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Name:
Nicolai Walter Wolf
Ort:
Bremen
Rezensionen:
69 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 2

nicht hilfreich: 1

Rang:
645
Über mich:

Ich bin offen für Neues, lasse mich durch meine Umgebung inspirieren und versuche mein Ideenreichtum immer wieder zu erweitern.

Nicolai Walter Wolfs Rezensionen

1234567

buch

Dark Queen

Kimberly Derting

EUR 17,99 *
auf Merkliste

30

16.05.2012

„Eine Welt, eine Sprache. Oder?”

Inhalt:
Charlie (Charlaina) lebt in Ludania. Dort herrschen strikte Regeln. Regeln, die von der Königin erschaffen und eingehalten werden müssen. Auf alles Andere steht die Todesstrafe.
Wichtig ist hier, welche Sprache du sprichst. Vergiss nicht, wo du herkommst! Das ist auch Charlies Problem; sie versteht so ziemlich alle Sprachen. Nur in organisierten Treffen im Untergrund kann Charlie sich so geben, wie sie ist. Oben hat sie den Kopf zu senken.
Dann trifft sie auf Max und der entlockt ihr doch fast ihr so gehütetes Geheimnis! Gefühle kommen auf, die Charlie nicht einzuordnen mag...

Rezension:
Ich bin, ehrlich gesagt, immer noch hin- und hergerissen, wie ich dieses Buch nun bewerten soll. Die Geschichte "Dark Queen" von K. Derting ist gut, keine Frage, aber es bleibt irgendwie auf der Strecke. Ich versuche es zu erklären.
Die Grundgeschichte selbst ist leicht; eine böse Königin, die ein knallhartes Regime führt; das niedere Volk, welches kuscht; die Kämpfer und; die Gläubigen. Jeder hat seinen Platz und lebt sein Leben, wie es eben geht. Aber warum leben alle so, wie es ihnen vorgesetzt wird? Wo ist die Vorgeschichte? Ich meine, es muss doch irgendwie irgendwo etwas passiert sein, was dazu geführt hat?! Nun gut, es wird grob angekratzt aber das reicht nun wirklich nicht mich nickend und zustimmend zu melden.
Charlie. Sie hat eine Begabung, die wirklich sehr selten ist. Warum nutzt sie diese nicht? Mit so einer Macht könnte man so viel erreichen! Nein, sie bleibt still, neigt den Kopf, bittet um Vergebung.... Man möchte weinen. Intrigen und die Saat des Bösen sind hier Fehlanzeige. Wo ist hier der Kampfeswille? Ich erinnere mich gut an Schillers "Kabale und Liebe". Diese Intrige vom König gegen sein eigen Fleisch und Blut war genial und mit einfachen Mitteln erreicht. Und nun Charlie, die nun eigentlich alles in der Hand hat, selbst die Königin zur Verzweiflung zu bringen, versteckt sich. Mehr Mut Mädel!
Max. Was will mir dieser junge Mann sagen? Warum so verwegen geheimnisvoll? Man weiß es nicht. Auch die Beziehung, wohl eher aber Freundschft?!, bleibt hier total auf der Strecke. Gefühllos, kalt. Ja, man fragt sich; warum eigentlich? Und das zieht sich bis hin zum Ende... Da wird man ja...
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass hier ein sehr hoher Druck auf die Autorin ausgeübt wurde. Auch die Orginalausgabe im Englischen reißt hier das Publikum nicht um und findet eher antirege Nachfrage (OT: "The Pledge"). Da frage ich mich dann auch, warum der Orginaltitel ins Deutsche so verkorkst wurde. Alles Marketing? Geldmacherei? Jaja....

Fazit:
Nicht Fleisch, nicht Fisch. Ich weiß nicht, vielleicht stehe ich auch alleine mit meiner Meinung da, aber die ganze Geschichte scheint nicht ausgereift. Vielleicht zu hoher Druck von oben, wer weiß. Ich bin doch ein wenig enttäuscht.

