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Du oder das ganze Leben

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Artikeldetails zu Du oder das ganze Leben

AutorSimone Elkeles

  • bol.de-Verkaufsrang7.201
  • ISBN-103-570-30718-2
  • ISBN-139783570307182
  • Verlag Cbt
  • Reihecbt Taschenbücher
  • ÜbersetzerKatrin Weingran
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten429
  • Veröffentlicht10.01.2011
  • Gewicht472g
  • Altersempfehlung14 - 99
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelPerfect Chemistry

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Leseprobe aus Du oder das ganze Leben

Brittany
Alle wissen, wie toll ich bin. Mein Leben ist toll. Meine Klamotten sind toll. Und meine Familie ist es erst recht.
Ich reiße mir jeden Tag den Arsch auf, damit alle glauben, mein Leben wäre perfekt. Dabei ist das alles nur Fassade. Der schöne Schein, hinter dem sich die eigentliche Wahrheit verbirgt, muss um jeden Preis gewahrt werden. Denn sonst wäre die Illusion von der perfekten Brittany dahin.
Ich stehe vor dem Badezimmerspiegel, aus den Boxen meiner Anlage dröhnt Musik. Frustriert wische ich den dritten verwackelten Lidstrich ab, den ich unter meinem Auge gezogen habe. Meine Hände zittern, verdammt noch mal. Weder die Tatsache, endlich Senior zu sein, noch die Aussicht darauf, dass mein Sommer als Strohwitwe vorbei ist und ich gleich meinen Freund wiedersehe, dürfte mich dermaßen fertigmachen. Und trotzdem - dieser Tag ist jetzt schon die totale Katastrophe. Zuerst hat mein Plätteisen Rauchzeichen von sich gegeben und kurz darauf den Dienst quittiert. Dann ist ein Knopf von meiner Lieblingsbluse abgesprungen. Und jetzt meint mein Eyeliner, er müsse den Aufstand proben. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich in mein kuscheliges Bett verkriechen und den ganzen Tag lang warme Schokoladenkekse essen.
»Brit, komm endlich«, höre ich meine Mutter von unten rufen.
Br-iita.
Mein erster Impuls ist, sie zu ignorieren, aber das würde mir nur endlose Diskussionen, Kopfschmerzen und noch mehr Geschrei einbringen.
»Ich bin gleich da«, rufe ich also und hoffe, dass mein Eyeliner etwas Mitleid zeigen und mir erlauben wird, eine gerade Linie zu ziehen, damit dieses Rumgefummel ein Ende hat.
Endlich geschafft, ich pfeffere den Augenverschönerer auf die Badezimmerablage, werfe zwei, drei prüfende Blicke in den Spiegel, schalte die Anlage aus und haste durch den Flur.
Meine Mutter steht am Fuß unserer breiten Treppe und nimmt mein Outfit von oben bis unten unter die Lupe. Ich korrigiere meine Haltung. Ich weiß, ich weiß. Ich bin achtzehn und es sollte mir wirklich egal sein, was meine Mutter denkt. Aber ihr habt eben noch nie unter dem Dach der Ellis-Familie gelebt. Meine Mom leidet an Angstzuständen. Und es ist nicht die Sorte, die man mit kleinen blauen Pillen in den Griff bekommt. Wenn meine Mom gestresst ist, lässt sie es an allen aus, die mit ihr zusammenleben müssen. Ich schätze, das ist der Grund dafür, dass mein Dad morgens zur Arbeit geht, bevor sie überhaupt aufgestanden ist. Auf diese Weise muss er sich nicht mit dem Problem auseinandersetzen. Oder mit ihr.
»Scheußliche Hose, toller Gürtel«, sagt Mom, wobei ihr Zeigefinger auf die entsprechenden Kleidungsstücke zeigt. »Und von dem Krach, den du Musik nennst, bekomme ich Kopfschmerzen. Dem Himmel sei Dank, dass nun endlich Ruhe herrscht.«
»Ich wünsche dir auch einen guten Morgen, Mutter«, sage ich, bevor ich die Treppe hinuntereile und ihr einen Kuss auf die Wange gebe. Je näher ich ihr komme, desto stärker wird der stechende Parfumgeruch, der von meiner Mutter ausgeht. In ihrem Tennisdress von Ralph Lauren sieht sie atemberaubend aus. Niemand hätte einen Grund, mit dem Finger auf sie zu zeigen und ihr Outfit zu kritisieren, das steht fest.
»Ich habe dir zum ersten Schultag deinen Lieblingsmuffin besorgt«, sagt Mom. Sie zaubert eine kleine Papiertüte hinter ihrem Rücken hervor.
»Nein, danke«, erwidere ich und sehe mich suchend nach meiner Schwester um. »Wo ist Shelley?«
»In der Küche.«
»Ist die neue Pflegerin schon da?«
»Ihr Name ist Baghda, und nein. Sie kommt erst in einer Stunde.«
»Hast du ihr gesagt, dass Shelly keine Wolle verträgt? Und dass sie die Leute an den Haaren zieht?« Meine Schwester hat Zerebralparese und ist in ihrer Entwicklung zurückgeblieben. Doch auch, wenn sie nicht sprechen kann, hat sie Wege gefunden, uns mitzuteilen, dass sie das Gefühl von Wolle auf ihrer Haut nicht mag. Das An-den-Haaren-Ziehen ist neu und hat schon einige Katastrophen ausgelöst. Und Katastrophen, die in diesem Haus passieren, besitzen das gewisse Weltuntergangsflair. Sie zu vermeiden ist überlebenswichtig.
»Ja. Und noch einmal ja. Ich habe deiner Schwester heute Morgen schon die Leviten gelesen. Wenn sie weiter so ein Spiel treibt, wird auch die neue Pflegerin nicht lange bei uns bleiben.«
Ich gehe an Mom vorbei in die Küche, da ich keine Lust habe, mir ihre Theorien darüber anzuhören, warum Shelley handgreiflich wird. Hat sie mit dem Lamento erst mal angefangen, findet sie meist kein Ende. Shelley sitzt in ihrem Rollstuhl am Tisch. Sie ist vollauf damit beschäftigt, ihr püriertes Frühstück zu essen, denn selbst mit zwanzig ist meine Schwester noch nicht in der Lage wie andere Menschen zu kauen und zu schlucken. Wie üblich sind Shelleys Kinn, Lippen und Wangen breiverschmiert.
»Hallo Shelley-Maus«, sage ich und beuge mich über sie, um ihr Gesicht mit einer Serviette abzuwischen. »Die Ferien sind vorbei. Wünsch mir Glück für den ersten Schultag.«
Shelley streckt ihre zuckenden Arme aus und schenkt mir ein schiefes Lächeln. Ich liebe dieses Lächeln.
»Möchtest du mich vielleicht drücken?«, frage ich sie, auch wenn ich die Antwort schon kenne. Die Ärzte erzählen uns immer, je mehr Zuwendung Shelley bekommt, desto besser sei es für sie.
Shelly nickt. Ich kuschle mich in ihre Arme und passe gut auf, dass ihre Hände nicht in die Nähe meiner Haare kommen. Als ich mich wieder aufrichte, schnappt meine Mutter erschrocken nach Luft. Für mich klingt es wie der grelle Pfiff eines Schiedsrichters, der von einem Moment auf den anderen mein Leben anhält.
