Neukunde?

Hier starten

Erweiterte Suche
Die Kritik der mörderischen Vernunft

Die Kritik der mörderischen Vernunft

Thriller. Originalausgabe

buch
EUR 9,95
auf Merkliste

versandkostenfrei

Sofort lieferbar

Artikel weiterempfehlen



Wird oft zusammen gekauft

buch

Todeskampf

EUR 8,95

Zusammen jetzt für
18,90

jetzt beide kaufen

Kunden, die Die Kritik der mörderischen Vernunft gekauft haben, kauften auch:

Artikeldetails zu Die Kritik der mörderischen Vernunft

AutorJens Johler

Untertitel Thriller. Originalausgabe

Abbildungsvermerk 19 cm

  • ISBN-103-548-26954-0
  • ISBN-139783548269542
  • Verlag Ullstein Taschenbuchverlag
  • ReiheUllstein-Bücher,...
  • Einbandartkartoniert/broschiert
  • Seiten400
  • VeröffentlichtJanuar 2009
  • GenreThriller
  • Gewicht371g
  • SpracheDeutsch

Kurzbeschreibung zu Die Kritik der mörderischen Vernunft

»Sprachlich sehr gut, wissenschaftlich fundiert und spannend bis zum Schluss! Fazit: Ein Krimi des gehobenen Anspruch.s«
Aachener Zeitung, Guido Lips, Buchhandlung Fischer, Jülich, 18.04.09


»Ein kluges, hoch spannendes Buch«
Brigitte, 03.06.09


»Bestens recherchierter Grusel«
Ulli Kulke, Die WELT


»Der Thriller verbindet Fiktion und Wirklichkeit auf bemerkenswerte Weise«
Gehirn & Geist


»Ein im besten und wahrsten Sinne nervenraubender Krimi mit biophilosophischer Dimension«
Zitty, Berlin


»Kritik der mörderischen Vernunft ist ein ausnehmend gelungener Wissenschafts- und Philosophiekrimi aus der Welt der Hirnforschung.«
Telepolis News, Florian Rötzer, 17.05.2009


»Hirnforschung und Wissenschaftskritik, ein seltenes Sujet im weiten Feld der Kriminalliteratur. Jens Johler wirft einen genauen Blick darauf, wirft Schlaglichter auf die Schattenseiten einer Ethik, die keinen moralischen Impetus mehr kennt. Nur das Mögliche zählt. Wenn es der guten Sache dient. Einer guten Sache, deren Inhalte von Geheimdiensten und multinationalen Konzernen diktiert werden.«
Krimi- couch.de, Jochen König, 19.05.09

Beschreibung der Redaktion zu Die Kritik der mörderischen Vernunft

Ein bekannter Wissenschaftler wird brutal ermordet. Der erste Verdacht fällt auf radikale Tierschützer, denn der tote Hirnforscher hatte Versuche an Affen vorgenommen. Ein Briefbombenanschlag auf einen Kollegen in Bremen deutet in dieselbe Richtung. Doch der Berliner Wissenschaftsjournalist Troller weiß mehr als die Polizei. Denn der Mörder, der sich Kant nennt und mysteriöse Botschaften hinterlässt, hat ihn persönlich kontaktiert. Gemeinsam mit der Kriminalreporterin Jane kommt Troller einem Mann auf die Spur, der den freien Willen des Menschen bedroht sieht – und töten wird, um ihn zu bewahren.

Portrait

Jens Johler:
Jens Johler, 1944 in Neumünster geboren, in Hamburg aufgewachsen. Nach einer Schauspielausbildung an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule und drei Berufsjahren als Schauspieler in Dortmund ab 1968 Studium der Volkswirtschaftlehre an der Freien Universität Berlin, anschließend Wissenschaftlicher Assistent. Danach freier Autor, u. a. von Theaterstücken. 1994 erschien sein Roman 'Der Falsche'.

Bewertung unserer Kunden zu Die Kritik der mörderischen Vernunft

Wie ist Ihre Meinung zu „Die Kritik der mörderischen Vernunft”?

Geben Sie Ihre Bewertung ab. Jetzt rezensieren und 2 Euro kassieren.

20

19.12.2009

„Besser mal Experten fragen.....”

von sabatayn76 aus Deutschland Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Inhalt:
Verschiedene Wissenschaftler, die sich mit der Erforschung des menschlichen Gehirn beschäftigten, werden auf brutalste und kaltblütigste Weise umgebracht. Der Wirtschaftsjournalist Troller bekommt Nachrichten vom Täter, der sich 'Kant' nennt und gern Trollers Buch zitiert. Die Suche nach dem Mörder beginnt - und die Zeit eilt.

Mein Eindruck:
Im Nachwort schreibt der Autor folgendes: 'Personen und Handlungen habe ich frei erfunden, die Fakten habe ich recherchiert.'. Es hört sich initial gut an, dass der Autor seinen Thriller auf Tatsachen und Forschungsergebnissen aufbaut und auch überprüft hat, ob alles richtig verstanden und beschrieben wurde. In den Rezensionen anderer Leser wurde immer wieder auf die exakte und detaillierte Recherche des Autors hingewiesen. Klingt gut? Stimmt aber leider nicht! Im gesamten Buch tummeln sich Fehler - und hiermit meine ich vor allem die mangelhafte Recherche in Sachen Bildgebung oder Neuroanatomie. Da ich selbst seit einigen Jahren in diesem Bereich arbeite, kann ich hier sehr gut zwischen richtig und falsch, zwischen guter und schlechter Recherche unterscheiden. Ich habe mich oft gefragt, wie viele andere Informationen und Interpretationen fehlerhaft sind – in Sachen Kant kann ich dies zum Beispiel selbst nicht einschätzen.

