Neukunde?

Hier starten

Erweiterte Suche
Name:
Corinna Top 100 Rezensent
Ort:
der Nähe von Bremen
Rezensionen:
367 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 36

nicht hilfreich: 24

Rang:
80
Über mich:

kann mir ein Leben ohne Bücher einfach nicht vorstellen.

Corinnas Rezensionen

buch

Der Augenjäger

Sebastian Fitzek

EUR 10,99 *
auf Merkliste

50

18.06.2013

„Lesepausen auf eigene Gefahr!”

Der erfolgreiche Augenchirurg Dr. Suker hat ein grausames „Hobby“. Erst entführt er Frauen, dann macht er sie zu seinen unfreiwilligen Patientinnen und entfernt ihnen in seinen Operationen die Augenlider. Weil ihm dies nicht genug ist, werden seine Opfer danach brutal vergewaltigt. Dass die Frauen nach diesem grausamen Ereignis Selbstmord begehen, schein wenig verwunderlich. Allerdings hat die Polizei nun eine (noch lebende) Zeugin für die Anklage gefunden, nur scheint diese kaum noch ansprechbar zu sein.
Doch die Kriminalpolizei wähnt einen zweiten Joker gegen den brutalen Mörder zu haben, die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev.
Können sie neue Beweise gegen Dr. Suker finden, oder kann dieser, auf Grund einer mangelnden Beweislage, zurück in die Freiheit entlassen werden?



Die Bücher von Sebastian Fitzek, die ich kenne, sind alle unheimlich gut. So viel sei schon einmal vorweg geschrieben. Nach dem ich vom „Augensammler“ schon begeistert war, habe ich „Der Augenjäger“ nun verschlungen. Und es gab keine Chance, diesen spannenden Thriller kurz zur Seite zu legen.

Die Geschichte beginnt ca. dort, wo „Der Augensammler“ endet, stellt aber für Quereinsteiger, die den Vorgänger nicht kennen, kein Problem dar. Ich selber freute mich natürlich auf die Charaktere, die ich schon kannte und wurde beim Lesen nicht enttäuscht.

Auch wenn ich fand, dass es am Ende des 1. Drittels einen kleinen Hänger gab, erholte die Geschichte sich dann aber recht schnell wieder und das Spannungsbarometer ging rasant in die Höhe.
Ich selber liebe ja diese ganzen Verwirrungen, die Sebastian Fitzek für seine Leser(innen) einbaut. Immer wenn ich mich darin wähnte, endlich zu wissen was passieren könnte, schlug die Geschichte eine schnelle Kurve und ich stand wieder vor einer neuen Wendung. Super! So etwas kann mich beim Lesen ehrlich begeistern!
Nie kann man sich sicher sein, ob alles gut ausgeht, oder ob der nächste Schritt so verläuft, wie man denkt. Es gibt Überraschungen und unglaublich spannende Momente.
Und wenn ich spannend schreibe, dann meine ich so spannend, dass mir selbst das Vogelgezwitscher im Garten zu laut war, weil ich in eiskalte Schockstarre geraten bin.

Was mir auch noch sehr gut gefallen hat, war die kleine Warnung, die der Autor direkt zu Beginn an seine Leser richtet. Dort werden wir aufgeklärt, dass es sich um eine Fortsetzung handelt, die aber auch selbständig zu lesen ist. Diese Warnung war aber so locker verfasst und brachte mich einfach gut ins Buch hinein.
Ich wünschte andere Autoren könnten so etwas auch machen. Dann hätte so manches Mal nicht mit einem falschen Teil begonnen.

Und das letzte Kapitel fand ich auch genial und sehr ehrlich! Ich möchte nicht weiter darauf eingehen, aber ich weiß es zu schätzen, dass es im Buch so geschrieben steht!

