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Kritik der mörderischen Vernunft

Kritik der mörderischen Vernunft

Thriller. Originalausgabe

buch
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Artikeldetails zu Kritik der mörderischen Vernunft

AutorJens Johler

Untertitel Thriller. Originalausgabe

Abbildungsvermerk 19 cm

  • ISBN-103-548-26954-0
  • ISBN-139783548269542
  • Verlag Ullstein Taschenbuchverlag
  • ReiheUllstein-Bücher,...
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten539
  • Veröffentlicht01.02.2009
  • GenreThriller
  • Gewicht370g
  • SpracheDeutsch

Kurzbeschreibung zu Kritik der mörderischen Vernunft

»Sprachlich sehr gut, wissenschaftlich fundiert und spannend bis zum Schluss! Fazit: Ein Krimi des gehobenen Anspruch.s«
Aachener Zeitung, Guido Lips, Buchhandlung Fischer, Jülich, 18.04.09


»Ein kluges, hoch spannendes Buch«
Brigitte, 03.06.09


»Bestens recherchierter Grusel«
Ulli Kulke, Die WELT


»Der Thriller verbindet Fiktion und Wirklichkeit auf bemerkenswerte Weise«
Gehirn & Geist


»Ein im besten und wahrsten Sinne nervenraubender Krimi mit biophilosophischer Dimension«
Zitty, Berlin


»Kritik der mörderischen Vernunft ist ein ausnehmend gelungener Wissenschafts- und Philosophiekrimi aus der Welt der Hirnforschung.«
Telepolis News, Florian Rötzer, 17.05.2009


»Hirnforschung und Wissenschaftskritik, ein seltenes Sujet im weiten Feld der Kriminalliteratur. Jens Johler wirft einen genauen Blick darauf, wirft Schlaglichter auf die Schattenseiten einer Ethik, die keinen moralischen Impetus mehr kennt. Nur das Mögliche zählt. Wenn es der guten Sache dient. Einer guten Sache, deren Inhalte von Geheimdiensten und multinationalen Konzernen diktiert werden.«
Krimi- couch.de, Jochen König, 19.05.09

Beschreibung der Redaktion zu Kritik der mörderischen Vernunft

Ein bekannter Wissenschaftler wird brutal ermordet. Der erste Verdacht fällt auf radikale Tierschützer, denn der tote Hirnforscher hatte Versuche an Affen vorgenommen. Ein Briefbombenanschlag auf einen Kollegen in Bremen deutet in dieselbe Richtung. Doch der Berliner Wissenschaftsjournalist Troller weiß mehr als die Polizei. Denn der Mörder, der sich Kant nennt und mysteriöse Botschaften hinterlässt, hat ihn persönlich kontaktiert. Gemeinsam mit der Kriminalreporterin Jane kommt Troller einem Mann auf die Spur, der den freien Willen des Menschen bedroht sieht – und töten wird, um ihn zu bewahren.

Portrait

Jens Johler:
Jens Johler, 1944 in Neumünster geboren, in Hamburg aufgewachsen. Nach einer Schauspielausbildung an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule und drei Berufsjahren als Schauspieler in Dortmund ab 1968 Studium der Volkswirtschaftlehre an der Freien Universität Berlin, anschließend Wissenschaftlicher Assistent. Danach freier Autor, u. a. von Theaterstücken. 1994 erschien sein Roman 'Der Falsche'.

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123

40

16.01.2012

„Schwächen im Stil”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Göttingen


Der Einstieg war meines Erachtens sehr ermüdend. Banale Handlungen wurden bis ins kleinste Detail geschildert- in welcher Reihenfolge Zutaten in den Topf geworfen werden, was genau wie angezogen wurde-, was den Lesefluss sehr hemmte und den Eindruck von Seitenfüllern erweckte. Später gab es sich etwas, insgesamt wirkten aber die Dialoge konstruiert und stark gestelzt. Der Autor hat es nicht geschafft, dass ich wirklich in die Figuren hineintauchen konnte; es gab immer eine gewisse Distanz. Am überzeugendsten war für mich noch Laurenz Block, der nur eine kleine Nebenrolle einnahm, auf mich aber den Eindruck der einzig „echten“ Figur vermittelte.
Die Handlung und die aufgezählten Studien sind sehr aktuell und überaus brisant. Jeder wird instinktiv bekräftigen, dass er über ein von der reinen Biologie losgelöstes „Ich“ besitzt und einen freien Willen hat. Wenn man dann liest, dass die Wahl der Sexualpartner über Zugabe eines einzigen Stoffes komplett gesteuert werden kann, und sei es bislang nur bei Mäusen, läuft es einem kalt den Rücken hinunter. Viele der angesprochenen Sachverhalte waren sehr interessant und fundiert, sogar wenn man selbst vom Fach ist. Für einen Laien wird meines Erachtens etwas zu sehr ins Detail gegangen. Der Autor erschöpft sich seitenlang in philosophischen Diskussionen, wodurch die Spannung ins Hintertreffen gelangt. Der Fokus liegt auf dem Diskurs neurale Determination vs. Freier Wille, wobei der Autor durch die Beschreibung der „bösen“ Gehirnforscher ganz klar Partei ergreift. Dadurch gerät der Thriller stark ins Hintertreffen. Troller und Jane wurden viel von A nach B geschoben, um sofort wieder philosophieren zu können. Die Einteilung „Thriller“ ist in meinen Augen jedenfalls eine Fehleinsortierung.
Wenn man den Roman am Stück liest, verschwimmen die Argumente. Man sollte durchaus ab und an eine Pause einlegen, um alles sacken zu lassen und sich seine eigenen Gedanken zu machen, wobei man allerdings auch einmal die andere Seite betrachten sollte. Welche Seite der Autor bevorzugt, ist klar, besonders wenn man das Ende bedenkt.
Wer einen nervenzerfetzenden Thriller erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Wer eher„tiefere“ Handlung bevorzugt und philosophische Diskussionen mag, wird sicherlich etwas für sich finden. Der Autor schreibt im Schlusswort, dass die aufgezeigten Experimente und Erkenntnisse tatsächlich existieren und seine Ideen die logische Konsequenz sind. Mich hat der Roman zwar nicht gefesselt, aber interessiert. Für die Story und den Stil gebe ich 3 von 5, für die hervorragende Recherche 5 von 5 Sternen; insgesamt also 4 Sterne.

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20

24.07.2010

„Besser mal Experten fragen.....”

von sabatayn76
Inhalt:
Verschiedene Wissenschaftler, die sich mit der Erforschung des menschlichen Gehirn beschäftigten, werden auf brutalste und kaltblütigste Weise umgebracht. Der Wirtschaftsjournalist Troller bekommt Nachrichten vom Täter, der sich 'Kant' nennt und gern Trollers Buch zitiert. Die Suche nach dem Mörder beginnt - und die Zeit eilt.

