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Die Stunde, in der ich zu glauben begann

Die Stunde, in der ich zu glauben begann

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Artikeldetails zu Die Stunde, in der ich zu glauben begann

AutorWally Lamb

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 22 cm

  • ISBN-103-86612-206-3
  • ISBN-139783866122062
  • Verlag Pendo
  • ÜbersetzerNorbert Möllemann, Charlotte Breuer
  • Einbandartgebunden
  • Seiten752
  • Auflage2. Auflage
  • VeröffentlichtMärz 2009
  • Gewicht984g
  • SpracheDeutsch

Rezensionen der Redaktion zu Die Stunde, in der ich zu glauben begann

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: 10 Jahre nach seinem großen Bestseller "Die Musik der Wale" kehrt Wally Lamb mit diesem Meisterwerk auf die literarische Bühne zurück. Es ist sein drittes ergreifendes Werk. Ein dramatischer Roman über das wirkliche Leben, der atemberaubend spannend erzählt ist. Wally Lamb blickt ganz tief in die Seele seiner Figuren und er hat eine bemerkenswerte Beobachtungsgabe. Ein glänzender Familien- und Generationsroman! Dieses Buch ist wie ein Fels in der Brandung des Lebens. Eine ähnliche Wohltat, solch ein Leseereignis erleben zu dürfen, hatte ich auch bei John Irvings Meisterwerk "Gottes Werk und Teufels Beitrag".

Kurzbeschreibung zu Die Stunde, in der ich zu glauben begann

Erst vor Kurzem sind Caelum und seine Frau Maureen nach Colorado gezogen. Doch was ein Neubeginn für ihre Ehe sein soll, findet durch den Amoklauf an der Columbine Highschool ein abruptes Ende. Mitten in dem blutigen Massaker: Maureen, die den Anschlag versteckt in einem Wandschrank überlebt. Traumatisiert flüchtet sie in eine eigene Welt - und zwingt so auch Caelum, sich seinen Ängsten zu stellen und jenes dunkle Rätsel seiner Herkunft zu lösen, vor dem seine Tante ihn zu schützen versuchte. Eine Tour de force durch die Abgründe der menschlichen Seele, mit der Wally Lamb sein erzählerisches Können und sein Gespür für die großen Themen des Lebens unter Beweis stellt.

Portrait

Wally Lamb:
Wally Lamb, geboren 1950; lange Zeit als Englischlehrer an einer Highschool an der Ostküste der USA tätig, gibt Lamb seit einigen Jahren in einem Frauengefängnis Kurse in Creative Writing und setzt sich auch politisch für eine Verbesserung der Bedingungen der Gefangenen ein.

Bewertung unserer Kunden zu Die Stunde, in der ich zu glauben begann

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40

27.09.2009

„Amerikanische Familiensaga mit aktuellem Bezug”

von goldfisch
"Die Stunde, in der ich zu glauben began" wird vom Ich-Erzähler Caelum Quirk erzählt. Er ist Lehrer, seine Frau Maureen Krankenschwester. Beide wuchsen in mehr oder minder kaputten Familien auf und führen eine problematische Ehe. Um ihre Ehe zu retten und näher bei Maureens Vater zu wohnen, ziehen sie von Connecticut nach Colorado. Dort arbeiten beiden an der Columbine Highschool. Als Caelums Tante schwer erkrankt, fliegt er nach Connecticut. Maureen bleibt in Colorado und erlebt das Massaker mit. Sie überlebt zwar, schafft es aber nicht mehr, ein normales Leben zu führen. Es beginnt eine Odyssee, auf der Caelum und Maureen um Maureens Gesundheit und ihre gemeinsame Zukunft kämpfen und auf der Caelum mehr über seine Familie erfährt, als er je wissen wollte.

Der neuste Roman von Wally Lamb ist ein Porträt der amerikanischen Bevölkerung in den letzten zehn Jahren, sowie eine Familiensaga, die sich über einen Zeitraum von mehr als einhundert Jahren erstreckt. Caelum und Maureen sind beide Opfer der beiden jugendlichen Attentäter an der Columbine Highschool, auch wenn diese Opfer in den Medien zunächst nicht als solche gesehen wurden. Immerhin hat Maureen überlebt und Caelum war am Tag des Massakers nicht in der Schule. Und doch gehören sie zu denen, die unmittelbar und langfristig von der Gewalt betroffen sind. Die Schilderungen des Massakers und der Situation vor Ort in den Tagen und Wochen danach ist sehr beeindruckend. Anders als bei "Wir müssen über Kevin reden" von Lionel Shriver oder "Neunzehn Minuten" von Jodi Picoult wird hier aus der Perspektive der Betroffenen erzählt. Dies geschieht auf eine unerwartet undramatische Art und Weise, die mich vielleicht gerade deshalb so mitnahm. Durch Caelum übt Wally Lamb auch Kritik an den Medien und kirchlichen Organisationen, die versuchten Profit aus den Ereignissen zu schlagen, statt tatsächlich zu helfen teilweise noch mehr Schaden bei den Opfern anrichteten. Maureen bekommt kaum echte Hilfe, muss auf eigene Kosten von Arzt zu Arzt pilgern und wird letztendlich abhängig von den Medikamenten, die ihr von den hilflosen Medizinern verschrieben werden. Genauso hilflos ist Caelum, der immer wieder versucht, ihr zu helfen, aber fast ohnmächtig dabei zuschauen muss, wie sie immer tiefer abrutscht und ihm fremd wird.

