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Name:
Thomas Zörner Top 100 Rezensent
Ort:
Lentia
Rezensionen:
936 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 320

nicht hilfreich: 350

Rang:
22
Über mich:

bin da.

Thomas Zörners Rezensionen

123

CD

21

Adele

bisher EUR 16,99 EUR 12,99 *
auf Merkliste

50

12.02.2012

„Something like this CD”

Auch wenn mich der Tod Amy Whinhouse ebenso wenig überrascht hat, als würde morgen Pete Doherty das Zeitliche segnen, so muss man doch anerkennen, dass er eine gewisse Lücke übrig gelassen hat, die es zu füllen galt. Eine Duffy konnte bereits zu Lebzeiten der guten Amy nicht das Wasser reichen, wer also sollte es machen? War da nicht so eine junge Dame, mit ziemlich großer Stimme, deren Album „19“ besonders in Großbritannien das Volk begeistert? Na, die nehmen wir doch gleich mal, immerhin hat sie auch einige Preise als aufkommende Künstlerin abgesahnt, und inzwischen 3 Megahits, die sich alle auf ihrem neuen Album „21“ befinden. Die Namensgebung der Adele Alben ist nicht weniger kreativ, als die der Billy Talent Alben, aber diesmal geht es nicht um Chronologie, sondern um das Alter der Dame. Den Anfang macht das große „Rolling in the Deep“, was bitte heißt das, beginnt mit Bass, und dazu gesellt sich diese großartige, markante Stimme. Krächzig, voluminös, und leidend. Besonders letzteres ist nicht zu missachten, immerhin ist das gesamte Album einem Exfreund gewidmet, dies ist also keine leichte Kost. Mal wird er wütend abgehandelt, wie im Opener und dem folgenden „Rumour Has It“, dessen Refrain etwas nervig ausfällt, ein andermal wird ihm nachgetrauert, z.B. in „Don’t You Remember“. Musikalisch wandelt Adele auf den Spuren der 60ies Souldiven, wie es im Moment nun mal Mode ist, allerdings muss man ihr anerkennen, dass sie sich darin richtig, richtig gut macht. Das zeigt sich besonders eindrucksvoll im großartigen „Take It All“, dem man gewisse Gospelanteile nicht abstreiten kann. Schade ist nur, dass dies eben doch ein Popalbum ist, und insofern wird kaum etwas gewagt. Wenn man wolle könnte jede Nummer als Single ausgekoppelt werden, immerhin haben sich als 3 bisherigen Auskopplungen als Hits beweisen. Da stellen „Take It All“, oder „I’ll Be Waiting“ schon beinahe Experimente dar. Und doch, wer möchte nicht ab und an ein richtig gutes Popalbum hören? Und genau das ist „21“. Unerwähnt kann aber unmöglich noch eine Nummer bleiben. Das finale „Someone Like You“ hat seinen Hitstatus absolut verdient. Ein dramatischer, und doch versöhnlicher Abschluss dieser tollen Popabrechnung mit dem Exfreund.

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auf Merkliste

50

12.02.2012

„Something like this CD”

Auch wenn mich der Tod Amy Whinhouse ebenso wenig überrascht hat, als würde morgen Pete Doherty das Zeitliche segnen, so muss man doch anerkennen, dass er eine gewisse Lücke übrig gelassen hat, die es zu füllen galt. Eine Duffy konnte bereits zu Lebzeiten der guten Amy nicht das Wasser reichen, wer also sollte es machen? War da nicht so eine junge Dame, mit ziemlich großer Stimme, deren Album „19“ besonders in Großbritannien das Volk begeistert? Na, die nehmen wir doch gleich mal, immerhin hat sie auch einige Preise als aufkommende Künstlerin abgesahnt, und inzwischen 3 Megahits, die sich alle auf ihrem neuen Album „21“ befinden. Die Namensgebung der Adele Alben ist nicht weniger kreativ, als die der Billy Talent Alben, aber diesmal geht es nicht um Chronologie, sondern um das Alter der Dame. Den Anfang macht das große „Rolling in the Deep“, was bitte heißt das, beginnt mit Bass, und dazu gesellt sich diese großartige, markante Stimme. Krächzig, voluminös, und leidend. Besonders letzteres ist nicht zu missachten, immerhin ist das gesamte Album einem Exfreund gewidmet, dies ist also keine leichte Kost. Mal wird er wütend abgehandelt, wie im Opener und dem folgenden „Rumour Has It“, dessen Refrain etwas nervig ausfällt, ein andermal wird ihm nachgetrauert, z.B. in „Don’t You Remember“. Musikalisch wandelt Adele auf den Spuren der 60ies Souldiven, wie es im Moment nun mal Mode ist, allerdings muss man ihr anerkennen, dass sie sich darin richtig, richtig gut macht. Das zeigt sich besonders eindrucksvoll im großartigen „Take It All“, dem man gewisse Gospelanteile nicht abstreiten kann. Schade ist nur, dass dies eben doch ein Popalbum ist, und insofern wird kaum etwas gewagt. Wenn man wolle könnte jede Nummer als Single ausgekoppelt werden, immerhin haben sich als 3 bisherigen Auskopplungen als Hits beweisen. Da stellen „Take It All“, oder „I’ll Be Waiting“ schon beinahe Experimente dar. Und doch, wer möchte nicht ab und an ein richtig gutes Popalbum hören? Und genau das ist „21“. Unerwähnt kann aber unmöglich noch eine Nummer bleiben. Das finale „Someone Like You“ hat seinen Hitstatus absolut verdient. Ein dramatischer, und doch versöhnlicher Abschluss dieser tollen Popabrechnung mit dem Exfreund.