»Brit, so kannst du unmöglich zur Schule gehen.«
»Wie?«
Sie schüttelt ihren Kopf und seufzt genervt. »Dein T-Shirt.«
Ich senke den Blick und entdecke einen großen, nassen Fleck mitten auf meinem Calvin-Klein-T-Shirt. Ups. Shelleys Spucke. Ein Blick in das verkrampfte Gesicht meiner Schwester sagt mir, was sie nicht in Worte fassen kann. Shelley tut es leid. Es war nicht ihre Absicht, mein Outfit zu ruinieren.
»Kein Problem«, beruhige ich sie, auch wenn ich ganz genau weiß, dass mein »perfekter Look« damit hin ist.
Mit gerunzelter Stirn benetzt Mom ein Papiertuch an der Spüle und reibt an dem Fleck herum - ich komme mir vor wie eine Zweijährige.
»Geh nach oben und zieh dich um.«
»Mom, es ist doch nur Pfirsich«, sage ich, meine Worte vorsichtig wählend, damit das Ganze nicht in einer mörderischen Brüllerei endet. Das Letzte, was ich will, ist, dass meine Schwester sich mies fühlt.
»Pfirsich geht nicht mehr raus. Willst du, dass die Leute denken, dir sei dein Aussehen egal?«
»Also schön.« Ich wünschte, Mom hätte heute einen ihrer guten Tage, an denen sie mich nicht wegen jeder Kleinigkeit nervt.
Ich drücke meiner Schwester einen Kuss aufs Haar - sie soll nicht denken, ihre Spucke mache mir etwas aus. »Wir sehen uns nach der Schule«, sage ich in dem Versuch, die Stimmung zu retten. »Dann spielen wir unsere Damepartie zu Ende.«
Ich renne die Treppe zwei Stufen auf einmal nehmend zurück nach oben. In meinem Zimmer angekommen, werfe ich einen Blick auf meine Armbanduhr. Oh nein! Es ist schon zehn nach sieben. Meine beste Freundin Sierra wird ausflippen, wenn ich sie zu spät abhole. Ich fische ein hellblaues Halstuch aus meinem Kleiderschrank und bete, dass mein Plan aufgehen wird. Vielleicht fällt der Spuckefleck niemandem auf, wenn ich das Tuch passend knote.
Als ich die Treppe wieder hinunterpoltere, steht meine Mutter in der Eingangshalle und überprüft meinen Auftritt ein zweites Mal. »Schönes Halstuch.«
Puh.
Als ich an ihr vorbeihaste, drückt sie mir den Muffin in die Hand. »Iss ihn unterwegs.«
Ich nicke ergeben. Während ich zu meinem Auto gehe, beiße ich gedankenverloren hinein. Doch gemeinerweise ist es nicht meine Lieblingssorte, Blueberry. Es ist ein Banana-Nut- Muffin und die Banane schmeckt überreif. Ein bisschen wie ich, denke ich: außen perfekt, innen Brei.
2
Alex
»Alex, steh auf.«
Ich knurre meinen kleinen Bruder an und vergrabe meinen Kopf unter dem Kissen. Wenn man sein Zimmer mit einem Elf- und einem Fünfzehnjährigen teilt, ist so ein kleines Stück Stoff alles, was man an Privatsphäre hat.
»Lass mich in Ruhe, Luis«, schnauze ich ihn durch das Kissen an. »No estés chingando.«
»Das ist kein Scheiß. Mamá hat gesagt, ich soll dich wecken, damit du nicht zu spät zur Schule kommst.«
Mein letztes Jahr. Ich sollte stolz darauf sein, als erstes Mitglied der Fuentes-Familie die Highschool abzuschließen. Aber nach dem Abschluss erwartet mich die knallharte Realität. Von der Uni kann ich nur träumen - für mich ist die Abschlussklasse so was wie die Ausstandsparty eines Fünfundsechzigjährigen, der in Rente geht. Du könntest noch ein paar Jahre, aber alle erwarten von dir, dass du endlich Leine ziehst.
»Ich hab meine neuen Sachen an«, dringt Luis' Stimme stolz, wenn auch gedämpft, durch das Kissen. »Die nenas werden einem Latino-Hengst wie mir nicht widerstehen können.«
»Schön für dich«, grummle ich.
»Mamá hat gesagt, ich soll diesen Wasserkrug hier über dir auskippen, wenn du nicht aufstehst.«
Ist der Wunsch nach ein bisschen Privatsphäre etwa zuviel verlangt? Ich nehme mein Kopfkissen und schleudere es quer durch den Raum. Volltreffer! Das Wasser durchnässt ihn von oben bis unten.
»Culero!«, kreischt er mich an. »Das waren die einzigen neuen Klamotten, die ich hatte.«
Eine Lachsalve ertönt von der Schlafzimmertür, Carlos, mein anderer Bruder, bellt wie eine verdammte Hyäne. Zumindest so lange, bis Luis ihn anspringt. Ich beobachte, wie der Kampf allmählich außer Kontrolle gerät, während meine kleinen Brüder sich gegenseitig schlagen und treten.
Sie kämpfen nicht schlecht, denke ich stolz und sehe ihnen dabei zu, wie sie ihre Prügelei austragen. Doch als ältester Mann im Haus ist es meine Pflicht, die Streithähne zu trennen. Ich packe Carlos am Kragen, stolpere aber gleichzeitig über Luis' Bein und gehe mit den beiden zu Boden.
Bevor ich mich wieder aufrappeln kann, ergießt sich ein Schwall eiskalten Wassers über meinen Rücken. Eine blitzschnelle Drehung verrät mir, dass mi'amá uns alle durchtränkt hat - ihre ausgestreckte Faust hält noch immer den Eimer über uns. Sie trägt bereits ihre Arbeitsuniform. Mamá arbeitet als Verkäuferin in einem Supermarkt, ein paar Blocks von hier. Man verdient sich keine goldene Nase damit, aber wir brauchen auch nicht viel.
»Steht auf«, befiehlt sie uns wutschnaubend.
»Scheiße, Ma«, sagt Carlos, der schon wieder steht.
Mi'amá steckt ihren Finger in die eiskalte Pfütze, die noch in dem Eimer ist und schnippst etwas Wasser in Carlos' Gesicht.
Luis lacht und bevor er weiß, wie ihm geschieht, bekommt auch er etwas Eiswasser ab. Werden sie es denn nie lernen?
»Willst du dich weiter danebenbenehmen, Luis?«, fragt mamá.
»Nein, Ma'am«, erwidert Luis und steht stramm wie ein kleiner Soldat.
»Und was ist mit dir, Carlos? Möchtest du noch mehr schmutzige Wörter loswerden?« Sie tippt zur Warnung mit ihrer Hand in das Eiswasser.
»Nein Ma'am«, entgegnet auch Soldat Nummer zwei.
»Und du, Alejandro?« Ihre Augen verengen sich zu schmalen Schlitzen, als sie ihre Aufmerksamkeit auf mich konzentriert.
»Was? Ich habe versucht, das Ganze zu beenden«, sage ich, als sei ich mir keiner Schuld bewusst, und schenke ihr mein unwiderstehlichstes Lächeln.
Sie schnippst auch in mein Gesicht etwas Wasser. »Das ist dafür, dass du nicht früher eingegriffen hast. Jetzt zieht euch an, alle miteinander, und frühstückt noch schnell, bevor ihr in die Schule müsst.«
Soviel zu meinem unwiderstehlichen Lächeln. »Du weißt, du liebst uns«, rufe ich ihr hinterher, als sie aus dem Zimmer geht.