Beispiele für falsche Informationen:
(1)Ein 'funktionelles MRT' ist kein besonderes Gerät (wie der Autor schreibt), sondern eine radiologische Methode, ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von aktivierten Hirnarealen. Man kann anhand eines fMRT-Bildes auch keine gut abgegrenzte Raumforderung diagnostizieren (wie es im Buch geschieht), da die Auflösung hierfür zu schlecht ist. Weiterhin ist die Amygdala eine kleine Struktur, die nicht durch einen schnellen Blick auf das fMRT-Bild identifiziert werden kann. Zumal die (zuverlässige) Auswertung eine aufwändige Vorverarbeitung als Voraussetzung hat. Die Kopfspule wird übrigens vor dem Hineinfahren in den Scanner angebracht. Und der Kopf kommt selbstverständlich nicht am anderen Ende des Scanners wieder heraus, denn den möchte man ja untersuchen.
(2)Des Weiteren verwendet der Autor den Begriff der 'Dissoziativen Persönlichkeitsstörung'. Diesen Ausdruck gibt es nicht. Die alte Bezeichnung der Störung ist 'Multiple Persönlichkeit', die neue 'Dissoziative Identitätsstörung'.
(3)Der Autor erwähnt eine Struktur namens 'Gyros cinguli'. Gyros ist das, was man im griechischen Restaurant bestellen kann. Gyri sind Hirnwindungen. Die korrekte Bezeichnung der Struktur ist somit 'Gyrus cinguli'.
(4)Johler erwähnt den Film 'Der freie Wille' und erläutert, dass es darum um einen Mörder geht. Auch das ist falsch. Jürgen Vogel spielt einen Vergewaltiger. Übrigens ein sehr guter und empfehlenswerter Film!
(5)Das Medikament, das Johler erwähnt, heißt nicht 'Retalin', sondern 'Ritalin'.

Mein Resümee:
Ich wollte anfangs eigentlich vier Sterne geben, da sich der Thriller sehr gut liest und ein sehr spannendes Thema behandelt. Nach all den Belegen für eine schlechte Recherche kann ich das Buch jedoch nicht mehr Ernst nehmen.
Hat der Autor Kant falsch zitiert/ausgelegt? Hat er die Informationen zu Spiegelneuronen korrekt wiedergegeben? Was ist der derzeitige Forschungsstand bezüglich des freien Willens und bildgebenden Verfahren? Diese Fragen kann ich leider nicht beantworten. Ich fürchte aber, dass ein Autor, der einfachste Informationen ungenau oder sogar falsch wiedergibt, die Aussagen der Kant'schen Philosophie nicht verstanden hat.
Traurig!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

20

19.12.2009

„Besser mal Experten fragen.....”

von sabatayn76 aus Deutschland Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Inhalt:
Verschiedene Wissenschaftler, die sich mit der Erforschung des menschlichen Gehirn beschäftigten, werden auf brutalste und kaltblütigste Weise umgebracht. Der Wirtschaftsjournalist Troller bekommt Nachrichten vom Täter, der sich 'Kant' nennt und gern Trollers Buch zitiert. Die Suche nach dem Mörder beginnt - und die Zeit eilt.

Mein Eindruck:
Im Nachwort schreibt der Autor folgendes: 'Personen und Handlungen habe ich frei erfunden, die Fakten habe ich recherchiert.'. Es hört sich initial gut an, dass der Autor seinen Thriller auf Tatsachen und Forschungsergebnissen aufbaut und auch überprüft hat, ob alles richtig verstanden und beschrieben wurde. In den Rezensionen anderer Leser wurde immer wieder auf die exakte und detaillierte Recherche des Autors hingewiesen. Klingt gut? Stimmt aber leider nicht! Im gesamten Buch tummeln sich Fehler - und hiermit meine ich vor allem die mangelhafte Recherche in Sachen Bildgebung oder Neuroanatomie. Da ich selbst seit einigen Jahren in diesem Bereich arbeite, kann ich hier sehr gut zwischen richtig und falsch, zwischen guter und schlechter Recherche unterscheiden. Ich habe mich oft gefragt, wie viele andere Informationen und Interpretationen fehlerhaft sind – in Sachen Kant kann ich dies zum Beispiel selbst nicht einschätzen.

Beispiele für falsche Informationen:
(1)Ein 'funktionelles MRT' ist kein besonderes Gerät (wie der Autor schreibt), sondern eine radiologische Methode, ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von aktivierten Hirnarealen. Man kann anhand eines fMRT-Bildes auch keine gut abgegrenzte Raumforderung diagnostizieren (wie es im Buch geschieht), da die Auflösung hierfür zu schlecht ist. Weiterhin ist die Amygdala eine kleine Struktur, die nicht durch einen schnellen Blick auf das fMRT-Bild identifiziert werden kann. Zumal die (zuverlässige) Auswertung eine aufwändige Vorverarbeitung als Voraussetzung hat. Die Kopfspule wird übrigens vor dem Hineinfahren in den Scanner angebracht. Und der Kopf kommt selbstverständlich nicht am anderen Ende des Scanners wieder heraus, denn den möchte man ja untersuchen.
(2)Des Weiteren verwendet der Autor den Begriff der 'Dissoziativen Persönlichkeitsstörung'. Diesen Ausdruck gibt es nicht. Die alte Bezeichnung der Störung ist 'Multiple Persönlichkeit', die neue 'Dissoziative Identitätsstörung'.
(3)Der Autor erwähnt eine Struktur namens 'Gyros cinguli'. Gyros ist das, was man im griechischen Restaurant bestellen kann. Gyri sind Hirnwindungen. Die korrekte Bezeichnung der Struktur ist somit 'Gyrus cinguli'.
(4)Johler erwähnt den Film 'Der freie Wille' und erläutert, dass es darum um einen Mörder geht. Auch das ist falsch. Jürgen Vogel spielt einen Vergewaltiger. Übrigens ein sehr guter und empfehlenswerter Film!
(5)Das Medikament, das Johler erwähnt, heißt nicht 'Retalin', sondern 'Ritalin'.

