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Name:
Corinna Top 100 Rezensent
Ort:
der Nähe von Bremen
Rezensionen:
361 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 36

nicht hilfreich: 24

Rang:
80
Über mich:

kann mir ein Leben ohne Bücher einfach nicht vorstellen.

Corinnas Rezensionen

50

23.09.2012

„Zum Brüllen komisch und sehr romantisch”

Melissa (Mel) Fuller ist Klatschreporterin beim New York Journal und liebt ihren Beruf. Als sie eines Morgens vom Gebell des Nachbarhundes geweckt wird, findet sie in der Wohnung ihre älter Nachbarin bewusstlos liegen. Diese kommt direkt ins Krankenhaus und Mel nimmt Verbindung mit dem einzigen Verwandten, der doch recht vermögenden Seniorin auf.
Leider hat Max Friedlander überhaupt kein Interesse an seiner Tante, am Geld aber schon. Und damit es nicht auffällt, dass sich der Fotograf lieber mit seiner Model-Freundin im Urlaub vergnügt, schickt er seinen Freund John vor um seine Rolle zu übernehmen.
Dieser schuldet Max noch einen Gefallen und verliebt sich prompt in Mel. Nur leider glaub sie John sei Max. Eine problematische Liebesgeschichte beginnt...



Dieses Buch ist zum Brüllen komisch und sehr romantisch!

Ich muss zugeben, vor dem Aufschlagen der ersten Seite habe ich nicht drauf geachtet wie dieser Roman geschrieben wurde. Und ich weiß nicht warum, aber ich stehe Büchern die nur aus E-Mails bestehen immer skeptisch gegenüber. Dabei habe ich schon einige in dieser Art gelesen und war immer durchweg begeistert.
So auch bei diesem Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte und das mich unglaublich gefesselt hat.

Mel ist eine Person wie es sie nur selten gibt. Sie lebt in Manhattan, kümmert sich um ihre Nachbarin und versucht allen Leuten in ihrer Umgebung zu helfen und zur Seite zu stehen. Dabei tut sie dies auf eine herrlich sympathische Art und Weise.

Wir erleben ihre Geschichte nur anhand von E-Mails in denen Ereignisse noch einmal geschildert werden, aber die Charaktere natürlich auch anders sind, als im wahren Leben. Denn jeder schreibt sicherlich ein Stück weit offener als er sprechen würde.

Während des Lesens gab es dann immer wieder diese Szenen... mal waren sie unglaublich lustig, mal sehr romantisch und es gab auch sehr spannende Momente. Ich für mich habe natürlich gegrübelt, wie John endlich berichten kann wer er wirklich ist.

Meg Cabot hat für mich einen Roman geschrieben, der unterhaltend und liebenswert ist. Und ich bin sehr froh ihn gelesen zu haben. Mir brachte er gute Laune und eine Menge Spaß.

Ich freue mich nun schon auf den nächsten Teil „Der will doch nur spielen“, den ich gleich im Anschluss lesen werde.

40

18.09.2012

„Für Freunde des schwarzen Humors”

Schlomo und Mendelssohn sind gute Freunde und so kommt es, dass Schlomo dem blinden Mendelssohn in Alltagsdingen zur Seite steht. Da Mendelssohn nun Besitzer einer Villa in Hamburg ist, wird schnell klar, dass auch Schlomo viel Zeit dort verbringt.
So lernen die Zwei auch die Nachbarn von nebenan kennen, bei denen es sich um vier Geschwister handelt die nie gearbeitet haben und dauerhaft studieren. Schnell freundet man sich an und ist sich durchaus sympathisch. Das Leben könnte so schön sein, wäre da nicht der Freund der jüngsten Schwester. Ein fieser wurstförmiger Typ vom Theater, dessen Lebensinhalt das Unruhestiften ist. Als dieser dann plötzlich verstirbt, halten alle zusammen und versuchen sich zu helfen…



