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Artikeldetails zu Wahr

AutorRiikka Pulkkinen

Untertitel Roman

  • bol.de-Verkaufsrang13.838
  • ISBN-103-471-35071-3
  • ISBN-139783471350713
  • Verlag List
  • ÜbersetzerElina Kritzokat
  • Einbandartgebunden
  • Seiten356
  • Auflage2. Auflage
  • Veröffentlicht09.03.2012
  • GenreRoman
  • Gewicht529g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelTotta

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Kurzbeschreibung zu Wahr



Vierzig Jahre hat Elsa geschwiegen. Als sie erfährt, dass sie bald sterben wird, verändert sich etwas in ihr - doch wem kann sie anvertrauen, was so lange verschüttet blieb? Während eines Besuchs entdeckt Enkelin Anna zufällig ein schönes Kleid im Schrank ihrer Großmutter. Elsa erschrickt, denn es gehört ihr nicht, längst hat sie vergessen, dass es noch existiert. Jetzt ist es der Schlüssel in die Vergangenheit, und Stück für Stück kommt die Wahrheit ans Licht. Drei Frauen, drei Generationen, eine Familie - dieser berührende Roman über die Annäherung einer Großmutter und ihrer Enkelin hat in Finnland Kritiker wie Leser gleichermaßen begeistert und stand dort wochenlang ganz oben auf der Bestsellerliste.


Beschreibung der Redaktion zu Wahr

"Ich muss von meinem Leben erzählen, das wird mir in letzter Zeit immer klarer. Wenn ich es nicht selbst tue, dann erzählt niemand davon", sagt Elsa Ahlqvist kurz vor ihrem Tod. Was sie erzählt, wird das Leben ihrer Familie verändern, allen voran das ihrer Enkelin Anna. Denn Elsa entscheidet sich für die Wahrheit. Sie berichtet von dem schmerzhaften Ereignis, an dem sie beinahe zerbrochen wäre. Und Anna erkennt, dass sie endlich ihr Leben angehen muss, weil sie allein dafür verantwortlich ist.

Autorenportrait zu Wahr

Riikka Pulkkinen, Jahrgang 1980, ist eine der erfolgreichsten jungen Autorinnen Finnlands. Wahr wurde für den wichtigsten finnischen Literaturpreis, den Finlandia-Preis, nominiert. Riikka Pulkkinen lebt in Tampere in Südfinnland.

Portrait

Riikka Pulkkinen:
Riikka Pulkkinen, Jahrgang 1980, ist eine der erfolgreichsten jungen Autorinnen Finnlands. Wahr wurde für den wichtigsten finnischen Literaturpreis, den Finlandia-Preis, nominiert. Riikka Pulkkinen lebt in Tampere in Südfinnland.

Autorenportrait

Riikka Pulkkinen, Jahrgang 1980, ist eine der erfolgreichsten jungen Autorinnen Finnlands. Wahr wurde für den wichtigsten finnischen Literaturpreis, den Finlandia-Preis, nominiert. Riikka Pulkkinen lebt in Tampere in Südfinnland.

description

Vierzig Jahre hat Elsa geschwiegen. Als sie erfährt, dass sie bald sterben wird, verändert sich etwas in ihr ? doch wem kann sie anvertrauen, was so lange verschüttet blieb? Während eines Besuchs entdeckt Enkelin Anna zufällig ein schönes Kleid im Schrank ihrer Großmutter. Elsa erschrickt, denn es gehört ihr nicht, längst hat sie vergessen, dass...

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12

50

21.02.2013

„Wahr”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Frankfurt am Main
"Wahr" ist ein "wahr"haft großartiges und gelungenes Buch über eine Familiengeschichte, wie sie vielfach geschehen kann. Die Personen und Handlungen eschienen mir alle vertraut, mit jeder einzelnen habe ich gefühlt und gelitten. Die Sprache der Autorin ist so vielseitig und eindringlich, daß ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte und mich wohl noch eine lange Weile damit beschäftigen werde.

Jede der Personen wird von den anderen Familienmitgliedern beschrieben und beschreibt aber auch selbst ihre eigenen Gefühle und Erlebnisse im Heute und in der Vergangenheit, die bis in die 60er Jahre zurückreicht, so daß ein langes Familienleben beschrieben wird. Die Geschichte beginnt mt der schweren Krebserkrankung von Großmutter Elsa. Elsa weiß, daß sie bald sterben wird und möchte nach Hause. Ihr Mann Martti, ihre Tochter Eleonoora und ihre beiden Enkeltöchter Anna und Maria teilen sich in der Pflege, und die Familie rückt näher zusammen. Als Anna im Schrank ihrer Großmutter ein Kleid entdeckt, das dieser nicht gehört, und dessen Existenz sie längst vergessen hatte, begibt sich Elsa auf eine Reise in die Vergangenheit und erzählt Anna von lange zurückliegenden Familiengeheimnissen, die eng mit ihrem Mann und ihrer Tochter sowie deren Kindermädchen Eeva vebunden sind.

In den zurückliegenden Jahren wechseln fröhliche Zeiten sich mit Traurigkeit und Verzweiflung und insbesondere mit kindlichem Unverständnis der Tochter Eleonoora über die Handlungen ihrer Mutter ab, und Elsa hofft, daß ihr Zeit genug bleibt, ihre Tochter um Entschuldigung zu bitten.

Und nachdem Anna die Wahrheit erfahren und zu sich selbst gefunden hat, wird sie ihren geliebten Großvater in einem anderen Licht sehen und eine bittere Erkenntnis daraus ziehen.

Mehr sei nicht verraten. Ich hoffe, daß dieses Buch ganz viele Leser findet. Es ist ein wirklich lesenswertes Buch. Hier sind die 5 Sterne wirklich verdient.