CD

Systematic Chaos

Dream Theater

EUR 22,99 *
auf Merkliste

50

20.01.2012

„Der Zug fährt wieder”

Nach dem etwas enttäuschenden "Octavarium" kehren Dream Theater mit "Systematic Chaos" zu ihren alten Tugenden zurück und befahren eine ähnliche Schiene wie bei "Train of Thoughts". Zwar erinnernd "In The Presence of Enemies" noch leicht an den schwächeren Vorgänger, aber der Song macht doch alles richtig und weiß sogar zu überraschen als nach 5 instrumentalen Minuten doch tatsächlich noch Gesang einsetzt. "Forsaken" ist eine tempotechnisch gedrosselte Halbballade, deren wunderbarer Chrous zu überzeugen weiß, aber sie steht doch etwas im Schatten des, für Dream Theater Verhältnisse fast schon brachialen, "Constant Motion". James LaBrie macht uns in den Strophen den James Hetfield zu musikalischem Background, der gefährlich nach "Battery" von Metallicas "Master of Puppets" riecht. Spätestens beim wiederum genialen Refrain wird man auch diesen Song lieben. In Sachen Härte setzt das folgende "The Dark Eternal Night" aber noch eins drauf, vor allem wenn Drummer Portnoy die Vocals übernimmt, die er sich mit LaBrie diesmal teilt. Allerdings ist seine stimmliche Leistung keinesweg der des letzteren gewachsen. Portnoy wäre vielleicht ein guter Shouter, das Singen sollte er aber dem guten James überlassen. "Repentance" ist der große Ruhepol der Platte, der das 12 Punkte Programm der Anonymen Alkoholiker weiterstrickt, welches sich über mehrere Alben erstreckt. Das Intro klingt allerdings gefährlich nach Tool. Auf Ruhe folgt die große Überraschung. "Prophets of War" wendet sich vom Progressive Metal ab und wendet sich dem Prog Rock zu. Wer an Muse denkt, ist auf dem richtigen Weg, der Song könnte komplett aus der Feder von Matt Bellamy stammen. Man merkt schon Zitate anderer Bands werden auf "Systematic Chaos" groß geschrieben. "The Ministry of Lost Souls" ist aber wieder ganz Dream Theater und wieder etwas ruhiger, bevor es in einem Gefrickel-Instrumental-Outro explodiert. Der Kreis schließt sich schließlich mit Part II des Openers, womit das Gesamtwerk "In The Presence of Enemies", welches live stehts in einem Stück gespielt wird, auf über 25 Minuten kommt. "Systematic Chaos" lässt mich beruhigt aufatmen. Offensichtlich war "Octavarium" ein einmaliger Ausrutscher und ich hoffe auf mehr Album der "Train of Thoughts" Richtung, wie eben dieses.

auf Merkliste

50

20.01.2012

„Doom, 80ies Rock, he's everything!”

