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Das Orchideenhaus

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Artikeldetails zu Das Orchideenhaus

AutorLucinda Riley

Untertitel Roman

  • bol.de-Verkaufsrang1.362
  • ISBN-103-442-47554-6
  • ISBN-139783442475544
  • Verlag Goldmann Taschenbuch
  • ReiheGoldmanns Taschenbücher
  • ÜbersetzerSonja Hauser
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten538
  • Veröffentlicht01.07.2011
  • GenreRoman
  • Gewicht471g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelHothouse Flower

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Leseprobe aus Das Orchideenhaus

In Siam sagt man, wenn ein Mann sich leidenschaftlich und unwiderruflich in eine Frau verliebe, sei er in der Lage, sie f?r sich zu gewinnen und sie dazu zu bringen, dass er ihr wichtiger sei als alle anderen M?er.
Es war einmal ein Prinz von Siam, der sich so in eine Frau seltener Sch?nheit verliebte. Er warb um sie und errang sie, doch wenige N?te vor der Hochzeit, anl?lich derer landesweite Feiern stattfinden sollten, wurde der Prinz unsicher.
Er wusste, dass er ihr seine Liebe mit einer eindrucksvollen und heroischen Tat beweisen musste, um sie f?r alle Zeiten an sich zu binden. Dass er etwas finden musste, das genauso selten und sch?n war wie sie.
Nach langem Nachdenken rief er seine drei treuesten Diener zu sich und erkl?e ihnen, was sie tun sollten.
?Ich habe von der Schwarzen Orchidee geh?rt, die in meinem Reich w?st, hoch oben in den Bergen des Nordens. Die sollt ihr f?r mich aufsp?ren und mir in den Palast bringen, damit ich sie meiner Prinzessin an unserem Hochzeitstag schenken kann. Den, der sie findet, mache ich zum reichen Mann. Die beiden, denen es nicht gelingt, werden meine Hochzeit nicht erleben.?
Die Herzen der drei M?er, die sich vor ihrem Prinzen verneigten, waren voller Angst, denn sie wussten, dass sie dem Tod ins Auge blickten. Die Schwarze Orchidee war eine sagenumwobene Blume. Wie die juwelengeschm?ckten goldenen Drachen an den Bugen der k?niglichen Barkassen, in denen der Prinz zum Tempel gleiten w?rde, um mit der Prinzessin den Bund f?rs Leben zu schlie?n, geh?rte sie ins Reich der Legenden.
An jenem Abend kehrten alle drei M?er zu ihren Familien zur?ck, um Abschied zu nehmen. Einer von ihnen, der in den Armen seiner weinenden Frau lag, war schlauer als die anderen.
Bis zum Morgen dachte er sich einen Plan aus und machte sich auf den Weg zu den schwimmenden M?ten, wo man Gew?rze, Seide und Blumen erwerben konnte.
Dort erstand er eine pr?tige, tiefrot-rosafarbene Orchidee mit dunklen, samtigen Bl?tenbl?ern. Mit ihr fuhr er durch die schmalen klongs von Bangkok, bis er einen Schreiber fand, der inmitten seiner Schriftrollen in einem dunklen, feuchten Arbeitsraum hinter seinem Laden sa?
Der Diener kannte den Schreiber, der einmal im Palast gearbeitet hatte, jedoch seiner mangelhaften Schrift wegen f?r unw?rdig befunden worden war.
?Sawadee Krup, Schreiber?, begr??e der Diener ihn und legte die Orchidee auf seinen Tisch. ?Ich h?e eine Aufgabe f?r dich. Wenn du mir hilfst, kann ich dir Reicht?mer bieten, von denen du bisher nur getr?t hast.?
Der Schreiber, der sich, seit er nicht mehr im Palast arbeitete, seinen Lebensunterhalt nur mit M?he verdiente, sah den Diener an. ?Was kann ich f?r dich tun??
Der Diener zeigte auf die Blume. ?Ich m?chte dich bitten, dein Geschick mit Tinte an dieser Orchidee zu beweisen und ihre Bl?tenbl?er schwarz anzumalen.?
Der Schreiber bedachte den Diener mit einem Stirnrunzeln, bevor er die Pflanze musterte. ?Ja, das ist m?glich, aber wenn sie neue Bl?ten treibt, sind diese nicht schwarz, und der Schwindel fliegt auf.?
?Wenn sie neue Bl?ten treibt, sind wir beide viele Meilen weit weg und leben wie der Prinz, dem ich diene?, erwiderte der Diener.
Der Schreiber nickte und dachte ?ber die Bitte des Dieners nach. ?Komm bei Einbruch der Nacht wieder, um deine Schwarze Orchidee zu holen.?
Der Diener kehrte nach Hause zur?ck, wo er seiner Frau sagte, sie solle ihre wenigen Habseligkeiten packen, und ihr versprach, dass sie sich bald schon alles leisten k?nne, was ihr Herz begehre. Au?rdem werde er ihr einen wundersch?nen Palast an einem Ort weit, weit weg errichten.
Als er am Abend zum Schreiber zur?ckkehrte, seufzte er beim Anblick der Schwarzen Orchidee auf dessen Tisch vor Freude auf.
Er betrachtete ihre Bl?tenbl?er genau und erkannte, dass der Schreiber hervorragende Arbeit geleistet hatte.
?Die Tinte ist trocken und wird nicht an den Fingern Neugieriger haften bleiben?, erkl?e der Schreiber. ?Das habe ich ausprobiert. Versuch es ruhig selber.?
Der Diener versuchte es, und tats?lich: Seine Finger wiesen keine Tintenflecken auf.
?Aber ich kann nicht beurteilen, wie lange die Farbe halten wird. Die Feuchtigkeit, die die Pflanze selbst erzeugt, wird die Tinte befeuchten. Und nat?rlich darf sie nicht in den Regen kommen.?
