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Kap der Finsternis.
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Kap der Finsternis.

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2010

buch
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Artikeldetails zu Kap der Finsternis.

AutorRoger Smith

Untertitel Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2010

Abbildungsvermerk 21,5 cm

  • ISBN-103-608-50202-5
  • ISBN-139783608502022
  • Verlag Klett-Cotta Verlag
  • ReiheTropen bei...
  • ÜbersetzerPeter Torberg, Jürgen Bürger
  • Einbandartgebunden
  • Seiten356
  • Auflage3. Auflage
  • VeröffentlichtFebruar 2010
  • Gewicht540g
  • SpracheDeutsch

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Leseprobe aus Kap der Finsternis.

"KAPITEL 1

Jack Burn stand auf der Terrasse des Hauses hoch über Kapstadt und schaute zu, wie die Sonne sich im Meer ertränkte. Der Wind, dieser Südostwind, der Burn an die Santa Anas zuhause erinnerte, wehte wieder stärker. Ein Wind, der die Nacht in ein Treibhaus verwandelte, der die Menschen angespannt und gereizt werden liess, der Cops und Notärzte in falsche Entscheidungen verwickelte.

Burn hörte das Röhren des Autos ohne Schalldämpfer, das langsam ausrollte und schliesslich stehen blieb. Das Wummern von Bassboxen, die Gangsta-Rap hinauspulsten. Nicht gerade der übliche Soundtrack in diesem vornehmen weissen Viertel an den Hängen des Signal Hill. Der Wagen setzte in hohem Tempo zurück und hielt ganz in der Nähe wieder an. Der Motor wurde ausgemacht, der Rap verstummte mitten in einem muthafuckah. Burn schaute zur Strasse hinunter, konnte aus seiner Position den Wagen aber nicht sehen.

Susan beobachtete ihn aus dem Haus. Die Verandatüren standen offen. "Komm essen." Sie drehte sich um und verschwand im Halbdunkel.

Burn ging hinein und schaltete das Licht an. Das moderne Haus hatte klare, harte Linien. Ganz ähnlich dem reichen, jungen Deutschen, der es ihnen für sechs Monate vermietet hatte, während er nach Hause zurückkehrte, um in Stuttgart am Sterbebett seines Vater zu sitzen.

Susan brachte das Filet aus der Küche, bewegte sich in diesem für Hochschwangere typischen, nach hinten gebeugten Watschelgang mit nach aussen gestellten Füssen. Sie war wunderschön. Klein, blond, mit einem Gesicht, das sich hartnäckig weigerte zuzugeben, bereits achtundzwanzig zu sein. Abgesehen von dem riesigen Bauch sah sie immer noch exakt so aus wie vor sieben Jahren. Burn erinnerte sich noch genau an diesen Augenblick, als er sie das erste Mal gesehen hatte, an dieses Gefühl, wie ihm die Luft aus den Lungen gepresst wurde, wie ihm ganz schwindlig geworden war bei dem plötzlichen Wissen, dass er diese Frau heiraten würde. Und so kam es dann auch, keine sechs Monate später, und er tat ihren Altersunterschied mit einem Lachen ab.

Susan sah zwar immer noch genauso aus, war aber nicht mehr dieselbe. Ihre Leichtigkeit war verschwunden, ihr unbefangenes Lachen nur noch eine Erinnerung. In letzter Zeit schien sie in ständiger Zwiesprache mit ihrem ungeborenen Kind zu stehen. So sprach sie davon, von ihrem Kind. Ihrer Tochter. Als gehörten Burn und Matt einer anderen Spezies an, als stünden sie ausserhalb dieses exklusiven Zweierklubs.

Burn schnitt das Filet mit einem Tranchiermesser auf, Blut sammelte sich auf dem Holzbrett. Perfekt. Englisch, so wie sie es alle am liebsten mochten. Matt lag auf dem Bauch vor dem Plasma-Fernseher und sah eine Sendung im Cartoon Network. Genau wie zuhause. "Hey, komm rüber und iss mit uns", sagte Burn.

Matt, nur mit ausgebeulten Shorts bekleidet, wollte schon protestieren, überlegte es sich dann jedoch anders und kam zum Tisch. Er war vier, blond wie seine Mutter, wobei allerdings die Statur seines Vaters bereits zu erahnen war.

Susan hatte sich schon hingesetzt und verteilte Salat auf ihren Tellern. Sie schaute Matt nicht an. "Geh die Hände waschen." "Die sind doch gar nicht schmutzig", meinte er, während er auf einen Stuhl kletterte. Er streckte ihr die Hände zur Kontrolle hin. Sie beachtete ihn nicht. Das war keine bewusste Handlung, es war vielmehr, als sei sie nicht mehr auf seine Frequenz eingestellt. Als erinnerte ihr Sohn sie zu sehr an seinen Vater.

Burn versuchte, Susans Aufmerksamkeit zu gewinnen, sie irgendwie zu ihnen zurückzuholen. Doch sie starrte nur auf ihren Teller. "Hör auf deine Mutter", sagte er sanft, und Matt verschwand auf nackten Füssen schlitternd Richtung Bad.

Burn schnitt gerade das Fleisch, als die zwei braunhäutigen Männer von der Terrasse hereinkamen. Beide trugen Waffen, die sie wie in einem Actionfilm im rechten Winkel vor sich hielten. Aus ihrem Lachen schloss er, dass beide bis zum Anschlag voll mit Speed waren.

Kurzbeschreibung zu Kap der Finsternis.

