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Die Rückkehr des Tanzlehrers

Die Rückkehr des Tanzlehrers

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Bücherpreis, Kategorie Publikumspreis 2003. Roman

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Artikeldetails zu Die Rückkehr des Tanzlehrers

AutorHenning Mankell

Untertitel Ausgezeichnet mit dem Deutschen Bücherpreis, Kategorie Publikumspreis 2003. Roman

Abbildungsvermerk 22 cm

  • ISBN-103-552-05205-4
  • ISBN-139783552052055
  • Verlag Zsolnay
  • ÜbersetzerWolfgang Butt
  • Einbandartgebunden
  • Seiten505
  • Veröffentlicht18.10.2002
  • GenreRoman
  • Gewicht657g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelDanslärarens aterkomst

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Leseprobe aus Die Rückkehr des Tanzlehrers

Es war zwanzig Minuten vor zehn, als Giuseppe auf den Hof von Herbert Molins Haus einbog. Es war kein Polizeiwagen vor Ort, aber die Absperrbänder waren noch da. Giuseppe stieg aus. Wind war aufgekommen. Das Rauschen des Waldes lag wie ein dumpfer Ton über dem Herbstmorgen. Giuseppe stand vollkommen still und sah sich langsam um. Die Männer der Spurensicherung hatten genau an der Stelle, an der er angehalten hatte, eine Wagenspur entdeckt. Reifenabdrücke, die nicht zu Molins altem Volvo gehörten. Jedesmal, wenn Giuseppe an einen Tatort kam, versuchte er sich vorzustellen, was vor sich gegangen war. Wer war aus dem fremden Wagen gestiegen? Und wann? Es mußte in der Nacht gewesen sein. Der Gerichtsmediziner hatte den exakten Todeszeitpunkt noch nicht feststellen können. Er hatte jedoch in seinem vorläufigen Bericht anklingen lassen, daß die Mißhandlungen lange gedauert haben dürften. Wie viele Peitschenschläge Molin genau getroffen hatten, ließ sich nicht feststellen, aber er konnte mit Unterbrechungen viele Stunden lang geschlagen worden sein. Im Kopf ging Giuseppe aufs neue die Gedanken durch, die ihn schon während der Fahrt von Östersund beschäftigt hatten. Die Wut und die Rachsucht.
Der einsame Täter.
Alles gut geplant.
Kein Totschlag im Affekt.

