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2071

Rezensionen

12

buch

Ruht das Licht

Maggie Stiefvater

EUR 18,90 *
auf Merkliste

50

27.01.2012

„Gelungene, wundervolle Fortsetzung”

Dies ist die Geschichte eines Jungen, der einWolf war, und eines Mädchens, das zu einem wurde.


Sam ist zu Grace zurückgekehrt. Die Injektion des tödlichen Meningitis-Blutes hat ihn von dem Wolf geheilt. Er ist ein Mensch. Und wird es bleiben, unabhängig von den Außentemperaturen. Endlich gibt es eine Chance für ihre Liebe. Sie sehnen sich nach einem ruhigen, normalen Leben.
Doch nun bekommt Grace, die nie krank war, plötzlich hohes Fieber. Und während Sam sich langsam erlaubt, an eine Zukunft als Mensch zu denken, erkennt Grace, dass sie sich ihrer Gestalt nicht mehr sicher sein kann.
Die Autorin dringt dieses Mal tiefer in Sam und seine Gefühlswelt ein, seine Ängste, Grace an den Wald zu verlieren. Sams Situation ist an einigen Stellen herzzerreißend und zu Tränen rührend. Man möchte ihn tröstend in die Arme nehmen.
Grace' Eltern machen Sams Leben nicht einfacher, als sie ihn im Bett ihrer Tochter erwischen und ihm verbieten sie zu sehen. Die beiden beschließen wohl endlich, Eltern zu sein. Doch dieses Recht haben sie sich schon vor langer Zeit verwirkt, und das lässt Grace sie spüren..

Die Geschichte ist, wie der erste Teil, aus den verschiedenen Ich-Perspektiven von Grace und Sam geschrieben. Doch in diesem Band kommt auch die Sicht von Isabel und einem der neuen Wölfe, Cole hinzu. Cole, der mit aller Macht versucht, seine Wolfsgestalt zu behalten, um sich selbst zu verlieren, entwickelt sich im Laufe des Buches weiter, von einem unsympathischen, überheblichen und arroganten Rockstar zu einem tiefgründigen, verletzlichen und von Schuldgefühlen geplagten Jungen.
Auch Isabel wirkt sympathischer und tiefgründiger als sie es im ersten Band getan hat.
Maggie Stiefvater erzählt die Fortsetzung von Sam und Grace wieder in ihrem detailgenauen, fesselnden Schreibstil, der mich schon in „Nach dem Sommer“ begeistert hat.
Dennoch ist dieser Teil düsterer, unheilversprechender. Das bemerkt man schon am Einband. Die farben sind gedeckt und düsterer als die des ersten Bandes.
Da im Prolog ja schon darauf hingewiesen wird, was Grace bevorsteht, wartet man natürlich schon gespannt, wann es so weit sein wird. Was jedoch durch die Erzählweise und die Einbringung von Isabel und Cole der Spannung, meiner Ansicht nach, keinen Abbruch tut.
Wie schon bemerkt, ist dieser Teil der Trilogie düsterer als „Nach dem Sommer“. Aber auf jeden Fall genauso gut.
Ich war sofort wieder im Bann von Mercy Falls und den Wölfen. Und habe wieder mit Grace und Sam, aber auch mit Isabel und Cole mitgefühlt. Eine wirklich gelungene Fortsetzung und ich kann es kaum erwarten, dass der nächste Teil veröffentlicht wird.

Unbedingt lesen! Es lohnt sich!

buch

Nach dem Sommer

Maggie Stiefvater

EUR 18,90 *
auf Merkliste

50

26.01.2012

„Der Wolf in mir”

Grace ist besessen von den Wölfen die im Boundary Wood hinter ihrem Elternhaus leben. Im Sommer sind sie unauffindbar. Doch sobald der Winter naht und es kälter wird, kommt das Rudel zurück. Und mit ihm ihr Wolf. Der mit den beeindruckenden und traurig aussehenden gelben Augen. Zu dem sie sich unerklärlicherweise hingezogen fühlt.
Grace ahnt bereits seit längerem, dass die Wölfe hinter ihrem Haus Werwölfe sind. Bestätigt wird diese Ahnung aber erst, als sie einen nackten Jungen auf der Veranda findet. Er wurde angeschossen bei der Jagd, die die Bewohner des Kleinstädtischen Mercy Falls auf die Wölfe veranstaltet hat, nachdem einer von Graces Mitschülern, Jack, von den Wölfen getötet wurde.
Ihr Wolf heißt Sam. Und ist ein sehr süßer Typ. Grace verliebt sich augenblicklich. Doch den beiden Verliebten bleibt nicht viel Zeit. Es wird täglich kälter und Sam läuft Gefahr, sich wieder zurück in den Wolf zu verwandeln und damit sich selbst zu verlieren. Doch die Beiden müssen unbedingt Jack finden, um Drohenden Schaden von ihm und dem Rudel fernzuhalten...