Jack Burn, gestrauchelter amerikanischer Glücksspieler, ist mit seiner hochschwangeren Frau und seinem Sohn in Kapstadt untergetaucht. Dort wird die Familie Opfer eines willkürlichen Gewaltverbrechens, verübt von Mitgliedern einer Gang. Benny Mongrel, gerade aus dem Gefängnis entlassen und als Wachmann tätig, schöpft Verdacht, als er beobachtet, wie die Gangster in Burns luxuriöses Haus einsteigen, Schüsse fallen und beide nicht wieder auftauchen.
Burns Inkognito droht aufzufliegen, und es beginnt ein aufreibendes Katz-und-Maus-Spiel mit Gatsby, einem bigotten, rassistischen Polizisten, der seinerseits die staatliche Antikorruptionseinheit im Nacken hat. Ein atemloser Showdown führt mitten ins Gangland, in die Cape Flats, die riesigen, labyrinthischen Vorstadtslums ...

Portrait

Peter Torberg:
Peter Torberg, Jahrgang 1958, wusste mit Anfang 20 genau wie William T. Vollmann, wie die Welt zu retten sei. Mittlerweile verbessert er sie vor allem durch seine Übersetzungen. Er hat Paul Auster, Michael Ondaatje, Mark Twain, Irvine Welsh und Oscar Wilde ins Deutsche übertragen. Peter Torberg lebt in Bayern.

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123

50

19.08.2010

„Schonungslos”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Greifswald, Hansestadt
Kapstadt – abseits der Touristenmetropole.
Hier haben unter falscher Identität Jack Burn, seine schwangere Frau Susan und sein kleiner Sohn Matt vorübergehend Unterschlupf gefunden. Sie bewohnen im noblen Viertel Signal Hill ein großes Haus, doch das Glück währt nicht lange. Sie werden von zwei Mitgliedern einer berüchtigten Straßengang überfallen. Teils aus Notwehr, teils um seine wahre Identität zu schützen gelingt es Jack die beiden Männer zu töten. Doch die Gewaltspirale nimmt damit erst ihren Anfang. Die beiden Verbrecher wurden beim Betreten des Hauses von Benny Mongrel, Nachtwächter und Ex-Mitglied einer befeindeten Gang, beobachtet. Auch der brutale überaus korrupte Polizist „Gatsby“ hat noch eine Rechnung mit einem der Getöteten offen und macht sich ebenfalls auf die Suche nach deren Verbleib. Bei dem Versuch seine Familie zu schützen verstrickt sich Jack immer mehr in ein Netz aus Lügen, Gewalt und Tod.

Roger Smith zeichnet das Leben in Kapstadt abseits der Postkartenidylle. Seine Protagonisten gehen mit äußersten Gewalt und Brutalität gegeneinander vor. Auch das Leben vor und nach dem Apartheitsregime wird schonungslos skizziert.

Sicherlich kein Thriller für schwache Nerven, aber ein perfekt gelungenes Erstlingswerk. Die Geschichte wird flüssig, klar, hart erzählt und verfängt sich nicht in Nebensächlichkeiten.
Absolut lesenswert.

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50

24.07.2010

„Nach der Apartheid”

von sabatayn76
Hintergrund:
Kapstadt ist die drittgrößte Stadt Südafrikas und die Welthauptstadt von Vergewaltigung und Mord. 1985 war Kapstadt die Stadt, in der die Rassentrennung am weitesten fortgeschritten war. Auch nach dem Ende der Apartheid ändert sich der Zustand nur langsam und nur einem geringen Teil der ehemals benachteiligten Bevölkerungsgruppen ist es bisher gelungen, in die teureren weißen Wohngebiete umzusiedeln. Die Mehrheit der Einwohner lebt in den Cape Flats, wo Drogen, Gewalt, HIV / AIDS und Armut noch immer eine entscheidende Rolle spielen.

Inhalt:
In diese Szenerie eines Kapstadt fernab touristischer Blauäugigkeit entführt uns Roger Smith. Der moralisch gestrauchelte Amerikaner Jack Burn befindet sich auf der Flucht vor dem Gesetz und hat sich inkognito mit seiner Familie in Kapstadt niedergelassen. Die geplante Anonymität findet jedoch bald ein Ende, als Burn zwei Einbrecher tötet. Eine Hetzjagd durch Kapstadt beginnt.

Mein Eindruck:
Roger Smith steigt rasant in die Geschichte ein, als Leser ist man sofort in der Handlung gefangen und erlebt ein schonungsloses Kapstadt, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Die Sprache ist häufig sehr derb, was jedoch perfekt zu den beschriebenen Schicksalen, der Verzweiflung und der Armut in den Ghettos passt. Die Protagonisten sind dabei allesamt und ohne Ausnahme Antihelden – kriminell, drogenabhängig, skrupellos, egoistisch, brutal, emotional abgestumpft und gierig. Jede bei mir aufkommende Sympathie wurde spätestens auf der nächsten Seite zunichte gemacht. Roger Smith schaffte es damit jedoch, mich in seine Hölle mitzunehmen und mir ein Kapstadt zu zeigen, welches man sich im gut behüteten Deutschland kaum vorzustellen wagt.

Mein Resümee:
„Kap der Finsternis“ ist kein Buch zum Entspannen. Es ist für mich eine psychologische Studie zu Verbrechen und Hass, Armut und Drogenkonsum, Rassenbenachteiligung lange nach dem Ende der Apartheid. Großartig!

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50

15.05.2010

„Ein Zufall zerstört eine Familie”

von Bellexr aus Mainz
Ohne Zweifel wurde in den letzten Jahren viel für die Sicherheit in Kapstadt getan, bedingt auch einfach aus der Notwendigkeit heraus, den Tourismus im Land zu halten und noch zu fördern. Allerdings zeigt uns der in Kapstadt aufgewachsene Südafrikaner Roger Smith in seinem Debütroman auch eine andere Seite von Kapstadt. Die der Cape Flats, wo ein Menschenleben nichts zählt und er weiß wovon er schreibt. Schließlich lebt er mit einer Frau aus den Cape Flats zusammen. So muss man also davon ausgehen, dass seine gewalttätigen Szenen in Bezug auf Drogen, Vergewaltigung und Mord durchaus der Realität entsprechen.

