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Sorry

Thriller

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Artikeldetails zu Sorry

AutorZoran Drvenkar

Untertitel Thriller

Abbildungsvermerk 22 cm

  • ISBN-103-550-08772-1
  • ISBN-139783550087721
  • Verlag Ullstein Verlag
  • Einbandartgebunden
  • Seiten400
  • VeröffentlichtFebruar 2009
  • GenreThriller
  • Gewicht625g
  • SpracheDeutsch

Leseprobe aus Sorry

Rezensionen der Redaktion zu Sorry

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Sorry, aber dieses Buch wird Ihnen Angst machen. Sorry, aber dieses Buch wird Sie verfolgen. Sorry, aber dieses Buch wird Ihre Nerven blank legen. Sorry, aber dieses Buch wird Sie um den Schlaf bringen. Sorry, aber solch einen stilistisch und meisterliche gesponnen Thriller haben sie bisher selten zu lesen bekommen. Sorry, aber mit Sebastian Fitzeks Psychothrillern ist "Sorry" das Beste, was es jemals in der deutschen Psychothriller-Literatur zu lesen gab. Sorry, liebe Leser, sagen Sie nicht, ich hätte Sie vor dieser Lektüre nicht gewarnt. Sorry, Zoran Drvenkar, aber ich muss Sie bitten, weiter solche Thriller zu schreiben, damit die Leser nach so einem großen Wurf nicht plötzlich ohne Sie dastehen. Sorry, aber dieser Thriller muss Weltruhm erlangen.

Kurzbeschreibung zu Sorry

Ihr Angebot rüttelt die Geschäftswelt auf, denn sie entschuldigen sich für die Vergehen von Unternehmen. Sie bieten den Schuldigen Unterstützung an und helfen den Opfern. Sie selbst verdienen viel Geld damit, die vier jungen Berliner, die diese clevere Geschäftsidee hatten, irgendwann, bevor alles anfing. Immer mehr Menschen erleichtern über sie ihr Gewissen - als ihnen eines Tages jemand den Auftrag erteilt, eine Tote um Verzeihung zu bitten für die unvorstellbaren Qualen, unter denen sie starb. Hier schnappt die Falle zu. Die Lektion, die der Auftraggeber ihnen ab jetzt erteilt, ist voller Dunkelheit: Wie Schachfiguren werden sie auf eine Spur der Grausamkeit gesetzt, auf der es keine Vergebung gibt, kein Schwarzweiß mehr zwischen Opfer und Täter. Zoran Drvenkars verstörender neuer Roman erzählt auf zwingende Weise von einer Welt, in der wir der Gewalt nicht mehr ausweichen können.

Portrait

Zoran Drvenkar:
Zoran Drvenkar wurde 1967 in Krizevci, Jugoslawien, geboren und zog 1970 als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Berlin. Seit 1989 arbeitet Zoran Drvenkar als freier Schriftsteller und lebt in Berlin. Für seine Romane, Gedichte und Kurzgeschichten erhielt er mehrere Literaturstipendien. 1999 erhielt er den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis für seinen Roman "Niemand so stark wie wir", den Science-Fiction-Preis der Berliner Festspiele für seine Erzählung "Die Alte Stadt" und 2001 wurde er mit "Im Regen stehen" für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch nominiert. Im August 2002 erschien der Roman "Sag mir, was du siehst". "Du schon wieder", mit Zeichnungen von Ole Könnecke, wurde für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Im Frühjahr 2005 erschien sein Gedichtband "Was geht, wenn du bleibst".

Bewertung unserer Kunden zu Sorry

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40

06.06.2010

„sorry”

von Elohym78 aus Horhausen (Westerwald)
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich mich in den Schreibstil erst einlesen mußte. Er ist sehr ungewöhnlich und neu für mich. Keine wörtliche Rede, was mich anfangs etwas irritierte. Zoran Drvenkar wechselt die ganze Zeit zwischen verschiedenen Perspektiven und man muß aufpassen wo, bei wem man gerade ist. Er spricht mich, den Leser direkt an. Der Stil hat etwas voyeuristisches, was das Buch für mich reizvoll macht. Ich gucke nicht auf die Geschichte, ich bin in ihr drin. Und das als Mörder!

Es geht um Schuld und Verzeihen. Die vier Freunde Tamar, Wolf, Kris und Frauke haben mit ihrem Leben nicht viel angefangen. Sie dümpeln in die Zukunft auf Kosten anderer. Sie können sich dies selbst nicht verzeihen, versuchen es aber - erfolgreich - bei anderen. Sie gründen eine Agentur mit Namen sorry. Die vier entschuldigen sich im Namen von z.B. Firmen bei Mitarbeiten für ihre Entlassung. Als Entschädigung bieten sie Geld oder eine Tätigkeit in einer anderen Firma. Hauptsache die Entschuldigung wird angenommen und der Auftraggeber hat sein Gewissen beruhigt, wieder eine reine Weste. Die Idee ist gut. Die Idee wird ein Renner und die vier haben fast mehr Aufträge, als sie bewältigen können.

Bis sie eines Tages an einen Mörder geraten. Sie sollen sich bei den Opfern entschuldigen. Eine gnadenlose Jagd beginnt, ein mörderisches Katz- und Mausspiel.

Die Hintergründe werden sehr gut dargestellt und ich hatte teilweise Mitleid mit dem Mörder, da die Einblicke in seine geschändete Seele mich sehr mitgenommen haben. Für mich persönlich hinkt der Schluß etwas. Er ist nicht ganz rund. Wie wenn jetzt das Ende dahin muß, obwohl noch hundert Seiten Material da gewesen wären. Ein lesenswertes Buch, aber auf keinen fall für schwache Nerven geeignet!