Mein Fazit:
„Der Augenjäger“ ist ein würdiger Nachfolger vom „Augensammler“. Auch für Neueinsteiger bietet dieses Buch viele Spannungsmomente. Ich selber empfehle aber den Vorgänger zu kennen. Und für Thriller-Fans wird dieses Buch sowieso sehr spannende Lesestunden bereiten! Einfach klasse

50

12.06.2013

„Lesespaß ist garantiert!”

Lucy kann es einfach nicht… An ihrem Hochzeitstag, direkt in dem Moment in dem sie zum Altar schreiten soll, flüchtet sie aus der Kirche.
Und dabei scheint doch alles perfekt zu sein. Ihr Verlobter ist ein toller Mann, Lucy führt ein gutes Leben und alles passt… eigentlich… Aber es sollte kein „eigentlich“ geben und so läuft sie, so schnell sie kann. Als sie an einer Straßenecke auf einem Motorradfahrer trifft, der alles andere als harmlos aussieht, überlegt sich nicht lange und lässt sich von ihm mitnehmen.
Er scheint sie zu kennen, aber für Lucy wird es eine Reise ins ungewisse…




Susan Elizabeth Phillips hat es auch mit ihrem aktuellen Buch „Wer Ja sagt, muss sich wirklich trauen“ geschafft, mich zu fesseln.
Sie hat so eine Art zu schreiben, die liebenswert, lustig, aber auch sehr erfrischend ist. Ich glaube genau das, was Frau sich bei einem solchen Roman wünscht.

Zwar ist Lucy, die kneifende Braut, schon aus dem letzten Buch „Der schönste Fehler meines Lebens“ bekannt, aber auch ohne Vorkenntnisse kann man diesen Roman ganz wunderbar lesen.

Für mich war in diesem Buch besonders schön zu sehen, wie die Hauptcharaktere sich verändern. Da nimmt man z.B. Lucy, die aus ihrem behüteten Heim ausbricht, aber auch den Motorradfahrer Panda (Patrick), der anders wirkt als er wirklich ist. Zusätzlich sind auch die Nebendarsteller so geglückt, dass ich mir gewünscht hätte, ein paar Tage dabei zu sein. Aber das war ich ja auf meine lesende Art.

Was mich hier aber besonders überraschte war, dass es keinen Moment gab, in dem ich vom Buch genug hatte und eine Pause brauchte. Ganz im Gegenteil! In den Augenblicken, in denen ich nicht las, dachte ich an die Geschichte zurück.

Schließlich ist der Teil rund um die Liebe der Pärchen (es gibt auch in den Nebenrollen kleine Geschichten) alles andere als einfach. Jeder der Hauptcharaktere (und Nebendarsteller) trägt eine gewisse Last mit sich herum, die es zu schultern gilt und langsam aber sicher kommen sich einige Personen näher.

Kurz gesagt: Ich liebe dieses Buch und es hat mir unheimlich viel Spaß gebracht!

Mein Fazit:
Ihr kennt die Bücher von Susan Elizabeth Phillips noch nicht? Holt das unbedingt nach!
Hier erlebt man einen Frauenroman, der so locker leicht und herrlich unterhalten ist, wie man ihn nicht oft findet. Kurz gesagt, wer dieses Genre mag, kommt an „Wer Ja sagt, muss sich wirklich trauen“ nicht vorbei.

ebooks

Hinter Türen

Anja Ollmert

EUR 3,99 *
auf Merkliste

40

11.06.2013

„Für jeden ist etwas dabei...”

Wer möchte nicht einmal „Hinter Türen“ schauen, die einem sonst verborgen bleiben? Sehen was dort passiert, was man vielleicht so nie vermuten würde…. diese 23 Kurzgeschichten blicken dahinter…



Ich gebe zu, Kurzgeschichten lese ich manchmal, aber ein großer Fan bin ich zumeist nicht. Anja Ollmerts Buch „Hinter Türen“ interessierte mich aber dennoch brennend und ich habe den 23 kleinen Geschichten eine Chance gegeben.