?Das gen?gt v?llig?, sagte der Diener und nahm die Pflanze an sich. ?Ich gehe jetzt zum Palast. Komm um Mitternacht hinunter zum Fluss. Dort wirst du deinen Lohn erhalten.?
Am Abend seines Hochzeitstages und der gro?n landesweiten Feier betrat der Prinz seine privaten Gem?er.
Die Prinzessin blickte von der Terrasse hinunter auf den Chao-Phraya-Fluss, der noch immer von dem Feuerwerk zur Feier ihrer Hochzeit ergl?hte. Der Prinz gesellte sich zu ihr.
?Liebste, ich habe etwas f?r dich, etwas, das deine einzigartige Sch?nheit und Vollkommenheit symbolisiert.?
Er reichte ihr die Schwarze Orchidee in einem juwelengeschm?ckten Topf aus reinem Gold.
Die Prinzessin betrachtete die Pflanze, deren nachtschwarze Bl?tenbl?er mit der schweren Farbe zu ringen schienen. Sie wirkte m?de und welk . _ und unnat?rlich d?ster.
Doch die Prinzessin wusste, welchen Schatz sie in H?en hielt und was der Prinz f?r sie getan hatte.
?Mein Prinz, sie ist wundersch?n! Wo hast du sie entdeckt??
?Ich habe im ganzen K?nigreich danach suchen lassen. Und ich bin mir sicher, dass es keine zweite ihrer Art gibt, genauso wenig, wie es eine Zweite wie dich gibt.? Er sah sie voller Liebe an.
Sie streichelte sanft sein Gesicht, um ihm ihre ewige Liebe zu zeigen.
?Ich danke dir von Herzen.?
Er ergriff ihre Hand und begann ihre Finger zu k?ssen. Schon bald wollte er sie ganz besitzen. Es war ihre Hochzeitsnacht, und er hatte lange gewartet. Der Prinz nahm die Orchidee, stellte sie auf die Terrasse, schlang die Arme um die Prinzessin und k?sste sie leidenschaftlich.
?Komm mit hinein, meine Prinzessin?, fl?sterte er ihr ins Ohr.
Sie lie?die Schwarze Orchidee auf der Terrasse und folgte ihm ins Schlafgemach.
Kurz vor Tagesanbruch erhob die Prinzessin sich von ihrem Nachtlager und ging hinaus, um den ersten Morgen ihres neuen gemeinsamen Lebens zu begr??n.
Die Pf?tzen verrieten ihr, dass es in der Nacht geregnet hatte. Obwohl der neue Tag bereits heraufd?erte, verbarg die Sonne sich noch zum Teil hinter den B?en auf der anderen Seite des Flusses.
Auf der Terrasse stand eine tiefrot-rosafarbene Orchidee in dem Topf aus reinem Gold, den der Prinz ihr ?berreicht hatte.
Die Prinzessin lie?l?elnd die Finger ?ber ihre Bl?tenbl?er gleiten, die, vom Regen gereinigt, so gesund wirkten und viel, viel sch?ner als am Abend zuvor. Die Pf?tze rund um den Topf war leicht grau gef?t.
Da begriff sie und hob die Pflanze hoch, um ihren himmlischen Geruch einzuatmen. Sie ?berlegte, was zu tun sei: War es besser, mit der Wahrheit zu verletzen oder mit einer L?ge zu sch?tzen?
Wenige Minuten sp?r schlenderte sie ins Schlafgemach zur?ck und schmiegte sich wieder in die Arme des Prinzen.
?Mein Prinz?, fl?sterte sie, als er erwachte, ?meine Schwarze Orchidee ist heute Nacht gestohlen worden.?
Der Prinz richtete sich entsetzt auf, um die Wachen zu rufen. Doch sie beruhigte ihn mit einem L?eln.
?Nein, Liebster, sie wurde uns nur f?r eine Nacht geschenkt, f?r die Nacht, in der unsere Liebe erbl?hte und wir eins und Teil der Natur wurden. Wir durften nicht erwarten, dass wir etwas so Magisches f?r uns behalten k?nnten. Au?rdem wird sie ohnehin irgendwann welken und sterben. Und das k?nnte ich nicht ertragen.? Sie nahm seine Hand und k?sste sie. ?Lass uns an ihre Macht glauben und daran, dass ihre Sch?nheit uns in der ersten Nacht unseres gemeinsamen Lebens gesegnet hat.?
Der Prinz dachte eine Weile nach. Und weil er die Prinzessin aus ganzem Herzen liebte und sich so sehr dar?ber freute, dass sie nun die Seine war, rief er die Wachen nicht.
Ihrer harmonischen Verbindung entsprang ein Kind, das in jener Nacht gezeugt wurde und auf das noch viele weitere folgten. Der Prinz glaubte den Rest seines Lebens, dass die sagenumwobene Schwarze Orchidee sie an ihrer Magie hatte teilhaben lassen.
Am Morgen nach der Prinzenhochzeit sa?ein armer Fischer am Ufer des Chao Phraya, wenige hundert Meter flussaufw?s vom k?niglichen Palast. Da er in den vergangenen beiden Stunden nichts gefangen hatte, ?berlegte er, ob die Fische durch das Feuerwerk in der Nacht auf den Grund vertrieben worden waren. Er hatte nichts, was er verkaufen konnte, und seine gro? Familie w?rde hungern m?ssen.
Als die Sonne ?ber die B?e auf der anderen Seite des Flusses kletterte und sein Wasser erstrahlen lie? entdeckte der Fischer etwas Gl?endes zwischen den gr?nen Schlingpflanzen. Er legte seine Rute beiseite und watete ins Wasser, um es zu holen.
Was f?r ein Anblick bot sich ihm, als er die Pflanzen entfernt hatte!
Der Topf bestand aus reinem Gold und war verziert mit Diamanten, Smaragden und Rubinen.
Der Fischer, der in der Aufregung die Rute verga? verstaute den Topf in seinem Korb und machte sich auf den Weg zum Edelsteinmarkt in der Stadt. Er wusste, dass seine Familie nie wieder hungern m?sste.