Sein Handy klingelte. Er fuhr zusammen. Er hatte sich immer noch nicht daran gewöhnt, daß er auch tief im Wald erreichbar war.
Er nahm das Handy aus der Jackentasche und meldete sich. "Giuseppe."
Schon oft hatte er seine Mutter dafür verflucht, daß sie ihn nach einem italienischen Schmalzsänger benannt hatte, den sie in ihrer Jugend an einem Sommerabend im Volkspark von Östersund gehört hatte. Während seiner Schulzeit war er ständig deswegen gehänselt worden, und jedesmal, wenn ihn jemand anrief und er seinen Namen nannte, entstand ein Zögern am anderen Ende der Leitung.
"Giuseppe Larsson?"
"Das bin ich."
Er lauschte. Der Mann, der anrief, stellte sich als Stefan Lindman vor und war Polizist. Er rief aus Borås an.
Stefan Lindman erzählte, daß er mit Molin zusammengearbeitet habe und sich frage, was eigentlich passiert sei. Giuseppe bat, zurückrufen zu dürfen. Es war vorgekommen, daß Journalisten sich als Polizisten ausgegeben hatten, und dieses Risiko wollte er nicht eingehen. Stefan Lindman verstand. Giuseppe fand nichts zu schreiben und malte die Nummer mit der Schuhspitze in den Sand. Er wählte, und Lindman meldete sich. Es konnte natürlich immer noch ein Journalist sein. Genaugenommen hätte Giuseppe das Polizeipräsidium in Borås anrufen und fragen müssen, ob dort ein Polizist namens Stefan Lindman arbeitete. Die Wortwahl des Mannes und seine Art sich auszudrücken überzeugten ihn jedoch, und er versuchte auf Lindmans Fragen zu antworten. Aber es war schwer am Telefon. Außerdem war der Empfang schlecht. Aus der Entfernung hörte er, daß der Lieferwagen der Spurensicherung sich näherte.
"Ich habe deine Nummer", sagte Giuseppe, "und du kannst mich später wieder über dieses Telefon oder im Polizeipräsidium in Östersund erreichen. Aber kannst du mir noch etwas sagen? Hat Herbert Molin sich jemals bedroht gefühlt? Alles kann wichtig sein. Unsere Ermittlung steht noch auf ziemlich schwachen Füßen. Keine Zeugen. Kein Motiv. Kein konkreter Anhaltspunkt. Die Kompaßnadel dreht sich."
Er lauschte schweigend. Der Wagen der Spurensicherung fuhr auf den Hof. Giuseppe beendete das Gespräch und zog die Telefonnummer noch einmal deutlich nach.
Der Polizist aus Borås hatte etwas Wichtiges gesagt. Herbert Molin hatte Angst gehabt. Er hatte nie eine Erklärung für seine Angst gegeben, aber Lindman war seiner Sache sicher. Molin hatte eine ständige Angst mit sich herumgeschleppt.
Es waren zwei Männer von der Spurensicherung gekommen. Beide jung. Giuseppe arbeitete gern mit ihnen zusammen. Sie waren sehr energisch und gingen effektiv und sorgfältig vor. Sie betraten gemeinsam das Haus, in dem die beiden die Untersuchungen fortführen sollten. Giuseppe ging vorsichtig auf Zehenspitzen umher und betrachtete das Blut, das sich auf dem Fußboden und an den Wänden befand. Während die Kriminaltechniker ihre Overalls anzogen, versuchte Giuseppe, sich noch einmal in das, was eigentlich passiert war, hineinzuversetzen.
Der äußere Verlauf war ihm jetzt klar. Zuerst hatte der Täter den Hund getötet. Danach hatte er die Fenster zerstört und Tränengas ins Haus geschossen. Nicht die Tränengaspatronen hatten die Fensterscheiben zerschlagen. Auf dem Hofplatz hatten sie eine Reihe von Patronenhülsen gefunden, die aus einem Jagdgewehr abgegeben worden waren. Der Mann, der sich dort draußen befunden hatte, war methodisch vorgegangen. Als das Ganze begonnen hatte, schlief Herbert Molin wahrscheinlich noch. Zumindest lag er im Bett. Der Täter hatte ihn nackt an den Waldrand geschleift. Aber Molins Pullover und seine Hose waren blutverschmiert im Sand am Fuß der Treppe gefunden worden. Die große Menge Tränengaspatronenhülsen wies darauf hin, daß der stechende Rauch das ganze Haus erfüllt haben mußte. Molin war mit seiner Schrotflinte in der Hand auf den Hofplatz geflohen. Er hatte auch mehrere Schüsse abfeuern können, aber dann war er nicht weitergekommen. Das Gewehr hatte auf dem Boden gelegen. Giuseppe war klar, daß Herbert Molin praktisch blind gewesen sein mußte, als er auf den Hofplatz hinausgelaufen war. Er hatte außerdem nur unter großen Schwierigkeiten atmen können.
Herbert Molin war aus seinem Haus gejagt worden und wehrlos gewesen, als der Täter ihn ins Freie torkeln sah.
Giuseppe ging vorsichtig zu dem Raum neben dem Wohnzimmer. Dort befand sich das größte Rätsel. Ein Bett mit einer blutigen Puppe, so groß wie ein Mensch. Sie hatten zunächst gedacht, daß es sich um eine Art sexueller Attrappe handelte, die Molin sich in seiner Einsamkeit angeschafft hatte, aber die Puppe besaß keine Körperöffnungen. Die Bügel an den Füßen erklärten dann, daß es eine Tanzpuppe war. Die wichtigste Frage, die sie zu beantworten hatten, war jedoch, warum sie blutverschmiert war. War Molin in das Zimmer geflüchtet, bevor das Tränengas es ihm unmöglich machte, im Haus zu bleiben? Aber warum war die Puppe dann blutverschmiert? Giuseppe und die anderen Kriminalbeamten, die an den ersten sechs Tagen den Tatort untersucht hatten, waren noch nicht zu einer plausiblen Erklärung gekommen. Giuseppe hoffte, sich an diesem Tag der Lösung der Frage zu nähern, warum die Puppe Blutspuren aufwies. Da war etwas mit dieser Puppe, was ihn mit Unruhe erfüllte. Sie verbarg etwas.