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30

27.09.2009

„Kommerzalisierte Entschuldigungen”

von goldfisch
Vier Freunde, alle Ende Zwanzig, habe eine scheinbar geniale Geschäftsidee. Tamara, Frauke, Kris und sein jüngerer Bruder Wolf wollen anderen Menschen das Sich-Entschuldigen abnehmen - für viel Geld natürlich. Zielgruppe sind gut zahlende Unternehmen. Das geht solange gut, bis sie sich bei einer Leiche entschuldigen sollen...

Zoran Drvenkar ist es auch in seinem neusten Roman wieder gelungen, eine ungewöhnliche Idee auf eine aus dem Rahmen fallende Art und Weise zu erzählen. Schon das Cover ist sehr gelungen, mit der roten Banderole, die den Leser vor dem Inhalt warnen soll. Zu Recht, denn schon das erste Kapitel ist definitiv nichts für Zartbesaitete. Dann die Unterteilung der Kapitel in die verschiedenen Zeitabschnitte davor, dazwischen und danach, sowie die Perspektiven der jeweiligen Hauptfiguren. Der Leser wird zum Täter gemacht und bekommt seine Gräueltaten von einem Unbekannten erzählt. Die Figuren werden durch die plastischen Schilderungen zum Leben erweckt und die vielen Perspektivwechsel waren erstaunlicherweise nicht verwirrend.

"Sorry" ist viel mehr als ein Psychothriller, der sich weit abseits der ausgetretenen Pfade anderer Bestseller bewegt. Das Buch macht nachdenklich über die Verteilung der Opfer- und Täterrollen, sowie natürlich die Frage, ob wildfremde Menschen sich für Taten entschuldigen können, die sie selbst gar nicht begangen haben. Außerdem ist es eine interessante psychologische Studie, wie enge Freunde unter extremem Stress reagieren könnten.

Ein sehr empfehlenswerter Thriller, der nur deshalb zwei Punkte Abzug bekommt, weil mir einige Gewaltszenen viel zu detailliert beschrieben waren und für die nervige Verwendung des Wortes "Busineß". Nichts gegen die alte Rechtschreibung, aber Business mit ß geht bei mir überhaupt nicht.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

29.08.2009

„Gibt es für Mord eine Entschuldigung?”

von anushka aus Berlin
Spontan denkt man natürlich, dass die Antwort sofort klar ist. Doch Zoran Drvenkar führt dem Leser vor Augen, dass diese Entscheidung gar nicht so einfach ist ...

Die vier Freunde Kris, Wolf, Frauke und Tamara gründen aus der Not heraus eine Agentur mit einer völlig neuartigen Idee. Im Rahmen dieser Agentur "Sorry" übernehmen sie für kommerzielle Auftraggeber das Entschuldigen: von ungerechtfertigten Kündigungen, falschen Verdächtigungen, das Abservieren einer Geliebten. Und erleichtern somit das Gewissen vieler Kunden, die es nicht selbst über sich bringen. Doch dann hört Lars Meybach von der Agentur und mit einem Schlag ändert sich das Leben der vier Freunde. Denn Meybach will, dass sie sich bei einer Frau entschuldigen, die sie gegen eine Wand genagelt in einer Kreuzberger Wohnung finden. Und Meybach hat genau das richtige Druckmittel, um sich der Ausführung seines Auftrags zu versichern.

Mein spontaner Gedanke beim Zuklappen des Buches war, dass sich Zoran Drvenkar durchaus mit Paul Cleave messen kann, vor allem, was die Brutalität seines Thrillers betrifft. Aber auch die Geschichte teilweise aus Sicht des Mörders zu erzählen, hat mich sehr an Cleaves Stil erinnert - was ich keinesfalls negativ meine. Doch "Sorry" ist besser konstruiert und lässt schließlich wenige, wenn nicht sogar gar keine, Dinge ungeklärt oder Fäden unverknüpft und doch weiß man bis fast zum Ende nicht, wie alles zusammengehört.
Drvenkars Buch ist ein Ich-Erzähler allem übergeordnet, doch die Kapitel aus Sicht des Mörders werden aus der "Du"-Perspektive erzählt und Kris, Wolf, Tamara und Frauke kommen in der dritten Person zu Wort, genauso wie "der Mann, der nicht da war". Aber nicht nur die Perspektiven, sondern auch die Zeitebenen wechseln ständig. Dies kann in den ersten Kapiteln oft zu Verwirrung führen, doch hat man bald Anker in der Handlung, von denen man als Leser aus wieder weiß, wo man sich in der Geschichte gerade befindet. Und auch die Anzahl an Personen wirkt manchmal unüberschaubar. Doch am Ende passt alles perfekt zusammen. Ich fand es erstaunlich, dass dem Autor das gelungen ist.
Die Geschichte an sich ist auch sehr spannend, wenn für meinen Geschmack zum Ende hin jedoch teilweise recht brutal und auch die Vorgeschichte des Mordes ist wirklich nichts für Zartbesaitete. Das Buch ist optisch auch entsprechend aufgemacht: dunkles Cover mit einem "verschwommenen" Titel und einer roten Banderole, die vor dem Lesen warnt: "Ein Thriller wie ein böser Traum". Und genau das ist es. Endlich mal wieder ein Thriller, der die Versprechungen nicht enttäuscht, den Leser nicht zur Ruhe kommen lässt und ihn dazu bringt, öfter einmal paranoid über die Schulter zu schauen.

