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Kap der Finsternis.
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Kap der Finsternis.

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2010

buch
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Artikeldetails zu Kap der Finsternis.

AutorRoger Smith

Untertitel Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2010

Abbildungsvermerk 21,5 cm

  • ISBN-103-608-50202-5
  • ISBN-139783608502022
  • Verlag Klett Cotta
  • ReiheTropen bei...
  • ÜbersetzerPeter Torberg, Jürgen Bürger
  • Einbandartgebunden
  • Seiten356
  • Auflage3. Auflage
  • VeröffentlichtMärz 2009
  • Gewicht544g
  • SpracheDeutsch

Leseprobe aus Kap der Finsternis.

"KAPITEL 1

Jack Burn stand auf der Terrasse des Hauses hoch über Kapstadt und schaute zu, wie die Sonne sich im Meer ertränkte. Der Wind, dieser Südostwind, der Burn an die Santa Anas zuhause erinnerte, wehte wieder stärker. Ein Wind, der die Nacht in ein Treibhaus verwandelte, der die Menschen angespannt und gereizt werden ließ, der Cops und Notärzte in falsche Entscheidungen verwickelte.

Burn hörte das Röhren des Autos ohne Schalldämpfer, das langsam ausrollte und schließlich stehen blieb. Das Wummern von Bassboxen, die Gangsta-Rap hinauspulsten. Nicht gerade der übliche Soundtrack in diesem vornehmen weißen Viertel an den Hängen des Signal Hill. Der Wagen setzte in hohem Tempo zurück und hielt ganz in der Nähe wieder an. Der Motor wurde ausgemacht, der Rap verstummte mitten in einem muthafuckah. Burn schaute zur Straße hinunter, konnte aus seiner Position den Wagen aber nicht sehen.

Susan beobachtete ihn aus dem Haus. Die Verandatüren standen offen. "Komm essen." Sie drehte sich um und verschwand im Halbdunkel.

Burn ging hinein und schaltete das Licht an. Das moderne Haus hatte klare, harte Linien. Ganz ähnlich dem reichen, jungen Deutschen, der es ihnen für sechs Monate vermietet hatte, während er nach Hause zurückkehrte, um in Stuttgart am Sterbebett seines Vater zu sitzen.

Susan brachte das Filet aus der Küche, bewegte sich in diesem für Hochschwangere typischen, nach hinten gebeugten Watschelgang mit nach außen gestellten Füßen. Sie war wunderschön. Klein, blond, mit einem Gesicht, das sich hartnäckig weigerte zuzugeben, bereits achtundzwanzig zu sein. Abgesehen von dem riesigen Bauch sah sie immer noch exakt so aus wie vor sieben Jahren. Burn erinnerte sich noch genau an diesen Augenblick, als er sie das erste Mal gesehen hatte, an dieses Gefühl, wie ihm die Luft aus den Lungen gepresst wurde, wie ihm ganz schwindlig geworden war bei dem plötzlichen Wissen, dass er diese Frau heiraten würde. Und so kam es dann auch, keine sechs Monate später, und er tat ihren Altersunterschied mit einem Lachen ab.

Susan sah zwar immer noch genauso aus, war aber nicht mehr dieselbe. Ihre Leichtigkeit war verschwunden, ihr unbefangenes Lachen nur noch eine Erinnerung. In letzter Zeit schien sie in ständiger Zwiesprache mit ihrem ungeborenen Kind zu stehen. So sprach sie davon, von ihrem Kind. Ihrer Tochter. Als gehörten Burn und Matt einer anderen Spezies an, als stünden sie außerhalb dieses exklusiven Zweierklubs.

Burn schnitt das Filet mit einem Tranchiermesser auf, Blut sammelte sich auf dem Holzbrett. Perfekt. Englisch, so wie sie es alle am liebsten mochten. Matt lag auf dem Bauch vor dem Plasma-Fernseher und sah eine Sendung im Cartoon Network. Genau wie zuhause. "Hey, komm rüber und iss mit uns", sagte Burn.

Matt, nur mit ausgebeulten Shorts bekleidet, wollte schon protestieren, überlegte es sich dann jedoch anders und kam zum Tisch. Er war vier, blond wie seine Mutter, wobei allerdings die Statur seines Vaters bereits zu erahnen war.

Susan hatte sich schon hingesetzt und verteilte Salat auf ihren Tellern. Sie schaute Matt nicht an. "Geh die Hände waschen." "Die sind doch gar nicht schmutzig", meinte er, während er auf einen Stuhl kletterte. Er streckte ihr die Hände zur Kontrolle hin. Sie beachtete ihn nicht. Das war keine bewusste Handlung, es war vielmehr, als sei sie nicht mehr auf seine Frequenz eingestellt. Als erinnerte ihr Sohn sie zu sehr an seinen Vater.

Burn versuchte, Susans Aufmerksamkeit zu gewinnen, sie irgendwie zu ihnen zurückzuholen. Doch sie starrte nur auf ihren Teller. "Hör auf deine Mutter", sagte er sanft, und Matt verschwand auf nackten Füßen schlitternd Richtung Bad.

Burn schnitt gerade das Fleisch, als die zwei braunhäutigen Männer von der Terrasse hereinkamen. Beide trugen Waffen, die sie wie in einem Actionfilm im rechten Winkel vor sich hielten. Aus ihrem Lachen schloss er, dass beide bis zum Anschlag voll mit Speed waren.

Kurzbeschreibung zu Kap der Finsternis.

Jack Burn, gestrauchelter amerikanischer Glücksspieler, ist mit seiner hochschwangeren Frau und seinem Sohn in Kapstadt untergetaucht. Dort wird die Familie Opfer eines willkürlichen Gewaltverbrechens, verübt von Mitgliedern einer Gang. Benny Mongrel, gerade aus dem Gefängnis entlassen und als Wachmann tätig, schöpft Verdacht, als er beobachtet, wie die Gangster in Burns luxuriöses Haus einsteigen, Schüsse fallen und beide nicht wieder auftauchen.
Burns Inkognito droht aufzufliegen, und es beginnt ein aufreibendes Katz-und-Maus-Spiel mit Gatsby, einem bigotten, rassistischen Polizisten, der seinerseits die staatliche Antikorruptionseinheit im Nacken hat. Ein atemloser Showdown führt mitten ins Gangland, in die Cape Flats, die riesigen, labyrinthischen Vorstadtslums ...

Portrait

Roger Smith:
Roger Smith, 1960 in Johannesburg geboren, ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent. Während der südafrikanischen Apartheidjahre hat er das erste hautfarbenübergreifende Filmkollektiv gegründet. Daraus ist eine Reihe von wichtigen, international erfolgreichen Protestfilmen hervorgegangen.
Peter Torberg:
Peter Torberg, Jahrgang 1958, wusste mit Anfang 20 genau wie William T. Vollmann, wie die Welt zu retten sei. Mittlerweile verbessert er sie vor allem durch seine Übersetzungen. Er hat Paul Auster, Michael Ondaatje, Mark Twain, Irvine Welsh und Oscar Wilde ins Deutsche übertragen. Peter Torberg lebt in Bayern.

