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Wo die Zitronen blühen. Tropen bei Klett-Cotta

Wo die Zitronen blühen. Tropen bei Klett-Cotta

Kriminalroman

buch
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Artikeldetails zu Wo die Zitronen blühen. Tropen bei Klett-Cotta

AutorMarco Videtta, Massimo Carlotto

Untertitel Kriminalroman

Abbildungsvermerk 21,5 cm

  • ISBN-103-608-50203-3
  • ISBN-139783608502039
  • Verlag Klett Cotta
  • ReiheTropen bei...
  • ÜbersetzerJudith Elze
  • Einbandartgebunden
  • Seiten215
  • Auflage2. Auflage
  • VeröffentlichtAugust 2009
  • Gewicht426g
  • SpracheDeutsch

Rezensionen der Redaktion zu Wo die Zitronen blühen. Tropen bei Klett-Cotta

"Dem Autoren-Duo Carlotto/Videtta ist ein aufwühlendes Buch gelungen, denn hinter der spannenden Suche nach Mördern steht das Drama einer einflussreichen Familie, das zugleich das Drama eines ganzen Landes unter der Herrschaft der Mafia ist. Ein hoch politisches Buch, und mag auch "Roman" draufstehen, so kommt es der Wirklichkeit doch sehr nahe." (Brigitte Extra, 10/2009)

Kurzbeschreibung zu Wo die Zitronen blühen. Tropen bei Klett-Cotta

Im Nordosten Italiens werden die Kleinstädte von wenigen Industriellenclans dominiert. Francesco Visentin ist Spross einer wohlhabenden Anwaltsfamilie. Wenige Tage bevor er heiratet, wird seine geliebte Braut tot aufgefunden - brutal ermordet. Die Suche nach dem Mörder offenbart nach und nach die skrupellosen und mafiösen Praktiken der Geschäftswelt - Menschenhandel, Erpressung, Ökokriminalität und Mord. "Wo die Zitronen blühen" ist ein spannungsgeladenes Porträt der neuen Kriminalität in der Grauzone von Legalität und Verbrechen. Und ein Krimi, der den Mythos der italienischen Familie schonungslos zerlegt.

Portrait

Marco Videtta:
Marco Videtta, geboren 1956 in Neapel, lebt heute in Rom. Er hat zahlreiche Artikel und Essays zu Film und Literatur verfasst und arbeitet als Drehbuchautor und Produzent.
Massimo Carlotto:
Massimo Carlotto, geboren 1956 in Padua, ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Italiens. Als Sympathisant der linken Bewegung wurde er in den 1970er Jahren zu Unrecht wegen Mordes verurteilt. Nach fünfjähriger Flucht und einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren wurde er 1993 begnadigt. Er lebt heute in Sardinien.

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40

19.08.2010

„Wo die Zitronen blühen”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Greifswald, Hansestadt
Giovanna, Verlobte von Junganwalt Francesco wird tot in ihrer Badewanne aufgefunden.

Nach der Obduktion kann man zweifelsfrei von einem Mord ausgehen. Doch wer hätte dazu ein Motiv?

Fakt ist, das Giovanna ihrem Bräutigam noch ein großes Geheimnis beichten wollte. Doch warum es dabei ging, kann Francesco nur raten. Nur ihrer Freundin hat sie den mysteriösen Satz“ Ich bin zur Hure des Mannes geworden, der mein Leben zerstört hat“ anvertraut.

Neben der Trauer und Verzweiflung kommt jetzt auch noch Wut auf den Nebenbuhler für Francesco hinzu. Er macht sich auf die Suche nach Giovannas Mörder und gerät in einen Strudel aus Macht, Korruption, Hass und grenzenloser Gier.