Mein Eindruck:
Im Nachwort schreibt der Autor folgendes: 'Personen und Handlungen habe ich frei erfunden, die Fakten habe ich recherchiert.'. Es hört sich initial gut an, dass der Autor seinen Thriller auf Tatsachen und Forschungsergebnissen aufbaut und auch überprüft hat, ob alles richtig verstanden und beschrieben wurde. In den Rezensionen anderer Leser wurde immer wieder auf die exakte und detaillierte Recherche des Autors hingewiesen. Klingt gut? Stimmt aber leider nicht! Im gesamten Buch tummeln sich Fehler - und hiermit meine ich vor allem die mangelhafte Recherche in Sachen Bildgebung oder Neuroanatomie. Da ich selbst seit einigen Jahren in diesem Bereich arbeite, kann ich hier sehr gut zwischen richtig und falsch, zwischen guter und schlechter Recherche unterscheiden. Ich habe mich oft gefragt, wie viele andere Informationen und Interpretationen fehlerhaft sind – in Sachen Kant kann ich dies zum Beispiel selbst nicht einschätzen.

Beispiele für falsche Informationen:
(1) Ein 'funktionelles MRT' ist kein besonderes Gerät (wie der Autor schreibt), sondern eine radiologische Methode, ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von aktivierten Hirnarealen. Man kann anhand eines fMRT-Bildes auch keine gut abgegrenzte Raumforderung diagnostizieren (wie es im Buch geschieht), da die Auflösung hierfür zu schlecht ist. Weiterhin ist die Amygdala eine kleine Struktur, die nicht durch einen schnellen Blick auf das fMRT-Bild identifiziert werden kann. Zumal die (zuverlässige) Auswertung eine aufwändige Vorverarbeitung als Voraussetzung hat. Die Kopfspule wird übrigens vor dem Hineinfahren in den Scanner angebracht. Und der Kopf kommt selbstverständlich nicht am anderen Ende des Scanners wieder heraus, denn den möchte man ja untersuchen.
(2) Des Weiteren verwendet der Autor den Begriff der 'Dissoziativen Persönlichkeitsstörung'. Diesen Ausdruck gibt es nicht. Die alte Bezeichnung der Störung ist 'Multiple Persönlichkeit', die neue 'Dissoziative Identitätsstörung'.
(3) Der Autor erwähnt eine Struktur namens 'Gyros cinguli'. Gyros ist das, was man im griechischen Restaurant bestellen kann. Gyri sind Hirnwindungen. Die korrekte Bezeichnung der Struktur ist somit 'Gyrus cinguli'.
(4) Johler erwähnt den Film 'Der freie Wille' und erläutert, dass es darum um einen Mörder geht. Auch das ist falsch. Jürgen Vogel spielt einen Vergewaltiger. Übrigens ein sehr guter und empfehlenswerter Film!
(5) Das Medikament, das Johler erwähnt, heißt nicht 'Retalin', sondern 'Ritalin'.

Mein Resümee:
Ich wollte anfangs eigentlich vier Sterne geben, da sich der Thriller sehr gut liest und ein sehr spannendes Thema behandelt. Nach all den Belegen für eine schlechte Recherche kann ich das Buch jedoch nicht mehr Ernst nehmen.
Hat der Autor Kant falsch zitiert/ausgelegt? Hat er die Informationen zu Spiegelneuronen korrekt wiedergegeben? Was ist der derzeitige Forschungsstand bezüglich des freien Willens und bildgebenden Verfahren? Diese Fragen kann ich leider nicht beantworten. Ich fürchte aber, dass ein Autor, der einfachste Informationen ungenau oder sogar falsch wiedergibt, die Aussagen der Kant'schen Philosophie nicht verstanden hat.

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20

19.12.2009

„Besser mal Experten fragen.....”

von sabatayn76 aus Deutschland
Inhalt:
Verschiedene Wissenschaftler, die sich mit der Erforschung des menschlichen Gehirn beschäftigten, werden auf brutalste und kaltblütigste Weise umgebracht. Der Wirtschaftsjournalist Troller bekommt Nachrichten vom Täter, der sich 'Kant' nennt und gern Trollers Buch zitiert. Die Suche nach dem Mörder beginnt - und die Zeit eilt.

Mein Eindruck:
Im Nachwort schreibt der Autor folgendes: 'Personen und Handlungen habe ich frei erfunden, die Fakten habe ich recherchiert.'. Es hört sich initial gut an, dass der Autor seinen Thriller auf Tatsachen und Forschungsergebnissen aufbaut und auch überprüft hat, ob alles richtig verstanden und beschrieben wurde. In den Rezensionen anderer Leser wurde immer wieder auf die exakte und detaillierte Recherche des Autors hingewiesen. Klingt gut? Stimmt aber leider nicht! Im gesamten Buch tummeln sich Fehler - und hiermit meine ich vor allem die mangelhafte Recherche in Sachen Bildgebung oder Neuroanatomie. Da ich selbst seit einigen Jahren in diesem Bereich arbeite, kann ich hier sehr gut zwischen richtig und falsch, zwischen guter und schlechter Recherche unterscheiden. Ich habe mich oft gefragt, wie viele andere Informationen und Interpretationen fehlerhaft sind – in Sachen Kant kann ich dies zum Beispiel selbst nicht einschätzen.

Beispiele für falsche Informationen:
(1)Ein 'funktionelles MRT' ist kein besonderes Gerät (wie der Autor schreibt), sondern eine radiologische Methode, ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von aktivierten Hirnarealen. Man kann anhand eines fMRT-Bildes auch keine gut abgegrenzte Raumforderung diagnostizieren (wie es im Buch geschieht), da die Auflösung hierfür zu schlecht ist. Weiterhin ist die Amygdala eine kleine Struktur, die nicht durch einen schnellen Blick auf das fMRT-Bild identifiziert werden kann. Zumal die (zuverlässige) Auswertung eine aufwändige Vorverarbeitung als Voraussetzung hat. Die Kopfspule wird übrigens vor dem Hineinfahren in den Scanner angebracht. Und der Kopf kommt selbstverständlich nicht am anderen Ende des Scanners wieder heraus, denn den möchte man ja untersuchen.
(2)Des Weiteren verwendet der Autor den Begriff der 'Dissoziativen Persönlichkeitsstörung'. Diesen Ausdruck gibt es nicht. Die alte Bezeichnung der Störung ist 'Multiple Persönlichkeit', die neue 'Dissoziative Identitätsstörung'.
(3)Der Autor erwähnt eine Struktur namens 'Gyros cinguli'. Gyros ist das, was man im griechischen Restaurant bestellen kann. Gyri sind Hirnwindungen. Die korrekte Bezeichnung der Struktur ist somit 'Gyrus cinguli'.
(4)Johler erwähnt den Film 'Der freie Wille' und erläutert, dass es darum um einen Mörder geht. Auch das ist falsch. Jürgen Vogel spielt einen Vergewaltiger. Übrigens ein sehr guter und empfehlenswerter Film!
(5)Das Medikament, das Johler erwähnt, heißt nicht 'Retalin', sondern 'Ritalin'.