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50

19.08.2010

„Schonungslos”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Greifswald, Hansestadt
Kapstadt – abseits der Touristenmetropole.
Hier haben unter falscher Identität Jack Burn, seine schwangere Frau Susan und sein kleiner Sohn Matt vorübergehend Unterschlupf gefunden. Sie bewohnen im noblen Viertel Signal Hill ein großes Haus, doch das Glück währt nicht lange. Sie werden von zwei Mitgliedern einer berüchtigten Straßengang überfallen. Teils aus Notwehr, teils um seine wahre Identität zu schützen gelingt es Jack die beiden Männer zu töten. Doch die Gewaltspirale nimmt damit erst ihren Anfang. Die beiden Verbrecher wurden beim Betreten des Hauses von Benny Mongrel, Nachtwächter und Ex-Mitglied einer befeindeten Gang, beobachtet. Auch der brutale überaus korrupte Polizist „Gatsby“ hat noch eine Rechnung mit einem der Getöteten offen und macht sich ebenfalls auf die Suche nach deren Verbleib. Bei dem Versuch seine Familie zu schützen verstrickt sich Jack immer mehr in ein Netz aus Lügen, Gewalt und Tod.

Roger Smith zeichnet das Leben in Kapstadt abseits der Postkartenidylle. Seine Protagonisten gehen mit äußersten Gewalt und Brutalität gegeneinander vor. Auch das Leben vor und nach dem Apartheitsregime wird schonungslos skizziert.

Sicherlich kein Thriller für schwache Nerven, aber ein perfekt gelungenes Erstlingswerk. Die Geschichte wird flüssig, klar, hart erzählt und verfängt sich nicht in Nebensächlichkeiten.
Absolut lesenswert.

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50

16.04.2010

„Ein Zufall lässt das Leben einer Familie aus dem Ruder laufen”

von Bellexr aus Mainz
Jack Burn ist mit seiner kleinen Familie aus den USA nach Kapstadt geflohen. Dort lebt er mit falscher Identität zurückgezogen ein sorgenfreies Leben. Bis zu dem Tag als zwei Gangmitglieder sich seine Wohnung für einen Einbruch aussuchen. Damit seine wahre Identität, die ihn in den USA eine lebenslange Gefängnisstrafe einbringen würde, nicht auffliegt, ermordet er die beiden Gangster. Dies wird durch Zufall von einem Wachmann beobachtet und ruft einen korrupten Polizisten auf den Plan. Und von dem Moment an läuft das Leben von Jack und seiner kleinen Familie komplett aus dem Ruder.

Ohne Zweifel wurde in den letzten Jahren viel für die Sicherheit in Kapstadt getan, bedingt auch einfach aus der Notwendigkeit heraus, den Tourismus im Land zu halten und noch zu fördern. Allerdings zeigt uns der in Kapstadt aufgewachsene Südafrikaner Roger Smith auch eine andere Seite von Kapstadt. Die der Cape Flats, wo ein Menschenleben nichts zählt und er weiß wovon er schreibt. Schließlich lebt er mit einer Frau aus den Cape Flats zusammen. So muss man also davon ausgehen, dass seine gewalttätigen Szenen in Bezug auf Drogen, Vergewaltigung und Mord durchaus der Realität entsprechen.

Die Sprache von Roger Smith ist durchweg direkt und stellenweise sehr brutal, aber sie passt einfach perfekt zur Story. Die Spannung ist praktisch von der ersten Seite vorhanden, da der Plot direkt mit dem Einbruch der Gangster beginnt und hält sich mühelos bis zum extrem fesselnden Showdown. Immer wieder lässt der Autor den Leser einen Blick in das brutale Leben auf den Cape Flats werfen, allerdings zeigt er auch einige - wenn auch sehr wenige - gute Seiten, sodass dieser Blick durchaus nicht einseitig gezeichnet ist.

Seine Charaktere sind durchweg sehr komplex. Sein Protagonist Jack Burn, ein Mann Mitte Vierzig, Vater eines kleinen Sohnes und mit hochschwangerer Frau hat im Golfkrieg gekämpft und ist ein hoffnungsloser Glückspieler. Während des kompletten Thrillers hat er eigentlich keine Chance, auch mal selbst zu agieren, sondern ist ständig gezwungen, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu reagieren. Der zweite Hauptakteur ist der überaus fette, korrupte und bigotte Inspektor Rudi Barnard, der ohne Skrupel erpresst und mordet. Dann gibt es noch den Wachmann Benny "Niemand" Mongrel, der den Großteil seines Lebens im Gefängnis verbracht hat; die Farbige Carmen Fortune, eine Tik-Hure, die eine Schlüsselrolle in dem Thriller spielt und zum Schluss noch der Sonderermittler vom Stamm der Zulu Disaster Zondi. Dieser wurde beauftragt, der Korruption in der Polizei-Hierarchie den Kampf anzusagen und er ist zwar absolut nicht bestechlich, jedoch eindeutig emotional gestört.

Die Geschichte an sich ist zwar stellenweise voraussehbar, jedoch von der ersten bis zur letzten Seite logisch und durchaus nachvollziehbar umgesetzt. Besonders das Ende ist meiner Meinung sehr passend für die komplette Story. Überraschend ist auch, dass es in diesem Thriller wirklich nicht einen Charakter gibt, der sympathisch ist. Und trotzdem gelingt es dem Autor mühelos, einen von Anfang an an seinen Thriller zu fesseln.

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40

28.03.2010

„Kap der Brutalität”

von Toschi3 aus Königswinter
Eine amerikanische Familie wird in Kapstadt Opfer eines Überfalls, der aber mit dem Tod der beiden Räuber endet. Damit beginnt ein Spießrutenlauf für Familienoberhaupt Jack Burn, ebenso wie für den Nctwächter auf der gegenüberliegenden Baustelle, der die Morde quasi beobachtet hat, aber auch für den ekelhaften Zivilpolizisten Gatsby, der in den Elendsvierteln von Kapstadt mit brutaler Hand das Regime führt.
Das Buch ist voller Gewalt und Verzweiflung. Die Handlung zeigt deutlich die Spuren, die die Apartheid und die nachfolgenden politischen Unruhen in Südafrika hinterlassen haben. Ein Nährboden für Kriminalität, Raub, Drogen und Morde. Deutlich zeigt der Autor die traurige Seite dieses eigentlich aufstrebenden Landes. Mit harter, teils brutaler Sprache, die der Handlung absolut angemessen ist, erzählt er von dem verzweifelten Überlebenswillen der handelnden Personen. Die Schicksale der einzelnen Personen, aus deren Perspektive jeweils berichtet wird, sind geschickt zu einer großen Tragödie verwebt. Die Geschichte folgt ihrer inneren Logik bis hin zu einem klaren Ende. Dieses versöhnt etwas mit dem harten Verlauf.
Leider kann man sich nur zu gut vorstellen, dass dieses Buch nicht nur Fiktion ist, sondern bestimmt so oder ähnlich wirklich hätte passieren können. Eine aufwühlende, beunruhigende Geschichte. Auch wenn das Buch fast volle Sternzahl bekommt, brauche ich solch bedrückende Geschichten nicht häufiger.

