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Rezensionen:
55 Rezensionen
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Rang:
723

Rezensionen

buch

Sternenspiel

Sergej Lukianenko

EUR 15,00 *
auf Merkliste

40

06.08.2009

„Menschen... -die Trucker des Universums!”

Dieser Sergej Lukianenko... Einen Output hat der Mensch, da kommt man fast nicht mit dem Lesen nach! Aber nur fast, Gottseidank! Schön, dass dabei auch die Qualität des Geschriebenen nahezu gleichbleibend gut ist.

"Sternenspiel" ist das erste Buch eines zweibändigen Science-Fiction-Werkes des russischen Bestsellerautors. In der interstellaren Organisation "Konklave" hat die Menschheit die niedrige Funktion der "Fuhrleute" übernommen, da wir als einzige Rasse den Überlichtgeschwindigkeitssprung, den sogenannten "Jump" überstehen können. Eine eher trostlose Situation, die der Erde zwar vorläufig das Überleben sichert, aber ohne jede Perspektive auf Entwicklung außerhalb dieser Nische. Zudem droht ständig die Gefahr, dass die "starken Rassen" des Konklaves doch noch eine Möglichkeit finden, ohne die Menschen den Jump nutzen zu können. Als jedoch eine neue, anscheinend sogar humanoide, Zivilisation auftaucht, die dem Konklave technologisch weit voraus scheint, schließt sich eine Gruppe von Menschen, allen voran unser Held Pjotr Chrumow, mit den anderen "schwachen Rassen" zusammen, um endlich aus diesem Konstrukt ausbrechen zu können.

Schön verpackt in einen fesselnden und gut lesbaren Science-Fiction-Roman entwirft Sergej Lukianenko ein utopisches, aber totalitäres Gesellschaftsmodell, das auf den Hauptcharakter, wie auch auf den Leser durchaus abschreckend wirkt. Dabei behält er seinen angenehmen Schreibstil bei, der wie immer mit originellen Einfällen und hin und wieder sehr philosophischen Passagen gespickt ist.

40

02.07.2009

„Bruce Willis 2.0”

Wenn jemand schon Mack Megaton heißt, dann muss derjenige wohl ein harter Typ sein. Und... Überraschung! Mack Megaton ist ein ehemaliger Killerroboter, der, aufgrund einer bei Robotern immer wieder mal auftretenden spontanen Unregelmäßigkeit in der Programmierung, eine eigene Persönlichkeit entwickelt und beschließt, lieber ein normales Leben als Taxifahrer zu führen statt Tod und Vernichtung zu verbreiten. Wäre er ein Mensch, könnte man ihn sich wahrscheinlich wie Bruce Willis in "Das fünfte Element" vorstellen. Ein harter Kerl mit gutem Herz, der aber eigentlich am liebsten seine Ruhe haben möchte. Natürlich lassen das die üblen Schurken nicht zu, und so muss der Roboter mit der „unzerstörbaren“ Legierung den bösen Buben notgedrungen in den Hintern treten, um seine Nachbarn zu retten und eine Verschwörung aufzudecken. Dass das alles nicht ganz so einfach ist, versteht sich wohl von selbst.

Anders als es die Aufmachung verspricht, handelt es sich hier also nicht um eine klassische Detektivgeschichte, die eben zufällig in einer Roboter/Mutantenstadt der Zukunft spielt, es ist mehr ein originelles und spaßiges Science-Fiction-Abenteuer. Auch nicht schlecht, aber halt nicht unbedingt, was man sich erwartet. Kommt ja vielleicht noch in einer eventuellen Fortsetzung. Trotzdem: gute Unterhaltung, vor allem für Freunde von Terry Pratchett und Douglas Adams.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

40

29.06.2009

„Schlager trifft Rammstein”

Dieser Frank Zander... Dass der Schnauzbartträger mit der markanten Stimme kein gewöhnlicher Schlagersänger ist, hat er eigentlich schon zur Genüge bewiesen, mal cool (Hier kommt Kurt), mal unheimlich (Ururenkel von Frankenstein), mal richtig grausam (Wenn wir alle Engel wären = VOGERLTANZ!). Aber Alben wie "Rabenschwarz" und "Rabenschwarz 2" hat man wohl kaum von ihm erwartet. Das Konzept dahinter? Man nimmt u.a. alte deutsche Schlager wie "Er gehört zu mir" oder "Du bist nicht allein", krempelt sie, bis auf Text und Grundmelodie, komplett um, und gibt ihnen ein neues, metallisches Kleid, das verdammt nach Rammstein klingt. Und diese Mischung macht richtig Spaß, vor allem das Duett mit Nina Hagen bei "Liebeskummer lohnt sich nicht".

