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Zwei bemerkenswerte Frauen

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Artikeldetails zu Zwei bemerkenswerte Frauen

AutorTracy Chevalier

Untertitel Roman

  • ISBN-103-442-74305-2
  • ISBN-139783442743056
  • Verlag Btb Taschenbuch
  • Reihebtb
  • ÜbersetzerAnne Rademacher
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten368
  • Veröffentlicht13.02.2012
  • GenreRoman
  • Gewicht295g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelRemarkable Creatures

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Leseprobe aus Zwei bemerkenswerte Frauen

"Den Blitzschlag habe ich in meinem Leben immer wieder gespürt, in Wirklichkeit getroffen hat er mich aber nur einmal. Eigentlich sollte ich mich nicht daran erinnern können, ich war schließlich fast noch ein Baby, aber ich erinnere mich. Ich saß auf einem Feld. Pferde waren da und Reiter, die Kunststücke vorführten. Plötzlich zog ein Gewitter auf. Eine Frau, es war nicht Mam, nahm mich hoch und trug mich unter einen Baum. Als sie mich fest an sich drückte, schaute ich auf und sah ein Muster aus schwarzen Blättern vor weißem Himmel.
Und dann war da plötzlich Krach, als würden alle Bäume umstürzen, und ein sehr helles Licht, wie wenn man in die Sonne blickt. Etwas durchzuckte mich, sirrend und heiß, als hätte ich ein glühendes Kohlenstück angelangt. Ich roch verbranntes Fleisch und spürte, dass da Schmerz sein musste, aber mir tat nichts weh. Mir war nur, als hätte man mein Inneres nach außen gestülpt.
Dann begannen sie an mir herumzuzerren. Ich hörte Geschrei, konnte aber selbst keinen Ton von mir geben. Man trug mich irgendwo hin, und Wärme umhüllte mich, nicht von einer Decke, sondern feuchte Wärme. Es war Wasser, und Wasser kannte ich, denn unser Haus stand nah am Meer, ich konnte es vom Fenster aus sehen. Ich schlug die Augen wieder auf, und mir ist, als hätte ich sie seither nie mehr geschlossen.
Der Blitz tötete die Frau, die mich hielt, und die beiden Mädchen daneben; doch ich hab ihn überlebt. Es heißt, vor dem Gewitter wär ich ein stilles, ständig kränkelndes Kind gewesen, aber danach hätte ich mich zu einem gesunden und quicklebendigen Mädchen entwickelt. Ob das stimmt, kann ich nicht sagen, doch ich spüre die Erinnerung an diesen Blitzschlag immer noch. Wenn mich etwas besonders bewegt oder erregt, durchfährt er mich wie ein Schauder. Ich hab ihn gespürt, als Joe den ersten Krokodilkopf fand und ihn mir zeigte; und als ich dann selbst den Körper dazu entdeckte, hab ich ihn wieder gespürt. Der Blitz kam auch, als ich andere Riesenbestien auf dem Strand fand und als mir zum ersten Mal Colonel Birch begegnete. Oft spüre ich den Blitz und weiß nicht, warum er da ist. Manchmal verstehe ich ihn nicht, doch ich höre auf das, was er mir sagt, denn der Blitz ist in mir, und ich bin der Blitz. Er ist in mich gefahren, als ich ein Baby war, und hat mich seither nie mehr verlassen.
Jedes Mal, wenn ich ein Fossil finde, fühle ich das Echo des Blitzschlags in mir, dieses leise Sirren, das mir sagt: 'Ja, Mary Anning, du bist anders als alle Steine am Strand.' Darum bin ich Fossilienjägerin geworden: Ich will den Blitzschlag spüren und dieses Anderssein. Jeden Tag will ich es spüren.
Schmutzig, mysteriös und nicht
Mary Anning führt mit den Augen. Gleich bei unserer ersten Begegnung fiel mir das auf, obwohl sie damals noch ein Mädchen war. Ihre knopfbraunen, hellwachen Augen scheinen, typisch für eine Fossilienjägerin, ständig nach etwas zu suchen, selbst dort, wo es wirklich nichts Interessantes zu finden gibt, auf der Straße etwa oder im Haus. Wegen dieser Angewohnheit wirkt sie sogar dann lebendig und voller Energie, wenn sie sich völlig ruhig verhält. Meine Schwestern behaupten, ich sei genauso, mein Blick schweife ständig suchend umher, statt stetig und fest zu sein. Nur, dass sie das nicht als Kompliment meinen, wie ich bei Mary.
Ich beobachte seit Langem, dass Menschen meist mit einer besonderen Eigenheit des Gesichts oder des Körpers führen. Bei meinem Bruder John zum Beispiel sind es die Augenbrauen. Zum einen natürlich, weil sie ihm in markanten Büscheln über den Augen stehen, aber auch, weil sie der Teil seines Gesichts sind, der am häufigsten in Bewegung ist. Bei John scheinen die Augenbrauen den Gedanken zu folgen, unter denen sich die Stirn in Falten legt und wieder glättet. Nach Louise ist er das zweitälteste der Philpotkinder, und da er der einzige Sohn blieb, musste er nach dem Tod unserer Eltern die Verantwortung für vier Schwestern übernehm

