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Das Schiff

Das Schiff

Roman

buch
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Artikeldetails zu Das Schiff

AutorStefán Máni

Untertitel Roman

Abbildungsvermerk 22 cm

  • ISBN-103-550-08740-3
  • ISBN-139783550087400
  • Verlag Ullstein Verlag
  • ÜbersetzerTina Flecken
  • Einbandartgebunden
  • Seiten368
  • VeröffentlichtJanuar 2009
  • GenreRomane
  • Gewicht632g
  • SpracheDeutsch

Kurzbeschreibung zu Das Schiff

Tiefe Sturmwolken hängen über der Stadt, als die Per se den Hafen von Grundartangi verlässt. Kapitän, Steuermann, ein Koch und sechs weitere Männer gehen auf lange Fahrt nach Surinam. Jeder von ihnen hat etwas zu verbergen, alle sind Getriebene. Schon bald vergiften Feindseligkeiten und Drohungen die Atmosphäre. Gerüchte um eine bevorstehende Meuterei verdichten sich. Vor allem Kölski, der »Teufel«, sorgt für Unruhe. Auf dem Höhepunkt des Sturms bricht die Verbindung zum Festland ab und der Schiffsmotor wird zerstört. War es Kölski? Da entern Seeräuber das Schiff und zwingen die Männer, ein letztes Mal zusammenzustehen. Doch Surinam ist noch weit, es zu erreichen längst utopisch geworden. Stefán Máni stellt auf zwingende Weise existentielle Fragen und überzeugt durch ein beklemmendes Psychogramm seiner Protagonisten.

Portrait

Tina Flecken:
Tina Flecken, geboren 1968 in Köln. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Verlagslektorin arbeitet sie seit 2005 als freie Übersetzerin.
Stefán Máni:
Stefán Máni wurde 1970 in Reykjavík geboren. Aufgewachsen ist er in Ólafsvík in West Island. Bevor er mit dem Schreiben begann, arbeitete er als Gärtner, Tischler und Buchbinder, in der Fischindustrie und auch als Sozialarbeiter mit Jugendlichen und in psychiatrischen Kliniken.

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30

27.09.2009

„Vom vermeintlichen Familienglück zum klaustrophobischen Alptraum”

von goldfisch
"Das Schiff" beginnt mit einer (vermeintlich) idyllischen Szene. Trautes Familienglück in einer gemütlichen Wohnung. Doch schon in dieser Szene wird durch einen ominösen Drohanruf deutlich, dass der restliche Inhalt des Buches eher so stürmisch und düster wird wie das Titelbild. Die Besatzung der Per Se ist bunt gemischt, aber jeder trägt mehr oder minder gravierende persönliche Probleme mit sich. Einige wissen schon, dass sie eventuell nach dieser Überfahrt entlassen werden sollen und wollen das nicht akzeptieren. Auf der stürmischen Fahrt treten diese Probleme, Geheimnisse und Ängste immer mehr in den Vordergrund und drohen die sonst geschlossene Mannschaft zu spalten - mit möglicherweise katastrophalen Konsequenzen.

Der allwissende Erzähler schafft es, den Leser in die Psyche aller Figuren hineinschauen zu lassen, ihre Motive fast immer verständlich zu machen. Die plastische Schilderung der Figuren und ihrer Umgebung zog mich schnell in den Bann und so verschlang ich das Buch innerhalb von zwei Tagen. Ein wenig fühlte ich mich an "Der Herr der Fliegen" erinnert, wenn es darum ging, wie Menschen in Extremsituationen handeln.

Besonders die bildhafte Sprache und die lebendigen Schilderungen des Lebens an Bord und der stürmischen Natur haben mir gut gefallen. Man merkt dem Roman nicht an, dass es sich um eine Übersetzung handelt - ein definitiver Pluspunkt.