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30

31.10.2012

„Wahr”

von StraßenPrinzessin
Ehrlich gesagt bin ich ein klein wenig von „Wahr“ enttäuscht.
Bevor die Handlung startet sind zwei Zitate zu lesen. Das erste passt ganz gut zur Inhaltsangabe, welches von Karen Blixen ist. Das zweite, welches von Jean Luc Godard aus Elf Uhr Nachts ist, ist relativ Interpretationsabhängig, vor allem durch die zwei Sichtweisen. Einmal ohne die Handlung zu kennen und einmal mit dem Wissen der Handlung.
Elsa, die an Krebs erkrankt ist, hat einen Mann, eine Tochter, einen Schwiegersohn und zwei Enkelkinder. Seit 6 Monaten kennt sie ihre Diagnose und steht nun langsam vor dem Ende. Doch bevor sie die Welt verlässt erzählt sie ihrer Enkelin, Anna, von ihrem damaligen Leben und der damit verbundenen schwierigen Zeit. Leider bekommt der Leser davon nicht viel mit und die ganze Situation bleibt er ein geheimer und unnahbarer Moment.
Im weiteren Verlauf erfährt man von der ganze Familie etwas, aber vor allem lernt man von Martti, Elsas Mann, ihrer Enkeltochter Anna und der Geheimnisvollen Eeva, die Gedanken und Gefühle kennen.
Mit der Zeit und dem weiteren Verlauf erfährt man von Elsas Schicksal, welches einen Faden Beigeschmack hat. Öfters habe ich mich gefragt wieso Elsa diese Geschichte unbedingt noch einmal jemanden erzählen musste ? Wieso gerade ihrer Enkeltochter Anna, die damit gar nichts zu tun hatte und im Moment auch nicht einmal mit ihrem eigenen Leben klar zu kommen scheint ? Wieso konnte sie die Vergangenheit nicht Ruhen lassen oder sich wenigsten an eine betreffende Person wenden ? Was wollte sie damit Bezwecken und vor allem: Hat es ihr wirklich etwas gebracht ?
Fragen die leider bis zum Ende offen bleiben.
Schade finde ich auch das man von Elsa fast gar nichts gelesen hat, obwohl die Inhaltsangabe meiner Meinung nach dies Versprochen hat und es außerdem auch um ihr Leben ging.
Eher wird die Geschichte von ihrem Mann, ihrer Enkeltochter und Eeva erzählt, wobei Eeva ihre Kapitel immer in der Vergangenheit von 1964 bis 1968 handelten.
Des Weiteren empfand ich die Personen, trotz Gefühlsschilderungen, als sehr unnahbar und manchmal sogar etwas überheblich bzw. anmaßender als sie sein dürften. Es hat lange gebraucht bis ich in die Geschichte richtig Einsteigen konnte und selbst dann war es immer noch kein richtiges Wohlfühlgefühl.
Der Schreibstil ist sehr Detailreich und recht langatmig, was vor allem in den Kapiteln von bzw. mit Eeva hervorsticht. Weiterhin sind bei jedem neuen Kapitel die ersten drei Wörter in komplett großen Buchstaben. Ein wenig nervig fand ich die Namen. Nicht nur das sie sich durch Ähnlichkeit auszeichneten, nein, sie hatten auch noch neben der ungewohnten Schreibweise verschiedene Abkürzungen und gerade die Hauptpersonen glichen sich dann auch noch sehr. Soll das eine Verbindung zum Autorenname sein, welcher sich auch durch doppelte hintereinander folgende Buchstaben („kk“ „ii“) auszeichnet ?
Das eig. Thema fand ich etwas über dramatisiert und konnte deswegen auch nicht so recht die Handlung mancher Personen nachvollziehen. Ist das alles noch Realitätsnah ? Ich bin mir da jedenfalls nicht so sicher und überlasse jedem selbst die Entscheidung.

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30

31.10.2012

„Wahr”

von StraßenPrinzessin1
Ehrlich gesagt bin ich ein klein wenig von „Wahr“ enttäuscht.
Bevor die Handlung startet sind zwei Zitate zu lesen. Das erste passt ganz gut zur Inhaltsangabe, welches von Karen Blixen ist. Das zweite, welches von Jean Luc Godard aus Elf Uhr Nachts ist, ist relativ Interpretationsabhängig, vor allem durch die zwei Sichtweisen. Einmal ohne die Handlung zu kennen und einmal mit dem Wissen der Handlung.
Elsa, die an Krebs erkrankt ist, hat einen Mann, eine Tochter, einen Schwiegersohn und zwei Enkelkinder. Seit 6 Monaten kennt sie ihre Diagnose und steht nun langsam vor dem Ende. Doch bevor sie die Welt verlässt erzählt sie ihrer Enkelin, Anna, von ihrem damaligen Leben und der damit verbundenen schwierigen Zeit. Leider bekommt der Leser davon nicht viel mit und die ganze Situation bleibt er ein geheimer und unnahbarer Moment.
Im weiteren Verlauf erfährt man von der ganze Familie etwas, aber vor allem lernt man von Martti, Elsas Mann, ihrer Enkeltochter Anna und der Geheimnisvollen Eeva, die Gedanken und Gefühle kennen.
Mit der Zeit und dem weiteren Verlauf erfährt man von Elsas Schicksal, welches einen Faden Beigeschmack hat. Öfters habe ich mich gefragt wieso Elsa diese Geschichte unbedingt noch einmal jemanden erzählen musste ? Wieso gerade ihrer Enkeltochter Anna, die damit gar nichts zu tun hatte und im Moment auch nicht einmal mit ihrem eigenen Leben klar zu kommen scheint ? Wieso konnte sie die Vergangenheit nicht Ruhen lassen oder sich wenigsten an eine betreffende Person wenden ? Was wollte sie damit Bezwecken und vor allem: Hat es ihr wirklich etwas gebracht ?
Fragen die leider bis zum Ende offen bleiben.
Schade finde ich auch das man von Elsa fast gar nichts gelesen hat, obwohl die Inhaltsangabe meiner Meinung nach dies Versprochen hat und es außerdem auch um ihr Leben ging.
Eher wird die Geschichte von ihrem Mann, ihrer Enkeltochter und Eeva erzählt, wobei Eeva ihre Kapitel immer in der Vergangenheit von 1964 bis 1968 handelten.
Des Weiteren empfand ich die Personen, trotz Gefühlsschilderungen, als sehr unnahbar und manchmal sogar etwas überheblich bzw. anmaßender als sie sein dürften. Es hat lange gebraucht bis ich in die Geschichte richtig Einsteigen konnte und selbst dann war es immer noch kein richtiges Wohlfühlgefühl.
Der Schreibstil ist sehr Detailreich und recht langatmig, was vor allem in den Kapiteln von bzw. mit Eeva hervorsticht. Weiterhin sind bei jedem neuen Kapitel die ersten drei Wörter in komplett großen Buchstaben. Ein wenig nervig fand ich die Namen. Nicht nur das sie sich durch Ähnlichkeit auszeichneten, nein, sie hatten auch noch neben der ungewohnten Schreibweise verschiedene Abkürzungen und gerade die Hauptpersonen glichen sich dann auch noch sehr. Soll das eine Verbindung zum Autorenname sein, welcher sich auch durch doppelte hintereinander folgende Buchstaben („kk“ „ii“) auszeichnet ?
Das eig. Thema fand ich etwas über dramatisiert und konnte deswegen auch nicht so recht die Handlung mancher Personen nachvollziehen. Ist das alles noch Realitätsnah ? Ich bin mir da jedenfalls nicht so sicher und überlasse jedem selbst die Entscheidung.