Carlotto und Videtta haben mich mit diesem atmosphärisch dicht geschriebenen Kriminalroman ( denn als Thriller würde ich ihn nicht bezeichnen)sehr beeindruckt Die kurze prägnante Schreibweise gefällt mir sehr gut, da sie keine überflüssigen Längen erzeugt, und so schnell auf den Punkt kommt.Kurzum, ein Buch das ich jederzeit empfehlen kann.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

30

24.10.2009

„Unreife Zitronen im winterlichen Italien”

von sabatayn76 aus Deutschland Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Inhalt:
Wenige Tage vor ihrer Hochzeit wird Giovanna tot in ihrer Badewanne gefunden - höchstwahrscheinlich von dem Mann getötet, mit dem sie eine Affäre hatte. Ihr Verlobter Francesco macht sich auf die Suche nach dem Täter und nach der Wahrheit und deckt dabei dunkle Machenschaften innerhalb der ansässigen Familien auf.

Mein Eindruck:
Der Kriminalroman beginnt langsam, fast beiläufig. Auch im weiteren Verlauf bleibt die Spannung auf einem eher niedrigen Level - der Mord und dessen Aufklärungen stehen nicht im Mittelpunkt, bieten lediglich den Rahmen für die Schilderung der Familiengeschäfte, der Intrigen, der kriminellen Geschäfte. Auch ohne Nervenkitzel und ohne Herzklopfen liest sich der Roman flüssig, obwohl der Sprache bisweilen der letzte Schliff fehlt. Oftmals empfand ich die Schilderungen als etwas holprig oder unausgegoren. Die Handlung und die Protagonisten bleiben zudem eher oberflächlich und ohne Tiefgang.

Mein Resümee:
'Wo die Zitronen blühen' ist ein netter Zeitvertreib für graue Herbsttage, aber nicht mehr.

Empfehlung:
Wer sich für mafiöse Machenschaften, die Dynamik familiärer Beziehungen und Italien interessiert, dem sei 'Ehrenwerte Leute' von Giuseppe Fava empfohlen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

30

24.10.2009

„Unreife Zitronen im winterlichen Italien”

von sabatayn76 aus Deutschland Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Inhalt:
Wenige Tage vor ihrer Hochzeit wird Giovanna tot in ihrer Badewanne gefunden - höchstwahrscheinlich von dem Mann getötet, mit dem sie eine Affäre hatte. Ihr Verlobter Francesco macht sich auf die Suche nach dem Täter und nach der Wahrheit und deckt dabei dunkle Machenschaften innerhalb der ansässigen Familien auf.

Mein Eindruck:
Der Kriminalroman beginnt langsam, fast beiläufig. Auch im weiteren Verlauf bleibt die Spannung auf einem eher niedrigen Level - der Mord und dessen Aufklärungen stehen nicht im Mittelpunkt, bieten lediglich den Rahmen für die Schilderung der Familiengeschäfte, der Intrigen, der kriminellen Geschäfte. Auch ohne Nervenkitzel und ohne Herzklopfen liest sich der Roman flüssig, obwohl der Sprache bisweilen der letzte Schliff fehlt. Oftmals empfand ich die Schilderungen als etwas holprig oder unausgegoren. Die Handlung und die Protagonisten bleiben zudem eher oberflächlich und ohne Tiefgang.

Mein Resümee:
'Wo die Zitronen blühen' ist ein netter Zeitvertreib für graue Herbsttage, aber nicht mehr.

Empfehlung:
Wer sich für mafiöse Machenschaften, die Dynamik familiärer Beziehungen und Italien interessiert, dem sei 'Ehrenwerte Leute' von Giuseppe Fava empfohlen.

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30

24.10.2009

„Unreife Zitronen im winterlichen Italien”

von sabatayn76 aus Deutschland Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Inhalt:
Wenige Tage vor ihrer Hochzeit wird Giovanna tot in ihrer Badewanne gefunden - höchstwahrscheinlich von dem Mann getötet, mit dem sie eine Affäre hatte. Ihr Verlobter Francesco macht sich auf die Suche nach dem Täter und nach der Wahrheit und deckt dabei dunkle Machenschaften innerhalb der ansässigen Familien auf.