Rezensionen der Redaktion zu Zwei bemerkenswerte Frauen

"Eine hinreißende, einfühlsam geschriebene Geschichte. Die wechselvolle Beziehung zwischen Mary und Elisabeth erlabt der Autorin von Das Mädchen mit dem Perlenohrring genau das zu tun, worin sie die Beste ist: aus historischen Details heraus entwickelt sie die Porträts zweier bemerkenswerter Frauen." The Guardian

Kurzbeschreibung zu Zwei bemerkenswerte Frauen



England im 19. Jahrhundert: zwei ungewöhnliche Frauen und ein spektakulärer Fund am Strand


England, 1830: Elizabeth Philpot, eine junge Frau aus besseren Kreisen, deren Familienerbe nicht zu einem standesgemäßen Leben in London reicht, wird von ihrem Bruder in den kleinen südenglischen Küstenort Lyme Regis abgeschoben. Was ihr zunächst wie eine Verbannung vorkommt, erweist sich als glückliche Fügung, denn am Strand nehmen seltsame Steine sie völlig gefangen: Fossilien. Und hier in Lyme Regis begegnet sie Mary, einem Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, das die Familie mit dem Verkauf von Fossilien über Wasser hält und dabei spektakuläre Funde macht. Die beiden so unterschiedlichen Frauen widmen ihr Leben den rätselhaften Versteinerungen. Doch dann verlieben sich beide in denselben Mann.



Autorenportrait zu Zwei bemerkenswerte Frauen

Tracy Chevalier, 1962 in Washington D.C. geboren, zog 1984 nach England. In London arbeitete sie zuerst als Lektorin, begann dann aber zu schreiben. Ihr Roman »Das Mädchen mit dem Perlenohrring« wurde ein internationaler Bestseller, dessen Verfilmung dreimal für den Oscar nominiert war. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.

Portrait

Tracy Chevalier:
Tracy Chevalier, geb. 1962, wuchs in Washington, D.C., auf. 1984 zog sie nach London, wo sie als Lektorin für Nachschlagewerke arbeitete. 1994 schloss sie ihr Studium 'Creative Writing' an der University of East Anglia ab.
Anne Rademacher:
Anne Rademacher, geb. 1961 in Lippstadt, lebt als freie Lektorin und Übersetzerin in Bad Waldsee.

Autorenportrait

Tracy Chevalier, 1962 in Washington D.C. geboren, zog 1984 nach England. In London arbeitete sie zuerst als Lektorin, begann dann aber zu schreiben. Ihr Roman »Das Mädchen mit dem Perlenohrring« wurde ein internationaler Bestseller, dessen Verfilmung dreimal für den Oscar nominiert war. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.