Dieses Buch hat schwarzen Humor vom Feinsten!
Ein Todesfall mit kleiner Beihilfe ist passiert, dies könnte zum Teil der Aufhänger des Buches sein, aber für mich war dies nicht der wichtige Punkt. Natürlich wusste ich schon vor Beginn davon und natürlich liest man gespannt darauf zu, aber was mich bei diesem Buch besonders begeistert hatte war der absolut schwarze Humor. Ständig hatte ich ein Grinsen im Gesicht oder ein Lachen ging über meine Lippen, begeistert habe ich so manchen Dialog gelesen und fand ihn einfach herrlich.
Und auch die Beschreibungen von Schlomo, jenem kleinen Versager der ständig Wehwehchen hat und sich diese immer wieder gerne einbildet, waren einfach köstlich.
Fans dieser Art von Humor werden sicher auf ihre Kosten kommen.
Für mich war dies die Sahne auf dem Kuchen. Trotzdem hätte insgesamt noch mehr passieren dürfen. Zum Ende hin empfand ich die Geschichte sogar als ein wenig zu kurz geraten. Auf einmal war alles vorbei und ich hätte gerne noch ein paar Verstrickungen gelesen.
Schlomo und Mendelssohn als Hauptprotagonisten empfand ich als sympathisch, aber sie würden in meinem Leben nicht zu den Menschen gehören, die ich näher kennen müsste. Ihre Ideen allerdings waren grandios und alles rund um das Cabrio (Leser des Buches werden wissen was ich meine) war so lustig, dass ich mit dem Lachen nicht mehr enden konnte. Ich glaube den Mut hätte ich manchmal auch gerne.
Zu (fast) jedem Kapitel gibt es als Zusatz noch eine kleine Zeichnung und eine Zusammenfassung der Ereignisse. Eine gute und passende Idee!
Für mich ein gutes Buch, das manchmal noch ein wenig ausführlicher sein dürfte.

buch

Das Geflecht

Andreas Laudan

EUR 9,99 *
auf Merkliste

40

16.09.2012

„Sie sind nicht allein...”

Justin liebt das Abenteuer und aus diesem Grund plant er zusammen mit seinen Freunden eine ganz private Abschlussfeier, denn nach der Realschule wollen sie es krachen lassen. Die Location für die vier Freunde ist ein stillgelegtes Bergwerk in dem Justins Vater 1x im Jahr einen Kontrollgang macht und der sonst von niemanden besucht wird.
Das Ende der Party verläuft allerdings anders als geplant und zwei der Freunde stürzen in einen ehemaligen Müllschacht.
Nur eine Person kann ihnen jetzt noch helfen, die blinde Höhlenforscherin Tia Traveen.
Schnell merkt sie, dass in dem Schacht noch weiteres Leben zu finden ist... und das hat es auf die Gruppe abgesehen...



Zuerst einmal möchte ich bei diesem Buch mit meinem Covereindruck beginnen. Denn auch wenn ich zu Beginn noch skeptisch war, das Cover mit einem Hauch 3D Geflecht hat mich sofort angezogen. Ich hatte wirklich das Gefühl die Ranken anfassen zu können. Schön gemacht!

Nach dem Lesen allerdings hatte ich eher die Worte dunkel und bedrückend im Hinterkopf, denn diese verfolgten mich immer wieder.
Man muss es sich so vorstellen, dass sich die Hauptpersonen in einem dunklen Bergwerk befinden, nichts sehen können und wissen das dort noch etwas ist. Eine schreckliche Situation. Diese verfolgt auch den Leser, denn von der Atmosphäre kam das Sein unter Tage schon recht gut rüber. Und tauschen möchte ich da nicht. Weder mit der Dunkelheit, noch mit dem unter der Erde sein. Es wäre mein persönlicher Horrortrip.

Der Schreibstil selber hat mir zugesagt und auch, dass die Story immer wieder aus anderen Sichtweisen, sprich von anderen Personen, erzählt wurde fand ich gut gelöst. So brachte es immer wieder Spannung, denn ich kannte auch die Leute die nicht gefangen waren und wusste über einige Dinge Bescheid. Dies trieb den Spannungsbogen immer wieder nach oben.

Eine kleine Sache habe ich allerdings noch, denn auch die Emotionen der Charaktere unter Tage waren gut beschrieben, aber mir fehlte da doch noch etwas. Denn sie befinden sich in einer ausweglosen Situation und haben wenig Hoffnung. Dafür waren sie mir oft zu abgeklärt. Ich hätte mit mehr Panik und Verzweiflung gerechnet.

Insgesamt aber hat mit das Buch gut gefallen.

50

11.09.2012

„Drei Lehrer, drei Schüler, eine Stadt und die Liebe”

In einem pariser Cafe treffen sich drei junge Französischlehrer vor dem Unterrichtsbeginn. Es duftet nach Croissants, die Sonne scheint und jeder wird gleich mit seinem Schüler zu einem Spaziergang durch die Stadt aufbrechen. Denn ihr Unterricht findet nicht in einem verstaubten Klassenzimmer statt, sondern auf den Straßen, den Plätzen und an den Sehenswürdigkeiten von Paris.

