverletzung sitzt sie im Rollstuhl und schottet sich total von der Umwelt ab. Wird sie angesprochen, antwortet sie anfangs nichtmal. Und wenn sie doch etwas sagt, sind es oft schnippische oder gar bödsartige Aussprüche. Sie hat sich in einen Käfig begeben, den sie selbst gebaut hat.
Trotz dieser oder gerade durch diese Eigenheiten ist die Geschichte sehr spannend und man kann das Buch oft nicht mehr aus der Hand legen. Dies ist ein klassischer Kriminalroman – ohne besonders blutige oder schockierende Szenen – eine Wohltat.

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