So kann ich für mich nur sagen, gut dass ich das getan habe.
In dem Kurzgeschichten-Band „Hinter Türen“ finden sich viele kleine Episoden, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Von einem fiesen Thriller, über eine Geschichte triefend vor schwarzem Humor, oder auch einer spirituellen Story, alles ist hier vertreten. Es geht fantastisch zu, aber auch nachdenklich und im Hier und Jetzt. Und genau eben diese Aspekte, machten das Lesen für mich so interessant.

Denn „Hinter Türen“ ließ mich wirklich dahinter schauen und vor jeder Geschichte (die ich immer nach und nach gelesen habe), wappnete ich mich für eine Reise. Nie wusste ich vorher wohin sie geht, denn Anja Ollmerts Buch behandelt wirklich die unterschiedlichsten Genres und trotzdem war es immer wieder spannend und neu für mich.

Mir ihrer flüssigen und frischen Art, hat sie mich wirklich an die Kurzgeschichten gebracht. Und das hatte ich zu Beginn nicht unbedingt vermutet.

Allerdings gibt es auch eine Kleinigkeit zu bemängeln (und ich denke die wird es in diesem Bereich bei mir immer geben), ich hätte mir manchmal ausführlichere Geschichten gewünscht. Bei vielen stimmte die Länge, aber manchmal hätten 5-10 Seiten gut getan. Aber ich glaube da bin ich eigen.

Mein Fazit:
Wer Kurzgeschichten mag, oder sich ein kleines, feines Büchlein für zwischendurch zulegen möchte, ist hier genau richtig. Und vielleicht geht es Ihnen dann wie mir und Sie denken über manch eine Geschichte noch eine längere Zeit nach. Sei es wegen einer überraschenden Wendung, oder weil sie einfach nachdenklich macht.

40

04.06.2013

„Heute schon wissen, was morgen passiert?”

„Ich schreib Dir morgen wieder“ ist bei jedem Tagebucheintrag, der letzte Satz, den Tamara liest.
Und ihr neu gefundenes Tagebuch ist etwas ganz besonderes. An jedem Tag kann sie in ihm lesen, was an dem kommenden vorfallen wird.
Und was Tamara zuerst noch skeptisch betrachtete, wird für sie immer wichtiger. Schließlich lebt sie nach dem Selbstmord ihres Vaters, bei ihrem Onkel und ihrer Tante. Ihre Mutter selbst ist für sie kaum ansprechbar und ihre Tante ist alles andere als normal.
Da kann es hilfreich sein, einen kleinen Blick in die morgige Zukunft zu riskieren.



Ich selber kenne bereits einige Bücher von Cecelia Ahern und freute mich schon länger auf „Ich schreib Dir morgen wieder“.

Die Idee, dass ein Tagebuch die Zukunft bzw. den nächsten Tag vorhersieht, bietet natürlich Stoff für vieles und mir hat dieser Gedanke und das was man daraus alles machen kann unheimlich gut gefallen. Es ist da ja naheliegend, dass man für sich selbst schon kleine Möglichkeiten für eine eventuelle Geschichte zusammenspinnt.

Allerdings war für mich das Lesen, zu Beginn, leider etwas holprig und ich hatte so meine Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Nach den ersten 50 Seiten aber, war ich komplett in Tamaras Welt angekommen und Cecelia Ahern schrieb in ihrer gewohnten Art. Kurz gesagt, es las sich flüssig und die Seiten flogen wie von selbst dahin.

Allerdings war „Ich schreib dir morgen wieder“ das erste Buch von Cecelia Ahern (welches ich gelesen habe), dass ich nicht bedingungslos mochte.
Die Idee mit dem Tagebuch hätte noch weiter ausgereizt werden dürfen und spielte für mich keine so tragende Rolle. Auch wenn ich auf der anderen Seite zugeben muss, dass mir dafür das mysteriöse an der Geschichte und die vielen Andeutungen auf Ungereimtheiten gefallen haben.
Denn als Leser/ Leserin tappt man hier oft im Dunkeln und merkt, dass etwas nicht stimmen kann. Es ist bis kurz vor Ende aber nie sicher ob man selber etwas falsch sieht, oder was dort eigentlich los ist.

