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Der norwegische Gast. Piper Nordiska

Der norwegische Gast. Piper Nordiska

Kriminalroman

buch
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Artikeldetails zu Der norwegische Gast. Piper Nordiska

AutorAnne Holt

Untertitel Kriminalroman

Abbildungsvermerk 21 cm

  • ISBN-103-492-04693-2
  • ISBN-139783492046930
  • Verlag Piper
  • ReihePiper Nordiska
  • ÜbersetzerGabriele Haefs
  • Einbandartgebunden
  • Seiten320
  • VeröffentlichtAugust 2008
  • GenreKriminalroman
  • Gewicht480g
  • SpracheDeutsch

Leseprobe aus Der norwegische Gast. Piper Nordiska

Kurzbeschreibung zu Der norwegische Gast. Piper Nordiska

Seit Stunden wütet über dem unzugänglichen norwegischen Bergdorf Finse ein Schneesturm. Der einzige Zug dorthin ist in einer Schneewehe entgleist, die Passagiere, unter denen auch die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen ist, finden Zuflucht im nahen Hotel. Man macht sich bekannt, und bald drehen sich die Gespräche vor allem um eines: Was haben die Wachen vor den Türen zu bedeuten? Wen sollen sie schützen? Die königliche Familie, einen ausländischen Terroristen? Während die Vermutungen ins Kraut schießen, geschieht ein brutaler Mord - ein mitgereister Pastor, der durch seine Fernsehauftritte große Bekanntheit genoss, liegt erschossen im Üchnee vor dem Haus. Panik macht sich unter den Eingeschlossenen breit, und als Hanne Wilhelmsen glaubt, einen Zeugen gefunden zu haben, wird auch er ermordet.

Beschreibung der Redaktion zu Der norwegische Gast. Piper Nordiska

Seit Stunden wütet über dem unzugänglichen norwegischen Bergdorf Finse ein Schneesturm. Der einzige Zug dorthin ist in einer Schneewehe entgleist, die Passagiere, unter denen auch die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen ist, finden Zuflucht im nahen Hotel. Man macht sich bekannt, und bald drehen sich die Gespräche vor allem um eines: Was haben die Wachen vor den Türen zu bedeuten? Wen sollen sie schützen? Die königliche Familie, einen ausländischen Ter­roristen? Während die Vermutungen ins Kraut schießen, geschieht ein brutaler Mord – ein mitgereister Pastor, der durch seine Fernsehauftritte große Bekanntheit genoss, liegt erschossen im ­Schnee vor dem Haus. Panik macht sich unter den Eingeschlossenen breit, und als Hanne ­Wilhelmsen glaubt, einen Zeugen gefunden zu haben, wird auch er ermordet.

Portrait

Gabriele Haefs:
Gabriele Haefs ist Skandinavistin und preisgekrönte Übersetzerin und Autorin. Sie erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis, Sonderpreis 2008 für das Gesamtwerk ihrer kinderliterarischen Übersetzungen.
Anne Holt:
Anne Holt, geboren 1958 in Norwegen, arbeitete nach ihrem Jurastudium als Journalistin, Polizistin und Anwältin, bevor sie 1996 für kurze Zeit norwegische Justizministerin war. Seit 1993 veröffentlicht sie psychologische Kriminalromane, die zu internationalen Bestsellern avancierten und mit den wichtigsten Krimipreisen ihres Landes ausgezeichnet wurden. Zuletzt erschien auf deutsch »Die Präsidentin«, in dem erneut Yngvar Stubø ermittelt. Mit ihrer Frau und Tochter lebt Anne Holt in Oslo und Südfrankreich.

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30

03.04.2009

„Mit der Beaufort-Skala auf Mörderjagd”

von stjerneskud aus Stuttgart
Auf der Fahrt von Oslo nach Bergen entgleist ein Zug, bei dem der Lokführer getötet wird. Alle anderen Passagiere kommen entweder unbeschadet oder mit leichten Verletzungen und mit einem gehörigen Schrecken davon. Sie werden in einem nahe gelegenen Berghotel untergebracht. Der Schneesturm schließt sie dort ein und eine Evakuierung ist vorerst nicht möglich. Unter ihnen befindet sich die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen, die seit einer Schussverletzung im Rollstuhl sitzt. Glücklicherweise sind die Speisekammern des Hotels gut gefüllt – keiner muss Hunger oder Durst leiden – und auch für ein wenig Ablenkung ist gesorgt. Alles geht einem einigermaßen geregelten Gang nach, bis ein Mord geschieht.