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30

31.10.2012

„Wahr”

von StraßenPrinzessin2
Ehrlich gesagt bin ich ein klein wenig von „Wahr“ enttäuscht.
Bevor die Handlung startet sind zwei Zitate zu lesen. Das erste passt ganz gut zur Inhaltsangabe, welches von Karen Blixen ist. Das zweite, welches von Jean Luc Godard aus Elf Uhr Nachts ist, ist relativ Interpretationsabhängig, vor allem durch die zwei Sichtweisen. Einmal ohne die Handlung zu kennen und einmal mit dem Wissen der Handlung.
Elsa, die an Krebs erkrankt ist, hat einen Mann, eine Tochter, einen Schwiegersohn und zwei Enkelkinder. Seit 6 Monaten kennt sie ihre Diagnose und steht nun langsam vor dem Ende. Doch bevor sie die Welt verlässt erzählt sie ihrer Enkelin, Anna, von ihrem damaligen Leben und der damit verbundenen schwierigen Zeit. Leider bekommt der Leser davon nicht viel mit und die ganze Situation bleibt er ein geheimer und unnahbarer Moment.
Im weiteren Verlauf erfährt man von der ganze Familie etwas, aber vor allem lernt man von Martti, Elsas Mann, ihrer Enkeltochter Anna und der Geheimnisvollen Eeva, die Gedanken und Gefühle kennen.
Mit der Zeit und dem weiteren Verlauf erfährt man von Elsas Schicksal, welches einen Faden Beigeschmack hat. Öfters habe ich mich gefragt wieso Elsa diese Geschichte unbedingt noch einmal jemanden erzählen musste ? Wieso gerade ihrer Enkeltochter Anna, die damit gar nichts zu tun hatte und im Moment auch nicht einmal mit ihrem eigenen Leben klar zu kommen scheint ? Wieso konnte sie die Vergangenheit nicht Ruhen lassen oder sich wenigsten an eine betreffende Person wenden ? Was wollte sie damit Bezwecken und vor allem: Hat es ihr wirklich etwas gebracht ?
Fragen die leider bis zum Ende offen bleiben.
Schade finde ich auch das man von Elsa fast gar nichts gelesen hat, obwohl die Inhaltsangabe meiner Meinung nach dies Versprochen hat und es außerdem auch um ihr Leben ging.
Eher wird die Geschichte von ihrem Mann, ihrer Enkeltochter und Eeva erzählt, wobei Eeva ihre Kapitel immer in der Vergangenheit von 1964 bis 1968 handelten.
Des Weiteren empfand ich die Personen, trotz Gefühlsschilderungen, als sehr unnahbar und manchmal sogar etwas überheblich bzw. anmaßender als sie sein dürften. Es hat lange gebraucht bis ich in die Geschichte richtig Einsteigen konnte und selbst dann war es immer noch kein richtiges Wohlfühlgefühl.
Der Schreibstil ist sehr Detailreich und recht langatmig, was vor allem in den Kapiteln von bzw. mit Eeva hervorsticht. Weiterhin sind bei jedem neuen Kapitel die ersten drei Wörter in komplett großen Buchstaben. Ein wenig nervig fand ich die Namen. Nicht nur das sie sich durch Ähnlichkeit auszeichneten, nein, sie hatten auch noch neben der ungewohnten Schreibweise verschiedene Abkürzungen und gerade die Hauptpersonen glichen sich dann auch noch sehr. Soll das eine Verbindung zum Autorenname sein, welcher sich auch durch doppelte hintereinander folgende Buchstaben („kk“ „ii“) auszeichnet ?
Das eig. Thema fand ich etwas über dramatisiert und konnte deswegen auch nicht so recht die Handlung mancher Personen nachvollziehen. Ist das alles noch Realitätsnah ? Ich bin mir da jedenfalls nicht so sicher und überlasse jedem selbst die Entscheidung.

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40

27.05.2012

„Ein WAHRhaft bewegendes Buch”

von Bücherwurm78 aus Kammerberg
Riikka Pulkkinen hat mir ihrem Buch WAHR eine bewegende Familiengeschichte geschrieben. Es geht um das Ehepaar Martti und Elsa, diese ist krebskrank und wird bald sterben. Ihrer Enkeltochter Anna erzählt Elsa schließlich von Eeva, die einst Kindermädchen bei ihnen für ihre Tochter Eleonoora (Annas Mutter) war. Doch war Eeva mehr als das, was ist damals vor vielen Jahren passiert und was ist aus Eeva geworden?
Bewegend und einfühlsam gibt Riikka Pulkkinen die Gefühle und Empfindungen der Personen wieder. Auch gibt es Ähnlichkeiten zwischen Eeva und Anna. Ich finde den Schreibstil gut, sehr anschaulich und flüssig geschrieben. Man lebt mit der Geschichte mit und ist neugierig wie es wohl ausgehen wird. Das Buch hat mir gut gefallen, wenn ich auch das Ende irgendwie unausgewogen und unvollendet finde. Da hätte ich mehr erwartet bzw. etwas anderes erwartet und gehofft.