Mir hat dieses Geheimnisvolle, wie geschrieben, wirklich Spaß gemacht, aber es konnte halt über eine teilweise doch recht maue Geschichte nicht hinwegtäuschen. Zusätzlich ist Tamara für mich ein Charakter, den ich nicht unbedingt als sympathisch einstufen würde.

Ich glaube auch für den letzten Leser/ die letzte Leserin meiner Rezension ist klar, dass ich recht zwiegespalten bin. Ich mochte dieses Buch, aber verglichen mit anderen Romanen von Cecelia Ahern war es eine kleine Enttäuschung.

Mein Fazit:
„Ich schreib dir morgen wieder“ ist von der Idee her recht originell und bietet Stoff für ein spannendes Buch. Cecelia Ahern hat daraus eine mysteriöse Geschichte gemacht, die mir im Ansatz gut gefallen hat und auch seine spannenden Momente hatte, allerdings fehlte für ein richtig gutes Buch noch ein wenig mehr Handlung.

40

28.05.2013

„Eine spannende Familiensaga”

Charlotte Lee, Chefin des familiären Konzerns für chinesische Naturmedizin, ist geschockt. Ihre Produkte entstammen alle einer langen chinesischen Tradition und dennoch ist es zu Todesfällen gekommen. Wie kann dies geschehen? Schließlich durchlaufen all ihre Produkte Tests und sind für den Kunden ungefährlich.
Inmitten der Ermittlungen, die nach den Todesfällen folgen, erhält Charlotte E-Mails, die schnell auf ein Fremdeinwirken schließen lassen. Nur wer steckt hinter den Anschlägen? Und kann Jonathan, ihr Freund aus Kindertagen, bei einer (hoffentlich) schnellen Auflösung helfen?



Ich muss zugeben, dass ich Barbara Wood, als Autorin, schnell in eine Schublade stecke. Auch wenn ich noch keines ihrer Bücher in so einem Bereich gelesen habe, so denke ich doch immer schnell an eine schmalzige Liebesgeschichte, wenn ihr eines ihrer Werke in den Händen halte. Und dabei kenne ich den Grund nicht einmal, denn „Das Haus der Harmonie“ ist bereits das vierte Buch, welches ich von ihr lese und jedes für sich war sehr spannend geschrieben. Außerdem kam in keinem eine kitschige Geschichte vor. Vielmehr waren es eher spannende Thriller oder Abenteuerromane. Aber manchmal definiert man mit bestimmten Namen ein Bild, auch wenn dieses in die irre führen kann.


„Das Haus der Harmonie“ klang allein vom Klappentext her schon sehr spannend. Chinesische Heilkunst hat eine lange Tradition und diese in Verbindung mit Morden, fand ich schon sehr lesenswert.

Und lesenswert, dass ist dieses Buch auf jeden Fall. Die Geschichte rund um Charlotte Lee und ihre Vorfahren zog mich sofort in den Bann. Immer wieder bekommen die Leser und Leserinnen kleine Rückblenden der Familie. So befinden wir uns gerade bei Charlotte, die einen Wettkampf gegen die Zeit aufnimmt, denn schließlich will sie zu einer Lösung der Vorfälle kommen, gleichzeitig aber blicken wir auf das Leben ihrer Ur- und Großmutter zurück.

Die Gegenwart und die Rückblenden wechseln zu jedem 2. bis 3. Kapitel und führen immer dichter zusammen. Dies allein passt schon gut, weil ich dadurch an einige Hintergrundinformationen kam und mir somit schon meine Gedanken machen konnte. Aber allein der Werdegang der Familie Lee war schon sehr bewegend und lesenswert.

Was dann alles passiert und zu welchen Irrungen und Wirrungen es kommt, sollte jeder für sich selber nachlesen.
Mir persönlich hat „Das Haus der Harmonie“ sehr gut gefallen und ich wurde so manches Mal überrascht.