Im zweiten Erzählstrang wird die Geschichte von Caelums Familie erzählt, von dem Ort an dem Caelum aufwuchs und an dem er jetzt wieder lebt. Die Schilderung der Gründung des Frauengefängnisses und der Gesellschaft vor über einhundert Jahren war flüssig zu lesen.
"Die Stunde, in der ich zu glauben begann" ist ein ehrgeiziges Projekt, in dem es um Liebe, Hoffnung, Familie, Gewalt und deren Folgen geht. Ein Buch, das mich in seinen Bann zog und trotz der 752 Seiten innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Dem Leser wird vor Augen geführt, dass die Geschichte sich wiederholt, im Großen wie im Kleinen, aber dass man nie die Hoffnung und vor allem sich selbst aufgeben sollte.

Trotz des sehr ernsten Themas ein letztendlich positives Buch, mit einem ansprechenden Cover und eher unpassendem Titel, das ich gerne weiterempfehlen werden - auch wenn ein paar Kürzungen nicht geschadet hätten.

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40

22.08.2009

„Familientragödien”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die Ehe von Caelum und seiner Frau Maureen ist in eine Krise geraten. Nun wollen sie einen Neuanfang machen und ziehen nach Colorado. Caelum erzählt aus seiner Vergangenheit und wie seine Frau fremdgegangen ist, und er darauf sehr aggressiv reagiert hat. Dann geschieht ein Alptraum. Caelum, Lehrer an der Columbine Highschool, befindet sich außerhalb und erfährt, dass zwei Schüler an seiner Schule ein Massaker ausgelöst haben. Voller Angst und Panik fliegt er nach Hause, um zu erfahren, was mit seiner Frau Maureen geschehen ist, die an der Columbine Highschool als Krankenschwester arbeitet. Völlig unter Schock stehend findet er Maureen, die sich während des Geschehens in einem Schrank versteckt hatte. Maureen überlebt und starb doch an diesem Tag. Sie leidet unter Angstzuständen und wird tablettensüchtig. Caelum versucht ihr zu helfen, doch er kommt nicht richtig an sie heran, sie entgleitet ihm. Als es ihr etwas besser geht, beginnt Maureen in einem Pflegeheim zu arbeiten. Dann geschieht ein Zwischenfall und sie kommt wieder mit Tabletten in Berührung. Unter den Medikamenteneinfluss verursacht sie einen Verkehrsunfall, bei dem ein junger Mann getötet wird und Maureen muss ins Gefängnis und landet in jenem Gefängnis, das Caelums Großmutter vor hundert Jahren als erstes Frauengefängnis gegründet hat. Caelum besucht sie unregelmäßig. Er quält sich mit der Frage, was er hätte anders machen können, damit dieses alles nicht geschehen wäre.
Zu Beginn hat mich der Titel des Buches etwas abgeschreckt, da ich dachte es soll einem zum richtigen Glauben führen. Doch von der ersten Seite fühlt man sich tief in das Geschehen hineingezogen, die emotional geschriebene Geschichte lässt einen nicht so schnell wieder los und stimmt einen am Ende sehr nachdenklich. Man sollte sich etwas Zeit für diesen Roman nehmen. Für mich ein lesenswertes Buch, das man nicht so schnell vergisst.

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30

12.07.2009

„Zuviel hineingepackt und kein Schreibstil, der mich ansprach”

von stjerneskud aus Stuttgart
Caelum Quirk zieht mit seiner Frau Maureen nach Colorado, um ihre Ehe zu retten, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und noch einmal von vorne beginnen zu können. Anfangs klappt alles wie gedacht, aber das Massaker an der Columbine Highschool, das Maureen versteckt in einem Schrank miterlebt, wirft sie komplett aus der Bahn und bestimmt ihr zukünftiges Leben. Mit dem Umzug auf die Farm in Connecticut, die Caelum von seiner Tante Lolly geerbt hat, wollen sie den Abstand zu den immer wiederkehrenden Erinnerungen gewinnen, aber vor den Geistern der Vergangenheit kann man nicht davon laufen.