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

AC/DC

Murray Engleheart

EUR 15,00 *
auf Merkliste

40

05.06.2009

„Maximum Namedropping...”

Durchaus gemischt sind die Gefühle bei der Lektüre dieser umfangreichen Band-Biographie. Zum einen freut man sich natürlich als aufrechter Fan, so viele Informationen über die Australier zu bekommen, ausführlich gerade über die schwierige Anfangszeit und die interessanten Jahre mit Bon Scott als Sänger. Auch die folgenden Jahre werden, zwar kürzer, da ereignisloser, aber doch brav von Album zu Album abgehandelt, sogar das aktuelle Werk "Black Ice" findet Erwähnung. Vorbildlich auch die akkurate Auflistung aller Alben, Singles, VHS und DVDs im Anhang. Klarerweise erfährt man sehr viel über die Band, was man als Fan so noch nicht gewusst hat.

Allerdings fällt dies alles meist sehr nüchtern aus -Bons tragischer Tod ist da die löbliche Ausnahme, aber wer da nüchtern bleibt, hat sowieso kein Herz. DAs Autorenteam hat über Jahre jeden kleinen Fitzel über AC/DC zusammengetragen -und das merkt man auch. Man nennt Namen. Viele Name. Ebenso Verkaufszahlen, Auftrittstermine, etc. Da wäre manchmal weniger mehr gewesen. Und bitte, meine Herren, es ist keine Anekdote, wenn man über eine halbe Seite die Location beschreibt und dann mit etwas wie "jedenfalls dürfte Angus dort jemandes Gesicht nicht gefallen haben, denn er sprang von der Bühne und gab ihm eins aufs Maul". Absatz. Pointe? Außerdem hätten auch ein paar Bilder mehr den Textfluss gut auflockern können.

Doch, trotz alledem, ist das Buch natürlich eine gute, solide Biographie mit hohem Informationsgehalt und gehört in jede Rockbuchsammlung. Für Fans ist es sowieso ein Muss.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Spektrum

Sergej Lukianenko

EUR 10,00 *
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50

20.05.2009

„Philosophie im Weltraum”

Diesen Februar brachte Heyne einige moderne Fantasyklassiker als preisgünstige Sonderausgaben heraus, darunter Bestseller wie Bernhard Hennens „Elfen“ oder Joe Abercrombies „Kriegsklingen“ und eben auch „Spektrum“ von Sergej Lukianenko. Und genau dieser Roman ist die ungewöhnlichste Science-Fiction, die mir je untergekommen ist! Um durch interstellare Tore reisen zu dürfen, muss man Vertretern der außerirdischen Rasse der „Schließer“ eine Geschichte erzählen, und nur wenn die Geschichte gefällt, darf man durch. Wenn nicht, tja, Pech gehabt. Sergej Lukianenko kombiniert geschickt eine Science-Fiction-Detektiv-Verschwörungsstory mit philosophischen Elementen, denn der Hauptcharakter erzählt den „Schließern“ keine Geschichten im herkömmlichen Sinn, sondern unterhält sie mit philosophischen Exkursen. Und da er natürlich zwischen mehreren Planeten reisen muss, kommt auch der Leser öfters in diesen Genuss. Der Schöpfer der „Wächter der Nacht“-Serie schafft es wieder einmal, ein ungewohntes Szenario mit russischem Flair und seinem fesselnden Schreibstil zu verbinden.

50

20.04.2009

„Debüt-Rocker”

Okay, also... Das unter dem Namen "High Voltage" in Europa und den USA erschienene Debüt-Album der Rock-Veteranen von AC/DC ist eigentlich ein Mix aus ihren ersten beiden, in Australien erschienenen Alben "High Voltage" und "T.N.T.". Und das merkt man auch, natürlich nur im positiven Sinn... Der bekannteste Song ist wohl TNT, aber auch sonst... Eine wirklich starke Scheibe! Keine Füllsongs, sondern nur Kracher, die sich alle in die Gehörgänge schrauben und dort hängen bleiben. Natürlich ist auch der Bon-Scott-typische Humor (der mir in den Alben mit Brian Johnson als Sänger schon oft fehlt) stark vertreten, etwa bei "She`s Got Balls" oder "The Jack"(gemeint ist Tripper...). Eigentlich der ideale Einstieg für eine gepflegte AC/DC-Sammlung. Oder man nimmt "Highway To Hell". Oder "Back In Black".Passt zwar nicht chronologisch, aber bitte.