"Das Schiff" ist meiner Meinung nach ein sehr empfehlenswerter Roman, der die Abgründe der menschlichen Seele manchmal fast näher an die Oberfläche holt als es mir lieb war.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

29.08.2009

„Neun Männer und ihre Dämonen machen eine Reise”

von anushka aus Berlin
Das Frachtschiff Per se begibt sich auf eine Reise von Island nach Surinam. An Bord sind neun Männer, von denen jeder von einem Geheimnis geplagt wird. Einer ist ein Mörder, den die Angst vor Entdeckung in Panik versetzt. Einer ist ein Spieler mit Schulden, der von Surinam aus ein Päckchen schmuggeln soll um seine Familie zu retten. Einer ist ein Alkoholiker, der nur auf See halbwegs nüchtern ist und auch dort mit seiner Sucht zu kämpfen hat. Auch ein Schwerverbrecher ist eher zufällig an Bord gelangt - Satan, der König der isländischen Unterwelt. Zudem geht das Gerücht um, dass der Crew von der Reederei gekündigt werden soll. Also planen fünf Männer eine Meuterei. So läuft das Schiff in Grundartangi aus und wenig später muss es mit dem schlechten Wetter auf hoher See kämpfen. Doch es zeichnet sich noch ein anderer Sturm ab: als die Kommunikations- und Navigationsgeräte ausfallen, übernehmen Misstrauen, Angst und Wahn das Kommando über die Crew.

Mani schafft mit seinem Roman "Das Schiff" ein spannendes Buch mit bedrückender und düsterer Atmosphäre. Sehr gelungen ist der Perspektivenwechsel zwischen den einzelnen Personen, wodurch unterschiedliche Aspekte der selben Situationen beleuchtet werden. So werden plausible Erklärungen geliefert für Geschehnisse, die in den Augen eines der Beteiligten unerklärlich sind. Umso trauriger fand ich es, dass dies am Ende nicht mehr statt gefunden hat und dass das Ende sehr kurz und knapp abgehandelt wurde mit einem Ausgang, der sich so nicht wirklich angekündigt hat und der für mich sehr unbefriedigend war. Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch sich mit diesem Ende mehr befasst, denn es wirkt doch sehr weit hergeholt und rutscht ins Fantastische ab. Und gleichzeitig fand ich dieses Ende doch auch genial. Ich habe sogar im Buch zurück geblättert, um die Hinweise auf dieses Ende zu überprüfen. Es lässt den Leser mit sich überstürzenden Gedanken zurück und hat mich lange grübeln lassen. Sehr wehmütig war ich auch bei diesem traurigen Ende, bei dem Mani dem Leser deutlich gemacht hat, dass der Mensch die Natur nicht beherrscht und dass es Gebiete der Erde gibt, in denen der Mensch völlig ausgeliefert ist. Ich konnte die Verzweiflung der Crew förmlich spüren, erst auf dem Meer und später im Eis völlig verloren und hilflos zu sein. Das ist dem Autor sehr gut gelungen.
Auch die Charaktere waren gut gezeichnet und am sympathischsten war mir Jon Karl, oder besser: Satan, der in den meisten Situationen abgebrüht war und immer ein flapsigen Spruch parat hatte, und doch hat Mani den Leser - manchmal nur mit sehr kleinen Handlungen - nie vergessen lassen, dass Satan ein skrupelloser Schwerverbrecher ist.
Dem Autor ist mit diesem Buch ein sehr spannender und düsterer Roman gelungen, bei dem philosophische Betrachtungen und Tragik nicht zu kurz kommen und den ich wärmstens weiterempfehlen kann.

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20

14.06.2009

„Die letzte Reise”

von hrafnaklukka aus Rüthen
Das Frachtschiff „Per se“ ist auf dem Weg nach Surinam. An Bord: 9 Semänner, alle mit persönlichen Problemen belastet, unter ihnen auch der Verbrecher „Satan“ . Das Schiff soll nach der Fahrt verkauft werden, der Kapitän soll in Rente gehen. Das Leben der Männer und ihr Schicksal ist auf dem Schiff dicht miteinander verwoben. Was in den folgenden Tagen passiert ist eine rasante Mischung aus Meuterei, Piraterie und Sabotage. Wer wird am Ende die Höllenfahrt überstehen?