Das war ein ganz schön dicker Brocken & ich bin sehr froh, dass ich jetzt endlich den Schlusspunkt erreicht habe und das Buch damit aus den Händen legen kann. Mittendrin wollte ich nicht abbrechen, obwohl ich mich ganz schön durch das Buch durchquälen musste und oftmals kein Anlaß bestand weiterzulesen. Ich weiß zwar nicht, was ich mir genau von dem Roman versprochen hatte, aber das was ich zu lesen bekam auf jeden Fall nicht und meines Erachtens stopfte Wally Lamb viel zu viel in die 738 Seiten hinein. Aus der Themenmenge hätten gleich mehrere Bücher gemacht werden können.

So wie das Buch geschrieben ist, war es überhaupt nichts für mich. Es konnte mich weder fesseln, noch mitreißen und mir viel zu wenige Gefühle entlocken. Caelum, Maureen und Velvet gingen mir oftmals total auf die Nerven, obwohl man ja eigentlich mit ihnen mitfühlen und mitleiden sollte und ohnehin wurde mir Caelum nie richtig sympathisch. Manches war einfach zu viel, wie z.B. das Hin- & Herspringen zwischen verschiedenen Zeitpunkten, die Ausflüge in die tief zurückliegende Vergangenheit, Caelums gescheiterte Ehen, zu viele Details, die nicht hätten sein müssen und immer wieder mussten noch weitere neue Figuren eingeführt werden. Auch die Wahl der Ich-Form empfand ich als wenig geglückt und dass die Geschichte aus Caelums Sicht heraus erzählt wird. Dadurch kommt nicht richtig rüber was Maureen miterleben musste, bzw. warum Velvet sehr viel weniger Blessuren von dem Amoklauf davonträgt, obwohl sie ihn ebenfalls hautnah miterlebte.

Am allerbesten gefiel mir die Stelle, in der Lydia von dem Abend in Mark Twains Haus berichtet. Es war das erste Mal, dass mich in diesem Buch etwas richtig in seinen Bann zog und ich gefesselt in der Geschichte versank. Davon hätte ich gerne mehr gelesen.

Weiterempfehlen würde ich das Buch nicht. Abschnittsweise liest es sich großartig, aber die Stellen muss man ja erst einmal finden.

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30

15.05.2009

„Sehr schwere Kost!”

von Dominik Forner
Wally Lambs Versuch, das Columbine Massaker mit einer Familiengeschichte zu umrahmen, entpuppt sich leider als ziemlich zähe und langwierige Geschichte.
Aufgrund der langen ereignislosen Passagen, kann die Spannung bzw. Dramatik nicht aufrecht erhalten werden.
An sich ist das Stilmittel der Zeitsprünge, welches Lamb verwendet, treffend gewählt, jedoch schafft er es nicht, den Leser an das Buch zu fesseln.

Der Streit mit Velvet, einer von Caelums Schülerinnen, ist meiner Meinung nach zu oberflächlich und nicht detailliert genug beschrieben.
Dieses Kapitel des Buches wirkt eher informativ, nicht emotional und beziehungsentscheidend.
Man hat das Gefühl, Velvet spielt nur eine Nebenrolle. Trotzdem wird die Situation ziemlich lang ausgedehnt und ist mühsam zu lesen.

So zieht sich das Buch durch die Kindheit Caelums bis zum Massaker an der Columbine.
Der Schicksalsschlag an sich, wird nicht ausreichend genug beleuchtet.

Für mich persönlich zu langwierig.
Ich bin eher davon ausgegangen, dass das Massaker, nicht die Familienstory die Hauptrolle spielt.
Daher hat das Buch meine Erwartungen leider nicht erfüllt!

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50

06.04.2009

„Wally Lamb”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Siegen
„Die Stunde, in der ich zu glauben begann“ ist aufgrund seines zum Teil historischen Hintergrundes ein nicht sehr einfaches Buch. Hier vermischt der Autor Realität und Fiktion. Er verbindet beides so gut, dass man als Leser nicht unterscheiden kann was nun der Wirklichkeit angehört. Im ersten Teil schildert er den Attentat an der Highschool, der einem sehr unter die Haut geht, parallel dazu baut er die Geschichte einer Lehrerin auf, die den Attentat life erlebt und schildert deren Sorgen. Er zeigt auf, wie der ganz normale Alltag durch einen schweren Schicksalsschlag komplett auf den Kopf gestellt wird und dadurch aus einem friedlichen Menschen ein feindseliger deprimierter abhängiger Mensch werden kann. Diese Momente beschreibt er aus der Sicht von Caeleum so real, dass sich der Leser direkt in die Situation hineinversetzen kann obwohl er diese nie erlebt hat. Zum Teil verzettelt er sich ein bisschen in dem Alltagsgeschehen und man empfindet manche Passagen als etwas zu langatmig. Nach ca. der Hälfte des Buches erstaunt man als Leser denn es kommt zu einer komplette Wendung, man könnte fast schon von einer Geschichte in einer Geschichte sprechen denn hier beschäftigt sich der Autor nun mit der dunklen und geheimnisvollen Herkunft Caelums einer Geschichte vor der der Hauptcharakter eigentlich nie erfahren sollte. Eine zuerst etwas verwirrende herüberleitung durch diverse alter Briefe die sich aber im letzten Teil entschlüsseln. Ein spannendes tiefgründiges Buch indem der Autor seine persönlichen Interessen genauso hineingepackt hat wie die erschreckenden Ereignisse die uns in der heutigen Zeit in den Nachrichten begegnen.
Ein Buch das eine Bereicherung für jeden Leser darstellt obwohl ihm eine Kürzung nicht geschadet hätte.