Mein Resümee:
Ich wollte anfangs eigentlich vier Sterne geben, da sich der Thriller sehr gut liest und ein sehr spannendes Thema behandelt. Nach all den Belegen für eine schlechte Recherche kann ich das Buch jedoch nicht mehr Ernst nehmen.
Hat der Autor Kant falsch zitiert/ausgelegt? Hat er die Informationen zu Spiegelneuronen korrekt wiedergegeben? Was ist der derzeitige Forschungsstand bezüglich des freien Willens und bildgebenden Verfahren? Diese Fragen kann ich leider nicht beantworten. Ich fürchte aber, dass ein Autor, der einfachste Informationen ungenau oder sogar falsch wiedergibt, die Aussagen der Kant'schen Philosophie nicht verstanden hat.
Traurig!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

19.03.2009

„„Der frei Wille ist (k)eine Illusion“”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Troller, Wissenschaftsjournalist bei der Zeitung „Fazit“, erhält eine email mit folgendem Inhalt: „Ich werde in dieser Nacht mit unserer praktischen Kritk beginnen. - Kant“ . Zunächst hält er das ganze für einen dummen Scherz, bis die nächste Mail eintrifft: „Ich habe in Professor Ritters Hirn nach Spiegelzellen gesucht. Befund negativ. - Kant“ Kurz darauf wird der Wissenschaftler Ritter, der im Bereich der Hirnzellenforschung tätig war, tot aufgefunden. Bei der Leiche findet die Polizei zudem noch einen Zettel mit einem Zitat aus Trollers Buch. War es das Werk von militanten Tierschützern? Oder gibt es eine Verbindung zu einem Geheimbund? Troller beginnt, mit seiner Lebensgefährtin und Kollegin Jane zu recherchieren, und auch als ein weiterer Anschlag auf einen Wissenschaftler verübt wird, nimmt der Mörder – Kant – Kontakt zu Troller auf. Schnell gerät er dabei selber unter Verdacht, vor allem als der Täter sich bei seinem dritten Mord Trollers Identität leiht ….. ein internationales Katz-und Mauspiel beginnt, wobei sein etwas schwieriges Verhältnis zu Jane keine unbedeutende Rolle spielt.

Nach dem Klappentext und der Leseprobe zu „Kritik der mörderischen Vernunft“ von Jens Johler war ich erst skeptisch, ob es einem Thriller aus dem Bereich der Wissenschaft gelingen würde, meine Aufmerksamkeit für die Dauer eines Buches zu fesseln, oder ob das Haupthema zu trocken dargestellt ist und ich das Buch nach 100 Seiten wieder aus der Hand lege. Aber weit gefehlt. Das Buch ist nicht nur ein spannender Thriller, sondern der Autor schafft es zudem, lehrreiche Themen aus dem Bereich der Wissenschaft spannend und informativ an den Leser zu bringen. Besonders überrascht war ich, das er nicht nur viele brisante und hochaktuelle Themen mit Fingerspitzengefühl angesprochen hat, sondern auch moralische und ethische Fragen um Hirnzellenforschung, Sterbehilfe und Tierversuche diskutiert wurden. Der Konflikt zwischen Möglichkeiten und Verantwortung gegenüber den Menschen und auch Tieren wird dabei besonders gut herausgearbeitet und anschaulich dargestellt.
Wer einen 08/15-Thriller in schwarz-weiß-Abstufung sucht, liegt mit diesem Buch falsch – geboten wird eine intelligente Geschichte, eine komplexe Handlung, eine kontroverse Diskussion in einer leicht zu lesenden und locker geschriebenen Verpackung. Zudem gerät der Leser in ein echtes Dilemma, da die Opfer in diesem Falle Thesen wie „Ein kaltblütiger Mörder hat das Pech, eine so niedrige Tötungsschwelle zu haben“ vertreten, was den Mörder an mancher Stelle schon fast sympathisch erscheinen lässt. Trollers Konflikt zu „seinem terroristischen Arm“ ist sehr schön dargestellt, vertritt Kant doch eigentlich nur etwas zu vehement seine Meinung. Spätestens am Ende kann man das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen – die Auflösung ist logisch, die Handlungsfäden werden zusammengeführt und alle offenen Fragen beantwortet.
Interessant ist auf jeden Fall auch das Nachwort des Autors, in dem er über Fiktion und Realität aufklärt und auf verschiedene Quellen verweist. Ein brisantes Thema, gut recherchiert, interessant und spannend verpackt – wirklich ein Thriller, der in der oberen Klasse mitspielen kann.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

10.03.2009

„Science-Thriller der Extraklasse”

von villawiebke
Angst kann einem schon überkommen, wenn man das zweite Buch um das Journalistenduo Troller und Jane Anderson liest. Bereits in seinem ersten Buch, übrigens da noch in Zusammenarbeit mit dem Sachbuchautor und Pädagogikprofessor Olaf-Axel Burow, beschäftigte sich der Autor Jens Johler mit der Forschung rund um das Gehirn des Menschen und der kritischen Rolle der Moral in Wissenschaft und Forschung. Ein Thema, dessen Vielfältigkeit wohl auch den Autor nicht zur Ruhe kommen lässt.