Mein einziger Abzug gilt dem Ende. Für mich hätte es ein Stück weniger sein können und es wurde mir doch zu viel Fantasie benutzt. Wobei ich das nicht zu sehr ins Gewicht legen möchte.

Mein Fazit:
Wer eine spannende Familiensaga mit einer guten Portion Thrill lesen möchte, der kann beruhigt zum Buch „Das Haus der Harmonie“ greifen.
Barbara Wood überzeugte mich vor allem durch ihren flüssigen und unterhaltenden Schreibstil und der gut durchdachten Familiengeschichte.

50

27.05.2013

„Gretchen Nr. 5”

Die berühmte Serienmörderin Gretchen Lowell sitzt in einer psychologischen Einrichtung hinter schwedischen Gardinen und doch mordet jemand mit ihrer Handschrift.

Für Archie Sheridan ist es wie eine Reise in die Vergangenheit. Nachdem Gretchen noch immer sicher verwahrt ist, kann er nun den Versuch starten, sich ein neues Leben aufzubauen. Und doch kommt es zu erneuten Mordfällen, die deutlich an die schöne Serienmörderin erinnern. Doch wie kann dies sein?
Als sich dann auch noch Gretchen bei der Journalistin Susan Ward meldet und Informationen preisgeben möchte, steht Archie vor einer erneuten Jagd. Wer ist der Täter und was hat Gretchen mit ihm zu tun?




Ich muss zugeben, dass die älteren Bücher von Chelsea Cain (Furie, Grazie, Gretchen und Totenfluss) meine absoluten (Thriller-)Favoriten sind.
Selten habe ich so spannende, blutige und knifflige Bücher gelesen.

Als ich nun endlich „Sterbensschön“ in den Händen hielt, war ich doch recht aufgeregt und freute mich schon sehr auf die Spannenden Lesestunden am Abend.

Das Buch startet, wo „Totenfluss“ endet und ist der 5. Teil der Reihe. Für Neuleser, würde ich schon empfehlen, sich an die Reihenfolge zu halten.

1) Furie
2) Grazie
3) Gretchen
4) Totenfluss
5) Sterbensschön

Aber nun zum Buch. Es war wie ein Wiedersehen von alten „Bekannten“. Archie Sheridan als leitender Ermittler, mit seinem doch sehr zerstörten Leben und Susan Ward als Journalistin, mit dem Hang zu wilden Frisuren und immer auf der Suche nach DER Story.

Trotzdem war das Highlight des Buches natürlich Gretchen. Jene wunderschöne, aber auch sehr gefährliche Serienkillerin, die mich nun bereits seit den Vorgängerbüchern begleitet und die mich so manches mal den Atem anhalten ließ.

In diesem Buch spielt sie nun wieder eine Rolle und dies zwar nicht als Hauptperson, trotzdem aber als wichtiger Teil der Geschichte.
Mir gefällt besonders die Atmosphäre, die Chelsea Cain schafft, wenn Gretchen und Archie aufeinandertreffen. Beide haben ja eine gemeinsame Vergangenheit und es liegt diese gefährliche Spannung in der Luft, die selbst außerhalb des Buches spürbar ist.

Insgesamt aber kann ich beruhigen, denn wer denkt das die Reihe abschwächen würde, der irrt. Chelsea Cain schreibt immer noch so greifbar spannend, sie hat auch immer noch den Hang dazu sehr genau und bildreich zu beschreiben (was in manchen Szenen schon sehr hart ist) und „Sterbensschön“ ist ein gewohnt flüssiger Pageturner.

Ich selber würde auch dieses Buch als einen, für mich, favorisierten Thriller beschreiben.

