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Der Beobachter

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Artikeldetails zu Der Beobachter

  • bol.de-Verkaufsrang109
  • ISBN-103-641-07072-4
  • EAN9783641070724
  • Veröffentlicht03.12.2011
  • Blanvalet
  • EinbandartEPUB

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Leseprobe aus Der Beobachter

SONNTAG, 3. JANUAR (S. 205-206)

1
Die Sonntage waren am schlimmsten. Nicht, dass sie im Grunde anders abgelaufen wären als die Montage oder Donnerstage. Aber an den Sonntagen senkte sich eine bleierne Ruhe über die Stadt, jedenfalls über dieses ziemlich seelenlose Neubaugebiet in Croydon, im Süden Londons gelegen, in dem Liza wohnte. Selbst da, wo man Menschen sah, Geräusche hörte, durchaus registrierte, dass man nicht allein auf der Welt war, schien eine dicke Decke erstickend über den Resten von Lebendigkeit zu liegen. Eine Atmosphäre der Reglosigkeit. Die Sonntage waren tote Tage.
Sie hatte einmal gelesen, dass sich die meisten Selbstmorde sonntagnachmittags ereigneten, und sie bezweifelte keine Sekunde lang den Wahrheitsgehalt dieser Information. Außerdem gab es eine Suizidhäufung in den Silvesternächten und jeweils am ersten Januar. Auch das glaubte sie sofort. Weihnachten, seltsamerweise, nahm keine Spitzenposition ein. Aber auch das verstand sie. Wer Kummer hatte, brachte das Fest der Besinnlichkeit und inneren Einkehr noch halbwegs standhaft hinter sich. Die aufdringliche Fröhlichkeit der Silvesternacht mit ihren knallenden Korken, ihren Luftschlangen und ihrer dröhnenden Musik hingegen verlieh jedem Schmerz erst wahrhaft grelle Umrisse. Zu diesem Zeitpunkt war er nicht mehr verdrängbar.
Und der erste Januar tauchte ihn in ein blasses Winterlicht, das in den Augen schmerzte. Das neue Jahr begann so trostlos, wie das alte aufgehört hatte, und es würde genauso wieder enden. Also beendete man es lieber gleich. Liza hatte alle Klippen überstanden. Weihnachten, Silvester, den ersten Januar. Sie würde ihr Leben nun nicht an diesem traurigen, leeren, toten Sonntagnachmittag wegwerfen. Sie beschwor sich, auszuhalten. Irgendwo in einer der Wohnungen unter ihr spielte jemand Klavier. Das Stück kam ihr vage bekannt vor, aber sie vermochte es nicht einzuordnen. Es war eigentlich nur eine ziemlich kurze Passage.
Am Ende machte der Klavierspieler jedes Mal einen Fehler und begann dann von vorn. Seit zwei Stunden jetzt schon. Er musste eine Engelsgeduld haben. Oder er war einfach stumpfsinnig. Bis auf das Klavier war nichts im Haus zu hören. Die meisten Familien gingen sicher spazieren. Draußen schien die Sonne, der Schnee glitzerte und funkelte, es war eisig kalt. Genau der Tag, an dem man einen ausgiebigen Fußmarsch unternahm, um sich hinterher im warmen Wohnzimmer mit einem Glühwein aufzuwärmen und sich ein schönes Abendessen zu kochen.
Das konnte sie zumindest auch tun: sich etwas Schönes kochen. Es war zwar nicht dasselbe, wenn man vorher nicht gelaufen war, aber es gab dann etwas, worauf sie sich freuen konnte. Sie blickte auf die Uhr. Noch nicht ganz vier. Etwas früh, um über ein Abendessen nachzudenken. Trotzdem ging sie in die Küche, schaute in den Kühlschrank. Sie hatte einiges da, was sich verwenden ließ, Fleisch, Kartoffeln, Karotten. Sie könnte ein Irish Stew … Ihr wurde auf einmal übel, sie schlug die Kühlschranktür zu, richtete sich auf. Ihr Hunger und ihre Vorfreude waren mit einem Schlag verflogen.

Kurzbeschreibung zu Der Beobachter

Fesselnd, abgründig, raffiniert
Er beobachtet das Leben wildfremder Frauen. Träumt sich an ihre Seite, in ihren Alltag. Identifiziert sich mit ihnen und will alles von ihnen wissen. Als Beobachter. Auf der Flucht vor seinem eigenen Dasein, das aus Misserfolgen besteht. Nur aus der Ferne liebt er die schöne Gillian Ward. Die beruflich erfolgreiche Frau, glücklich verheiratet, Mutter einer reizenden Tochter, wird von ihm über die Maßen idealisiert. Bis er zu seinem Entsetzen erkennt, dass er auf eine Fassade hereingefallen ist. Denn nichts ist so, wie es scheint. Gleichzeitig schreckt eine Mordserie die Menschen in London auf. Die Opfer: alleinstehende Frauen. Auf eine rachsüchtige, sadistische Weise umgebracht. Die Polizei sucht einen Psychopathen. Einen Mann, der Frauen hasst.