Der Tag scheint normal zu beginnen, doch am Ende könnte nichts mehr sein wie es war. Eine Geschichte über Sehnsüchte, das Leben und die Liebe.



Was für ein Buch! Zu Beginn war ich noch etwas skeptisch, denn wird mich dieses Buch wirklich gut unterhalten? Und ja, das konnte es und wie!

Allein schon die Vorstellung der einzelnen Personen hat mir unheimlich gut gefallen. So trifft der Leser zu Beginn noch auf die Gruppe Lehrer. Sie sind jung, sie kennen sich und sie trinken gemeinsam Kaffee, aber es gibt auch diese Spannung zwischen ihnen die sehr greifbar ist.
Dann beginnt der eigentliche Teil und der Unterricht startet. Ellen Sussman hat dieses perfekt in kleine Episoden verpackt, die diese Vorgeschichte von den kleinen Hauptgeschichten trennt.

Jeder Teil für sich wird in diesem Buch mit einer Zeichnung von Paris, den Namen der zwei Hauptpersonen und einer kleinen Route eröffnet. Und dann beginnt der Spaziergang und das Kennenlernen zwischen den Personen. Wir erfahren die Beweggründe warum sie in Paris sind, was vorgefallen ist, wie der Gemütszustand ist und wovon geträumt wird. Dies alles aber so liebenswert verpackt, als wären wir selber Teil dieser Runde und dürften den Geschichten direkt lauschen, dran teilnehmen... am Leben und an der Liebe.
Und ich verspreche, dass jeder etwas daraus mitnehmen wird.

Die Routen der einzelnen Paare beginnen immer an unterschiedlichen Orten, haben aber ein Ziel und viel Paris für den Weg. Denn jeder der bereits diese Hauptstadt besuchen konnte, wird Orte, Plätze und den Charme wiedererkennen.

Ein wunderschönes, sehr zu Herzen gehendes Buch, das gemütliche Lesestunden verspricht und in Erinnerung bleiben wird. Ein kleines Highlight für mich.

buch

Jennissimo

Susan Mallery

EUR 8,99 *
auf Merkliste

40

07.09.2012

„Jennas Neuanfang”

Jennas Ehe ist gescheitert. Und dies hat Jenna nicht nur Kraft, sondern auch Selbstbewusstsein gekostet. Kurz entschlossen zieht sie zurück in ihre Heimatstadt und versucht dort mit einem Kochstudio nicht nur ihren Beruf, sondern auch ihre Leidenschaft neu auszuleben.
Zusammen mit ihrer Adoptivmutter und ihrer neuen Angestellten kommt der Laden auch langsam in Schwung.
Als dann ein Hippie-Pärchen auftaucht und Jenna gleichzeitig einen männlichen Kursteilnehmer hat der sie nicht kalt lässt, gerät ihre Welt erneut ins Wanken. Und dieses Mal hoffentlich zum Positiven...


„Jennissimo“ ist mein erstes Buch der Autorin Susan Mallery. Zwar habe ich bereits Bücher gekauft, nur zum Lesen bin ich bisher noch nicht gekommen.

Mein erster Eindruck war, dass sich die Geschichte unheimlich gut lesen lies. Jenna ist ein Charakter den ich mochte und auch ihre Angestellte und Freundin Violet war mir sofort sympathisch.

Die Geschichte rund um eine Frau, die Kochkurse gibt, Küchenartikel verkauft und einen Neustart hinlegt hat mir durchaus gefallen. Denn im laufe des Buches wird aus der scheuen Jenna eine Frau mit Selbstbewusstsein, die viele Leute mit ihrem Kochtalent begeistern kann.

Nur leider und diesen Punkt lege ich nicht zu tief auf der Negativseite ab, kam mir die Liebe in diesem Buch zu kurz. Zwar spielen Männer hier auch eine Rolle und natürlich läuft alles auf die große Liebe hinaus, aber es hätte mehr sein dürfen.
„Jennissimo“ ist ein weniger typisches Frauen-Liebes-Buch, als ein Buch über eine Familienfindung. Denn es geht auch um die Tatsache das Jenna adoptiert wurde und ihre Erzeuger in ihr Leben treten.

Alles in allem war es für mich am Ende ein Roman, der mir gut tat, den ich gerne gelesen habe und bei dem ich den Alltag ausschalten konnte.

Für alle Kochfans gibt es am Ende noch ein kleines Rezept zum Ausprobieren. Eine schöne Idee! Mal sehen wie es schmeckt.