Rezensionen der Redaktion zu Die Rückkehr des Tanzlehrers

"Ein Musterbuch für funktionierende engagierte Krimiliteratur. Außerdem eine Studie in Einsamkeit und in Angst. Sowie ein Regenroman. Und das beste Gegengift gegen Orkan- und Schauerwetter, das uns dieser Bücherherbst zu bieten hat." (Elmar Krekeler, Die Welt 29.10.02)

"Spannend und von bewundernswerter literarischer Qualität - eben ein echter Mankell." (Der Spiegel 18.11.02)

"Vielleicht Mankells wichtigstes Buch." (Brigitte 10/02)

"Mühelos beweist Henning Mankell, dass er es ohne seinen Wallander fast noch besser kann... Ein atmosphärisch dichter Krimi." (Cosmopolitan 11/02)

"Souverän bewältigt der Autor die Weiterung auf andere Regionen Schwedens und nach Argentinien, führt zu einem Ring lebender Nazis, blendet in die Vergangenheit auf jenen Zeil von Molins Schuld, der in der Gegenwart wiederkehrt: spannend." (FACTS 24.10.02)

"... an Spannung kaum überbietbar ... Hennig Mankell gelingt es, die verschiedenen Suchenden in diesem Roman, der eher nebenbei auch ein Krimi ist, au f eine so fesselnde wie sensible Art und Weise zu beschreiben, dass die beiden Morde bald in den Hintergrund treten. (...) Es ist nicht zuletzt der hervorragenden Übersetzung von Wolfgang Butt zu verdanken, dass 'Die Rückkehr des Tanzlehrers' ein ebenso spannendeswie literarisch anspruchsvolles Meisterstück geworden ist, das mehr bietet als die banale Antwort auf die alte Frage 'Wer war der Täter?' (Walther Wuttke, Rheinischer Merkur 05.12.02)

Kurzbeschreibung zu Die Rückkehr des Tanzlehrers



Wer fordert einen toten Mann zum Tango auf? Mankells neuer Kommissar Stefan
Lindman, 37, steht vor einem Rätsel: Sein ehemaliger Kollege Herbert Molin
ist ermordet worden, und am Tatort werden blutige Fußspuren gefunden, die
wie Tangoschritte aussehen. Gibt es einen Zusammenhang mit Molins Vergangenheit
als SS-Mann? Lindman ermittelt auf eigene Faust in Mankells Heimatort Härjedalen...
Henning Mankell hat einen grandiosen Kriminalroman geschrieben, der ein
Stück deutsch-schwedischer Geschichte erzählt.

Beschreibung der Redaktion zu Die Rückkehr des Tanzlehrers

Stefan Lindman, 37, Polizeikommissar in Südschweden, bekommt an einem Tag gleich zwei schlechte Nachrichten: Er hat Krebs, und sein ehemaliger Kollege und Mentor, Herbert Molin, wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Um auf andere Gedanken zu kommen, fährt Lindman hinauf nach Norrland. Dort hat Herbert Molin nach seiner Pensionierung in völliger Abgeschiedenheit gelebt, bis er am 19. Oktober 1999 überfallen, gefoltert und getötet wurde - ein Mord, der einer Hinrichtung gleicht.
Während Lindman versucht, mit sich und seiner Krankheit ins Reine zu kommen, scheut er kein Risiko und ist den Ermittlungen der Kollegen am Ort immer eine Nasenlänge voraus. Er entdeckt, dass Herbert Molin ein ehemaliger SS-Mann war, der 1942 als Freiwilliger aufseiten Hitlers in den Krieg zog und seiner politischen Überzeugung offenbar bis zum Lebensende treu blieb. Und er findet wenig später ein weiteres schlimm zugerichtetes Mordopfer vor, Molins Nachbarn, einen pensionierten Geiger. War hier wirklich zweimal derselbe Täter am Werk? Was hat der Musiker mit Molins faschistischen Ansichten zu tun? Und was ist mit den beiden Frauen, der alten und der jungen, die so schön ist, dass Lindman alle Vorsicht vergisst?