Es ist das erste Buch, dass ich von Anne Holt gelesen habe und es hatte ein klein wenig eine abschreckende Wirkung auf mich. Vorerst reizt es mich nicht weitere Romane von ihr zu lesen. An sich liest sich der Krimi sehr gut, aber es kommt keine rechte Spannung auf und es bleibt aus von ihm mitgerissen zu werden. Ich habe schon Fesselndere gelesen und die auftauchenden Figuren wecken auch keine Sympathien bei mir für sie. Durch die Ich-Form erfährt man viel über die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen – ihre Sicht auf die Dinge und erhält einen Einblick in ihre Gedankenwelt –aber sie hat eine Art an sich, mit der ich mich nicht anfreunden konnte. Agatha Christie hat es vorgemacht Morde in einem begrenzten Umfeld stattfinden zu lassen, wie z.B. in „Tod auf dem Nil“ und „Mord im Orientexpress“, und eine der anwesenden Personen muss der/die Mörder/in sein, aber ihre Figuren versprühten dabei noch einen gewissen Charme, was hier gänzlich fehlte. Ich hatte mir mehr erhofft und wurde ein wenig enttäuscht, weil das Buch anfangs einen guten Eindruck auf mich machte, dem es leider nicht gerecht werden konnte.

Man kann es lesen, muss es aber nicht unbedingt.

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30

14.03.2009

„Eisige Nähe”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Der Krimi „Der norwegische Gast“ von Anne Holt ist der achte Fall für die (ehemalige) Kommissarin Hanne Wilhelmsen. Für mich war es das erste Buch um die etwas eigenwillige Ermittlerin, die anfangs schon fast unsympathisch wirkt, doch im Laufe der Geschichte gelingt es, hinter die Fassade zu blicken und man kann sie dann doch ins Herz schliessen. Und obwohl ich die vorhergehenden Teile nicht kannte, hatte ich keine Probleme der Handlung, insbesondere Hanne Wilhelmsens Vorgeschichte über ihre Verletzung und Behinderung, zu folgen, da alles kurz erklärt wird und in die Handlung einfließt.

Wir begeben uns ins Jahr 2007: Hanne Wilhelmsen ist mit dem Zug von Oslo nach Bergen unterwegs, als dieser entgleist und 269 Menschen verletzt werden, der Zugführer verstirbt. Draussen tobt ein eisiges Unwetter. Sie wird mit 184 anderen Mitreisenden im Hotel untergebracht, zusammen mit Helfern und Hotelangestellten sind 196 Menschen in dem Hotel , das aufgrund der Wetterlage von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Direkt in der ersten Nacht gibt es einen Toten, den Fußballprediger Cato Hammer. Hanne Wilhelmsen beginnt zu ermitteln, und als sie endlich einen Zeugen gefunden hat, wird auch der kurze Zeit später tot aufgefunden ….......

Das ganze Szenario hat mich bisschen an Poirot und „Mord im Orientexpress“ erinnert. Allerdings würde ich das Buch weniger als einen Krimi, sondern eher als einen spannenden Roman beschreiben. Es gelingt der Autorin zwar, eine handwerklich gute Ermittlung zu schildern, doch wirken die Methoden teilweise doch recht antiquiert und im Jahre 2007 eher fehl am Platz. Besonders gut ist ihr jedoch die Schilderung der Ausnahme-Situation und die damit verbundenen Probleme gelungen – die Gesellschaft im Hotel ist recht bunt gemischt, es werden Gruppen gebildet und natürlich gibt es auch Auseinandersetzungen, die in so einer Situation unvermeidlich sind. Getuschel und Gerüchte machen die Runde - wer ist der geheimnisvolle Fahrgast im Extra-Waggon? Durch die ungewohnte Nähe der Menschen ist die Atmosphäre im Hotel angespannt, und die Situation beengend und – wie in so vielen nordischen Krimis- düster.
Die Charaktere werden sehr interessant, ja teilweise schon als skurril geschildert, und sie sind es auch die den Charme des Romans ausmachen. Ob es nun der kleinwüchsige Dr. Streng ist, der mürrische Adrian oder die sarkastische und introvertierte Hauptprotagonistin Hanne Wilhelmsen – ich habe nicht nur darüber gelesen, ich hatte auch oft das Gefühl, dabei gewesen zu sein.
Das Ende lässt sich nicht erahnen, so wie die Ermittlerin tappt auch der Leser lange Zeit im Dunklen. Schlussendlich ist der Plot dann gut durchdacht und lässt keine Fragen offen.
Wer klassische Kriminalromane mag, liegt mit „Der norwegische Gast“ auf jeden Fall richtig. Auch für mich wird es nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein.