Ein Mörder treibt sein Unwesen unter den Hirnforschern. Sein selbstgewählter Name ist Kant, frei nach dem Philosophen Immanuel Kant. Aber nicht nur diesen hinterlässt er auf den Botschaften, die an den Tatorten gefunden werden, sondern auch Auszüge aus einem Buch, welches der Wissenschaftsjournalist Troller minder erfolgreich veröffentlicht hat. Aber das ist bei weitem noch nicht alles. Bereits nach dem ersten Mord an einem bekannten Professor, der sich mit der Erforschung der Spiegelzellen im Gehirn beschäftigt, nimmt er via E-Mail Kontakt zu Troller auf. Doch die Zeit wird knapp. Kant ist nicht zu stoppen und es geschehen weitere Morde.

Bei dem Versuch Kant zu finden und damit die Top-Story zu schreiben, finden Troller und die Kriminalreporterin Jane, immer neue Ansatzpunkte. Zunächst nehmen sie radikale Tierschützer ins Visier, die sich gegen Affenversuche stellen. Aber auch ehemalige Probanden, Gewaltverbrecher und Soziopathen, die von der Hirnforschung ins Unglück getrieben wurden sowie enttäuschte Kollegen, bleiben nicht verschont. Zuletzt wird sogar Troller selbst verhaftet. Doch der Mörder ist jemand ganz anderes und Troller ahnt nicht, dass er ihn schon lange kennt.

Nach der Lektüre des Buches war ich geschockt. Der Autor vollzieht in seinem Buch gekonnt eine Gratwanderung zwischen wissenschaftlicher Betrachtung und schriftstellerischer Fiktion, die erschreckend realistisch klingt. Obwohl ich bei weitem nicht alles verstanden habe, haben mir Wörter wie Gedankenkontrolle, Persönlichkeitsveränderung, Bewußtseinskontrolle oder auch Verhaltenssteuerung immer wieder einen Schauer über den Rücken gejagt und mich nachdenklich werden lassen.

Alles in allem ist "Kritik mörderischen Vernunft" ein hochinteressantes und sehr temporeich geschriebenes Buch über ein aktuelles Thema, das der Autor mit viel Liebe zum Detail recherchiert hat. Mit einer an Perfektion grenzenden Leichtigkeit gelingt es ihm, Spannung mit wissenschaftlicher Aufklärung und Philosophie zu verbinden. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, möchte aber die Leser unter uns warnen, die etwas zartbesaiteter sind.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

30

25.01.2009

„Schwere Kost”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Ulm
Einer der bekanntesten Hirnforscher wird ermordet und der erste Verdacht fällt auf eine Gruppe von Tierschützern, da auch die Hirnforschung zuerst Experimente mit Tieren durchführt. Ein weiterer Mord an einem Hirnforscher findet statt und die Polizei hat immernoch keine heiße Spur. Nur der Wissenschaftsjournalist Troller weiß mehr, da der Mörder, der sich selbst "Kant" nennt, über E-Mail mit Troller Kontakt aufnimmt.
Troller vertraut sich der Kriminalreporterin Jane an und gemeinsam versuchen sie der Sache auf den Grund zu gehen, anfangs ohne die Polizei in ihr Wissen einzuweihen.
Irgendwie scheint es eine Verbindung zwischen "Kant" und Troller zu geben, da der Mörder gewisse Dinge über ihn weiß und in seinen Mails an Troller und Botschaften, die er an den Tatorten hinterlässt, Sätze aus Trollers Buch zitiert, die wiederum Kritik an der Hirnfoschung ausdrücken.
Stehen sich die beiden vielleicht näher als man denkt?

Das Buch ist spannend geschrieben und clever aufgebaut. Bis kurz vor Ende weiß man nicht, wer "Kant" denn eigentlich ist und wie er mit Troller in Zusammenhang steht.
Die Geschichte ist in keinsterweise vorhersehbar.

Es ist allerdings ist es kein Thiller den man so neben herlesen kann. Das Thema stimmt einen sehr nachdenklich und erschreckt in seiner grausamen Realität.

Die Figur Toller ist sehr gut skizziert. Mir gefällt der Charakter sehr gut.

Allerdings stört mich die "Beziehungslinie" ins diesem Buch, die Beziehung zu seiner Tochter find ich wichtig.

Die Zwischenmenschliche Beziehungen zu Jane und die zur Kriminalbeamtin kann getrost wegelassen werden. Ich finde Sie stört und für meinen Geschmack würde es nicht auffallen wenn dies nicht erwähnt wird.

Es ist kein einfacher Thriller, denn die philosophische Thematik, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht, ist an manchen Stellen sehr anstrengend, da man die Fachausdrücke oder Diskussionen wirklich sehr genau lesen sollte um es zu versteht.

Ich hab sie zeitweise übersprungen. Da es mir zu unverständlich war.

Mein Fazit ist: Für anspruchsvolle Wissenschafts-Thiller-Leser ist diese Buch empfehlenswert. Für Menschen wie mich, die nicht allzuviel denken wollen beim Lesen ist es nur eingeschränkt zu empfehlen.