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50

25.04.2012

„Eine Geschichte von Liebe”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Dieses Buch fällt einem zuerst einmal auf, weil es optisch ganz anders als das Gros ist. Man nimmt es in die Hand. Der Titel sagt auch noch nicht wirklich was über das Buch aus. Dann der Autorenname Riikka Pulkkinen. Ist es ein Mann oder eine Frau? Und dann erst liest man den Klappentext und entscheidet sich für oder gegen dieses Buch.

Riikka Pulkkinen erzählt die Geschichte von Elsa einer Psychologin und ihrem Mann Martti, einem Maler. Und sie erzählt die Geschichte von Eeva, die Kindermädchen von Ella, der Tochter von Elsa und Martti war. Elsa hat Krebs und ist zum Sterben nach Hause gekommen. Unterstützung erhält sie durch ihre Familie. Denn sowohl ihre Tochter Eleonoora, genannt Ella als auch ihre eine Enkelin Maria sind Ärzte. An einem Nachmittag, als Anna, die andere Enkelin, sich um ihre kranke Großmutter kümmern soll, findet sie ein Kleid im Schrank ihrer Großmutter. Und plötzlich erzählt Elsa ihr von Eeva, der dieses Kleid gehört hat. Anna, die gerade selber eine unglückliche Liebesbeziehung hinter sich hat, ist geschockt und versucht ohne ihre Großeltern und ihre Mutter weiter zu befragen, etwas über Eeva herauszufinden. Und während dieser Suche findet sie auch gleichzeitig etwas über sich selbst heraus. Dazwischen kommen immer wieder Momentaufnahmen von Elsa, Martti und Eleonoora, die sich an Früher erinnern, die über ihr Leben und die Liebe nachdenken. Eingebettet in diese Momentaufnahmen sind die Erinnerungen von Eevi selber aus der Zeit von 1962 bis 1969. Gerade diese Zeit der sechziger Jahre hat die Autorin besonders schön eingefangen. Die Jahre, in der sich die Welt durch den Vietnamkrieg massiv verändert hat, sich neu erfunden hat.

Die Geschichten verschwimmen ineinander. Ist es wirklich Eeevas Geschichte, die sie selbst erzählt? Oder ist dies die Geschichte, die Anna sich ausdenkt, weil sie ihrer eigenen unglücklichen Liebesgeschichte ähnelt?

Dies ist ein schönes Buch. Dies ist ein nachdenkliches Buch. Ist es ein trauriges Buch? Doch, ich finde, es ist ein trauriges aber zeitgleich wunderschönes Buch. Und es ist ein philosophisches Buch, das zum Nachdenken anregt.

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50

15.04.2012

„Wahr”

von Yvonne H.
Das Cover:

Vom Cover her hat mich das Buch nicht gerade angesprochen, was daran liegt, dass es sehr einfach und etwas altmodisch gestaltet ist.

Der Inhalt:

Bei der 70-jährigen Elsa wurde vor 6 Monaten Krebs diagnostiziert. Seitdem geht es mit ihrer Gesundheit sichtlich bergab: Sie wird immer schwächer, magert stark ab und kann nur schwer atmen. Doch sie hat sich gegen eine Behandlung im Hospiz entschieden, sie will die letzte Zeit ihres Lebens daheim verbringen, im Kreise ihrer Lieben. Als an einem Tag ihre erwachsene Enkelin Anna – die, meiner Meinung nach, an Bindungsängsten leidet - zu Besuch kommt wollen sie ein altes Spiel aus Annas Kindheit spielen: Sie verkleiden sich. Als Anna sich etwas aus Elsas Schrank aussuchen will, stößt sie auf ein altes, längst vergessenes Kleid. Durch den Fund schlägt die Stimmung der Großmutter auf einmal um: Sie reagiert gereizt, wenn das Gespräch auf das Kleid kommt. Es gehörte Eeva, dem früherer Kindermädchen, das in den 60er Jahren bei Elsa gearbeitet hat , der Affäre Marrtys – Elsas Ehemann. Nun erfährt der Leser auch die Geschichte Eevas. Am Anfang ihres Jobs als Kindermädchen ist die Beziehung zu Marrty eher kühl, sie sprechen nur das nötigste miteinander und Marrty zieht sich immer wieder zum Malen in sein Zimmer zurück. Doch mit der Zeit nähern sich die beiden immer mehr an, sie beginnen eine innige Affäre, die durch viele Hochs und Tiefs geprägt ist. Aber wie lange konnten sie diese vor Elsa geheim halten? Ein weiterer Geschichtsstrang handelt von den psychischen Problemen von Anna. Der Leser weißt lange nicht, was der Grund für ihre Gefühle ist und was ausschlaggeben war, das sich ihr Leben komplett geändert hat. Letztendlich dreht sich aber doch alles um Elsa, jede Geschichte der einzelnen Protagonisten ist mit dem Leben Elsas verknüpft.

Meine Meinung:

Eine wunderschön geschriebene Geschichte, die den Leser mitreist und ihn mitfühlen lässt. Es ist wieder so ein Buch, das man wenn man angefangen hat zu lesen und gerne wieder aus der Hand legt, weil man einfach wissen möchte, wie es jetzt weitergeht. Allerdings wirft der Roman auch einige Fragen auf, die bis zum Ende nicht geklärt wurden. Zum Beispiel weiß der Leser am Schluss immer noch nicht, wer Linda ist, oder wie es jetzt um die Beziehung von Anna und ihrem Opa Marrty steht, da das Ende sehr offen geschrieben ist. Sehr viele Unklarheiten, die im Laufe des Lesens aufgekommen sind, klären sich jedoch wieder. Gesamt ein sehr, sehr schönes Buch, das ich wirklich jedem weiterempfehlen kann. Und lasst euch nicht vom Cover beeinträchtigen ;).