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20

04.03.2009

„Eingeschneit mit einem Mörder”

von villawiebke
Winter 2007 in Norwegen. Ein heftiger Schneesturm tobt, als ein Zug mit 269 Passagieren entgleist. Bis auf den Lokführer werden alle Passagiere lebend gerettet und in einem nahe gelegenen Berghotel in Finse untergebracht. Ein Kontakt zur Außenwelt ist nicht möglich und notgedrungen arrangieren sich die Eingeschlossenen mit der unausweichlichen Situation. Für Essen, Trinken und ein wenig Unterhaltung ist gesorgt, so dass genügend Zeit bleibt, sich mit Spekulationen um einen zusätzlich angehangenen Zugwaggon zu befassen, dessen Insassen mysteriös anmuten, die aber niemand zu Gesicht bekommen hat.

Unter den unfreiwilligen Hotelgästen, immer ein wenig abseits im Rollstuhl sitzend, befindet sich die ehemalige Polizistin Hanne Wilhelmsen, die vor fünf Jahren im Rahmen eines Polizeieinsatzes schwer verletzt wurde. Seit ihrem Unfall hat sie sich vom Leben zurückgezogen und lehnt jede noch so gut gemeinte Hilfe schroff ab. Ein Ende des Sturms ist nicht in Sicht, als vor der Tür, im Schnee liegend, eine Leiche entdeckt wird. Der Tote, ein extrovertierten Pastor, der durch vielfältige Fernsehauftritte seine Bekanntheit und Volksnähe akribisch gepflegt und ins rechte Licht gesetzt hat, ist erschossen worden. Nun ist es schlagartig vorbei mit der Ruhe im idyllischen Berghotel. Angst macht sich unter den Anwesenden breit, der Sturm zerrt an den Nerven der Gäste und genau an diesem Punkt geschieht der nächste Mord.

Die ehemalige Polizistin Hanne Wilhemsen, gerät durch die Ereignisse immer mehr unter Druck. Man bittet sie, sich der Sache anzunehmen und die Verbrechen aufzuklären, bevor die Situation eskaliert. In die Enge getrieben, stimmt sie mürrisch zu und bemerkt zum ersten Mal, dass ihre passiv sitzende Position auch Vorteile mit sich bringen kann. Ihre jahrelange, geschulte Beobachtungsgabe kombiniert sie geschickt mit systematischem Denken und so gelingt es ihr, die Morde aufzuklären und den Täter ganz in Agatha-Chriestie-Manier zu stellen.

Aber nicht nur die ungewöhnliche Aufklärung des Verbrechens unter Einbeziehung eines breiten Publikums und der passiven Haltung der anwesenden Polizei, erinnert an die Romane der Autorin Agatha Christie. Auch die vielseitige Ausstattung der anwesenden Personen mit kuriosen Angewohnheiten, eigenwilligen Charaktere und dunklen Vergangenheiten, wie auch die Einbeziehung einer ungewöhnlichen Todesart, lassen den Leser unweigerlich an die psychologisch raffinierten Methoden von Miss Marple oder Hercule Poirot denken.