Prog Götter!!! schallt es allerorts wenn ein neues Dream Theater Album erscheint. Ist diese Titulierung überhaupt gerechtfertigt? Nach dem Genuss der neuen CD "Black Clouds & Silver Linings" sage ich "Ja!". Die Platte beginnt furios bedrohlich mit "A Nightmare to Remember", das neben einem unheilverkündendem Chor, drohendem Donner und einem fast schon doomigen Eröffnungsriff noch einiges mehr bietet. Zum Beispiel ein Gniedelsolo von Meister Petrucci. Der Mann kanns immer noch und wechselt sich in den Soliparts ab mit Space Commander Rudess am Keyboard, der sowohl freaky wie auch groovy klingen kann. Was der Mann aus den Tasten rausholt ist der Wahnsinn. 16 Minuten dauert der Opener und keine Sekunde davon ist langweilig, ebenso bei dem zwar kürzeren, aber fast noch stärkeren, folgenden "A Rite of Passage". Der Refrain geht ins Ohr und da bleibt er auch. Die Strophen werden getragen von verzerrtem Sprechgesang, welcher fast an Studentendemos erinnert. Mit "Wither" und dem epochalen "The Best of Times" sind die beiden ruhigen Punkte des Albums gestreut. Ersteres ist mit einer Spielzeit von 5 Minuten das kürzeste Stück der Platte und letzteres das genre+übergreifendste. "The Best of Times" beginnt mit Klavier, Streichern und Akkustikgitarre und steigert sich dann in ein fast schon 80ies Riff. Das Lied, das Drummer Portnoys verstorbenem Vater gewidmet ist, steht aber nicht nur einmal kurz davor in der Pathoskitschsackgasse zu landen. Sicher kein Lied, das man immer hören kann. So und nun zum Grande Finale. Der Mammutsong "The Count of Tuscany", der in 19 Minuten so viel bietet wie manches Album einer anderen Band in seiner Gesamtheit, ist das große Glanzstück von "Black Clouds & Silver Linings". James LaBrie erzählt eine Geschichte eines jungen Mannes, dessen Bekanntschaft mit einem feinem Herrn ihn in eine missliche Lage bringt. Dementsprechend gebärdet sich auch die Musik. Anfangs noch Hoffnung versprühend, färbt sich die Klangfarbe gegen Ende immer düsterer, bis zum flotten Finale. Prog Götter? Ja verdammt!

auf Merkliste

50

20.01.2012

„Doom, 80ies Rock, he's everything!”

Prog Götter!!! schallt es allerorts wenn ein neues Dream Theater Album erscheint. Ist diese Titulierung überhaupt gerechtfertigt? Nach dem Genuss der neuen CD "Black Clouds & Silver Linings" sage ich "Ja!". Die Platte beginnt furios bedrohlich mit "A Nightmare to Remember", das neben einem unheilverkündendem Chor, drohendem Donner und einem fast schon doomigen Eröffnungsriff noch einiges mehr bietet. Zum Beispiel ein Gniedelsolo von Meister Petrucci. Der Mann kanns immer noch und wechselt sich in den Soliparts ab mit Space Commander Rudess am Keyboard, der sowohl freaky wie auch groovy klingen kann. Was der Mann aus den Tasten rausholt ist der Wahnsinn. 16 Minuten dauert der Opener und keine Sekunde davon ist langweilig, ebenso bei dem zwar kürzeren, aber fast noch stärkeren, folgenden "A Rite of Passage". Der Refrain geht ins Ohr und da bleibt er auch. Die Strophen werden getragen von verzerrtem Sprechgesang, welcher fast an Studentendemos erinnert. Mit "Wither" und dem epochalen "The Best of Times" sind die beiden ruhigen Punkte des Albums gestreut. Ersteres ist mit einer Spielzeit von 5 Minuten das kürzeste Stück der Platte und letzteres das genre+übergreifendste. "The Best of Times" beginnt mit Klavier, Streichern und Akkustikgitarre und steigert sich dann in ein fast schon 80ies Riff. Das Lied, das Drummer Portnoys verstorbenem Vater gewidmet ist, steht aber nicht nur einmal kurz davor in der Pathoskitschsackgasse zu landen. Sicher kein Lied, das man immer hören kann. So und nun zum Grande Finale. Der Mammutsong "The Count of Tuscany", der in 19 Minuten so viel bietet wie manches Album einer anderen Band in seiner Gesamtheit, ist das große Glanzstück von "Black Clouds & Silver Linings". James LaBrie erzählt eine Geschichte eines jungen Mannes, dessen Bekanntschaft mit einem feinem Herrn ihn in eine missliche Lage bringt. Dementsprechend gebärdet sich auch die Musik. Anfangs noch Hoffnung versprühend, färbt sich die Klangfarbe gegen Ende immer düsterer, bis zum flotten Finale. Prog Götter? Ja verdammt!