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40

28.07.2009

„Jeder kann zum Schuldigen werden”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Neuendettelsau
Vier Freunde gründen ahnungslos eine Firma, sie wollen sich für andere entschuldigen. Endlich geht es ihnen einmal gut, alles scheint wunderbar zu laufen, doch dann wird ein Mörder auf ihre Geschäftsidee aufmerksam und macht Frauke, Kris, Tamara und Wolf zu Mittätern. Ein grausiges Spiel um Schuld und Sühne nimmt seinen Lauf und es scheint als könne ihm niemand entrinnen!

Zoran Drvenkar konfrontiert den Leser hier mit der Tatsache, dass er ihn selbst in die Rolle des Bösen zwängt. Schockiert stellt man fest, dass man selbst der Mörder und Fadenzieher ist, dessen Geschichte sich stückchenweise entblättert und die Spuren der Schuld verwischt. Durch den ungewohnten Schreibstil fühlt man sich wie ein Teil der Geschichte. Man denkt über jede der Handlungen nach und sucht zusammen mit den vier Freunden nach einer Lösung, einem Ausweg. Aber auch durch die ständig wechselnden Perspektiven wird der Leser am Buch gehalten, immer wieder erfährt man neue Puzzelteile und kommt den Gründen näher, doch man erkennt auch, dass durch die zu Anfangs gestiftete Verwirrung alles auf eine Katastrophe zusteuert. Doch damit nicht genug, auch die Zeitstränge werden wild durcheinander gewürfelt, mal ist man im Jetzt und Hier und wird Zeuge einer neuen Schandtat. Dann wieder ist man "davor" oder "danach" und beginnt immer mehr der Zusammenhänge zwischen Personen, Orten und Verbrechen zu verstehen!

Zur Krönung verleiht Zoran Drvenkar allen seinen Figuren auch eine wirkliche charakterliche Tiefe, niemand ist hier einfach gut oder einfach böse, da gibt es auch noch Schuld, Trauer, Rache, Verständnis. Jeder Charakter hat etwas von beiden Seiten, kann ganz schnell von gut zu böse werden und andersherum. Ein wirklich verwirrendes Leseerlebnis, nicht nur für Fans von Thrillern!

Verwirrend ist lediglich der Verzicht auf Anführungsstriche, der einen schon mal nach dem gesprochenen suchen lässt.

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40

21.05.2009

„Aus dem Ruder gelaufen”

von stjerneskud aus Stuttgart
Aus einer fixen Idee wird Realität und die Brüder Kris und Wolf gründen zusammen mit Frauke und Tamara eine Agentur, um sich im Namen ihrer Klienten bei anderen zu entschuldigen. In den Jahren nach dem Abitur stehen die vier mehr auf der Schatten- als auf der Sonnenseite des Lebens und als die Geschäftsidee innerhalb kürzester Zeit zu einem Erfolg wird, wollen sie daran festhalten. Das Blatt wendet sich als Wolf bei einem auszuführenden Auftrag eine Frau ermordet in einer Wohnung auffindet.

Vor „Sorry“ hatte ich weder von Zoran Drvenkar gehört noch etwas von ihm gelesen und das erste Kapitel – genauso gut könnte es auch als Prolog betitelt werden – sprach mich nicht an und reizte mich auch nicht den Thriller lesen zu wollen. Der Schreibstil tat sein übriges und sagte mir nicht zu. Anfangs tat ich mich auch schwer damit, aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit ging es besser. Einfach zu lesen ist er nicht und er verlangt einem einiges ab. Dennoch bin ich froh darüber durchgehalten zu haben, denn es lohnte sich Bekanntschaft mit diesem Thriller zu machen.

Es gibt keinen chronologischen Ablauf, sondern die Kapitel sind mit dazwischen, danach, davor und Du, Kris, Tamara, Wolf, Frauke, Der Mann, der nicht da war überschrieben und es wird hin und her gesprungen. Die Geschichte an sich hat mich nicht überzeugt, denn es gehört doch einiges dazu für jemanden den man weder kennt noch einen Bezug zu ihm hat eine Leiche zu entsorgen, nur weil es dem Unternehmen schaden könnte. Und die Selbstjustiz bringt eine Lawine ins Rollen, die nur Chaos und sinnloses Töten mit sich bringt. Ansonsten ist die Geschichte wirklich toll geschrieben, denn es ist nicht einfach bei dem davor, dahinter und den verschiedenen Personen den Überblick zu behalten und sie zu einem Ende zu bringen, ohne Fragen offen zu lassen.

Weiterempfehlen würde ich den Thriller trotzdem nicht.

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50

13.03.2009

„Unheimlich, fesselnd und beunruhigend”

von Volpina aus Papenburg
Eine Gruppe junger Menschen hat sich gerade mit einer Idee selbstständig gemacht und schwimmt auf der Welle des Erfolges. Sie entschuldigen sich auf Abruf. Buße und Gewissenserleichterung gegen Geld, so jedenfalls sieht es der Mann, der entscheidet, dass es nun Zeit ist für eine Reinigung. Ein Mord, ein zweiter... Ab wann ist man ein Serienkiller? Er selbst sieht sich nicht als solcher, er hat nur gewisse Dinge zu erledigen und die Gruppe der jungen Menschen sollen ihm dabei helfen und dabei noch ein wenig Demut lernen. So jedenfalls war es geplant. Aber eindrucksvoll beschreibt das Buch, wie jeden die Ruder aus der Hand gleiten.Dass alles was man tut Konsequenzen hat und es nicht immer leicht ist, diese zu überblicken.
Gewalt die sich weiter vererbt. Was bleibt, wenn deinem Leben das Grundbedürfnis nach Sicherheit genommen wird, wie weit kann man gehen, bevor man vom Gejagten zu Jäger wird.
Eindrucksvoll schafft es Zoran Drvenkar die Kette aufzuzeigen. Gewalt infiziert und verbreitet sich.
 