"bücher lesen heißt wandern gehen in fernen Welten, aus den Stuben, über die Sterne"

-Jean Paul -

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

18.01.2009

„Kritik der mörderischen Vernunft”

von Sibylle Meyer aus Rotenburg (Wümme)
Es handelt sich um einen sehr gut recherchierten Thriller angereichert mit Philosophie, Hirnforschung und Ethik. Erst auf den letzten Seiten werden die Fäden zur Aufklärung zusammengeführt.
Stetig wird die Spannung weiter aufgebaut und dann auch gut gehalten. Immer wieder kommen neue Verdächtige hinzu, bei einigen ist nicht klar, auf welcher Seite sie stehen. Interessant sind auch die Hintergrundfakten zum Geflecht zwischen Forschung, Kapital und Macht.
Der Schreibstil ist flüssig, wissenschaftliche Fakten werden gut erläutert, so dass auch Laien diese nachvollziehen können.
Das Cover finde ich nicht so ansprechend. Im Regal wäre ich an diesem sehr guten Thriller vorbeigegangen.
Mir hat "Die Kritik der mörderischen Vernunft" sehr gut gefallen und ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

14.01.2009

„Sehr spannend!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Wissenschaftsjournalist und Moralist Troller, bekannt durch seine Veröffentlichungen, gerät zusammen mit seiner Freundin Jane, einer Polizei- und Gerichtsreporterin, in den Sog eines brutalen und gerissenen Mörders, der Gehirnforscher grauenvoll umbringt.

Warum erhält Troller mysteriöse Mails? Steckt hinter dem Absender "Kant" der Mörder? Kann Troller zur Aufklärung beitragen?

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist flüssig geschrieben, unglaublich spannend. Teilweise etwas zu genau, also nichts für schwache Nerven.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

11.01.2009

„Darf Wissenschaft alles?”

von Nicole W. aus Brakel
Der Titel von Jens Johler neuem Roman "Kritik der mörderischen Vernunft" ist eine Anspielung auf eines der Hauptwerke des Philosophen Immanuel Kant: "Kritik der reinen Vernunft".
Und um Philosophie geht es auch in diesem Kriminalroman. Aber nicht nur um Philosophie, sondern auch um Hirnforschung und generell um Wissenschaft und Ethik und Moral.

Ein Mörder, der sich selbst "Kant" nennt. Seine Opfer: Hirnforscher.
Das Motiv ist zunächst nicht klar. Geht es um die Tierversuche, die die Forscher im Rahmen ihrer Studien gemacht haben? Und wollen sich Tierschützer dafür rächen? Geht es um geheime Experimente am Menschen? Um wirtschaftliche Ziele? Oder geht es dem unbekannten Mörder doch um persönliche Ziele? Klar ist nur, dass er es wohl auf Wissenschaftler abgesehen hat und sich auf Werke und Aussagen des Wissenschaftsjournalisten Richard Troller bezieht, zu dem er auch Kontakt aufgenommen hat.
Troller und seine Freundin Jane geraten in eine interessante Geschichte aus diversen Verschwörungstherorien von Wissenschaftlern gegen die Menschheit.

Nach "Gottes Gehirn" ist "Kritik der mörderischen Vernunft" schon der zweite Fall des Journalisten-Duos Troller und Jane. Inhaltlich haben diese beiden Fälle jedoch nicht viel gemein und bauen nicht aufeinander auf, so dass man das zweite Buch auch problemlos ohne Kenntnis des ersten Buches versteht.
Sehr ausführlich sind die Beschreibungen der wissenschaftlichen Vorgänge und Ergebnisse aus der Hirnforschung, was ich persönlich sehr interessant fand. Und auch die eine oder andere kleine philosophische Auseinandersetzungen mit der Wissenschaft hat mir gut gefallen (Darf Wissenschaft alles?). Allerdings mag das für den einen oder anderen, der nur eine spannende Geschichte lesen will, teils etwas störend und langatmig sein. Mich hat es jedenfalls nicht gestört. Im Gegenteil. An der einen oder anderen Stelle hätte es mich auch nicht gestört, wenn die Erklärungen noch ein wenig detailreicher gewesen wären, denn recherchiert hat Jens Johler auf jeden Fall sehr gut und ausführlich.
Auch die Charaktere konnten allesamt überzeugen und waren recht sympathisch. Ein wenig schade fand ich allerdings, dass man auf den Täter nicht von Anfang an selbst hätte kommen können, aber das tat der Geschichte an sich keinen Abbruch, dafür war es einfach insgesamt zu stimmig und spannend.

Ich würde "Kritik der mörderischen Vernunft" als einen gelungenen und vielleicht sogar etwas anspruchsvolleren Thriller bezeichnen und hoffe doch sehr, dass es noch einen dritten Fall für Troller und Jane geben wird.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

29.12.2008

„Leicht zwiespältige Gefühle”

von Manuela Müller aus Polling
Kritik der mörderischen Vernunft hinterlässt mich zweigeteilt.

Einerseits ist das Buch ein echter Pageturner, andererseits wird die Spannung immer wieder durchbrochen von philosophischen Haarspaltereien, die die Story nicht wirklich vorwärts bringen. Bestes Beispiel: Der philosophische Zirkel des Protagonisten Troller. Hier hatte ich immer das Gefühl in Langeweile zu ertrinken und war versucht, den Abschnitt einfach nur quer zu lesen.

Vom Thema ist dieser Thriller sehr eigenwillig und brisant:

Darf die Wissenschaft alles was sie kann? Was ist ethisch vertretbar? Inwieweit stößt die Wirtschaft/die Leute an der Macht die Forschung in die von ihnen gewollte Richtung und wer kontrolliert die Verwendung der Ergebnisse?