Die Sprache von Roger Smith ist durchweg direkt und stellenweise sehr brutal, aber sie passt einfach perfekt zur Story. Die Spannung ist praktisch von der ersten Seite vorhanden, da der Plot direkt mit dem Einbruch der Gangster beginnt und hält sich mühelos bis zum extrem fesselnden Showdown. Immer wieder lässt der Autor den Leser einen Blick in das brutale Leben auf den Cape Flats werfen, allerdings zeigt er auch einige – wenn auch sehr wenige – gute Seiten, sodass dieser Blick durchaus nicht einseitig gezeichnet ist.

Seine Charaktere sind durchweg sehr komplex. Sein Protagonist Jack Burn, ein Mann Mitte Vierzig, Vatereines kleinen Sohnes und mit hochschwangerer Frau hat im Golfkrieg gekämpft und ist ein hoffnungsloser Glückspieler. Während des kompletten Thrillers hat er eigentlich keine Chance, auch mal selbst zu agieren, sondern ist ständig gezwungen, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu reagieren. Der zweite Hauptakteur ist der überaus fette, korrupte und bigotte Bure und Inspektor Rudi Barnard, der ohne Skrupel erpresst und mordet. Dann gibt es noch den Farbigen Wachmann Benny „Niemand“ Mongrel, der den Großteil seines Lebens im Gefängnis verbracht hat; die Farbige Carmen Fortune, eine Tik-Hure, die eine Schlüsselrolle in dem Thriller spielt und zum Schluss noch der Sonderermittler vom Stamm der Zulu Disaster Zondi aus Johannisburg. Dieser wurde beauftragt, der Korruption in der Polizei-Hierarchie in Kapstadt den Kampf anzusagen und er ist zwar absolut nicht bestechlich, jedoch eindeutig emotional gestört.

Die Geschichte an sich ist zwar stellenweise voraussehbar, jedoch von der ersten bis zur letzten Seite logisch und durchaus nachvollziehbar umgesetzt. Besonders das Ende ist meiner Meinung sehr passend für die komplette Story. Überraschend ist auch, dass es in diesem Thriller wirklich nicht einen Charakter gibt, der sympathisch ist bzw. in den man sich hineinversetzen könnte. Und trotzdem gelingt es dem Autor mühelos, einen von Anfang an an seinen Thriller zu fesseln.

Alles in allem ist Roger Smith mit seinem Debütroman ein exzellenter, äußerst realer und brutaler Thriller gelungen, der einem die andere, düstere Seite von Kapstadt zeigt.

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50

16.04.2010

„Ein Zufall lässt das Leben einer Familie aus dem Ruder laufen”

von Bellexr aus Mainz
Jack Burn ist mit seiner kleinen Familie aus den USA nach Kapstadt geflohen. Dort lebt er mit falscher Identität zurückgezogen ein sorgenfreies Leben. Bis zu dem Tag als zwei Gangmitglieder sich seine Wohnung für einen Einbruch aussuchen. Damit seine wahre Identität, die ihn in den USA eine lebenslange Gefängnisstrafe einbringen würde, nicht auffliegt, ermordet er die beiden Gangster. Dies wird durch Zufall von einem Wachmann beobachtet und ruft einen korrupten Polizisten auf den Plan. Und von dem Moment an läuft das Leben von Jack und seiner kleinen Familie komplett aus dem Ruder.

Ohne Zweifel wurde in den letzten Jahren viel für die Sicherheit in Kapstadt getan, bedingt auch einfach aus der Notwendigkeit heraus, den Tourismus im Land zu halten und noch zu fördern. Allerdings zeigt uns der in Kapstadt aufgewachsene Südafrikaner Roger Smith auch eine andere Seite von Kapstadt. Die der Cape Flats, wo ein Menschenleben nichts zählt und er weiß wovon er schreibt. Schließlich lebt er mit einer Frau aus den Cape Flats zusammen. So muss man also davon ausgehen, dass seine gewalttätigen Szenen in Bezug auf Drogen, Vergewaltigung und Mord durchaus der Realität entsprechen.

Die Sprache von Roger Smith ist durchweg direkt und stellenweise sehr brutal, aber sie passt einfach perfekt zur Story. Die Spannung ist praktisch von der ersten Seite vorhanden, da der Plot direkt mit dem Einbruch der Gangster beginnt und hält sich mühelos bis zum extrem fesselnden Showdown. Immer wieder lässt der Autor den Leser einen Blick in das brutale Leben auf den Cape Flats werfen, allerdings zeigt er auch einige - wenn auch sehr wenige - gute Seiten, sodass dieser Blick durchaus nicht einseitig gezeichnet ist.

Seine Charaktere sind durchweg sehr komplex. Sein Protagonist Jack Burn, ein Mann Mitte Vierzig, Vater eines kleinen Sohnes und mit hochschwangerer Frau hat im Golfkrieg gekämpft und ist ein hoffnungsloser Glückspieler. Während des kompletten Thrillers hat er eigentlich keine Chance, auch mal selbst zu agieren, sondern ist ständig gezwungen, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu reagieren. Der zweite Hauptakteur ist der überaus fette, korrupte und bigotte Inspektor Rudi Barnard, der ohne Skrupel erpresst und mordet. Dann gibt es noch den Wachmann Benny "Niemand" Mongrel, der den Großteil seines Lebens im Gefängnis verbracht hat; die Farbige Carmen Fortune, eine Tik-Hure, die eine Schlüsselrolle in dem Thriller spielt und zum Schluss noch der Sonderermittler vom Stamm der Zulu Disaster Zondi. Dieser wurde beauftragt, der Korruption in der Polizei-Hierarchie den Kampf anzusagen und er ist zwar absolut nicht bestechlich, jedoch eindeutig emotional gestört.