Anne Holt hat mit „Der norwegische Gast“ einen Kriminalroman geschrieben, der durch seinen leichten, flüssigen Schreibstil lesenswert daherkommt, trotz alledem aber zu sehr an seine Vorgänger erinnert. Die Idee, Personen von der Außenwelt abzuschneiden und sie gemeinsam mit einem Mörder einzuschließen, ist durch vielfältige Romanvorlagen und Filme bereits überstrapaziert und weist auch in diesem Buch keine neuen Nuancen auf. Ein weiteres Manko stellt der nicht durchgängig vorhandene Spannungsbogen dar, der allerdings durch die gewählte Erzählform kompensiert wird. Bedingt durch die Nutzung der Ich-Perspektive erlaubt die Autorin einen tiefen Einblick in die Seelen- und Gefühlswelt der Hauptprotagonistin und schafft es dadurch, dass die Geschichte einiges an Tiefgang erfährt. Und genau dieser Tiefgang ist es, was den Leser dazu bringt, das Buch dann doch nicht aus der Hand zu legen.

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30

17.02.2009

„Solide Unterhaltung ohne Lust auf mehr”

von sillesoeren aus Hürth
Eine klassische Ausgangssituation für einen Kriminalroman: Eine Gruppe wildfremder Menschen ist durch widrige Umstände dazu gezwungen, auf engem Raum beisammen zu bleiben, als ein Mord geschieht. Alle Anwesenden kommen als Täter in Betracht und haben Angst, selbst das nächste Opfer zu werden. Jeder hat eine kuriose Angewohnheit, einen ungewöhnlichen Charakterzug, eine dunkle Vergangenheit. Hinzu kommt eine charismatische Persönlichkeit, die den Fall aufklärt.

Aus diesen Zutaten kann ein erstklassiger Krimi entstehen. So hatte ich es mir auch erhofft, als ich eine Leseprobe las, also bestellte ich mir ein Exemplar. Schade, ein Wenig bereue ich die Ausgabe.

Der Krimi hielt nicht durchgängig, was die Leseprobe versprach. Die nach einem Zugunglück in einem eingeschneiten Hotel festsitzenden Menschen sind mir mitunter zu außergewöhnlich dargestellt. Gab es denn keinen einzigen "normalen" Menschen in diesem Zug? Die Ermittlerin ist mir wegen ihrer schroffen Art sympathisch, ich mag kantige Charaktere gerne - wenn es denn nicht überdreht ist. Gut gefällt mir auch, dass die Spannung (z.B. Passagiere im letzten Wagen) herrlich lange aufrechterhalten wird. Besonders negativ empfand ich beim Lesen die Übersetzung. Ich spreche zwar keine nordischen Sprachen, mir kam es dennoch zum Teil unbeholfen vor, z.B. bei den Sprüngen zwischen "du" und "Sie".

Nun, nach der Lektüre, bin ich erst recht nicht sicher, ob ich noch einen anderen Roman von Frau Holt lesen will.

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30

16.02.2009

„Der norwegische Gast”

von Sibylle Meyer aus Rotenburg (Wümme)
Das Buch ist mehr Roman als Krimi. Die Idee ist gut, aber schlecht umgesetzt. Es kommt nur wenig Spannung auf, die dann auch noch durch endlose Nebensächlichkeiten wieder verloren geht. Gut finde ich, dass die Hauptperson eine an den Rollstuhl gefesselte ehemalige Polizistin ist. Dies ist mal was anderes, als die immer wieder anzutreffenden leicht schrägen ermittelnden Männer. Am Schluss kommt nochmals Spannung auf, als der Täter überführt wird. Die Lösung ist logisch und nachvollziehbar.
Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich leicht und flüssig lesen.

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50

13.02.2009

„spannend”

von robberta aus nrw
Ein wirklich spannender klassischer closed-room-Krimi brillant umgesetzt. Ein Zugunglück und ungünstige Wetterverhältnisse verbannt einige Menschen, von der Umwelt abgeschnitten, in ein Hotel. Dann wird jemand erschossen und die griesgrämige an den Rollstuhl gefesselte ehemalige Kommissarin Hanne Wilhemsen lässt sich dazu herab, doch mal nach zuschauen, weil sie ja doch nicht weg kann. Doch das weitere Geschehen lässt sie aus ihrer Lethargie erwachen. Spannung bis zur Dramatik, die Wandlung der Menschen in der willkürlich zusammengefügten Zwangsgemeinschaft erhöht den Spannungsbogen erheblich. Menschliche Abgründe tun sich auf. Eins der besten Bücher die ich in den letzten Monaten gelesen habe.