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50

13.04.2012

„nichts als Liebe”

von Mandy B
Vierzig Jahre hat Elsa geschwiegen. Als sie erfährt, dass sie bald sterben wird, verändert sich etwas in ihr – doch wem kann sie anvertrauen, was so lange verschüttet blieb?
Während eines Besuchs entdeckt Enkelin Anna zufällig ein schönes Kleid im Schrank ihrer Großmutter. Elsa erschrickt, denn es gehört ihr nicht, längst hat sie vergessen, dass es noch existiert. Jetzt ist es der Schlüssel in die Vergangenheit, und Stück für Stück kommt die Wahrheit ans Licht.



Zart...

als Buch der leisen Töne...

als Buch des Abschieds, der Trauer, der Angst, der Sorge...

aber auch als Buch von Liebe, Fürsorge, rückblickender Sorglosigkeit und vor allem voller tiefer Zuneigung.

So beginnt „wahr“, ein Buch, das drei Generationen liebevoll beleuchtet. Von der ersten Zeile an wurde ich in seinen Bann gezogen. Ich konnte mich in den trauernden Martti genauso tief hineinversetzen, wie in die um Stärke ringende Eleonoora; konnte seinen Seelenschmerz förmlich spüren, ebenso wie ihre Zerrissenheit.

Riikka Pulkkinen beschreibt authentisch, wissend, liebevoll und außerordentlich bewegend die letzte Zeit mit einem geliebten Menschen.

Der Wandel geschieht, als Elsa ihrer Enkelin Anna etwas erzählt, das ihr gesamtes Familienbild auf den Kopf stellt.

Zu leisen Tönen kommen kraftvolle, verzweifelte, harte, ablehnende und verachtende.

Die Autorin versteht es hervorragend menschliche Verfehlungen, große Liebe, Verlustängste, größte Verzweiflung und ganz alltägliche Geschehnisse sensibel zu beleuchten und den Leser so an dieser Geschichte über eine "normale" Familie teilhaben zu lassen.

Es zeigt das abhängige Miteinander, die verbindende Gemeinsamkeit und gleichzeitig das flüchtige Hin- und Hergerissensein.

Nicht sensationsheischend, nicht spektakulär – liebevoll, sensibel und voller Verständnis ist dieses Buch.

Ein Buch voller Gefühl und Zuneigung - ein Buch über Liebe...

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30

11.04.2012

„solide erzählt”

von einer Kundin oder einem Kunden
Solide erzählt und doch ein bischen unspektakulär ergibt sich aus dem Gelesenen entgegen des Titels "Wahr" keineswegs nur eine Wahrheit. Wahr ist, dass sich aus "Schlamassel", den Eltern mit diffusem Liebesleben fabrizieren, immer Kummer für Kinder ergibt.

Ich rate forteschrittenen Lesern auf das Taschenbuch zu warten!

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50

25.03.2012

„Wahr”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Frankfurt am Main
"Wahr" ist ein "wahr"haft großartiges und gelungenes Buch über eine Familiengeschichte, wie sie vielfach geschehen kann. Die Personen und Handlungen erschienen mir alle vertraut, mit jeder einzelnen habe ich gefühlt und gelitten. Die Sprache der Autorin ist so vielseitig und eindringlich, daß ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte und mich wohl noch eine lange Weile damit beschäftigen werde.

Jede der Personen wid von den anderen Familienmitgliedern beschrieben und beschreibt aber auch selbst ihre eigenen Gefühle und Erlebnisse im Heute und in der Vergangenheit, die bis in die 60er Jahre zurückreicht, so daß ein langes Familienleben bechrieben wird. Die Geschichte beginnt mit der schweren Krebserkrankung von Großmutter Elsa. Esa weiß, daß sie bald sterben wird und möchte nach Hause. ihr Mann Martti, ihre Tochter Eleonoora und ihre beiden Enkeltöchter Anna und Maria teilen sich in der Pflege, und die Familie rückt näher zusammen. Als Anna im Schrank ihrer Großmutter ein Kleid entdeckt, das dieser nicht gehört, und dessen Existenz sie längst vergessen hatte, begibt sich Elsa auf eine Reise in die Vergangenheit und erzählt Anna von lange zurückliegenden Familiengeheimnissen, die eng mit ihrem Mann und ihrer Tochter sowie deren Kindermädchen Eeva verbunden sind.

In den zurückliegenden Jahren wechseln fröhliche Zeiten sich mit Traurigkeit und Verzweiflung und insbesondere mit kindlichem Unverständnis der Tochter Eleonoora über die Handlungen ihrer Mutter ab, und Elsa hofft, daß ihr Zeit genug bleibt, ihre Tochter um Entschulduigung zu bitten.

Und nachdem Anna die Wahrheit erfahren und zu sich selbst gefunden hat, wird sie ihren geliebten Großvater in einem anderen Licht sehen und eine bittere Erkenntnis daraus ziehen.

Mehr sei nicht verraten. Ich hoffe, daß dieses Buch ganz viele Leser findet.

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50

24.03.2012

„Wahr.”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Ich habe im Laufe der Jahre, nicht nur als Buchhändlerin unendlich viele Bücher gelesen. Und bin doch jedes Mal erstaunt, dass mich immer wieder Geschichten so fesseln und mich einfach gefangen nehmen. Sie versetzen mich in kindliches Erstaunen, lassen mich lachen, weinen oder aber nur nachdenklich zurück, wenn ich das Buch gelesen habe.

Wer kennt denn nun die finnische Schriftstellerin Riikka Pulkkinen, ich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Obwohl sie eine der erfolgreichsten finnischen Schriftstellerinnen ist. Jedoch nachdem ich ihren Roman „Wahr“ gelesen habe, ist sie mir ein Begriff. Wahrheit und Klarheit sind wohl die Triebfedern, die sie zu dieser Geschichte angetrieben haben. Ihre Ausdrucksweise und ihr Stil scheinen dem Leser zu vermitteln, ich benenne die Dinge so wie wie sind, ohne wenn und aber, hervorragend.

