"Ich bin nur ein Tropfen, weit entfernt von den Wassern Armeniens und wenn kein Kanal entsteht, dann werde ich verschwinden." Hrant Dink /
Elie Wiesel nannte die millionenfache Ermordung der Armenier im Osmanischen Reich von 1915/16 "den Holocaust vor dem Holocaust". Am 24. April 2005 ist der neunzigste Jahrestag des Genozids. Trotz erdrückender Beweise leugnet die Türkei noch immer die Verbrechen ihrer Vorfahren, kämpfen die Armenier um Anerkennung der historischen Wahrheit. Wer sind diese Menschen, die auf der ganzen Welt verstreut versuchen, ihre Identität als Armenier zu bewahren? Die Autoren dieses Bandes - Auslandskorrespondenten, Historiker, Schriftsteller - sind auf Spurensuche gegangen: Von Beirut nach Jerusalem, Der-es-Sor, Kairo, Alexandria, Teheran, Istanbul, Musa Dagh und Nikosia nach Venedig, Paris, London, Berlin, Brüssel, Genf, Wien bis nach Buenos Aires, Madras, Los Angeles, Pasadena, New York City, Toronto, Moskau, Jerewan, Etschmiadsin und Karabach. Die Lebensbilder von Hrant Dink, Charles Aznavour, Atom Egoyan, Peter Balakian und vielen anderen sprechen von der Hoffnung, als Volk in der Diaspora zu überleben und Frieden mit der eigenen Geschichte zu finden.
Mit einem Geleitwort von Professor Yehuda Bauer (Yad Vashem, Jerusalem). Einleitende Beiträge von Huberta von Voss (Berlin), Prof. Vahakn N. Dadrian (Cambridge), Prof. Taner Akcam (University of Minnesota), Tessa Hofmann (FU Berlin), Wolfgang Gust (Hamburg). Mit Beiträgen von
Rainer Hermann (FAZ-Türkei), Nouritza Matossian (BBC-London),
Victor Kocher (NZZ Nahost), Pascale Hugues (Le Point- Deutschland), Jochen Buchsteiner (FAZ-Asien),
Christiane Schlötzer-Scotland (SZ-Türkei), Dorothea Hahn (taz-Frankreich), Paul Badde (WELT-Vatikan),Michaela Wiegel (FAZ-Frankreich), Michael Krikorian (Los Angeles Times), Jörg Bremer (FAZ-Israel,) Jochen Mangelsen (Bremen), Daniela Weingärtner (taz-Brüssel), Josef Oehrlein (FAZ-Lateinamerika), Gerald Matt (Kunsthalle Wien). Bettina Spoerri (Genf), Hannes Stein (Literarische WELT-Berlin), Lorna Touryan Miller (Pasadena), Hrag Vartanian (New York), Gil Eilin Jung (Bremen), Katharina Dockhorn (epd-film), Barbara Kerneck (taz-Berlin), Marc Grigorian (BBC-London) und K.M.Greg Sarkissian ( Zoryan Institute Toronto)