Eigentlich traurig, dass ein derart tiefgehendes und dramatisch aktuelles Thema in einen Krimi verpackt werden muss, damit sich der eine oder andere Gedanken darüber macht, was eigentlich in der Forschung passiert und welche Manipulationen am Menschen bereits machbar sind. Denn wenn die "Bild"-Zeitung solche Dinge in das Bewusstsein auch noch des letzten Menschen prügelt, ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen!

Ein meiner Meinung nach gut recherchiertes Buch mit kleinen Durchhängern, aber absolut lesenswert.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

27.12.2008

„Viel Spannung um Mord und Forschung”

von Bücherwürmchen aus Bayern
Nach rasanten und spannenden 100 ersten Seiten, in denen zwei Morde passieren und verschiedene Fährten gelegt werden, fällt der Spannungsbogen leider ab. Langatmige Betrachtungen über Philosophie, Tierquälerei und die Entwicklung der Hirnforschung ziehen sich handlungsarm dahin, bis der Mörder „Kant“ wieder zuschlägt und das der Geschichte neue Fahrt gibt.
Und das ist auch die einzige kleine Kritik, die ich anzubringen hätte: Der wissenschaftliche Aspekt wird für meinen Geschmack etwas zu ausführlich behandelt, auch wenn die düstere Zukunftsperspektive leider ziemlich realistisch und gut recherchiert erscheint. Das Rätselraten um die Identität des Mörders „Kant“ und das Privatleben der „ermittelnden“ Journalisten Troller und Jane hat mich wesentlich mehr gefesselt. Die Charaktere sind liebevoll skizziert und bewegen sich mutig durch die atemlos spannende Krimihandlung.
Ein sehr empfehlenswertes Buch!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

21.12.2008

„Angsteinflößende Wissenschaft - Tista”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Marl
Schon auf den ersten Seiten dieses Thrillers wird klar, dass Themen der Inhalt sind, die der Mensch eigentlich nicht so gerne bespricht! Sterbehilfe auf der einen, Tierversuche und wissenschaftliche Versuche am Gehirn des Menschen auf der anderen Seite.

Der Wissenschaftsjournalist Troller bekommt eine mysteriöse Mail von „Kant“, der ihm ankündigt, „Ich werde in dieser Nacht mit unserer praktischen Kritik beginnen“.
Zuerst weiß Troller nichts mit der Mail anzufangen – nach der zweiten Mail aber „Ich habe in Professor Ritters Hirn nach Spiegelzellen gesucht – Befund negativ“ ahnt Troller Böses und ein Anruf im Hause von iProf. Ritter bestätigt ihm, dass dieser in der Nacht ermordet worden ist.

Nun beginnt für Troller und für seine Freundin Jane – die in London auf den Prozessausgang des „Erlösers“ wartet, der viele Todkranke „von ihren Leiden“ erlöst hat, wie er sich selber verteidigt, die große Jagd nach „Kant“. Wer ist er? Warum mordet er? Kann Troller ihn stoppen bevor er noch mehr Hirnforscher ermordet?

Das Buch ist sehr spannend geschrieben, die Charaktere und alle Begebenheiten und Orte sind detailliert und fesselnd ausgearbeitet und immer wieder beschlich mich eine Gänsehaut, wenn ich mir vorgestellt habe, dass diese Versuche vermutlich wirklich schon lange stattfinden und irgendwann der „perfekte Mensch“ gezüchtet werden kann. Der Mensch, dem die Obrigkeit befehlen kann, was er tun und lassen soll, der nicht mehr selber denkt und entscheidet – eine schreckliche Vorstellung.

Neben den wissenschaftlichen Verwicklungen kommen in diesem Buch auch die persönlichen Gefühle nicht zu kurz – das Verhältnis zwischen Jane und Troller löst sich langsam auf. Das Verhältnis zu seiner Tochter wird nach einigen Tiefen wieder intensiver und das Ende lässt der Phantasie seinen freien Lauf…………………….

Ich habe das Buch gerne gelesen – hatte manchmal Schwierigkeiten mit den medizinischen Fachausdrücken, aber die kann man ja nachschlagen - und würde das Buch weiterempfehlen.


War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

19.12.2008

„Clever, spannend und anspruchsvoll”

von Avathea aus Großalmerode
Einer der bekanntesten Hirnforscher wird ermordet und der erste Verdacht fällt auf eine Gruppe von Tierschützern, da auch die Hirnforschung zuerst Experimente mit Tieren durchführt. Ein weiterer Mord an einem Hirnforscher findet statt und die Polizei hat immernoch keine heiße Spur. Nur der Wissenschaftsjournalist Troller weiß mehr, da der Mörder, der sich selbst "Kant" nennt, über E-Mail mit Troller Kontakt aufnimmt.
Troller vertraut sich der Kriminalreporterin Jane an und gemeinsam versuchen sie der Sache auf den Grund zu gehen, anfangs ohne die Polizei in ihr Wissen einzuweihen.
Irgendwie scheint es eine Verbindung zwischen "Kant" und Troller zu geben, da der Mörder gewisse Dinge über ihn weiß und in seinen Mails an Troller und Botschaften, die er an den Tatorten hinterlässt, Sätze aus Trollers Buch zitiert, die wiederum Kritik an der Hirnfoschung ausdrücken.
Stehen sich die beiden vielleicht näher als man denkt?

Für mich war es ein Genuss dieses Buch zu lesen. Es ist spannend geschrieben und clever aufgebaut. Bis kurz vor Ende weiß man nicht, wer "Kant" denn eigentlich ist und wie er mit Troller in Zusammenhang steht.
Die Geschichte ist in keinsterweise vorhersehbar und es handelt sich hierbei mal um einen richtig genialen Thriller, der nicht, wie viele andere, nach Schema F verläuft.