Autorenportrait zu Die Rückkehr des Tanzlehrers

Henning Mankell, 1948 in Härjedalen, Schweden, geboren, lebt als Theaterregisseur und Autor abwechselnd in Schweden und in Maputo/Mosambik.

Portrait

Henning Mankell:
Henning Mankell, der Schöpfer der Wallander ? Thriller und einer der bedeutendsten Krimiautoren in Skandinavien, wuchs allein mit seiner Schwester bei seinem Vater in Nordschweden auf. Seine Mutter verließ den am 3.Februar 1948 geborenen Henning Mankell schon früh. 1965 wurde er Regieassistent, nach einem Schauspielstudium, am Riks Theater in Stockholm und als Henning Mankell 20 Jahre alt war begann er als Regisseur und Autor zu arbeiten. Seinen Kindheitstraum von einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972. Henning Mankell war so sehr beeindruckt von dem Kontinent und fühlte sich schon sehr schnell wie zu Hause. Fortan blieb der Krimiautor zunächst noch als Schriftsteller, Regisseur, Autor und Intendant in seiner Heimat Schweden. Als er jedoch 1985 die Chance erhielt in Maputo, Mosambik, am Aufbau einer professionellen Theatergruppe mitzuwirken, zögerte Henning Mankell nicht lange und schon im Folgejahr leitete er eine 70köpfige Gruppe des Teatro Avenida. Seitdem bezeichnet er Afrika als seine Zweitheimat und pendelt im Jahr immer zwischen Sand und Schnee, wie Henning Mankell selbst sagt. Neben seiner Kriminalromanreihe um Kurt Wallander, die alle in den 90er Jahren entstanden, beschäftigt er sich in seinen weiteren Romanen vor allem viel mit Problematiken des afrikanischen Kontinents, aber auch Kinder- und Jugendbücher zählen zu seinem Genre. Junge schwedische und afrikanische Autoren finden bei dem von Henning Mankell gegründeten Verlag "Leopard förlag" ein Forum und Unterstützung in ihrer Arbeit. Henning Mankell gründete dies im Frühjahr 2001. Neben seinem Schreiben oder der Arbeit an Theater oder Fernsehen engagiert sich Henning Mankell darüber hinaus für das Land Afrika und erhielt aus diesem Grund 2009 den Erich-Maria-Remarque Friedenspreis. Für seine Romane erhielt Henning Mankell im Laufe der Jahre viele Ehrungen und Auszeichnungen, wie mehrmals den Schwedischen Krimipreis für seine Wallander Bücher, den Deutschen Jugendliteraturpreis, Corine-Preis wie auch den Astrid Lindgren Preis und die Goldene Feder. Nicht zuletzt zeigt der Erfolg auch die Adaption der Wallander Bücher und weiteren Romanen. Die Motivation, die Henning Mankell in seinen Büchern zum Ausdruck bringen möchte, sind oft politische und gesellschaftliche Themen. Seine Erfahrungen schöpft er teils auch aus eigenen aktiven Engagements gegen Krieg, Apartheid und für Kultur. Henning Mankell beschreibt detailgenau, authentisch, offen, interessant und mit einer Art Spannung die Gier auslöst. Nicht nur Wallander Anhänger sind davon überzeugt.
Henning Mankell lebt inzwischen mit seiner dritten Ehefrau Eva Bergmann, Tochter von Ingmar Bergmann, glücklich abwechselnd in Schweden oder Afrika.

Meinung der Redaktion
Mankell liest man nicht, man trinkt ihn - in einem einzigen gierigen Schluck, ohne abzusetzen, in blinder, weltvergessener Gier.
Wolfgang Butt:
Wolfgang Butt zählt zu den bekanntesten literarischen Übersetzern aus dem Schwedischen.

Autorenportrait

Henning Mankell, 1948 in Härjedalen, Schweden, geboren, lebt als Theaterregisseur und Autor abwechselnd in Schweden und in Maputo/Mosambik.