Maggie Stiefvater erzählt diese wunderbare Liebesgeschichte aus verschiedenen Ich-Perspektiven. Sie ermöglicht es einen, die Geschichte aus Sicht von Grace und Sam zu begleiten. Eine für mich bisher einzigartige Erfahrung. Es fällt auch nicht schwer, sich in die Verschiedenen Charaktäre hineinzuversetzen. Im Gegenteil, so erfährt man mehr als üblich von den Gefühlen, Ängsten und der Situation der jeweiligen Person. Eine Erzählweise, die mir sehr gut gefallen hat.
Durch den detailreichen Schreibstil fühlt man sich förmlich in die Geschichte hineinversetzt. Ich konnte mir die Wölfe, die Umgebung und die vielen Gesten zwischen Sam und Grace dadurch sehr deutlich vorstellen.
Das zart anmutende, wunderschön gestaltete Cover, das ein Mädchen und einen Wolf zeigt, ist schon ein Blickfang und lädt zum lesen ein. Die Kapitel sind angenehm kurz und es steht der Name der Person, aus deren Sicht die Autorin gerade erzählt am Anfang. Und zudem die aktuelle Temperatur, die für Sam Wolf- oder Menschsein bedeuten kann...

Ich habe selten so eine liebevoll geschilderte Fantasy-Liebesgeschichte gelesen, die mich an einigen Stellen sogar zu Tränen gerührt hat.
Die Wölfe haben auch mich in ihren Bann gezogen, und ich freue mich schon darauf, die Vortsetzung zu lesen.

buch

Mädchenfänger

Jilliane Hoffman

EUR 9,99 *
auf Merkliste

50

22.01.2012

„Der unbekannte Schrecken aus dem Internet”

Die 13jährige Elaine, die von allen nur Lainey genannt wird, musste mit ihrer Familie umziehen und besucht einen neue Schule. Da sie dort keine Freunde hat, und die Treffen mit ihren Alten Freunden nicht mehr so häufig realisiert werden können, vertreibt sie sich ihre Zeit immer öfter im Internet und lernt dort in einem Chat einen Jungen kennen. Er versteht sie und ihre Probleme daheim und in der Schule. Sie fasst mehr und mehr vertrauen zu ihm und willigt schließlich einem Treffen ein. Eine fatale Fehlentscheidung.


Die Autorin begleitet anfangs Lainey, die sich über das Internet mit dem 17jährigen Zach verabredet. Dieser ist aber nicht der, für den er sich ausgibt, sondern ein mädchenfangendes Monster. Ein Monster, das sich unbemerkt von den Eltern durch den Bildschirm in die Kinderzimmer schleicht. Dann fokussiert sich die Geschichte auf Agent Bobby Dees, Ermittler bei der Einheit für Kriminelle Handlungen gegen Kinder, der versucht Lainey zu finden. Keine leichte Aufgabe, denn den Agenten erwarten mehr als einmal grausige Überraschungen, die der Mädchenfänger für ihn am Tatort hinterlässt, und die quälende Ungewissheit, was mit seiner eigenen Tochter passiert ist.
Immer wieder wird jedoch zu dem Mädchen und dem Mädchenfänger geblendet. So erfährt man einiges über Laineys Situation und die kranke Psyche des Kidnappers.