Anfangs fiel es mir schwer, mich in das Buch einzulesen. Die Atmosphäre war schon fast zu gut beschrieben: zu düster und zu beklemmend, geradezu klaustrophobisch. Passt zwar gut zu dem Schiff, hinterlässt aber bei mir als Leser ein eher quälendes Gefühl. Aber mit der Zeit konnte ich einen gewissen Leserythmus entwickeln. Die Spannung, die langsam aber stetig aufgebaut wurde hat sicher dazu beigetragen, das ich das Buch dann auch wirklich zu Ende gelesen habe. Genervt war ich von der teilweise an Comics erinnernden Sprache, ansonsten war das Buch jedoch flüssig zu lesen. Die Figuren wirkten mit der Zeit recht sympathisch, wozu sicher auch die ein oder andere Rückblende beigetragen hat. Auch die Beziehungen – und vor allem die Spannungen- untereinander waren sehr gut nachvollziehbar und realistisch dargestellt. Den Handlungsverlauf fand ich allerdings etwas zu dramatisch – es geht schief, was schief gehen kann, so das etwas weniger Dramatik in dem Fall vielleicht mehr gewesen wäre.
Von dem Ende war ich wirklich etwas enttäuscht. Es muß ja nicht immer ein rosarotes Happy End sein, aber ein wenig Farbe zum Schluß hätte dem ansonsten ganz in Grau – und Schwarztönen gehaltenen Buch wirklich gut getan. Ein Buch, das man mal lesen kann, aber nicht unbedingt muß.

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30

26.03.2009

„Das Schiff zog mich mit sich in die Tiefe”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Neuendettelsau
Von dem Buch war ich ehrlich überrascht! Nachdem ich mich an die für mich etwas fremdartige Schreibweise gewöhnt hatte, es wird immer mit „Du“ angesprochen, konnte ich das Buch eigtl. gar nicht mehr aus der Hand legen und hab es in einem Zug durchgelesen. Die Leseprobe fand ich noch nicht so super, aber „Das Schiff“ hat mich nach den ersten Seiten in einen Strudel aus Spannung, Rätseln und Gewalt gezogen. Am Anfang ist noch nicht so wirklich klar, was all diese verschiedenen Charaktere eigtl. miteinander zu tun haben. Doch bald wird klar, dass ihre Schicksale sehr eng miteinander verwoben sind, ohne die Spielschulden Saelis beispielsweise kann man die Flucht der panischen Frau Satans nicht verstehen.

Schade finde ich allerdings, dass man von einzelnen Personen zwar am Anfang des Buches noch liest, im Verlauf kommen sie jedoch nicht mehr vor, da sie wohl nur zur Einleitung dienten. Gerne hätte ich auch noch mehr über die Flucht von Satans Frau erfahren. Und das Ende ist leider auch nicht unbedingt fröhlich. Dadurch dass einige Handlungsstränge parallel verlaufen, kann man sich sehr schnell in der Geschichte zurecht finden und sich in die Protagonisten hinein versetzen und erkennt die teilweise sehr komplexen Beziehungen zwischen den Menschen.



Mit einer teils sehr beklemmenden und düsteren Sprache schildert Stefan Mani, was auf einem kleinen Frachtschiff alles passieren kann, wenn man unterschiedlichste Menschen zwingt auf engstem Raum zusammen zu leben.

Ich selbst fand das Buch gut. Es hat zwar stellenweise leichte Hänger, schafft es aber über seine fast 400 Seiten Spannung aufzubauen und diese, zwischen Meutereien, Überfällen, Morden und dem verzweifeltem Versuch seine Existenz zu retten, auch aufrecht zu erhalten.

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30

13.02.2009

„Schiff ohne Wiederkehr”