Da ist Elsa, die mit der Diagnose, nicht mehr lange zu leben, erst mal klar kommen muss. Aber nicht nur sie, ihre ganze Familie, sprich Ehemann, Tochter und Enkelinnen müssen sich damit auseinander setzen. Die Krankheit verändert aller Leben. Elsa beschließt am Ende ihrer Zeit sich dem zu stellen was letztendlich ihr Leben nicht unwesentlich geprägt hat. Es kommt eine Wahrheit ans Licht aus vergangener Zeit und es stellen sich die großen Fragen nach Liebe, Treue und Vergebung, auf die es oft keine Antwort gibt. All diese Attribute müssen einfach nur gelebt werden, ohne wenn und aber. Als alles sich offenbart, scheint es fast so als verabschiede sich Elsa fast lächelt von all denen, die sie liebt und und für sie immer wichtig waren, und vor allem von dieser wunderschönen Welt kann sie sich anfangs so schwer trennen. Und sie zeigt letztendlich Größe und ein gewisses Gottvertrauen als sie hinübergeht.

Riikka Pulkkinen hat persönlich bei mir den richtigen Nerv getroffen, mich zu vergessen und als Zaungast mit den Protagonisten zu leiden, lieben, lachen, eins zu werden.
Gibt es eigentlich eine schönere Aussage und Bewertung eines Buches? Ihr Roman „Wahr“ wurde für den wichtigsten nationalen Literaturpreis Finndia-Preis nominiert.

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50

20.03.2012

„Wahr”

von einer Kundin oder einem Kunden
Elsa versucht im Angesicht des nahenden Todes die ihr noch verbleibende Zeit mit ihrem Ehemann, der Tochter und den Enkelinnen bewusst zu genießen. Bei einem Spiel aus vergangenen Tagen entdeckt Anna, die Enkelin, durch Zufall ein Kleid. Das Überbleibsel von Eeva, der ehemaligen Geliebten von Martti, Elsas´ Mann. Alte Wunden und Erinnerungen brechen auf, und belasten die Situation des Abschiednehmens. Eine wunderbar feinsinnig erzählte Familiengeschichte. Sehr empfehlenswert.

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40

16.03.2012

„Einfach ein schönes Buch”

von einer Kundin oder einem Kunden
Eine Familiengeschichte, die sich auftut im Sterben der Großmutter. Ein Kleid ist der Anstoß, daß sie die Erinnerung daran endlich zulassen will.
"Wahr" ist ein Buch voller Lebensweisheit und es bereitet Freude beim Lesen durch die würdige und zarte Art, mit der die Familie diese Zeit erlebt.

Ein alte Ehepaar, daß in der Zeit des Abschiednehmens auch heiter einander begegnen kann - eine Lehrstunde für uns alle!

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40

16.03.2012

„Erdbeerkette”

von Carolin
Ein ganz ungewöhnliches Buch - voller Poesie, Schmerz und Persönlichkeit.Poesie, weil die Sprache unheimlich zart, aber auch unheimlich verletzend ist, sich dabei immer neuen, ungewöhnlichen und doch so passenden Metaphern bedient.Schmerz, weil die Geschichte(n) von Verlust handeln, dem Verlust tiefer Liebe, dem Verlust des Geliebten, dem Verlust durch Tod und dem Verlust des Lebenswillens. Eine Familie wird dargestellt, die sich, so nah sie auch scheint, fremd ist - einer kann sich nicht vorstellen, wie der andere fühlt. Und doch haben alle etwas gemein.Persönlichkeit, weil die Autorin äußerst reale Persönlichkeiten zaubert, sich die Persönlichkeiten trennen um wieder zusammen zu finden und untrennbar verschmelzen. Weil Anna nur dann leben kann, wenn sie sich Geschichten über Persönlichkeiten ausdenkt, in der Straßenbahn oder als Eeva...und alle tragen Annas Persönlichkeit in ihnen.

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40

14.03.2012

„Die Schwere eines Abschieds”

von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath
Die 70jährige Elsa hat Krebs und es verbleibt ihr nur noch wenig Zeit. Ihre letzten Tage möchte sie zu Hause im Kreis ihrer Familie verbringen, die sich auch rührend um sie kümmert. Dennoch fällt es allen schwer, mit ihrer eigenen Trauer um den bevorstehenden Abschied zurechtzukommen. Und so verwundert es auch nicht, dass die einzelnen Mitglieder in ihren ganz persönlichen Gefühlen gefangen sind. Aber keiner traut sich zunächst so richtig, seine Emotionen und Gedanken mit den anderen zu teilen. Dabei spielt auch längst Vergangenes- aber nicht Vergessenes- eine große Rolle. Der ein oder andere erinnert sich nur zu gut an eine andere Form des Abschiednehmens.

So nach und nach offenbart sich, was einst geschehen ist und das Leben der Familie bis heute noch zu einem gewissen Grad beeinflusst. Dabei hat jeder seine eigene Sicht auf die Dinge, d.h. jeder hat seine eigene " Wahrheit ".

Diese Geschichte ist eine Geschichte der leisen, nachdenklichen Töne. Es geschieht nichts wirklich Dramatisches oder Aufregendes, vielmehr handelt es sich eher um eine schon fast alltägliche, banale Geschichte. Sehr behutsam und dadurch umso eindringlicher wird hier jedoch das ganze Gefühlschaos der Protagonisten dargelegt.

Dazu wechselt die Erzählperspektive sehr häufig. Jeder kommt zu " Wort ". Dabei benutzt die Autorin in der Regel die 3. Pers.sing. , nur Eeva darf in der "Ich-Form " erzählen. Allerdings muss man sich das ein oder andere Mal die Frage stellen, ob hier das Erzählte wirklich wahr ist oder evt. nur der Vorstellung eines Familienmitgliedes, welches überlegt, wie es hätte sein können, entspringt . Denn Anna und ihr Großvater Martti ( Elsa´s Mann )spielen auch gerne ein Spiel : sie denken sich Geschichten und Lebensläufe zu fremden Personen aus .