Nach einem kurzen Sprung unter die Dusche kehre ich mit einem Handtuch um die Hüften in unser Schlafzimmer zurück und erwische Luis mit einem meiner Bandanas auf dem Kopf. Meine Kehle schnürt sich zu, ich reiße ihm das Teil vom Schädel. »Lass ja die Hände davon, Luis.«
»Warum?«, fragt er mich mit weit aufgerissenen braunen Unschuldsaugen.
Für Luis ist es nur ein Kopftuch. Für mich ist es ein Symbol all dessen, was ich bin - oder noch schlimmer, was ich nie sein werde. Doch wie um alles in der Welt soll ich das einem Elfjährigen erklären? Es ist kein Geheimnis, dass mein Bandana die Erkennungsfarben der Latino Blood ziert. Offene Rechnungen und das Verlangen nach Rache haben mich zu einem Gangmitglied werden lassen und jetzt gibt es kein zurück. Aber bevor ich zulasse, dass meine Brüder in die Sache reingezogen werden, sterbe ich lieber.
Ich knülle das Bandana in meiner Faust zusammen. »Luis, lass einfach mein Zeug in Ruhe. Vor allem meine Latino-Blood-Sachen.«
»Ich mag Rot und Schwarz.«
Das ist das Letzte, was ich in diesem Moment hören will. »Wenn ich dich noch mal damit erwische, wird deine Haut in den Trendfarben Grün und Blau schillern«, lasse ich ihn wissen. »Kapiert, kleiner Bruder?«
Er zuckt mit den Schultern. »Ja klar, schon kapiert.«
Während er den Raum mit federnden Schritten verlässt, frage ich mich, ob er es tatsächlich gecheckt hat. Aber ich versuche, nicht zu sehr darüber nachzugrübeln, greife mir ein schwarzes T-Shirt aus der Kommode und schlüpfe in meine abgetragene, verwaschene Jeans. Ich binde mir gerade das Bandana um den Kopf, als ich die erzürnte Stimme meiner mama aus der Küche rufen höre.
»Alejandro, komm essen, bevor alles kalt wird. De prisa, beeil dich.«
»Bin gleich da«, rufe ich zurück. Ich werde nie verstehen, warum die Mahlzeiten eine so wichtige Rolle für sie spielen.
Meine Brüder kauen bereits emsig ihr Frühstück, als ich in die Küche komme. Ich öffne den Kühlschrank und lasse meinen Blick über den Inhalt schweifen.
»Setz dich.«
»Ma, ich schnappe mir bloß
»Du schnappst dir gar nichts, Alejandro. Setz dich. Wir sind eine Familie und werden auch wie eine essen. Gemeinsam.«
Ich seufze, schließe die Kühlschranktür und setze mich neben Carlos. Es hat seine Nachteile, einer Familie anzugehören, die wie Pech und Schwefel zusammenhält. Mi'amä stellt einen Teller vor meine Nase, auf dem sich huevos und tortillas türmen.
»Warum sagst du nicht Alex zu mir, so wie alle anderen?«, frage ich mit gesenktem Kopf und starre auf das Essen vor mir.
»Wenn ich gewollt hätte, dass du Alex heißt, hätte ich mir nicht die Mühe gemacht, den Namen Alejandro für dich auszusuchen. Magst du deinen Namen denn nicht?«
Jeder Muskel in meinem Körper erstarrt. Ich wurde nach meinem Vater benannt, der nicht mehr am Leben ist, und der mir damit die Verantwortung aufgebürdet hat, der Mann im Haus zu sein. Alejandro, Alejandro jr., Junior - für mich ist es alles dasselbe.
»Und wenn es so wäre? Würde das etwas ändern?«, murmle ich und nehme mir eine Tortilla. Ich blicke auf, weil ich auf ihre Reaktion gespannt bin.
Sie hat mir den Rücken zugekehrt und wäscht Teller in der Spüle ab. »Nein.«
»Alex will doch bloß ein Weißer sein«, mischt sich Carlos ein. »Du kannst deinen Namen ändern, Brüderchen, aber es würde keinem einfallen, dich für etwas anderes zu halten als einen Mexicano.«
»Carlos, (dállate la boca«, warne ich ihn. »Ich möchte nicht weiß sein. Ich will nur nicht für unseren Vater gehalten werden.
»Por favor, ihr zwei«, bittet uns meine Mutter. »Genug gestritten für heute.«
»Mojado«, singt Carlos. Er stachelt mich an, indem er mich einen Waschlappen nennt.
Ich habe genug von Carlos' Großmaul, er ist zu weit gegangen. Mein Stuhl schrammt über den Boden, als ich abrupt aufstehe. Carlos tut es mir gleich und stellt sich provozierend dicht vor mich. Er weiß, dass ich ihm locker den Arsch versohlen könnte. Sein überdimensioniertes Ego wird ihn eines Tages in ernste Schwierigkeiten bringen, wenn er sich mit der falschen Person anlegt.
»Carlos, setz dich«, befiehlt mi'amá.
»Kleiner, dreckiger Mexikaner«, stichelt Carlos mit einem gestellten, starken Akzent. »Oder noch besser, es un Ganguero.«
»Carlos!«, ruft ihn mi'amá scharf zur Ordnung und macht einen Schritt auf ihn zu, aber ich bin schneller und packe meinen Bruder am Kragen.
»Ja, das ist alles, was die Leute je über mich denken werden«, sage ich zu ihm. »Und wenn du weiter so einen Müll erzählst, denken sie das bald auch von dir.«
»Brüderchen, das tun sie doch sowieso schon. Ob ich es nun will oder nicht.«
Ich lasse ihn los. »Da liegst du falsch, Carlos. Du könntest es schaffen, etwas aus dir zu machen, und ein anständiges Leben führen.«
»Ein anständigeres als du?«
»Ja, ein anständigeres als ich und das weißt du auch«, erwidere ich. »Jetzt entschuldige dich bei mamá dafür, dass du in ihrer Gegenwart so einen Mist erzählt hast.«
Ein Blick in mein Gesicht verrät Carlos, dass ich es verdammt ernst meine. »Tut mir leid, Ma«, sagt er. Dann setzt er sich wieder hin. Sein erboster Blick entgeht mir keineswegs, sein Ego hat offenbar einen Kratzer abbekommen.
Mi'amá wendet sich ab, um ihre Tränen zu verbergen, und öffnet den Kühlschrank. Verdammt, sie macht sich Sorgen um Carlos. Er kommt bald in die Senior High und die nächsten beiden Jahre werden darüber entscheiden, ob etwas aus ihm wird oder nicht.
Ich ziehe meine schwarze Lederjacke über - ich muss hier raus! Von mi'amá verabschiede ich mich mit einem Kuss auf die Wange und entschuldige mich dafür, ihr das Frühstück ruiniert zu haben. Auf dem Weg nach draußen frage ich mich, wie ich Carlos und Luis davon abhalten kann, sich so in die Scheiße zu reiten wie ich. Wie soll ich sie dazu bringen, es anders zu machen? Besser? Bei dem Beispiel, das ich ihnen gebe!
Auf der Straße grüßen mich ein paar Jungs, die die gleichen Bandanafarben wie ich tragen, mit dem Latino-Blood-Zeichen: Die rechte Hand tippt mit gekrümmtem Ringfinger zweimal auf den linken Arm. Das Adrenalin schießt durch meinen Körper, als ich den Gruß erwidere. Dann werfe ich mein Motorrad an. Wenn sie unbedingt ein brutales Gangmitglied sehen wollen, sollen sie eins bekommen. Manchmal bin ich selbst überrascht, wie gut mir das gelingt.