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30

27.09.2009

„Die finstere Realität des Lebens in Kapstadt”

von goldfisch
Jack Burn lebt mit seiner Familie auf der Sonnenseite von Kapstadt, in einem gemieteten Haus am Berg. Seine schwangere Frau, ihr gemeinsamer Sohn und er sind erst vor kurzem von den USA umgezogen und sie haben ein dunkles Geheimnis mitgebracht. Auch der Nachtwächter auf der Baustelle neben ihrem Haus hat eine dunkle Vergangenheit. Benny Mongrel war in seinem Leben nie auf der Sonnenseite und ist erst vor kurzem aus dem Gefängnis freigekommen. Als er eines Abends beobachtet, wie zwei junge schwarze Männer die Familie Burn überfallen, will er damit nicht zu tun haben. Doch der weiße, korrupte Polizist "Gatsby" Barnard lässt ihm keine Wahl. Barnard hat selbst Dreck an Stecken und ihm ist schon ein Ermittler namens Disaster Zondi auf den Fersen....

Der südafrikanische Drehbuchschreiber Roger Smith legt mit "Kap der Finsternis" seinen ersten Roman vor. Ein Buch, das Südafrika von seiner unschönen Seite zeigt und für meinen Geschmack stellenweise zuviel Realität vermittelte. Manche Dinge möchte ich lieber nicht sooo genau wissen und muss nicht genau wissen, wie extrem brutal es zugehen kann. Roger Smith zeigt nicht nur das Leben in den so genannten Flats vor dem Tafelberg, den Wohnvierteln der nicht-weißen Bevölkerung, sondern auch wie rau es in den Gefängnissen zugeht und wie derbe der alltägliche Sprachgebrauch ist.

Jack Burn und seine Familie müssen schnell lernen, dass Kapstadt kein sicherer Zufluchtsort ist. Benny Mongrel, die jungen Straftäter und Distaster Zondi wissen, wie es sich anfühlt, ganz unten zu stehen. Barnard hingegen steht seit Jahrzehnten am anderen Ende, er ist ein durch und durch korrupter Mensch. So klischeehaft sich manches anfangs las, so zutreffend scheint es trotzdem leider zu sein. Die Spuren der langen Zeit der Apartheid sind immer noch deutlich sichtbar und werden Südafrika vermutlich noch lange zu schaffen machen. Das macht Roger Smith sehr deutlich. Die 360 Seiten lesen sich schnell und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen - wären das nicht die brutalen Szenen gewesen, die mich zwangen, etwas anderes zu tun und mich ein wenig abzulenken.

"Kap der Finsternis" ist kein durchschnittlicher Thriller, sondern ein Buch, das einem eine andere Welt zeigt, die es wirklich gibt und genau deshalb noch eine Weile nachwirkt. Aber Vorsicht: Wer keine starken Nerven hat, sollte es lieber nicht lesen.

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40

10.09.2009

„Kap des Mordens”

von stjerneskud aus Stuttgart
Jack Burn flieht vor seiner Vergangenheit in den USA nach Südafrika. In Kapstadt will er mit seiner schwangeren Frau und seinem Sohn ein neues Leben anfangen. Anfangs verläuft alles nach Plan, bis sie das zufällige Opfern eines Überfalls werden. Jacks heftige Reaktion darauf, bringt den Stein ins Rollen und alsbald steckt er in den größten Schwierigkeiten.

Ich war verwundert, dass ich diesen Thriller in allerkürzester Zeit gelesen habe. Von Anfang an war mir die Geschichte zu brutal und es kommt immer noch schlimmer. Andererseits ist der Schreibstil so mitreißend, dass man dran bleibt und von dem Buch nicht lassen kann. Außerdem hat man das Gefühl, dass ein sehr realistisches Bild von Kapstadt gezeichnet wird und mir will nicht in den Kopf, wie man freiwillig dort hinfahren kann um Urlaub zu machen. Das Stadtporträt steht auch wirklich im Mittelpunkt, denn für die Hauptperson Jack Burn kann man keine Sympathie empfinden und auch seine Taten nicht gutheißen.

Empfehlenswert für alle, die ein zu schöngefärbtes Bild von Kapstadt haben und denen es nichts ausmacht wenn es brutal und blutig zugeht.

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50

09.09.2009

„Nach der Apartheid”

von sabatayn76 aus Deutschland Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Hintergrund:
Kapstadt ist die drittgrößte Stadt Südafrikas und die Welthauptstadt von Vergewaltigung und Mord. 1985 war Kapstadt die Stadt, in der die Rassentrennung am weitesten fortgeschritten war. Auch nach dem Ende der Apartheid ändert sich der Zustand nur langsam und nur einem geringen Teil der ehemals benachteiligten Bevölkerungsgruppen ist es bisher gelungen, in die teureren weißen Wohngebiete umzusiedeln. Die Mehrheit der Einwohner lebt in den Cape Flats, wo Drogen, Gewalt, HIV / AIDS und Armut noch immer eine entscheidende Rolle spielen.

Inhalt:
In diese Szenerie eines Kapstadt fernab touristischer Blauäugigkeit entführt uns Roger Smith. Der moralisch gestrauchelte Amerikaner Jack Burn befindet sich auf der Flucht vor dem Gesetz und hat sich inkognito mit seiner Familie in Kapstadt niedergelassen. Die geplante Anonymität findet jedoch bald ein Ende, als Burn zwei Einbrecher tötet. Eine Hetzjagd durch Kapstadt beginnt.

Mein Eindruck:
Roger Smith steigt rasant in die Geschichte ein, als Leser ist man sofort in der Handlung gefangen und erlebt ein schonungsloses Kapstadt, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Die Sprache ist häufig sehr derb, was jedoch perfekt zu den beschriebenen Schicksalen, der Verzweiflung und der Armut in den Ghettos passt. Die Protagonisten sind dabei allesamt und ohne Ausnahme Antihelden – kriminell, drogenabhängig, skrupellos, egoistisch, brutal, emotional abgestumpft und gierig. Jede bei mir aufkommende Sympathie wurde spätestens auf der nächsten Seite zunichte gemacht. Roger Smith schaffte es damit jedoch, mich in seine Hölle mitzunehmen und mir ein Kapstadt zu zeigen, welches man sich im gut behüteten Deutschland kaum vorzustellen wagt.