Teil eins Norfolk, England
Winter
Ich habe jede Nacht denselben Traum. Darin kommt es mir vor, als w?rde mein Leben in die Luft geworfen und regnete in kleinen St?cken wieder herab ? verdreht und von innen nach au?n gest?lpt. Alles Teile meines Lebens und doch in der falschen Reihenfolge.
Es hei?, Tr?e seien wichtig und verrieten einem Dinge, die man vor sich selbst verheimliche.
Ich verheimliche mir nichts; ich w?nschte, ich k?nnte es.
Ich lege mich schlafen, um zu vergessen und Ruhe zu finden, weil ich den ganzen Tag damit verbringe, mich zu erinnern.
Ich bin nicht verr?ckt, auch wenn ich in letzter Zeit viel dar?ber nachgedacht habe, was ?verr?ckt? bedeutet. Abermillionen Menschen, jeder anders, mit seinem eigenen DNS-Profil, seinen eigenen Gedanken und seiner eigenen Wahrnehmung der Welt.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass wir Menschen letztlich nur das K?rperliche teilen k?nnen, mit dem wir geboren wurden. Jeder reagiert anders auf Kummer, und keine dieser Reaktionen ist falsch. Manche Menschen weinen monate-, ja jahrelang; sie tragen Schwarz und trauern. Andere scheint ihr Verlust nicht zu ber?hren. Sie begraben ihn und leben weiter wie bisher, als w? nichts geschehen.
Ich wei?nicht so genau, wie meine Reaktion aussieht. Ich habe seit Monaten nicht mehr geweint. Letztlich habe ich kaum geweint.
Aber ich habe es auch nicht vergessen. Das werde ich nie.
Unten h?re ich jemanden. Ich muss aufstehen und so tun, als w? ich bereit, dem Tag ins Auge zu blicken.
Alicia Howard lenkte ihren Landrover an die Bordsteinkante, schaltete den Motor aus und lief den kleinen H?gel zum Cottage hinauf, dessen T?r, das wusste sie, niemals verschlossen war. Sie ?ffnete sie und ging hinein.
Sie betrat zitternd das dunkle Wohnzimmer und zog die Vorh?e am Fenster zur?ck. Dann sch?ttelte sie die Kissen auf dem Sofa auf und brachte die drei leeren Kaffeetassen, die herumstanden, in die K?che.
Dort machte sie den K?hlschrank auf, in dem eine einzelne, halb leere Flasche Milch stand. Au?rdem entdeckte sie einen abgelaufenen Joghurt, ein wenig Butter sowie eine verschrumpelte Tomate. Alicia schloss die K?hlschrankt?r und warf einen Blick in den Brotkasten. Wie vermutet leer. Alicia setzte sich seufzend an den Tisch.
Sie dachte an ihre eigene warme, gut ausgestattete K?che, den heimeligen Duft des Abendessens im Aga-Herd, den Klang von Kinderschritten und das fr?hliche Lachen der Kleinen ? das Herz ihres Zuhauses und ihres Lebens.
Wie anders dieser d?stere kleine Raum war, entging ihr nicht. Letztlich illustrierte er sehr deutlich das gegenw?ige Dasein ihrer j?ngeren Schwester: Julias Leben und Herz waren gebrochen.
Da h?rte Alicia Schritte auf der knarrenden Holztreppe. Als ihre Schwester die K?chent?r erreichte, war Alicia wie immer beeindruckt von ihrer Sch?nheit. Mit ihren blonden Haaren und der hellen Haut h?e Alicia sich nicht st?er von der dunklen, exotischen Julia unterscheiden k?nnen. Julias fein geschnittenes Gesicht wurde eingerahmt von einer dichten M?e mahagonifarbenen Haares, und ihre mandelf?rmigen, bernsteinfarbenen Augen und hohen Wangenknochen traten jetzt, da sie ein paar Kilo abgenommen hatte, noch deutlicher hervor.
Julia trug, weil sie momentan nur wenige Sachen ihr Eigen nannte, nicht die richtige Kleidung f?r das Januarwetter: ein rotes, bunt besticktes Kaftanoberteil und eine weite schwarze Baumwollhose, die ihre d?nnen Beine kaschierte. Alicia bemerkte die G?ehaut an den nackten Armen Julias. Sie stand vom Tisch auf und nahm ihre widerstrebende Schwester in den Arm.
?Schwesterherz?, sagte sie, ?dir ist kalt. M?chtest du dir selbst w?ere Kleidung kaufen, oder soll ich dir ein paar von meinen Pullovern vorbeibringen??
?Ich brauche nichts?, antwortete Julia und l?ste sich aus der Umarmung ihrer Schwester. ?Kaffee??
?Es ist nicht viel Milch da; ich hab gerade in den K?hlschrank geschaut.?
?Kein Problem. Ich trink ihn sowieso schwarz.? Julia ging zur Sp?le, f?llte den Wasserkocher und schaltete ihn ein.
?Wie geht's dir??, erkundigte sich Alicia.
?Gut.? Julia holte zwei gro? Kaffeetassen aus dem Regal.
Alicia verzog das Gesicht. ?Gut? war Julias Standardantwort, mit der sie neugierige Fragen abblockte.
?Hast du diese Woche mit irgendjemandem gesprochen??
?Nein.?
?Willst du wirklich nicht wieder eine Weile zu uns kommen? Mir gef?t der Gedanke, dass du ganz allein hier bist, nicht.?
?Danke f?rs Angebot, aber ich komme zurecht.?
?Julia, du siehst nicht gut aus. Du hast weiter abgenommen. Isst du ?berhaupt noch was?? ?Klar. Willst du nun Kaffee oder nicht??
?Nein danke.?
?Okay.? Julia stellte die Milchflasche mit Schwung zur?ck in den K?hlschrank. Als sie sich umdrehte, funkelten ihre bernsteinfarbenen Augen zornig. ?Ich wei? dass du das alles nur tust, weil du dir Sorgen um mich machst. Aber ich bin keins von deinen Kindern, Alicia, und brauche keinen Babysitter. Ich bin gern allein.?
?Egal?, sagte Alicia in fr?hlichem Tonfall, jedoch auch ein wenig ungeduldig, ?hol mal lieber deine Jacke. Wir gehen raus.?
?Ich hab heut schon was vor.?
?Dann sag ab. Ich brauche deine Hilfe.?
?Wobei??
?Dad hat n?ste Woche Geburtstag, falls du das vergessen haben solltest. Ich w?rde ihm gern ein Geschenk kaufen.?
?Und dazu brauchst du meine Hilfe, Alicia??
?Es ist sein f?nfundsechzigster. Er geht in Rente.?
?Das wei?ich. Er ist schlie?ich auch mein Vater.?
Alicia hatte M?he, Fassung zu bewahren. ?Heute Mittag findet in Wharton Park eine Haushaltsaufl?sung statt. Ich dachte mir, wir k?nnten hingehen und sehen, ob wir gemeinsam etwas f?r Dad finden.?
In Julias Augen flackerte Interesse auf. ?Wharton Park wird verkauft??
?Ja, wusstest du das nicht??
Julia lie?die Schultern h?en. ?Nein. Warum??