von stjerneskud aus Stuttgart
Als am 11. September 2001 die „Per se“ aus dem Hafen von Grundartangi ausläuft, fährt sie einer ungewissen Zukunft entgegen. Vor nicht allzu langer Zeit wurde die Crew um vier Mann reduziert und das Gerücht geht um, dass auch den restlichen Neunen gekündigt werden soll. Verständlicherweise herrscht vor Auslaufen des Frachters keine gute Stimmung unter den Besatzungsmitgliedern. Deshalb wird der Plan eines Sabotageaktes geschmiedet, damit die Reederei endlich die Karten auf den Tisch legen muss und bekannt gibt, wie es um die Zukunft der Mannschaft bestellt ist. Durch eine Verwechslung wird eine Landratte mit auf die Fahrt geschickt, die sich einen Namen im kriminellen Milieu gemacht hat. Dies trägt nicht dazu bei, das Klima an Bord zu verbessern. Im Gegenteil – das Misstrauen unter der festen Crew wächst. Außerdem ist er nicht der Einzigste, für den es von Vorteil ist, Island für eine Weile zu verlassen. Ein Saboteur kommt dem geplanten Sabotageakt zuvor und die Fahrt der „Per se“ wird zu einer bisher nie da gewesenen.

Gleich auf den ersten Seiten geschieht innerhalb kürzester Zeit unglaublich viel - Erpressung, Fahrerflucht mit Todesfolge und Mord. Was anfangs nach einem Krimi/Thriller anmutet, wird nach und nach zu einem neuzeitlichen (See-)Abenteuer. Noch ist man in der Geschichte gar nicht richtig drin und merkt erst später, dass es kein Druckfehler ist, wenn man das Gefühl hat, diese Stelle doch schon gelesen zu haben. Es gibt Zeitsprünge und die ganze Geschichte ist nicht immer chronologisch, sondern es gibt parallel verlaufende Erzählstränge. Es verwirrt zunächst und ist gewöhnungsbedürftig. Außerdem kennt man die Charaktere noch nicht so gut, bringt sie durcheinander und muss sich fragen, wer wer ist und wer mit wem denn nun eigentlich verwandt ist. Später hat es sein gewisses Etwas, dass Situationen von verschiedenen Gesichtspunkten aus beleuchtet werden.

Das wirklich positive an diesem Roman ist der Schreibstil. Die Geschichte ist unheimlich packend und mitreißend geschrieben. Man gerät in ihren Bann - fühlt sich an Bord des Schiffes versetzt, fährt quasi als blinder Passagier mit und bewegt sich als eine Art Schatten im Kielwasser der einzelnen Crewmitglieder durch das Schiff. Unheimlich wird es einem im wahrsten Sinne des Wortes zu Mute, als es den Anschein hat, dass sich eine weitere Person auf dem Schiff befindet, die man aber nicht sieht. Diese sehr düstere Atmosphäre verschafft einem eine Gänsehaut und lässt einen mitfiebern und wo immer man sich gerade beim Lesen befindet, schaut man sich unwillkürlich danach um, ob sich eine Person in der Nähe befindet, die dort nichts zu suchen hat.

Das Ende ist enttäuschend. Nicht jede Geschichte muss, aber dieser hätte es gut getan, wenn sie mit Hoffnung geendet hätte. Wenigstens der Kapitän hätte überleben sollen, um seine Ehe retten zu können oder Saeli, damit sein ungeborenes Kind nicht ohne Vater aufwachsen muss. Leider bleiben zu viele Fragen unbeantwortet, und die Geschichte ist nicht stimmig genug, als das sie wirklich großartig wäre und ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen könnte.

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40

13.02.2009

„das Böse”

von robberta aus nrw
Erstaunlich mit welcher Leichtigkeit der Autor die vielen Morde auf den ersten Seiten, so ganz nebenbei beschreibt. Aber nicht nur Morde Schmuggel, Erpressung, Unterschlagung, sondern auch eine Meuterei wird im Vorfeld geplant. Also viele verschiedene Handlungsstränge die auf dem Schiff zusammenlaufen. Das Schiff ist der Ort an dem der Leser unter keinen Umständen sein möchte, außer als Leser ! Ein Thriller mit Krimielementen ? Man kann die knisternde Spannung förmlich spüren. Man erwartet mit Spannung die sich hochpeitschende Dramatik weiterer Morde und die Auflösung, wer wen warum gemeuchelt hat und man wird nicht enttäuscht. Ganz wie der Kapitän sagt da denkt man schlimmer kann es ja nicht mehr kommen und wird doch eines anderen belehrt.