dvd

Toy Story 3

Lee Unkrich

EUR 9,99 *
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50

19.01.2012

„Die Rückkehr des Cowboys”

Unter Kritikern gibt es nur wenige Fortsetzungen, die sich "besser als das Original" nennen dürfen. Da wären z.B. "Terminator 2", "Das Imperium schlägt zurück" oder auch "Der Pate 2". In meinen Augen darf sich nun auch "Toy Story 3" in diese Liste eintragen, da es seine beiden Vorgänger in Sachen Humor, Action und Emotion noch einmal klar überflügelt. Es herrscht Aufregung im Kinderzimmer, denn Andy wird erwachsen und wird in wenigen Tagen aufs College gehen und selbst Spielzeug weiß, dass dort kein Platz für sie ist. Das heißt sich einrichten auf einen längeren Aufenthalt auf dem Dachboden. Doch aufgrund einiger pixartypischer Missverständnisse landen Woody und Co schlussendlich in einem Kindergarten. Der heißt zwar "Sunnyside", sonnig geht es dort aber nicht zu. Der Bär Lotso herrscht mit eiserner Hand und die Freunde müssen einen Weg finden zu fliehen. "Toy Story 3" mixt in die bekannten Zutaten eines Animationsfilms (vor allem Spaß und Action) diesmal eine gehörige Portion Epik. Besonders die Momente gegen Ende stechen manchen Realfilmen ohne Mühe aus (Müllverbrennungsanlage!). Im Endeffekt wird kein Auge hier trocken bleiben, sei es wegen des pointierten Humors oder der Emotionalität im Finale, hier wird für jeden Zusehertyp etwas geboten. Noch ein paar Worte zur Technik: Das Bild der Blu Ray ist schlichtweg fantastisch. Die Farben sind kräftig, alles ist scharf und auch in den flotten Szenen leidet das Geschehen nicht unter Artefaktbildung oder dergleichen. "Toy Story 3" stellt neben "Die Rückkehr des Königs" den besten Abschluss einer Trilogie aller Zeiten dar.

blu-ray

Toy Story 3 (Blu-ray)

Michael Arndt

EUR 12,95 *
auf Merkliste

50

19.01.2012

„Die Rückkehr des Cowboys”

Unter Kritikern gibt es nur wenige Fortsetzungen, die sich "besser als das Original" nennen dürfen. Da wären z.B. "Terminator 2", "Das Imperium schlägt zurück" oder auch "Der Pate 2". In meinen Augen darf sich nun auch "Toy Story 3" in diese Liste eintragen, da es seine beiden Vorgänger in Sachen Humor, Action und Emotion noch einmal klar überflügelt. Es herrscht Aufregung im Kinderzimmer, denn Andy wird erwachsen und wird in wenigen Tagen aufs College gehen und selbst Spielzeug weiß, dass dort kein Platz für sie ist. Das heißt sich einrichten auf einen längeren Aufenthalt auf dem Dachboden. Doch aufgrund einiger pixartypischer Missverständnisse landen Woody und Co schlussendlich in einem Kindergarten. Der heißt zwar "Sunnyside", sonnig geht es dort aber nicht zu. Der Bär Lotso herrscht mit eiserner Hand und die Freunde müssen einen Weg finden zu fliehen. "Toy Story 3" mixt in die bekannten Zutaten eines Animationsfilms (vor allem Spaß und Action) diesmal eine gehörige Portion Epik. Besonders die Momente gegen Ende stechen manchen Realfilmen ohne Mühe aus (Müllverbrennungsanlage!). Im Endeffekt wird kein Auge hier trocken bleiben, sei es wegen des pointierten Humors oder der Emotionalität im Finale, hier wird für jeden Zusehertyp etwas geboten. Noch ein paar Worte zur Technik: Das Bild der Blu Ray ist schlichtweg fantastisch. Die Farben sind kräftig, alles ist scharf und auch in den flotten Szenen leidet das Geschehen nicht unter Artefaktbildung oder dergleichen. "Toy Story 3" stellt neben "Die Rückkehr des Königs" den besten Abschluss einer Trilogie aller Zeiten dar.

blu-ray

Toy Story 3 - 3D

Michael Arndt

EUR 29,99 *
auf Merkliste

50

19.01.2012

„Die Rückkehr des Cowboys”