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50

06.04.2009

„Herzergreifend, realistisch und mit viel Gefühl”

von Silke Schröder aus Hannover (silke.schroeder@hallo-buch.de) Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Wally Lamb ist ein Meister der fabulösen Erzählkunst. Kaum jemand schafft es, eine so opulent ausgeschmückte und dramatische Geschichte zu erzählen, in die noch jede Menge weitere Geschichten und Anekdoten eingeflochten sind. In einem einfühlsamen und anspruchsvollen, aber dennoch leicht lesbaren „Schmökerstil“ beschreibt er das Leben eines Ehepaars, das trotz schwerer Schicksalsschläge seinen Weg geht. Ausgehend von den Ereignissen an der Columbine High School, die sich gerade zum zehnten Mal jähren, setzt sich Lamb mit der lang anhaltenden Wirkung von traumatischen Erinnerungen bei den Opfern solcher Verbrechen auseinander.

Nicht der Amoklauf selbst steht dabei im Mittelpunkt, sondern die Geschichte eines Mannes, der durch seine Erlebnisse am Ende etwas kennenlernt, an das er glauben kann. Dabei geht es dem Autor nicht um religiöse Glaubensbekenntnisse, sondern um die Frage, ob im Leben ein „göttliches Schicksal“ oder doch eher die Chaostheorie das Sein bestimmt.

Auch wenn die mehr als 700 Seiten des Wälzers vielleicht erst einmal etwas abschreckend wirken, versinkt man schnell in der faszinierenden Geschichte – nicht nur, weil „Die Stunde, in der ich zu glauben begann“ durch den Amoklauf von Winnigen im März 2009 eine neue, grausame Aktualität gewonnen hat. Wer John Irving mag, sollte an Wally Lamb auf keinen Fall vorbeigehen. Herzergreifend, realistisch und mit viel Gefühl.

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40

10.03.2009

„Warum?”

von villawiebke
Warum werden Menschen schikaniert, gedemütigt, ausgegrenzt?
Warum werden Schüler erschossen, während andere Leben dürfen?
Warum ist die Mutter, die das Kind großzog, nicht die richtige?
Warum fällt uns dabei der Glaube an Gott so schwer?

Dieses Buch stellt viele Fragen und stellt vieles infrage.

Falls der Leser glaubt, mit Wally Lamb´s Buch "Die Stunde, in der ich zu Glauben begann", einen unterhaltsamen entspannenden Roman gefunden zu haben, irrt er. Dieses Buch ist keine Gute Nacht Lektüre. Es rüttelt den Leser auf, macht ihn wach, verursacht Albträume.

Wally Lamb erzählt in seinem Buch die Lebensgeschichte des Lehrers Caelum Quirk, der nach einer schwierigen Kindheit und zwei gescheiterten Ehen, seine dritte Frau Maureen schätzen und lieben lernt. Aber auch das Leben mit ihr ist nicht einfach. Nach einigen Eheproblemen, die Caelum auf seine eigene Art und Weise zu lösen versucht, geschieht das Unfaßbare. Maureen wird Augenzeuge des Schulmassakers in Littleton. Versteckt in einem Wandschrank muss sie voller Ohnmacht mit ansehen, wie zwei Jugendliche 12 ihrer Mitschüler und einen Lehrer erschießen, ehe sie sich selbst richten. Durch diese Erlebnisse stark traumatisiert, schafft sie es von nun an nicht mehr, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Caelum leidet stark unter dieser Situation und findet keinen Weg, seiner Frau zu helfen. Im Gegenteil, unaufgearbeitete Familiengeheimnisse machen ihm schwer zu schaffen und stellen den Sinn seines Lebens auf den Kopf.