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50

14.02.2012

„Bewegend und hinreißend”

von Manja aus Unterweid
Stefan Lindman, 37, Polizeikommissar in Südschweden bekommt an einem Tag gleich zwei schlechte Nachrichten: Er hat Krebs und sein ehemaliger Kollege und Mentor, Herbert Molin, wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Um auf andere Gedanken zu kommen, fährt Lindman hinauf nach Norrland. Dort hat Herbert Molin nach seiner Pensionierung in völliger Abgeschiedenheit gelebt, bis er am 19. Oktober 1999 überfallen, gefoltert und getötet wurde – ein Mord, der einer Hinrichtung gleicht.
Während Lindman versucht, mit sich und seiner Krankheit ins reine zu kommen, scheut er kein Risiko und ist den Ermittlungen der Kollegen am Ort immer eine Nasenlänge voraus. Er entdeckt, dass Herbert Molin ein ehemaliger SS – Mann war, der 1942 als Freiwilliger auf Seiten Hitlers in den Krieg zog und seiner politischen Überzeugung offenbar bis zum Lebensende treu blieb. Und er findet wenig später ein weiteres schlimm zugerichtetes Mordopfer vor, Molins Nachbar, einen pensionierten Geiger. Was aber hat der Musiker mit Molins faschistischen Ansichten zu tun? Und welche Rolle spielt jenes geheime Netzwerk schwedischer Nationalsozialisten, das auch Lindmans eigene Vergangenheit berührt und in der Gegenwart noch so erschreckend präsent ist?

Mich hat das Buch total begeistert und in den Bann gezogen. Ich hatte vorher noch kein Buch von Henning Mankell gelesen nur die Filme gesehen.

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40

14.04.2009

„spannend”

von Blacky (blacky-book@live.de) Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Beschreibung:
Wer fordert einen toten Mann zum Tango auf? Mankells neuer Kommissar Stefan Lindman, 37, steht vor einem Rätsel: Sein ehemaliger Kollege Herbert Molin ist ermordet worden, und am Tatort werden blutige Fußspuren gefunden, die wie Tangoschritte aussehen. Gibt es einen Zusammenhang mit Molins Vergangenheit als SS-Mann? Lindman ermittelt auf eigene Faust in Mankells Heimatort Härjedalen ...

Ein Mordfall bei dem Wallander weit in die Vergangenheit zurück recherchieren muss um den Mörder zu entlarven.
Das meiste bei diesem Fall ist nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint und es Kurt Wallender muss einige "Umwege" machen, um auf die Spur des Täters zu kommen.
Am Ende stellt man sich als Leser zwangsläufig die Frage, wer in dieser ganzen Kette der "Untaten" nun Opfer und wer Täter ist/war.
Auch dieses Buch von Henning Mankell ist wieder unglaublich spannend und zum Teil richtig unheimlich.

Die chronologische Reihenfolge der "Wallander"-Bücher:


1. Wallanders erster Fall
2. Mörder ohne Gesicht
3. Hunde von Riga
4. Die weiße Löwin
5. Der Mann, der lächelte
6. Die falsche Fährte
7. Die fünfte Frau
8. Mittsommermord
9.Die Brandmauer
10. Vor dem Frost

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

23.12.2007

„9. Teil”

von Silke aus Erfurt (silke_ruhmannseder@web.de) Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Ich bin ein irre großer Fan von Henning Mankell, seit meinem ersten Buch „Mittsommermord“ von ihm. Schade in meinen Augen ist nur, dass die Übersetzungen nicht in der richtigen Reihenfolge, dass heißt wie sie geschrieben wurden sind, kamen. Wichtig zu sagen ist aber, dass dies nicht ganz so schlimm ist, denn für alle die es noch nicht wissen: Jedes Buch ist ein Fall aber trotzdem gehören sie irgendwie zusammen. Deshalb kann es passieren, das in einem Buch ein Ermittler stirb und im nächsten ist er wieder da.

Diese Krimi Serie ist in meinen Augen das Beste was Henning Mankell geschrieben hat. Aber auch andere Bücher von ihm sind gut, nur eben anders…

Henning Mankells Bücher sind wie eine Sucht, eins gelesen und man kommt nie wieder davon los. Außerdem kann man sich in seinem Schreibstil super die Landschaften und alles drum herum vorstellen. Man könnte denken selber dabei zu sein.