?Vermutlich die alte Geschichte: Schulden. Angeblich verkauft der gegenw?ige Eigent?mer das Anwesen einem Typ aus der City, der gar nicht wei?wohin mit seinem Geld. Keine moderne Familie kann sich ein solches Haus leisten. Der letzte Lord Wharton hat es leider schrecklich herunterkommen lassen. F?r die Renovierung ist ein Verm?gen n?tig.?
?Wie traurig?, murmelte Julia.
?Ja?, pflichtete Alicia ihr bei, die sich ?ber Julias Interesse freute. ?Es war ein wichtiger Teil unserer Kindheit, besonders deiner. Deswegen finde ich, wir sollten uns ein Erinnerungsst?ck f?r Dad sichern. Wahrscheinlich bieten sie sowieso nur Krempel an, und die guten Sachen landen bei Sotheby's, aber wer wei??
Zu Alicias ?erraschung nickte Julia. ?Gut, ich hole meine Jacke.?
F?nf Minuten sp?r lenkte Alicia den Wagen die schmale Highstreet des h?bschen K?stenortes Blakeney entlang und dann nach links, um die f?nfzehnmin?tige Fahrt nach Wharton Park zu beginnen.
?Wharton Park?, murmelte Julia.
Die Besuche in Gro?ater Bills Treibhaus geh?rten zu ihren lebhaftesten Kindheitserinnerungen: der ?berw?igende Duft der exotischen Gew?se, die er darin z?chtete, und die Geduld, mit der er erkl?e, welcher Gattung sie angeh?rten und woher sie stammten. Sein Vater wie auch dessen Vater hatten als G?ner f?r die Crawford-Familie gearbeitet, die Eigent?mer von Wharton Park, einem weitl?igen Anwesen, bestehend aus vierhundert Hektar fruchtbaren Farmlandes.
Julias Gro?ltern hatten in einem heimeligen Cottage in einem h?bschen Winkel von Wharton Park gewohnt, umgeben von all den anderen Bediensteten, die sich um den Grund, das Haus und die Crawford-Familie selbst k?mmerten. Julias und Alicias Mutter Jasmine war in dem Cottage zur Welt gekommen und aufgewachsen.
Ihre Gro?utter Elsie war genau so gewesen, wie man sich die perfekte Oma vorstellt, wenn auch ein wenig exzentrisch.
Bei ihr hatten sie immer Trost gefunden und etwas K?stliches zu essen bekommen.
Wenn Julia an ihre Zeit in Wharton Park zur?ckdachte, fielen ihr der blaue Himmel und die bunten Farben der Blumen ein, die in der Sommersonne bl?hten. Wharton war einmal ber?hmt gewesen f?r seine Orchideenzucht. Seltsam, dass diese kleinen, empfindlichen Pflanzen, die eigentlich aus tropischen Gefilden stammten, im k?hlen n?rdlichen Norfolk gediehen.
Als Kind hatte Julia sich das ganze Jahr ?ber auf die Sommerferien in Wharton Park mit der Ruhe und W?e der Gew?sh?er in einer Ecke des K?chengartens gefreut, wo sie vor den heftigen Nordseewinden gesch?tzt waren. F?r sie stellten sie wie das gro?lterliche Cottage einen Ort des Friedens dar. In Wharton ?erte sich nie etwas. Hier gaben nicht Wecker und Stundenpl? den Takt an, sondern die Natur.
Sie erinnerte sich gut an die klassische Musik, die von morgens bis abends aus dem alten Bakelitradio ihres Gro?aters erklang.
?Blumen lieben Musik?, sagte ihr Gro?ater Bill, wenn er sich um seine wertvollen Pflanzen k?mmerte. Julia sa?gern auf einem Hocker in der Ecke beim Radio, sah ihm zu und lauschte der Musik. Damals lernte sie Klavierspielen und entdeckte ihr Talent daf?r.
Im kleinen Wohnzimmer des Cottage stand ein Klavier, auf dem sie nach dem Abendessen oft vorspielte. Ihre Gro?ltern sahen anerkennend und bewundernd zu, wie Julias zarte Finger ?ber die Tasten glitten.
?Das ist eine von Gott gegebene Begabung, Julia?, stellte Gro?ater Bill eines Abends mit Tr?n in den Augen fest. ?Versprich mir, dass du sie nicht vergeudest, ja??
Zu ihrem elften Geburtstag schenkte Gro?ater Bill ihr eine Orchidee.
?Die habe ich eigens f?r dich gez?chtet, Julia. Sie hei? Aerides odorata.?
Julia begutachtete die zarten, elfenbein-rosafarbenen Bl?tenbl?er der Topfpflanze, die sich samten anf?hlten unter ihren Fingern.
?Wo kommt die her, Gro?ater Bill??, fragte sie.
?Aus Asien, genauer gesagt aus der Gegend von Chiang Mai im n?rdlichen Thailand.?
?Ach. Und welche Art von Musik, glaubst du, gef?t ihr??
?Mozart scheint sie besonders zu m?gen?, antwortete ihr Gro?ater schmunzelnd. ?Und wenn sie zu welken droht, solltest du es mit Chopin versuchen!?
Julia pflegte im Wohnzimmer ihrer zugigen viktorianischen Wohnung in den Au?nbezirken von Norwich sowohl ihre Orchidee als auch ihre musikalische Begabung und spielte der Pflanze flei?g vor, so dass diese immer wieder bl?hte.
Sie tr?te von der exotischen Heimat ihrer Orchidee. Dann war sie pl?tzlich nicht mehr in ihrem Wohnzimmer in England, sondern in den Weiten fern?stlicher Dschungel, vernahm die Ger?che von Geckos und V?geln und roch die berauschenden D?fte der Blumen, die auf den B?en und im Unterholz wuchsen.
Sie wusste, dass sie eines Tages selbst dorthin reisen w?rde, um alles mit eigenen Augen zu sehen.
Gro?ater Bill starb, als sie vierzehn war. Julia erinnerte sich deutlich an das Gef?hl des Verlustes - er und die Treibh?er waren f?r sie das einzig Sichere in ihrem jungen, bereits schwierigen Leben gewesen. Sie hatte ihn als klugen, freundlichen und aufgeschlossenen Mann empfunden, eher ein Vater, als ihr eigener es jemals war. Mit achtzehn bekam sie ein Stipendium f?r das Royal College of Music in London. Gro?utter Elsie zog zu ihrer Schwester nach Southwold, und fortan besuchte Julia Wharton Park nicht mehr.
Jetzt, mit einunddrei?g, lebte sie wieder hier. W?end Alicia von ihren vier Kindern erz?te, erlebte Julia, als sie aus dem R?ckfenster blickte, um Gate Lodge nicht zu verpassen, das den Eingang von Wharton Park markierte, wie fr?her im Auto ihrer Eltern die Vorfreude.
?Da kommt die Abzweigung!?, rief Julia aus, als Alicia fast daran vorbeifuhr.
?Mein Gott, stimmt. Mein letzter Besuch ist so lange her, dass ich fast den Weg vergessen h?e.?