Wally Lamb hat in seinem Buch "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" authentische Geschehnisse und Personen eingebunden und es dadurch geschafft, dass sein Buch wirklichkeitsnah dem Leser gegenübertritt. Fragen nach der Würde des Menschen stehen genauso im Mittelpunkt der Geschichte wie der Umgang mit dem Glauben. In seinem Buch arbeitet der Autor auf, welchen mittelbaren und unmittelbaren Folgen grausame Geschehnisse wie das Massaker von Littleton oder der Irakkrieg auf die Menschen haben. Wie Opfer solcher Greueltaten versuchen mit ihrer Angst umzugehen und leider, oftmals daran scheitern. Ergreifend und sehr gefühlvoll erzählt Wally Lamb seine Geschichte, klagt an, setzt sich mit Vorurteilen auseinander, versucht zu helfen.

Es ist ein wunderbares Buch, das der Autor geschrieben hat, ein Buch, das den Leser bis ins Innerste bewegt und ihn nachdenklich werden lässt. Und trotzdem ist ein wenig Kritik an dieser Stelle angebracht. Obwohl Wally Lamb es verstanden hat, seine Geschichte emotional ausgereift und spannend zu erzählen, hat diese einige Längen, die nicht sein müssten. Geschehnisse, wie beispielsweise die Erlebnisse aus der Schulzeit von Caelum, wurden zu ausschweifend behandelt und sind in diesem Umfang nicht notwendig für das Verständnis des Lesers. Aber eines muss man dem Autor lassen, er hat in seinem Buch nicht nur eine ergreifende und teilweise authentische Beschreibung der damals stattgefundenen Geschehnisse präsentiert, sondern dem Leser ein Stück amerikanischer Geschichte und Lebensphilosophie nahegebracht.

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30

13.02.2009

„amerikanisches Familiendrama”

von robberta aus nrw
ein Massaker in der Schule an Mo in der Sanitätsstation arbeitet und an der Caelum ihr Mann arbeitet. Caelum ist verzweifelt, weil er gerade da nicht bei ihr ist. Die Panik,Verzweiflung, Unwissenheit,Chaos in dieser Situation hat der Autor gut beschrieben. Dann muss er erleben wie sich seine Frau durch diesen Schock verändert. Aber auch die anderen Betroffenen und weniger Betroffenen... Wut, Hass, Vorwürfe, Beschuldigungen... das Leben verändert sich dadurch drastisch. Aber auch Familiengeheimnisse führen zu weiteren Schwierigkeiten.

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50

09.02.2009

„Familienroman + Lehrbuch zur Posttraumatischen Anpassungsstörung ”

von sillesoeren aus Hürth
Aus der Buchbeschreibung will man schließen, dass es sich um einen Roman über die Folgen des Amoklaufs an der Columbine Highschool handelt. Das allein wäre schon eine tolle schriftstellerische Leistung gewesen. Doch dieser Roman bietet sehr viel mehr.
Der Ich-Erzähler Caelum ist Lehrer an der Columbine Highschool, seine Ehefrau Schulkrankenschwester. Caelum ist ein Mann aus dem Leben voller Kanten und Ecken. Er ist zum dritten Mal verheiratet und insgesamt eine widersprüchliche Persönlichkeit mit einem nicht eben geordneten Leben. Nach einem Seitensprung seiner Frau muss er in eine Anti-Aggressions-Therapie, weil er mit einer Rohrzange auf seinen Nebenbuhler losging. Seine Frau Mo wird von einer ziemlich auffälligen Schülerin „Mom“ genannt und erfährt aus seiner Sicht zu viel Aufmerksamkeit von dieser. In seiner alten Heimat liegt seine geliebte Tante Lolly im Sterben, die ihn nach dem Tode seiner Mutter aufgezogen hatte. Kaum ist er an ihrem Sterbebett angekommen, erfährt er von dem Amoklauf an seiner Schule. In größter Sorge um seine Frau überlässt er anderen Lollys Beerdigung.

Lange kann der Leser nicht darüber erleichtert sein, dass Mo unverletzt ist. Meine Befürchtung, dass sie schwer traumatisiert ist, bewahrheitet sich schon bald. Jeder Knall triggert sie. Kein Arzt oder Psychotherapeut kann ihr helfen. Mo und Caelum erleben einen Tiefschlag nach dem anderen.

Aus meiner Erfahrung mit traumatisierten Opfern von belastenden Ereignissen ist dieses Buch sehr gut recherchiert. Ich werde es Kollegen weiter empfehlen, die am Beginn ihrer Ausbildung in „psychischer Erster Hilfe“, „Basisnotfallnachsorge“, „Notfallseelsorge“ o.ä. stehen.

Meine Befürchtung, es könnte ein religiös belehrendes oder gar bekehrendes Buch sein, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Der Autor versteht es, mich über mehr als 700 Seiten zu fesseln. Dabei ist es egal, ob es um die Aufarbeitung seiner Kindheit geht oder um den Amoklauf oder die Haftbedingungen in US-amerikanischen Frauengefängnissen. Ich bin beeindruckt.