30

04.09.2012

„Ein seltsames Zugunglück...”

Es soll gefeiert werden auf dem Ansitz „Sterne“.
Emerald, die älteste Tochter des Hauses feiert ihren Geburtstag zusammen mit ihren Geschwistern, ihrer Mutter, der besten Freundin samt Bruder und einem Bekannten.
Eigentlich eine ganz normale Sache, wäre nicht das Zugunglück gewesen, dass die Feierlichkeiten im Jahre 1912 durcheinander bringt, denn die Hausbesitzer werden gebeten die gestrandeten Personen aufzunehmen. Und ein Zugreisender sticht besonders hervor und dies nicht auf positive Art und Weise...



„Der ungeladene Gast“ war für mich ein sehr mysteriöses Buch, welches mir ständig neue Fragen brachte. Aber nun von vorne...

Alles beginnt damit, dass wir als Leser das Anwesen „Sterne“ und seine Bewohner kennenlernen. Sympathien, aber auch Antipathien wurden dadurch bei mir recht schnell vergeben. Leider hatte ich damit aber auch meine kleinen Probleme, denn diese Vorstellungsrunde überdauerte das komplette erste Kapitel. Der Einstieg war für mich also nicht so einfach.

Als dann das Zugunglück passiert, geht dieses Buch erst richtig los. Gespannt verfolgte ich die Besucher und die Gastgeber, empfand einiges als unhöflich, aber auch vieles als seltsam und wurde immer wieder von meinen Fragen an das Buch gebunden.

Auch wenn der Schreibstil für mich noch unterhaltener hätte sein können, es wird ein gewisser Spannungsbogen aufrecht erhalten.
Nur leider, und damit möchte ich nicht auf Ereignisse eingehen, passierte mir zu viel, was die Autorin sich hätte sparen können. So manches Detail war einfach ein Tropfen zu viel des Guten.

Zwar konnte mich die Geschichte unterhalten, aber ich frage mich nun nach Beendigung, was mir das Buch gebracht hat. Ich fühle mich nicht befriedigt. Weder im negativen, noch im positiven Sinne... es ist als ob das Geschriebene gleich wieder aus meinen Gedanken verschwindet.
Das ist vielleicht komisch ausgedrückt, aber ich hab dieses Buch gelesen, fand es ganz nett, werde es aber sicherlich nicht im Hinterkopf behalten. Was ich schon schade finde, aber die Geschichte ist einfach nicht so gut, als dass ich dieses Buch sofort empfehlen müsste oder als ob ich in ein paar Tagen noch daran denken würde. Und dies kommt bei mir nicht so oft vor.


(Ich bin auf andere Meinungen dieses Mal extrem gespannt, da sicherlich einige Leute positiver rezensieren werden.)

40

01.09.2012

„Beeindruckend und anders”

Anna und Ludwig sind ein Paar. Sie sind Kollegen und niemand weiß von ihrer Beziehung. Alles läuft zwischen ihnen sehr oberflächlich ab und plötzlich ist alles anders. Denn Ludwig hat Schlaftabletten genommen. Ob es eine Überdosis ist weiß Anna nicht. Sie sitzt da. Wacht über ihm und erzählt von ihrer Vergangenheit. Vielleicht kann sie ihn ja erreichen...



Bevor ich mit meiner eigentlichen Rezension zum Inhalt des Buches beginne, möchte ich auf die Gestaltung eingehen. Dieses mache ich eigentlich nicht, aber der Verlag Antje Kunstmann hat es bei diesem Buch wirklich verdient.

Das komplette Buch ist durch seine hochwertige Verarbeitung etwas besonderes. Als Leserin habe ich ja einige Hardcover in den Händen, aber hier ist das Papier des Umschlags sehr weich und angenehm für die Hände, der Titel sticht durch die Prägung hervor und auch der Buchdeckel hat eine leicht riffelige Oberfläche die angenehm in der Hand liegt.
Das Cover ist sicherlich kein Blickfang, aber sehr stimmig für das Buch und seinen Inhalt.

Ich weiß so eine liebevolle Aufmachung sehr zu schätzen und freue mich immer, wenn ich ein solches Buch in der Hand halten darf!



Aber nun zur Bewertung des Inhaltes:
Die Geschichte rund um Anna und Ludwig beginnt sehr zornig, aber auch gleichzeitig sehr leise. Zu Beginn befinden wir uns zusammen mit Anna, die aus der ICH-Perspektive erzählt, bei Ludwig. Dieser hat sich Schlaftabletten einverleibt, ob es sich um eine Überdosis handelt, wissen weder Anna noch wir.
Aber Anna spricht mit ihm. Sie erzählt ihm ihr Leben, alles was er wissen sollte, aber nicht weiß.