Alle Fälle Kurt Wallanders in der richtigen Reihenfolge:

1. Fall
Mörder ohne Gesicht (Originalausgabe 1991: Mördare utan ansikte)
Paul Zsolnay Verlag 2001
dtv 20232; 4/99

2. Fall
Hunde von Riga
(Originalausgabe 1992: Hundarna i Riga)
Paul Zsolnay Verlag 2000
dtv 20294; 1/00

3. Fall
Die weiße Löwin
(Originalausgabe 1993: Den vita lejonninan)
Deutscher Taschenbuch Verlag 1998
dtv 20150; 7/98

4. Fall
Der Mann, der lächelte
(Originalausgabe 1994: Mannen som log)
Paul Zsolnay Verlag 2001
dtv 20590

5. Fall
Die falsche Fährte
(Originalausgabe 1995: Villospår)
Paul Zsolnay Verlag 1999
dtv 20420; 4/01

6. Fall
Die fünfte Frau
(Originalausgabe 1996: Den femte kvinnan)
Paul Zsolnay Verlag 1998
dtv 20366; 10/00

7. Fall
Mittsommermord
(Originalausgabe 1997: Steget efter)
Paul Zsolnay Verlag 2000
dtv 20520; 5/02

8. Fall
Die Brandmauer
(Originalausgabe 1998: Brandvägg)
Paul Zsolnay Verlag 2001
dtv 20661; 10/03

9. Fall
Die Rückkehr des Tanzlehrers
ISBN-10: 3-423-20750-7
ISBN-13: 9783423207508
Erschienen: 10.2004

10. Fall
Vor dem Frost
ISBN-10: 3-423-20831-7
ISBN-13: 9783423208314
Erschienen: 09.2005


Dieses Buch ist fast wie Kinderschokolade: Spannung, Spaß, na ja die Schokolade fehlt aber die kann man sich ja noch besorgen.

1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

06.03.2005

„Lesenswert”

von Julia
Mein erster Mankell - und ich wurde nicht enttäuscht! Ein Muss für die kalten Winterabende!

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50

20.03.2003

„Packend”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Stuttgart
Wer auf Schmerzen in den Augen aus ist, der liegt bei diesem Buch richtig. Denn wer anfängt dieses Buch zu lesen, der sollte sich einer gewissen Charakterstärke sicher sein um sich überwinden zu können auch mal eine Pause einzulegen. Einfach fesselnd!!

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50

12.12.2002

„Total falsch!”

von Fanny Dietel, 12 aus Altenburg
... Was hier geschrieben wird! Erstens ist und bleibt die Brandmauer ein spannender, fantastisch zu lesender und toll interpretierter Roman und zweitens ist es mir eigentlich volkommen egal, ob der Kommisar im Sterben liegt oder topfit ist! Ich finde die Person dabei völlig egal und konzentriere mich einfach auf den Fall. Dazu ist zu sagen, dass der Mankell schon bei vielen Hausfrauen, Müttern, Großmüttern, Bankkauffrauen sowie Handwerkern, Studenten und Rentner Priorität hat, weil man sich einfach mitreißen lassen kann - von dem Gefühl, einmal selbst Wallander oder ein neuer Komissar zu sein. Auch der neue Roman ist, um es milde auszudrücken, ein Kunstwerk und daher nicht anders zu bewerten.

Fanny, 12 Jahre und schon lange begeisterte Krimileserin

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30

„na ja”

von einer Kundin oder einem Kunden
Wenn Wallander, der einsame, übergewichtige, an Diabetes leidende, chronisch überarbeitete Kommissar in Ruhestand geht, dann muß sein "Nachfolger" ja zumindest Krebs haben ... Wer die düstere Mankell-Szenerie mit seinem etwas holzschnittartigen Figurenpark liebt, für den ist der "Tanzlehrer" genau das richtige. (Immerhin 100x besser als die wirklich grottenschlechte "Brandmauer") Nur sollte mal einer Mankell erklären, wie das mit dem Internet wirklich funktioniert ... (wenn er schon drüber schreibt).

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50

„Nicht Wallander und doch typisch Mankell”

von einer Kundin oder einem Kunden
Wer Mankells häufig doch düster-melancholischen Stil mag, wird auch seinen neuen Kommissar mögen. Wie in den Wallander-Krimis greift er mit dem Thema (Neo-)Nationalsozialismus ein weiteres gesellschaftlich heißes Eisen an. Der Ausgangspunkt der Geschichte in Deutschland wird die Erzählung ebenfalls für Nicht-Liebhaber Skandinaviens bzw. skandinavischer Kriminalliteratur interessant machen.

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