Mein Resümee:
Ich wollte anfangs eigentlich vier Sterne geben, da sich der Thriller sehr gut liest und ein sehr spannendes Thema behandelt. Nach all den Belegen für eine schlechte Recherche kann ich das Buch jedoch nicht mehr Ernst nehmen.
Hat der Autor Kant falsch zitiert/ausgelegt? Hat er die Informationen zu Spiegelneuronen korrekt wiedergegeben? Was ist der derzeitige Forschungsstand bezüglich des freien Willens und bildgebenden Verfahren? Diese Fragen kann ich leider nicht beantworten. Ich fürchte aber, dass ein Autor, der einfachste Informationen ungenau oder sogar falsch wiedergibt, die Aussagen der Kant'schen Philosophie nicht verstanden hat.
Traurig!

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40

31.03.2009

„What is in your head?”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der Wissenschaftsjournalist Richard Troller erhält von einem Mann der sich "Kant" nennt kryptische Botschaften. Schnell stellt sich heraus, dass diese Botschaften Ankündigungen für Morde sind. Die Opfer von "Kant" sind Wissenschaftler, die sich mit Gehirnforschung befassen. Mit seiner Kollegin Jane Anderson heftet sich Troller an "Kants" Fersen. Der Mörder verfolgt ein höheres Ziel und immer mehr Wissenschaftler bangen um ihr Leben. Gedankenkontrolle, Stammzellenforschen, Fernsehen... Dinge die utopisch gelten und galten, aber sich bereits in unser Leben etabliert haben. Die Gefahr der Verharmlosung oder Ignoranzt mancher wissenschaftlichen Entwicklungen verdeutlicht Jens Johler in seinem Wissenschaftsthriller. Wie vielt Privatspähre haben wir noch in unseren Köpfen? Wo liegen die Grenzen der Wissenschaft? Fragen worüber der "normale" Mensch nicht nachdenkt und dabei ins offene Messer deer totalen Kontrolle läuft. Denn wie lange wird es noch dauern, bis der Fernseher uns beobachtet?
Wissenschaft und Spannung, ein Roman der sich lesen lässt.

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40

24.03.2009

„Auf der Jagd nach "Kant"”

von Marius Mueller aus Pegnitz
Johlers Roman besticht primär nicht durch seine Spannungsbögen sondern durch sein Fachwissen. Das Gehirn und die Gehirnforschung stellen den Mittelpunkt der spannenden Geschichte um den Journalisten Troller und seine Kollegin Jane dar. Diese beiden jagen einen Mörder mit dem promiskuitiven Namen "'Kant", der teils skrupellose Hirnforscher zu seinen Opfern auserkoren hat und diese nun nacheinander umbringt..
Hierbei ist der Schreibstil Jens Johlers in manchen Bereichen wunderbar humorvoll, in anderen anstrengend sachlich und faktenreich. So unterbrechen lange Ausführungen über das Gehirn und die entsprechenden Forschungsfortschritte leider die Suche nach dem Serienmörder, dessen Identität mir leider auch zu früh aufgedeckt wurde. So nimmt Johler dem Roman viel Spannung, deren Ende und Showdown leider auch nicht meinen Erwartungen entsprach. Allerdings hätte das Buch definitiv einen besseren Umschlag bekommen können. Wäre ich nicht über vorablesen.de auf dieses Buch gekommen, hätte ich es in der Buchhandlung wahrscheinlich übersehen. Trotzdem handelt es sich um ein spannendes Thema, welches der Autor in den Fokus seines Werkes gestellt hat!

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50

20.03.2009

„Realität oder Fiktion”

von vöglein
Gottes Gehirn, das falsche rot der Rose und jetzt die Kritik der mörderischen Vernunft, in dieser Reihenfolge habe ich die 3 Bücher nun hinter mir.

Zum Inhalt wurde mittlerweile genug erzählt, darauf möchte ich gar nicht mehr näher eingehen.

Herr Johler hat es mit diesen Büchern geschafft, spannende und realistische Wissenschaftsthriller zu schreiben, die einem Angst und Bange machen. Klar und auch für Laien verständlich geschrieben und auch gut recherchiert, hat er sich an dieses Thema gewagt.

Für mich das erste Mal, dass ich zum Thema gegoogelt habe, bis die Tasten glühten .

Was geht wirklich in unseren Hirnen vor? Wieweit geht die Wissenschaft? Was ist real, was ist Fiktion?Wo bleibt die Moral? Was sollte noch erlaubt sein und wo sind die Grenzen. Wie weit ist die Hirnforschung heute???

Fragen über Fragen......

Alles in allem 3 Bücher, die mir spannende Stunden beschert haben und die ich wirklich nur jedem empfehlen möchte, der medizinisch, wissenschaftlich oder einfach nur so an diesem Thema interessiert ist.

Auch der "Erlöser" hat mich nachhaltig beschäftigt.

Würde mich freuen, irgendwann mal zu erfahren, wie es mit Troller so weitergeht.......weiter so Herr Johler!

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40

19.03.2009

„„Der frei Wille ist (k)eine Illusion“”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Troller, Wissenschaftsjournalist bei der Zeitung „Fazit“, erhält eine email mit folgendem Inhalt: „Ich werde in dieser Nacht mit unserer praktischen Kritk beginnen. - Kant“ . Zunächst hält er das ganze für einen dummen Scherz, bis die nächste Mail eintrifft: „Ich habe in Professor Ritters Hirn nach Spiegelzellen gesucht. Befund negativ. - Kant“ Kurz darauf wird der Wissenschaftler Ritter, der im Bereich der Hirnzellenforschung tätig war, tot aufgefunden. Bei der Leiche findet die Polizei zudem noch einen Zettel mit einem Zitat aus Trollers Buch. War es das Werk von militanten Tierschützern? Oder gibt es eine Verbindung zu einem Geheimbund? Troller beginnt, mit seiner Lebensgefährtin und Kollegin Jane zu recherchieren, und auch als ein weiterer Anschlag auf einen Wissenschaftler verübt wird, nimmt der Mörder – Kant – Kontakt zu Troller auf. Schnell gerät er dabei selber unter Verdacht, vor allem als der Täter sich bei seinem dritten Mord Trollers Identität leiht ….. ein internationales Katz-und Mauspiel beginnt, wobei sein etwas schwieriges Verhältnis zu Jane keine unbedeutende Rolle spielt.