Unter Kritikern gibt es nur wenige Fortsetzungen, die sich "besser als das Original" nennen dürfen. Da wären z.B. "Terminator 2", "Das Imperium schlägt zurück" oder auch "Der Pate 2". In meinen Augen darf sich nun auch "Toy Story 3" in diese Liste eintragen, da es seine beiden Vorgänger in Sachen Humor, Action und Emotion noch einmal klar überflügelt. Es herrscht Aufregung im Kinderzimmer, denn Andy wird erwachsen und wird in wenigen Tagen aufs College gehen und selbst Spielzeug weiß, dass dort kein Platz für sie ist. Das heißt sich einrichten auf einen längeren Aufenthalt auf dem Dachboden. Doch aufgrund einiger pixartypischer Missverständnisse landen Woody und Co schlussendlich in einem Kindergarten. Der heißt zwar "Sunnyside", sonnig geht es dort aber nicht zu. Der Bär Lotso herrscht mit eiserner Hand und die Freunde müssen einen Weg finden zu fliehen. "Toy Story 3" mixt in die bekannten Zutaten eines Animationsfilms (vor allem Spaß und Action) diesmal eine gehörige Portion Epik. Besonders die Momente gegen Ende stechen manchen Realfilmen ohne Mühe aus (Müllverbrennungsanlage!). Im Endeffekt wird kein Auge hier trocken bleiben, sei es wegen des pointierten Humors oder der Emotionalität im Finale, hier wird für jeden Zusehertyp etwas geboten. Noch ein paar Worte zur Technik: Das Bild der Blu Ray ist schlichtweg fantastisch. Die Farben sind kräftig, alles ist scharf und auch in den flotten Szenen leidet das Geschehen nicht unter Artefaktbildung oder dergleichen. "Toy Story 3" stellt neben "Die Rückkehr des Königs" den besten Abschluss einer Trilogie aller Zeiten dar.

auf Merkliste

40

19.01.2012

„Und ich flieg, flieg, flieg...”

"Drachenzähmen leicht gemacht" bedient sich eigentlich einer recht simplen Formel: ein normaler Junge, der von seiner Umgebung für nicht ganz voll genommen wird, schließt Freundschaft mit einem außergewöhnlichem Wesen. Bekannte Vertreter dieses Mix wären z.B. "E.T." oder "Die unendliche Geschichte". Hier kommt dem Film aber der enorme Coolnessfaktor eines Drachen zugute, denn welcher Junge hätte nicht gern einen feuerspeienden Gefährten, auf dem man auch noch fliegen könnte. Auch wenn der Hauptdrache des Films, genannt Ohnezahn, einen gewissen Knuddelfaktor verpasst bekommen hat, sprich Kulleraugen und ausgeprägte Mimik, wäre er immer noch ein tolles "Haustier". Wikingerjunge Hicks sieht das zu Beginn aber noch ganz anders. In seinem Heimatdorf sind Drachen eine Plage und die Männer des Dorfs sind spezialisierte Drachenjäger. Er selbst ist ein Hänfling und somit nicht für die Jagd geeignet, so meint auch sein Vater, der Boss der Bande. Doch Hicks will sich beweisen und versucht immer wieder mit verrückten Erfindungen einen Drachen zu erlegen. Bei einem weiteren Angriff scheint er es tatsächlich geschafft zu haben einen gefährlichen Nachtschatten zu erwischen, doch niemand glaubt ihm. So macht sich Hicks auf die Leiche des Monsters zu bergen, doch hat er den Jungdrachen nur verletzt, und der Wikingerjunge sieht sich nicht im Stande ihm den Gnadenstoß verpassen. So versucht er dem Drachen wieder auf die Beine zu helfen und die wundersame Freundschaft entwickelt sich.
Neben der grandiosen Animtaionstechnik, die besonders in den Flugsequenzen schlicht überragend ist, überrascht besonders der oft erwachsene Humor des Films. Woraus z.B. Hicks' Helm ist ließ mich überrascht und herzhaft auflachen. Überhaupt bietet "Drachenzähmen leicht gemacht" einige ernste Ansätze neben seiner kindlichen Natur. So befasst man sich auch mit der schwierigen Beziehung des Wikingervaters zu seinem Sohn, der nicht das ist, was er sich erhofft hat.
"Drachenzähmen leicht gemacht" macht in erster Linie richtig Spaß, versäumt es aber nicht die nötigen ernsten Akzente zu setzen, um nicht belanglos zu erscheinen.

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