Das Einzige, das manche vielleicht abschrecken könnte, ist die philosophische Thematik, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht. An manchen Stellen muss man schon genau lesen, damit man die Fachausdrücke oder Diskussionen versteht, aber wer sich darauf einlässt, den erwartet ein super spannender Thriller, der auch anspruchsvollere Leser begeistert!

An alle Thrillerfans: Lasst euch nicht abschrecken!! Das Buch lohnt sich!!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

17.12.2008

„Mord im Namen des freien Willens”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Köln
Der Wissenschaftsjournalist Richard Troller, den alle nur Troller nennen, erhält eine mysteriöse eMail von einem Absender namens Kant. Kurz darauf geschieht der erste Mord und Troller erhält weitere eMails. Zusammen mit seiner Kollegin und Lebensgefährtin Jane Andersen fängt Troller an für einen Artikel über die Geschehnisse zu recherchieren. Unweigerlich werden die beiden immer tiefer in die Geschehnisse verwickelt und in einen Sumpf aus Wissenschaft, Macht, Geld und Verbrechen gezogen.

Die Kritik der mörderischen Vernunft war der erste Wissenschaftsthriller den ich gelesen habe und das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Die Protagonisten waren mir gleich sympathisch, was sicher auch daran gelegen hat dass sie sehr menschlich und nicht als makellose Superhelden wie in so manch anderen Thrillern dargestellt wurden.

Jens Johler hat einen Blick für Details bei der Beschreibung von Situationen, dabei verliert er sich jedoch nicht in den Details. Das hat mir sehr gut gefallen und das Buch lässt sich dadurch wirklich gut lesen.

Eigentlich wäre das Buch ein wahrer Pageturner, wären nicht einige der im Buch angesprochenen Themen und Experimente so erschreckend, dass ich immer wieder innehalten musste um darüber nachzudenken.

Auch ist mir durch das Buch bewusst geworden wie nahe wissenschaftlicher Fortschritt und ethische und moralische Fragen beeinander liegen. Durch das Buch gibt der Autor einen interessanten Einblick in diese Fragen.

Insgesamt ein wirklich absolut lesenswerter Thriller!

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

17.12.2008

„Jens Johler- Kritik der mörderischen Vernunft”

von hasewue
Ich kannte Jens Johler bis jetzt noch nicht. Durch eine Leseprobe habe ich dann zum ersten Mal von diesem tollen Autor erfahren.

Das Thema des Buches ist sehr gut gewählt und top aktuell! Ich war sofort gefangen in diesem hochspannenden und sehr brisantem Buch.
Der Schreibstil ist sehr gut und detailiert. Die Worte sind passend gewählt. Durch Johlers fabelhaften Schreibstil wird die ganze Geschichte erst richtig lebendig.

Gut gefallen hat mir auch der Wechsel von der Perspektive Trollers in die Perspektive und Sicht des Mörders und wieder zurück.
Das Buch ist durchwegs spannend. Man merkt kaum wie die Zeit vergeht, so gefangen ist man in der Handlung.
Das Ende war sehr überraschend und unvorhergesehen.

Das Buch hat teilweise philosophische Züge und regt den Leser sehr zum Nachdenken an.
Ich kann dieses Buch nur jedem wärmstens ans Herz legen und werde auch alle weiteren Bücher von diesem wunderbaren Autor lesen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

12.12.2008

„Kritik der mörderischen Vernunft”

von Scylla
„ Der freie Wille ist (k)eine Illusion.“

Ein Hirnforscher wird brutal ermordet. Wenig später wird auch auf seinen Kollegen ein Mordanschlag verübt. Der Mörder nennt sich „Kant“ und schickt dem Journalisten Troller mysteriöse E- Mails, die seinen Taten rechtfertigen sollen. Troller versucht mit seiner Kollegin Jane den Mörder ausfindig zu machen und kommt nach und nach seinen wahren Beweggründen auf die Spur. „Kant“ sieht den freien Willen des Menschen bedroht und mordet um ihn zu schützen. Nur Troller kann ihn aufhalten, denn er scheint auf irgendeine Art mit dem Mörder verbunden zu sein.

In diesem Buch werden die neuesten Entwicklungen in der Hirnforschung mit Fragen der Philosophie, Ethik und Religion verknüpft. Daher sollte man etwas Interesse für die Wissenschaft und vor allem für die Hirnforschung mitbringen, um sich für das Buch begeistern zu können. Der philosophische Teil ist dagegen jedoch recht kurz und einfach gehalten und ist auch für Laien gut verständlich. Das macht das Buch flüssig und schnell zu lesen und vermittelt sozusagen ganz nebenbei den Wissensstand der Hirnforschung.
Trotz des für manche eher trockenen Themas ist das Buch sehr lebendig geschrieben. Der Autor hat ein Gespür für die alltäglichen Dinge, die die Menschen beschäftigen, und schafft es diese durch eine lockere, teilweise sogar amüsante Sprache, diese dem Leser nahe zu bringen. Durch die Einflechtung einer Beziehungsgeschichte wird die Handlung zusätzlich aufgelockert. Die Personen sind authentisch und glaubwürdig.
Insgesamt gesehen ist in diesem Buch mehr Realität als Fiktion zu finden, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Es wird ein Bild von einem Menschen gezeichnet, der gleich einem Roboter von den Wissenschaftlern ferngesteuert wird. Ein freier Wille und eine Moral existieren nicht mehr, die Gedanken jedes Menschen werden kontrolliert und bei Bedarf umprogrammiert.
Daher ist die Hauptintention des Autors schnell zu erkennen: Er will auf die Gefahren der Wissenschaft und besonders die der Hirnforschung aufmerksam machen und den Leser dazu bewegen nicht jede wissenschaftliche Entwicklung als positiv anzusehen oder sich on den Versprechen der Wissenschaftler zur ausschließlich positiven Nutzung ihrer Erkenntnisse blenden zu lassen.
Insgesamt gesehen würde ich das Buch trotzdem jedem empfehlen, da es anspruchsvoll und trotzdem sehr interessant und flüssig zu lesen ist. Es regt dazu an die eigene Einstellung zur Wissenschaft zu überdenken und sich bewusst zumachen, dass eine Medaille immer zwei Seiten hat. Das alles wird verpackt in einem Thriller, der ohne überspitzte Actionpassagen auskommt und trotzdem bis zur letzten Seite spannend ist.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