»Alex, warte«, ruft eine vertraute weibliche Stimme.
Carmen Sanchez, meine Nachbarin und Ex-Freundin, rennt auf mich zu.
»Hey, Carmen«, brumme ich.
»Nimmst du mich mit zur Schule?«
Ihr kurzer schwarzer Rock bedeckt nur einen Bruchteil ihrer unglaublichen Beine und ihr T-Shirt sitzt so eng, dass es ihre kleinen aber festen chichis betont. Früher hätte ich alles für sie getan, aber das war, bevor ich sie mit einem anderen im Bett erwischt habe. In einem Auto, um genau zu sein. Und zwar diesen Sommer.
»Komm schon, Alex. Ich verspreche auch, nicht zu beißen ^ außer du bittest mich darum.«
Carmen ist meine Latino-Blood-Schwester. Ob wir ein Paar sind oder nicht, spielt keine Rolle, wir können uns trotzdem aufeinander verlassen. Das ist das Gesetz, nach dem wir leben. »Steig auf«, sage ich.
Carmen schwingt sich auf mein Motorrad und platziert selbstbewusst ihre Hände auf meinen Hüften, während sie sich gleichzeitig an meinen Rücken schmiegt. Es zeigt nicht die Wirkung, die sie sich anscheinend erhofft hat. Was glaubt sie denn?
Dass ich die Vergangenheit so einfach vergesse? Auf keinen Fall. Meine Vergangenheit macht mich zu dem, der ich bin.
Ich versuche, mich ganz auf mein letztes Jahr an der Fairfield zu konzentrieren, auf das Hier und Jetzt. Das ist verdammt schwer, denn auf mich wartet nach dem Abschluss eine Zukunft, die genauso verkorkst ist wie meine Vergangenheit.
Brittany
»Guck mal, wie bescheuert sich mein Haar kräuselt, Sierra. Jedes Mal, wenn ich das Verdeck von dieser blöden Karre aufmache, verwandelt sich meine Frisur in einen verdammten Wischmopp«, sagte ich zu meiner besten Freundin, während wir die Vine Street in meinem neuen silberfarbenen Cabrio Richtung Fairfield High entlangbrausen.
Das richtige Auftreten ist entscheidend. Meine Eltern haben mir das Motto eingebläut, das mein Leben bestimmt. Nur aus diesem Grund habe ich nicht gegen den protzigen BMW protestiert, als mein Dad ihn mir vor zwei Wochen zum Geburtstag geschenkt hat.
»Wir leben eine halbe Stunde von der Windy City entfernt«, sagt Sierra und hält eine Hand in den Fahrtwind. »Chicago ist nicht gerade für sein gemäßigtes Klima bekannt. Außerdem siehst du mit deinen prachtvollen Locken wie eine blonde griechische Göttin aus, Brit. Du bist nur nervös, weil du gleich Colin wiedersiehst.«
Mein Blick wandert zu dem herzförmigen Foto von Colin und mir, das ich am Armaturenbrett befestigt habe. »Ein Sommer ohne den anderen kann alles verändern.«
»Die Liebe wächst mit der Entfernung«, entgegnet Sierra wie aus der Pistole geschossen. »Du bist die Erste Cheerleaderin und er ist Kapitän des Footballteams. Ihr zwei gehört einfach zusammen, wenn die Welt nicht aus den Fugen geraten soll.«
Colin hat ein paar Mal von der Hütte seiner Eltern aus angerufen, in der er den Sommer mit einer Handvoll Freunden verbracht hat, aber ich habe keinen Schimmer, wie es um unsere Beziehung steht. Er ist erst gestern Abend zurückgekommen.
»Ich liebe deine Jeans«, sagt Sierra und mustert meine verblichene Brazilian Jeans. »Ich werde sie mir ausborgen, bevor du Mississippi sagen kannst.«
»Meine Mom hasst sie«, erzähle ich ihr. An einer roten Ampel fahre ich mir durch die Haare, versuche vergeblich meine blonde Mähne zu bändigen. »Sie meint, sie sähe aus, als hätte ich sie in einem Second-Hand-Laden gekauft.«
»Hast du ihr nicht gesagt, dass Vintage jetzt in ist?«
»Als ob sie so was interessieren würde. Sie hat ja kaum hingehört, als ich sie nach der neuen Pflegerin gefragt habe.«
Niemand versteht, was bei mir zu Hause los ist. Gott sei Dank habe ich Sierra. Sie versteht vielleicht nicht alles, aber sie weiß genug, um mir zuzuhören und mein Privatleben für sich zu behalten. Abgesehen von Colin ist Sierra bis jetzt die Einzige, die meine Schwester kennengelernt hat.
Sierra wirft einen Blick in mein CD-Etui. »Was ist aus der letzten Pflegerin geworden?«
»Shelley hat ihr ein Büschel Haare ausgerissen.«
»Autsch.«
Ich biege auf den Schulparkplatz. In Gedanken bin ich immer noch mehr bei meiner Schwester als auf der Straße. Mit quietschenden Reifen komme ich in letzter Sekunde zum Stehen - fast hätte ich einen Typen und ein Mädchen auf einem Motorrad übersehen und umgenietet. Ich hatte angenommen, die Parktasche sei leer.
»Pass gefälligst auf, Miststück«, zischt Carmen Sanchez, das
Mädchen auf dem Sozius des Motorrads, und zeigt mir den Mittelfinger.
Anscheinend hat sie gefehlt, als es in der Fahrschule um faires Verhalten im Straßenverkehr ging.
»Sorry!«, rufe ich lauthals, damit man mich über das Röhren des Motorrads hinweg hören kann. »Ich habe gedacht, hier wäre noch frei.«
Dann wird mir klar, wessen Motorrad ich beinah schrottreif gefahren hätte. Der Fahrer dreht sich um. Wütende dunkle Augen. Ein rot-schwarzes Bandana. Ich lasse mich so tief wie möglich in den Fahrersitz sinken.
»Oh, Scheiße. Es ist Alex Fuentes«, sage ich am ganzen Körper zitternd.
»Verfluchte Hacke, Brit«, flüstert Sierra heiser. »Ich würde meinen Abschluss gern noch erleben. Bring uns hier weg, bevor er beschließt, uns beide zu lynchen.«
Alex starrt mich mit seinem dämonischen Blick an, während er das Motorrad aufbockt. Hat er vor, mich zu Hackfleisch zu verarbeiten?
Ich suche nach dem Rückwärtsgang, bewege hektisch den Knüppel vor und zurück. Mein Dad hat mir natürlich ein Auto mit Schaltung gekauft, ohne sich darum zu scheren, ob ich damit auch zurechtkomme.
Alex macht einen Schritt auf das Auto zu. Mein Instinkt rät mir, sofort aus dem Wagen zu flüchten, so als stünde ich mitten auf einem Bahnübergang und ein Zug rase auf mich zu. Ich werfe Sierra einen kurzen Blick zu, die in ihrer Handtasche herumkramt, als würde sie verzweifelt nach etwas suchen. Was zum Teufel soll das?
»Ich krieg den verdammten Rückwärtsgang nicht rein. Ich brauche deine Hilfe. Wonach suchst du?«, frage ich sie entgeistert.