Mein Fazit:
Für Fans der Reihe ist „Sterbensschön“ ein Muss! Gretchen ist zurück und die Spannung der Vorgänger ist immer noch da.
Für Neuleser/-innen der Reihe empfehle ich die korrekte Reihenfolge und lege ganz dringend nahe, diese Reihe zu lesen! Gerade wer es blutig mag, ist hier richtig.

buch

Die kleine Hexe

Otfried Preußler

EUR 11,95 *
auf Merkliste

50

10.05.2013

„Ein Klassiker für jedes Alter :)”

Die kleine Hexe fühlt sich mit ihren einhundert-siebenundzwanzig Jahren schon sehr erwachsen und bereit.
Bereit für was? Na um in der Walpurgisnacht mit den anderen Hexen auf dem Blocksberg zu fliegen. Leider ist sie dafür eigentlich noch zu jung. Als sie aber heimlich dem Fest beiwohnt und von den anderen Hexen erwischt wird, gibt es nicht nur glückliche Reaktionen.
So muss sie, innerhalb eines Jahres, beweisen das sie eine gute Hexe ist, das Hexen beherrscht und würdig ist der Walpurgisnacht beizuwohnen.
Was Ihr in diesem Jahr wohl alles widerfährt...?



Otfried Preußlers Kinderbuch, „Die kleine Hexe“, aus dem Jahre 1957 ist wohl eines der bekanntesten Kinderbücher Deutschlands. Ich selber kannte die Geschichte nicht mehr wirklich und weiß nur, dass wir sie im Kindergarten bereits gelesen haben. Aber dies ist ja auch schon einige Jahr(zehnt)e her.

Da meine Kinder dieses Buch vor kurzen mit ihrem Papa gelesen haben, musste ich es natürlich auch nachholen. Man will ja auch mitreden können.

Nun aber zum Buch.
Für mich war „Die kleine Hexe“ eine sehr niedliche, unterhaltende und schön geschriebene Geschichte. Auch wenn ältere Leser das Genre „Kinderbuch“ oft vom Lesen abhält, ich selber kann die Ausflüge in diese Richtung nur empfehlen.

Für mich waren die gestrigen Lesestunden eine Reise zurück in meine Kindheit. Ich freute mich einen Ast ab, über die Streiche und die guten Taten der Hexe und fieberte der Walpurgisnacht entgegen. Die Zeichnungen zur Geschichte waren einfach stimmig und sehr passend. So kam ich auch einmal wieder in den Genuss von Bildern in ein einem Buch und ich habe mich sehr über diese gefreut.

Mein Fazit:
Otfried Preußlers Geschichte von der kleinen Hexe ist sehr zeitlos und wird bestimmt noch lange Jahre Jung und Alt begeistern. Ich kann diesen kleinen Leseurlaub vom erwachsen sein nur empfehlen.

30

08.05.2013

„Ein Rattenleben in Boston”

Als die Ratte Firmin das Licht der Welt erblickt, ist er das dreizehnte Rattenkind und damit auch der Kleinste und Schwächste des Wurfes. Er wächst in einer Bostoner Buchhandlung auf und entdeckt schnell die Faszination der Bücher. Wo er sich zuerst noch bei den Werken durchfuttert, liest er nach kurzer Zeit schon alles, was er bekommen kann, durch.
So entdeckt er nicht nur spannende Geschichten, sondern lernt auch die Menschen um sich herum kennen und ist fasziniert von dessen Leben.



„Firmin – Ein Rattenleben“ von Sam Savage ist ein Buch, welches mich persönlich schon durch seine Aufmachung neugierig machte. Bei unserer Ausgabe handelt es sich um die, dessen Deckblatt mit kleinen Knabberspuren verziert wurde. Dies allein ist ja schon etwas besonderes und leider ist dieses „Extra“ in den neueren Auflagen auch nicht mehr vorhanden. Zusätzlich finde ich Firmin auf dem Cover einfach interessant und ich war gespannt auf seine Geschichte.

Bei dem Buch an sich bin ich dann etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite hatte ich meine kleinen Probleme in das Buch zu finden. Dies ging nach kurzer Zeit und mir gefiel Firmins Geschichte immer besser, was dann wiederum zum Ende deutlich abschwächte.