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50

09.02.2009

„Ein wunderschönes Buch!”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Lange Zeit mußte ich warten, denn nach „Die Musik der Wale“ und „Früh am morgen beginnt die Nacht“ ist „Die Stunde, in der ich zu glauben begann“, der nächste Roman aus der Feder eines genialen Autors. Neun Jahre hat Wally Lamb gebraucht und erneut ein Meisterwerk erschaffen.



Der erste Teil des Buches spielt 1999, Caelum Quirk und seine Frau Maureen „Mo“ arbeiten als Lehrer bzw. Krankenschwester in Littleton an der Columbine Highschool. Die beiden führen ein – mehr oder weniger- ereignisloses Leben, als Cae's Tante Lolly stirbt und damit eine Reihe von dramatischen Ereignissen beginnt, die ihn in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft führen werden. Während Caes in die Heimat fährt, um sich um die Beerdigung seiner Tante zu kümmern, laufen 2 Jugendliche in der Columbine Highschool Amok. Maureen überlebt versteckt in einem Schrank, aber danach ist für die beiden trotzdem nichts mehr, wie es mal war.

Am Ende des ersten Teils verlassen die beiden Littleton, da Mo die ständige Erinnerung an den Amoklauf nicht mehr aushält.

Es gefällt mir besonders gut, das der Autor geschickt verschiedene Ereignisse / Katastrophen aus unterschiedlichen Stationen in Cae's Leben miteinander verknüpft und doch jeder gerecht wird. Zum schmunzeln brachte mich ein kurzes Wiedersehen mit „alten Bekannten“ (Dominick und Thomas Birdsey), denn der Roman spielt teilweise in Wequonnoc, wo Cal aufgewachsen und einen großen Teil seines Lebens verbracht hat.

Der zweite Teil des Buches, betitelt mit „Gottesanbeterin“, zeigt das es doch noch schlimmer kommen kann als man denkt. Mo, stark traumatisiert durch den Amoklauf und den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater, schafft es nicht, mit ihrem Leben fertig zu werden. Unter Tabletteneinfluss hat sie einen Unfall und muß ins Gefängnis, ironischer Weise in die Anstalt, die von Caelums Urgroßmutter gegründet wurde. Auch in diesem Teil des Buches werden vergangene Ereignisse nahtlos mit der Gegenwart verknüpft, was im wesentlichen den Charme des Buches ausmacht. Caelum wird neben Mo und ihren Problemen zum Nebendarsteller in ihrem gemeinsamen Leben degradiert, und doch hat er genauso unter den Ereignissen zu leiden wie sie.



„Wenn man sich auf die Suche nachdem macht, was man sich wünscht, begegnet man dem, was man braucht.“



Es geht in diesem Buch nicht nur um Columbine, doch trotzdem hängt alles damit zusammen. Wally Lamb befasst sich in „Die Stunde in der ich zu glauben begann“ nur wenig mit dem unmittelbaren Ereignissen, sondern vielmehr mit den direkten und indirekten Opfern und Folgen. Der Roman an sich ist zwar rein fiktiv, die Handlung vermischt sich aber mit realen Ereignissen und Personen. Selten habe ich einen Roman gelesen, in dem die einzelnen Figuren, egal ob Haupt– oder Nebendarsteller, so genau und liebevoll gezeichnet waren. Die Geschichte ist mitreißend, witzig, traurig und interessant. Eben ein wunderbares Buch!

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40

06.02.2009

„Wally Lamb - Die Stunde, in der ich zu glauben begann”

von hasewue
Dieses Buch ist wunderschön. Es war mir ein Vergnügen dieses Buch zu lesen. „Die Stunde, in der ich zu glauben begann“ hat mich tief berührt und sehr bewegt. Die Geschichte um Caelum ließ mich nicht mehr los und am Schluss rührte sie mich dann zu Tränen – und das passiert wirklich selten.
Wally Lamb greift in seinem Buch immer wieder wahre Begebenheiten auf, wie zum Beispiel den Irak-Krieg oder den Hurrikan Katrina. Dadurch ruft Lamb die Bilder und Erinnerungen der Geschehnisse im Kopf des Lesers auf, dies macht einen dann auch sehr nachdenklich.

Der einzige Makel, den dieses Buch für mich hat, sind die Rückblicke in die Vergangenheit.
Diese Rückblicke sind oft sehr langatmig beschrieben. Auch störten mich die zahlreichen Personen, die in der Geschichte vorkommen. Die vielen Namen verwirrten mich ein bisschen.

Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen. Ein sehr packendes, ergreifendes und auch wahres und erschüttendes Buch. Très bien!

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40

01.02.2009

„Erlösung durch Leid”

von Avathea aus Großalmerode
Die Stunde, in der ich zu glauben begann ist ein großer Roman, der eine Familiengeschichte erzählt, die sich über Jahrhunderte spannt. Was man, alleine durch die Buchbeschreibung, nicht angenommen hätte.