Obwohl sich das Buch gut lesen lässt, muss man sich an den Schreibstil erst ein wenig gewöhnen. Der häufige Perspektivenwechsel verlangt eine gewisse Aufmerksamkeit des Lesers. Ein wenig befremdlich wirkte es für mich auch, dass häufig nur von " dem Mann " bzw. " dem Mädchen " gesprochen wurde, wenn z.B. Eeva von Martti und seiner Tochter Ella ( Eleonora ) berichtet.

Der ganzen Geschichte haftet - der Situation entsprechend - eine sehr melancholische Stimmung an, ohne aber erdrückend zu wirken . Man kann sich die Familie sehr gut vorstellen und sich in die Stimmungen der Personen hineinversetzen. Und am Ende ist man zufrieden, wenn alles geklärt ist.

Ein wunderbarer Roman über das Leben, über Familienzusammengehörigkeit und über die Liebe in all ihren Facetten.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

13.03.2012

„WAHR oder so war es damals”

von coffee2go
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Elsa und Martti sind seit über 50 Jahren verheiratet, haben eine Tochter Eleonoora und zwei schon fast erwachsene Enkeltöchter Anna und Maria. Von einem Tag auf den anderen wird das Leben der Familie auf den Kopf gestellt: Elsa erfährt, dass sie an Krebs erkrankt ist und nur noch eine kurze Zeit zu leben hat und diese möchte sie nicht in einem Krankenhaus verbringen, sondern inmitten ihrer Familie. In ihren letzten Wochen erzählt sie ihrer Familie von ihrem Leben und Geheimnisse aus der Vergangenheit vertraut sie ihrer Enkelin Anna an.

Meine Meinung zum Buch:
Die Autorin erzählt die traurige Geschichte von Elsa sehr einfühlsam und bringt die Themen Krankheit und Tod und wie sich dadurch die Familienmitglieder verändern auf eine natürliche Weise in die Lebensbiografien ein. Das Thema Tod war nicht so dominant, wie ich es mir erwartet hätte. Im Vordergrund standen die Lebensgeschichten von Martti und Elsa, vor allem ihr Leben in den 1960er Jahren, als Eleonoora erst ein paar Jahre alt war, ihr Vater ein anerkannter Maler und ihre Mutter eine bedeutende Wissenschaftlerin im Bereich der Kinderpsychologie und dadurch häufig auf Reisen war. Elsa vertraut ihre persönlichen Geheimnisse ihrer Enkelin Anna an, da sie in Annas Leben viele Parallelen zu Eeva, dem damaligen Kindermädchen und gleichzeitig unglücklichen Geliebten von Martti, sieht. Anna bekommt aufgrund der Erzählungen ihrer Großmutter auch einen anderen Blick auf ihre Großeltern. Durch den Wechsel der Perspektiven und die Rückblenden ist das Buch noch viel lebhafter geworden. Auch Anna hat trotz ihrer jungen Jahre schon viele Erfahrungen in Bezug auf Liebe, Enttäuschung und Verlust machen müssen, sodass sie für ihr Alter schon sehr reif und ernst wirkt und sich nicht mehr so leichtfertig und offenherzig auf eine neue Beziehung einlassen kann. Interessant zu lesen war auch, wie sich die Beziehungen der Personen untereinander mit der Zeit verändert haben und dass Martti nicht so gerne über die Geschehnisse aus der Vergangenheit spricht, wohingegen es für die Frauen, vor allem für Elsa, ein Bedürfnis ist, alles ausgesprochen zu haben und die lange verschwiegenen Erlebnisse an die nächsten Generationen weitergegeben zu haben. Manche Verhaltensweisen, z.B. bei Eleonoora lassen sich, nachdem man die Geschichte ihrer Kindheit kennt, auch besser nachvollziehen.

Titel und Cover:
Der Titel passt sehr gut zum Buch und die Schrift in Blockbuchstaben verleiht dem Titel noch mehr Ausdruckskraft. Das Cover finde ich farblich und optisch sehr ansprechend gestaltet, allerdings vermutet man hinter den knalligen Farben des Covers wahrscheinlich nicht so ein tiefgründiges Buch.

Mein Fazit:
„Wahr“ ist ein Buch, das sehr facettenreich und tiefgründig geschrieben ist, sodass man es nach einem gewissen Abstand mehrmals lesen kann und dabei wieder andere Details herausfiltert, andere Perspektiven wahrnimmt und zu einer neuen Erkenntnis kommen kann.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

30

13.03.2012

„Großes Potential leider nicht ganz ausgeschöpft”

von einer Kundin oder einem Kunden aus München
Zu Beginn des Buches erfährt man gleich wie eine Familie in drei Generationen mit dem baldigen Tod Ihrer geliebten Frau, Mutter und Oma umgeht und welche Gefühle und Ängste in Ihnen stecken. Jeder der drei beschreibt seine Gedanken und Gefühle und setzt sich mit dem Sterben von Elsa auseinander. Im weitern Verlauf verlagert sich die Geschichte aber sehr stark auf die Vergangenheit und die Lebensgeschichte von Eeva und ihren Bezug zur Familie und vor allem zum Mann von Elsa.

Diese Tatsache fand ich leider etwas enttäuschend, denn die Aufklärung um Eeva zieht sich sehr in die Länge und ist teilweise ganz schön langatmig. Ich hätte mir viel mehr gewünscht, dass mehr auf das Leben von Elsa und auch ihren Tod und die Reaktionen der Angehörigen eingegangen wird.

Was die Sprache betrifft hat mich das Buch durchaus mitgenommen. Die Autorin schreibt mit sehr viel Gefühl und doch wirkt der Schreibstil manchmal fast emotionslos. Die Gedanken aber auch die Schauplätze werden sehr detailiert dargestellt und es liest sich sehr poetisch, was einfach nur schön ist.

