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Artikeldetails zu Chuzpe

AutorLily Brett

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 20,5 cm

  • ISBN-103-518-41827-0
  • ISBN-139783518418277
  • Verlag Suhrkamp Verlag
  • ÜbersetzerMelanie Aus d. Amerikanischen...
  • Einbandartgebunden
  • Seiten333
  • Auflage4. Auflage
  • Veröffentlicht04.01.2007
  • GenreRoman
  • Gewicht435g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelYou Gotta Have Balls

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Rezensionen der Redaktion zu Chuzpe

"Es geschehen wahre Wunder in diesem Buch, das den Unabwägbarkeiten der jüdischen Seele auf den Grund gehen will ... ein gestochen scharfes Gesellschaftspanorama." Nürnberger Nachrichten

Kurzbeschreibung zu Chuzpe

»Schmonzes«, sagt Edek, als seine Tochter Ruth ihn ermuntert, sich einem Lesezirkel anzuschließen. Seine Kriminalbücher, sagt er, könne er ganz alleine lesen. Schmonzes sagt Edek auch zu Schwimmunterricht, Massagen und der Mitgliedschaft in einem jüdischen Seniorenclub. Ruth begreift nicht sofort, daß ihr Vater, vor wenigen Wochen erst von Melbourne zu ihr nach New York gezogen, weit davon entfernt ist, einen ruhigen Lebensabend zu verbringen. Und daß Lebensabend überhaupt der falsche Begriff ist für den munteren Siebenundachtzigjährigen, der sich erst in Ruths Korrespondenzbüro nützlich zu machen versucht, indem er täglich Unmengen von Papier und Büroklammern bestellt - und wenig später ein Verhältnis beginnt mit der (wie Ruth findet, viel zu jungen) Polin Zofia (69). Als Edek zusammen mit Zofia und deren Freundin Walentyna auch noch ein Restaurant an der Upper East Side eröffnen will, das auf polnische Fleischbällchen spezialisiert ist, bangt Ruth gleichermaßen ums Erbe und um ihre Nerven.
- Ein Roman über Väter und Töchter, polnische Küche und New Yorker Neurosen; eine Geschichte ernster Irrungen und komischer Wirrungen, erzählt mit genau der Mischung aus Witz, Wärme und Verstand, die Lily Bretts Stimme so unverwechselbar macht.

Portrait

Lily Brett:
Lily Brett, geb. 1946 in Deutschland, 1948 Übersiedlung der Familie nach Australien. Mit 19 Jahren Beginn ihrer journalistischen Arbeit bei einem Rockmagazin. Heute arbeitet sie als freie Autorin und Kolumnistin. L. Brett lebt in New York.
Melanie Aus d. Amerikanischen Walz:
Melanie Walz, geboren 1953 in Essen, wurde 1999 mit dem Zuger Übersetzer-Stipendium und 2001 mit dem Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis ausgezeichnet. Sie ist die Übersetzerin von u. a. Antonia Byatt, John Cooper-Powys, Lawrence Norfolk.

Bewertung unserer Kunden zu Chuzpe

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50

28.04.2012

„New Yorker Neurosen und jüdischer Lebensübermut”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Ach wie herrlich war es, mal von einem Holocaust-Überlebenden zu lesen, der nicht mehr an seiner schweren Vergangenheit knabbert, sondern sich kopfüber ins Leben stürzt und jede Sekunde zu genießen weiß - und das mit siebenundachtzig! Der quietschfidele Edek spielt seine etwas neurotische Tochter Ruth (also typische New Yorkerin), die als Erzählerin die eigentliche Hauptperson des Romans ist, glatt an die Wand.

Lily Brett liefert hier einen erstklassigen Unterhaltsroman ab, der für entspannte, heitere Lesestunden sorgt, ohne seicht zu sein.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

20.04.2012

„Etwas Klops braucht der Mensch”

von einer Kundin oder einem Kunden
Mit diesem Buch ist Lily Brett ein warmherziger und komischer Roman gelungen. Die große Weisheit des Buches lautet: Etwas Klops braucht der Mensch.
Edek, der das stolze Alter von 87 Jahren schon erreicht hat will mit der etwas jüngeren Zofia und Welentyna ein Restaurant eröffnen, wozu sie eine Menge Chuzpe, eine Mischung aus Mut, Unverfrorenheit und Glück brauchen.Doch Edeks Tochter wird ganz schön nervös.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

31.01.2007

„Herzerwärmend!!”

von raubkatzal aus Wien
Lily Brett hat es in ihrem neuesten Roman geschafft, die Themen Normalität und ihre Abweichungen, politische Brisanz, Vergänglichkeit von Liebe, Vollkommenheit, Klischees über das Männer und Frauenbild und noch viel mehr herzergreifend real und zugleich tragisch komisch geschildert. Man ist im Laufe der 333 Seiten entweder sehr amüsiert oder tief berührt, von der Tragik und des Schicksals.
Edeks Sprachgebrauch und sein immerwiederkehrendes "sowieso" verleihen dem Roman eine Brise Normalität, eine Geschichte, die genauso gut unsere Eigene sein könnte.

2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Alles halb so schlimm (3-453-35021-9)

50

17.11.2006

„berührend-amüsant”

von Tina aus Wien
teils amüsiert, teils berührt hat mich der vorliegende Roman. Die Bemühungen Ruthie's ihren 87-jährigen Vater, der von Australien zu ihr nach New York übersiedelt ist, sinnvoll - aber vor allem altersgerecht - zu beschäftigen und dabei nicht ganz den erwünschten Erfolg mit sich brachten. Ihr Vater, der zwar doch schon älter, aber längst nicht alt ist und noch dazu eine ungehörige Portion Lebensmut in sich trägt, aber auch eine grundsätzlich - trotz all seiner negativen Lebenserfahrungen (Überlebender des Holocaust) - positive Lebenseinstellung sich bewahrt hat, macht Ruthie, die gänzlich konträr zu ihrem Vater ist, das Leben nicht einfacher. Ruthie nimmt immer nur das Schlechteste an, sieht immerzu Gewitterwolken aufziehen, fühlt sich nur wohl, wenn etwas - so wie sie es vorausahnt - schief läuft. Mit zwei solch unterschiedlichen Charakteren kann ein Roman nur amüsant sein. Ruthie's Verzweiflung aufgrund Edek's sprühender Ideen und auch das Vermögen, diese Ideen auch umzusetzen - einfach köstlich! Berührt hat mich dieser Roman insofern, als ich mich passagenweise auch ganz gut selbst in Ruthie wiedererkannt habe. Als vor Jahren unser Opa leider verstarb und ich dachte, dass ich Oma unbedingt sinnvoll beschäftigen muss, damit der Schmerz nicht zu groß ist. Heute weiß ich, dass alt sein nicht zwingend gleichbedeutend ist mit unbeholfen sein oder gar mit sich selbst nichts anzufangen zu wissen. Und der vorliegende Roman bestätigt meine eigenen Erfahrungen; er sollte meiner Meinung nach weitaus mehr beworben werden.

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