Als sie in die Auffahrt einbogen, sah Alicia ihre Schwester an und entdeckte so etwas wie Erwartung in ihrem Blick.
?Du hast diesen Ort immer geliebt, stimmt's??
?Ja, du nicht??
?Ehrlich gesagt, hab ich mich hier meistens gelangweilt. Ich konnte es gar nicht erwarten, wieder in die Stadt, zur?ck zu meinen Freunden, zu kommen.?
?Du warst eher ein Stadtmensch?, stellte Julia fest.
?Ja. Und was ist aus mir geworden? Mit vierunddrei?g wohne ich in einem Farmhaus auf dem platten Land, mit einem Stall voller Kinder, drei Katzen, zwei Hunden und einem Aga-Herd. Wo, zum Teufel, sind die hellen Lichter der Stadt geblieben?? Alicia l?elte selbstironisch.
?Du hast dich verliebt und eine Familie gegr?ndet.?
?Und am Ende hast du die hellen Lichter abbekommen?, sagte Alicia ohne Neid.
?Ja . Da dr?ben ist das Haus. Es sieht aus wie fr?her.?
Alicia richtete den Blick auf das Geb?e vor ihnen. ?Ich finde, sogar noch besser. Ich hatte ganz vergessen, wie sch?n es ist.?
?Ich nicht?, murmelte Julia.
Sie folgten der Schlange von Fahrzeugen, beide in ihre eigenen Gedanken versunken. Wharton Park war im klassischen Georgian Style f?r den Neffen des ersten Premierministers von Gro?ritannien erbaut worden, der allerdings starb, bevor der Bau vollendet war. Das fast v?llig aus Aislaby-Stein errichtete Geb?e hatte im Lauf seines mehr als dreihundertj?igen Bestehens eine sanftgelbe Farbe angenommen.
Die sieben Erker und die Doppeltreppe, die zu einer Terrasse mit Blick auf den Park f?hrte, verliehen dem Ensemble franz?sischen Glanz. An jeder Ecke stand ein Kuppelturm, und der riesige Portikus wurde von vier hohen ionischen S?en getragen. Eine br?ckelnde Statue der Britannia, die fr?hlich auf der Spitze hockte, gab dem Ganzen ein majest?sches, wenn auch ziemlich exzentrisches Aussehen.
Wharton Park war weder gro?noch stilistisch rein genug, als dass man es als herrschaftliches Anwesen h?e bezeichnen k?nnen; die von sp?ren Crawford-Generationen in Auftrag gegebenen seltsamen Anbauten st?rten den Gesamteindruck. Doch aus genau diesem Grund besa?es nicht die abschreckende Kargheit, die anderen gro?n Geb?en dieser Epoche anhaftete.
?Da dr?ben sind wir immer links gegangen?, bemerkte Julia, die sich an den Weg um den See herum zum Cottage ihrer Gro?ltern am Rand des Anwesens erinnerte.
?M?chtest du nach der Haushaltsaufl?sung noch einen Blick auf das alte Cottage werfen??, fragte Alicia.
Julia zuckte mit den Achseln. ?Schauen wir mal.?
Gelb gekleidete Parkw?ter wiesen den Autos Pl?e zu.
?Es scheint sich herumgesprochen zu haben?, sagte Alicia, als sie den Wagen abstellte. Dann wandte sie sich ihrer Schwester zu und legte ihr eine Hand aufs Knie. ?Bereit??
Julia f?hlte sich ?berw?igt von so vielen Erinnerungen. Als sie aus dem Auto stieg, erkannte sie sogar die Ger?che wieder: nach feuchtem, frisch gem?em Gras, dazu ein Hauch Jasmin an den R?ern des Rasens vor dem Haus. Sie folgten den Besuchern die Stufen hinauf zum Haupteingang des Geb?es.
2
Ich bin elf und stehe in der gewaltigen Eingangshalle, die mir vorkommt wie eine Kathedrale. Die Decke hoch ?ber mir ist mit Wolken und feisten nackten Putten bemalt. Ihr Anblick fasziniert mich so sehr, dass ich nicht merke, wie mich jemand von der Treppe aus anstarrt.
?Kann ich dir helfen, junge Dame??
Ich zucke zusammen und lasse fast den wertvollen Topf fallen, den ich in H?en halte. Mein Gro?ater hat mich hergeschickt, um ihn Lady Crawford zu geben. Wohl ist mir dabei nicht, weil ich Angst vor ihr habe. Aus der Ferne wirkt sie alt und d?nn und m?rrisch. Doch Gro?ater Bill wollte unbedingt, dass ich herkomme.
?>Sie ist sehr traurig, Julia. Vielleicht muntert die Orchidee sie auf. Nun lauf schon los. Sei ein gutes M?hen.?
Die Person auf der Treppe ist definitiv nicht Lady Crawford, sondern ein junger Mann, etwa vier oder f?nf Jahre ?er als ich, mit dichtem, kastanienbraunem Lockenhaar, die er, finde ich, f?r einen Jungen viel zu lang tr?. Er ist ziemlich gro?und schrecklich d?nn; seine Arme sehen unter den hochgerollten Hemds?eln aus wie St?cke.
?Ja, ich suche Lady Crawford, der ich das hier aus dem Gew?shaus bringen soll?, stammle ich.
Er schlendert die ?brigen Stufen herunter und bleibt mit ausgestreckten H?en vor mir stehen.
?Wenn du m?chtest, bringe ich ihr den Topf.?
?Mein Gro?ater hat gesagt, ich soll ihn ihr pers?nlich geben?, erwidere ich nerv?s.
?Leider hat sie sich gerade hingelegt. Ihr geht es nicht so gut.?
?Das wusste ich nicht.? Am liebsten w?rde ich ihn fragen, wer er ist, doch ich traue mich nicht. Offenbar err?er meine Gedanken, denn er sagt: ?Ich bin mit Lady Crawford verwandt, also kannst du mir vertrauen.?
?Gut. Hier.? Ich gebe ihm die Orchidee, insgeheim erleichtert dar?ber, dass ich sie nicht pers?nlich aush?igen muss. ?K?nntest du Lady Crawford bitte von meinem Gro?ater sagen, dass das eine neue Ich habe M?he, mich an den Ausdruck zu erinnern. ?^ Hybride ist, die Bl?te gerade aufgegangen??
?Wird gemacht.?
Ich bleibe stehen, unsicher, was ich als N?stes tun soll. Ihm geht es genauso.
Nach einer Weile fragt er: ?Und, wie hei? du??
?Julia Forrester. Die Enkelin von Mr. Stafford.?
Er hebt eine Augenbraue. ?Ja, klar. Ich bin Christopher Crawford. Meine Freunde nennen mich Kit.?
Er streckt mir die Hand hin, die nicht die Orchidee h?, und ich sch?ttle sie.
?Sch?n, dich kennenzulernen, Julia. Ich habe geh?rt, dass du ziemlich gut Klavier spielst.?
Ich werde rot. ?Das glaube ich nicht?, widerspreche ich.
?Sei nicht so bescheiden?, r?gt er mich. ?Ich habe die K?chin und deine Gro?utter heute Morgen ?ber dich reden h?ren. Komm mit.?
Er zieht mich durch die Eingangshalle und eine Reihe riesiger R?e voll strenger M?bel, die das Geb?e aussehen lassen wie ein ?bergro?s Puppenhaus.