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40

26.09.2012

„Tracy Chevalier ”

von Kisa Yilata
Tracy Chevalier ist die eigentliche Heldin des Buches, denn sie versteht es ohne irgendwelche künstliche Sensationen eine ruhige und sehr atmospherische Erzählung in Worte zu fassen, die die Leserin schweben lassen. Leicht und schwerelos gleitet Frau durch die Sätze und lässt sich von dieser wunderbaren Geschichte treiben.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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40

24.09.2012

„Klasse”

von Kersei Yilmaz
Auf wunderbare weise stellt die Autorin die beiden so unterschiedlichen Frauen Mary Anning und Elizabeth Philpot in ihrer Zeit dar.

Sie schafft eine lebendige Atmosphere und zieht den Leser mit ihrem kraftvollen Schreibstil in ihren Bann.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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40

23.09.2012

„Tolle Autorin”

von Thorsten Stein
Zwei ungewöhnliche Frauen im England des 19. Jahrhunderts. Tracy Chevalier versteht es, aus einer scheinbar nebensächlichen Ha-ndlung einen roten Faden durch ihr Buch zu ziehen, was dem Leser einfach nur Freude bereitet.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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40

21.09.2012

„Klasse”

von KuhKönig
Zwei Frauen, ein Buch. Welch großartige Beschreibung. Selten habe ich so viel Tiefe in Charakteren gefunden wie in diesen beiden Frauen. Das ganze Werk kann man nur empfehlen, auch wenn die Geschichte ein paar Längen in der Mitte hat.

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30

20.09.2012

„Naja”

von Ben Hurden
Also vorweg, Tracy Chevalier hat einen wundervollen Schreibstil. Atmospherisch einwandfrei. Aber...die Geschichte muss eben auch entsprechend sein. Also mich hat sie nicht so in den ann gezogen, wie ich es erhofft hatte. Vielleicht waren meiner Erwartungen aber auch zu hoch, das muß am Ende jeder für sich selbst herausfinden.

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40

20.09.2012

„Zwei bemerkenswerte Frauen”

von DarkKatharina
Eine schöne, atmospherische Geschiche mit historischem Hintergrund. Zwei Frauen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, unterschiedlicher wie sie kaum sein können, aber eine gemeinsame Leidenschaft. Lesenswert!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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40

12.09.2012

„Interessant wechselnde Sichtweisen”

von Arno Frik
Eine wunderbare Geschichte über die Freundschaft von zei ungleichen Frauen und ein gemeinsames Interesse. Die wechselnden Perspektiven sind durchaus gewöhnungsbedürftig, doch insgesamt zu empfehlen!

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30

12.09.2012

„Nicht meins”

von Fantasy-Arne
Vielleicht war das Buch von vornherein nicht mein Gebiet. Aufgrund der vielen guten Buchhändlerbewertungen habe ich es trotzdem gelesen, aber es hat mich nicht in seinen Bann ziehen können.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

07.07.2012

„Fossilien und Freundschaft”

von einer Kundin oder einem Kunden
Beginn des 19. Jahrhunderts begegnen sich 2 Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, in dem südenglischen Küstenort Lyme Regis.
Elizabeth Philpot und Mary Anning.
Beide verbindet die Liebe zu Fossilien.

Tracy Chevalier inszenierte anmutig eine ruhige, hinreißende Geschichte über das Leben und die Freundschaft der beiden Frauen.

Sehr angenehm zu lesen, in gut aufeinander abgestimmten Kapiteln, die einmal von Mary`s- und einmal von Elizabeth`s-Sicht erzählt werden.

Die Liebe zu den Fossilien und deren Faszination begleiten einem durch das gesamte Buch.

Lesenswert! Empfehlenswert!