Jilliane Hoffmann erzählt in von ihr gewohntem flüssigem und äußerst spannendem Schreibstil. Die Geschichte schockiert mit Detailreichtum und einer Story, wie sie tatsächlich jeden Tag überall auf der Welt geschehen könnte. Ich fieberte die ganze Zeit über mit Bobby Dees oder Lainey mit und konnte mich kaum von dem Buch losreißen. Hätte ich nicht arbeiten müssen, hätte ich Den Mädchenfänger wohl in einem Tag durchgelesen.
Eine großartige Lektüre für Krimi- und Thrillerfans, in von der Autorin gewohnt fesselnder Manier. Fast schon ein Muss!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

40

19.01.2012

„Die Treibhausblume”

Die erfolgreiche Pianistin Julia ist am Boden zerstört: Bei einem Autounfall kamen ihr 2jähriger Sohn und ihr Mann ums Leben. Sie schottet sich in ihrem kleinen englischen Cottage völlig ab, bis sie auf Kit Crawford trifft. Sie lernte den Lord von Wharton Park in ihrer Kindheit kennen, und nun verhilft er ihr zu neuem Lebenswillen. Doch als für Julia wieder alles gut zu werden scheint, taucht ein altes Kriegsgefangenen-Tagebuch auf. Wohl von ihrem Großvater Bill. Doch dieses Tagebuch birgt ein über Generationen hinweg gehütetes Familiengeheimnis.

Die Geschichte begleitet in der Gegenwart Hauptsächlich Julia. In wenigen Abweichungen darf man allerdings auch ein paar Einblicke in Kits und Alicias Leben und Gedanken machen. In der Gegenwart herrscht der Blick auf Harry und Olivia vor.


Mir gefiel der flüssige und detailverliebte Schreibstil der Autorin gut. Ich konnte mir Wharton Park und Bangkok sehr gut bildlich vorstellen. Es gibt kaum Längen in der Geschichte. Sehr gut gefielen mir auch die langen Rückblicke in die Vergangenheit der Protagonisten Harry, Olivia uns Elsie. Durch zu viele Hin- und Her Sprünge hätte meiner Ansicht nach die Geschichte gelitten.
Einen Punkt Abzug erhält der Roman für das plötzliche Auftauchen einer gewissen Person (ich möchte hier nichts genaues Verraten), das erschien mir einfach zu unrealistisch.
Aber dennoch ein wunderbarer Schmöker für kalte Januartage. Ich habe das Buch beim lesen nur äußerst ungern wieder aus der Hand gelegt.

50

09.01.2012

„Die Spiele gehen weiter”

Was keiner geglaubt hat ist geschehen: Peeta und Katniss haben beide die barbarischen Hungerspiele überlebt. Und das nur aufgrund ihrer angeblichen Liebe. Und, weil Katniss unbewusst das Kapitol, die eisenharte Regierung Panems überlistet hat. Was sie erst jetzt begreift ist, dass sie damit das Kapitol nicht nur verhöhnt hat, sie hat auch einen Hoffnungsschimmer geschaffen, für die unterdrückten und armen Distrikte Panems, einen Aufstand herbeizuführen und das Kapitol zu stürzen.
Präsident Snow fordert nun von Katniss auf der Tour der Sieger durchs ganze Land, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass sie nicht bei Sinnen war. Aus grenzenloser Liebe zu Peeta. Nur leider empfindet Katniss nicht so für Peeta. Und sie ist keine gute Schauspielerin. Doch sie gibt ihr bestes, um ihre Familie und ihren besten Freund Gale das Leben zu retten. Denn wenn sie versagt, sind all ihre Lieben verloren...
Als sie beim Besuch in Distrikt 11, der Heimat von Rue, ihrer Verbündeten bei den Spielen, der Familie ihre Anteilnahme öffentlich gesteht, und Zeugin einer Exekution wird, und Katniss klar wird, dass sie keine Chance hat, die Aufstände zu bekämpfen, reift in ihr ein anderer Plan heran. Sie denkt an Flucht, und an Revolution. Doch das alles wird im Keim erstickt. Denn Katniss muss zurück in die Arena. Mit Peeta. Denn zu den 75. Hungerspielen hat sich die Regierung etwas ganz besonderes überlegt: Es soll der Sieger der Sieger gekürt werden. Und in Distrikt 12 gibt es nur sie als weibliche Siegerin. Und schnell wird klar, dass Peeta sie um jeden Preis beschützen wird. Und wenn er dafür mit seinem Leben bezahlt. Doch Katniss hat sich das gleiche geschworen...

Das Buch ist wieder aus Sicht von Katniss geschrieben. Man spürt deutlich die Verwirrung der Jugendlichen. Soll sie doch Peeta heiraten, denn da ist das Kapitol wie immer unnachgiebig. Doch eigentlich liebt sie Gale. Oder doch nicht? Denn Katniss möchte nie heiraten, um nie ein Kind bei den Spielen verlieren zu können. Was man sehr gut nachempfinden kann.
Man fiebert stark mit Katniss mit, möchte ihr helfen, sich aus dieser brekären Lage zu befreien. Das Ende ist natürlich wieder eine Überraschung, denn mit dieser Wende hatte man keinesfalls gerechnet. Und man möchte sofort mit dem 3. Band der Reihe weiterlesen, um zu erfahren, ob es Katniss mit dem Kapitol aufnehmen kann, und was aus Gale, Prim und allen anderen Figuren, die man ins Herz geschlossen hat weitergeht.