Rezensionen der Redaktion zu Das Orchideenhaus

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 27.06.11
Lucinda Riley stürmt mit ihrem Debüt die Bestsellerliste. Das Buch wird die 10. Auflage ? in sehr kurzer Zeit ? wohl bald erreicht haben. Eine Geschichte wie ein Blumenmeer ? bunt, vielseitig, ereignisreich, zauberhaft. Lucinda Riley spannt den Bogen in ihrer Geschichte von England im Jahre 1939, den Kriegsbeginn mit dem Einmarsch Deutschlands in Polen, über Bangkok im Jahr 1945, dem Ende des 2. Weltkrieges, bis in die Gegenwart. In zwei Strängen kommt der Leser dem Geheimnis um Liebe und Leidenschaft, Schweigen und Erdulden, Trauer und Schmerz immer näher. Beide Zeitebenen haben viel Flair und man fühlt sich als Leser in beiden Zeiten wohl. Man genießt die Zeit, als Wharton Park noch ein prächtiges Anwesen war, und in der Gegenwart laufen die Ereignisse dann zusammen und es gibt viel zu entdecken. Ein Buch wie eine Wärmflasche. In bester Kate-Morton-Manier verfasst. Wer Der verborgene Garten mochte, wird Das Orchideenhaus verschlingen. Lucinda Riley ist die neue Kate Morton.

Kurzbeschreibung zu Das Orchideenhaus

Jedes Haus hat sein Geheimnis. Und jede Liebe ihren Preis


Als junges Mädchen verbrachte Julia Forrester jede freie Minute bei ihrem Großvater, einem bekannten Orchideenzüchter, im Gewächshaus von Wharton Park. Nach einem schweren Schicksalsschlag führt der Zufall Julia Jahre später noch einmal zu dem Anwesen zurück. Der jetzige Besitzer Kit Crawford überreicht ihr ein altes Tagebuch, das bei den Renovierungsarbeiten gefunden wurde und womöglich Julias Großvater gehörte. Als Julia ihre Großmutter Elsie mit dem Tagebuch konfrontiert, drängt ein jahrelang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht, das auch Julias Leben komplett verändern wird ...


Autorenportrait zu Das Orchideenhaus

Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.

Autorenportrait

Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.

Zitat

"Ein Roman voll Spannung und großer Gefühle."

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22.05.2013

„Ganz nette Unterhaltung”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Niederfischbach
Na ja, ich habe das Buch erst bis zur Hälfte gelesen und den Rest durchgeblättert. Ich werde es auch zu Ende lesen, auch wenn ich es bis jetzt schon stellenweise etwas langatmig finde. Die Beschreibung der Saison der Debütantinen zieht sich ziemlich in die Länge und arg viel Schicksalswendungen sind auch vorhanden. Das Leben der jungen Olivia scheint mir doch eher in die viktorianische Zeit zu passen und das ihrer Freundin Venetia mehr in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg und nicht ins Jahr 1939. Wenn man nicht so sehr auf Details achtet und mehr oder weniger (un)wahrscheinliche Entwicklungen vernachlässigt ist es ein netter Urlaubsschmöker, mehr nicht!

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50

29.04.2013

„Gut gehütete Geheimnisse”

von einer Kundin oder einem Kunden
Nach dem Tod ihres Sohnes und Ihres Mannes, kehrt Julia Forrester von Frankreich zurück nach England. Sie war früher oft bei ihren dortlebenden Großeltern. Ihr Großvater war ein berühmter Orchideenzüchter und Julia verbrachte viel Zeit am Anwesen Wharton Park, wo ihre Großeltern arbeiteten.

Eines Tages bekommt Julia das alte Tagebuch ihres Großvaters in die Hände und ein uraltes Geheimnis droht gelüftet zu werden. Außerdem tritt Kit Crawford in Julias Leben der ihr hilft über den Verlust hinwegzukommen.

Das Buch wird nie langweilig, es besteht aus vielen verschiedenen Geschichten, die insgesamt ein großes ganzes ergeben. Spannend, liebenswürdig und warmherzig. Perfekte Frühlings- oder Sommerlektüre.

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40

21.01.2013

„Wunderschön!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ich habe dieses Buch von meiner Kollegin empfohlen bekommen und ich bin begeistert. Ich konnte es wirklich kaum noch aus der Hand legen, so hat mich diese wunderbare, romantische Geschichte gefesselt. Während des Lesens war mir in keiner Sekunde langweilig. Immer wieder passierte was Neues und vieles auch, mit dem man gar nicht so gerechnet hatte. Für mich wirklich Lesevergnügen pur! Dieses Buch war richtig gut, es verbindet Aktuelles mit der Vergangenheit. Es ist spannend und geht unter die Haut! Man weiß bis zum Schluss nicht wie es ausgeht. Einfach klasse! Nach einem stressigen Tag ist dieser Titel ist Balsam für die Seele. Ich konnte einfach in eine Welt eintauchen und träumen. Alles in allem ein sehr gelungener Roman mit guten Figuren und schönen Kulissen, absolut lesenswert für alle, die auch Die Teerose von Jennifer Donnelly mögen.