Rezensionen der Redaktion zu Du oder das ganze Leben

Diese moderne Romeo und Julia-Variante macht süchtig! Teens Read Too

Kurzbeschreibung zu Du oder das ganze Leben

Eine absolut heiße Romeo-und-Julia-Geschichte!


Jeden anderen hätte Brittany Ellis, wohlbehütete Beauty Queen und unangefochtene Nr. 1 an der Schule, lieber als Chemiepartner gehabt als Alex Fuentes, den zugegebenermaßen attraktiven Leader einer Gang. Und auch Alex weiß: eine explosivere Mischung als ihn und die reiche »Miss Perfecta« kann es kaum geben. Dennoch wettet er mit seinen Freunden: Binnen 14 Tagen wird es ihm gelingen, die schöne Brittany zu verführen. Womit keiner gerechnet hat: Dass aus dem gefährlichen Spiel alsbald gefährlicher Ernst wird, denn Brittany und Alex verlieben sich mit Haut und Haaren ineinander. Das aber kann die Gang, der Alex angehört, nicht zulassen ...


Autorenportrait zu Du oder das ganze Leben

Simone Elkeles wuchs in der Gegend von Chicago auf, hat dort Psychologie studiert und lebt dort auch heute mit ihrer Familie und ihren zwei Hunden. Ihre "Du oder das ganze Leben"-Trilogie, für die sie zum "Illinois Author of the Year" gewählt wurde, wurde zum weltweiten Bestseller.

Portrait

Simone Elkeles:
Simone Elkeles wuchs in der Gegend von Chicago auf, hat dort Psychologie studiert und lebt dort auch heute mit ihrer Familie und ihren zwei Hunden.

Autorenportrait

Simone Elkeles wuchs in der Gegend von Chicago auf, hat dort Psychologie studiert und lebt dort auch heute mit ihrer Familie und ihren zwei Hunden. Ihre "Du oder das ganze Leben"-Trilogie, für die sie zum "Illinois Author of the Year" gewählt wurde, wurde zum weltweiten Bestseller.