Deswegen nur 3 Sterne (2,5)
Bremen, den 16.05.12

buch

BZRK

Michael Grant

EUR 17,99 *
auf Merkliste

50

16.05.2012

„Harte Kost”

Inhalt:
Noah besucht seinen Bruder in einer Anstalt und muss feststellen, dass dieser ein völliges Wrack ist. Angekettet wie ein Tier und Schwachsinn brabbeln lebt er in seiner Zelle: "Nano, nano, nano!"
Sadie sitzt im Stadion mit einem Freund. Ihr fällt ein Jet auf, der sich bedenklich gen Erde richtet. Der Jet stürzt ins Stadion, Körperteile fliegen herum, Hirnmasse auf den Sitzen, Schreie, unmenschliche Schreie. Sadie überlebt schwerverletzt.

Warum passierte das alles?

Rezension:
Wahnsinn. Selten war ich von einer Geschichte so gefesselt und gleichzeitig schockiert über die Brutalität dieser Worte, die Michael Grant in "BZRK1" nieder geschrieben hat. Wie bei einem Unfall, man will nicht hinsehen, muss aber. Und so verhält es sich auch mit diesem Buch. Man muss einfach weiterlesen, obwohl man manches Mal Magengrummeln bekommt ob der Grässlichkeit der Wörter, Sätze, knapp, sachlich, kalt.
Die Charaktere bleiben ziemlich distanziert, man kann sich mit diesen nicht identifizieren, vielleicht will man es als Leser auch gar nicht. Man möchte eigentlich nur verstehen; warum?
Warum schreibt M. Grant einen solchen Roman? Und die Frage; ist dies noch ein Jugendbuch? Meine Antwort lautet nein. Einfach viel zu heftig und teilweise hart an der Schmerzgrenze.
In diesem Roman geht es hauptsächlich um einen Krieg der nächsten Generation, weit ab von Atomwaffen und MGs. Das Augenmerk liegt hier auf Nano und Makro, was ja eigentlich Maßeinheiten sind. Angesiedelt im Bereich der Technologie und Biologie ergibt sich eine Zusammensetzung, die absolut heimlich und still die Welt aus den Fugen heben kann. Denn; man merkt es nicht.
Hinzu kommen die beschriebenen Charaktere Sadie und Noah, die in die Geschichte hineingezogen werden und gar nicht wissen wie ihnen geschieht.
Auf der anderen Seite sind die jenigen, die diesen Krieg begonnen haben. Man hat hier also immer einen Sprung von Gut zu Böse und wieder zurück. Aber sind alle wirklich böse und gut? Wo ist die Grenze? Gibt es überhaupt eine? Schwierig.
Nicht nur, dass mich das Buch, so brutal es auch ist, gefesselt hat, es ist auch informativ. Man lernt unheimlich viel. Nicht nur durch die Techniken der Hacker und den ganzen Fachbegriffen, sondern man bekommt einen Einblick wie es tatsächlich funktioniert! Und das kann einem Angst machen. Wirklich.

Fazit:
Harte Kost, keine Frage. Aber man muss es selbst lesen, um sich seine Meinung zu bilden. Ich persönlich bin von diesem Buch überzeugt worden. Für Freunde von Eschbachs "Herr aller Dinge".

Bremen, den 16.05.2012

50

16.05.2012

„Wähle weise”

Inhalt:
In Beatrice' Leben gibt es nichts schlimmeres als unbestimmt zu sein. Denn unbestimmt zu sein bedeutet, dass man keiner Fraktion angehörig ist und sozusagen auf der Straße lebt, ohne Sicherheiten, ohne Freunde.
Doch schon ihr Eignungstest offenbart, dass sie mehreren Fraktionen zugeordnet werden kann. Schließlich kommt der Tag der Entscheidung. Sie beschließt ihrem Alten Leben lebe wohl zu sagen und schließt sich einer neuen Fraktion an; den Ferox. Doch war es wirklich die richtige Wahl?