Eine spannende Geschichte, die jedoch nicht nur durch die Handlung den Leser fesselt. Passend zu der grausamen Wahrheit ist die Sprache prägnant, klar, kurz und bündig. Besonders die wörtliche Rede gleicht nicht nur optisch eher Gedanken.
 
Ein ausgesprochenes Highlight ist jedoch die Erzählweise.
„DU
Es überrascht dich, wie einfach es ist, sie ausfindig zu machen.“

Du, ich? Der Leser wird direkt angesprochen und damit sofort in die Geschichte gezogen. Man nimmt den Platz des Mörders ein und ist damit Teil des Spiel. Ein Spiel das, wie mir vorkommt, vom dem allgegenwärtigen Erzähler geplant wird. Anfangs stellt dir diese namenlose Person die anderen in dieser Geschichte vor, erklärt wer es ist und welche Rolle er in dem Spiel spielen wird. Ich bin mir nicht sicher warum, aber mir scheint es ein sarkastischer Charakter zu sein, der mit einem amüsierten Grinsen die Protagonisten zusammen treibt und dabei grinsend die Hände reibt.
Was weiß dieser Typ, was ich nicht weiß?
Gerade dieser Erzähler verstärkt dieses schöne Kribbeln, was mir beim Lesen eines Thrillers so besonders viel Spaß macht.
Leider werden die Möglichkeiten des Erzählers nach dem fantastischen Einstieg immer weniger genutzt und zum Ende hin verschwindet er ganz.
 
Alles zusammen macht dieses Buch zu einem großartigen Leseerlebnis, dass ich jedem Thriller-fan empfehlen kann

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50

12.03.2009

„Ein Hochgenuss der Thrillerkunst”

von Silke Schröder aus Hannover (silke.schroeder@hallo-buch.de) Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Eigentlich ist Zoran Drvenkar ein bekannter Kinderbuchautor. Hier lernen wir ihn einmal von einer ganz anderen Seite kennen – genauso gut, aber sehr, sehr böse. In seinem eindrucksvollen Thriller „Sorry“ geht es um Schuld und Sühne, um Selbstjustiz und Zerstörung.

Brillant ist sein innovativer und ungewöhnlicher Stil. Drvenkar wechselt geschickt die Perspektiven, indem er den Kapiteln Überschriften wie „Du“, „Ich“ oder die Namen der vier Freunde gibt. Mit den Themen „Davor“, „Dazwischen“ und „Danach“ springt er zudem im zeitlichen Ablauf immer wieder vor und zurück. Ist dies anfänglich noch etwas verwirrend, so sind es bald genau diese stilistischen Mittel, die den ungewöhnlichen Thriller im Wortsinn „unheimlich“ lesenswert machen. Ein Hochgenuss der Krimikunst – und Achtung: nichts für schwache Nerven!

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40

11.03.2009

„Du bist der Mörder!”

von D. Möhrke
Dieses Buch fällt sofort durch seinen ungewöhnlichen, aber wirklich fesselenden Schreibstil auf. Gleich zu Anfang wird der Leser mit "du" angesprochen und so in die Rolle des Mörders versetzt. Das zieht sich durch das ganze Buch wie ein roter Faden. Ich persönlich habe das als richtig gruselig empfunden und man fühlte sich gleich komisch in seiner Haut. Die ganze Geschichte setzt sich aus verschiedenen Erzählsträngen zusammen. Mal wird man selbst als Mörder angesprochen, dann befindet man sich in der Vergangenheit oder der Zukunft und außerdem gibt es ja noch andere Protagonisten.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen nämlich vier Freunde, die eine neue Geschäftsidee haben. Sie gründen eine Firma, die sich für andere Leute entschuldigt. Dies tun sie aber normalerweise lediglich für Geschäftskunden. Unglücklicherweise geraten sie jedoch an einen Mörder, der sie zwingt sich bei seinem Opfer zu entschuldigen. So nimmt ein Verwirrspiel seinen Anfang, das verblüffend, schockierend und unheimlich spannend ist.

Besonders interessant wird in diesem Zusammenhang auch die Vergangenheit des Mörders, zu der ich hier natürlich nicht mehr sagen möchte. Es ensteht ein Gebilde aus Schuld- und Rachegedanken. Man weiß als Leser gar nicht mehr, wem man noch trauen kann und wem nicht. Außerdem ist die Schuldfrage in diesem Buch wirklich interessant. Denn egal wie man es dreht und wendet, es ist unmöglich Stellung für eine Seite zu beziehen. Fehler werden hier sicher viele begangen und zum Teil wird das Buch auch richtig abartig. Trotzdem finde ich es gut, dass die Figuren nicht alle in "Schwarz und Weiß" abgestempelt werden. In diesem Buch trägt das sehr zur Spannungssteigerung bei.

"Sorry" kann ich sogar denjenigen empfehlen, die sonst keine Thriller lesen. Es beeindruckt nämlich durch die Sprache und den außergewöhnlichen Erzählstil, was ja sonst bei Thrillern häufig nicht der Fall ist.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings auch. Das Buch ist in alter Rechtschreibung geschrieben. Gut, damit könnte ich noch leben. Wenn aber Wörter wie "Business" durchgehend mit "ß" am Ende, also "Busineß", geschrieben werden, dann ist das nicht zumutbar. Auch dass die wörtliche Rede nicht mit Anführungszeichen gekennzeichnet war, sondern lediglich durch ein Minuszeichen eingeführt wird, empfand ich als ziemlich störend. So wird besonders das Ende der wörtlichen Rede undeutlich.