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50

08.05.2012

„Bemerkenswert!”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
„Remarkable Creatures“ (Bemerkenswerte Kreaturen) – so lautet der englische Titel dieses Buches. Und damit sind nicht nur die zwei wunderbaren, bemerkenswerten Frauen Mary Anning und Elizabeth Philpot gemeint, sondern auch die fossilen Schätze, die die beiden Frauen Anfang des 19. Jahrhunderts an der Küste Englands fanden und ausgruben. Gesellschaftlich trennten Mary und Elizabeth Welten, aber als Elizabeth mit ihren Schwestern nach Lyme Regis umzog, verband die beiden bald eine tiefe Freundschaft durch ihre gemeinsame Leidenschaft für Fossilien. Sie hatten es nicht leicht in einer Gesellschaft, die von Männern dominiert wurde und in der Frauen eine untergeordnete Rolle spielten. Dennoch wurden beide letztendlich um ihr Wissen und Können geschätzt.
Wie bei dem „Mädchen mit dem Perlenohrring“ hat auch diese Geschichte einen historischen Hintergrund. Im großen und ganzen hat diese Geschichte auch wirklich stattgefunden. Tracy Chevalier hat sie ausgeschmückt und eine wundervolle, faszinierende Geschichte geschrieben. Allzu gerne hätte ich diese beiden bemerkenswerten Frauen kennengelernt, die gegen alle Widerstände ihrer Zeit ihrer Leidenschaft nachgingen und so etwas ganz Besonderes leisteten. Ein wunderbares Buch!

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50

05.05.2012

„Ein bemerkenswertes Buch ”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dies ist eines dieser Bücher , das mich schon alleine wegen seines Schreibstils erfreut hat. Tracy Chevalier gelingt es mit ihrer ruhigen Sprache wunderbar, die historischen Personen Mary Anning und Elizabeth Philpot in ihrer Zeit lebendig werden zu lassen. Daß bereits die Filmrechte an " Remarkable Creatures" verkauft sind ,wundert mich übrigens kein bißchen...

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50

12.04.2012

„Jede ist in ihrer eigenen Welt und weiß doch, dass sie sich nur umdrehen muss, um die andere zu sehen.”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ich kann diese bezaubernde Geschichte nur von ganzem Herzen empfehlen, denn sie bietet so viele Seiten. Sie erzählt die wahre Geschichte der beiden Hauptfiguren Mary Anning und Elizabeth Philpot. Beide sollten eigentlich durch Alter und gesellschaftliche Schicht getrennt sein, doch sie vereint ihre Suche nach Fossilien am Strand von Südengland.
Ganz authentisch wird das Leben und die Gesellschaft der Zeit wiedergespiegelt. Ganz nebenbei bietet es Wissenswertes über die Ansichten der Leute und auch über Naturwissenschaft. Die Beschreibungen der Fossilien im Buch haben mich sogar in eine Ausstellung hier vor Ort gebracht. Trotzdem ist diese Geschichte nicht trocken, denn es bietet auch viele Passagen, die romantisch, liebenswert, zum Schmunzeln und ironisch sind. Und ja, es kommt ein wenig Liebe darin vor.

Das Buch hat mich durch seinen eleganten Schreibstil fasziniert. Immer wieder werden Ereignisse vorweggenommen, die der Erzählung aber keinen Abbruch zufügen, sondern den Leser am Geschehen halten.

Eine charmante Geschichte nicht nur für Liebhaber von Jane Austen (die übrigens namentlich erwähnt wird). Leser, die eine tiefergründige Erzählung suchen, können sich vermehrt in Geschichte, Wissenschaft und Charaktere versetzen. Und Leser, die eine unterhaltsame, entzückende Geschichte suchen, bietet „Zwei bemerkenswerte Frauen“ Strand, Ballsaal und liebenswerte Charaktere.

Eben: Zwei bemerkenswerte Frauen.
Eben wie im Original-Titel: Remarkable Creatures.

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50

06.04.2012

„Liebe, Familie, Verrat, alles drin!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Als Elizabeths Bruder heiratet, ist für seine 3 Schwestern in dem kleinen Haus in London kein Platz mehr, sie werden in einen kleinen Küstenort ins dortige Familien- Cottage geschickt.
Elizabeth nimmt, anders als ihre zwei Schwestern diese Veränderung sehr gelassen. Sie hat ein neues Hobby, am Strand nach Fossilien zu suchen. Dort begegnet sie Mary, die diese Fossilien als Souvenir verkauft. Beide freunden sich an, doch ein Mann treibt ein Keil in diese Freundschaf.
Nach wahren Begebenheiten strickt die Autorin eine nette Geschichte, die wirklich von allen gelesen werden kann. Aufgrund der Vielschichtigkeit ist es ist das ultimative Geschenk für Leute mit Anspruch, für Leute die nicht wirklich wissen, was der Beschenkte liest und für jedes Alter.