Die Geschichte an sich ist zwar stellenweise voraussehbar, jedoch von der ersten bis zur letzten Seite logisch und durchaus nachvollziehbar umgesetzt. Besonders das Ende ist meiner Meinung sehr passend für die komplette Story. Überraschend ist auch, dass es in diesem Thriller wirklich nicht einen Charakter gibt, der sympathisch ist. Und trotzdem gelingt es dem Autor mühelos, einen von Anfang an an seinen Thriller zu fesseln.

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40

28.03.2010

„Kap der Brutalität”

von Toschi3 aus Königswinter
Eine amerikanische Familie wird in Kapstadt Opfer eines Überfalls, der aber mit dem Tod der beiden Räuber endet. Damit beginnt ein Spießrutenlauf für Familienoberhaupt Jack Burn, ebenso wie für den Nctwächter auf der gegenüberliegenden Baustelle, der die Morde quasi beobachtet hat, aber auch für den ekelhaften Zivilpolizisten Gatsby, der in den Elendsvierteln von Kapstadt mit brutaler Hand das Regime führt.
Das Buch ist voller Gewalt und Verzweiflung. Die Handlung zeigt deutlich die Spuren, die die Apartheid und die nachfolgenden politischen Unruhen in Südafrika hinterlassen haben. Ein Nährboden für Kriminalität, Raub, Drogen und Morde. Deutlich zeigt der Autor die traurige Seite dieses eigentlich aufstrebenden Landes. Mit harter, teils brutaler Sprache, die der Handlung absolut angemessen ist, erzählt er von dem verzweifelten Überlebenswillen der handelnden Personen. Die Schicksale der einzelnen Personen, aus deren Perspektive jeweils berichtet wird, sind geschickt zu einer großen Tragödie verwebt. Die Geschichte folgt ihrer inneren Logik bis hin zu einem klaren Ende. Dieses versöhnt etwas mit dem harten Verlauf.
Leider kann man sich nur zu gut vorstellen, dass dieses Buch nicht nur Fiktion ist, sondern bestimmt so oder ähnlich wirklich hätte passieren können. Eine aufwühlende, beunruhigende Geschichte. Auch wenn das Buch fast volle Sternzahl bekommt, brauche ich solch bedrückende Geschichten nicht häufiger.

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40

28.03.2010

„Kap der Brutalität”

von Toschi3 aus Königswinter
Eine amerikanische Familie wird in Kapstadt Opfer eines Überfalls, der aber mit dem Tod der beiden Räuber endet. Damit beginnt ein Spießrutenlauf für Familienoberhaupt Jack Burn, ebenso wie für den Nctwächter auf der gegenüberliegenden Baustelle, der die Morde quasi beobachtet hat, aber auch für den ekelhaften Zivilpolizisten Gatsby, der in den Elendsvierteln von Kapstadt mit brutaler Hand das Regime führt.
Das Buch ist voller Gewalt und Verzweiflung. Die Handlung zeigt deutlich die Spuren, die die Apartheid und die nachfolgenden politischen Unruhen in Südafrika hinterlassen haben. Ein Nährboden für Kriminalität, Raub, Drogen und Morde. Deutlich zeigt der Autor die traurige Seite dieses eigentlich aufstrebenden Landes. Mit harter, teils brutaler Sprache, die der Handlung absolut angemessen ist, erzählt er von dem verzweifelten Überlebenswillen der handelnden Personen. Die Schicksale der einzelnen Personen, aus deren Perspektive jeweils berichtet wird, sind geschickt zu einer großen Tragödie verwebt. Die Geschichte folgt ihrer inneren Logik bis hin zu einem klaren Ende. Dieses versöhnt etwas mit dem harten Verlauf.
Leider kann man sich nur zu gut vorstellen, dass dieses Buch nicht nur Fiktion ist, sondern bestimmt so oder ähnlich wirklich hätte passieren können. Eine aufwühlende, beunruhigende Geschichte. Auch wenn das Buch fast volle Sternzahl bekommt, brauche ich solch bedrückende Geschichten nicht häufiger.

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40

28.03.2010

„Kap der Brutalität”

von Toschi3 aus Königswinter
Eine amerikanische Familie wird in Kapstadt Opfer eines Überfalls, der aber mit dem Tod der beiden Räuber endet. Damit beginnt ein Spießrutenlauf für Familienoberhaupt Jack Burn, ebenso wie für den Nctwächter auf der gegenüberliegenden Baustelle, der die Morde quasi beobachtet hat, aber auch für den ekelhaften Zivilpolizisten Gatsby, der in den Elendsvierteln von Kapstadt mit brutaler Hand das Regime führt.
Das Buch ist voller Gewalt und Verzweiflung. Die Handlung zeigt deutlich die Spuren, die die Apartheid und die nachfolgenden politischen Unruhen in Südafrika hinterlassen haben. Ein Nährboden für Kriminalität, Raub, Drogen und Morde. Deutlich zeigt der Autor die traurige Seite dieses eigentlich aufstrebenden Landes. Mit harter, teils brutaler Sprache, die der Handlung absolut angemessen ist, erzählt er von dem verzweifelten Überlebenswillen der handelnden Personen. Die Schicksale der einzelnen Personen, aus deren Perspektive jeweils berichtet wird, sind geschickt zu einer großen Tragödie verwebt. Die Geschichte folgt ihrer inneren Logik bis hin zu einem klaren Ende. Dieses versöhnt etwas mit dem harten Verlauf.
Leider kann man sich nur zu gut vorstellen, dass dieses Buch nicht nur Fiktion ist, sondern bestimmt so oder ähnlich wirklich hätte passieren können. Eine aufwühlende, beunruhigende Geschichte. Auch wenn das Buch fast volle Sternzahl bekommt, brauche ich solch bedrückende Geschichten nicht häufiger.

