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Name:
Antje Schmalzbauer
Ort:
Sünching
Rezensionen:
1 Rezensionen
Bewertung:

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Antje Schmalzbauers Rezensionen

40

01.09.2011

„Ich weiß, wovor du Todesangst hast”

Ein Mord...ein bestialischer, grausamer Mord...verübt in einer Kirche an einem katholischen Priester. Die Leiche wurde geköpft und einige Indizien lassen zuerst auf einen Ritualmord schliessen. Doch dann folgen noch weitere Opfer, alle auf wirklich bestialische Weise gefoltert und getötet. Und obwohl die Mordmethode bei jedem Opfer anders ist, scheint es ein Serienmörder zu sein, denn die Opfer sind nummeriert.
Detective Hunter und sein Kollege Garcia beginnen den Täter zu jagen und ihm Stück für Stück näher zu kommen.
Hilfe bekommen die beiden von Mollie, sie hat Visionen und erlebt die Morde in diesen hautnah mit. Sie leidet darunter und Hunter tut alles um sie zu beschützen und ihr zu helfen. Doch die Gefahr für Mollie kommt aus einer ganz anderen Richtung.

Chris Carter hält sich nicht mit Vorgeplänkel auf, schon im Prolog hält man dem Atem an, doch es soll noch viel schlimmer kommen. Der Autor verlangt dem Leser Einiges ab. Seine Beschreibungen der Morde sind detailliert, blutig, grausam, verstörend. Die Mordmethoden entspringen einer krankhaft anmutenden Fantasie, die Carter zum Glück in seinen Büchern auslebt. Die Kapitel sind kurz und rasant. Die Kapitelenden sind so angelegt, dass man zum Weiterlesen gezwungen wird, da die Spannung unerträglich ist.
Der Leser erlebt die Story aus verschiedenen Perspektiven mit - Opfer, Täter, Ermittler. Was mich bei einigen Passagen gestört hat, das David Hunter der Retter im Alleingang war, er oft die tollen Einfälle und Gedankengänge hat.
Im Großen und Ganzen bleibt Carter seinem Stil treu, wobei eine Entwicklung erkennbar ist. „Der Vollstrecker“ hat mich noch mehr überzeugt als „Der Kruzifix-Killer“, die Story war ausgereifter und hat meine schon hohen Erwartungen voll erfüllt.
Das Cover ist ähnlich wie beim Erstling, was einen hohen Wiedererkennungswert hat, aber nicht besonders kreativ ist.

Für mich ein lesenswerter und empfehlenswerter Thriller. Die „Gabe“ von Mollie wäre jetzt nicht unbedingt notwendig gewesen, was aber subjektiv ist, da ich in diesen Dingen nicht sehr „gläubig“ bin. Auch der nächste Carter wird auf meiner Wunschliste stehen.

Empfiehlt sich für Liebhaber von Grusel-Gänsehaut und für hartgesottene Thrillerleser.