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40

09.02.2009

„Neun Matrosen auf ihrer letzten Fahrt”

von sillesoeren aus Hürth
Der Leser weiß, dass es die letzte Fahrt für diese Crew ist, weil die Reederei das Schiff verkauft hat. Er weiß auch, dass es die letzte Fahrt für den Kapitän ist, weil sich dieser zur Ruhe setzen will. Also ist es eine besondere Fahrt für alle. Wie besonders sie wird, ahnt der Leser spätestens nach der detaillierten Vorstellung der einzelnen Crewmitglieder, von denen einer sogar vollkommen ungeplant und zufällig auf das Schiff kommt.

Das Buch beginnt mit der vergleichsweise harmlosen Beschreibung des letzten Abends an Land bei der Familie eines Matrosen. Doch schon die letzten Stunden der anderen Männer an Land lassen Böses ahnen. Und in der Tat entwickelt sich der Plot schnell zu einer düsteren Beschreibung der üblen Schicksale, Machenschaften und Charaktere der Crewmitglieder. Gewalt, Hass, Wut und Verzweiflung habe ich lange nicht mehr in einer solchen Vollendung beim Lesen gespürt. Selbst Szenen, die bei Tag spielten, wirkten düster und niederschmetternd. Wenn aus dieser Ausgangskonstellation am Ende alle lebend, gesund und zufrieden heraus gekommen wären, hätte ich die Welt nicht mehr verstanden.

Faszinierend empfand ich die Erzählweise von Stefán Máni, der mitunter eine Szene aus drei verschiedenen Blickwinkeln erzählte. So wird die Sicht und Handlungsweise der Besatzungsmitglieder klarer, die Spannung erhöht sich weiter.

Dass ausgerechnet der offensichtliche Verbrecher bei mir die größten Sympathien erwirbt, verblüfft mich beim Lesen sehr. Alle Charaktere sind interessant gezeichnet. Auch deren Empfindungen kann ich gut nachvollziehen, besonders eben das stete, nervenaufreibende bumm - bumm - bumm empfand ich allein beim Lesen schon als beklemmend.

Ich gebe 4 von 5 möglichen Punkten. Einen fünften Punkt verweigere ich dem Buch, weil mir in der zweiten Hälfte die Vielzahl der aufeinander folgenden Katastrophen nun doch etwas zu konstruiert wirkt. Insgesamt aber war es ein großer Lesegenuss und bestimmt nicht das letzte Buch, das ich von diesem Autor lese.

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50

15.01.2009

„Das Schiff”

von Sibylle Meyer aus Rotenburg (Wümme)
Am Anfang werden die einzelnen Mannschaftsmitglieder und deren soziales Umfeld vorgestellt. Danach dreht sich alles nur noch um die Per Se. Durch die recht detaillierten Beschreibungen einzelner Situationen, konnte ich mich gut in die Stimmung an Bord einfinden. Immer wieder gibt es ungeahnte Wendungen, die den Spannungsbogen aufrechterhalten. Das Ende war mir zu plötzlich und viele am Anfang aufgeworfene Fragen blieben unbeantwortet.

Das Buch war gut zu lesen und hat Spaß gemacht. Das Cover passt zum Buch.

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20

12.01.2009

„Böse, düstere Atmosphäre”

von einer Kundin oder einem Kunden
Wir begleiten ein Schiff, die Per se inklusive seiner "grausamen" , "kriminellen" Besatzung auf dem Weg von Island nach Südamerika.

Vorab werden die einzelnen Charaktere eingehend beschrieben und ein jeder der Besatzung bringt sein Bündel an übler Vergangenheit mit an Bord.

Neun Besatzungsmitglieder auf engstem Raum und jeder mit seinem Geheimnis, dass er vor den anderen verbergen möchte.

Bumm, Bumm, Bumm (hat mich persönlich genervt!)

Mißtrauen und Sabotage und keiner traut keinem......dann reißt auch noch der Funkkontakt zu Festland ab......

Für mich war das Buch insgesamt zu düster....ingesamt ließ ich mich im 1. Drittel noch richtig mitreißen, dann wurde mir die Stimmung und auch die Handlung irgendwie zu beklemmend. Ich habe es trotzdem fertiggelesen, richtige Begeisterung kam jedoch nicht auf, teilweise fand ich es etwas lahm.