Mich persönlich hat das Buch sehr angesprochen, weil ich die Schauplätze alle selbst kenne. Dadurch wirkt das Buch noch realer. Zudem hat eine der Hauptfiguren eine Buchhändlerausbildung in Leipzig gemacht. Auch da gibt es viele Gemeinsamkeiten zu mir. Ich war richtig geschockt, als ich das gelesen habe.

Alles in allem ist es ein wirklich spannendes Buch, dass die Schuldfrage gezielt in den Mittelpunkt stellt.

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40

25.02.2009

„Vier Freunde - eine Idee; Zwei Freunde – das Ende einer Kindheit”

von Yvi2108
Sorry von Zoran Drvenkar ist ein Triller, der auch einen auch noch nach beenden nachdenklich zurücklässt.
Der Autor schafft es durch verschiedene Perspektivenwechsel, Zeitsprünge und eine außergewöhnliche Schreibweise den Leser gefangen zu nehmen und auch zu verwirren. Wie auch schon bei der Leseprobe, wusste ich zu Anfang auch nicht, was ich von dem Thriller halten sollte. Die DU-Form einiger Kapitel verschaffte zuerst den Eindruck, dass ich als Leser persönlich angesprochen werde: Mit weiterem Verlauf des Buches, klärt sich auf, was und wen den Autor meint. Man gewöhnt sich recht schnell an den außergewöhnlichen Schreibstil. Der Autor lässt dem Leser Freiraum für eigene Phantasien, in dem er nicht alles bis ins kleinste Detail beschreibt. In dem Buch wird nichts beschönigt. Opfer werden zu Täter, Täter zu Opfer.
Sorry ist ein außergewöhnlicher Thriller, wie ich ihn in dieser Form noch nicht gelesen habe. Der Spannungsbogen wird sofort am Anfang aufgezogen und hält sich konsequent bis zum Schluss auf einem hohen Level. Kurze und prägnante Sätze dominieren dieses Buch und der Leser wird durchgängig von einer düsteren und beklemmenden Stimmung begleitet. Dem Autor gelingt es auf geschickte Art und Weise die einzelnen Charaktere vorzustellen und die einzelnen Fäden, die sich durch die Geschichte ziehen, zum Schluss zu einem, für mich, schlüssigem Ende zusammenlaufen zu lassen. Der Leser wird durchgehend mit kleinen Informationen, die Mosaiksteinchen gleichen, gefüttert, die sich gegen Ende problemlos zu einem passenden und stimmigem Gesamtbild zusammenfügen.

Fazit:
„Sorry“ ist ein Thriller, der mich in seiner Art überrascht hat. Spannend, schockierend und direkt geschrieben. Sehr gefallen hat mir, dass der Leser gefordert wird. Der Autor wirft dem Leser Bruchstücke hin, die sich erst nach und nach zu einem Bild zusammenfügen. So kann der Leser selber Vermutungen darüber anstellen, wer der Täter ist, aus welchen Beweggründen er so handelt, wie er gehandelt hat. Und dann kommt es doch anders, als vermutet. Ein gelungener Thriller, der manchen Leser an seine Grenzen stoßen lässt. Wer Probleme mit dem Thema Kindesmissbrauch hat, sollte das Buch mit Vorsicht genießen. „Sorry“ ist definitiv kein Buch für zart besaitete Leser.

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30

24.02.2009

„Schuld und Sühne im 21. Jahrhundert”

von Leserin aus Deutschland
In Zoran Drvenkars neustem Roman geht es vorwiegend um Schuld und die Sühne. Können Außenstehende Schuld anderer übernehmen, ist moderner Ablasshandel möglich? Ist es mit einem lapidaren „Sorry“ getan? Inwiefern kann Schuld überhaupt gesühnt werden?

Vier junge Menschen, Frauke und Tamara, sowie die beiden Brüder Kris und Wolf, haben eine vermeintlich geniale Geschäftsidee. Gegen Bezahlung wollen sie sich für andere Menschen entschuldigen. Schnell hat ihre Agentur einen gut zahlenden Kundenkreis. Manager, die ein schlechtes Gewissen gegenüber entsorgten Mitarbeitern, verlassenen Expartnerinnen usw. haben und sich mit diesen „Problemen“ nicht mehr selbst beschäftigen möchten. Alles scheint bestens zu laufen, bis sie sich eines Tages bei einer brutal ermordeten Frau entschuldigen sollen…

„Sorry“ ist keine einfache Lektüre, weder sprachlich noch inhaltlich. Häufige Perspektivwechsel und Zeitsprünge sind anfangs etwas verwirrend, die Brutalität mancher Szenen erschreckend und für meinen Geschmack allzu detailliert beschrieben. Ohne diese Szenen hätte ich „Sorry“ vermutlich in einem Zug durchgelesen, so fesselnd ist es geschrieben.
Drvenkars präzise und knappe Schilderungen ließen Bilder in meinem Kopf entstehen, die Figuren lebendig werden. Sehr ungewohnt ist, dass der Leser mit „du“ angesprochen wird und in die Position des Mörders versetzt wird. In anderen Kapiteln ist der Leser dann mit dem Erzähler Beobachter und bleibt so stets Beteiligter der Geschichte.

In diesem ungewöhnlichen Psychothriller spielt die Polizei nur eine Nebenrolle. Die Spannung wird durch den Einblick in die Abgründe menschlicher Seelen und zwischenmenschlicher Beziehungen erzeugt, sowie durch das Verhalten von Menschen unter extremer psychischer und körperlicher Belastung. Wer ist Täter und wer Opfer? Die Beantwortung dieser Frage ist bei „Sorry“ nicht so leicht, wie es anfangs scheint.