Firmins Leben sind halt Bücher und als Leser verfolgt man ihn und teilt seine Erlebnisse. Wobei es auch um die Menschen und deren Umgebung geht, die komplett im Aufbruch ist.

Der Schreibstil von Sam Savage war für mich nicht so flüssig, wie ich es gerne habe. Zwar kann man das Buch locker lesen, aber mir fehlte noch der letzte Kick.
Und das war auch das Problem für mich. Es gab immer wieder Stellen, die ich unterhaltsam und gut geschrieben fand, aber auch einige anderen, die mich etwas langweilten und in denen meine Gedanken daraufhin abdrifteten. Das war schon schade!

Mein Fazit:
„Firmin – Ein Rattenleben“ war für mich ein nettes Buch für zwischendurch, allerdings ist es keines, das mir lange in Erinnerung bleiben wird. Mir fehlte noch der spannende bzw. fesselnde Moment im Buch.

40

05.05.2013

„Crossfire Nr. 1”

Schon bei ihrer ersten Begegnung ist sie ihm verfallen.

Als Eva Tramell, frisch von der Uni kommend, nach New York zieht, fühlt sie sich frei und genießt die Atmosphäre der Metropole. Auch beruflich scheint alles gut zu laufen. Sie hat einen Job bei einer Werbeagentur und scheint auch finanziell unabhängig von ihren reichen Eltern zu sein.
Als sie dann bei einem Zwischenfall in der Lobby, ihres Bürogebäudes, auf einen gutaussehenden, unbekannten Mann trifft, ist es um sie geschehen. Er will ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen und verfolgt sie in ihren Gedanken überall hin.
Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei ihm um Gideon Cross, dem Besitzer des Wolkenkratzers und einem steinreichen Multimillionär handelt.
Und auch Gideon ist von Eva fasziniert. Beide lassen sich auf ein stürmisches Abenteuer ein und merken schnell, dass sie mehr brauchen, als Oberflächlichkeiten. Und dies macht beiden Angst...



„Crossfire – Versuchung“ ist der Beginn einer Trilogie von Syliva Day.
Hauptpersonen der Bücher sind Eva und Gideon, die unterschiedlich erscheinen, jedoch in vielen Dingen auch sehr gleich sind.

So wirkt Gideon zwar gelassen, weltgewandt und erfolgreich, wo hingegen Eva eine Anfängerin in ihrem Beruf ist, manchmal scheu und unbeholfen erscheint, trotzdem kennen beide auch eine dunkle Seite, die sie in ihrer Kindheit und Jugend erfahren mussten. Dieser Punkt vereint sie, breitet sich gleichzeitig aber auch als Störfaktor aus.

Sylvia Day hat mit „Crossfire – Versuchung“ einen unterhaltsamen Erotikroman geschrieben, den ich persönlich gerne gelesen habe, auch wenn ich mir an manch einer Stelle mehr Tiefe gewünscht hätte. Gerade auch, weil die Autorin bestimmte Themen aufgreift, die meiner Meinung nach nicht sofort abgelegt werden können, aber trotzdem zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.
Aber ich mag Eva und Gideon als Charaktere, allerdings ging mir Evas Fluchtinstinkt, wenn er auch teilweise verständlich war, doch auch so manches Mal gegen den Strich.

Für diese beiden Punkte, weil sie mir beim Lesen schon sehr aufgefallen sind, gebe ich einen kleinen Punktabzug. Trotzdem bin ich jetzt schon auf den zweiten Teil „Crossfire - Offenbarung“ gespannt, denn ich muss ja wissen, wie es mit den Beiden weitergeht.

Da viele Leserinnen und Leser ja Vergleiche zu den „Shades of Grey“-Büchern ziehen, kann ich für mich nur sagen, dass beides selbstständige Reihen sind, die sich durch gewisse Charakterzüge zwar ähneln, für mich aber doch deutlich anders waren.
Mir selber hat „Shades of Grey“ gefallen, auch wenn ich nicht so begeistert war, wie manch andere Leserin, und ich mag auch „Crossfire“. Ich würde sie bisher auf eine gefühlt gleiche Stufe setzen.