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50

26.03.2010

„"Ich werde ihn umbringen." So als habe er gerade gesagt, er nehme seinen Tee mit Milch.”

von einer Kundin oder einem Kunden

Deutscher Krimipreis 2010

Jack Burn, den Wettschulden zum Verbrecher werden ließen und schließlich zum meistgesuchten Mann der USA, flieht mit seiner hochschwangeren Frau und seinem Sohn von L.A. nach Kapstadt. Unter falscher Identität, mit mehreren Millionen Dollar, lebt er nun mit seiner Familie in einem Refugium der Privilegierten, fernab der Slums und Straßengangs. In Notwehr tötet Burn zwei Einbrecher und hat plötzlich einen korrupten Polizisten im Nacken. Rudi Bernard erpresst, terrorisiert und mordet, in Zwiesprache mit Gott. Die tödliche Verfolgungsjagd durch den jämmerlichen menschlichen Bodensatz Kapstadts beginnt.

Roger Smith wendet die bunte Ansichtskarte des Touristen-Kapstadt und konfrontiert uns mit der dunklen Kehrseite, die Welthauptstadt von Vergewaltigung und Mord, deren Musik aus Sirenen (Krankenwagen die ihre Zeit verschwenden), Schreie, Schüsse und wummerndem Hiphop.
Ein knallharter Gangsterthriller in schnoddrigem Gossenslang, kalter, brutaler, zweckmäßiger Sprache, in schwindelerregendem Perspektivwechsel zwischen Täter und Opfer.

Puh!

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40

12.03.2010

„Schonungslos”

von anyways aus Greifswald, Hansestadt
Kapstadt – abseits der Touristenmetropole.

Hier haben unter falscher Identität Jack Burn, seine schwangere Frau Susan und sein kleiner Sohn Matt vorübergehend Unterschlupf gefunden. Sie bewohnen im noblen Viertel Signal Hill ein großes Haus, doch das Glück währt nicht lange. Sie werden von zwei Mitgliedern einer berüchtigten Straßengang überfallen. Teils aus Notwehr, teils um seine wahre Identität zu schützen gelingt es Jack die beiden Männer zu töten. Doch die Gewaltspirale nimmt damit erst ihren Anfang. Die beiden Verbrecher wurden beim Betreten des Hauses von Benny Mongrel, Nachtwächter und Ex-Mitglied einer befeindeten Gang, beobachtet. Auch der brutale überaus korrupte Polizist „Gatsby“ hat noch eine Rechnung mit einem der Getöteten offen und macht sich ebenfalls auf die Suche nach deren Verbleib. Bei dem Versuch seine Familie zu schützen verstrickt sich Jack immer mehr in ein Netz aus Lügen, Gewalt und Tod.

Roger Smith zeichnet das Leben in Kapstadt abseits der Postkartenidylle. Seine Protagonisten gehen mit äußersten Gewalt und Brutalität gegeneinander vor. Auch das Leben vor und nach dem Apartheitsregime wird schonungslos skizziert.

Sicherlich kein Thriller für schwache Nerven, aber ein perfekt gelungenes Erstlingswerk. Die Geschichte wird flüssig, klar, hart erzählt und verfängt sich nicht in Nebensächlichkeiten.
Absolut lesenswert.

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50

16.02.2010

„Überdurchschnittliche Spannung”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein korrupter, stinkender Polizist, der die Townships aufmischt und ein amerikanischer Spieler, deren Wege sich zufällig kreuzen. Ein von der ersten bis zur letzten Seite spannender Krimi. Lange bleibt dem Leser eine Lösung verborgen, um so interessanter ist das Ende.
Ich habe lange nicht mehr einen so spannenden und faszinierenden Krimi gelesen und das vor der atemberaubenden Kulisse von Kapstadt, denn hier spielt der erste Thriller von Roger Smith.

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50

07.12.2009

„Kopfkino der brutalen Sorte”

von einer Kundin oder einem Kunden
"Kap der Finsternis" ist ein turbulent erzähltes Buch, das vom Drehbuchautor Roger Smith geschrieben wurde. Deshalb liest sich der Text auch wie ein Skript zu einem guten Hollywoodfilm. Immer weiter reißt er seine Figuren in einen Strudel von Gewalt und moralischen Grenzüberschreitungen. Ich fühlte mich beim Lesen an Filme wie z.B. Trainingday mit Denzel Washington erinnert obwohl die Handlungsorte natürlich ganz verschieden sind. Jeder der diese Art von Filmen mag, wird dieses Buch sehr gerne lesen. Besonders die kompromisslose Schilderung der Handlung hat mir absolut gefallen.

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50

07.12.2009

„Ein lesenswerter literarischer Albtraum”

von einer Kundin oder einem Kunden
"Kap der Finsternis" von Roger Smith ist ein harter, nüchtern erzählter Thriller, der in der südafrikanischen Metropole Kapstadt spielt. In kurzen Szenen und mit raschen Perspektivwechseln treibt der Autor seinen Thriller voran. Dabei geht Smith keiner Scheußlichkeit aus dem Weg: In „Kap der Finsternis“ wird geschändet, gefoltert und gemordet. Meiner Meinung nach ist "Kap der Finsternis" Krimikunst vom Feinsten: Der Erzähler erspart seinen Lesern unpassende Sentimentalität und die Spannung wird vielschichtig und intelligent aufgebaut.
"Kap der Finsternis" ist sicherlich kein Thriller für Leser mit schwachen Nerven. Mir hat dieser Krimi außerordentlich gut gefallen und mich nachdenklich und schockiert zurück gelassen.