Störend fand ich die konsequente Verwendung von ß statt ss, sogar bei Boss und Business, sowie die fehlenden Satzzeichen bei wörtlicher Rede.

„Sorry“ fragt nach Schuld und Moral und überlässt die Beantwortung dieser Fragen dem Leser. Ein beeindruckendes Buch, das ganz anders endet als erwartet und die Leser nicht nur deshalb noch lange beschäftigt.

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50

22.02.2009

„Butch Cassidy &Sundance Kid”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Die Brüder Kris und Wolf Marrer sowie die Freundinnen Tamara und Frauke stehen nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens, als ihnen bei einem geselligen Zusammensein plötzlich die zündende Idee kommt – sie gründen eine Agentur für Entschuldigungen. Die Idee ist so einfach, das sie schon wieder brillant ist – das Geschäft boomt. Bis Wolf eines Tages bei einem Auftrag die Leiche einer Frau findet. Der Täter setzt sich schon bald mit ihm in Verbindung, die Entschuldigung soll überbracht werden und anschließend sollen die Freunde die Leiche entsorgen, das passende Druckmittel hat er auch in der Hand: er bedroht das Leben von Kris und Wolfs Vater, Fraukes Mutter und Tamaras Tochter, zu der sie keinen Kontakt hat. Und hier beginnt ein perfides Katz und Mausspiel, bei dem nach oben hin keine Grenzen gesetzt sind. Zeitgleich, sozusagen als Zwischensequenz, wird die Geschichte zweier Jungen erzählt, Butch und Sundance, dem Anfang von sexuellem Mißbrauch und dem zeitgleichen Ende der Kindheit. Eine Geschichte, die die Grenzen von Freundschaft, Vertrauen und Liebe neu ausleuchtet und aus Opfern Täter macht.
Die Geschichte war viel mehr als das, was ich erwartet hatte. Die Idee zu dem Buch war toll, die Umsetzung mit Zuhilfenahme verschiedener Stilistischer Mittel gekonnt – man fühlt sich direkt angesprochen, ich war schnell gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die einzelnen Personen wirkten sehr lebendig, ihre Vergangenheit, Stärken und Schwächen sehr gut beschrieben. Besonders gut hat der Autor den Charakter des Butch gezeichnet- am Anfang war ich voller Sympathie und Mitleid, im Laufe der Geschichte wird aus dem Opfer ein Täter und die Gefühle des Lesers Butch gegenüber wandeln sich im selben Maße.
Die Geschichte wurde aus verschiedenen zeitlichen Abschnitten (davor-dazwischen-danach) und unterschiedlichen Erzähl-Perspektiven geschildert, was am Anfang recht verwirrend ist, man findet sich aber schnell zurecht und kann das Buch in einem Rutsch durchlesen. Nichts für zart besaitetet ist die Beschreibung der Tat und der Leichen, hat mir nicht so gut gefallen, aber das ist sicher Geschmackssache. Der Plot ist gut durchdacht, lose Handlungsfäden werden geschickt zusammen geführt, allerdings – wie man aber im Laufe der Geschichte schon recht schnell feststellt- bleibt kein Platz für ein „Full-Happy-End“. Mir hat das Buch trotzdem sehr gut gefallen, es ist auf jeden Fall kein 08-15-Thriller, bei dem man im ersten drittel den Täter erahnen kann – das Geheimnis bleibt bis zum Schluss gewahrt. Die Atmosphäre ist zwar durch das ganze Buch hindurch recht düster, das Geschehen manchmal schockierend – und trotzdem bleibt kein beklemmendes Gefühl. Für mich war das sicher nicht das letzte Buch, das ich von Zoran Drvenkar gelesen habe.

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50

19.02.2009

„Sorry”

von Manuela Hahn/tigercat666
Vier Freunde gründen eine Agentur für *Entschuldigungen* im Auftrag von Firmen entschuldigen sie sich bei Geschäftspartner und Angestellten, die Agentur läuft und alles könnte so schön sein, könnte, wäre da nicht dieser eine Auftrag der sie zu einer übel zugerichteten Leiche führt, der sie eine Entschuldigung überbringen sollen.

Sobald man sich an den Schreibstil gewöhnt hat, der Autor lässt die Story von verschiedenen Personen erzählen, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen, und man will es auch gar nicht denn, auf jeder Seite kann etwas passieren das der Handlung ein völlig neue Wendung gibt.



Wer allerdings schwache Nerven hat, sollte sich gut überlegen ob er *Sorry* wirklich lesen möchte, denn Zoran Drvenkar, schreibt äußerst offen, sehr detailliert und brutal.

Mein Fazit, einer der besten Thriller den ich in den letzten Monaten gelesen habe. Zoran Drvenkar stellt so manchen renommierten Thrillerautor in den Schatten.