Also einfach ausprobieren und vielleicht, wie ich, beides mögen.

Mein Fazit:
Das Rad wird sicherlich nicht neu erfunden und auch gewisse Charakterzüge sind schon vorher bekannt, wer aber einen unterhaltsamen Erotikroman sucht, der ist bei „Crossfire – Versuchung“ richtig. Ich selber hatte schöne Lesestunden mit diesem Roman.

buch

Blutsbräute

Margie Orford

EUR 8,95 *
auf Merkliste

40

03.05.2013

„Schauplatz Kapstadt, Clare Hart Nr. 1”

Eine Mädchenleiche wird in Kapstadt gefunden. Der schöne Teenager liegt zurechtgelegt an der Strandpromenade, so dass selbst die Ermittler erst einmal zu schlucken haben. Denn das Mädchen wurde nicht nur brutal ermordet, sondern auch geblendet. Was muss sie schreckliches gesehen haben, dass Ihr der Mörder vor dem Tod das Augenlicht nahm?

Dr. Clare Hart, Profilerin bei der Polizei und ihr Kollege Ridwaan Faizal geben alles um den Mörder schnell zu fassen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass es nicht bei einer Leiche bleibt und es sich hier um einen Serientäter handelt.
Außerdem bekommt Clare schnell den Verdacht, dass die Taten etwas mit einem Menschenhändlerring zu tun haben könnten, gegen den sie ebenfalls ermittelt...



„Blutsbräute“ ist der Auftakt der Clare-Hart-Reihe von Margie Orford.
Weitere Bücher sind:

1) Blutsbräute
2) Blutrose
3) Todestanz
4) Galgenberg

Für mich ist Südafrika, als Schauplatz des Buches zwar nichts ganz neues mehr, aber doch sehr viel anders, als z.B. Deutschland, Skandinavien oder die USA. Dies sind oftmals Länder in denen meine gelesenen Thriller spielen. So ist mir durchaus bewusst, dass Südafrika wunderschön ist, aber auch seine Schattenseiten hat. Und dies bekommen die Leser von „Blutsbräute“ relativ schnell zu spüren.

Immer wieder treffen die Ermittler Clare Hart und Ridwaan Faizal auf Menschen, denen es nicht so gut geht und die durchaus schon Erfahrung mit Gewalt und Misshandlungen gemacht haben. Ich denke in diesem Bereich ist Kapstadt schon sehr gut gewählt, ist die Grenze zwischen Arm und Reich dort doch besonders groß.

Margie Orford als Schriftstellerin hat mir gut gefallen. Der Fall war spannend und unterhaltsam, aber auch sehr knifflig. Schnell hatte ich schon eine Tätergruppe im Hinterkopf, allerdings fragte ich mich immer, wie sie den Bogen zur Auflösung spannen will.
Dies gelang Margie Orford auch durchaus gut, trotzdem muss ich gestehen, dass der Mittelteil eine kleine Flaute hatte in der ich das Gefühl bekam, dass nichts neues passiert.
Zum Ende hin wurde es wieder besser und ich konnte die Finger nicht vom Buch lassen, oder kurz geschrieben, ich habe die Nacht durchgelesen.

Ob ich nun mit der Reihe weiterlese, weiß ich noch nicht. Clare Hart fand ich als Charakter durchaus interessant und auch ihre Vergangenheit bietet Platz für mehr, aber ich bin mir nicht sicher ob sie am Ende mit anderen Reihen mithalten kann. Und der Schauplatz Kapstadt ist auch nicht unbedingt mein Favorit.

Mein Fazit:
Ein spannender Auftakt zur Clare-Hart-Reihe, der sich gut lesen lässt. Allerdings bietet das Buch wenig neues, auch wenn die Umsetzung spannend war.