Mein Eindruck:
Der Kriminalroman beginnt langsam, fast beiläufig. Auch im weiteren Verlauf bleibt die Spannung auf einem eher niedrigen Level - der Mord und dessen Aufklärungen stehen nicht im Mittelpunkt, bieten lediglich den Rahmen für die Schilderung der Familiengeschäfte, der Intrigen, der kriminellen Geschäfte. Auch ohne Nervenkitzel und ohne Herzklopfen liest sich der Roman flüssig, obwohl der Sprache bisweilen der letzte Schliff fehlt. Oftmals empfand ich die Schilderungen als etwas holprig oder unausgegoren. Die Handlung und die Protagonisten bleiben zudem eher oberflächlich und ohne Tiefgang.

Mein Resümee:
'Wo die Zitronen blühen' ist ein netter Zeitvertreib für graue Herbsttage, aber nicht mehr.

Empfehlung:
Wer sich für mafiöse Machenschaften, die Dynamik familiärer Beziehungen und Italien interessiert, dem sei 'Ehrenwerte Leute' von Giuseppe Fava empfohlen.

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40

27.09.2009

„Die Enttarnung der ehrenwerten Familie”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Kirchardt
In dem Krimi von Massimo Carlotto und Marco Videtta geht es um die Aufklärung des Mordes an der jungen talentierten Anwältin Giovanna Barovier die kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Sohn der Kanzleichefs Francesco Visenti stand.

Francesco findet seine Verlobte ertränkt in der Badewanne ihres Hauses. Ermordet vermutlich von ihrem Liebhaber. In der Nacht in der Sie diese Affäre beenden wollte, und Francesco alles zu beichten. Die Suche nach dem Mörder beginnt. Francesco muß mit jedem Tag in den immer neue Enthüllungen und Verstrickungen seines Vaters und der adligen Familie der Contessa Calchie Renier in dunkle Geschäfte erkennen, wie seine wohlgeordnete Welt mehr und mehr auseinander bricht.

Wie sein Vater und die Contessa sich die ethnischen und moralischen Grundsätze skrupellos zurecht biegen um ihr schlechtes Gewissen zu berruhigen, erschüttert Francesco zutiefst. Vorallem als Francesco herausfindet, das Giovanna in Recherchen über die Verurteilung ihres Vaters steckte, in dem sein Vater und die Contessa eine nicht unwesentliche Rolle spielten.

Die Geschichte liest sich flott und ohne übertriebenes Mitgefühl zeichnen die Autoren ein schonungsloses Sittengemälde der italienischen "ehrenwerten" Familien. Die Aufklärung des Mordes kann man als Rahmenhandlung verstehen, in der die schmutzigen Geschäfte und Intrigen eingebettet sind. Ein durchweg lesenswertes Buch.

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30

27.09.2009

„Nichts Neues aus dem italienischen Norden”

von goldfisch
Die beiden italienischen Autoren Carlotto und Videtta wollen in ihrem Buch "Wo die Zitronen blühen" auf einige der aktuellen Probleme Italiens aufmerksam machen. Korruption und Umweltskandale sind die Hauptthemen, die sie sich vorgenommen haben und sie stellen Politiker, Industrielle und Anwälte an den Pranger.

Hauptfigur ist der junge Francesco Visentin, einziges Kind eines sehr einflussreichen Anwalts, der in wenigen Tagen seine Verlobte Giovanna heiraten wollte. Aber Giovanna liegt tot in ihrer Badewanne und Francesco muss nicht nur herausfinden, wer sie ermordete, sondern der Polizei beweisen, dass er nicht der Täter war. Hilfe bekommt er von Giovannas bester Freundin, Carla, und gemeinsam versuchen sie, Dinge aufzudecken, die mächtige Gegenspieler lieber geheim halten wollen.

"Wo die Zitronen blühen" ist flüssig geschrieben und liest sich schnell durch. Das Dorfleben ist treffend geschildert und erinnerte mich tatsächlich streckenweise an eine moderne Fassung des Dorfes von Don Camillo und Peppone. Klatsch, Tratsch und Intrigen - allerdings ohne die liebenswerten Figuren, die alles wieder ins Lot bringen. Manche Figuren blieben ein wenig blass und wirkten etwas klischeehaft, wie z.B. Francescos Vater. Francesco selbst war mir manchmal etwas zu naiv. Wie konnte er so lange in diesem Dorf leben, im Haus seines Vaters, ohne wirklich mitzubekommen, was um ihn herum geschieht?