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40

09.02.2009

„Sorry- shockierend, berührend und unerbittlich präzise”

von Scylla
Dieser Roman ist ungewöhnlich, in vielerlei Hinsicht. Schon im rasanten Einstieg wird man als Leser mit seiner eigenen Rolle bekannt gemacht, der Rolle eines brutalen Mörders. Durch die direkte Anrede mit „Du“ ist die eigene Identifikation mit dem Mörder perfekt, eine Identifikation, die schon mal ein mulmiges Gefühl erzeugt. Zum Glück nimmt diese Identifikation im Laufe der Handlung ab, wenn man mehr über die Identität des Mörders erfährt. Allerdings sind auch andere Personen in der Handlung sehr rätselhaft gehalten.
Da so oft zwischen Personen und Perspektiven (Du, Ich, Er, Sie) gewechselt wird, kann man leicht den Überblick verlieren und manche Abschnitte bleiben total undurchsichtig, da man sie nicht in das Gesamtgeschehen einordnen kann. Die ganze Handlung ist sehr zerstückelt, was durch den ständigen Wechsel der Zeitformen noch verstärkt wird. Alles, was im Moment passiert, ist in Präsens gehalten, was allgemein bei Romanen eher ungewöhnlich ist. Es wird der Eindruck vermittelt, dass man sich direkt im Geschehen befindet. Dann wird allerdings auch schnell zwischen Präteritum und Präsens hin und her gewechselt und verschiedene Zeitebenen miteinander vermischt, sodass die Handlung teilweise sehr verwirrend ist. Dadurch ist im Buch kaum ein roter Faden vorhanden, was das Geschehen unvorhersehbar, aber auch spannend macht.
So gelingt es dem Autor immer wieder fast aus heiterem Himmel dermaßen zu schocken, dass einem die Luft wegbleibt und man ungläubig auf das Buch starrt. Bei solch realistischen Mordszenen hat man einfach keine andere Wahl. Alles in dem Buch ist wirklich schrecklich greifbar. Nach und nach entpuppt sich die anfangs noch recht glatte Handlung als wahrer Alptraum und enthüllt Ungeheuerliches. Es gibt keine Opfer und keine Täter mehr. Es gibt nur noch Opfer, die zu Tätern werden, um die Täter zu Opfern zu machen. Dieses Buch löst Emotionen aus und ist definitiv nichts für schwache Nerven.

Obwohl ich das Buch durch seine Neuheit und Einzigartigkeit als durchaus gelungen betrachte, habe ich doch zwei Kritikpunkte:
Erstens: Ich konnte mich nie richtig mit den Hauptpersonen, den vier Freunden Kris, Tamara, Frauke und Wolf anfreunden. Für mich waren sie einfach viel zu unsympathisch gestaltet. Besonders ihr niederes Sprachniveau zu Beginn, dass ja schon fast an Gossensprache erinnert, ging mir ziemlich auf die Nerven.
Zweitens: Das Ende ist etwas zu offen für meinen Geschmack. Ich fühlte mich vom Autor hängengelassen, vieles war noch nicht geklärt und ich hätte mir einen krönenden Abschluss gewünscht. So kam ich auf der letzen Seite an und dachte: Was, das war es jetzt schon?

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30

03.02.2009

„Tolle erzählerische Leistung, aber lasche Story”

von Nicole W. aus Brakel
Vier junge Leute, Freunde, gründen eine Agentur. Eine Agentur, die sich für Vergehen anderer Menschen entschuldigen soll und somit deren Gewissen erleichtern soll. Als eines Tages ein Mörder die Dienste der Freunde in Anspruch nehmen will, nimmt eine tragische Geschichte ihren Lauf.
Wir erfahren von schlimmen Ereignissen aus der Vergangenheit, die die Betroffenen auch in der Gegenwart nicht loslassen.

Die Geschichte wird von Zoran Drvenkar sehr fesselnd erzählt. Nicht so sensationsheischend aufgemacht wie viele andere Thriller, aber unterschwellig wird die Spannung aufgebaut und erhalten. Und zwar das ganze Buch über.
Die Geschichte selbst fand ich allerdings nicht wirklich gut. Zu vorhersehbar, spätestens ab der Mitte des Buches kann man wissen was genau da hinter steckt, und für mich auch überhaupt nicht überzeugend.

Ein Plus war für mich also auf jeden Fall die tolle erzählerische Leistung und die Darstellung der Geschichte aus so vielen Perspektiven.
Ein Minus war einfach die Durchschaubarkeit und die Geschichte an sich, die ich nicht realistisch empfunden habe, obwohl sie ja in meinem Heimatland spielte zu dem ich alleine deswegen ja eigentlich einen stärkeren Bezug haben müsste. Jedenfalls bei den meisten anderen Thrillern die in Deutschland spielen.

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10

01.02.2009

„Die Idee ist gut..... -- Tista”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Marl
Die Idee ist gut.....
..... vier junge Leute gründen eine Agentur und bieten an, sich für andere Leute zu entschuldigen. Für alles, was andere Menschen sich haben zuschulden kommen lassen, wollen Sie sich bei den "Opfern" entschuldigen!
Die Idee wird dankend angenommen und das Geschäft floriert........ bis dann, durch einen großen Zufall, alles anders wird - das Grauen für die jungen Leute beginnt.
Sie sollen sich bei einer Toten entschuldigen! Mehr will ich über den Inhalt des Buches und was aus dieser Situation entsteht, gar nicht verraten - es wird spannend, es wird verwirrend - es geht um Schuld und Sühne, warum Opfer zu Tätern werden, um Macht und darum, wie das Leben sich von einen Tag zum anderen so völlig verändern kann, so dass alles aus den Fugen gerät.
Leider kam ich mit dem Schreibstil von Doran Drvenkar überhaupt nicht klar.
Die einzelnen Kapitel sind immer aus der Sicht eines anderen geschrieben - Kris - Wolf - Frauke - Tamara - der Mann, der nicht da war - DU, und als man im Metaxa essen war, gab es auch noch ein WIR! Zwischendurch gibt es ein jetzt - ein davor - ein danach und ein dazwischen - so springt der Roman immer hin und her. Für mich war es verwirrend, ich konnte mich darauf nicht einlassen. Der Schreibstil ist für mich sehr gewöhnungsbedürftig, die Schilderungen einiger Grausamkeiten dermaßen detailgetreu, dass ich auch schon mal "quer" gelesen habe. Die dunkle Stimmung zieht sich durch das ganze Buch, es wird von Seite zu Seite immer verwirrender und ich für mich war froh, als es endlich zu Ende war.