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12

50

18.05.2013

„Klasse Buch!”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Ratingen
Also ich muss schon sagen, ich lese sehr gerne Jugendbücher, und dieses Buch hat mich einfach vom Hocker gehauen. Es ist wunderbar geschrieben, man fühlt sofort mit den Hauptpersonen mit und sie sind sehr lebendig. Es ist bis jetzt eines der besten und romantischsten Bücher, die ich gelesen habe. Wer sich für Romantik, Bad Boys und Spannung interessiert, sollte sich so schnell wie möglich dieses Buch kaufen. :)

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50

15.08.2012

„Bad Boy zum verlieben”

von *Alina*
Brittany und Alex sind das komplette Gegenteil von einander. Sie: reich, und die beauty Queen der Schule! Er: wohnt in einer ärmlicheren Gegend der Stadt und gehört der berüchtigten Gang der "Latino Blood" an!
Als beide Chemiepartner werden, kann es eigentlich gar nicht gut gehen. Als Alex auch noch mit seinen Freunden wettet "Miss perfecta" innerhalb von zwei Wochen ins Bett zu kriegen scheint alles klar. Doch aus der Wette wird schnell ernst, denn beide verlieben sich in einander. Doch das nehmen die "Latino Blood" nicht einfach so hin.

Eine sehr schön geschriebene Geschichte, mit Höhen und Tiefen. Simone Erkeles hat einen sehr guten Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Jede Seite dieses Buches mach sehr viel Spaß und da der Erzähler mal Brittany und mal Alex gewesen ist, konnte man sich mit beiden freuen und leiden, da man jedes Gefühl der beiden miterleben darf.

Nur zu empfehlen!!

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50

29.07.2012

„Du oder das ganze Leben”

von einer Kundin oder einem Kunden
Brittany weiß wirklich nicht, warum sie ausgerechnet mit Alejandro Fuentes ihr Chemieprojekt machen soll. Doch ihre Lerhrerin lässt sich nicht umstimmen. Aber sie kann ihn absolut nicht ausstehen so überheblich und eingebildet, wie er ist. Aber bald merkt Brit, das hinter dem "Gangster-Image" noch ein ganz anderer Alex steckt...

Wunderschön und romantisch ist die Liebesgeschichte zwischen Brittany und Alejandro. Zwei Menschen, die in zwei völlig verschiedenen Welten aufwachsen und dann doch zu einer verschmelzen! Ein hochklasse Buch!

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50

28.06.2012

„TOP!”

von Butterblume89 aus Potsdam
Ein wundervolles Buch ,das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Brittany und Alex könnten unterschiedlicher nicht sein. Brittany kommt aus sehr wohlhabenden Verhältnissen und ist immer perfekt gestylt. Alex kommt aus ärmlicheren Verhältnissen, ist in einer Gang und hat es öfters mit kriminellen Machenschaften zu tun.
Brittany und Alex können sich nicht leiden, so viel steht fest. Doch eines Tages wettet Alex das er es schafft Brittany innerhalb von 14 Tagen zu verführen.
Was dann passiert ,hätten beide wohl nicht erwartet. Sie verlieben sich unsterblich ineinander, doch damit fangen die Probleme erst richtig an. Wird ihre Liebe stark genug sein?

Ich habe dieses Buch verschlungen.
Der Schreibstil war so schön locker und anschaulich, dass ich für ein paar Stunden komplett abtauchen konnte. Auch wie die Beziehung zwischen Alex und Brittany beschrieben und erzählt wurde, war so wunderschön dass ich mir öfters einen Alex gewünscht habe.
Die Kapitel haben sich immer mit der Sichtweise von Brittany uns Alex abgewechselt,was auch jedesmal mit dem entsprechenden Vornamen markiert wurde.
Die Charaktere waren mir auch alle sehr sympathisch sei es Brittanys beste Freundin oder ihre kranke Schwester. Doch besonders die beiden Hauptpersonen sind mir beim lesen total ans Herz gewachsen.
Die Art und Weise wie sie sich näher gekommen sind und sich dadurch immer besser kennen lernten war traumhaft.
Das Ende war sehr spannend eine Mischung aus Krimi,Drama und Romantik. Ich musste ein paar Tränchen verdrücken...
Alles in allem muss ich sagen das ich sehr froh bin dieses Buch gelesen zu haben.
Es ist prickelnd,spannend und total bewegend!

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50

24.06.2012

„Klasse!”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Emden
Schöne Geschichte, romantisch ohne kitschik zu sein. Besonders der Erzählstil war mal was anderes. Es wird mal aus der Sicht des Alex und mal aus der von Brittany erzählt. Hat mir sehr gut gefallen. Hab mir gleich das nächste bestellt.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

05.06.2012

„Toll!!”

von Keici Waals
Sofort hatte ich mich in dieses Buch verliebt.
Es dauerte nicht lange, und Alex hatte auch mich umgehauen ;)

Auch wenn man genau weiß, wie das Buch ausgehen wird, kann man nicht genug davon bekommen.
Die beiden sind sehr unterschiedlich, doch genau das macht es interessant. Das und die Tatsache, dass Alex eigentlich ein totaler Mistkerl ist aber trotzdem muss man ihn einfach mögen.
Und so geht es eben auch Brittany...

Ich kann das Buch wirklich nur jedem empfehlen, der mal so richtig neidisch auf Brittany werden möchte ;)

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50

25.03.2012

„Wundervoll!!!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Wie sollen Brittany und Alex zusammen das Chemieprojekt machen, wo sie doch grundverschieden sind? Brittany die Beautyqueen und Alex das Mexikanische Gangmitglied? Doch je näher Sie sich kommen, desto mehr merken sie, das sie gar nicht so verschieden sind und verlieben sich ineinander.
Doch sollen sie für ihre Liebe kämpfen, wenn sie alles andere verlieren könnten?

Eine wundervolle Liebesgeschichte!
Auch der zweite Teil "Du oder das ganze Leben" ist wieder super schön.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

20.02.2012

„Romeo und Julia in einer neuen Fassung…”

von einer Kundin oder einem Kunden
…und wirklich gut gemacht. Der Leser merkt, dass die Autorin sich viel mit den Themen beschäftigt hat und somit eine dichte und atmosphärische Handlung wiedergeben kann. Die Charaktere sind authentisch und wachsen einem durch das Wiedergeben beider Seiten richtig ans Herz.
Dieses Buch nimmt einen von der ersten Seite an gefangen und lässt einen nicht mehr los, bevor auch die letzte Seite nicht verschlungen ist. Das perfekte Buch zum Abschalten. Für alle Romantiker, aber auch für die Mädels, die das Lesen vielleicht noch nicht für sich entdeckt haben. Wer weiß, vielleicht ist dies das richtige Buch zum Einsteigen?