Rezension:
Dieses Buch hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Gerade der Charakter von Beatrice (=Tris) gefiel mir sehr. Sie stellt von der ersten Seite an Fragen, obwohl dies für ihre Fraktion Altruan verpöhnt ist. Und schon merkt man, dass in ihr ein einziger Konflikt tobt; sich ihrer Fraktion treu ergeben und ein Leben mit ihrer Familie führen, obwohl sie nicht glücklich ist? Oder den Mut aufbringen und etwas Neues starten, etwas, dass ihr ganzes Leben bestimmen wird? Sie entscheidet sich für ein neues Leben und so scheint es, dass alles gut wird. Dem ist aber nicht so und Tris trudelt von einem Problem ins nächste, mal Kleinere, mal richtig schwerwiegende.
Und Gerade das macht dieses Buch aus. Es ist schonungslos, teilweise auch brutal und unfair, doch genau DAS ist das Leben. Unfair und hart. Doch jeder hat eine Wahl, jeder kann selbst entscheiden, was er tut, muss dann aber auch mit den Konsequenten seines Handelns leben.
Der Schreibstil von V. Roth ist relativ einfach, keine komplizieren Satzbauten, Fachbegriffe oder sonst etwas in der Art. Sie fokussiert sich ausschließlich auf die Handlung und durch die Handlung formt sie die Charaktere so gut, dass nicht ein einziger blass bleibt. Das macht spaß, denn so kann man sich sofort mit diesen identifizieren, fiebert mit, hofft und bangt. Und wenn das eine Autorin/ein Autor schafft ist das schon die halbe Miete.
Die Covergestaltung ist auch sehr schön. Da hat RandomHouse mal wieder gezaubert und ein Buch wirklich ansprechend gestaltet. Die englische Variante sieht auch so aus und wurde hochgelobt.

Fazit:
Hut ab! Eine ganze tolle Dystopie, weit weg vom Mainstream. Eigenständige Ideen, eine runde, gut durchdachte Geschichte, und ausgezeichnete Charaktere lassen dieses Buch zu einem Highlight mutieren. Eine ganz tolle Leistung der Autorin und ihr Team.
Absolut zu empfehlen für Jugendliche und Junggebliebene ab 13 Jahren.

5 Sterne
Bremen, den 16.05.2012

buch

Der Löwe

Nelson DeMille

EUR 22,99 *
auf Merkliste

40

16.05.2012

„Auf der Jagd”

Inhalt:
Nach den Anschlägen in den USA hält die Welt den Atem an. Auch John Corey, Agent, der um viele Freunde und Bekannte trauert, die bei den Anschlägen ums Leben gekommen sind. Nach seinem letzten positiven Erlebnis als Agent, welches bereits 3 Jahre zurückliegt, versinkt John mehr und mehr in eine Art Depression. Erst als Asad Khalil in die USA einreist und eine Spur des Blutes und der Verwüstung hinter sich her zieht, beginnt für John wieder ein richtiges Agentenleben. Er macht sich auf die Suche...

Rezension:
Ein ausgeklügelter, informativer und spannender Thriller erwartet den Leser mit "Der Löwe" von Nelson DeMille. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund, selbst wenn es um das schöne Amerika geht und deren Staatspolitik. Er greift hier besonders die Thematik der Sozialstrukturen auf, die wie wir alle wissen, nicht das gelbe vom Ei sind. Seitenhiebe- und Tritte sind hier Gang und Gebe und das ist wirklich toll. Schwarzer, sarkastischer Humor hält hier ebenfalls Einzug. Diese durchaus amüsanten und spannenden Punkte bündeln sich zu einer wirklich gelungenen Geschichte, die zu fesseln weiß. Der Leser ist immer mittendrin, weiß um alles bescheid und doch; er weiß nichts. Das macht dieses Buch zu etwas besonderem.
Auffällig hier: die zwei Erzählstränge. Ersterer von John Corey, zweiter von Asad Khalil. Hier treffen zwei Welten aufeinander, die nicht verschiedener sein könnten. Jeder hat seine Beweggründe, um den jeweiligen zur Strecke zu bringen. Beide erzählen von sich, ihren Lebensstilen, Familien. Hier spürt man förmlich bis zum Ende die Spannung und Agressivität der beiden Hauptprotagonisten, bis sich beim großen Finale alles entlädt. Faszinieren.
Warum reicht es nicht für 5 Sterne?
Schwierig, aber es hat einfach nicht gereicht. Es fehlte der letzte Schritt, das bisschen, was den Leser auf eine potentiell falsche Spur führt, ihn verwirrt zurücklässt, im Dunkeln tappend. Auch der Chatakter John Corey kann mich dieses Mal nicht ganz überzeugen, zu flach, manchmal zu emotionslos. Da hätte ich mir persönlich mehr gewünscht.