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30

27.09.2009

„Die finstere Realität des Lebens in Kapstadt”

von goldfisch
Jack Burn lebt mit seiner Familie auf der Sonnenseite von Kapstadt, in einem gemieteten Haus am Berg. Seine schwangere Frau, ihr gemeinsamer Sohn und er sind erst vor kurzem von den USA umgezogen und sie haben ein dunkles Geheimnis mitgebracht. Auch der Nachtwächter auf der Baustelle neben ihrem Haus hat eine dunkle Vergangenheit. Benny Mongrel war in seinem Leben nie auf der Sonnenseite und ist erst vor kurzem aus dem Gefängnis freigekommen. Als er eines Abends beobachtet, wie zwei junge schwarze Männer die Familie Burn überfallen, will er damit nicht zu tun haben. Doch der weiße, korrupte Polizist "Gatsby" Barnard lässt ihm keine Wahl. Barnard hat selbst Dreck an Stecken und ihm ist schon ein Ermittler namens Disaster Zondi auf den Fersen....

Der südafrikanische Drehbuchschreiber Roger Smith legt mit "Kap der Finsternis" seinen ersten Roman vor. Ein Buch, das Südafrika von seiner unschönen Seite zeigt und für meinen Geschmack stellenweise zuviel Realität vermittelte. Manche Dinge möchte ich lieber nicht sooo genau wissen und muss nicht genau wissen, wie extrem brutal es zugehen kann. Roger Smith zeigt nicht nur das Leben in den so genannten Flats vor dem Tafelberg, den Wohnvierteln der nicht-weißen Bevölkerung, sondern auch wie rau es in den Gefängnissen zugeht und wie derbe der alltägliche Sprachgebrauch ist.

Jack Burn und seine Familie müssen schnell lernen, dass Kapstadt kein sicherer Zufluchtsort ist. Benny Mongrel, die jungen Straftäter und Distaster Zondi wissen, wie es sich anfühlt, ganz unten zu stehen. Barnard hingegen steht seit Jahrzehnten am anderen Ende, er ist ein durch und durch korrupter Mensch. So klischeehaft sich manches anfangs las, so zutreffend scheint es trotzdem leider zu sein. Die Spuren der langen Zeit der Apartheid sind immer noch deutlich sichtbar und werden Südafrika vermutlich noch lange zu schaffen machen. Das macht Roger Smith sehr deutlich. Die 360 Seiten lesen sich schnell und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen - wären das nicht die brutalen Szenen gewesen, die mich zwangen, etwas anderes zu tun und mich ein wenig abzulenken.

"Kap der Finsternis" ist kein durchschnittlicher Thriller, sondern ein Buch, das einem eine andere Welt zeigt, die es wirklich gibt und genau deshalb noch eine Weile nachwirkt. Aber Vorsicht: Wer keine starken Nerven hat, sollte es lieber nicht lesen.

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50

25.09.2009

„Meisterhaft und hart”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein Buch wie ein Orkan. So atmosphärisch geschrieben, dass man den "bösen Bullen" regelrecht riechen kann.
Südafrika von seiner schlimmsten Seite. Ein Thriller, der sehr hart ist. Ein Buch für Männer und Frauen, die diese Härte vertrage.
Es gibt Momente, in denen einem die Tränen in die Augen steigen.
Ein Thriller der Superklasse in einer wunderbaren Sprache.
Ein Erstlingswerk der Meisterklasse!

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40

10.09.2009

„Kap des Mordens”

von stjerneskud
Jack Burn flieht vor seiner Vergangenheit in den USA nach Südafrika. In Kapstadt will er mit seiner schwangeren Frau und seinem Sohn ein neues Leben anfangen. Anfangs verläuft alles nach Plan, bis sie das zufällige Opfern eines Überfalls werden. Jacks heftige Reaktion darauf, bringt den Stein ins Rollen und alsbald steckt er in den größten Schwierigkeiten.

Ich war verwundert, dass ich diesen Thriller in allerkürzester Zeit gelesen habe. Von Anfang an war mir die Geschichte zu brutal und es kommt immer noch schlimmer. Andererseits ist der Schreibstil so mitreißend, dass man dran bleibt und von dem Buch nicht lassen kann. Außerdem hat man das Gefühl, dass ein sehr realistisches Bild von Kapstadt gezeichnet wird und mir will nicht in den Kopf, wie man freiwillig dort hinfahren kann um Urlaub zu machen. Das Stadtporträt steht auch wirklich im Mittelpunkt, denn für die Hauptperson Jack Burn kann man keine Sympathie empfinden und auch seine Taten nicht gutheißen.

Empfehlenswert für alle, die ein zu schöngefärbtes Bild von Kapstadt haben und denen es nichts ausmacht wenn es brutal und blutig zugeht.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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40

10.09.2009

„Kap des Mordens”

von stjerneskud aus Stuttgart
Jack Burn flieht vor seiner Vergangenheit in den USA nach Südafrika. In Kapstadt will er mit seiner schwangeren Frau und seinem Sohn ein neues Leben anfangen. Anfangs verläuft alles nach Plan, bis sie das zufällige Opfern eines Überfalls werden. Jacks heftige Reaktion darauf, bringt den Stein ins Rollen und alsbald steckt er in den größten Schwierigkeiten.