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Du oder der Rest der Welt (9783570307717)

50

13.02.2012

„Du oder das ganze Leben von Simone Elkeles”

von einer Kundin oder einem Kunden
Alex und Brittany leben auf den ersten Blick in vollkommen verschiedenen Welten, obwohl sie auf die gleiche Schule gehen. Alex ist Mitglied in einer Gang, ist Mexikaner, verachtet die Weißen und hält sich ungern an Regeln. Brittany hingegen ist das verwöhnte Kind vielbeschäftigter Eltern, immer nach der neuesten Mode gekleidet und schreibt nur gute Noten. Doch wenn man hinter die Fassade schaut, hat Brittany eine behinderte Schwester, die ihre Eltern in ein Heim abschieben wollen, was Brittany zu verhindern versucht, und sie bekommt von ihren Eltern immer nur Druck. Bei Alex ist es so, dass er nach dem Tod seines Vaters dessen Platz in der Latino Blood einnehmen musste, um seine Familie zu beschützen. Er sieht für sich selbst keinerlei Hoffnung, weshalb er sich auch in der Schule keine Mühe gibt, obwohl er sehr intelligent ist.
Alex geht nun mit seinen Freunden die Wette ein, dass er Brittany innerhalb von 14 Tagen verführen kann. Was er allerdings nicht wusste - nach diesen 14 Tagen ist er auch in sie verliebt und sieht wieder neue Hoffnung. Doch dann kommt ein Auftrag, den er nicht ablehnen kann und nicht nur sein Leben steht auf dem Spiel.

Diese Geschichte ist eine moderne Romeo und Julia Geschichte udn man kann sie immer wieder lesen. Es ist schön zu sehen, wie Alex durch Brittany lernt, dass es durchaus noch Hoffnung für ihn gibt, die an ihn glaubt.

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50

15.01.2012

„Einfach WOW”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ich liebe, liebe, liebe dieses Buch.
Man weis genau was bei dieser Story passiert und es stört mich nicht im geringsten.
Ich liebe diese Art von Büchern und auch Filmen.
Wer ein Freund von den Filmen "10 Dinge, die ich an dir hasse" und "Eine, wie keine" ist wird dieses Buch lieben.
Alax und Brittany sind so genial zueinander. Die Dialoge haben mich sehr oft zum lachen gebracht und würde mir so ein "Alax" im wirklichen Leben begegnen, ich würde ihn sofort anfallen. xD
Die Spanischen Wörter die oft zu lesen sind machen Alax sehr viel greifbarer und man glaubt sofort das er ein heißer, böser Mexikaner ist. xD (Ich kann Brittany da total verstehen)
Ich freue mich jetzt schon total auf Carlos und Luis, die Beiden Brüder von Alax, die ja auch jeweils ein Buch bekommen.

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50

03.01.2012

„Eine nicht profane High School Love Story”

von einer Kundin oder einem Kunden
Im ersten Kapitel dachte ich noch das wäre eine profane High-School Love Story , doch kurz darauf verwarf ich diesen Gedanken wieder. Ich hatte zwar immer mal wieder gutes über „Du oder das ganze Leben“ gelesen aber so vollkommen überzeugt war ich nicht. Im Nachhinein bereue ich es ganz und gar nicht ,dass ich dieses Buch gekauft habe !
Brittany Ellis muss tagtäglich die Illusion von der perfekten Tochter aufrechterhalten, da ihre Schwester behindert ist und all die Erwartungen ihrer reichen Eltern auf ihr lasten.
Von Alex hingegen weiß jeder ,dass er alles andere als perfekt ist. Er wohnt in der Southside , der armen Seite der Stadt wo Bandenkriege toben , und ist ein heißblütiger Mexicaner.
Doch ihrer Chemielehrerin ist es vollkommen egal ,dass Brittany und Alex nichts für einander übrig haben. Keiner von beiden ist begeistert ,doch dann geht Alex auf die Wette mit seinen Kumpels ein. Brittany Ellis innerhalb von 14 Tagen zu verführen , und das obwohl sie einen Freund hat.
Die beiden ärgern sich und entwickeln echte Gefühle füreinander. Doch Brittany's Familie ist ganz und gar nicht begeistert und Alex wird immer tiefer in die Machenschaften der Latino Blood hineingezogen, aus deren Fängen man sich nicht allein befreien kann....

Die Charaktere wurden überaus gut erschaffen. Alex war bereits nach den ersten Seiten mein Liebling. Wir lernen Alex als harten Gangster kennen,der seit dem Tod seines Vaters ,seine Mutter und seine Zwei Brüder durchbringen muss. Nach einiger zeit wird allerdings klar,dass Alex mit diesem Leben nicht zufrieden ist und sich eigentlich nach Sicherheit sehnt.
Mit Brittany hingegen fiel es mir -komischerweise- nicht so leicht mich anzufreunden. Sie musste immer den Schein der Perfektion waren , da ihre kritisierende Mutter von ihr das erwartete ,was sie von Brittany's behinderter Schwester nicht bekommen kann. Brittany's Vater ist fast nie zu Hause. Stellenweise konnte ich mich richtig gut in sie hineinversetzen und wirklich mit ihr fühlen. Was mir besonders gefallen hat ist ,dass die beiden Protagonisten sich entwickelt und verändert haben, einem aber trotzdem im Herzen geblieben sind. Brittany stellte sich ihren Freunden und Eltern und auch Alex hat einige schwere Entscheidungen getroffen,wie man dem Buchtitel bereits entnehmen kann.
Der Schreibstil ist schlicht und flüssig zu lesen. Es wurden teilweise Schimpfworte benutzt ,aber das wirkt nicht ordinär sondern passte zur Geschichte und zur Gegend.
Ein Pluspunkt ist die Aufteilung der Kapitel. Es wurde abwechselnd aus Alex und aus Brittany's Sicht erzählt. Ein weiterer der Epilog,der 23 Jahre später spielt. . Er ist zwar sehr kurz aber so schön,dass ich ihn schon mehrmals gelesen habe.
Auf dem Cover wird -wie ich finde- sehr schön der Unterschied zwischen Alex und Brittany verdeutlicht.

5 von 5 Sternen.
Die Handlung klingt zwar sehr Klischeehaft ,wurde dafür aber genial umgesetzt ! Ein Buch ,das mit Vorurteilen aufräumt und einen fesselt ! Unbedingt zu empfehlen !