Wer sich ein wenig für europäische Politik interessiert, wird in "Wo die Zitronen blühen" nichts Neues entdecken. Korruption gehört dort schon lange zum Alltag, Umweltverbrechen passieren wohl in allen europäischen Ländern und dass u.a. Industrielle dort sehr viel Einfluss besitzen können, war mir auch bekannt. Aber dieses Buch ist ja auch nicht als Sachbuch gedacht, sondern ist ein spannender Krimi mit zahlreichen aktuellen Bezügen.

Die Sachkenntnis des Autoren-Duos ist deutlich und macht diesen Roman so erschreckend realistisch. "Wo die Zitronen blühen" ist eine wohltuende Abwechslung zu all den Thrillern mit brutalen Serienmördern. Sollten die beiden Autoren noch weitere Krimis schreiben, werde ich sie sicher lesen, wünsche mir jedoch ein paar Seiten mehr, damit Handlung und Figuren etwas mehr an Tiefe gewinnen könnten.

P.S. Den deutschen Titel und das Titelbild finde ich ziemlich unpassend.

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40

08.09.2009

„Italienische Verhältnisse”

von Toschi3 aus Königswinter
Mitten hinein in das Geschehen und damit einen Sumpf aus Liebe, Mafia und Intrigen werfen die beiden Autoren die Leser ihres Buches. Kurz und knackig, fast schon gefühllos, reißen sie durch eine traurige Geschichte, die andere Autoren in doppelt so viele Seiten verpackt hätten.
Keine Schnörkel, keine unwichtigen Nebenhandlungen. Auch wenn die klassischen „Klischees“ von Mafia, Rumänien und Italien perfekt bedient werden, sind die Verstrickungen der handelnden Personen so unglaublich, dass man sie schon wieder glauben muss. Und die Realität ist wahrscheinlich noch schlimmer...
Der Krimi ist flüssig geschrieben, durch die Kürze lässt sich das Buch an einem Tag lesen. Die Autoren harmonieren gut und führen den Leser mal in die eine, mal in die andere Richtung. Und auch wenn man die Lösung erahnen sollte, ist sie doch ziemlich ernüchternd.

Fazit: ein aufwühlender Krimi, in dem kaum ein Leser nur den Krimi sehen kann. Es ist eine gelungene Kritik an der (italienischen) Gesellschaft.

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40

06.08.2009

„Die unschönen Seiten Norditaliens”

von Leserin aus Deutschland
Der Titel „Wo die Zitronen blühen“ und die Inhaltsangabe ließen mich eher ein Buch erwarten, das im Süden Italiens spielt. Doch die beiden Autoren beweisen eindrucksvoll, dass auch im Norden neben Zitronen ebenfalls Korruption und andere Verbrechen blühen, obwohl dieser wohlhabendere Teil Italiens gerne auf den Süden herabschaut.

Schauplatz ist ein italienisches Dorf, das von wenigen einflussreichen Familien beherrscht wird. Francesco Visentin gehört zu einer dieser Familien und er soll bald in die Anwaltskanzlei seines Vaters einsteigen. Dort arbeitet schon seine zukünftige Frau, die attraktive Giovanna. Doch dann kommt alles ganz anders als erwartet. Am Abend seines Junggesellenabschieds findet er Giovanna tot in der Badewanne – Mord – und ist zunächst Hauptverdächtiger. Gemeinsam mit Giovannas bester Freundin Carla versucht er den Mörder zu finden und landet tief im Sumpf der Korruption und gefährlicher Machtspiele.

Die beiden Autoren beschreiben deutlich, wie eng Industrie und illegale Organisationen miteinander verknüpft sind, wie groß der Einfluss dieser Organisationen auf Politik und Alltagsleben ist, welche Macht einzelne Familien besitzen. Manche Strukturen erinnern fast an die Verhältnisse im Mittelalter. Reich an Geld, aber anscheinend arm an moralischen Werten - zumindest in Bezug auf den beschriebenen Geldadel. Durch die Perspektive des anfangs noch etwas naiven Francesco erhält der Leser Einblick in die unschönen Seiten des Urlaubslandes Italien. Der Blick hinter die Fassaden ist sehr desillusionierend.