Später findet ein Wechsel in der Geschichte statt und wir befinden uns einen Tag vor dem Selbstmordversuch.

Was Anna erzählt und wie sie es tut war für mich sehr beeindruckend. Dabei ging es mir eher um das Wie, denn dabei kam für mich so viel Schmerz und ein großes Mitteilungsbedürfnis zum Vorschein, dass mich wirklich ergriffen hat. Ich selber habe mir auch einige Passagen laut vorgelesen, um ein noch genaueres Gefühl zu bekommen.

Anna ist für mich ein Charakter, der bereits viel im Leben durchgemacht hat und einen sicheren Hafen sucht. Ihre Mutter ist krank, der Vater brachte sich um und sie selber hat eine Drogenzeit in Südafrika hinter sich gebracht (keine Angst, dies wird bereits im Klappentext erwähnt). Nur Ludwig, der sehr kalt ist, wirkt neben ihr fehl am Platz. Wie jemand der nicht gut für sie ist und sie verändern will.

Aber wie Anna dann diese Situationen aus ihrer Sicht schildert, erlebt und sieht war für mich so unterhaltend, dass ich Schwierigkeiten hatte dieses Buch aus der Hand zu legen.

Ich hoffe noch weitere Bücher von Arezu Weitholz lesen zu können. „Wenn die Nacht am stillsten ist“ wird mich sicherlich noch einige Zeit begleiten.

50

30.08.2012

„Zwischen Liebe und Hass”

England im 12. Jahrhundert.
Die junge Raina wächst behütet bei ihrem Vater, den Baron d´Bussy auf. Als sie im Wald von einem Mann bedrängt wird und sie daraufhin ein fremder Ritter rettet, hätte Raina nie gedacht, wer dieser Mann eigentlich ist. Denn der Ritter, Gunnar, hat noch eine Rechnung mit ihrem Vater offen und um diese zu begleichen möchte er nichts anderes, als den Tod des Barons.

Für mich war es das erste Buch von Lara Adrian und ganz sicher nicht mein letztes.

Die Geschichte beginnt mit einem spannenden Prolog, in dem wir den jungen Gunnar kennenlernen und seine Sicht auf die Dinge und auf die Taten des Barons. Wir verstehen seinen Hass und seine Wut.Dann geht das Buch richtig los und die Geschichte nimmt seinen Lauf.

Für mich selber war der Beginn zwar gut geschrieben, trotzdem musste ich mich erst einmal in den Stil von Lara Adrian hineinfinden. Das mag daran liegen, dass es sich um einen historischen Roman handelt (von denen ich nicht so viele lese), aber vielleicht auch daran, dass dieses Buch schon sehr auf die Liebe eingeht. Schnell wurde klar, worauf das Ganze hinauslaufen wird.

Und in Sachen Liebesgeschichte hatte dieses Buch dann alles was ich brauche. Ein großes Hin und Her der Hauptpersonen, einige amüsante Stellen samt aufmüpfiger Darstellerin, ein wenig Erotik und spannende Momente. Perfekt!

Wer also ebenso schöne Lesestunden und -momente haben möchte, sollte diese historische Liebesgeschichte rund um Raina und Gunnar unbedingt versuchen.

buch

Die 500

Matthew Quirk

EUR 19,95 *
auf Merkliste

40

27.08.2012

„Ein spannender Juristen-Thriller”

„Die 500“ mächtigsten Männer des Landes... kontrolliert von einer Firma...

Mike Ford ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Er hat eine kriminelle Vergangenheit, einen Vater im Knast, hohe Schulden und ist kurz davor auch noch den Rest zu verlieren. Durch einen Zufall wird ein Gastdozent auf ihn aufmerksam und bittet den jungen Jurastudenten mit nach Washington zu kommen. Dort soll Mike für viel Geld in seiner Firma arbeiten und bei guter Leistung auch übernommen werden.
Alles erscheint Mike wie ein Traum. Sicherlich ist das Arbeitspensum hoch und der Job auch nicht unbedingt einfach, aber er ist nun schuldenfrei, hat eine Freundin, ein Haus und es geht ihm gut.
Bis... ja bis Mike herausfindet was wirklich hinter der Firma steckt... nur das er zu dem Zeitpunkt bereits mitten drin ist.