Beschreibung der Redaktion zu Der Beobachter

Fesselnd, abgründig, raffiniert
Er beobachtet das Leben wildfremder Frauen. Träumt sich an ihre Seite, in ihren Alltag. Identifiziert sich mit ihnen und will alles von ihnen wissen. Als Beobachter. Auf der Flucht vor seinem eigenen Dasein, das aus Misserfolgen besteht. Nur aus der Ferne liebt er die schöne Gillian Ward. Die beruflich erfolgreiche Frau, glücklich verheiratet, Mutter einer reizenden Tochter, wird von ihm über die Maßen idealisiert. Bis er zu seinem Entsetzen erkennt, dass er auf eine Fassade hereingefallen ist. Denn nichts ist so, wie es scheint. Gleichzeitig schreckt eine Mordserie die Menschen in London auf. Die Opfer: alleinstehende Frauen. Auf eine rachsüchtige, sadistische Weise umgebracht. Die Polizei sucht einen Psychopathen. Einen Mann, der Frauen hasst.
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Spannungsromane sind internationale Bestseller, zuletzt eroberte der Roman Das andere Kind einmal mehr den Spitzenplatz der SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang rund 16,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Portrait

Charlotte Link:
Charlotte Link ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart. Sie wurde 1963 in Frankfurt am Main als Tochter der Autorin Almuth Link geboren. Bereits mit 16 Jahren schrieb Charlotte Link ihr Debütwerk "Die schöne Helena", noch bevor sie ihr Abitur in Usingen absolvierte. Neben Spannungsromanen schrieb sie auch Gesellschaftsromane in englischer Erzähltradition. Viele ihrer Romane wurden verfilmt, wie die Werke "Sturmzeit", "Wilde Lupinen" oder "Die Stunde der Erben". Den Deutschen Bücherpreis in der Kategorie Belletristik erhielt Charlotte Link 2004 für ihren Roman "Am Ende des Schweigens".Allein in Deutschland wurden bislang über 9 Millionen ihrer Bücher verkauft, sie sind in zahlreichen Sprachen übersetzt. Die aktive Tierschützerin engagiert sich bei der PETA für Straßenhunde in der Türkei und Spanien. Momentan lebt Charlotte Link mit ihrem Lebensgefährten und ihren Hunden in Wiesbaden.

Meinung der Redaktion Charlotte Link hat das Schreibtalent im Blut! An der Vielzahl ihrer Romane sieht man, wie produktiv sie ist und wie unterschiedlich sie schreiben kann. Und egal in welchem Genre, ob Krimi oder Gesellschaftsromane, die Bücher von Charlotte Link sind mitreißend und spannend.

Bewertung unserer Kunden zu Der Beobachter

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40

04.04.2012

„Spannung pur!”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Zwischenzeitlich werden Sie meinen, Sie kennen die Lösung. Aber glauben Sie mir: Sie haben keinen blassen Schimmer! Charlotte Link in Hochform. In guter Tradition von "Das Haus der Schwestern", "Am Ende des Schweigens" und anderen legt die Autorin hier wiederum einen richtig guten Spannungsroman vor, dessen Plot auch den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

30.03.2012

„Am Anfang etwas zäh”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Trautskirchen
Ich hab ziemlich lange gebraucht, bis ich mich so richtig eingelesen hab. Dann aber, etwa ab der Mitte war es echt spannend und mitreißend. Die Lösung ist ziemlich überraschend!

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50

21.03.2012

„spannender Krimi”

von Segler und Bücherfan Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Charlotte Link hat wieder einen spannenden Krimi geschrieben, der wie immer an Spannung nicht zu überbieten ist.

Mir ging es so, das ich den Roman innerhalb von zwei Tagen zu Ende lesen musste. Besonders zum Schluss ist es noch mal spannend, obwohl oder weil man den Täter bereits kennt. Es geht in dem Roman um drei Morde, die von einem Serienmörder getötet wurden. Charlotte Link schafft es, bei jeder neu in der Handlung auftauchenden Figur einen weiteren Verdacht aufkommen zu lassen. Erst nach zwei Drittel des Romans erhärtet sich der Verdacht auf einen einzigen Täter. Zwischenzeitlich plänkelt die Handlung etwas dahin, sodass ich sehr schnell weiter gelesen, d.h. die Seiten mehr oder weniger überflogen habe. Die Spannung insgesamt wird auch durch die Jahreszeit mit sehr viel Schnee und früher Dunkelheit mitbestimmt. Die verwendete Schreibweise und Sprache ist auf einem hohen Niveau. Selbst die Gedanken der Protagonisten werden anders herausgestellt, als der übrige Text.

