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Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten
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Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten

Roman. Ausgezeichnet mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar 2009

buch
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Artikeldetails zu Ich werde hier sein im Sonnenschein und...

AutorChristian Kracht

Untertitel Roman. Ausgezeichnet mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar 2009

Abbildungsvermerk 19 cm

  • ISBN-103-462-04041-3
  • ISBN-139783462040418
  • Verlag Kiepenheuer & Witsch...
  • Einbandartgebunden
  • Seiten148
  • Veröffentlicht16.09.2008
  • Gewicht257g
  • SpracheDeutsch

Kurzbeschreibung zu Ich werde hier sein im Sonnenschein und...

Der Krieg der Schweizer
Nach Faserland und 1979 der lange erwartete neue Roman von Christian Kracht: Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten ist die literarische Erfindung eines alternativen Verlaufs der Weltgeschichte seit dem 1. Weltkrieg. Eine spannende Reise ans Ende der Nacht ...
Es ist das Jahr 1917. Lenin besteigt n i c h t den plombierten Waggon von Zürich nach St. Petersburg. Die russische Revolution findet n i c h t statt. Stattdessen erlebt die Schweiz einen kommunistischen Umsturz, und die Geschichte des 20. Jahrhunderts entwickelt sich völlig anders als wir sie heute kennen.
Christian Kracht beginnt sein neues Werk mit der präzisen Sprache eines Kriegsberichts, doch allmählich schleichen sich Elemente des Unwirklichen ein, und die uns bekannten Parameter verschieben sich mehr und mehr.
So erzählt dieser zunächst historisch anmutende Roman die Geschichte eines Schweizer Politkommissars, der einen Mord aufklären soll und zur Rduit, zur großen Schweizer Bergfestung, in das Herz der Finsternis reist.
Der poetische Zauber, mit dem sich Christian Krachts düster-schillernder Zukunftsentwurf in fast filmischen Bildern wie ein - durch einen alten Projektor ratternder - Dokumentarfilm auf die Netzhaut des Lesers projiziert, liegt vor allem darin, dass er zwar innerhalb uns bekannter Koordinaten, jedoch in einer uns vollkommen fremden Welt spielt. Einer Welt, in der die Schweiz ein sozialistisches Imperium ist, eine Kolonialmacht, die sich im immerwährenden Krieg befindet.
Zugleich Polit-Thriller, Science-Fiction und historischer Roman, führt uns Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten in eine betörend fremde Welt, an dessen Ende nur die Kraft der Liebe steht.

Autorenportrait zu Ich werde hier sein im Sonnenschein und...

Christian Kracht, 1966 in der Schweiz geboren, zählt zu den modernen deutschsprachigen Schriftstellern. Seine Bücher »Faserland«, »1979« und »Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten« sind in 20 Sprachen übersetzt.

Portrait

Christian Kracht:
Christian Kracht, 1966 geboren, ist Schweizer. Nach 'Faserland' (1995) schrieb er den Asien-Klassiker 'Der gelbe Bleistift' (2000). Seine Bücher sind in 14 Sprachen übersetzt. 2012 ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Autorenportrait

Christian Kracht, 1966 in der Schweiz geboren, zählt zu den modernen deutschsprachigen Schriftstellern. Seine Bücher »Faserland«, »1979« und »Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten« sind in 20 Sprachen übersetzt.

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50

27.12.2010

„Eine parallele Vergangenheit”

von Susanne Pichler aus Linz
Was wäre wenn? Mit kaum einer anderen Fragestellung lassen sich spannendere Geschichten entwickeln als mit dieser. Auch Christian Kracht hat sich dieser Möglichkeit bedient.
Er geht von folgendem Szenario aus: Lenin ist 1917 nicht nach Russland zurückgekehrt, sondern in der Schweiz geblieben und hat eben dort die "Schweizer Sowjetrepublik" gegründet.
Der Roman spielt 96 Jahre später. Die Welt befindet sich seit 96 Jahren im Krieg.

