Ein wenig Leben

Roman

(87)
"Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.
Rezension
"Dass man nicht aufhören kann, diese Geschichte zu lesen, die in ihrer strömenden Klarheit eigentlich unerträglich sein müsste, liegt vielleicht an der Macht des Schönen in dieser Welt, an der Freundschaft der vier, die in ihren Details so allgemeingültig ist, dass sie wie eine Illustration der Idee von Freundschaft selbst erscheint, ohne dabei plakativ zu werden." Hannah Lühmann, Die Literarische Welt, 29.04.17
"Das Epos ist viel besprochen worden, zum Teil hymnisch, zum Teil abfällig, weil Kitschverdacht. Glauben Sie nur den Hymnen. Ich habe seit langer Zeit kein Buch gelesen, das so vielschichtig, interessant, berührend, übertreibend, märchenhaft und brutal war - die paar Längen, die sich eingeschlichen haben, fallen da überhaupt nicht ins Gewicht." Christian Seiler, Tages-Anzeiger, 01.04.17
"Eines der aufwühlendsten Bücher, das ich seit langem gelesen habe. Ein richtiges literarisches Abenteuer. ... Ein kühnes, wirklich bewegendes Buch. Wenn Sie in diesem Frühjahr einen Roman lesen, lesen Sie diesen." Denis Scheck, ARD "Druckfrisch", 19.03.17
"An emotionaler Wucht vermag nichts aus unserer Gegenwartsliteratur den Vergleich mit dieser Geschichte um vier Freunde in New York aufzunehmen. ... Eines der berührendsten Bücher der Saison." Denis Scheck, Tagesspiegel, 19.03.17
"Hanya Yanagihara zieht uns auf über 900 Seiten in diese hoffnungslose Geschichte hinein, blättert mit ungezählten wunderbaren Sätzen und Passagen mühelos eine Zeitraum von über drei Jahrzehnten vor uns auf. Sie scheut dabei auch nicht die Elemente des Spannungsromans, kreist um ihren Helden, löst Schale um Schale, die sich um seinen 'Dämon' gelegt hat, von ihm ab, bis der Schmerzensmann einmal buchstäblich nackt vor uns steht." Manfred Rebhandl, Der Standard, 18.03.17
"Ein außergewöhnliches Buch. ... Yanagihara macht sehr viel aus diesen tausend Seiten, nämlich weitaus mehr als es ein psychologischer Realismus könnte. Sie versucht, eine ganz eigene Erzähltechnik aufzufahren." Mara Delius, SWR "lesenswert", 16.03.17
"Nachdem Sie diesen Roman gelesen haben, wollen Sie mit Ihren Freunden eine lange Nacht über Ihr eigenes Leben nachdenken!" Die Zeit, 16.03.17
"Ein Überwältigungsbuch, wie ich es in der Literatur einfach wahnsinnig gern habe und wie es nur selten geschieht, dass eben der kritische Verstand mitunter aussetzt und man nur mitgerissen wird von dieser fantastischen Reise." Volker Weidermann, ZDF "Literarisches Quartett", 03.03.17
"Eines der sehr beeindruckenden Bücher in diesem Frühjahr. ... Ich fand es von Anfang an großartig. ... Ich konnte mich kaum gegen dieses Buch wehren. ... Wie sie diesen winzigen Moment Glück fasst - das kennt jeder, diese ganz kleinen Momente grenzenlosen Glücks, nach denen man nachher so viel Heimweh hat - das ist das Faszinierende an ihrer Art zu schreiben." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur "Gemischtes Doppel", 21.02.17
"Ein sehr beeindruckender Roman. ... Man wird fast gezwungen, weiterzulesen. ... Es gelingt der Autorin, einen ganz eigenen, unverwüstlichen Ton anzuschlagen. Das macht diesen Roman so packend." Rainer Moritz, NDR Kultur "Gemischtes Doppel", 21.02.17
"'Ein wenig Leben' besitzt alle Eigenschaften, die es erlauben, von eindrücklicher, ja wuchtiger Literatur zu sprechen. Es ist eine Herausforderung für jeden Leser. ... Im wahrsten Sinn des Wortes ein umwerfendes Buch." Ursula März, Deutschlandfunk "Büchermarkt", 19.02.17
"Ein großes Buch über Freundschaft. ... Ein Buch, das höchst beeindruckend zeigt, was es bedeutet, einen Freund fürs Leben zu haben." Thomas Böhm, rbb radioeins "Die Literatur-Agenten", 12.02.17
"'Ein wenig Leben' verfügt über eine Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann. ... Bis auf ganz wenige Kitsch-Ausreißer ist die Sprache des Romans von großer Eleganz und trotz der Wucht des Geschilderten oft regelrecht zärtlich. Über diesen Roman wird man noch lange sprechen." Sebastian Fasthuber, Falter,
Portrait
Hanya Yanagihara, 1974 geboren, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Mit ihrem Roman Ein wenig Leben gewann sie den Kirkus Award und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. Ein wenig Leben ist eines der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre. Eine TV-Serie, produziert von Scott Rudin (The Social Network, No Country for Old Men, Frances Ha, Grand Budapest Hotel), ist in Vorbereitung.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 960
Erscheinungsdatum 30.01.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25471-8
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 218/146/45 mm
Gewicht 986
Originaltitel A Litlle Life
Auflage 5. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
28,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 46411876
    4 3 2 1
    von Paul Auster
    (24)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    29,95
  • 45303647
    Im Schatten das Licht
    von Jojo Moyes
    (65)
    Buch (Paperback)
    14,99
  • 45303570
    Das Glück der fast perfekten Tage
    von Fioly Bocca
    (2)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    16,95
  • 13838562
    Das Café am Rande der Welt
    von John Strelecky
    (26)
    Buch (Taschenbuch)
    8,95
  • 45376905
    Die Terranauten
    von T. C. Boyle
    (57)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    26,00
  • 45607239
    Dem Horizont so nah / Danny-Trilogie Bd. 1
    von Jessica Koch
    (36)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 47779831
    Kraft
    von Jonas Lüscher
    (11)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    19,95
  • 45165305
    Das Leben ist gut
    von Alex Capus
    (23)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • 45411110
    Die Geschichte eines neuen Namens / Neapolitanische Saga Bd.2
    von Elena Ferrante
    (80)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    25,00
  • 47877124
    Hinter diesen blauen Bergen
    von Milena Moser
    Buch (gebundene Ausgabe)
    21,00