Ausgangspunkt des Buches ist der Amoklauf an der Columbine Highschool am 22. April 1999, wo das Ehepaar Maureen und Caelum Quirk arbeitete. Als Krankenschwester befindet sich Maureen während des grausamen Geschehens in der Schule und ihr Mann erfährt erst durch die Nachrichten, was sich in Columbine zugetragen hat. Die Quirks hatten erst eine Ehekrise überwunden und nun befinden sie sich in einer neuen, noch schlimmeren, da Maureen durch den Vorfall nicht mehr dieselbe ist und sich immer mehr in sich zurückzieht, keinen mehr an sich ran lässt und schließlich noch medikamentenabhängig wird, was wiederum eines Tages dazu führt, dass sie unter Drogeneinfluss einen jungen Mann überfährt und dieser stirbt. Maureen muss ins Gefängnis, in das, dass Caelums Urgroßmutter ins Leben gerufen hat.

Und nun weitet sich langsam, aber sicher die Familiengeschichte aus. Die Mieterin von Caelum findet alte Schriftstücke, Tagebücher und Briefe, die von seiner Ururgroßmutter stammen und viele Ungereimtheiten aus seinem Leben klären, aber auch viele neue, zum Teil schreckliche Dinge ans Licht bringen.

Caelum muss viele schlimme Tragödien und Schicksalsschläge überstehen und ertragen, um aber am Ende erlöst zu werden und dies in der Stunde, in der er zu glauben beginnt.

Das Buch ist in einem sehr gut zu lesenden, flüssigen Stil geschrieben. Manchmal wird es etwas langatmig, wenn an manchen Stellen der Autor zu weit ausholt und man ab und an den Überblick verliert, der sich aber danach meistens wieder einstellt. Obwohl es in diesem Roman nur so von Leid, Trauer und Schicksalsschlägen wimmelt, ist das Buch nicht schwermütig. Im Gegenteil, es macht einem selber Mut, wie Caelum, die Dinge anzupacken und nicht zu vergessen, dass es auch in schweren Zeiten immer Grund zur Hoffnung gibt. Man muss nur glauben.

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40

27.01.2009

„Nur wenige Stunden”

von Rennie aus Ingolstadt
Nur wenige Stunden dauerte das schlimmste Massaker, das jemals von Schülern begangen wurde: Der Amoklauf zweier Highschool-Schüler an der Columbine im Jahr 1999. In beeindruckender Weise schildert Lamb "das Leben danach" und erzählt die tragische Lebensgeschichte des Hauptprotagonisten Caelum Quirk und seiner Familie. Dabei gräbt er auch tief in der Vergangenheit und mit der Zeit fördert er für den Leser Ereignisse zu Tage, mit denen er an dieser Stelle nicht gerechnet hat. Der Roman hat zwar stolze 750 Seiten, aber trotz allem hat der Autor es geschafft, mich bis zu Letzt am Ball zu halten und mich mit seinem gelungenen Schreibstil und den immer neu auftauchenden Ereignissen zu fesseln. Spannend und einfühlsam verbindet Lamb die Geschehnisse eines vom Schicksal hart bestraften Ehepaares mit einem grandios erzählten Familienepos.

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40

23.01.2009

„Ein Buch, an das ich glaube”

von Nicole W. aus Brakel
Neun Jahre, die Wally Lamb an seinem neuen Buch "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" geschrieben habe. Eine lange Zeit, aber wenn man sich die Themenvielfalt in diesem Buch ansieht, dann ist es absolut verständlich, dass es gedauert hat. Neun Jahre, in denen viel passiert ist. Lamb hat in sein Buch das aktuelle Geschehen der letzten Jahre ebenso einfließen lassen wie viele andere geschichtliche Aspekte.

In "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" geht es um das Leben von Caelum Quirk und seine Frau Maureen und deren Schicksalsschläge. Und das sind nicht wenige. Angefangen bei einer Trennung der beiden, anschließender Versöhnung, dem Massaker an der Columbine Highschool in Littleton, Drogen- und Alkoholsucht, einem Autounfall mit Todesfolge und noch einigem mehr.
Zusätzlich zum eigentlichen Geschehen erfahren wir auch viel über das Leben von Caelum als Kind und Jugendlicher und besonders auch über seine Familie, den Quirks, von denen er der letzte Abkömmling ist.