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20

30.01.2009

„Sagen Sie später nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt...”

von Rennie aus Ingolstadt
... so bedrohlich prangt ein rotes Siegel auf dem neuesten Thriller von Zoran Drvenkar. Eine Warnung, die sich für mich leider nicht bestätigt hat. „Sorry“ war für mich persönlich ein recht schwierig zu lesender Roman, da der Autor dem Leser bei den einzelnen Kapiteln recht große gedankliche Sprünge in Sachen des jeweiligen Handlungsstrangs und der jeweils erzählenden Person abverlangt.
Habe ich mich in ein Geschehen eingelesen und mich an die gerade agierenden Protagonisten gewöhnt, so kam im nächsten Kapitel plötzlich wieder das gleiche Ereignis aus Sicht einer anderen Person zur Darstellung. Damit aber nicht genug: denn einmal wurde aus der Vergangenheit und einmal wieder aus der Gegenwart erzählt und wie gesagt, jedes mal aus der Sicht eines anderen beteiligten Charakters, so dass ich wirklich extreme Schwierigkeiten hatte, der Story zu folgen.
Es dauerte lange, bis ich mich an diese Erzählweise einigermaßen gewöhnt habe und ich musste mich doch ziemlich überwinden, das Buch zu Ende zu lesen.
Trotz des extrem brisanten Themas der „Päderasterie“ war auch die Handlung nur mäßig spannend und ab einem gewissen Zeitpunkt leider auch vorhersehbar. Alles in allem konnte mich dieser Thriller mit seiner ungewöhnlichen Art der Erzählung leider nicht fesseln.

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50

29.01.2009

„Die Frage der Schuld”

von finala
Die Frage der Schuld und sollte man sich entschuldigen?
Ein Psychothriller, dem es an nichts fehlt. Das Buchcover ist dunkel, wie das Geschehen selbst. Die rote Banderole warnt vor Suchtgefahr. Nachdem man sie entfernt hat, wird man in einen Bann gezogen und kann nicht mehr zurück. Beginnen tut alles mit einem grauenvollen Mord, wie er schlimmer kaum sein kann und einer Geschäftsidee von 4 jungen Leuten, die sich so wunderbar einfach anhört und doch so trügerisch ist. Wenn man das Buch noch in der Hand hält, sollte man weiterlesen.
Tiefste Ängste des Menschen werden aufgegriffen und es gibt kaum etwas mörderisch kriminelles, was in diesem Buch fehlt. Angefangen mit Mord, Folter, Vergewaltigungen, Kinderpornographie, Verfolgungswahn, Psychoterror und viele andere furchtbare Dinge. Man wird von diesem Thriller so gefesselt, dass man nicht aufhören kann weiterzulesen. Als wäre man in das Geschehen involviert, fiebert man mit den Personen mit. Im Traum werden die Handlungen zwangsweise weiterverarbeiten und das raubt einem so manche Stunde schlaf.
Die Geschichte gliedert sich immer wieder in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, und der Schreibstil ist teilweise aggressiv, direkt und grausam hart. Die Geschichte des Mörders wird bis ins Detail geschildert, so dass man automatisch sogar Mitleid für ihn empfindet, trotz seiner grausamen Machenschaften. Wenn vom Mörder geschrieben wird, geschieht dieses in der 2. Person und in kleineren Abschnitten auch in der 1. Person um Spannung zu schaffen, was vorerst gewöhnungsbedürftig ist, aber wichtig um die Distanz zu halten. Das Hauptgeschehen wird in der 3. Person geschildert. Nur so kann das Buch bzw. die Geschichte so umfangreich aus verschiedenen Blickwinkeln gesehen werden was den Leser immer tiefer in den Thriller eintreten lässt. Die Frage der Schuld zieht sich durch das ganze Geschehen .
Teilweise hatte ich das Gefühl beim Lesen den Faden zu verlieren, weil hin und wieder alles etwas durcheinander geschildert wurde und die Sprünge in den Geschehnissen einfach zu weit hergeholt waren. Man schafft es aber trotzdem alles zu Verstehen. Alles in Allem das beste Buch, was ich seit langem gelesen habe.

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40

05.01.2009

„Wie wird das wohl enden”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Daisendorf
Das Buch beginnt gleich sehr spannend. Es beginht mit dem brutalen Mord an einer Frau doch warum wurde sie ermordet ??und von wem??, weshalb musste sie so grausam sterben?? und warum hat sich der Täter soviel Mühe gemacht mit den passende Tapetten und allem drum und dran??Welche verbindung haben der Mann und diese Frau.??

Danach lernt man Kris kenen, der eine soeben verlassene frau auf sehr gekonnte weise tröset, daher denke ich das er mit drei anderen. Die Firma Sorry gründen wird, die Leuten Entschuldigungen überbringen werden.

Aber was ist mit dem Mord von dem als erstes erzählt wird, ist dies vielleicht der Auftrag den die dann vier Leute bekommen sich bei einer Toten zu entschuldigen ist diese Frau vielleicht diese Tote???Und warum nehmen die vier diesen gefährlichen Auftrag eines Mörders an???, der sie vielleicht auch so zum spaß töten will???, oder bezweckt der Mörder damit etwas ganz anderes will er auf sein werk aufmerksam machen???

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