Ich war verwundert, dass ich diesen Thriller in allerkürzester Zeit gelesen habe. Von Anfang an war mir die Geschichte zu brutal und es kommt immer noch schlimmer. Andererseits ist der Schreibstil so mitreißend, dass man dran bleibt und von dem Buch nicht lassen kann. Außerdem hat man das Gefühl, dass ein sehr realistisches Bild von Kapstadt gezeichnet wird und mir will nicht in den Kopf, wie man freiwillig dort hinfahren kann um Urlaub zu machen. Das Stadtporträt steht auch wirklich im Mittelpunkt, denn für die Hauptperson Jack Burn kann man keine Sympathie empfinden und auch seine Taten nicht gutheißen.

Empfehlenswert für alle, die ein zu schöngefärbtes Bild von Kapstadt haben und denen es nichts ausmacht wenn es brutal und blutig zugeht.

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40

10.09.2009

„Kap des Mordens”

von stjerneskud aus Stuttgart
Jack Burn flieht vor seiner Vergangenheit in den USA nach Südafrika. In Kapstadt will er mit seiner schwangeren Frau und seinem Sohn ein neues Leben anfangen. Anfangs verläuft alles nach Plan, bis sie das zufällige Opfern eines Überfalls werden. Jacks heftige Reaktion darauf, bringt den Stein ins Rollen und alsbald steckt er in den größten Schwierigkeiten.

Ich war verwundert, dass ich diesen Thriller in allerkürzester Zeit gelesen habe. Von Anfang an war mir die Geschichte zu brutal und es kommt immer noch schlimmer. Andererseits ist der Schreibstil so mitreißend, dass man dran bleibt und von dem Buch nicht lassen kann. Außerdem hat man das Gefühl, dass ein sehr realistisches Bild von Kapstadt gezeichnet wird und mir will nicht in den Kopf, wie man freiwillig dort hinfahren kann um Urlaub zu machen. Das Stadtporträt steht auch wirklich im Mittelpunkt, denn für die Hauptperson Jack Burn kann man keine Sympathie empfinden und auch seine Taten nicht gutheißen.

Empfehlenswert für alle, die ein zu schöngefärbtes Bild von Kapstadt haben und denen es nichts ausmacht wenn es brutal und blutig zugeht.

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50

09.09.2009

„Nach der Apartheid”

von sabatayn76 aus Deutschland
Hintergrund:
Kapstadt ist die drittgrößte Stadt Südafrikas und die Welthauptstadt von Vergewaltigung und Mord. 1985 war Kapstadt die Stadt, in der die Rassentrennung am weitesten fortgeschritten war. Auch nach dem Ende der Apartheid ändert sich der Zustand nur langsam und nur einem geringen Teil der ehemals benachteiligten Bevölkerungsgruppen ist es bisher gelungen, in die teureren weißen Wohngebiete umzusiedeln. Die Mehrheit der Einwohner lebt in den Cape Flats, wo Drogen, Gewalt, HIV / AIDS und Armut noch immer eine entscheidende Rolle spielen.

Inhalt:
In diese Szenerie eines Kapstadt fernab touristischer Blauäugigkeit entführt uns Roger Smith. Der moralisch gestrauchelte Amerikaner Jack Burn befindet sich auf der Flucht vor dem Gesetz und hat sich inkognito mit seiner Familie in Kapstadt niedergelassen. Die geplante Anonymität findet jedoch bald ein Ende, als Burn zwei Einbrecher tötet. Eine Hetzjagd durch Kapstadt beginnt.

Mein Eindruck:
Roger Smith steigt rasant in die Geschichte ein, als Leser ist man sofort in der Handlung gefangen und erlebt ein schonungsloses Kapstadt, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Die Sprache ist häufig sehr derb, was jedoch perfekt zu den beschriebenen Schicksalen, der Verzweiflung und der Armut in den Ghettos passt. Die Protagonisten sind dabei allesamt und ohne Ausnahme Antihelden – kriminell, drogenabhängig, skrupellos, egoistisch, brutal, emotional abgestumpft und gierig. Jede bei mir aufkommende Sympathie wurde spätestens auf der nächsten Seite zunichte gemacht. Roger Smith schaffte es damit jedoch, mich in seine Hölle mitzunehmen und mir ein Kapstadt zu zeigen, welches man sich im gut behüteten Deutschland kaum vorzustellen wagt.

Mein Resümee:
„Kap der Finsternis“ ist kein Buch zum Entspannen. Es ist für mich eine psychologische Studie zu Verbrechen und Hass, Armut und Drogenkonsum, Rassenbenachteiligung lange nach dem Ende der Apartheid. Großartig!

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50

08.09.2009

„Von charakterlosen Typen und einer düsteren Zukunft”

von rebellyell666 aus Münster
Inhalt:

Jack Burn ist als Joe Hill mit seiner Familie aus den USA geflohen und in Kapstadt untergekommen. Dort wird er eines Abends von zwei Einheimischen am Esstisch überfallen. Kurzerhand fällt er in alte Muster zurück und tötet die Beiden ohne mit der Wimper zu zucken. Ein Wachmann beobachtet den Vorfall. Und plötzlich ist der korrupte Polizist, der das Viertel unter Kontrolle hat, dabei, diesen Mordfall aufzudecken...

Erzähl-/Schreibstil:

Smith schreibt hautnah an den Straßengangs, die einzelnen Geschichten, weswegen die Charaktere in Beziehung zueinander stehen, und schildert die Verhältnisse in den Cape Flats sehr genau und eingehend. Dabei kümmert es ihn wenig, dass der Leser die Story mitverfolgt. Es ist, als erzähle Smith Autobiografien, vermischt mit dem Mord an den beiden Halbstarken. Dabei wirken seine Ausführungen sehr authentisch, vor allem, da er selber in Kapstadt lebt.