Mein Resümee:
„Kap der Finsternis“ ist kein Buch zum Entspannen. Es ist für mich eine psychologische Studie zu Verbrechen und Hass, Armut und Drogenkonsum, Rassenbenachteiligung lange nach dem Ende der Apartheid. Großartig!

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40

29.08.2009

„Jeder verfolgt jeden in Kapstadt”

von anushka aus Berlin
Jack Burn flüchtet vor seiner Vergangenheit und der amerikanischen Polizei nach Kapstadt, um dort mit seiner hochschwangeren Frau und seinem kleinen Sohn ein neues und rechtschaffendes Leben zu beginnen. Doch die undurchsichtigen Zustände dort, die eigentlich helfen sollten, die Familie zu verstecken, werden ihr zum Verhängnis. Zwei Männer - Mitglieder einer Gang aus dem Stadtteil derjenigen, denen das Leben wesentlich übler mitgespielt hat - brechen in das Haus ein und überfallen die Familie. Jack Burn tötet beide Männer, um seine Familie zu schützen und setzt damit Dinge in Bewegung, die er nicht mehr aufhalten kann und die ihn und seine Familie nicht nur die Freiheit, sondern auch das Leben kosten könnten.

Roger Smith verwebt in diesem Buch wunderbar die verschiedenen Handlungsstränge, bis alle Charaktere, die am Anfang vorgestellt wurden, miteinander verbunden sind: der korrupte weiße Polizist Gatsby, der ehemalige Häftling und jetzt Nachtwächter neben dem Haus der Burns Benny Mongrel, die drogensüchtige Carmen, der schwarze Sonderermittler Zondi aus Johannesburg und schließlich die Burns, sowie verschiedene andere Charaktere. Allerdings geht es bei diesem Zusammentreffen oft sehr blutrünstig zu und ich denke, selbst in Kapstadt dürfte eine gehäufte Zahl an Todesfällen in einer Region auffallen. Ansonsten finde ich den Schauplatz der Handlung gut gewählt und Smith lässt einiges an Wissen über diese Stadt, die Zustände und die Geschichte einfließen, sodass der Ort nicht austauschbar wird und eigene Einflüsse auf die Geschichte hat. Allerdings sind mir die Charaktere teilweise zu brutal und genießen das Töten und Quälen zu sehr, sodass ich an einigen Stellen zusammengezuckt bin. Auf keinen Fall würde dieses Buch als Film sehen wollen. Positiv fand ich wiederum, dass auch die moralischen Aspekte angesprochen wurden, und dass es - anders als in manch anderem Buch - nicht selbstverständlich oder belanglos war, dass Menschen getötet wurden. So distanziert sich Susan Burn von ihrem Mann und auch die Tötungswut von Gatsby hat zur Folge, dass sich ihm ein Sonderermittler an die Fersen heftet.
Alles in allem ist das Buch spannend, besonders für Leser von eher brutaleren Thrillern, denn nach einem leisen, subtilen und komplexen Thriller sucht man hier vergebens. Die Handlung ist geradeheraus und jeder hat mit jedem eine Rechnung offen. Teilweise wird man beim Lesen selbst paranoid, weil man eigentlich keinem trauen kann in diesem Buch. Ich hatte das Buch recht schnell gelesen und fand es auch ziemlich spannend, vor allem ab dem Moment, in dem klar war, wie alle miteinander zusammenhängen und wer hinter wem her ist. Nicht alle erhalten - wie in diesen Büchern eigentlich so typisch - ihre "gerechte" Strafe, was dieses Buch von anderen aus dem Genre abhebt. Und auch das Ende war für mich eine Überraschung.
Mein Fazit lautet daher, dass sich dieses Buch gut in das Genre der Thriller und Krimis einreiht, ohne es neu zu erfinden, jedoch einige individuelle Ansätze (z.B. den Handlungsort) mitbringt, durch die es sich durchaus von der Masse abhebt. Insgesamt bot es mir ein kurzweiliges und spannendes Lesevergnügen.

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20

17.04.2009

„Keine Jugendfreigabe”

von Rennie aus Ingolstadt
Keine Jugendfreigabe sollte groß und fett auf diesem Roman geschrieben stehen und das meine ich wirklich im wahrsten Sinne des Wortes. Brutale Gewalt, Rassismus, Korruption und Kapitalverbrechen – das sind eigentlich die ausschlaggebendsten Begriffe und um nichts anderes geht es in Smith`s Roman.
Das eigentliche Geschehen, um das sich „Kap der Finsternis“ laut Buchbeschreibung drehen sollte – nämlich der Geschichte der auf der Flucht befindlichen Familie Burn - geht komplett verloren und mehr oder weniger in einer Nebenhandlung unter.
Zwar gestaltet sich der Schreibstil des Autors für mich als recht spannend und flüssig lesbar, aber um so entsetzter bin ich über die Brutalität, die Smith auf den Leser wirken lässt. Letztendlich frage ich mich, wie es sein kann, dass der Autor freiwillig in einer Stadt lebt, von der er solche Szenarien beschreibt. Als Fan von Thriller und Horror bin ich einiges gewöhnt, aber seit ich „Kap der Finsternis“ gelesen habe, frage ich mich wirklich aufrichtig, warum es für Bücher keine FSK gibt. Denn hier plädiere ich dafür, dass Jugendlichen solch eine Gewaltverherrlichung nicht im „Schleier“ eines Buches vorgesetzt werden darf.
Den meisten dürfte die Geschichte der Apartheid in Südafrika und die furchtbaren Zustände dort bekannt sein, allerdings hat man bei Roger Smith eher die Befürchtung, dass er sichtlich Spaß an der Verherrlichung von Gewalt und Verbrechen beim Schreiben seines Buches hatte. Diesen Eindruck bekam ich zumindest als Leser seines Debütromans.
Sollte es weitere Romane geben, werde ich mich „dezent“ zurückhalten.

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40

03.04.2009

„Brutal”

von Nicole W. aus Brakel
Auch zwei Tage nach Lesen des Buches bin ich noch ein wenig sprachlos, denn dieses Buch kratzte doch etwas an meinen Moral- und Wertvorstellungen.