Der 2. Band steht dem 1. in nichts nach. Sehr flüssiger Stil, mit vielen unvorhersehbaren Wendungen, die keine Langeweile aufkommen lassen.
Ich konnte auch dieses Buch wieder nicht aus der Hand legen und habe es in 2 Tagen ausgelesen. Weiter so, Frau Collins. Ich bin begeistert! Und werde mich gleich an den 3. (und leider letzten Teil) der Reihe machen.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

08.01.2012

„Mit Allan Emmanuel Karlsson um die Welt”

Inhalt:
Allan hat Geburtstag. Er feiert seinen hundertsten im Altenheim von Malmköping, Schweden, mit Bürgermeister, Stadtrat, Presse und der Giftspritze (Schwester Alice). Oder besser: sollte er zumindest. Denn Allan hat die Flucht ergriffen. Seiner Ansicht nach sollte sich jemand, der so alt geworden war, seine Gäste selbst aussuchen können. Und dazu bitte ein ordentliches Glas Schnaps. Und so ist er kurzerhand trotz schmerzender Knie aus de Fenster seines Zimmers geklettert und auf dem Weg zum Busbahnhof. Dort kauft er ein Ticket für den nächstbesten Bus und ist nach den wenigen Minuten Wartezeit auf den Bus auch noch frischgebackener "Besitzer" eines Koffers, auf den er eigentlich nur kurz aufpassen sollte, während sein rechtmäßiger Besitzer die Toilette aufsucht. Doch währenddessen fährt sein Bus, und vielleicht, so denkt Allan, sind in dem Koffer ja ein paar Klamotten die im passen, denn des wäre auf der Flucht sicher gut, ein paar Sachen zum Wechseln zu haben. Allan weiß noch nicht, wo genau seine Flucht aus dem Altenheim hingehen soll, aber unterwegs trifft er allerhand nette, hilfreiche Menschen. Da ist der Meisterdieb Julius, der Allan aufnimmt, und dann gemeinsam mit Allan "aus versehen" den eigentlichen Besitzer von Allans Koffer beseitigt. In dem sich, wie sich rausstellt, 50 Millionen Kronen befinden. Dann der Imbissbudenbesitzer Benny, der kurzerhand zum Chauffeur bestimmt wird. Denn irgendwie müssen die Beiden Herren ja von den Mitgliedern von "Never Again" fliehen. Denn die möchten den Koffer um jeden Preis zurückhaben...
Und zwischen der Geschichte um die Flucht vor dem Bandenführer und Polizei, die die Freunde mittlerweile natürlich auch sucht, wird über Allans aufregendes Leben berichtet. Von seiner Kindheit in einer Hütte in Yxhult, den Jahren in einer Nervenheilanstalt, weil er einmal zu sorglos mit Sprengstoff hantiert hatte. Und von Allans Begegnungen mit einigen Staatschefs dieser Welt, wie Generalissimo Franco, Präsident Truman und einigen mehr, aufgrund seiner Eigenschaft als Sprengstofftechniker und vor allem seinen Kenntnissen über den Bau von Atombomben.

Meinung:
Eine wunderbar kurzweilig geschriebene Geschichte über Allan, der keinerlei Interesse an Politik hat, aber trotzdem immer in politisches Geschehen hineingeschlittert ist. Der Sprach- und Schreibstil, mit dem Jonas Jonasson diese Geschichte erzählt sorgt für mehrere Lacher im Laufe der Seiten. Die Spannung lässt auf keiner Seite nach, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da ich immer wissen wollte, in welchen Schlamassel die Freunde und ganz besonders Allan nun wieder hineingeraten, und mit welchem einfallsreichtum sie sich da wieder herausmanövrieren.
Das Buch ist nicht ohne Grund Jahresbestseller 2011!
Unbedingt lesen, ihr werdet es lieben!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

07.01.2012

„Die Spiele sind beendet”

... oder doch nicht?
Katniss wurde von den Rebellen aus der tödlichen Arena ihrer zweiten Hungerspiele gerettet. Sie lebt! Und soll als Spotttölpel das Gesicht der Rebellion werden. Nach anfänglichem Widerstreben, willigt Katniss ein. Aber nur unter der Bedingung, dass sie selbst Snow, den Präsidenten im Kapitol töten darf. Und dass Peeta, der vom Kapitol gefangen gehalten und gefoltert wird, befreit wird und straffreiheit erhält.
Doch Katniss ist unzufrieden damit, den ganzen Tag Propo-Spots zu drehen und zu warten. Sie will kämpfen...