11.12.2008

„Philosophischer Krimi mit Hirn”

von stjerneskud aus Stuttgart
Der Wissenschaftsjournalist Troller wacht aus einem Alptraum auf und ihm kommt in den Sinn, dass er seine E-Mails checken muss. Die eingegangene E-Mail will er schon als Spam abtun und löschen, aber dann ist er der Ansicht, dass niemand den Absendernamen „Kant“ ohne triftigen Grund verwendet. Außerdem spricht sie seine Neugierde an, weil er sich als Journalist mit Wissenschaft beschäftigt und sich für Philosophie interessiert. Als er die E-Mail öffnet, steht nur ein einziger Satz darin, aus dem er nicht so recht schlau wird. Nach einer zweiten E-Mail und nach einem Telefonat mit seiner Lebensgefährtin, der Kriminalreporterin Jane, beginnt er zu recherchieren. „Kant“ nannte den Namen eines Professors, der sich mit der Erforschung des menschlichen Gehirns beschäftigt und Versuche an Affen durchführte. Dieser Forscher wurde auf brutale Weise ermordet und dies ist erst der Anfang. Es geschehen weitere Morde und immer sind Wissenschaftler davon betroffen, die auf dem gleichen Gebiet forschen. Troller wird mehr und mehr in den Strudel der Ereignisse gezogen und gerät dabei sogar selber in Verdacht.

Das Buch sprach mich vom Thema her nicht sonderlich an und zunächst wollte ich es gar nicht lesen, aber dann wurde ich mehr und mehr in seinen Bann gezogen und las es innerhalb kürzester Zeit durch. Jens Johler war mir bis dato unbekannt und ich konnte nicht absehen, auf was ich mich einlassen würde. Auch hatte ich etwas andere Erwartungen. Ich war mir dessen nicht bewusst, dass der Wissenschaftsjournalist Troller und die Kriminalreporterin quasi dafür zuständig sind Licht ins Dunkel zu bringen. Stattdessen tritt die Ermittlerin der Polizei nur am Rande auf. In einer anderen Konstellation hätte mich der Thriller vermutlich noch mehr angesprochen. Mit meiner Vermutung wer hinter den Morden steckt lag ich falsch, aber es taucht eine Person auf, die etwas an sich hat, was einen aufhorchen lässt und mir verdächtig erschien. Für mich las es sich nicht so spannend, wie manch anderer Krimi, den ich gelesen und in einem verschlungen habe. Nichtsdestotrotz gefiel mir der mitreißende Schreibstil, der einen anhält weiter zu lesen und der einen das Buch nicht aus der Hand legen lässt, bis man zur Rätsels Lösung vorgedrungen ist. Außerdem erfährt man unsagbar viel, es ist ergreifend und regt zum Nachdenken an. Besonders gut gefiel mir die bildhafte Sprache, wie z.B. die Beschreibung der Wirklichkeit: „Sie gleicht oft einem Traum, der sich erst nach und nach zur Realität verfestigt wie Lavaschaum zu Bimsstein oder wie ein Schiff im Nebel, von dem du anfangs nur das dumpfe Tuten des Horns wahrnimmst, bevor die ersten schwachen Konturen sichtbar werden, die Positionslichter, das Steuerhaus, die Masten, der Bug. Aber ganz sicher, dass es kein Spuk ist, bist du erst, wenn das Schiff am Quai angelegt hat und du es betreten kannst“ (S. 20). Zum Schluss bleibt, meines Erachtens, die eine oder andere Frage offen, die leider nicht beantwortet wurde.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

Zuletzt angesehene Artikel

Häufig gestellte Fragen

  • Wie viele PAYBACK Punkte kann ich für ein Produkt sammeln?

    Für jeden vollen Euro Warenwert erhalten Sie 1 PAYBACK Punkt.
  • Wo sehe ich, wie viel PAYBACK Punkte ich für ein Produkt sammeln kann?

    Die für ein Produkt zu sammelnden Punkte finden Sie unter dem Warenwert auf der Artikeldetailseite, ebenso im Warenkorb und in der Bestellübersicht.
  • Wie viele Miles & More Prämienmeilen kann ich für dieses Produkt sammeln?

    Die für dieses Produkt zu sammelnden Meilen finden Sie unter dem Warenwert. Bitte beachten Sie, dass die Meilengutschrift erst 30 Tage nach vollständigem Abschluss der Bestellung erfolgt.
  • Wie kann ich bei bol.de bezahlen?

    Wählen Sie im Bestellprozess oder unter "Mein Konto" im Punkt "Zahlungsart" Ihre gewünschte Zahlungsweise aus. Näheres erfahren Sie in unserer Hilfe.

BonusprogrammHilfe

Payback

9 Punkte sammeln

Miles & More

9 Meilen sammeln

3284 Meilen einlösen