In "Kap der Finsternis" geht es nicht nur um die Geschichte eines weißen Amerikaners, dem es auf der Flucht vor dem Gesetz nach Kapstadt verschlagen hat, sondern es geht vor allem um Kapstadt selbst, das Leben und die Zustände dort und vor allem um die Apartheid.
Kapstadt in Südafrika. Schön ein hübsches Stück Land. Zumindest, wenn wir wirklich nur von der Landschaft reden. Wohnen in Kapstadt sieht schon ein wenig anders aus, zumindest - oder vor allem - wenn man farbig ist und nicht viel Geld hat. Die Kriminalitätsrate ist hoch, die Armut weit verbreitet.
Über dieses Kapstadt schreibt Roger Smith in seinem ersten Roman. Schonungslos und für unsere Moralvorstellungen sicherlich oftmals grenzwertig schreibt Smith eine erschütternde Geschichte, in der Korruption und Mord fast schon zur Normalität gehört. Und das nicht nur bei den typischen Bösewichten, die so ein Roman ja hat, sondern auch bei den typischen Helden, bei denjenigen, mit denen der Leser mitfiebert.

Wer nicht viel vertragen kann, der ist mit diesem Buch sicherlich nicht allzu gut beraten. Wer allerdings gerne harte und realistische Thriller liest, der kann hier bedenkenlos zugreifen.

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40

31.03.2009

„Lesenswert”

von gabva aus Fulda
„Wunderschönes Afrika“



Mythos und Lüge zugleich. Durch die Apartheid für immer zerstört?

Übrig geblieben sind Grausamkeiten, Armut, Brutalität und korrupte Polizisten, die auch vor Mord nicht zurückschrecken.



Dazwischen Jack Burn ein Mann, der einmal in seinem Leben einen großen Fehler gemacht hat und deshalb mit seiner Familie aus Amerika geflohen ist und sich in Kapstadt abgesetzt hat.

Nach einem Raubüberfall in seinem Haus mit fatalen Folgen versucht er verzweifelt seine Familie zusammen zu halten.

Dennoch droht er in dem Sumpf aus Brutalität zu versinken als er sich von dem korrupten Polizisten „ Rudi Barnard“, der auch vor Morden nicht zurückschreckt, in die Enge getrieben fühlt.

Plötzlich wird sein kleiner vierjähriger Sohn entführt.

Unerwartete Hilfe bekommt er von dem schwarzen, entstellten Ex-Häftling „Benny Niemand“, der in den Slums von Kapstadt lebt. Er hat noch eine Rechnung mit „Barnard“ offen, die er um jeden Preis begleichen will und koste es das eigene Leben.



Bei „Kap der Finsternis“ (erschienen März 09) handelt es sich um das Erstlingswerk des Drehbuchautors, Regisseurs und Produzenten „Roger Smith“.



Dieser Roman ist sicherlich nichts für schwache Nerven.

Roger Smith lebt selbst in Kapstadt und schildert das Leben der unterschiedlichen Personen sehr authentisch. Es wird nichts beschönigt, was sich auch in der Wortwahl des Autors widerspiegelt.



Fazit



Ein fesselnder, schockierender und aufwühlender Roman zugleich um einen Mann, der zutiefst bereut und um seine Familie kämpft.

Ich schreibe bewusst Roman, denn für einige Leser handelt es sich sicherlich um einen Thriller der an Brutalität nichts zu wünschen übrig lässt. Für mich selbst handelt es sich in diesem Fall um einen spannenden Kriminalroman, dem man den Drehbuchautor anmerkt.

Entscheiden sie selbst.

Alles in allem ,absolut lesenswert!



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30

30.03.2009

„Erholung benötigt!”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Nachdem ich nun das Buch „Kap der Finsternis“ beendet habe, brauche ich auf jeden Fall erstmal eine literarische Erholungspause. Das Buch ist spannend, temporeich und bewegt sich so manches mal an der Grenze des guten Geschmacks, was aber wiederum hervorragend zu der Atmosphäre und Stimmung der Geschichte passt.
Der Amerikaner Jack Burn lebt mit seiner schwangeren Frau Susan und seinem Sohn Matt mehr oder weniger unfreiwillig in Kapstadt. Burn ist einer der meist gesuchten Verbrecher der USA. Rudi Barnard, auch Gatsby genannt, ist ein weisser Polizist in Kapstadt, ein bigotter Mensch ohne moralische Grenzen. Benny Mongrel, ein ehemaliges Gang-Mitglied arbeitet als Sicherheitsmann auf der Baustelle neben Burns Haus. Durch Zufall verschlägt es zwei grosse Kleinkriminelle in die Gegend, die dann beschließen, Burn und seine Familie auszurauben. Burn tötet die beiden in Notwehr, und so beginnt ein temporeicher Thriller in und um Kapstadt. Zum Ende des Buches schliessen Jack Burn und Benny Niemand eine unheilige Allianz, um dem brutalen und korrupten Buren das Handwerk zu legen.
Roger Smith versteht es meisterhaft in seinem Krimi-Debüt die Grenzen zwischen gut und böse zu verwischen und die Lebensumstände in Kapstadt zwar brutal, aber durchaus realistisch darzustellen. Rund herum hat er einen spannenden Thriller gestrickt, den man von Anfang an nicht mehr aus der Hand legen kann. Sprachlich ist das Buch allerdings nichts für zarte Gemüter, balanciert jedoch geschickt auf einem dünnen Pfad zwischen authentisch und „nicht Jugendfrei. Es wird kein Problem ausgelassen – von Drogen, Waffenhandel und Korruption bis hin zu Vergewaltigung und Kindesmissbrauch. Der Weg des Buches ist von Anfang bis Ende mit Leichen gepflastert, passt zu der Geschichte, war mir persönlich aber Ende etwas viel. Vor allem die so oft beschriebene Gleichgültigkeit gegenüber dem menschlichen Leben hat mir das Lesevergnügen so manches mal getrübt. Das Ende ist, im Vergleich zum Roman, leider etwas zu einfach gehalten. Man könnte den Eindruck gewinnen, der Autor hat auf den letzten 20 Seiten die Ideen verloren, ein Epilog um das Schicksal von Susan Burn und Carmen Fortune wäre wünschenswert gewesen. So aber bleibt ein etwas unbefriedigendes Gefühl zurück.