Nach dem Klappentext und der Leseprobe zu „Kritik der mörderischen Vernunft“ von Jens Johler war ich erst skeptisch, ob es einem Thriller aus dem Bereich der Wissenschaft gelingen würde, meine Aufmerksamkeit für die Dauer eines Buches zu fesseln, oder ob das Haupthema zu trocken dargestellt ist und ich das Buch nach 100 Seiten wieder aus der Hand lege. Aber weit gefehlt. Das Buch ist nicht nur ein spannender Thriller, sondern der Autor schafft es zudem, lehrreiche Themen aus dem Bereich der Wissenschaft spannend und informativ an den Leser zu bringen. Besonders überrascht war ich, das er nicht nur viele brisante und hochaktuelle Themen mit Fingerspitzengefühl angesprochen hat, sondern auch moralische und ethische Fragen um Hirnzellenforschung, Sterbehilfe und Tierversuche diskutiert wurden. Der Konflikt zwischen Möglichkeiten und Verantwortung gegenüber den Menschen und auch Tieren wird dabei besonders gut herausgearbeitet und anschaulich dargestellt.
Wer einen 08/15-Thriller in schwarz-weiß-Abstufung sucht, liegt mit diesem Buch falsch – geboten wird eine intelligente Geschichte, eine komplexe Handlung, eine kontroverse Diskussion in einer leicht zu lesenden und locker geschriebenen Verpackung. Zudem gerät der Leser in ein echtes Dilemma, da die Opfer in diesem Falle Thesen wie „Ein kaltblütiger Mörder hat das Pech, eine so niedrige Tötungsschwelle zu haben“ vertreten, was den Mörder an mancher Stelle schon fast sympathisch erscheinen lässt. Trollers Konflikt zu „seinem terroristischen Arm“ ist sehr schön dargestellt, vertritt Kant doch eigentlich nur etwas zu vehement seine Meinung. Spätestens am Ende kann man das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen – die Auflösung ist logisch, die Handlungsfäden werden zusammengeführt und alle offenen Fragen beantwortet.
Interessant ist auf jeden Fall auch das Nachwort des Autors, in dem er über Fiktion und Realität aufklärt und auf verschiedene Quellen verweist. Ein brisantes Thema, gut recherchiert, interessant und spannend verpackt – wirklich ein Thriller, der in der oberen Klasse mitspielen kann.

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40

19.03.2009

„„Der frei Wille ist (k)eine Illusion“”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Troller, Wissenschaftsjournalist bei der Zeitung „Fazit“, erhält eine email mit folgendem Inhalt: „Ich werde in dieser Nacht mit unserer praktischen Kritk beginnen. - Kant“ . Zunächst hält er das ganze für einen dummen Scherz, bis die nächste Mail eintrifft: „Ich habe in Professor Ritters Hirn nach Spiegelzellen gesucht. Befund negativ. - Kant“ Kurz darauf wird der Wissenschaftler Ritter, der im Bereich der Hirnzellenforschung tätig war, tot aufgefunden. Bei der Leiche findet die Polizei zudem noch einen Zettel mit einem Zitat aus Trollers Buch. War es das Werk von militanten Tierschützern? Oder gibt es eine Verbindung zu einem Geheimbund? Troller beginnt, mit seiner Lebensgefährtin und Kollegin Jane zu recherchieren, und auch als ein weiterer Anschlag auf einen Wissenschaftler verübt wird, nimmt der Mörder – Kant – Kontakt zu Troller auf. Schnell gerät er dabei selber unter Verdacht, vor allem als der Täter sich bei seinem dritten Mord Trollers Identität leiht ….. ein internationales Katz-und Mauspiel beginnt, wobei sein etwas schwieriges Verhältnis zu Jane keine unbedeutende Rolle spielt.

Nach dem Klappentext und der Leseprobe zu „Kritik der mörderischen Vernunft“ von Jens Johler war ich erst skeptisch, ob es einem Thriller aus dem Bereich der Wissenschaft gelingen würde, meine Aufmerksamkeit für die Dauer eines Buches zu fesseln, oder ob das Haupthema zu trocken dargestellt ist und ich das Buch nach 100 Seiten wieder aus der Hand lege. Aber weit gefehlt. Das Buch ist nicht nur ein spannender Thriller, sondern der Autor schafft es zudem, lehrreiche Themen aus dem Bereich der Wissenschaft spannend und informativ an den Leser zu bringen. Besonders überrascht war ich, das er nicht nur viele brisante und hochaktuelle Themen mit Fingerspitzengefühl angesprochen hat, sondern auch moralische und ethische Fragen um Hirnzellenforschung, Sterbehilfe und Tierversuche diskutiert wurden. Der Konflikt zwischen Möglichkeiten und Verantwortung gegenüber den Menschen und auch Tieren wird dabei besonders gut herausgearbeitet und anschaulich dargestellt.
Wer einen 08/15-Thriller in schwarz-weiß-Abstufung sucht, liegt mit diesem Buch falsch – geboten wird eine intelligente Geschichte, eine komplexe Handlung, eine kontroverse Diskussion in einer leicht zu lesenden und locker geschriebenen Verpackung. Zudem gerät der Leser in ein echtes Dilemma, da die Opfer in diesem Falle Thesen wie „Ein kaltblütiger Mörder hat das Pech, eine so niedrige Tötungsschwelle zu haben“ vertreten, was den Mörder an mancher Stelle schon fast sympathisch erscheinen lässt. Trollers Konflikt zu „seinem terroristischen Arm“ ist sehr schön dargestellt, vertritt Kant doch eigentlich nur etwas zu vehement seine Meinung. Spätestens am Ende kann man das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen – die Auflösung ist logisch, die Handlungsfäden werden zusammengeführt und alle offenen Fragen beantwortet.
Interessant ist auf jeden Fall auch das Nachwort des Autors, in dem er über Fiktion und Realität aufklärt und auf verschiedene Quellen verweist. Ein brisantes Thema, gut recherchiert, interessant und spannend verpackt – wirklich ein Thriller, der in der oberen Klasse mitspielen kann.

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50

16.03.2009

„Wissenschaftsthriller”

von Al
Inhalt:
Der Wissenschaftsjournalist Dr. Troller und seine Kollegin und Geliebte Jane machen Jagd auf einen Serienkiller. Dieser nennt sich Kant und nimmt mit Troller Kontakt auf, aus dessen wenig erfolgreichem Buch „Terror der Wissenschaft“ er Zitate an den Tatorten zurücklässt. Er ermordet mehrere Hirnforscher und scheint dabei gezielt nach einem Muster vorzugehen. Auf ihrer Suche fügen die beiden Journalisten Puzzleteil um Puzzleteil zusammen und kommen dabei nicht nur dem Täter zum Greifen nah, sondern auch einer erschreckenden Wahrheit, die die Welt und das freie Leben der Menschen für immer verändern könnte.

Stil:
Jens Johler bewegt sich mit dem kürzlich verstorbenen Michael Crichton auf einem Niveau. Wer seine Werke kennt weiß, dass sie erstaunlich gut recherchiert sind und einem ganz beiläufig viel Wissen vermitteln. Johler bleibt nahe an der Realität und überspitzt den aktuellen Stand der Gehirnforschung nur ein wenig, aber gerade das lässt die Gefahr so wirklich erscheinen. Nie bricht die Spannung ab, nichts wirkt gekünstelt, so dass man den Roman gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Auch sprachlich bewegt er sich auf einem hohen Niveau ohne vom Leser zu viel abzuverlangen. Lediglich eine sehr explizite Liebesszene hätte er sich sparen können, die an viele schlechte deutsche Fernsehfilmproduktionen erinnern lässt.