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30

10.01.2009

„Fahrt zur Hölle”

von Nicole W. aus Brakel
Das Frachtschiff Per se macht sich mit seiner knappen Besatzung auf den Weg nach Südamerika. Zu seiner Besatzung hat sich ein fremder Passagier eingeschlichen. Jòn Karl, der in der Unterwelt besser bekannt ist als Satan. Gefürchtet und skrupellos. Jeder der Männer auf dem Schiff hat seine eigenen Probleme und Geheimnisse. Wirklich zufrieden ist niemand und alle zusammen sind von der Angst gequält, dass dies ihre letzte Fahrt ist, da die Reederei viele Leute entlassen will. Das sorgt für weitere Spannung unter der Crew und es kommt fast zu einer Meuterei. Was bis dahin noch keiner weiß ist, dass dies tatsächlich die letzte Fahrt der Seeleute sein wird. Allerdings aus anderen Gründen als befürchtet ...

In diesem Buch wimmelt es nur so vor schlechter Stimmung, Geheimnissen und Wahnsinn. So viele Leute auf einem Schiff, die alle ihr eigenes Ziel verfolgen, teils krank sind, teils wahsinnig und von Psychopharmaka abhängig. Es kommt wie es kommen muss. Zunächst läuft nur ein wenig schief, aber die Ereignisse lassen sich nicht mehr stoppen, der eine mißtraut dem anderen, am Ende vertraut niemand mehr irgendwem, einige wahnsinnig geworden, vertrauen nicht einmal mehr ihrem eigenen Urteil.
Durch mehr oder weniger mysteriöse Ereignisse und einem Zusammentreffen mit Piraten, kommt das Schiff schließlich komplett von seinem Kurs ab und landet im ewigen Eis.

Sprachlich gesehen ist das Buch ein absoluter Hochgenuss. Es macht einfach Spaß zu lesen, sich mitreißen zu lassen und mit den Wellen zu schaukeln. Auch stimmungsmäßig ist das Buch total überschwappend und ansteckend und sehr, sehr düster und brutal, was sicherlich nicht jedermanns Sache ist.
Spannung ist auf jeden Fall vorhanden, denn man will dringend wissen, was es mit den ganzen Geschehnissen nun auf sich hat und wie die Geschichten der einzelnen Seeleute zu Ende gehen, ob sie überhaupt überleben.
Durch den oftmaligen Perspektivenwechsel ist ebenso eine Menge Abwechslung geboten.

Und da bin ich auch schon bei den Sachen, die mir nicht gefallen haben: Das Ende.
Ich habe nichts gegen Übernatürliches in Büchern, egal ob mehr davon oder doch weniger. Aber es soll schon irgendwie in sich schlüssig und nachvollziehbar sein. Das hat mir bei diesem Buch in jedem Fall gefehlt.
Ich finde es zwar gut zum Schluß noch selbst ein wenig Spielraum für Gedanken zu haben, aber eine gewisse Richtung hätte ich dann schon gehabt, die ich hätte einschlagen können.
Außerdem gefiel es mir auch nicht, dass einige Handlungsstränge vom Anfang nicht mehr aufgegriffen und einfach vergessen wurden.

Insgesamt allerdings ein ziemlich gutes Buch, wenn man mal vom Ende absieht.

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30

05.01.2009

„Wenn der einzig normale Mensch an Bord ein gesuchter Schwerverbrecher ist.”

von Callisto
Ein verfluchtes Schiff, das ursprünglich den Namen Noon trug und auf welchen zwei Morde und drei Selbstmorde geschahen, eine dunkle Prophezeiung über „fünf tote Männer, davon vier auf einem Schiff“ und neun Männer an Bord eines Frachters.
Was sagt es über eine Crew aus, wenn der einzige, der die Nerven behält und alle zusammenhält ein gesuchter Schwerverbrecher ist?
Insgesamt ein interessanter Plot, jedoch ist die Umsetzung zwar stimmungsvoll aber langatmig. Viele Passagen wiederholen sich wie ein Refrain oder ein Mantra immer wieder. Die Selbstgespräche der Protagonisten, ihre Seelische Selbstzerfleischung führen Streckenweise zu Langeweile. Viele Szenen werden mehrfach hintereinander aus den Blickwinkeln verschiedener Personen erzählt, jedoch teils zu unterschiedlichen Zeitpunkten, was schlichtweg verwirrt. Und der Schluss versandet in Esoterik und Mystik, als wenn der Autor selbst sich unschlüssig gewesen wäre, wie er den Plot auflösen soll.