Sprachlich liest sich „Wo die Zitronen blühen“ sehr flüssig und das Ende des Buch war schnell erreicht. Über ein paar Seiten mehr hätte ich mich gefreut, denn manche Figuren blieben eher blass. Auf der anderen Seite hat „Wo die Zitronen blühen“ keinerlei Längen und fesselte mich bis zum Ende.

Ein spannender und Krimi, mit aktuellen Bezüge zu Politik und Gesellschaft, den ich bereits mehrfach weiterempfohlen habe. Auf weitere Werke des Autorenduos bin ich gespannt.

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40

04.08.2009

„Thriller im Zwiebel-Look”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Francesco Visentin, junger Anwalt aus einer ehrbaren Familie, hat glänzende Zukunftsaussichten: in wenigen Tagen wird er die schöne Giovanna Barovier heiraten und nach der Hochzeitsreise in die angesehene Kanzlei seines Vaters eintreten. Seine Träume werden jäh zerstört, als er Giovanna am Morgen des Junggesellenabschieds tot auffindet. Wer hat die Schöne umgebracht? Und was wollte sie am Morgen wichtiges mit ihm besprechen? Zusammen mit ihrer besten Freundin Carla macht sich Franceso auf die Suche nach ihrem Mörder und stösst dabei auf ein Netz von Korruption und alten Freundschaften bzw. Feindschaften. Ist Giovannas Vater wirklich ein eiskalter Betrüger und Mörder? Ist die angesehene Gesellschaft wirklich so ehrenhaft?
„Wo die Zitronen blühen“ ist soviel mehr, als ich erwartet hatte: statt eines einfach gestrickten Krimis haben wir es hier mit einem aktuellen Thriller zu tun. Schon die ersten Seiten versprechen eine spannende Handlung, die die Autoren auch bis zum Schluss halten können. Viele zwielichtige Gestalten werden im Laufe der Geschichte eingeführt, was dem ganzen unerwartete Wendungen gibt und die Spannung erhält. Die Hauptcharaktere und Strukturen im dem recht fest gefahrenen Dorf lernen wir direkt am Anfang kennen, was im wesentlichen dazu beiträgt, verschiedene Handlungen zu durchschauen und die Beziehungen unter – und zueinander zu verstehen. Das Buch wurde zum Teil aus Francescos Sicht in Ich-Form erzählt, und die Lücken für den Leser von einem Erzähler aus der Beoabachter-Perpektive gefüllt. Das hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist einfach und flott zu lesen, dabei kommt das Buch ohne blutige und reißerische Szenen aus.Die Autoren verstehen es meisterhaft, die einzelnen Schichten der machtvollen und angesehenen Familien zu entblättern wie bei einer Zwiebel - Schicht für Schicht, Kapitel für Kapitel versinkt der Leser weiter in einem Sumpf aus Korruption und Machtgier, die selbst vor Mord nicht zurückschrecken.Aktuelle Themen wie Umweltskandale, Müllentsorgung etc. werden mit Mafiaproblemen sowie „Dorfkrankheiten“ wie Kaltsch & Tratsch oder Inzucht gemischt. Heraus kommt ein Thriller, der sich wirklich sehen lassen kann. Aber vor allem ist nichts so, wie es scheint. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, und ich würde es jederzeit weiter empfehlen.