Fazit:
Wer Thriller mag wird auch „Kritik der mörderischen Vernunft“ mit Freude lesen, wer ein Freund der Crichton-Romane ist wird Johler lieben.
Ich freue mich auf weitere Highlights dieses Autors!

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50

10.03.2009

„Science-Thriller der Extraklasse”

von villawiebke
Angst kann einem schon überkommen, wenn man das zweite Buch um das Journalistenduo Troller und Jane Anderson liest. Bereits in seinem ersten Buch, übrigens da noch in Zusammenarbeit mit dem Sachbuchautor und Pädagogikprofessor Olaf-Axel Burow, beschäftigte sich der Autor Jens Johler mit der Forschung rund um das Gehirn des Menschen und der kritischen Rolle der Moral in Wissenschaft und Forschung. Ein Thema, dessen Vielfältigkeit wohl auch den Autor nicht zur Ruhe kommen lässt.

Ein Mörder treibt sein Unwesen unter den Hirnforschern. Sein selbstgewählter Name ist Kant, frei nach dem Philosophen Immanuel Kant. Aber nicht nur diesen hinterlässt er auf den Botschaften, die an den Tatorten gefunden werden, sondern auch Auszüge aus einem Buch, welches der Wissenschaftsjournalist Troller minder erfolgreich veröffentlicht hat. Aber das ist bei weitem noch nicht alles. Bereits nach dem ersten Mord an einem bekannten Professor, der sich mit der Erforschung der Spiegelzellen im Gehirn beschäftigt, nimmt er via E-Mail Kontakt zu Troller auf. Doch die Zeit wird knapp. Kant ist nicht zu stoppen und es geschehen weitere Morde.

Bei dem Versuch Kant zu finden und damit die Top-Story zu schreiben, finden Troller und die Kriminalreporterin Jane, immer neue Ansatzpunkte. Zunächst nehmen sie radikale Tierschützer ins Visier, die sich gegen Affenversuche stellen. Aber auch ehemalige Probanden, Gewaltverbrecher und Soziopathen, die von der Hirnforschung ins Unglück getrieben wurden sowie enttäuschte Kollegen, bleiben nicht verschont. Zuletzt wird sogar Troller selbst verhaftet. Doch der Mörder ist jemand ganz anderes und Troller ahnt nicht, dass er ihn schon lange kennt.

Nach der Lektüre des Buches war ich geschockt. Der Autor vollzieht in seinem Buch gekonnt eine Gratwanderung zwischen wissenschaftlicher Betrachtung und schriftstellerischer Fiktion, die erschreckend realistisch klingt. Obwohl ich bei weitem nicht alles verstanden habe, haben mir Wörter wie Gedankenkontrolle, Persönlichkeitsveränderung, Bewußtseinskontrolle oder auch Verhaltenssteuerung immer wieder einen Schauer über den Rücken gejagt und mich nachdenklich werden lassen.

Alles in allem ist "Kritik mörderischen Vernunft" ein hochinteressantes und sehr temporeich geschriebenes Buch über ein aktuelles Thema, das der Autor mit viel Liebe zum Detail recherchiert hat. Mit einer an Perfektion grenzenden Leichtigkeit gelingt es ihm, Spannung mit wissenschaftlicher Aufklärung und Philosophie zu verbinden. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, möchte aber die Leser unter uns warnen, die etwas zartbesaiteter sind.

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50

10.03.2009

„Science-Thriller der Extraklasse”

von villawiebke
Angst kann einem schon überkommen, wenn man das zweite Buch um das Journalistenduo Troller und Jane Anderson liest. Bereits in seinem ersten Buch, übrigens da noch in Zusammenarbeit mit dem Sachbuchautor und Pädagogikprofessor Olaf-Axel Burow, beschäftigte sich der Autor Jens Johler mit der Forschung rund um das Gehirn des Menschen und der kritischen Rolle der Moral in Wissenschaft und Forschung. Ein Thema, dessen Vielfältigkeit wohl auch den Autor nicht zur Ruhe kommen lässt.

Ein Mörder treibt sein Unwesen unter den Hirnforschern. Sein selbstgewählter Name ist Kant, frei nach dem Philosophen Immanuel Kant. Aber nicht nur diesen hinterlässt er auf den Botschaften, die an den Tatorten gefunden werden, sondern auch Auszüge aus einem Buch, welches der Wissenschaftsjournalist Troller minder erfolgreich veröffentlicht hat. Aber das ist bei weitem noch nicht alles. Bereits nach dem ersten Mord an einem bekannten Professor, der sich mit der Erforschung der Spiegelzellen im Gehirn beschäftigt, nimmt er via E-Mail Kontakt zu Troller auf. Doch die Zeit wird knapp. Kant ist nicht zu stoppen und es geschehen weitere Morde.

Bei dem Versuch Kant zu finden und damit die Top-Story zu schreiben, finden Troller und die Kriminalreporterin Jane, immer neue Ansatzpunkte. Zunächst nehmen sie radikale Tierschützer ins Visier, die sich gegen Affenversuche stellen. Aber auch ehemalige Probanden, Gewaltverbrecher und Soziopathen, die von der Hirnforschung ins Unglück getrieben wurden sowie enttäuschte Kollegen, bleiben nicht verschont. Zuletzt wird sogar Troller selbst verhaftet. Doch der Mörder ist jemand ganz anderes und Troller ahnt nicht, dass er ihn schon lange kennt.

Nach der Lektüre des Buches war ich geschockt. Der Autor vollzieht in seinem Buch gekonnt eine Gratwanderung zwischen wissenschaftlicher Betrachtung und schriftstellerischer Fiktion, die erschreckend realistisch klingt. Obwohl ich bei weitem nicht alles verstanden habe, haben mir Wörter wie Gedankenkontrolle, Persönlichkeitsveränderung, Bewußtseinskontrolle oder auch Verhaltenssteuerung immer wieder einen Schauer über den Rücken gejagt und mich nachdenklich werden lassen.

Alles in allem ist "Kritik mörderischen Vernunft" ein hochinteressantes und sehr temporeich geschriebenes Buch über ein aktuelles Thema, das der Autor mit viel Liebe zum Detail recherchiert hat. Mit einer an Perfektion grenzenden Leichtigkeit gelingt es ihm, Spannung mit wissenschaftlicher Aufklärung und Philosophie zu verbinden. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, möchte aber die Leser unter uns warnen, die etwas zartbesaiteter sind.