Die Schweiz hat Ostafrika kolonialisiert und züchtet dort den dringend benötigten Nachwuchs an Soldaten heran; tief in den Alpen liegt das Machtzentrum der Schweiz, eine Festung tief im Fels vergraben; Deutschland und England, beide werden von Faschisten regiert, Korea, ein asiatischer Machtblock und das Großaustralische Reich sind die Hauptfeinde der Schweiz. Der gesamte amerikanische Kontinent hat seine Grenzen nach außen verschlossen, dahinter tobt ein erbitterter Bürgerkrieg.
Technisch hat es im vergangenen Jahrhundert kaum eine Weiterentwicklung gegeben; noch immer gibt es Luftschiffe, Lesen und Schreiben werden nur noch von den wenigsten beherrscht. Es gibt keine lebende Seele, die im Frieden geboren wurde und genauso wenig erwartet sich noch irgendjemand, im Frieden zu sterben. Es ist eine kalte, wahnsinnige und zerstörte Welt, die man betritt. Es ist irritierend, wie vertraute Parameter einen plötzlich ins Unbekannte, Fremde führen.

Der Leser erfährt nicht viel aus den vergangenen 96 Jahren. Christian Kracht bietet ein grobes Gerüst an, auf dem man sich mühsam vorwärts bewegen muss. Nicht alles wird erklärt, vieles bleibt unklar, liebend gerne hätte ich oft mehr erfahren. Oft kann man sich ein subjektives Urteil bilden, das richtig oder falsch sein kann. Manche Passagen, besonders gegen Endes des Buches, sind geradezu prädestiniert für die wildesten Spekulationen. Es wäre vermessen zu sagen: Ich habe alles verstanden.

Ein Buch, das verstört und den Leser mit gewalt in eine Welt stößt, die man eigentlich gar nicht kennen will, aber die dennoch fasziniert. Fasziniert, weil sie sich jeder vertrauten Entwicklung verschließt und eben dieses "Was wäre wenn" einen nicht mehr loslässt.
Ein ideales Buch für jeden, der einmal ganz etwas anderes lesen möchte.

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50

19.11.2010

„Mit diesem Buch ist Christian Kracht ein Meisterwerk gelungen !”

von einer Kundin oder einem Kunden
Unsere Welt mal anders. Die Schweiz wird zum Drahtzieher einer neuen Weltordung. Eine ganz schräge Welt in einer wundervollen Sprache.
Zwar ist auch mir der Schluss nicht ganz klar, was diesem Buch aber in keinster Weise schadet. Ganz im Gegenteil, es lässt unglaublich Raum für die eigene Fantasie.

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40

29.10.2010

„Kracht, Ich werde hier sein im Sonnenschein...”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Auch dieser Kracht-Roman über eine "sozialistische" Schweiz, über jahrzehntelangen Krieg, über das "Reduit" hat mich wieder sehr angezogen und gefesselt! Nein, den Schluß verstehe ich wie so viele andere LeserInnen auch nicht. Entweder erschließt er sich mir noch beim Wiederlesen. Oder er bleibt als beunruhigender, manchmal nagender Zweifel in meinem Büchergedächtnis. Nicht der schlechteste Platz für einen gelesenen Roman! Kracht gehört jedenfalls, so "schräg" und mich zum Widerspruch reizend ich ihn auch oft finde, zu den Autoren, deren nächstes Buch ich ungeduldigst erwarte!

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50

28.07.2010

„Wunderschön”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Darmstadt
Dieses Buch sollte jeder gelesen haben, der schöne Sprache mag. Einfache, klare Sätze, die eine Welt beschreiben, wie sie zum Glück nicht ist. Ebenso absurd wie fesselnd und angenehm kurz gehalten.

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50

23.11.2009

„Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein Krieg, so lange schon, dass niemand mehr den Frieden kennt. Eine der Großmächte: die sozialistische Schweiz mit ihren Verbündeten und Kolonien. Ein Politikommissar auf der Jagd nach einem Mörder/Verräter und in Wirklichkeit auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: Warum ist Krieg die bessere Lösung? Eine erschreckende Utopie über eine andere Welt, über Opportunismus, über das Gewohnheitstier Mensch, Krieg und Frieden. Das Grauen, poetisch und leise...

