50
18.01.2010
„Kann man sich zu Tode erschrecken?”
Auch im dritten Fall des sympathischen Kommisars Armand Gamache und seinem Team kommt die Autorin Louise Penny wieder ohne jegliches Blutvergießen aus.
Dieses Mal wird eine junge Frau bei einer Seance "zu Tode erschrocken".
Es ist sehr spannend,dem Kommisar und seinem Team bei ihren Ermittlungen "über die Schulter" zu sehen und zu lesen,wie sie eine Theorie nach der anderen entwickeln.Auch das Künstlerdorf Three Pines wird wieder so toll beschrieben,daß man sofort dorthin ziehen möchte.Man trifft alle Hauptdarsteller aus den letzten Büchern wieder,die Malerin Clara Morrow und ihren Mann Peter,Ruth Zardo,eine schrullige Dichterin,Myrna,die einen Buchladen führt und natürlich Olivier und Gabri,die ein Bistro führen,das der Haupttreffpunkt der Dorfbewohner ist und in dem auch die Hauptermittlungen der Polizei stattfinden,es wurde dort,wie bei den letzten zwei Fällen auch,extra ein Besprechungsraum eingerichtet.Dieses Mal erfährt man auch mehr über Armand Gamache privat,denn es wurde ein Maulwurf in sein Team eingeschleust,um ihn zu Fall zu bringen.Während des ganzen Buches ist man aber nie sicher,wer der Maulwurf ist;ist es diejenige oder derjenige,man ist hin- und hergerissen und ändert ständig seine Meinung darüber.Es geht um den Arnot-Fall,den Armand Gamache vor Jahren aufgedeckt hatte und jetzt zeigt sich,daß Arnot,trotz daß er im Gefängnis sitzt noch viele Anhänger bei der Surete du Quebec hat und diese wollen Gamaches Kopf rollen sehen.Es wird ziemlich viel Schmutziges in der Klatschpresse über Armand Gamache geschrieben und Misstrauen macht sich auch unter den Dorfbewohnern breit.Dennoch nimmt alles ein überraschendes Ende,sowohl was den Mörder als auch den Maulwurf angeht....Wer unblutige und mehr auf der Psychologie aufgebaute Krimis mag wird dieses Buch lieben und die Autorin sofort in sein Herz schließen :-)