Meine Meinung:

Ich bin auf das Buch durch eine Leseprobe gestoßen, die genau dort abbrach, als Burn mit den Leichen im Wagen in eine Verkehrskontrolle geriet. Natürlich war dies ein Aufhänger, mehr lesen zu wollen. Endlich habe ich es nun geschafft, Smith zu lesen und wurde nicht enttäuscht! Ich bin begeistert!
Smith brachte mir Kapstadt nahe wie kein anderer, doch er zeigte nicht die schönen Seiten, sondern schilderte die Armut, die unterschiedlichen Rassen bzw. Herkunftsorte. Es gab keine sympathischen Personen in diesem Buch und hinterher wollten alle nur noch den Tod von Gatsby, dem korrupten Bullen, der überhaupt keinen Charakter zu haben schien. Er war vielmehr ein Fanatiker Gottes und verbreitete Angst und Schrecken. Dadurch wirkte die Geschichte noch echter und das Ende war der Höhepunkt, der sehr verständlich war und die Geschichte schlüssig abrundete. Smith hat hier in einfachen Worten die Probleme Kapstadts erzählt. Der Unterschied schwarz und weiß, Zulus und Buren. Oft hat er Jungen wie auch Mädchen aus dem Slums Mischlinge genannt. Es klang abwertend, aber auch aufweckend. Vor allen Dingen, da dieses Buch pure Realität ist.
Wir in der westlichen Welt können uns jetzt zurück lehnen und ein neues Kapitel in einem neuen Buch aufschlagen und weiterleben wie bisher, doch in Kapstadt kann keiner sein Leben vom Slum in die Mittelschicht bringen. Außer, er wird Mitglied in einer Gang und treibt ein illegales Geschäft.

Fazit: Ein sehr brutales Buch und für Leser mit einer Affinität zu Liebesgeschichten oder schönen Enden sicher keine Empfehlung. Doch wer etwas wirklich realitätsnahes lesen möchte und das Risiko eingeht, wird belohnt werden.

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40

29.08.2009

„Jeder verfolgt jeden in Kapstadt”

von anushka aus Berlin
Jack Burn flüchtet vor seiner Vergangenheit und der amerikanischen Polizei nach Kapstadt, um dort mit seiner hochschwangeren Frau und seinem kleinen Sohn ein neues und rechtschaffendes Leben zu beginnen. Doch die undurchsichtigen Zustände dort, die eigentlich helfen sollten, die Familie zu verstecken, werden ihr zum Verhängnis. Zwei Männer - Mitglieder einer Gang aus dem Stadtteil derjenigen, denen das Leben wesentlich übler mitgespielt hat - brechen in das Haus ein und überfallen die Familie. Jack Burn tötet beide Männer, um seine Familie zu schützen und setzt damit Dinge in Bewegung, die er nicht mehr aufhalten kann und die ihn und seine Familie nicht nur die Freiheit, sondern auch das Leben kosten könnten.

Roger Smith verwebt in diesem Buch wunderbar die verschiedenen Handlungsstränge, bis alle Charaktere, die am Anfang vorgestellt wurden, miteinander verbunden sind: der korrupte weiße Polizist Gatsby, der ehemalige Häftling und jetzt Nachtwächter neben dem Haus der Burns Benny Mongrel, die drogensüchtige Carmen, der schwarze Sonderermittler Zondi aus Johannesburg und schließlich die Burns, sowie verschiedene andere Charaktere. Allerdings geht es bei diesem Zusammentreffen oft sehr blutrünstig zu und ich denke, selbst in Kapstadt dürfte eine gehäufte Zahl an Todesfällen in einer Region auffallen. Ansonsten finde ich den Schauplatz der Handlung gut gewählt und Smith lässt einiges an Wissen über diese Stadt, die Zustände und die Geschichte einfließen, sodass der Ort nicht austauschbar wird und eigene Einflüsse auf die Geschichte hat. Allerdings sind mir die Charaktere teilweise zu brutal und genießen das Töten und Quälen zu sehr, sodass ich an einigen Stellen zusammengezuckt bin. Auf keinen Fall würde dieses Buch als Film sehen wollen. Positiv fand ich wiederum, dass auch die moralischen Aspekte angesprochen wurden, und dass es - anders als in manch anderem Buch - nicht selbstverständlich oder belanglos war, dass Menschen getötet wurden. So distanziert sich Susan Burn von ihrem Mann und auch die Tötungswut von Gatsby hat zur Folge, dass sich ihm ein Sonderermittler an die Fersen heftet.
Alles in allem ist das Buch spannend, besonders für Leser von eher brutaleren Thrillern, denn nach einem leisen, subtilen und komplexen Thriller sucht man hier vergebens. Die Handlung ist geradeheraus und jeder hat mit jedem eine Rechnung offen. Teilweise wird man beim Lesen selbst paranoid, weil man eigentlich keinem trauen kann in diesem Buch. Ich hatte das Buch recht schnell gelesen und fand es auch ziemlich spannend, vor allem ab dem Moment, in dem klar war, wie alle miteinander zusammenhängen und wer hinter wem her ist. Nicht alle erhalten - wie in diesen Büchern eigentlich so typisch - ihre "gerechte" Strafe, was dieses Buch von anderen aus dem Genre abhebt. Und auch das Ende war für mich eine Überraschung.
Mein Fazit lautet daher, dass sich dieses Buch gut in das Genre der Thriller und Krimis einreiht, ohne es neu zu erfinden, jedoch einige individuelle Ansätze (z.B. den Handlungsort) mitbringt, durch die es sich durchaus von der Masse abhebt. Insgesamt bot es mir ein kurzweiliges und spannendes Lesevergnügen.

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