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20

04.01.2009

„Stefán Máni - Das Schiff”

von hasewue
„Das Schiff“ von Stefán Máni hat mich nicht wirklich begeistert.
Das Buch ist durchgehend spannend und düster, aber diese Düsternis finde ich doch sehr konstruiert. Genau wie die Charaktere und den ganzen Rest der Handlung. Das Buch hätte richtig gut werden können, aber ich finde der Autor hat oftmals sehr übertrieben.
Auch fand ich die Charaktere sehr verwirrend und unrealistisch dargestellt.
Die Handlung ist sehr flach und blutrünstig. Der Autor wollte wohl,dass der Leser in der Geschichte gefangen wird. Dies gelingt ihm größtenteils nicht.
Vieles ist unlogisch und unrealistisch zugleich. Auf vieles wird auch im Verlauf der Geschichte nicht mehr weiter eingegangen. Viele Fragen bleiben dadurch offen und werden nicht geklärt. Dies führt dazu, dass der Leser ratlos da sitzt und wissen will, was das denn jetzt alles soll.
Das Ende ist ebenfalls nicht wirklich gelungen und nur weil das Buch teilweise spannend war, habe ich es nicht abgebrochen.
Ansonsten kann ich dieses Buch nicht wirklich empfehlen.

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40

03.01.2009

„das schiff des grauens”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Daisendorf
Das Buch beginnt spannend man wird sofort ihn den Bann der Story gezogen, die immer unheimlicher, gemeiner, verückter und unberechenbarer wird. wenn man glaubt es könnte nicht mehr schlimmer kommen hat man sich geirrt. es isr wirklich eine super spannende und einfallsreiche Story die immer gruseliger wird und wenn alle erst auf dem Schiff sind...................

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50

28.12.2008

„düster, beklemmend und unheimlich spannend”

von villawiebke
Wind und Regen
tiefbewölkter Himmel
berghohe grauschwarze Wellen
wogende Finsternis

Genau so wie Stefán Máni den Sturm beschreibt, der dem Schiff auf seiner langen Reise von Island nach Südamerika zu schaffen macht, genau so öffnet sich sein Buch dem Leser. Wolkenverhangen, grauschwarz, keine Aussicht auf einen hellen Streifen am Horizont.
Jeder der neun Besatzungsmitglieder des Schiffes besitzt seine eigene düstere Vergangenheit, die ihn plagt und die er mit allen Mitteln vor den anderen zu verbergen sucht. Mißtrauen und Feindseligkeiten finden ungehindert Nahrung in dieser Umgebung und fressen sich in die Gehirne der Männer ein. Kein Wunder, dass ein Saboteur leichtes Spiel hat und ungehindert erst den Kontakt zur Außenwelt kappt, es später auch noch schafft, den Motor des Schiffes lahmzulegen. Und als wären es nicht schon genug der unlösbaren Probleme für die Crew, wird die „Per se“ in dieser ausweglosen Situation auch noch von Piraten angegriffen. Der Kampf ums Überleben beginnt, ohne auch nur die Chance auf ein Ende zu finden.

In seinem Buch „Das Schiff“ schafft es Stefán Máni eine enorme Spannung aufzubauen und zu halten. Liegt es nun an der beklemmenden Atmosphäre, an der Hoffnung, dass es einfach besser werden muss oder liegt es einfach an dem Talent des Autors die Geschehnisse so wirklichkeitsnah zu beschreiben, dass man es nicht schafft, das Buch zur Seite zu legen. Ich weiß es nicht. Aber eine kleine Nachbemerkung kann ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen. „Das Schiff“ ist eher ein Buch für die Jungs unter uns, als für die Mädchen.

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