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30

30.07.2009

„Wo die Zitronen blühen”

von robberta aus nrw
Geld Macht Mafia Mord Missgunst usw. alles drin.
Ein kleines Dorf, zwei mächtige Familien, zwei rivalisierende junge Männer und eine tote Braut, das sorgt für jede Menge Zündstoff. Stetig steigende Spannung. Die beiden jungen Männer sind zwar Rivalen um Giovanna, aber bisher eigentlich keine Feinde, wird sich dass nach Giovannas Tod ändern? Oder werden sie durch Giovannas gewaltsamen Tod zu Verbündeten?
Was für ein Geheimnis hatte Giovanna und was wollte sie Francesco so wichtiges mitteilen? Welche Rolle spielt Carla, was weiß sie ?
Franscesco wird des Mordes an seiner Braut verdächtigt . Er hat ein Motiv und ein lückenhaftes Alibi, bis...

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40

27.07.2009

„Unschuld trifft Camorra”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Münster
Giovanna, die Verlobte des Anwaltes Francesco wird ermordet. Beide stehen eine Woche vor ihrer Hochzeit und führen ein schönes Leben. Er steigt bald in die Kanzlei seines Vaters ein, in der schon Giovanna arbeitet und direkt nach der Hochzeit werden sie eine Villa beziehen. Doch alles kommt anders. Am Tag des Jungesellenabschieds wird Giovanna ermordet. Ertrunken in der Badewanne. Francesco verliert das Liebste und sucht Halt bei seinem Vater. Plötzlich verdächtigt man ihn und deshalb fängt er selber an zu ermitteln. Er kommt dem ganzen Dorf auf die Schliche. Es wird illegal Müll entsorgt und der Firmenverband seines Vaters steckt dahinter. Aber weiß sein Vater überhaupt davon? Wer sind die Bösen? Giovanna war dem Müllskandal auf dier Spur. Musste sie deshalb ihr Leben lassen? Oder war es doch ein Verbrechen aus Leidenschaft? Denn Giovanna hat Francesco betrogen und wollte es vor ihrem Tod beichten. Doch wer hat sie zur Hure gemacht, der ihr Leben zerstörte?

Ein sehr spannender Kriminalroman, den man sehr schnell gelesen hat. Da die Story gerade mal 215 Seiten braucht. Der Roman wird aus der Sicht von Francesco geschrieben und man denkt, dass er der einzige ehrliche Italiener ist, wo jeder weiß das es die Mafia gibt und verdammt viele korrupt sind. Er glaubt noch an das Gute im Menschen und deshalb braucht er auch ziemlich lange bis er herausfindt wer der Mörder von Giovanna ist. Kurz nach dem Mord wusste ich nämlich schon wer es ist. Das hat mir ein bisschen die Würze genommen, aber es war halt klar. Trotzdem macht es Spaß in das ländliche Italien einzutauchen!

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30

24.07.2009

„Auch Zitronen blühen nicht immer ...”

von Nicole W. aus Brakel
Italien. Das Land, in dem die Zitronen blühen. Das Land, in dem immer die Sonne scheint. Aber Italien hat auch seine dunklen Seiten. In "Wo die Zitronen blühen" zeichnen die beiden Autoren Carlotto und Videtta ein düsteres Bild vom Norden Italiens. Von einem Dorf, in dem Korruption, Verrat, Erpressung und sogar Mord an der Tagesordnung ist.
Wie ein Krimi beginnt das Buch. Francesco findet seine Verlobte ermordet in der Badewanne auf und beginnt seine eigenen Nachforschungen anzustellen. Dabei wird er immer weiter in die tiefsten Geheimnisse der industriellen Reichen verstrickt, zu denen eigentlich auch er gehört, bis er zum Schluß eine erschreckende Entdeckung macht ...

Die Geschichte ist durchaus gut durchdacht, allerdings beschränken sich die Autoren wirklich nur auf das nötigste. Ein wenig mehr hätte dem Buch sicherlich nicht geschadet, denn die meisten Charaktere bleiben recht oberflächlich. Das ist auch der große Minuspunkt des Buches.
Auch kann man sich recht schnell denken, wer hinter dem Mord an Giovanna stecken wird, nur die Beweggründe sind dann doch anders als man vielleicht denkt.
Ein paar mehr Eindrücke des Landes in dem die Zitronen so schön blühen hätte ich mir als Kontrast zu den düsteren Geschehnissen schon gewünscht.