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50

04.01.2013

„5 Sterne !!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein echt tolles Buch - es ist angenehm zu lesen und man merkt kaum wie die Zeit vergeht so zieht es einen in seinen Bann!!
Ich bin über "Das Mädchen auf den Klippen" auf dieses Buch gestoßen und muss sagen das die Geschichten von L. Riley sehr komplex, jedoch in sich gegliedert und schlüssig sind. Man selbst verliert (in beiden Büchern) oftmals den Überblick wer mit wem um wie viele Ecken verwandt ist dennoch ist die Geschichte die hinter "das Orchideenhaus" steckt wirklich super und spannend.
Natürlich entdeckt man Parallelen zwischen ihren Büchen - ein Schicksal aus der Vergangenheit, dass die Lebenden (häufig die Enkel der Personen) in der Gegenwart einholt.
Obwohl die Struktur bekannt ist, ist es ein Reiz es zu lesen!! Es wird von Zeile zu Zeile mehr Spannung aufgebaut und man beginnt früh zu spekulieren was beispielsweise passiert sein könnte - die Auflösung kann man manchmal selbst nicht fassen.

Kann es kaum erwarten bis das nächste Buch von ihr auf dem Markt erscheint.

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30

10.12.2012

„mh”

von Cora Lein aus Berlin
Das Cover hatte es mir angetan und der Inhalt war dann eher nebensächlich. Romane, die in verschiedenen Zeiten spielen haben meistens etwas gutes an sich

Geschrieben ist es gut. Aber die Handlung ist dann doch etwas zu Klischeehaft. Nicht nur ein schwerer Schicksalsschlag, nein es müssen ganz viele sein und dass natürlich hintereinander. Julia und Kit sind so typisch für eine Lovestory, dass mir das auch zi viel ist.

Fazit: von alles zu viel und von Schreibstil, der gut und flüssig ist, zu wenig. Schade!

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50

17.11.2012

„Etwas fürs Herz!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Julia Forrester hat als junges Mädchen viel Zeit bei ihrem Großvater, Bill, einem bekanntem Orchideenzüchter, verbracht. Nach vielen Jahren und einer Tragödie, kehrt Julia wieder nach England zurück, wo sie von einem alten Bekannten, namens Kit, das Tagebuch ihres verstorbenen Großvaters bekommt. Als Julia ihre Großmutter Elsie auf das Tagebuch anspricht, kommt ein lang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht.
Ein fesselndes Buch mit einem überraschendem Ende.
Unbedingt lesen !

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40

05.10.2012

„Etwas fürs Herz”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dieses Buch ist etwas fürs Herz. Manchmal etwas kitschig, aber im
Großen und Ganzen der ideale Schmöker für den Urlaub,Feierabend oder die kommenden dunklen Wintertage. Ein englischer Familienroman über mehrere Generationen mit entspannender Wirkung, jedoch
nicht ohne Spannung.
Dem Leser blutet das Herz mitzuerleben, daß Pflichterfüllung
über alles geht und die große Liebe dafür geopfert werden muß. Also ein Buch für alle Frauen
aller Generationen, die noch an
ein Happy-End glauben.

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30

29.08.2012

„Charmante Geschichte für „jederfrau“”

von einer Kundin oder einem Kunden
Julia kehrt nach einer Tragödie in ihre Heimat zurück. Bald verschlägt es sie wieder nach Wharton Park, das herrschaftliche Anwesen der Familie Crawford, für die ihr Großvater Orchideen gezüchtet hat. Dort findet der jetzige Erbe Kit ein altes Tagebuch über die Kriegsgefangenschaft von Julias Großvater in Asien. Ihre Großmutter Elsie beginnt zu erzählen – eine Geschichte über Liebe, Verlust und Geheimnisse. Und auch Julia und Kit kommen sich näher…
Lucinda Riley schafft es mit dem „Orchideenhaus“ ihre Leser voll und ganz in ihrem Bann zu ziehen. Sie erzählt eine charmante und spannende Geschichte über Liebe, Leidenschaft, Verlust und Trauer. Der Leser befindet sich nicht nur auf einer Reise durch die Vergangenheit, sondern in andere Länder und auf andere Kontinente. Tolle wenn auch kitschige Geschichte für jederfrau ;-)

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40

28.07.2012

„Ein richtiger Schmöker!”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Von den 1930ern bis in die Gegenwart, von England nach Thailand entspannt sich dieser mitreißende Roman, der die Geschichte einer Konzertpianistin und der Aristokratenfamilie Crawford erzählt, deren schockierende Geheimnisse aufgedeckt werden und somit verheerende Konsequenzen nach sich gezogen werden.
Als Kind verbrachte Konzertpianistin Julia Forrester viele idyllische und schöne Stunden in dem Gewächshaus in Wharton Park, dem großen Anwesen, wo ihr Großvater exotische Pflanzen züchtete.
Jahre später, während sie verzweifelt versucht den Tod ihres Ehemannes und ihres Kindes zu verarbeiten, kehrt sie an diesen ruhigen Ort zurück. Dort trifft sie wieder mit Kit Crawford, jetzigem Besitzer von Wharton Place, zusammen, der sie vielleicht aus ihrer Verzweiflung retten kann.
Als die beiden ein altes Tagebuch entdecken, stattet Julia ihrer Großmutter einen Besuch ab, um mehr über eine Liebesgeschichte zu erfahren, die fast das ganze Anwesen zerstörte. Ihre Suche führt sie zurück in die 1940er Jahre, als Harry, der damalige Besitzer von Wharton Park, seine junge Braut im Schatten des 2. Weltkriegs heiratet. Die grausame Trennung der beiden wird ihre Nachwirkungen noch auf alle kommenden Generationen haben.
Diese atmosphärische Geschichte erfasst sehr gut die Stimmung in der magischen Welt von Wharton Park und Thailand während den Wirren des 2. Weltkriegs. Angefüllt mit überraschenden Wendungen und unvorhergesehenen Ereignissen, Lügen und Leidenschaften ist dieses Buch eine wunderbare, romantische Lektüre!