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50

09.03.2009

„Science-Thriller der Extraklasse”

von villawiebke
Angst kann einem schon überkommen, wenn man das zweite Buch um das Journalistenduo Troller und Jane Anderson liest. Bereits in seinem ersten Buch, übrigens da noch in Zusammenarbeit mit dem Sachbuchautor und Pädagogikprofessor Olaf-Axel Burow, beschäftigte sich der Autor Jens Johler mit der Forschung rund um das Gehirn des Menschen und der kritischen Rolle der Moral in Wissenschaft und Forschung. Ein Thema, dessen Vielfältigkeit wohl auch den Autor nicht zur Ruhe kommen lässt.

Ein Mörder treibt sein Unwesen unter den Hirnforschern. Sein selbstgewählter Name ist Kant, frei nach dem Philosophen Immanuel Kant. Aber nicht nur diesen hinterlässt er auf den Botschaften, die an den Tatorten gefunden werden, sondern auch Auszüge aus einem Buch, welches der Wissenschaftsjournalist Troller minder erfolgreich veröffentlicht hat. Aber das ist bei weitem noch nicht alles. Bereits nach dem ersten Mord an einem bekannten Professor, der sich mit der Erforschung der Spiegelzellen im Gehirn beschäftigt, nimmt er via E-Mail Kontakt zu Troller auf. Doch die Zeit wird knapp. Kant ist nicht zu stoppen und es geschehen weitere Morde.

Bei dem Versuch Kant zu finden und damit die Top-Story zu schreiben, finden Troller und die Kriminalreporterin Jane, immer neue Ansatzpunkte. Zunächst nehmen sie radikale Tierschützer ins Visier, die sich gegen Affenversuche stellen. Aber auch ehemalige Probanden, Gewaltverbrecher und Soziopathen, die von der Hirnforschung ins Unglück getrieben wurden sowie enttäuschte Kollegen, bleiben nicht verschont. Zuletzt wird sogar Troller selbst verhaftet. Doch der Mörder ist jemand ganz anderes und Troller ahnt nicht, dass er ihn schon lange kennt.

Nach der Lektüre des Buches war ich geschockt. Der Autor vollzieht in seinem Buch gekonnt eine Gratwanderung zwischen wissenschaftlicher Betrachtung und schriftstellerischer Fiktion, die erschreckend realistisch klingt. Obwohl ich bei weitem nicht alles verstanden habe, haben mir Wörter wie Gedankenkontrolle, Persönlichkeitsveränderung, Bewußtseinskontrolle oder auch Verhaltenssteuerung immer wieder einen Schauer über den Rücken gejagt und mich nachdenklich werden lassen.

Alles in allem ist "Kritik mörderischen Vernunft" ein hochinteressantes und sehr temporeich geschriebenes Buch über ein aktuelles Thema, das der Autor mit viel Liebe zum Detail recherchiert hat. Mit einer an Perfektion grenzenden Leichtigkeit gelingt es ihm, Spannung mit wissenschaftlicher Aufklärung und Philosophie zu verbinden. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, möchte aber die Leser unter uns warnen, die etwas zartbesaiteter sind.

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40

10.02.2009

„Forschen nach einer moralischen Instanz”

von axwa aus Dresden
Im Thriller "Kritik der mörderischen Vernunft" von Jens Johler werden Wisenschaftler ermordet. Neurologen bzw. insbesondere Hirnforscher werden Opfer eines äußerst geschickt und planvoll vorgehenden Mörders, der sich selbst "Kant" in Anlehnung an den großen Philosophen aus Königsberg nennt. Der Journalist Troller und seine eng befreundete Kollegin Jane Anderson wittern eine große Story und versuchen den Fall aufzuklären und exklusiv darüber zu berichten. Dabei ist Troller von Anfang an selbst Teil des Verbrechens. Der Täter zitiert aus einer vor Jahren von Troller veröffentlichten Schrift und beruft sich auf diese, um seine Taten zu legitimieren. Denn auch wenn Troller die Morde selbst verurteilt, so ist die Motivation für ihn doch nachvollziehbar: Der Terror der Wissenschaft. Die Forschung hat längst menschliche Moral und Ethik beiseite geschoben und mehr noch; der Mensch ist nicht mehr Herr der Wissenschaft sondern Ziel und Opfer der Forschung. Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite und es ist ganz gewiss einer der besten Thriller der letzten Zeit. Perfekt, schnell, stimmig und wirklich gut geschrieben. Aber mit der letzten Seite, der Auflösung und Klärung ist das Buch noch nicht zu Ende. Es läßt seine Leser nachdenklich und mich auch ein wenig wütend zurück. Man erfährt nebenbei eine Menge über den aktuellen Stand der Hirnforschung und ergänzt dies zwangsläufig um Fakten und Hypothesen aus dem Internet. Darf Wissenschaft so weit gehen? Sind sich Forscher ihrer enormen Verantwortung bezüglich der Verwendung ihrer Ergebnisse wirklich bewusst? Jens Johler und sein Held im Buch tendieren wohl zu einem klaren "Nein". Die Menschheit steuert in eine Katastrophe, weil sie die neu entwickelten Möglichkeiten nicht mehr beherrscht, sondern von diesen beherscht wird. Besonders gefährlich zeigt sich im Buch eine Gruppe von Forschern, "Der Club", die den freien Willen beseitigen wollen und deswegen schon heute seine Existenz leugnen. Scheinbar fehlt diesen Leuten jegliche moralische und ethische Instanz, die als Maßstab für ihr Handeln dienen könnte. Denn diese Wissenschaftler sind gottlos und betrachten Religion als besondere Form der Geisteskrankheit bzw. Wahnvorstellung. Puh...ja, und hier muss ich gestehen habe ich sehr geärgert. Ich bin immer empfindlich, wenn Religion und moralisches Handeln gleichgesetzt werden. Aber mehr noch, ich neige dazu den menschlichen Drang nach Erkenntis für grundsätzlich gut und unterstützenswert zu halten. Wissenschaft darf sich nicht mit Tabus und Schranken umgeben. Selbstverständlich und auch leider wird es immer auch die andere Seite geben; den Versuch neue Erkenntnisse zur Sicherung und Ausweitung von Macht zu nutzen oder Andersdenkende und Andersgläubige zu vernichten. Hier muss Moral und Ethik meiner Meinung nach ansetzen. Und vielleicht wäre man ohne religiösen und sonstigen weltanschaulichen Fanatismus schon in einer viel besseren Welt.