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20

16.07.2009

„Wein und gutes Essen unter italienischer Sonne - Fehlanzeige”

von Goldsternfamily aus Hamm
Francesco findet seine Braut Giovanna wenige Tage vor der Hochzeit tot in ihrem Haus in der Badewanne. Schnell stellt sich raus, dass es sich keineswegs um einen Unfall, sondern ganz klar um ein Verbrechen handelt. Die Polizei stellt sich als wenig interessiert und korrupt heraus (bis auf einen Mitarbeiter). Francescos Vater, ein angesehener Mann im Dorf und einflussreicher Anwalt, sorgt sogar dafür, dass die Spermaprobe, die bei Giovanna sichergestellt wurde, verschwindet, bzw. nicht als Beweismittel eingesetzt werden darf, obwohl Francesco unschuldig ist. Schnell wird klar, dass es den einflussreichen Leuten im Dorf gar nicht darum geht, den Mörder zu finden, sondern erstmal sich selbst und ihre Angehörigen von jedem Verdacht freizusprechen. Ein vor 16 Jahren verübtes Verbrechen und auch noch ein Giftmüll-Skandal spielen mit vielen Intrigen und Verschwörungen eine Rolle. Schnell wird klar, wer der Mörder ist. Italienisches Flair oder auch Herzlichkeit findet man in dieser Geschichte übrigens gar nicht, es könnte auch in einem anderen Land spielen.

Nachdem mich die Leseprobe so neugierig gemacht hat, bin ich von diesem Buch mehr als enttäuscht. Platt und langweilig geschrieben, mangelt es an Wortwitz und interessanten Wendungen, die einen Krimi sonst so interessant machen. Man wird gar nicht in die Irre geführt und bekommt auch kam Verdächtige präsentiert, sondern eine dahinplätschernde, wenig unterhaltsame Geschichte. Auch das Motiv für den Mord bleibt schwach. Schade um die Zeit. Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen.

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30

13.07.2009

„Die gute alte Familie”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Neuendettelsau
Francesco Visentin, junger Anwalt und glücklicher Bräutigam, ahnt nichts böses auf seinem Junggesellenabschied, doch während er versucht den Späßen seiner Freunde zu entkommen, wird seine junge Frau Giovanna brutal ermordet. Als Francesco die Leiche seiner Verlobten am nächsten Morgen findet, nimmt eine Abwärtsspirale ihren Lauf, die all die Intrigen und Verbrechen in seinem kleinen italienischen Heimatdorf freilegt. Langsam muss er erkennen, dass Menschen, die er schon sein Leben lang zu kennen glaubt, ein ganz anderes Leben haben und dass er sich nicht mehr auf sie verlassen kann! Gequält von falschen Beschuldigungen und dem großen Verlust macht sich Francesco in Eigenregie auf die Suche nach dem Mörder seiner Giovanna.

Am Anfang überzeugt das Buch noch durch die rasante Entwicklung der Geschehnisse, doch schon bald nach der Ermordung Giovannas lässt das Erzähltempo nach. Die Autoren neigen dazu sich in Nichtigkeiten zu verlieren und manchmal kostet es ein wenig Überwindung die Ausführungen über die kriminellen Machenschaften komplett zu lesen. Doch so sehr der Erzählstil schwächeln mag, so überzeugend ist doch die Geschichte. Diese hält einen an den Seiten und schafft es den Leser an sich zu fesseln, denn zu grausam ist die Wahrheit über den Mörder. Leider schaffen es die Figuren nicht aus dem Schatten der Geschichte herauszutreten, sie bleiben eher farblos und dienen als Statisten in einer großangelegten Kritik, einzig Francesco durchlebt eine leichte Veränderung, da er mit dem wahren Gesicht seiner Heimat konfrontiert, wesentlich reift. Durch die gewählte Perspektive fühlt man sich selbst wie der Suchende, man erlebt hautnah wie der junge Anwalt Puzzelteil um Puzzelteil aufdeckt.

Im Großen und Ganzen ein lesenswertes Buch, das vor allem durch den gut durchdachten Plot und einige unerwartete Wendungen überzeugt!

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