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50

04.04.2012

„Einzigartig!”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Nach dem "Mädchen mit dem Perlenohrring" glaubte ich nicht daran, dass die Autorin es je schaffen würde, einen ähnlich fulminanten und großartigen Nachfolger zu verfassen. Und doch, es ist ihr gelungen. Der Klappentext verrät bereits das Wichtigste: den an Jane Austen erinnernden Stil. Und tatsächlich, Chevalier entwickelt hier eine seltene Gabe, Situationen, Personen und Landschaft zu beschreiben, wie wir es sonst von der englischen Klassikerin gewohnt sind: fein- und hintersinnig, mit Intelligenz und leise-ironischem Humor. Ein wunderbares Buch!

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50

21.03.2012

„Zwei spannende Frauenleben”

von einer Kundin oder einem Kunden
Begleiten sie Elizabeth Philpot und Mary Anning auf ihrer geheimnisvollen Suche nach Fossilien und durch die Wirren zweier spannender Frauenleben.
Tracy Chevalier beschreibt Elizabeth Philpot und Mary Anning sehr plastisch und man riecht quasi den Duft von Wasser und Meer. Beide Frauen haben gelebt und auch die Entdeckung des "Krokodils" hat stattgefunden, leider wurde sie von der Wissenschaft nicht den beiden Frauen zugeschrieben. Ein unterhaltender Roman, im dem man eintaucht in das Leben des Seebades Lyme Regis, spannende Forschungen, dramatische Entwicklungen und so manch tragische Wendung des Schicksals.

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50

03.03.2012

„Mary Anning und Elisabeth Philpot”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Tracy Chevalier verknüpft auf spannende Art und Weise realistische und historische Fäden mit romanhaftem Hintergrund ! Die Figuren und die Atmosphärere erinnern an Jane Austen, immerhin war sie eine Zeitgenossin von Mary Annings und Elisabeth Philpot und Besucherin von Lyme. Wie mühsam Forschung und Wissenschaft zu dieser Zeit - und wie schwierig ein Weg für Frauen auf diesem Gebiet war, ist hier zum Anfassen nah beschrieben . Ich habe es sehr gern gelesen ....

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50

23.02.2012

„Ein wunderbares Buch!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Elizabeth Philpot und ihre Schwester verschlägt es von England aus ins kleine Seebad Lyme Regis an der südenglischen Küste. Die unverheiratete Frau verbringt dort die meiste Zeit an den Stränden auf der Suche nach Fossilien. Auf einem ihrer Ausflüge lernt sie die junge Mary Anning kennen, die ebenfalls auf der Suche nach Fossilien ist, aber nicht aus wissenschaftlichen Interesse oder Forschungsdrang, sondern um sie zu verkaufen und so ihre Familie zu ernähren. Aus der anfänglichen gegenseitigen Zuneigung entsteht nach und nach Konkurrenz, da beide mit ihren Funden versuchen, sich in einer männerdominierten Welt durchzusetzen. Und beide buhlen um die Zuneigung eines Mannes.


Wie bereits in ihrem ersten Roman „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ versteht es Tracy Chevalier Fiktion und Realität zu vermischen. Die Charaktere wachsen einem sehr ans Herz und auch die Atmosphäre des Romans weiß zu begeistern.

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50

14.02.2012

„Für Jane Austen Fans”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Endlich gibt es mal wieder einen hervorragenden Roman der Autorin Tracy Chevalier, die durch ihr Buch „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ bekannt geworden ist und damit einen großen Fan-Kreis gewonnen hat. Auch dieses Mal hat sie sich wieder wahre Persönlichkeiten aus der Geschichte ausgesucht, über deren Leben einiges, aber eben nicht zu viel bekannt ist. Dieses Mal entführt sie uns nach England in die Zeit von Jane Austen, d.h. an den Anfang des 19. Jahrhunderts. Ort der Handlung ist Lyme Regis, ein Küstenort in Dorset, der in der Zwischenzeit bekannt geworden ist durch seine Fossilienfunde. Die Hauptpersonen sind Elizabeth Philpot und Mary Anning.