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40

18.03.2009

„Leben oder nur überleben in Kapstadt”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Wülfrath
Zwei Bandenmitglieder auf Drogen planen ganz nebenbei eine amerikanische Familie zu überfallen und auszurauben.Doch es endet anders als gedacht , kurz darauf sind sie schon tot , selber brutal hingerichtet von Jack Burn. Dessen wirkliche Identität am Anfang verschwiegen wird.Obwohl er " nur " mit Erfolg seine Familie schützte, wird er versuchen, die Leichen selber zu entsorgen , statt die Polizei zu rufen.
Ein Wächter beobachtet die Ankunft der Gangmitglieder und ...handelt nicht.Inspector Rudi Barnard ( Gatsby)durch und durch korrupt, versucht einen der getöteten Gangmitglieder zu erreichen, weil er mit ihm in "geschäftlicher Verbindung " steht.Mehr durch Zufall verdächtigt er Burn mit der Sache etwas zu tun zu haben,die Spirale äusserster Gewalt beginnt sich immer schneller zu drehen...Ich glaube in diesem Buch geschieht so ziemlich jedes Verbrechen: Morde, Folter, Entführung, Raub, Einbruch, Bestechung, Waffenbesitz, Drogenhandel u.s.w.
Diese brutale Geschichte geht einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf .Man sieht einzelne Szenen sofort vor sich, kann sich schwer entziehen. Woran liegt das ? An der harten, deutlichen, manchmal auch sehr primitiven Sprache, die nicht jedermanns Sache sein wird.Alles wirkt erschreckend realistisch. Die Geschichte wird zügig erzählt, keine langatmigen Beschreibungen von Landschaft oder Personen.Die Sprache und Schreibstil passt hervorragend zu dem Inhalt, ich bin überzeugt Kap der Finsternis wird ein Renner .Einem Thrillerfan würde ich diese Erstlingswerk von Roger Smith auf jeden Fall wärmstens empfehlen- nichts für sensible Leser, Foltermethoden sind einige Male sehr deutlich bezeichnet.
Das Titelbild hätte mich nicht bewogen, das Buch auch nur in die Hand zu nehmen. Schade, es verdient es!

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30

18.03.2009

„Brutalität und Aktion pur”

von Goldsternfamily aus Hamm
Erstmal 5 Punkte für den Autor für seine skurilen Namen - ein Beispiel - Disaster Zondi -

Familie Burn ist wegen krimineller Machenschaften von Amerika nach
Kapstadt gezogen, um einen neuen Anfang zu starten, allerdings
gestaltet sich das etwas schwierig. Die Familie - Jack, hochschwangere
Ehefrau Susan und Sohn Matt wird überfallen von 2 Männgern und Jack
schafft es seinerseits die beiden zu überwältigen und zu töten - so
nimmt das Unheil seinen Lauf und ab diesem Moment beginnen
Verfolgungsjagden, am Schluß wird noch der Sohn von den Burns entführt.

Das Buch ist an Brutalität kaum zu überbieten, ein Menschenleben
ist da nicht viel wert. Die Geschichte springt ständig zu verschiedenen
Personen mit unterschiedlichen Geschichten und es ist kein roter Faden
in Sicht - es wird aus der Ich-Perspektive erzählt in rasantem Tempo.
Die Charaktere bleiben schwach, allerdings schafft es der Autor den
Spannungsbogen über das gesamte Buch zu halten.

Das offene Ende läßt einen zweiten Teil erahnen. Mir persönlich war die Brutalität und der Gassenjargon etwas to much!!!

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Simon Beckett Kalte Asche

50

13.03.2009

„Thriller mit mächtig Tempo!”

von thorlac
Geradezu unglaublich, welch eine atemberaubende Spannung Roger Smith bereits in den ersten Kapiteln seines Thrillers heraufbeschwört.
Ex-Marine Jack Burn ist auf der Flucht. Seine Spielschulden haben ihn in einen Bankraub verwickelt, der schief ging und einem Cop in Milwaukee das Leben kostete. Zusammen mit seiner jungen, schwangeren Frau Susan und seinem kleinen Sohn verlässt er die Vereinigten Staaten und beginnt in Südafrika in einem ruhigen, wohlhabenden Vorort Kapstadts ein neues Leben. Die Idylle wird jedoch jäh zerstört, als zwei Männer in das Haus der Familie eindringen und Jack beide überwältigt und tötet. Natürlich kann er sich nicht an die Polizei wenden. So entledigt er sich selbst des Problems und entsorgt die Leichen auf den Deponien der Velds vor der Stadt. Doch sein eigentliches Problem hat jetzt gerade erst begonnen.
Eine Baustelle in der Straße wird von Benny Mongrel, einem entlassenen Sträfling, und dessen alternden Wachhund Bessie bewacht. Benny war von Anfang an auf die Verliererseite des Lebens abonniert. Karriere steil bergab. Dass das Leben ihn hart gemacht hat, ist dabei noch weit untertrieben. Seine einzige Sorge und Liebe gilt seiner alten Bessie. Und er hat sich vorgenommen, sauber und ehrlich zu bleiben. Wäre da nicht der fette Polizist, der ihm Fragen stellt über den auf der Straße zurückgelassenen BMW der Einbrecher. Er entfacht in ihm neu kalten Hass, als dieser seine Bessie bedroht und verletzt.
Inspector Rudi Barnard, in den Cape Flats bekannt als Gatsby, regiert seinen Bezirk mit eiserner Faust. Ungestraft mordet und terrorisiert der bigotte Polizist dort schon seit Jahren. Jetzt aber hat er Wind bekommen von einer Säuberungsaktion, bei der korrupte Beamte ins Visier genommen werden sollen. Barnard kannte die Männer, deren BMW vor Jack Burn's Haus zurückblieb, und sein Interesse an der eingewanderten Amerikanerfamilie wird nun zunehmend geweckt. Barnard hat nur ein Ziel im Kopf: möglichst viel Geld machen. Und genau dieses wittert er!
Disaster Zondi ist der von Johannesburg nach Kapstadt entsandte Sonderermittler, um Barnard unter die Lupe zu nehmen. Obwohl sich der fette Inspector immer wieder geschickt aus der Schlinge rettet, bleibt Zondi ihm dicht auf den Fersen, und gerät dabei in die Fronten zwischen dem korrupten Polizisten und dem flüchtigen Amerikaner.

Das Drama entfaltet sich rund um diese vier Männer und ein paar anderen tragischen Figuren, wechselt immer wieder von Person zu Person und spitzt die Situation so zu. Barnards scheußlicher und durchtriebener Charakter lässt einen zeitweise das Buch erschrocken aus der Hand legen. Die Geschichte ist aber derart packend, dass man gar nicht anders kann, als weiterzulesen. Schockierend, wie Roger Smith den Leser dabei letztlich an allen Figuren seiner Geschichte (ver)zweifeln lässt. Wen will man denn innerlich unterstützen, wo doch alle „Dreck am Stecken“ haben?
Smith zeichnet in seinem Thriller mit oft derben Worten ein sehr lebendiges und erschütterndes Bild von den Cape Flats auf dem ausgedehnten Buschland nördlich von Kapstadt, einem Schmelztiegel des Rassenhasses, der Korruption, der Armut und Gewalt. Den Leser erwartet durchweg rasante, bis zum Anschlag geladene Spannung, verpackt in eine dunkle, schwarze Welt inmitten eines bunten, schillernden Landes.