Das Buch beginnt da, wo das der Zweite Teil der Reihe geendet hat. Katniss wurde gerettet. Und besucht Distrikt 12, oder besser, was davon übrig ist. Die Geschichte spielt immer noch aus der Sicht von Katniss, und die Autorin hat ihren flüssigen und einfachen Schreibstil beibehalten, wodurch ich das Buch auch wieder in kurzer Zeit ausgelesen hatte.
Die Geschichte ist meiner Ansicht nach düsterer als die letzten Bände. Denn bald hat Katniss kaum mehr etwas, an das sie sich klammern kann. Und sie fragt sich, ob sich wirklich etwas ändert, wenn die Rebellen siegen. Oder wird die Präsidentin von Distrikt 13 genau so weiterregieren wie Snow?
Bald wird Katniss klar, dass ein toter Spotttölpel irgendwann mehr wert sein wird, als ein lebender...

Von mir ein Stern Abzug für das meiner Ansicht nach etwas lieblose und übereilte Ende und Epilog. Hier hat die sonst so phantasievolle Autorin nachgelassen. Aber alles in allem eine tolle Reihe!

50

07.01.2012

„Grausame "Spiele" als Machtdemonstration”

Nordamerika in nicht definierter Zukunft: Der Mensch hat die Erde ausgebeutet. Aus dem Trümmern des einstigen mächtigsten Land der Welt entstand das Land Panem: Einst 13 Distrikte, einer Aufgrund von Aufständen zerstört um ein Exempel zu statuieren, nun umgeben 12 Distrikte die gnadenlose Regierung. Das Kapitol. Die 12 Distrikte stellen jeder eigene Produkte her, oder fördern diese Zutage. So steht z.B. 11 für Landwirtschaft und 12 für Kohleabbau. Die meisten Distrikte sind arm und die Bewohner stehen dem Tod durch Verhungern täglich mehr als nah. Um den Distrikten zu demonstrieren, dass sie keine Chance gegen die absolutäre Regierung haben, werden jährlich die Sogenannten Hungerspiele veranstaltet. Hierzu werden aus jedem Distrikt ein Mädchen und ein Junge zwischen 12 und 18 Jahren ausgelost, sich in der Arena vor laufenden Kameras zu töten. Denn es kann nur einen Sieger geben. Katniss aus Distrikt 12 ist 16, als ihre kleine Schwester auserwählt wird, und meldet sich freiwillig, um Prim zu beschützen. Hat sie damit ihr Todesurteil besiegelt? Die Spiele werden es zeigen. Und ist der männliche Tribut aus ihrem Distrikt wirklich ein Feind? Oder gibt es doch irgendeine Möglichkeit für eine gemeinsame Zukunft?
Lest das Buch und findet es heraus.
Möge das Glück stets mit den Tributen in der Arena sein.

Die Geschichte wird aus Sicht der jungen Katniss erzählt. Was es einen vereinfacht, sich in das Mädchen hineinzuversetzen, das sich bereits oft genug im Leben mit Schicksalssschlägen auseinandersetzen musste. Die grausame Zeit in der Arena wird mit erschreckender Genauigkeit beschrieben. Ich konnte mir die Arena dadurch sehr gut bildlich vorstellen. Die Autorin besitzt einen flüssigen Schreibstil, und die Fähigkeit, in der Geschichte keine Längen aufkommen zu lassen, was einen förmlich "ans Buch fesselt".
Ein sehr gutes Buch, das allerdings für die jüngeren Leser etwas zu erschreckend anmutet. Dennoch klare Kauf- und Leseempfehlung von mir!