Fazit:
Dennoch ein tolles Buch, welches den Leser fesselt, auch bei 504 Seiten nicht langweilig wird. Man darf gespannt sein, wie es mit John Corey weitergeht. Ich würde es mir wünschen!

4 Sterne
Bremen, den 16.05.2012

buch

Starters

Lissa Price

EUR 15,99 *
auf Merkliste

40

16.05.2012

„Leben auf "pump"”

Inhalt:
Nach einem Krieg der biologischen Art gibt es nur noch Starter und Enders, alte und junge Menschen. Callie gehört zu den Starters und lebt auf der Straße mit Bruder und einem Freund. Geld ist Mangelware und das Leben an sich eine Qual. Jedoch gibt es eine Möglichkeit an Geld zu gelangen: die Body-Bank. Eine dubiose Firma mit noch dubioseren Produkten. Callie jedoch sieht keine andere Möglichkeit ihrem Leben eine Wendung zu geben, als ihren Körper zum Ausleihen zur Verfügung zu stellen. Mit schrecklichen Folgen, nicht nur für sie ...

Rezension:
Na, das ist ja mal was ganz Anderes! Die Grundsituation einer Dystopie bleibt generell immer die selbe: Krieg, Menschheit am Ende, wenige Überlebende und eine Regierung, die Hilfe bereitstellt, auf kosten derer, denen nichts anderes übrig bleibt.
Die Grundidee dieser Geschichte ist jedoch mal was ganz Neues, erfrischendes. Wer kommt schon auf die Idee, seinen Körper zu verleihen? Aber was hilft es, wenn man keine Alternativen hat? Callie, der Hauptcharakter in Starters, sieht jedenfalls keine und da fängt das Desaster schon an.
Politische Instrumente, Krieg, Freundschaft, Liebe, Verrat und Hass sind hier grundlegende Inhalte. Gepaart mit guten, mehrdimensionalen Charakteren ergibt sich eine spannende Geschichte in einer Welt, die schon lange nicht mehr die selbe ist. Callie ist nicht eigensinnig, sie versucht nur sich selbst und ihren Bruder über die Runden zu bringen und das macht sie nicht nur menschlich, sondern auch unglaublich symphatisch. Auch die anderen Charaktere bleiben nicht auf der Strecke. Jeder einzelne hat Träume und Ängste, Gedanken, die den Leser mit eben jenen verbinden und zum nachdenken anregen.

Warum keine 5 Sterne?
Das Ende ist meiner Meinung nach überhaupt nicht gelungen. Man liest und liest, noch 20 Seiten bis zum Ende und man fragt sich; "Okay, das kanns doch jetzt nicht gewesen sein!?" Es war enttäuschend und nun bleibt das lange Warten auf Band II.

Fazit:
Für Fans von "Neva", "Die Auswahl" oder auch der "Gripped-Trilogie" von Robin Wasserman. Unterhaltsame Lektüre, nicht nur für Jugendliche. Es wird zum Nachdenken verpflichtet!

4 Sterne
Bremen, den 16.05.2012

50

16.05.2012

„Bluesrock vom Feinsten”

Sie kennen die White Stripes? Und gefällt Ihnen die Band? Um auf eine ganz andere Schiene der Musik zu driften bleibt hier nur der Schritt: Das Soloalbum von Jack White >Blunderbuss<. Ich bin durch die Kritik der Fernsehzeitschrift "Hörzu" auf diese Scheibe gestoßen, da man ja lange nichts von den Jungs um White Stripes gehört hat. Da war natürlich kein Spielraum frei und ich kaufte mir die CD. Beim ersten hören war ich doch recht ambivalent aber auch hier zahlt es sich aus die Scheibe ruhig 5-6 mal zu hören. Erst dann kommt das ganze Potential dieser Scheibe zum Einsatz. Man hört Dinge, die man beim ersten, zweiten Mal nicht wahrgenommen hat. Hier ein Gitarrenriff, dort eine Streichereinlage. Dieses Album bündelt den Bluesrock zu einer mitfühlenden Scheibe, die man dann doch nicht mehr hergeben möchte. Hier ist kein Lied fehl am Platz, alles hat Logik und ist stimmig, griffig. Dieses Album macht richtig spaß!