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20

03.01.2009

„eingeschneith”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Daisendorf
Es geht um eine Ermittlerin der Polizei, die ihn ein Zugunglück verwickelt wird. Alle Fahrgäste suchen Schutz ihn einem nahe gelegen Hotel.Wo sich immer mehr Fragen aufdrängen . Wer war ihn diesem letzten mysteriösen Waagon des Zuges?? Warum waren dort bewaffnete am Banhof gewessen??? Warum ist das Zugunglück passiert???. Die Hauptfigur langweilt sich eingespeert mit all den anderen Leuten in einem zugeschneiten Hotel vor dem ein Sturm tobt, bis ein Mord passiert es wir Cato Hammer ermordet der Priester aber wer war es???. Eingeschneith mit einem Mörder im Hotel und niemand kann entkommen

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50

07.12.2008

„Drama im Schnee”

von Bücherwürmchen aus Bayern
Die Reisenden eines Zuges sitzen in einem eingeschneiten Hotel fest. Plötzlich wird einer von ihnen ermordet. Die ehemalige Polizistin Hanne Wilhelmsen, die im Rollstuhl sitzt, will sich eigentlich heraushalten, aber als dann eine zweite Leiche gefunden wird, muss sie ihre Kombinationsgabe und ihre Erfahrungen einsetzen. Einige Reisende scheinen verdächtig und was hat es mit den geheimnisvollen Leute aus dem letzten Waggon auf sich? Die knorrige, aber sympathische Kommissarin ist eine sehr gute Beobachterin, so dass sie mehr sieht als alle anderen.

In wunderbar leicht lesbarem Stil wird eine bis zum Schluss spannende Krimihandlung erzählt. Die Reisenden sind eine bunte Mischung der Bevölkerung, die Anne Holt sehr lebendig beschreibt, so dass es Freude macht, auch die ruhigeren Passagen zu lesen.
Die Kapitel, bei Null beginnend, sind mit Informationen über die entsprechende Windstärke überschrieben. Dieses kleine Extra fand ich sehr passend zu dem Sturm, der fast durchs ganze Buch tobte, ebenso wie das edle Lesebändchen, das mit „Piper Nordiska“ einen Werbeaufdruck aufwies.

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30

14.11.2008

„Anne Holt-Der norwegische Gast”

von hasewue
Ich finde die Idee des Romans ziemlich gut. Die Umsetzung finde ich allerdings nicht wirklich gelungen. Die Geschichte ist sehr zäh und stellenweise langweilig. Es kommt in der ganzen Handlung nicht wirklich Spannung auf. Die Geschichte plätschert seicht dahin ohne den Leser richtig zu fesseln.
Auch soll Spannung erzeugt werden,indem Gespräche,die Hinweise liefern könnten,durch plötzliche Ereignisse unterbrochen werden. Dies nervt einem aber mit der Zeit und man verliert sehr schnell das Interesse.
Die Kommissarin Hanne Wilhelmsen war mir zu Beginn der Geschichte auch sehr unsympathisch. Dies hat sich mittlerweile ein bisschen geändert,aber so richtig warm werde ich trotzdem nicht mit ihr.
Die Erzählung in der ich-Perspektive finde ich nicht schlecht,da so besser auf das Denken und die Gefühle des Hauptprotagonisten eingegangen werden kann.
Die Amtosphäre in Holts Roman „Der norwegische Gast“ finde ich auch sehr gut und das Buch lässt sich doch leicht und flüssig lesen,obwohl keinerlei Spannung vorhanden ist,wie ich finde.Leider!
Ich werde deswegen auch keine weiteren Romane von Anne Holt lesen.

Letztendlich gebe ich dem Buch 3,5 von 5 Sternen,da mir die Idee doch sehr gefallen hat.
Trotzdem ist dieses Buch kein Muss.