50

07.01.2012

„Sophia im Glück”

Sophia ist gerade 30 geworden und nicht gerade zufrieden mit sich. Sie träumt von einem Job als Moderatorin und einem netten, liebevollen Freund. Die Realität sieht jedoch so aus, dass Sophia bei Elbe-TV als Empfangsdame arbeitet und mit einem verheirateten Mann zusammen ist, der auch noch ihr Chef ist und ihr seit einem Jahr verspricht seine Frau zu verlassen. Er ist nur leider nicht Sophias erster Fehlgriff in Sachen Männer. Als Sophia dann als Aushilfe die Nachrichten moderieren darf, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Aber kurz vor der Sendung belauscht Sophia ihren Chef Magnus als der telefonisch mit seiner Gattin einen Urlaub plant und sieht rot. Sie macht live in der Sendung mit ihm Schluss und steht plötzlich ohne Job da. Und als wär das noch nicht genug schreibt auch noch ein Schmierfink der bekanntesten Boulevardzeitung einen reisserischen Artikel über sie.
Doch der ganze Schlamassel hat doch noch ein gutes. So bietet ihr Magnus eine eigene Sendung an, in der Sophia bis Weihnachten ihren Traummann finden soll: "Sophia im Glück" Á la "Bauer sucht Frau". Eigentlich will Sophia das erst nicht machen, jedoch kann sie mit dem Honorar ihrem besten Freund Tom bei der Gründung seines eigenen Kurierdienstes helfen.
Die Geschichte hält noch einige Wirren für Sophia bereit. Denn nichts schein so, wie es soll. Hegt etwa der neue Nachbar mehr als freundschaftliche Gefühle für sie? Und warum wurde ihre Freundin Viola von deren langjähriger Freundin verlassen? Und wer ist dieser charmante Briefeschreiber, der nicht in der Sendung mitmachen möchte, Sophia aber trotzdem näher kommen will?

Die Geschichte ist aus Sophias Perspektive geschrieben. Die Autorin lässt es nicht langweilig werden, und versteht es, den Leser mit einem einfachen, aber flüssigen Schreibstil und vielen plötzlichen Wendungen in der Handlung an das Buch zu fesseln. Den Humor lässt Frau Gold auch nicht zu kurz kommen. Ich musste während des lesens mehrmals plötzlich drauf los lachen und konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Viel Spaß beim lesen dieses Buches! Es lohnt sich!

50

07.01.2012

„Mütter-Society vs. Mütter-Mafia”

Constanze Wieschnewski ist wie vor den Kopf gestoßen: Ihr Mann Lorenz will sich nach 15 Jahren Ehe von ihr scheiden lassen. Aus heiterem Himmel. Constanzes Verdacht, ihr Mann habe einen Hirntumor, bestätigt sich leider nicht, und so werden sie und die beiden Kinder Nelly und Julius von Lorenz in dessen Elternhaus ausquartiert. Und das mehr als plötzlich. Constanze versteht die Welt nicht mehr. Und die vor kurzem verstorbene Schwiegermutter auch nicht, denn wie konnte man nur sein Leben lang in einem Albtraum aus Mahagoni-Holz verbringen. Und was hat ihr werter Noch-Ehemann 7 Wochen lang getrieben, als er behauptete, das Haus renovieren zu lassen? Davon war nämlich rein gar nichts zu sehen...
Constanzes Leben wird nicht einfacher, als sie ein paar Mütter aus Julius' Kindergarten, die alle der Mütter-Society angehören, kennenlernt. Und die Begegnung mit dem Vater der kleinen Emily, den sie fortan "Jaguarmann" nennt, gehört auch eher zu ihren peinlichen Erinnerungen.
Doch das Leben meint es auch gut mit Constanze, denn es schneien urplötzlich ein paar gute Feen in Form der unterforderten Mimi, der Hebamme und Mutter Anne und der Nachbarstochter Gitti in ihr Haus und somit in ihr leben.
Es gibt noch einige Überraschungen für Constanze...

Das Buch ist aus der Perspektive von Constanze geschrieben, wodurch man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. Mir hat der flüssige Schreibstil mit viel Humor von Kerstin Gier schon bei ihrer Jugendbuch-Reihe "die Edelstein-Trilogie" sehr gut gefallen. Dies war mein erster Frauen-Roman von ihr. Und ich bin begeistert. Ich musste des öfteren Lauthals über Constanze oder die Ignoranten Mitglieder der Mütter-Society lachen. Ich werde schnellstmöglich die weiteren Teile der Mütter-Mafia lesen. Denn für dieses Buch gibt es von mir eine klare Kauf- und Leseempfehlung! Weiter so Frau Gier!

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