Wenn man dies liest, dann könnte man meinen, dass sich der Autor ein wenig zu viel vorgenommen hat mit dieser Geschichte.
Zugegeben, zunächst fühlte ich mich auch ein wenig erschlagen vom Umfang des Buches, immerhin hat es über 700 Seiten, und den sehr umfangreichen Rückblenden in die Vergangenheit der Quirk-Familie. Allerdings war das gesamte Buch durchgehend sehr fesselnd und bewegend.
Wally Lambs Art Geschichten zu erzählen ist einfach brillant. Er versteht es den Leser so in seinen Roman hinein zu ziehen, dass man automatisch mit leidet, auch wenn einem die Hauptprotagonisten nicht einmal sehr sympathisch sind.
Und auch wenn die Masse an wirklich schrecklichen Ereignissen im Leben von Maureen und Caelum beinahe unwirklich scheinen, hat man jedoch nicht das Gefühl, als wäre der ganze Ablauf unwirklich. Im Gegenteil, nach Beendigung des Buches hatte ich eher den Eindruck das Leben eines Menschen miterlebt zu haben, der viele Schicksalsschläge überstanden hat.

Die Art zwischendurch immer wieder die Perspektive zu ändern und aus der Sicht von diversen Personen zu schreiben, teils auch in Briefform oder Zeitungsberichten, lockerte das ganze Buch teils sehr auf und wirkte erfrischend.
Durch den Bezug auf reale Geschehnisse, an die sich jeder Mensch noch erinnern kann (Columbine, Katrina etc.) wirkte das Buch auch noch einmal mehr fesselnd und die Geschichte realer.

Für mich war "Die Stunde, in der ich zu glauben begann" ein wirklich großartiges Buch, auch wenn ich den Titel nicht wirklich aussagekräftig genug finde und mir das Buch schon anhand des Titels wohl nie selbst gekauft hätte. Es erweckte in mir einfach den Eindruck, als würde es zu sehr in eine religiöse Sparte rutschen, die einfach jeder Mensch für sich selbst entdecken muss und in die man nicht "rutschen" kann. Aber so war es gar nicht. Natürlich kann der eine oder andere für sich sicherlich auch religiöse Aspekte rauslesen, aber es wird einen nicht aufgezwungen.
Ich würde das Buch auf jeden Fall jedem weiter empfehlen, der sich gerne auf ausführliche Geschichten einlässt.

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40

17.01.2009

„Abgründe einer Familie”

von Manuela Müller aus Polling
Erzählt wird die Geschichte von Caelum und Maureen, beide angestellt an der Columbine High Scholl, an der zwei Schüler ein furchtbares Massaker anrichten.

Maureen überlebt, ist seitdem jedoch schwer traumatisiert.

Caelum versucht verzweifelt Zugang zu ihr zu finden, hat aber nur wenig Erfolg, wobei er allerdings auch etliche Fehler macht (aus meiner Sicht als Frau). Zudem verhält er sich inkonsequent, verlangt von seiner Frau, sich Hilfe zu suchen und an sich zu arbeiten, verleugnet selbst aber vor anderen Maureens Probleme und kann sich seinen eigenen Abgründen nicht stellen.

Nebenbei wird man tiefer in die Geschichte der Familie Quirk eingeführt, die, wie sich herausstellt, ziemlich verkorkst zu nennen ist und "etliche Leichen im Keller" hat.

Langsam erschließt sich, was Caelum zu dem Menschen gemacht hat, der er ist. Und es müssen sich viele Katastrophen und Rückschläge ereignen, ehe er mit sich selbst ins Reine kommt.



Als ich das Buch das erste Mal in die Hand genommen habe, war ich wegen des Titels etwas skeptisch, da ich religiöser Literatur nicht sonderlich zugetan bin. Ich wurde allerdings positiv überrascht, der Titel erklärt sich erst auf den letzten Seiten und die Geschichte selbst ist nicht auf Religiöses ausgerichtet.

Vielmehr blickt man in die Abgründe menschlicher Seelen, sieht was Tiefschläge aus Menschen machen können, leidet mit den Hauptpersonen mit, auch wenn man ihnen manchmal einen Tritt versetzen möchte.

Wally Lamb hat neun Jahre an diesem Roman gearbeitet und dabei die jeweils aktuellen Weltgeschehen in die Handlung eingearbeitet. Man sieht auch deutlich, dass die Geschichte nicht "hingeworfen", sondern durchdacht und liebevoll ausgearbeitet wurde.

Seine Personen reden wirklich so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, was ich sehr erfrischend finde und wodurch ich mich noch besser in ihre Gedankenwelt einfinden konnte.

Einzig die Familienchronik (zurückreichend bis mindestens zur Ururgroßmutter) hätte ich mir machmal etwas kürzer gewünscht, obwohl sie im Ganzen unabdingbar ist.

Ein schönes, nachdenkliches und mitreißendes Buch.

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40

03.01.2009

„Schulmassaker”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Daisendorf
Ein sehr spannendnes Buch ihn dem des um das Tehma Massaker ihn einer schule in Colrado geht. Als Caelum die Bilder des Massakers im Fernsehen sieht ihn der Schule wo seine Maureen arbeitet, gerät er total in Panik und fliegt sofort dorthin zum Glück lebt sie noch aber noch am Leben zu sein während andere tot sind ist nicht so einfach.......................

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