50

16.05.2012

„Sehr bewegend, eine tolle Geschichte rund um die Titanic”

Inhalt:
Nele Stern ist Tänzerin. Doch als sie ihren großen Auftritt im Wintergarten hat und das Publikum stumm bleibt, beschließt sie ein neues Leben anzufangen. Sie verlässt ihre Mutter, bestiehlt sie, um sich den Traum eines neuen Lebens zu verwirklichen. Sie bucht ein Ticket der 3. Klasse für die Titanic.
Lyman ist ein Spion und verfolgt nur ein Ziel: das deutsche Reich zu schwächen. Dafür opfert er alles. Auch er ist auf dem Schiff.
Matheus, Cäcilie und Samuel sind eine Familie, die gerade eine schwere Zeit durchmacht. Matheus mutiert zunehmends in einen Hypochondra, verfolgt von Krankheiten. Seine Frau sehnt sich nach Luxus, Wohlstand und Begehren. All das findet sie bei Lyman Tundale, dem Spion. Alle sind mit ihren Problemen überfordert, dass niemand merkt, wer der leitdtragende ist: Samuel. Der kleine Junge schließt Freundschaft mit einem Dieb, Adam. Auch sie befinden sich auf dem Schiff Titanic. Was mit dem Dampfer passiert, ist klar. Doch was geschieht mit diesen unterschiedlichen Charakteren?

Rezension:
Ich war schon immer vom Mythos der Titanic fasziniert. Selten hat mich eine solche Dramatik in den Bann gezogen. Das Hauptgeschehen, der Untergang, war ja vorhersehbar. Doch wie diese 6 so unterschiedlichen Charaktere (Nele, Matheus, Cäcilie, Samuel, Lyman, Adam) interagieren, kommunizieren und ihre Träume, Wünsche und Sehnsüchte offenbaren und man dann mitliest, wie langsam alles untergeht ... Wahrlich traurig und bewegend und dennoch hervorragend geschrieben. Herr Titus Müller hat mit seinem Roman "Tanz unter Sternen" ein wirklich, wirklich schönes Buch geschrieben, welches soviele Themen bereithält, so viel Schönes und auch Böses, dass dem Leser nichts anderes übrig bleibt, sich mit in den Sog der Titanic ziehen zu lassen. Das Symbol, die Titanic, als Hoffnungsträger wird hier wunderbar in Szene gesetzt. Es ist nicht so, dass das Schiff in allein Einzelheiten beschrieben wird, es steht eher als Metapher da, strahlt Stolz und Vorurteil aus und jeder weiß, wie es ausgeht. Das ist dann auch das faszinierende an den Charakteren; eigentlich weiß man, wie es mit den Menschen auf dem Schiff ausgeht, man wünscht sich jedoch, dass es ein Happy-End gibt. Gleichzeitig weiß man aber, dass es niemals ein Happy-End geben wird. Absolut Faszinierend, mir fehlen die Worte, um das besser zu beschreiben.
Wir erfahren von jedem der 6 Hauptpersonen der Geschichte viele Einzelheiten; zur Person selbst, Ängste, Sehnsüchte, Vergangenes. Man hat sich schnell ein Urteil über diese Menschen gebildet, weiß genau, welcher welche Rolle spielt oder zu spielen hat. Mit dem Ende des Romans beweist T. Müller aber, dass jeder sein Leben selbst bestimmt und in Situationen großer Not und Angst zeigt sich, wer bereit ist, für das was er hat, zu kämpfen.