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50

17.12.2011

„Bad Boy + Perfect Girl”

von Becci :)
Das Buch verbirgt eine fantastische Geschichte die unter die Haut geht. Du oder das ganze Leben / Perfect Chemistry von Simone Elkeles ist ein zauberhaftes Buch das ich allen Lesern ab 14 Jahren empfehlen möchte.

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50

08.12.2011

„Es knistert ...”

von einer Kundin oder einem Kunden
"Du oder das ganze Leben" hat einfach das gewisse Etwas. Es knistert beim Lesen, es zieht einen in seinen Bann und man will es nicht mehr aus der Hand legen.
Simone Elkeles hat einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil.
Das Buch ist abwechselnd aus Brittanys und Alex Sichtweise geschrieben.

Ich kann es nur weiter empfehlen, Unbedingt LESEN !

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50

04.10.2011

„Wunderschön,Toll,Schaurig”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Fulda
Ein echt spannendes Buch liebe es, ich konnte es kaum aus der Hand legen einfach toll.
Die Geschichte von Brit und Alex die unterschiedlicher nicht sein können und trotzdem so ähnlich sich sind einfach toll. Dan diese verzweiflung und unsicherheit und dan wieder rum die bedinungslose liebe der zwei zu einander. Das Ende war traurig aber auch so schön.....
Das Buch gehört zu meinen Lieblingsbücheren wen es nicht das lieblingsbuch ist

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40

14.06.2011

„Liebe auf den dritten Blick”

von Literella.blog.de
Die Geschichte ist natürlich nicht neu, seit Jahrhunderten verfolgt sie uns und stellt Menschen immer wieder vor Probleme. Eine Liebe zwischen zwei Menschen, die aus unterschiedlichen Welten, gesellschaftlichen Schichten oder ethnischen Gruppen stammen, bietet immer ein großes Feld an möglichen Reibungspunkten und dadurch natürlich auch sehr viel Konfliktpotenzial.

Die Handlung erinnert mich an die Westside Story und doch hat sie etwas ganz Eigenes. Es werden die Themen Hass, Liebe, Vorurteile und die Möglichkeiten diese zu überwinden und hinter die Fassade eines Menschen zu schauen, auf sehr einfühlsame Weise behandelt. Das Buch will uns sagen, dass ein Mensch mehr ist als das was man von außen sehen kann, man sollte sich immer die Mühe machen hinter die Fassade zu schauen und den 'echten' Menschen zu erkennen, denn meistens ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Auch die Erzählperspektive und der Schreibstil fielen mir sehr positiv auf!
Die Geschichte wird aus zwei Blickwinkeln erzählt, der von Alex und Brittany, welche im Handlungsablauf nahtlos ineinander übergehen. Dadurch gibt es keine unnötigen Wiederholungen. Dieser Erzählstil gefällt mir sehr gut, weiß man so doch immer was gerade im Kopf des anderen vorgeht. Erstaunlicherweise nimmt dies der Geschichte nicht die Spannung, wie es in anderen Büchern oftmals der Fall ist.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, da er locker und leicht ist, wodurch sich die Geschichte wirklich toll lesen lässt. Überhaupt finde ich, dass es keine überflüssigen Passagen in diesem Buch gab. Es gab meiner Meinung nach keine Längen, kein überflüssiges Geschreibsel, das scheinbar nur dem Zweck dient die Seitenzahl aufzustocken.

Von mir eine absolute Leseempfehlung!

Anzumerken sei noch, dass dieses Buch der erste Teil einer Trilogie ist. Die beiden folgenden Bücher sind noch nicht in deutscher Sprache erschienen, werden jedoch von Alex' Brüdern Carlos und Luis handeln.

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40

14.06.2011

„Liebe kommt unangemeldet”

von einer Kundin oder einem Kunden
Es gibt noch echte Liebe. Eine neue Romeo
und Julia Geschichte. Dieses Buch ist sehr
spannend, aber auch witzig und schön romantisch. Ein richtiger Leseschmöcker. Einfach lesen.

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50

21.05.2011

„Eine moderne Romeo & Julia-Geschichte”

von einer Kundin oder einem Kunden
Solch eine Geschichte kennt jeder – sie ist eine der Reichen & Schönen; er in einer Gang. Anfangs können sie sich nicht ausstehen, doch durch einen Zufall müssen sie mehr Zeit miteinander verbringen und so kommt die Geschichte ins Rollen. Natürlich verlieben sie sich in einander, auch wenn sie es sich anfangs nicht wirklich eingestehen wollen. Sie entsprechen gemeinsam nicht dem Klischee eines perfekten Pärchens, also ist der Ärger schon vorprogrammiert.
Ich persönlich mag diese Kitschstories nicht, aber durch die moderne Geschichte und den Schreibstil, bei dem man sich wirklich hineinversetzen kann, liest es sich gut. Sehr gefallen hat mir auch, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von Alejandro & Brittany erzählt wurden.
Eine schöne Lektüre für Zwischendurch.

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50

14.05.2011

„Spannend und wunderschön”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ich bin auf dieses Buch auf einem der Bücherblogs gestossen, die ich regelmäßig lese ..

Ich habe selten ein schöneres Jugendbuch gelesen, die Charas sind sympathisch, ihre Probleme wirken realistisch und bis zum Happyend ist es unsicher, ob es wirklich eines geben wird .
Der Originaltitel "Perfect Chemistry" passt besser als der deutsche Titel ...denn die perfekte Chemie zwischen Alex und Brit ist auf den Seiten spürbar :-)
Achja, die Geschichte wird immer wechselseitig von Alex und Brit in Ich-form erzählt .

..Brittany und Alex sind mir ans Herz gewachsen und ich freue mich wirklich auf den 2. Teil "Du oder der Rest der Welt" der uns dann die Geschichte von Alex Bruder Carlos erzählt ..

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40

29.04.2011

„Romeo meets Julia”

von einer Kundin oder einem Kunden
Wer Lust auf eine heiße Romanze hat ist hier genau richtig. Beste Strandlektüre ab 13 :)
Und das Allerbeste: im Herbst geht´s weiter..

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50

05.03.2011

„Traumhaft schön!”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Iserlohn
Die Geschichte von Brittany und Alejandro, die in Parallelwelten groß wurden, ist einfach wunderschön!
Das Besondere ist, dass die Geschichte aus Sicht beider Protagonisten erzählt wird! Einfach wunderschön und eines der schönsten Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe!

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