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40

13.03.2009

„Südafrikas Kapstadt – Traum oder Albtraum?”

von Kerstin Haase aus Zittau
Der Amerikaner Jack Burn ist mit seiner hochschwangeren Frau und dem kleinen Sohn auf der Flucht vor den Behörden der USA in Kapstadt untergetaucht. Ein folgenschwerer Fehler, wie sich herausstellen soll. Bei einem versuchten Raubüberfall durch zwei Gangster ist Jack gezwungen seine Familie zu verteidigen und die Angreifer auszuschalten. Durch seine Vergangenheit kommt eine Zusammenarbeit mit der Polizei nicht infrage. Seine Tat bleibt auch nicht unbeobachtet und somit kommt ein Stein ins Rollen, der eine Lawine beispielloser Gewalt und Korruption auslöst.

Wir lernen im Lauf des Romans weitere für den Fortgang der Handlung wichtige Personen, wie den Exsträfling Benny, der einfach nur ein neues Leben beginnen möchte, und die drogensüchtige Carmen kennen. Die wahrhaft abscheulichste Figur des Romans ist allerdings der korrupte und äußerst brutal agierende Polizist Gatsby. Durch die ständigen Perspektivenwechsel wird eine Spannung aufgebaut, die den Leser nicht mehr loslässt. Es gibt keinen Moment der Langeweile. Der Autor versteht es meisterhaft, die vielen losen Fäden zu einem Ganzen zu vereinen und auch das Ende war für mich befriedigend.

Für etwas empfindlichere Leser ist das Buch vielleicht nicht optimal geeignet, da einige Zugriffe und Foltermethoden doch sehr detailliert geschildert werden. Ich nehme mal an, da der Autor selbst in Kapstadt lebt, wird es sich nicht nur um reine Fiktion handeln und ein gehöriges Körnchen Wahrheit in der Geschichte stecken. Es war immer mal ein Traum von mir die Stadt am Tafelberg zu besuchen. Der Roman hat mir doch ein wenig die Augen geöffnet und lässt mich zweifeln, ob ich diesen Traum wirklich noch leben möchte.

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40

11.03.2009

„Ein schonungsloser Debütroman”

von Avathea
Bei Kap der Finsternis handelt es sich um ein schonungsloses Erstlingswerk von Roger Smith. Obwohl oder gerade, weil der Autor selbst in Kapstadt lebt, kann man von einem aktuellen authentischen Bild von Südafrika ausgehen, dass er in aller Brutalität und Grausamkeit darstellt, ohne die Dinge zu beschönigen.
Bereits im ersten Kapitel findet ein bewaffneter Überfall von zwei jungen Männern, die auf Drogen sind, auf die amerikanische Familie Burn statt. Dieser allerdings endet anders als gedacht, da der Familienvater Jack Burn zurückschlägt und die beiden ins Jenseits befördert. Und dies ist auch der Anfang der brutalen Abfolge der Geschichte, die mit der Zeit immer mehr düstere Realität aufzeigt. Neben einem korrupten Polizisten, der Jesus Christus und das Töten liebt, einem Ex-Inhaftierten, der schon nicht mehr zählen kann, wievielen er bereits gute Nacht gesagt hat, ist auch Jack Burn kein unbeschriebenes Blatt, da er sich mit seiner Familie nicht ganz freiwillig in Kapstadt aufhält. Auch er hat dunkle Geheimnisse, die im Laufe des Buches aufgedeckt werden und dadurch dem Thriller noch mehr Stoff verleihen.
Dieser Debütroman ist sicherlich nichts für schwache Nerven. Wenn man ihn liest, muss man sich den schonungslosen und brutalen Grausamkeiten stellen und vielleicht auch dankbar sein, dass man selbst in einem behüteteren Teil der Welt leben darf, wo solche dargestellten Wahrheiten wirklich nur in Büchern oder Filmen zu finden sind. Zum einen deswegen und zum anderen, dass das Buch sehr flüssig und spannungsaufbauend geschrieben ist, halte ich es für einen sehr gelungenen, auf der Realität basierenden, Thriller, der noch weitere gute Bücher vom Autor Roger Smith versprechen lässt, dem es offenbar ein Anliegen ist seine Leserschaft mit der Wahrheit und Wirklichkeit seiner Heimat zu konfrontieren.

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50

11.03.2009

„Wilkommen in der Hölle von Kapstadt”

von villawiebke
So hatte sich der Glücksspieler Jack Burn das Leben mit seiner schwangeren Frau Susan und seinem Sohn Matt nicht vorgestellt, als er unter falscher Identität von L.A nach Kapstadt flüchtet, um in einer der schönsten Metropolen der Welt seiner Familie ein normales Leben zu ermöglichen. Fernab von der Vergangenheit findet sein Plan ein jähes Ende, als zwei Mitglieder der Americans, der größten Gang aus den Cape Flats, in das Haus der Familie einbrechen, um sie auszurauben. Ohne Skrupel stellt sich Jack Burn den Eindringlingen und steht innerhalb kürzester Zeit am Ende seiner Zukunft.

Kapstadt – drittgrößte Stadt in Südafrika, benannt nach dem Kap der guten Hoffnung. Voller unbeherrschter Mentalität, Drogen und Korruption. Bandenkriege sind an der Tagesordnung. Gut getarnt von der eigentlichen Touristenhochburg toben sie in den Slums und bringen schonungslos die raue Wirklichkeit Südafrikas ans Licht.

Inmitten dieser Kulisse erzählt der Autor Roger Smith mit voller verbaler Härte seine Geschichte. Bizarr und ohne Schnörkel reiht er die Fakten aneinander, beschönigt nichts. Rasant im Tempo lässt er Ereignisse und Handlungen ablaufen, dass dem Leser schwindlig wird. Schub um Schub, unwirklich erscheinend und doch voller Realität. Es gibt keine Schonung, auch für seine Protagonisten nicht. Erbarmungslos enthüllt er ihr Leben, stellt sie bloß. Denn jeder hat etwas zu verbergen. Nur die Art und Weise, wie sie es tun, unterscheidet sich.

Da gibt es den ruhigen unauffälligen Baustellenwächter mit langjähriger Knast- und Bandenerfahrung, der erst bei näherem Hinsehen Angst einflößt oder den korrupten Polizisten, der mit hohem Aggressionspotential gegen Mitglieder der Unterschichten vorgeht und auch vor Mord nicht zurückschreckt und nicht zuletzt die jugendlichen Einbrecher, die nicht einmal vor einer werdenden Mutter halt machen. Alles Menschen, denen man am Besten nicht begegnen sollte. Und doch sind sie nicht wegzudenken in einer Gesellschaft, die von Gewalt und Rassismus geprägt ist. Wo Prostitution, Waffenhandel, Schutzgelderpressung, Raub, Diebstahl und Hehlerei an der Tagesordnung sind.

Roger Smith zeigt in seinem Buch um den gestrauchelten amerikanischen Glücksspieler Jack Burn die Seite Kapstadt´s, die gut versteckt im Inneren tobt, den Kap der Finsternis. Rasant, gesellschaftskritisch, mit realem Hintergrund wurde der Thriller vom Autor mit viel Wissen zum Detail konstruiert und ist trotz seiner durchgängigen Brutalität volle fünf Sterne wert. Ein Buch, das einfach gelesen werden muss!