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40

04.11.2008

„Ein typisch Skandinavischer Krimi”

von Katharina1981
Ich weiß bei Krimis der Skandinavier sehr zu schätzen, egal ob Jo Nesboe, Anne Holt, Helene Tursten, Oke Edwardson oder Henning Mankell, ich mag den Nordischen Schreibstil sehr.
Anne Holt hat einen sehr Sachlichen Schreibstil mit Stellenweise etwas trochenem Humor und reiht sich damit in die Reihe der anderen Skandinavier ein, sie schreibt weniger rasant und weniger Blutig als die meissten Amerikanischen Kollegen, hält aber das ganze Buch über eine düstere Spannung.
Der norwegische Gast spielt sich nach einem Zugunglück, praktisch die ganze Zeit, während einem Schneesturm eingeschlossen, in einem Hotel ab. Das Buch beginnt spannend, der Mörder und sein Motiv werden erst am Ende des Buches enttarnt, somit bleibt das Buch auch spannend bis zu schluss.
Anne Holt hatte mit "der norwegische Gast" eine tolle Idee und hat sie auch klasse in ihrem Krimi umgesetzt.
Dieses Buch ist für Fans Skandinavischer Krimis ein muss und für alle anderen auch sehr empfehlenswert!

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40

18.09.2008

„Ein guter Skandinavien-Krimi ”

von Silke Schröder aus Hannover (silke.schroeder@hallo-buch.de) Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Anne Holt hat sich für ihren Roman den klassischen Agatha Christie-Krimi „Zehn kleine Negerlein“ als Vorbild genommen. Ein abgeschlossener Raum, ein Mörder und ca. 200 Verdächtigte. Keiner will’s gewesen sein, aber an Motiven mangelt es nicht. Doch das ist es nicht allein, was den neuen Krimi von Anne Holt so lesenswert macht. Die beklemmende Atmosphäre des eingeschneiten Hotels, die Langeweile des Wartens, die unterschiedlichen Charaktere der Eingeschlossenen und dann auch noch der geheimnisvolle Waggon, über dessen Bestimmung nichts bekannt ist - dies sind die Zutaten für eine perfekt erzeugte, düster-spannende Stimmung.

Mittendrin Hanne Wilhelmsen, die erst mit der Zeit wieder Spaß und Reiz an den Ermittlungen findet. Vielleicht ist das der Anfang einer neuen Hanne Wilhelmsen-Ära? In jedem Fall ein guter Skandinavien-Krimi für den nächsten Winter.

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50

31.08.2008

„Atmosphärisch dicht gewebt”

von Adhara
Nach einem Zugunglück bei tosendem Sturm mit rund 200 anderen, fremden, Menschen in einem abgelegenen Hotel einquartiert zu sein, ist an sich schon eine Situation, die an den Nerven der Betroffenen zerrt. Dann stirbt der Fussballpastor Cato Hammer - er wird ermordet. Unter den Eingeschlossenen, die durch den Sturm nicht nur von der Aussenwelt abgeschottet sind, sondern auch um ihre Sicherheit im Hotel, das den Kräften langsam nachzugeben scheint, fürchten müssen, bricht ein diffuses Gefühl von Panik aus. Gerüchte über unheimliche Vorgänge finden schnell einmal Nahrung bei den Menschen, deren Nerven blank liegen. Angeheizt durch verschiedene Stimmungsmacher droht die Situation zu eskalieren... Anne Holt hat ein wunderbares Psychogramm einer Gruppe Menschen erstellt, die durch das Schicksal verbunden aber ohne jede Gemeinsamkeit ist. Ganz feinfühlig beschrieben schälen sich aus der Geschichte nach und nach die verschiedenen Charaktere heraus. Sei es nun die menschenfeindliche - und mit sich selber im Unreinen befindliche - Komissarin Hanne Wilhelmsen, der unzugängliche aber hochgebildete Teenager Adrian oder die Stimmungsmacherin Kari Thue, die mit ihrer Hyperaktivität die Stimmung der Anwesenden ernsthaft zum Kippen zu bringen droht, sie alle sind so beschrieben, dass man sie vor sich zu sehen glaubt.Nicht so sehr die Frage, wer denn nun Cato Hammer wirklich umgebracht hat, beschäftigt beim Lesen dieses Krimis als vielmehr die Frage, wie die Menschen diese Tage in Finse überleben sollen. Denn so mancher ist nicht das, was er zu sein vorgibt und damit knüpft Anne Holt mühelos einen Spannungsbogen, der über die ganze Geschichte hinweg nie nachlässt. Ein wirklich bemerkenswertes Werk.