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50

15.06.2009

„Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten”

von Frederik Eikmeier aus Hamburg
Niemand sonst als Christian Kracht ist in der Lage, einen ebenso grotesken wie brillianten Roman über die sozialistische (!) Schweiz zu schreiben. Ein furioses Spiel mit historischen Gestalten und Begebenheiten, ein monströses Was-Wäre-Wenn der Weltgeschichte, in erster Linie aber eine atemraubende Geschichte voll sprachlicher Feinheiten, eine Hommage an alte Meister wie Joseph Conrad oder Celine. In gleichen Stücken Kunstwerk wie Roman - eine Reise ans Ende der Kracht!

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20

01.03.2009

„Hmm...”

von Kathleen
Bei diesem Buch kann ich mich nicht so recht entscheiden, ob ich es gut finden soll oder nicht. Wahrscheinlich eher nicht.

Ich mag Was-wäre-wenn-Geschichten und war daher fasziniert von der Idee einer Schweizer Sowjetrepublik. Zu Beginn wurde ich auch nicht enttäuscht.
Dass die Schweizer Rechtschreibung und Ausdrucksweise gewöhnungsbedürftig sind, sei mal außen vor gelassen. Dieses Buch hat meiner Meinung nach zwei gravierendere Schwachpunkte:

1. die Sprache: Gut, der Protagonist ist Afrikaner und Chichewa hat offenbar Einfluss auf die Schweizer Sprache genommen. Da aber sonst auch lediglich erwähnt wird, dass Schwyzerdütsch gesprochen wird, und der Text sonst in Schriftdeutsch gehalten ist, kommt in mir die Frage auf, warum Kracht diese Ausdrücke ohne Übersetzung (z.B. in Fußnoten) verwendet. Ich empfand das als extrem störend... und zudem inkonsequent.

2. das Ende: Ich muss gestehen, dass ich der Geschichte ab dem "blutigen Zwischenfall" im Réduit nicht mehr folgen konnte. Und damit stehe ich nicht allein da.

Mein Fazit ist, dass dieses Büchlein (denn ein Wälzer ist es ja nicht gerade) eindeutig überschätzt wird. Und ich bezweifle, dass Kracht in mir eine treue Leserin gefunden hat.

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40

20.10.2008

„Schnee und Schatten”

von Peter
Man konnte sich ja in der letzten Zeit vor Interviews und Buchbesprechungen, die im Zusammenhang mit Christian Krachts neuem Roman standen, gar nicht retten. Das Buch wurde einem ja sozusagen aufgezwungen.
Ich habe "Faserland" mit fasziniertem Abscheu, stets versucht, diesen "Mist" jetzt beiseitezulegen, gelesen. Nachdem ich einige Rezenssionen gelesen hatte, habe ich mir jetzt Krachts neuestes Buch gekauft und gelesen.
Es ist jetzt vielleicht etwas platt, aber ich kann in den Enthusiasmus der Feuilletons eigentlich nur einstimmen. Das Buch ist Faszination pur.
Inhaltlich möchte ich nichts verraten, wer sich umgelesen hat, wird so oder so Bescheid wissen. Das Faszinierende ist die Sprache, die sich einer jede Utopien vernichtende Klarheit bedient. Schöne Naturdetails schmücken den kalten STahl der Kriegsmaschinerie. Völlig emotionslos durchreist der Protagonist und Ich-Erzähler die Schweiz. Trifft Personen, die ihm egal sind. Die Sterben. Die sich opfern. Verrückt sind.

Durch die Sprache, die Nüchternheit und die teils skurilen Maschinen, entsteht ein verwackeltes, aber doch klares Bild, dunkel, trotzdem blendend schön, wenn man es genau betrachtet. Subjektiv ist die Stimmung sepiafarben.
Gegen Ende des Buches verliert sich Krachts Roman etwas. Die Struktur bricht auf, die Bilder werden schwer interpretierbar. Und dann ist der Spuk auch schon wieder vorbei.

Der Interpretationsbedarf ist enorm, Meinungen werden sich an diesem Werk erneut spalten. Dennoch eine Pflichtlektüre. Allein wegen der poetischen Sprache.

3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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