Erinnert diese kleine Angabe nicht an „Die Firma“ von John Grisham? Mich auf jeden Fall und ich kann nach dem Lesen sagen, dass es durchaus Parallelen gibt.
Aber zum Einen mag ich die Grisham-Bücher auch sehr gerne (zumindest die ersten) und zum Anderen ist dieses Buch ein wirklich fesselnder Juristen-Thriller und dies von der ersten bis zur einschließlich letzten Seite.

Alles beginnt damit, dass die Leser Mike kennenlernen als er schon ziemlich am Ende ist. Die Frage ist, wie kam er dorthin?
Und dann geht das Buch auch schon richtig los und ich für meinen Teil habe es verschlungen. Alles erscheint merkwürdig an der Firma und ich wollte Mike immer zurufen vorsichtig zu sein, aber das ging ja nicht.
Dann startet ein Feuerwerk an Geschehnissen und ich war geschockt, gefesselt und prima unterhalten.

Was alles geschieht werde ich natürlich nicht verraten, aber ich denke dass Thriller-Leser auf ihre Kosten kommen werden. Und wenn man dann auch noch Juristen-Thriller a la Grisham mag, sollte man „Die 500“ lesen. Ich finde es lohnt sich.

50

26.08.2012

„Eine Achterbahn der Gefühle”

Saffy ist jung, erfolgreich in einer Werbeagentur und mit dem Serien-Super-Star Greg zusammen. Als Greg ihr mitteilt, dass er sie am Valentinstag etwas fragen muss, gehen bei Saffy die Alarmglocken an und sie denkt natürlich sofort an einen Heiratsantrag.
Doch dann kommt alles anders und ab diesem Abend ändert sich nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihres befreundeten Paares Jess und Connor.




Dieses Buch ist eines meiner Highlights des Jahres! So viel kann ich nun bereits sagen, denn es hat mich ab der Mitte nicht mehr losgelassen und ich hatte den Drang es immer weiter lesen zu müssen.

Aber ganz von vorne.
Saffy ist in dieser Situation den beliebtesten Junggesellen Irlands zu ihrem Freund zu haben. Dies gibt ihr natürlich Aufwind, aber man merkt trotzdem, dass es auch an ihrem Selbstbewusstsein kratzt. Denn es ist sicherlich nicht leicht, den Partner mit anderen Frauen im TV zu sehen und ständig Fans um sich zu haben. Trotzdem liebt sie Greg über alles und unterstützt ihn.

Dies ist der Stand aus dem Anfang des Buches, aber ich finde jede dieser Figuren, und damit sind nicht nur Saffy und Greg, sondern auch ihre Freunde Jess und Connor gemeint, machen im Laufe dieser Geschichte eine totale Wandlung durch. Zu Beginn lernen wir ihre Rolle kennen und dann passiert durch den Abend des Valentinstages mit allen etwas. Egal ob direkt betroffen oder nicht, jeder von ihnen (gerade weil sie beste Freunde/innen sind) rutscht in eine neue Situation, die ihre eigene verändern wird.

Für mich war das ganze sehr spannend zu lesen, aber auch zum Teil sehr traurig, denn ich fühlte mich als direkte Zuschauerin dieser Clique.

Saffy war für mich so, als würde ich sie schon immer kennen. Ella Griffin hat sie so lebendig beschrieben, dass man sie sich gut als beste Freundin vorstellen kann, auch wenn sie natürlich ihre Fehler hat und ich sie manchmal wachrütteln wollte. Sie ist sehr menschlich und handelt logisch, was mir gefallen hat.

Insgesamt war es für mich beim Lesen von „An und für Dich“ so, dass ich selten so viel gelacht, gelitten und geweint habe. Und das Fremdschämen darf natürlich auch nicht vergessen werden... ich hätte mich in so mancher Situation einfach nur verstecken wollen (oh wie ich das hasse).
Aber durch diese ganzen Emotionen, die ich beim Lesen durchgemacht habe, war diese Geschichte wirklich nah an mir dran und machte dadurch auch sehr viel Spaß.

Ich denke dieses Buch ist nicht nur für Leser/innen gedacht, die Liebesgeschichten mögen, sondern für alle die sich gut unterhalten lassen wollen. Die Liebe spielt eine Rolle, sicher, aber es geht vor allem um den Weg, den Saffy für sich zurücklegen muss um sich selbst zu finden.

Für mich ein sehr gelungenes Buch und ich hoffe auf weitere Romane von Ella Griffin.