Elizabeth Philpot stammt aus einer leidlich wohlhabenden Familie aus London. Da sie insgesamt vier Schwestern und ein Bruder sind, langen die finanziellen Mittel nur dazu, einer der Frauen eine Mitgift mitzugeben. Die drei anderen Frauen bleiben unverheiratet. Da das Leben in London zu teuer ist, suchen sie gemeinsam mit ihrem Bruder nach einem Ort, wo sie preisgünstig wohnen können und sie sich trotzdem wohlfühlen. Ihre Wahl fällt auf Lyme Regis. Dort angekommen, fällt Elizabeth auf, dass es an dem Strand und in den Klippen viele merkwürdige „Steine“ zu entdecken gibt. Da sie sehr an den neu aufgekommenen Naturwissenschaften interessiert ist, speziell an Fossilien, hat sie ihre zukünftige Aufgabe gefunden. Am Strand lernt sie die arme Mary Anning, Tochter des ortsansässigen Tischlers kennen, die schon früh das Interesse der Sommergäste an diesen merkwürdigen Steinen entdeckt hat und es für sich zu nutzen weiß. Als ihr Vater stirbt, verdient sie mit den Fossilienfunden den Lebensunterhalt für die Familie. Die beiden Frauen freunden sich trotz ihrer Standesunterschiede an und profitieren voneinander. Da Frauen in dieser Zeit alleine gar nichts galten - man durfte eigentlich nicht mal alleine unterwegs sein - fallen sie natürlich sehr auf, wie sie ohne Dienstboten oder Brüder alleine am Strand unterwegs sind und sich auch noch die Hände und die Kleidung schmutzig machen. Aber sie geben nichts auf ihren Ruf, sondern gehen ganz in der Fossiliensuche und der damit verbundenen Forschung auf.

Tracy Chevalier beschreibt das ungewöhnliche Leben dieser beiden Frauen sehr genau. Beide sind historisch belegt. Zu Mary Anning gibt es einiges an Informationen, zu Elizabeth Philpot etwas weniger. Die Lücken, die es in deren Leben gibt, füllt sie mit ihrer Phantasie, denn es ist natürlich ein Roman und keine wissenschaftliche Abhandlung. Zusätzlich bringt sie uns auch noch den Wandel im Denken der Menschen der damaligen Zeit nahe. Laut der Kirche existiert die Erde erst seit 6000 Jahren. Wie kann es da sein, dass versteinerte Kreaturen gefunden werden, die es anscheinend gar nicht mehr gibt. Hat Gott etwa von ihm geschaffene Kreaturen aussterben lassen oder ist die Welt etwa doch älter als die Kirche sagt? Hervorragend recherchiert und spannend geschrieben. Ein wunderbarer Roman über „Zwei bemerkenswerten Frauen“ in einer bemerkenswerten Zeit. Auch sehr zu empfehlen, wenn Sie planen den Ort Lyme Regis zu besuchen.

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50

08.02.2012

„Chevalier, Zwei bemerkenswerte Frauen”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Chevalier erzählt in diesem Roman die wahre Geschichte von zwei wirklich bemerkenswerten Frauen. In England im 19.Jhdt. sammeln diese beiden, im Alter unterschiedlichen Frauen, gemeinsam an der Küste Fossilien. Im Laufe ihrer ungewöhnlichen und durchaus schwierigen Freundschaft versuchen sie auch die Anerkennung der Wissenschaftswelt für ihre Arbeit zu bekommen. Ruhig erzählt, sehr schöne Sprache. Als ich fertig war, habe ich mir gleich ein Sachbuch über Fossilien besorgt. Das Thema hatte mich vorher überhaupt nicht interessiert!

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