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50

03.02.2009

„Darf Wissenschaft alles?”

von Nicole W. aus Brakel
Der Titel von Jens Johler neuem Roman "Kritik der mörderischen Vernunft" ist eine Anspielung auf eines der Hauptwerke des Philosophen Immanuel Kant: "Kritik der reinen Vernunft".
Und um Philosophie geht es auch in diesem Kriminalroman. Aber nicht nur um Philosophie, sondern auch um Hirnforschung und generell um Wissenschaft und Ethik und Moral.
Ein Mörder, der sich selbst "Kant" nennt. Seine Opfer: Hirnforscher.
Das Motiv ist zunächst nicht klar. Geht es um die Tierversuche, die die Forscher im Rahmen ihrer Studien gemacht haben? Und wollen sich Tierschützer dafür rächen? Geht es um geheime Experimente am Menschen? Um wirtschaftliche Ziele? Oder geht es dem unbekannten Mörder doch um persönliche Ziele? Klar ist nur, dass er es wohl auf Wissenschaftler abgesehen hat und sich auf Werke und Aussagen des Wissenschaftsjournalisten Richard Troller bezieht, zu dem er auch Kontakt aufgenommen hat.
Troller und seine Freundin Jane geraten in eine interessante Geschichte aus diversen Verschwörungstherorien von Wissenschaftlern gegen die Menschheit.
Nach "Gottes Gehirn" ist "Kritik der mörderischen Vernunft" schon der zweite Fall des Journalisten-Duos Troller und Jane. Inhaltlich haben diese beiden Fälle jedoch nicht viel gemein und bauen nicht aufeinander auf, so dass man das zweite Buch auch problemlos ohne Kenntnis des ersten Buches versteht.
Sehr ausführlich sind die Beschreibungen der wissenschaftlichen Vorgänge und Ergebnisse aus der Hirnforschung, was ich persönlich sehr interessant fand. Und auch die eine oder andere kleine philosophische Auseinandersetzungen mit der Wissenschaft hat mir gut gefallen (Darf Wissenschaft alles?). Allerdings mag das für den einen oder anderen, der nur eine spannende Geschichte lesen will, teils etwas störend und langatmig sein. Mich hat es jedenfalls nicht gestört. Im Gegenteil. An der einen oder anderen Stelle hätte es mich auch nicht gestört, wenn die Erklärungen noch ein wenig detailreicher gewesen wären, denn recherchiert hat Jens Johler auf jeden Fall sehr gut und ausführlich.
Auch die Charaktere konnten allesamt überzeugen und waren recht sympathisch. Ein wenig schade fand ich allerdings, dass man auf den Täter nicht von Anfang an selbst hätte kommen können, aber das tat der Geschichte an sich keinen Abbruch, dafür war es einfach insgesamt zu stimmig und spannend.
Ich würde "Kritik der mörderischen Vernunft" als einen gelungenen und vielleicht sogar etwas anspruchsvolleren Thriller bezeichnen und hoffe doch sehr, dass es noch einen dritten Fall für Troller und Jane geben wird.

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50

03.02.2009

„Was darf Wissenschaft?”

von Nicole W. aus Brakel
Der Titel von Jens Johler neuem Roman "Kritik der mörderischen Vernunft" ist eine Anspielung auf eines der Hauptwerke des Philosophen Immanuel Kant: "Kritik der reinen Vernunft".
Und um Philosophie geht es auch in diesem Kriminalroman. Aber nicht nur um Philosophie, sondern auch um Hirnforschung und generell um Wissenschaft und Ethik und Moral.
Ein Mörder, der sich selbst "Kant" nennt. Seine Opfer: Hirnforscher.
Das Motiv ist zunächst nicht klar. Geht es um die Tierversuche, die die Forscher im Rahmen ihrer Studien gemacht haben? Und wollen sich Tierschützer dafür rächen? Geht es um geheime Experimente am Menschen? Um wirtschaftliche Ziele? Oder geht es dem unbekannten Mörder doch um persönliche Ziele? Klar ist nur, dass er es wohl auf Wissenschaftler abgesehen hat und sich auf Werke und Aussagen des Wissenschaftsjournalisten Richard Troller bezieht, zu dem er auch Kontakt aufgenommen hat.
Troller und seine Freundin Jane geraten in eine interessante Geschichte aus diversen Verschwörungstherorien von Wissenschaftlern gegen die Menschheit.
Nach "Gottes Gehirn" ist "Kritik der mörderischen Vernunft" schon der zweite Fall des Journalisten-Duos Troller und Jane. Inhaltlich haben diese beiden Fälle jedoch nicht viel gemein und bauen nicht aufeinander auf, so dass man das zweite Buch auch problemlos ohne Kenntnis des ersten Buches versteht.
Sehr ausführlich sind die Beschreibungen der wissenschaftlichen Vorgänge und Ergebnisse aus der Hirnforschung, was ich persönlich sehr interessant fand. Und auch die eine oder andere kleine philosophische Auseinandersetzungen mit der Wissenschaft hat mir gut gefallen (Darf Wissenschaft alles?). Allerdings mag das für den einen oder anderen, der nur eine spannende Geschichte lesen will, teils etwas störend und langatmig sein. Mich hat es jedenfalls nicht gestört. Im Gegenteil. An der einen oder anderen Stelle hätte es mich auch nicht gestört, wenn die Erklärungen noch ein wenig detailreicher gewesen wären, denn recherchiert hat Jens Johler auf jeden Fall sehr gut und ausführlich.
Auch die Charaktere konnten allesamt überzeugen und waren recht sympathisch. Ein wenig schade fand ich allerdings, dass man auf den Täter nicht von Anfang an selbst hätte kommen können, aber das tat der Geschichte an sich keinen Abbruch, dafür war es einfach insgesamt zu stimmig und spannend.
Ich würde "Kritik der mörderischen Vernunft" als einen gelungenen und vielleicht sogar etwas anspruchsvolleren Thriller bezeichnen und hoffe doch sehr, dass es noch einen dritten Fall für Troller und Jane geben wird.

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30

25.01.2009

„Schwere Kost”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Ulm
Einer der bekanntesten Hirnforscher wird ermordet und der erste Verdacht fällt auf eine Gruppe von Tierschützern, da auch die Hirnforschung zuerst Experimente mit Tieren durchführt. Ein weiterer Mord an einem Hirnforscher findet statt und die Polizei hat immernoch keine heiße Spur. Nur der Wissenschaftsjournalist Troller weiß mehr, da der Mörder, der sich selbst "Kant" nennt, über E-Mail mit Troller Kontakt aufnimmt.
Troller vertraut sich der Kriminalreporterin Jane an und gemeinsam versuchen sie der Sache auf den Grund zu gehen, anfangs ohne die Polizei in ihr Wissen einzuweihen.
Irgendwie scheint es eine Verbindung zwischen "Kant" und Troller zu geben, da der Mörder gewisse Dinge über ihn weiß und in seinen Mails an Troller und Botschaften, die er an den Tatorten hinterlässt, Sätze aus Trollers Buch zitiert, die wiederum Kritik an der Hirnfoschung ausdrücken.
Stehen sich die beiden vielleicht näher als man denkt?

Das Buch ist spannend geschrieben und clever aufgebaut. Bis kurz vor Ende weiß man nicht, wer "Kant" denn eigentlich ist und wie er mit Troller in Zusammenhang steht.
Die Geschichte ist in keinsterweise vorhersehbar.

Es ist allerdings ist es kein Thiller den man so neben herlesen kann. Das Thema stimmt einen sehr nachdenklich und erschreckt in seiner grausamen Realität.

Die Figur Toller ist sehr gut skizziert. Mir gefällt der Charakter sehr gut.