Insgesamt ist der Krimi eine kurzweilige Angelegenheit, sodass ich mich schon auf den nächsten Roman von Charlotte Link freue und mir mit Sicherheit zulegen und auch verschenken werde.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

21.03.2012

„Spannung pur”

von Segler und Bücherfan Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Charlotte Link hat wieder einen spannenden Krimi geschrieben, der wie immer an Spannung nicht zu überbieten ist.

Mir ging es so, das ich den Roman innerhalb von zwei Tagen zu Ende lesen musste. Besonders zum Schluss ist es noch mal spannend, obwohl oder weil man den Täter bereits kennt. Es geht in dem Roman um drei Morde, die von einem Serienmörder getötet wurden. Charlotte Link schafft es, bei jeder neu in der Handlung auftauchenden Figur einen weiteren Verdacht aufkommen zu lassen. Erst nach zwei Drittel des Romans erhärtet sich der Verdacht auf einen einzigen Täter. Zwischenzeitlich plänkelt die Handlung etwas dahin, sodass ich sehr schnell weiter gelesen, d.h. die Seiten mehr oder weniger überflogen habe. Die Spannung insgesamt wird auch durch die Jahreszeit mit sehr viel Schnee und früher Dunkelheit mitbestimmt. Die verwendete Schreibweise und Sprache ist auf einem hohen Niveau. Selbst die Gedanken der Protagonisten werden anders herausgestellt, als der übrige Text.

Insgesamt ist der Krimi eine kurzweilige Angelegenheit, sodass ich mich schon auf den nächsten Roman von Charlotte Link freue und mir mit Sicherheit zulegen und auch verschenken werde.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

13.03.2012

„Der Hammer!”

von Georg aus Würzburg
Habe fast alles von dieser Autorin gelesen. Auch bei diesem Roman hat sie sich fast wieder selbst übertroffen. Der absolute Hammer. Spannend vom Anfang bis zum Ende. Für Fans von Psychothrillern auf jeden Fall empfehlenswert.

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50

19.02.2012

„Mal wieder ein Hammer!”

von Sandra aus Wolfsburg
Ich lese sehr gerne von Charlotte Link. Der Beobachter, ist mal wieder sehr spannend und gut geschrieben und ist mit eines ihrer besten Geschichten. Es ist mir schwer gefallen, das Buch aus der Hand zu legen. Sehr, sehr empfehlenswert.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

02.02.2012

„Spannung pur!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Eine Mordserie erschüttert London. Die Opfer: Alleinstehende Frauen. Der Mörder: ein Psychopath mit einem Hass auf Frauen.

Charlotte Link hat sich mit ihrem neusten Roman "Der Beobachter" selbst übertroffen. Ich konnte (bzw. wollte) das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

30.01.2012

„Der Beobachter”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein Arbeitsloser, der seine Zeit damit verbringt, Frauen und ihre Familien zu beobachten, wird gleichzeitig mit Morden an alleinstehenden, älteren Frauen in Verbindung gebracht. Ist der Mann wirklich zu solchen Taten fähig? Welche Motive stecken vielleicht dahinter?
Ein fesselnder, spannungsgeladener Roman. Einfach super!

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50

28.01.2012

„total genial....”

von Stefanie Jäschke aus Dresden
dieses buch ist einfach der hammer!!
ich habe einfach nicht aufhören könen zu lesen,die personen im buch sind sehr gut beschrieben und wer ein bisschen vorstellungskraft beim lesen entwickelt,wird dieses buch förmlich auffressen und dabei an spannung fast platzen.
das war mein erstes buch von charlotte link,da werden sicherlich aber noch mehrere folgen....

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50

19.01.2012

„spannend erzählt”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Berlin
Ich bin ja eher der Stephen King Leser. Aber aus reiner Neugierde las ich "Der Beobachter" von Charlotte Link als Ebook und konnte nach 2 Stunden erst eine Pause machen. Flüssig geschrieben, die Protagonisten sind glaubhaft beschrieben und haben jeder für sich eine eigene Identität. Einfach ein guter Roman. 5 Sterne - ganz klar.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

02.01.2012

„spannend bis zum letzten Atemzug”

von einer Kundin oder einem Kunden
Charlotte Link, wieder einmal fesselnde Unterhaltung!
Einfach toll ,unterhaltsam und schon wieder ein Volltreffer.
Für mich einer der Besten von CH.Link

3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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40

18.12.2011

„Gewohnter Stil”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Elmshorn
Wer den Stil von Carlotte Link kennt und schätzt, dem wird dieses Buch sicherlich gefallen. Ich fand es spannend mit einer durchaus überraschenden Auflösung. Ein Thriller, der einem mit allzu blutigen Details verschont.

2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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