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50

10.03.2009

„gefährliches Kaostadt”

von robberta aus nrw
Rasanter Einstieg. Gefährliches Kapstadt. Der Topf aus Drogen,Gewalt,Rassismus kocht über, die Frage ist nur wer kommt darin um und wer überlebt. Die vielen Personen, wirken gerade durch ihre jeweils typische Sprache. Man spürt den Konflikt zwischen Mr. Hill alias Burn und seiner Frau Susan. Burn wirkt trotz seiner Tat sympathisch. Die Personen des Benny Mongrel und des Inspektor Rudi Barnard sind so niveauvoll beschrieben, dass man sie lebendig vor sich sieht.Die Zweckallianz zwischen Burn und Mongrel ahnt man schon und es ist schön das die Andeutungen und Handlungsstränge auch bis zum Schluss verwoben und aufgelöst werden. Endlich mal kein Buch, bei dem zum Schluss was aus den Hut gezaubert wird. Burn bzw. Hill ist eine interessante Romanfigur und auch Benny Mongrel ist interessant.Sehr gut inszeniert.

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30

09.03.2009

„An Brutalität kaum zu überbieten”

von Callisto
Das Buch liest sich wie das Drehbuch zu einem schlechten amerikanischen Actionstreifen, was möglicherweise daran liegen könnte, des der Autor genau das ist: Drehbuchschreiber.
Burns, ein Ex-Marine, welcher An der Aktion "Desert Storm" teilnahm, hat in seinem Leben viel Pech gehabt. Erst ein geplatzer Auftrag, dann Glücksspiel das führte zu Schulden, die er nicht mehr zahlen konnte und so wurde er in einen Raubüberfall verwickelt, der zu einem Polizistenmord führte. Nun ist er mit seiner 20 Jahre jüngeren, hochschwangeren Frau auf der Fluch vor den US Behörden und versteckt sich ausgerechnet in Südafrika: in Kapstatt. Natürlich kommt es wie es kommen muss, zwei Gangster, Mitglieder der Americans, beschließen spontan gerade sein gemietetes Haus zu überfallen. Burns töte die beiden und das Unglück nimmt durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, in welche ein korrupter Bulle, ein Ex-Knacki, eine Tick Hure und ein Staatlicher Sonderermittler verwickelt sind, seinen Lauf.
Unglaublich klischeehaft und an Brutalität kaum zu überbieten. Natürlich ist ein armer Ex-Soldat der Vater, die Ehefrau und Mutter ist jung, schön und schwanger uns soooooooo hilflos, natürlich wird ein Kind entführt,...
Der Autor schwelgt in ausführlichen Beschreibungen von Morden, Folterungen und Hinrichtungen, dass es einem teilweise schier den Magen umdreht. Die Sprache ist grob, schmutzig und wiederlich. Sätze wie "Wasch dir den Arsch, der sinkt", gehören noch zu den freundlichen Kommentaren.
Eines muss man dem Autor zugute halten, er hat es geschafft ein Buch zu schreiben, in welchem nicht eine sympatische Person vorkommt. Man kann sich mit niemanden identifizieren und somit läuft das ganze Buch wie ein FIlm in einer Distanz vor einem ab, die einen die Brutalität des Geschehen ertragen lässt.

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50

08.03.2009

„Welch ein Debüt!!! - Tista”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Marl
Der Amerikaner Jack Burn musste mit seiner hochschwangeren Frau Susan und seinem kleinen Sohn Hals über Kopf aus Amerika fliehen und hat sich in Kapstadt niedergelassen in der Hoffnung, dort ein ruhiges, glückliches und gesichertes neues Leben aufbauen zu können. Finanziell unabhängig sind sie, doch seine Frau Susan ist leider nicht so glücklich und hadert mit ihm und ihrem gemeinsamen Leben.
Dann passiert etwas völlig unerwartetes: Zwei zugedröhnte, drogenabhängige junge Männer verfahren sich mit ihrem Auto und geraten in das wohlhabende Wohngebiet, in dem Jack Burn ein Haus gemietet hat, und beschließen spontan, dieses Haus zu überfallen! Jack Burn muss sich wehren - und beide Einbrecher kommen zu Tode! Natürlich kann Jack die Polizei nicht rufen - dann würde er auffliegen - also kümmert er sich selber um die Beseitigung der Leichen!
Und von nun an wird sein Leben völlig auf den Kopf gestellt und alles ändert sich...............
Eine große Rolle spielt auch Benny Mongrel, ein Baustellenwächter, der die Baustelle neben dem Haus von Jack Burn bewacht......
Rudi Bernard, der gläubige aber korrupte und in Kapstadt gefürchtete Bulle, der selber gerne mordet, kommt Jack Burn auf die Spur und der Sonderermittler Disaster Zondi wiederum will endlich Bernard aus dem Verkehr ziehen.

In diesem Roman lernen wir die verschiedensten Schattenseiten von Kapstadt kennen. Und krasse Gegensätze zwischen Arm und Reich - Weiß und Schwarz - Gesetz und Gesetzesbrechern werden uns aufgezeigt. Slums liegen im Schatten der bombastischen Häuser der Reichen - die im Überfluss leben und aus deren Mülltonnen die Armen überleben. Benny Mongrel, der eine äußerst schwierige Jugend hinter sich und noch nie einem Weißen die Hand gegeben und den größten Teil seines Lebens im Gefängnis verbracht hat, möchte nun endlich ein einfaches, aber friedliches Leben führen. Rudi Bernard, vor dem alle Angst hatten, der sich alles erlauben konnte und der einfach ungestraft mordete, wird nun selber zum Gejagten und weitere Protagonisten und ihre Lebensgeschichten vervollständigen das Bild der Verhältnisse in Südafrika.

Das Buch ist fesselnd geschrieben, der Wortschatz und die Ereignisse sind oft sehr brutal, aber ich glaube, dass es leider in der Welt wirklich so zugeht, und dass diese Wortwahl einfach zu den Ereignissen dazu gehört. Auf der anderen Seite aber kommen auch die Gefühle nicht zu kurz und oft wecken die Ereignisse Mitleid und Verständnis für bestimmte Handlungen. Jedes Kapitel - immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben - endet spannend, macht neugierig darauf, wie es weitergeht, man fiebert dem neuen Kapitel förmlich entgegen.
Die einzelnen Handlungsstränge werden immer wieder zusammengeführt und erlauben dem Leser einen tiefen Einblick in das Leben der Menschen.

Für mich ein sehr faszinierendes, gelungenes Roman-Debüt von Roger Smith, das Lust auf mehr macht.

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