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50

22.08.2008

„Spannender Kriminalroman der klassischen Art”

von Bücherfan
Zum Inhalt:

Im tiefsten Winter entgleist nahe des norwegischen Bergdorfes Finse ein Zug mit mehr als 250 Insassen. Da im Hochgebirge gerade ein Schneesturm wütet, muss ein Großteil der Fahrgäste im Hotel Finse1222 untergebracht werden. Unter ihnen befindet sich auch die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen, die seit einem Berufsunfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Der Sturm wird immer heftiger und während die Eingeschlossenen auf Hilfe warten, wird ein bekanntes Mitglied der Gruppe ermordet aufgefunden. Zudem sorgen die mysteriösen Passagiere eines Sonderwaggons des Zuges für Unruhe unter den unfreiwilligen Hotelgästen. Als die Situation zu eskalieren droht, geschieht ein weiterer brutaler Mord und Hanne Wilhelmsen sieht sich gezwungen, ihre etwas eingerosteten Ermittler-Fähigkeiten ein weiteres Mal einzusetzen...

Meine Meinung:

"Der norwegische Gast" ist ohne Zweifel Kriminalliteratur vom Feinsten. Anne Holt beschreibt die für die Handlung wichtigen Personen und Orte außerordentlich detailliert und plastisch. Die Hauptfigur Hanne ist ein sehr komplexer Charakter mit vielen Widersprüchen und einem komplizierten Innenleben. Mit der Zeit erfährt der Leser einiges aus ihrem Privatleben und kann somit ihr Verhalten und ihre Gefühlswelt besser verstehen. Die Spannung kommt nie zu kurz und es finden viele überraschende Wendungen statt. Der ruhige Erzählfluss und die Art, wie dem Leser nach und nach die nötigen Puzzleteile für die Lösung der Morde vorgelegt werden, erinnern stark an die Werke von Agatha Christie. Wie in "Mord im Orientexpress" gibt es einen einzelgängerischen Ermittler, der durch Zufall in einen verzwickten Mordfall verwickelt wird und diesen allein durch aufmerksames Beobachten und scharfe Kombinationsgabe löst. Zudem konzentriert sich die Handlung ebenfalls nur auf einen Ort. Diese Anleihen sind allem Anschein nach beabsichtigt und stellen eine stimmungsvolle Hommage an die klassische Krimi-Kultur dar. Die Autorin zeigt außerdem sehr eindrucksvoll, wie unterschiedlich sich Menschen in Extremsituationen verhalten und was Gruppenzwang bewirken kann. Dadurch, dass Anne Holt ethischen und moralischen Fragen viel Raum lässt, gewinnt der Roman einiges an Tiefgang. Am Ende werden die meisten Fragen zufriedenstellend beantwortet und im Nachhinein ist die Aufklärung der Morde logisch gut nachvollziehbar. Auch der zweite Handlungsstrang um die Insassen des Sonderwaggons wird verständlich aufgelöst, wenn auch mit einem kleinen Fragezeichen am Schluss.

Fazit:

"Der norwegische Gast" ist ein geschickt konstruierter Krimi mit solidem Spannungsaufbau, der das soziale Bewusstsein des Lesers schärft. Wer anspruchsvolle und intelligente Unterhaltung mag oder mal eine Auszeit von blutrünstigen und actionreichen Krimis nehmen möchte, ist mit diesem Roman bestens beraten!




1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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40

18.08.2008

„Skandinavienkrimi von Anne Holt”

von Eva Maria Nielsen aus Charlottenlund
Bei einem klassischen Kriminalroman steht der Fall und die Recherche im Mittelpunkt der Ermittlungen. Der Leser oder Ermittler wird in seiner Beobachtungs- und Kombinationsgabe herausgefordert, und gerade darin liegt der Zauber des Krimis.



Hanne Wilhelmsen ist eine Ermittlerin, die ihren Dienst bei der Osloer Polizei quittieren mußte, nachdem sie bei einem Schußwechsel angeschossen wurde. Sie ist kauzig, burschikos und überhaupt nicht Ladylike – so erinnert sie auch ein bißchen an die gute Miss Marple.