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50

27.06.2012

„Wow...”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Bobenheim-Roxheim
Da ich nur Krimis lese, war das mein erster Roman !!!
Ich kann nur sagen: Kauft dieses Buch und Ihr werdet merken, das man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Zum Schluß standen mir die Tränen in den Augen vor Freude !!! Einfach nur der Hammer dieses Buch... Das zweite von Ihr habe ich mir gleich danach gekauft, fand aber das Orchideenhaus viel besser ....

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50

22.06.2012

„Kitsch, kitschiger, das Orchideenhaus!”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Die Geschichte spielt in einem alten herrschaftlichen Haus in England. Es geht um das züchten von Orchideen, ums Klavierspielen und mysteriöse Familiengeheimnisse. Die Autorin Lucinda Riley hat mit „das Orchideenhaus“ ein kleines Stück austscher Welt in die heutige Welt versetzt.

Julia Forrester bekommt ein Tagebuch ihres Großvaters in die Hände gespielt. Nichtwissend das ihr in kürzester Zeit ein ungeheures Familiengeheimnis offenbart wird und ihre eigene Vergangenheit tief mit ihrer Zukunft verwurzelt ist. Von der ersten Seite an war ich ganz begeistert von diesem wunderbaren und romantischen Buch. Ein wahrhaft kitschiger Liebesroman. Ich fand die Protagonisten toll umschrieben, genauso wie die Beschreibungen der Landschaft von Thailand und England. Spannend bleibt das Buch bis zum Schluss.

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40

18.06.2012

„Einfach mal abschalten!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Früher, als junges Mädchen, verbrachte Julia Forrester jede freie Minute bei Ihrem Großvater, einem bekannten Orchideenzüchter, im Gewächshaus von Wharton Park. Nach einem schweren Schicksalsschlag kehrt Sie zufällig dorthin zurück und deckt ein jahrelang gut gehütetes Familiengeheimnis auf ...

Ein sehr schön geschriebener Roman, den man in einem Zug durchgelesen hat. Ein richtiger Frauenschmöker, der nichts ausslässt: Romantik, Tragik und die ein oder andere Überraschung. Die Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind geschickt geschrieben, sodass man nie aus der Geschichte hinausgeworfen wird und plötzlich den Faden verliert.

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40

23.04.2012

„Gut & kompliziert”

von einer Kundin oder einem Kunden
Es ist ein tolle Buch, jedoch auch ein bisschen unrealistisch und kompliziert, da man sich den ganzen Stammbaum merken sollte. Doch die kGeschichte ist sehr schön, vorallem die in der Vergangenheit...

Das Xavier am Schluss doch nicht tot ist, fand ich irgendwie ein bisschen komisch..

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50

06.04.2012

„Das Orchideenhaus”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Gars a. Inn
Das Buch ist sehr empfehlenswert. Hier findet man von allem etwas und hat das Gefühl es könnte noch weiter gehen. Habe gelesen gelesen und gelesen. :-)

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Buch von Kate Morten Der verborgene Garten und von Charlotte Link der Beobachter.

50

02.04.2012

„Bezaubernd wie Orchideen”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Seßlach
Ein Roman der Extraklasse. Beginnt mit einem wundervollen Einband, einer Kurzdarstellung, die bereits fesselt, hin zu einem Roman, den man fast nicht mehr weglegen kann.

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40

01.04.2012

„Gekungen Familiensaga”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Kirchdorf
Ursprünglich wollte ich dieses Buch in meinem Urlaub als leichte Lektüre verzehren. Dann wurde ich eine Woche krank und begann zu lesen. Bald konnte ich das Buch nicht mehr an die Seite legen und las bis tief in die Nacht. Da meine Konzentration eingeschränkt war, tat es gut nicht viel denken zu müssen. Trotzdem machte das Buch Spaß und bot mir eine gelungene Unterhaltung. Schade, dass ich mir dieses schöne Buch für den Urlaub genommen habe.

Es lohnt sich!

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40

13.03.2012

„Interessanter Familienepos mit einem überraschendem Ende”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Fürth
Der Auftakt mit einer kleinen Geschichte aus Tausend und einer Nacht als Einleitung ist sehr gelungen
und findet darüber hinaus einen emotionalen Weg zum Leser.

Im mittleren Teil fehlt teilweise etwas die bildliche Darstellung in der Schreibweise, wie zum Anfang, was aber durch die gut strukturierte Geschichte nicht an Bedeutung verliert.

Viel wechselnde Einblicke von verschiedenen Seiten der Darsteller lässt das Ende als sehr unvorherbar erstrahlen.

Man wird einfach mit gerissen, durch die Leichtigkeit und Eleganz ++

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: EAN 9783625203339

50

28.02.2012

„Spannend”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ich mache es kurz und bündig. Ich liebe spannende Geschichten und konnte mich so richtig in Zeit zurückversetzten und ....

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20

22.02.2012

„langatmig, vorhersehbar”

von einer Kundin oder einem Kunden
Da mich "Spiegel Bestseller" noch nie enttäuscht hatten, war ich mir Anfangs bei diesem Buch sicher, dass es mir gefallen würde - was leider ein Irrtum war. "Das Orchideenhaus" klang auf der Rückseite auch recht vielversprechend doch es wurde schnell langweilig und langatmig. Ich hielt tapfer bis zum Schluss durch doch die Vorahnungen die ich schon von Beginn an hatte wurden bestätigt was dann ziemlich langweilig war.

Ein, nicht wirklich zu empfehlendes Buch, auch wenn es zu den "Spiegel Bestsellern" gehört.

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50

22.02.2012

„Einfach nur wunderschön”

von einer Kundin oder einem Kunden
Das Buch ist wirklich toll geschrieben, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann und sich eine eigene Welt vor dem inneren Auge aufbaut. Die Sprünge zwischen Gegenwart und der Vergangenheit bauen eine unglaubliche Spannung auf, bis zur letzten Seite. Und allein diese unglauliche Familiengeschichte ist einiges wert. Die Autorin hat einen interessanten Schreibstil, der den Leser in seine Bahn zieht. Man hat kriegt das Gefühl nicht los, in die Vergangenheit gereist zu haben, aber auch die Reisen nach England, Frankreich und Thailand erscheinen einem sehr real. Man merkt sofort, dass die Autorin eine Ahnung von dem hat, was sie schreibt und wie sie diese Orte beschreibt. Bin schon sehr gespannt auf ihr neues Buch!

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