Fazit:
Ich bin immer noch ganz aufgewühlt von diesem Roman. Vor Allem ist dieses Buch auch für jene, die historische Romane nicht leiden können oder kein Interesse daran haben bzw. andere Vorlieben der Literatur aufweisen. Dieses Buch jedoch hat mich voll und ganz gepackt. Großartig!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

CD

El Camino

The Black Keys

EUR 13,99 *
auf Merkliste

50

25.01.2012

„Grandios”

Ich kann ohne Musik nicht leben und bin sehr froh, dass ich diese CD zu Weihnachten bekommen habe. Schon mehrmals gehört, die Lieder laut gröhlend, bin ich der Meinung, dass die beiden Jungs da ein wirklich ausgezeichnetes Rockalbum zugeschnitten haben. Und nicht so ein typisch Rockalbum, wo sich jedes zweite Lied gleich anhört. NEIN! Richtiger, alter Garagen-Schrammelrock, wo auch mal eine Note danebengeht und der Schlagzeuger bei Breaks das Tempo rausnimmt (bedacht oder auch nicht). Da blüht einem das Herz auf. Der Gesang schräg und melodisch gleichzeitig. Von ruhigen Stücken, bis absoluten Gesichtsnervenweghämmerer ist alles dabei. Auch die Texte wissen zu überzeugen.

Fazit:
Also; die Boxen aufgedreht und mitgetanzt. Auf der CD steht nicht umsonst "play loud".

50

25.01.2012

„Die Flucht”

Inhalt:
Cassia befindet sich im Lager in der Nähe der abgelegenen Provincen, dort, wo sie Ky finden will. Wie der Zufall es will, findet sie in Indie eine starke Freundin, mit der ihr die Flucht möglich scheint.
Ky schuftet hart und findet heraus, dass die Aberrationen und Abtrünnigen nur zu den äußeren Provincen geschickt, um als Kanonenfutter zu dienen. Sein Vick steht treu an seiner Seite und zusammen suchen und finden sie eine Lösung, um ihren Schicksal zu entgehen.

Rezension:
Lange gewartet und in einer Woche ausgelesen, so spannend und fesselnd geschrieben, wie auch schon der erste Band. Ally Condie erweist sich als wahre Meisterin des lyrisch-romantischen Schreibens, ohne kitschig zu werden. Die Geschichte nimmt den Handlungsfaden dort auf, wo aufgehört hat und der Leser findet sich problemlos in die Geschichte hinein. Die Charaktere bleiben stark, die alten, wie auch die neuen, werden gründlich beschrieben und man lernt neue Aspekte aus ihrer Vergangenheit. Gerade von Ky, der doch viele Fragezeichen aufgeworfen hat, als Charakter versteht sich.
Die Liebesgeschichte um Cassia und Ky und auch, wer der Steuermann ist und was die Rebellion für eine Rolle spielt bleiben Punkte, die hoffentlich weitergesponnen und im letzten Teil aufgelöst werden.

Fazit:
Man muss warten, aber meiner Meinung nach wird es eine der besten dystopischen Jugendbuchtrilogien, dies es bis jetzt gegeben hat. Hut ab!

40

25.01.2012

„Ein Krimi der anderen Art”

Inhalt:

Peter Grant ist Constable der Londoner Polizei. Da kocht man Kaffee, sitzt im Auto und versucht gut auszusehen. Bis Peter sich einem Geist gegenüber sieht. Dieser bringt ihm bei, dass er doch bitte die Verfolgung des jungen Mannes aufnehmen sollte, der einen unschuldigen Bürger totschlug. Gemacht, getan. Schließlich gibt es auch eine Magieabteilung der Polizei, geleitet von Nightingale, Inspektor von Beruf. Peter geht bei ihm in die Lehre und das Abenteuer kann beginnen.

Rezension:
Spannend, unterhaltsam, lustig. Aber auch brutal, gefährlich und einen nicht mehr loslassend. Mit "Die Flüsse von London" ist B. Aaronovich ein ganz tolles Buch gelungen, was den Leser zu fesseln weiß. Die Charaktere bleiben ein wenig auf der Strecke, sie wirken ein bisschen platt und eindimensional, dennoch eine aufregende Lektüre, die Lust auf mehr macht. (s. Schwarzer Mond über Soho)

Fazit:
Für graue Abende genau das richtige um abzuschalten und mit Peter Grant die Straßen von London zu entdecken.

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