Auf den Weg nach Bergen wird sie in der Bergenbahn von einem furchtbaren Unwetter überrascht – ein Orkan, verbunden mit Schneegestöber. Den Zug entgleist in der norwegischen Einöde.

Die Reisenden sitzen in einem Hotel fest, abgeschnitten von der Umwelt, und können nichts anderes tun, als auf das Abflauen des Windes zu warten. Sie werden zu einer ungewollten Schicksalsgemeinschaft. Und dann gesehen zwei Morde....



Anne Holt, die heute zu den erfolgreichsten norwegischen Autorinnen zählt, präsentiert nicht nur eine spannende Kriminalgeschichte, die die grauen Zellen des Lesers anregt, sondern sie vermittelt auch das skandinavische Lebensgefühl. Als Norwegerin macht sie sich im Guten wie im Schlechten über ihre Landsleute lustig, sieht sie selbstkritisch in ihrer Selbstzufriedenheit.



Der Krimi spielt auf historische Ereignisse und Personen in Norwegen an – die Kronprinzessin Mette Marit, die Staatskirchenkommission und vieles mehr, welches dazu beiträgt, daß man als Leser wirklich das Gefühl hat, sich inmitten in Norwegen unter Norwegern zu befinden.



Der Krimi ist ein Lesevergnügen vom Feinsten, den sich ein Krimifan nicht entgehen lassen sollte. Und falls man auch ein Skandinavienfan ist, darf man dieses Buch nicht übersehen.

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40

16.08.2008

„Durch und durch Krimi”

von Nicole W. aus Brakel
"Der norwegische Gast" ist ein klassischer Krimi mit typischen Elementen. Nach einem Zugunglück sitzen dessen Passagiere in einem Hotel fest und können aufgrund des Wetters weder weg noch raus. Ein Hotelgast wird ermordet und kurze Zeit später ein zweiter. Die Ex-Polizistin Hanne Wilhelmsen gerät ungewollt in die Ermittungen.

Alleine die Charaktere sind so interessant, dass es richtig Spaß macht das Buch zu lesen. Sowohl die gelähmte Ermittlerin Hanne, als auch der kleinwüchsige Arzt Magnus Streng oder der Außreißer Adrian werden von der Autorin sehr authentisch beschrieben.
Es wird auch an keiner Stelle langweilig, sondern bleibt bis zur letzten Seite noch spannend.
Zusätzlich zu den Ermittlungen in den beiden Morden gilt es noch das große Geheimnis um den zusätzlichen Zug-Waggon zu lüften, dessen Passagiere unbekannt sind und auch als erstes evakuiert werden.

Befürchtete ich zunächst noch, dass es insgesamt zu viele Andeutungen seien um eine wirklich zufriedenstellende Lösung zu bieten, belehrte mich das Buch jedoch, dass dies nicht der Fall war. Die Lösung war sehr schön schlüssig und in sich stimmig ausgearbeitet.

An der Übersetzung gedoch gibt es zu bemängeln, dass öfter die Anrede von "Du" auf "Sie" gewechselt wurde. Dies störte den Lesefluss leider ein wenig.
Ansonsten ein rundum gelungenes Werk, welches sich den Titel "Kriminalroman" auf jeden Fall verdient hat.

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40

11.08.2008

„Gleich mehrere Rätsel”

von Manuela Müller aus Polling
Ein Zugunglück, ein Schneesturm, 196 Menschen in einem Hotel eingeschlossen...
So wird der Leser gleich von mehreren Rätseln in den Bann gezogen. Zum einen natürlich der Mord an einem Pastor, der nicht der einzige Tote bleiben wird. Außerdem gibt es einen geheimnisumwobenen, bewachten, zusätzlichen Eisenbahnwaggon. Benutzt von der norwegischen Königsfamilie? Oder doch der Transport eines hochgefährlichen Terroristen? Und nicht zuletzt die unfreiwillige Ermittlerin, Hanne Wilhelmsen. Eigentlich aus dem Polizeidienst durch eine Schußverletzung im Dienst ausgeschieden und seither an den Rollstuhl gefesselt, gewährt sie nur langsam Einblick in ihr Leben und ihre Gedankenwelt.
Ein schönes Buch für alle Fans von unblutigen Morden!

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