Fazit: Ein sehr emotionaler Roman, der keine einfach Kost ist und der weniger durch seine Geschichte, als viel mehr durch seine Sprache auffällt.

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50

12.03.2012

„Wahr”

von einer Kundin oder einem Kunden
Affären gibt es in der Literatur unzählige, mit dem Roman "Wahr" von Riikka Pulkkinen, einer jungen finnischen Autorin, kommt eine neue hinzu. Die Art aber, wie die Geschichte erzählt wird, ist neu und ausgesprochen spannend und unterhaltsam zu lesen. Erst kurz vor ihrem Tod offenbart sich Elsa ihrer Enkelin Anna als betrogene Ehefrau und löst damit nicht nur eigene Erinnerungen aus, auch Anna muß sich mit dem ihren auseinander setzen. Klug, modern und sehr nordisch!

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50

12.03.2012

„"Diejenige, die die Trauer in mein Gesicht zeichnete."”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Kiel
"Es ist schönes Wetter, in unseren Träumen, in den Worten und im Tod."



Elsa wird sterben. Ihre letzten Tage, Wochen möchte sie aber nicht im Krankenhaus verbringen, sondern zu Hause, bei ihrem Mann Martti, zusammen mit ihrer Tochter Eleonoora und den zwei Enkelinnen Anna und Maria.
Die Aufgabe, die ihrer Familie bevorsteht, lässt sich in ein einziges Wort fassen, ist jedoch ungleich schwerer: Sterbebegleitung. Und doch nimmt jeder von ihnen diese Aufgabe an, wechselt sich an Elsas Seite ab, um ihr eine letzte, glückliche, unbeschwerte Zeit zu ermöglichen.
Enkelin Anna, die Ältere, übernimmt die erste Schicht. Zusammen mit Elsa entdeckt sie ein altes Spiel wieder: verkleiden, sich in eine Andere verwandeln, mit anderen Sorgen, Wünschen, Vorlieben, Abneigungen. Doch dieses Mal ist es ein anderes Kleid als sonst, welches Anna aus dem Schrank zieht und welches eine ganze Lawine aus der Vergangenheit lostritt: es ist nicht Elsas Kleid, was dort im Schrank hängt, sondern Eevas.

Mit dieser Entdeckung beginnt für Anna, Martti und Elsa eine tiefgehende Reise in die Vergangenheit. Die Fäden verflechten sich zu einem intensiven Familienbild, dessen Risse sich nach außen zwar nicht zeigen, nach innen jedoch umso schwerwiegender sind. Riikka Pulkkinen bedient sich dabei einer sehr nüchternen, klaren Schreibweise, ohne Schnörkel und gerade deshalb so nah am Leben. Die teilweise sehr poetischen, bildhaften Einwürfe gehen unter die Haut und geben dem Leser das Gefühl, die Figuren selbst zu erleben, ihre Gedanken, ihren Schmerz.

Denn auch das gibt es in "Wahr": viel Schmerz. Das Kleid Eevas, Eleonooras damaligem Kindermädchen, erinnert Martti an die Liebe, die er dieser Frau gegeben hat und die von ihrer Seite aus so unverhältnismäßig zurück kam. Elsa erinnert es an die Kindheit ihrer Tochter, die sie verpasst und den Mann, den sie an eine andere Frau verloren hat, wenn auch nur vorübergehend. Und Anna erinnert es an ihre eigene Vergangenheit, an elf Tage auf kalten Fliesen und ein Lachen, was sie auch nach einem Jahr noch verfolgt.

Insgesamt ist "Wahr" ein sehr ruhiges, stilles Leseerlebnis, was sich weniger durch tatsächliche Spannung, sondern durch die Tiefe des Erlebens auszeichnet. Als Leser muss man sich darauf einlassen, dieser Art von Erzählung etwas abgewinnen können - für einen unterhaltsamen Abend ist dieses Buch sicher nicht geeignet, dafür sind Schmerz, Trauer und der Tod überall zu gegenwärtig.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

10.03.2012

„MIt leisen Tönen”

von einer Kundin oder einem Kunden
Mit leisen Tönen schildert "Wahr" das Schicksal unglücklich Liebender und die Aufarbeitung und Akzeptanz der eigenen Gefühle und des eigenen Seins.

Elsa liegt im Sterben und versucht die Zeit, die ihr noch bleibt möglichst gut zu Nutzen. Ihr Mann, ihre Tochter und ihre Enkel versuchen ihr das Leben so angenehm wie möglich zu machen, dabei kommt Elsa vor allem ihrer Enkelin Anna näher und vertraut ihr eines ihrer größten Geheimnisse an. Denn als Anna und Elsa ein altes Spiel aus Annas Kindheit wieder aufleben lassen, findet Anna ein Kleid das der Geliebten von Elsas Mann gehörte. Und bald kommt heraus, dass hier jedes Familienmitglied schwer an seinen eigenen Gefühlen zu nagen hat.

Es geht um die Geschichte drei verschiedener Frauen, die alle einen anderen Blick auf das gleiche Dilemma ermöglichen. Da ist die Betrogene und die Hoffende, die willens ist zu betrügen, doch wie kann eine Beziehung, die auf Lügen aufgebaut ist je ein gutes Ende nehmen? Anna muss sich dieser Frage stellen, denn wie wirklich ist eine Liebe, die auf Lügen und ähnlichem beruht?

Besonders rührend empfand ich die Schilderungen der Verzweiflung der beiden jungen Frauen, die ihr Herz an einen verheirateten Mann mit Familie verlieren. Beide suchen einen Weg aus dem Dilemma und scheinen es lange nicht zu schaffen neue Gefühle zuzulassen!

Und obwohl es keinen besonders großen Spannungsbogen gibt, schafft es die Autorin doch sehr gut die ein oder andere Überraschung in die Erzählungen der Frauen einzubauen. Eine einfühlsame Erzählung voller leiser Töne und und großer Gefühle!

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