Allerdings stört mich die "Beziehungslinie" ins diesem Buch, die Beziehung zu seiner Tochter find ich wichtig.

Die Zwischenmenschliche Beziehungen zu Jane und die zur Kriminalbeamtin kann getrost wegelassen werden. Ich finde Sie stört und für meinen Geschmack würde es nicht auffallen wenn dies nicht erwähnt wird.

Es ist kein einfacher Thriller, denn die philosophische Thematik, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht, ist an manchen Stellen sehr anstrengend, da man die Fachausdrücke oder Diskussionen wirklich sehr genau lesen sollte um es zu versteht.

Ich hab sie zeitweise übersprungen. Da es mir zu unverständlich war.

Mein Fazit ist: Für anspruchsvolle Wissenschafts-Thiller-Leser ist diese Buch empfehlenswert. Für Menschen wie mich, die nicht allzuviel denken wollen beim Lesen ist es nur eingeschränkt zu empfehlen.

"bücher lesen heißt wandern gehen in fernen Welten, aus den Stuben, über die Sterne"

-Jean Paul -

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40

21.01.2009

„Ich bin entsetzt...”

von melange aus Bonn
... und das liegt nicht daran, dass dieses Buch langweilig, realitätsfern oder abgehoben geschrieben ist, sondern leider an dem genauen Gegenteil - ich fürchte, wir sind von dem Szenario nicht mehr weit entfernt.

Zum Inhalt: Troller, ein Wissenschaftsjournalist, der wegen seiner nicht immer nur fortschrittsglaubenden Seele als "Kassandra" bezeichnet wird, erhält aus heiterem Himmel eine Mail mit kryptischem Inhalt und deutlichem Bezug zu seinem letzten Buch. Als er dem Inhalt dieser Mail nachforscht, gerät er nicht nur in eine Mordserie, sondern auch in eine Verschwörung gigantischen Ausmaßes, die ihn, seine Partnerin und die gesamte freidenkende Welt bedroht.

Zur Aufmachung: Sehr kalte Farben: Weiß, rot und grau in allen Schattierungen. Dazu ein Gittermuster und ein wohl menschlicher Schädel, der keinerlei Eigenarten besitzt. Sehr passend für ein Buch, in dem es um den Wunsch der Kontrolle jedes einzelnen Individuums Kraft der Hirnforschung geht - was zu einer entmenschlichten, kalten Welt führt.

Mein Eindruck: Stellenweise ist dieses Buch sehr schwierig geschrieben und - wenn wohl auch fachlich durchaus korrekt - bestimmt nicht zum "Ich lese mal gerade ein Kapitel" - Lesen geeignet. Dennoch hatte es absolutes Fesslungspotenzial. Troller ist nicht nur der Superman. Ganz im Gegenteil - er steckt bis zum Schluss eine Menge ein - körperlich und seelisch. Er muss sich seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stellen, zweifelt und kämpft und dass er nicht an allen Fronten siegt, macht ihn sympathisch. Leider sind die wissenschaftlichen und ethischen Diskussionen etwas sehr ausführlich geraten - ich gestehe, dass ich an solchen Stellen immer wieder in Versuchung geriet, querzulesen oder über die Sätze zu schludern. Dadurch wäre mir fast ein Hinweis auf einen möglichen Täter entgangen, was ich dann doch ärgerlich fand. Schade war ebenfalls, dass der zweite Erzählstrang um einen "Erlöser", der in England die Leiden schwerkranker Menschen beendete, nicht fortgeführt wurde. Vielleicht will sich das der Autor für ein nächstes Buch vorhalten - seine Figuren bieten jedenfalls noch genügend Potenzial.

Fazit: Ein gutes Buch mit überzeugender Message, mit dem man manchmal kämpfen muss, dadurch leider nichts für zwischendurch, sondern geeignet, wenn man sich wirklich Zeit zum Lesen nehmen kann.

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50

18.01.2009

„Kritik der mörderischen Vernunft”

von Sibylle Meyer aus Rotenburg (Wümme)
Es handelt sich um einen sehr gut recherchierten Thriller angereichert mit Philosophie, Hirnforschung und Ethik. Erst auf den letzten Seiten werden die Fäden zur Aufklärung zusammengeführt.
Stetig wird die Spannung weiter aufgebaut und dann auch gut gehalten. Immer wieder kommen neue Verdächtige hinzu, bei einigen ist nicht klar, auf welcher Seite sie stehen. Interessant sind auch die Hintergrundfakten zum Geflecht zwischen Forschung, Kapital und Macht.
Der Schreibstil ist flüssig, wissenschaftliche Fakten werden gut erläutert, so dass auch Laien diese nachvollziehen können.

Das Cover finde ich nicht so ansprechend. Im Regal wäre ich an diesem sehr guten Thriller vorbeigegangen.
Mir hat "Die Kritik der mörderischen Vernunft" sehr gut gefallen und ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

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50

18.01.2009

„Kritik der mörderischen Vernunft”

von Sibylle Meyer aus Rotenburg (Wümme)
Es handelt sich um einen sehr gut recherchierten Thriller angereichert mit Philosophie, Hirnforschung und Ethik. Erst auf den letzten Seiten werden die Fäden zur Aufklärung zusammengeführt.
Stetig wird die Spannung weiter aufgebaut und dann auch gut gehalten. Immer wieder kommen neue Verdächtige hinzu, bei einigen ist nicht klar, auf welcher Seite sie stehen. Interessant sind auch die Hintergrundfakten zum Geflecht zwischen Forschung, Kapital und Macht.
Der Schreibstil ist flüssig, wissenschaftliche Fakten werden gut erläutert, so dass auch Laien diese nachvollziehen können.
Das Cover finde ich nicht so ansprechend. Im Regal wäre ich an diesem sehr guten Thriller vorbeigegangen.
Mir hat "Die Kritik der mörderischen Vernunft" sehr gut gefallen und ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

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50

18.01.2009

„Kritik der mörderischen Vernunft”

von Sibylle Meyer aus Rotenburg (Wümme)
Es handelt sich um einen sehr gut recherchierten Thriller angereichert mit Philosophie, Hirnforschung und Ethik. Erst auf den letzten Seiten werden die Fäden zur Aufklärung zusammengeführt.
Stetig wird die Spannung weiter aufgebaut und dann auch gut gehalten. Immer wieder kommen neue Verdächtige hinzu, bei einigen ist nicht klar, auf welcher Seite sie stehen. Interessant sind auch die Hintergrundfakten zum Geflecht zwischen Forschung, Kapital und Macht.
Der Schreibstil ist flüssig, wissenschaftliche Fakten werden gut erläutert, so dass auch Laien diese nachvollziehen können.
Das Cover finde ich nicht so ansprechend. Im Regal wäre ich an diesem sehr guten Thriller vorbeigegangen.
Mir hat "Die Kritik der mörderischen Vernunft" sehr gut gefallen und ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

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