Unsere Buchhändler-Tipps

  • 4573532
    Abbitte
    von Ian McEwan
    (36)
    Buch (Taschenbuch)
    13,00
  • 44185462
    Vom Ende der Einsamkeit
    von Benedict Wells
    (73)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    22,00
  • 45376905
    Die Terranauten
    von T. C. Boyle
    (57)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    26,00
  • 41763371
    Alles Licht, das wir nicht sehen
    von Anthony Doerr
    (39)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    19,95
  • 37821834
    Der Distelfink
    von Donna Tartt
    (55)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    24,99
  • 30567216
    Was ich liebte
    von Siri Hustvedt
    (19)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    10,00
  • 42492161
    Unschuld
    von Jonathan Franzen
    (11)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    26,95
  • 17437918
    Die Erfindung des Lebens
    von Hanns-Josef Ortheil
    (25)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    22,99
  • 42473198
    Ein untadeliger Mann / Old Filth Trilogie Bd. 1
    von Jane Gardam
    (41)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    22,90
  • 47918860
    Der Club
    von Takis Würger
    (55)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    22,00
  • 37437585
    Die geheime Geschichte
    von Donna Tartt
    (27)
    Buch (Klappenbroschur)
    9,99
  • 45165053
    Licht und Zorn
    von Lauren Groff
    (10)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    24,00

Kundenbewertungen


Durchschnitt
87 Bewertungen
Übersicht
68
11
4
2
2

Keine leichte, aber auf jeden fall lohnende Lektüre
von einer Kundin/einem Kunden aus Bitterfeld-Wolfen am 23.01.2017

Das Buch ist inhaltlich ein harter Brocken: erschütternd, brutal und voller Schmerz. Der einziger Sonnenstrahl, der jedoch diese ganze Finsternis zu überstrahlen mag, ist Freundschaft und grenzenlose, aufopferungsvolle Liebe. Die Lektüre ist für einen anspruchsvollen Leser gedacht. Es ist weniger eine Handlung, vielmehr seitenlange Betrachtungen, Beschreibungen, Empfindungen, Gedankenfolgen. Ich... Das Buch ist inhaltlich ein harter Brocken: erschütternd, brutal und voller Schmerz. Der einziger Sonnenstrahl, der jedoch diese ganze Finsternis zu überstrahlen mag, ist Freundschaft und grenzenlose, aufopferungsvolle Liebe. Die Lektüre ist für einen anspruchsvollen Leser gedacht. Es ist weniger eine Handlung, vielmehr seitenlange Betrachtungen, Beschreibungen, Empfindungen, Gedankenfolgen. Ich persönlich empfand das nie als langweilig, denn die Sprache ist unglaublich schön, ich will fast schon sagen "geschmeidig". Unmerklich, aber stetig zieht die Sprache in ihren Bann und lässt nicht los. Gespeist werden diese Betrahtungen und ko (s.o.) durch Schlüsselereignisse, die jedoch in einigen wenigen Sätzen dargelegt werden. Der Schwerpunkt des Romans liegt immer im psychologischen Aspekt: was macht dies oder jenes mit den Figuren, wie reagieren sie auf bestimmte Ereignisse, Vorfälle, was empfinden sie danach, warum, was hat es für zur Folge. Nichtdestotrotz ist das Buch nie langweilig. Die Spannung, basierend auf der geheimnisvollen Vorgeschichte der Hauptfigur, bleibt auf knapp 1000 Seite stets erhalten. Mal sind es kurze Rückblicke, die wie feine Perlen über die Geschichte verstreut sind, und erstmal nur vage Andeutungen für den Leser sind. Anhand deren kann man nur Vermutungen anstellen, die jedoch so ungeheuer sind, dass man es selbst nicht glauben kann. Dann folgen irgendwann lange Sequenzen, in denen die Geschichte Teil für Teil erzählt wird, und der Leser stellt erschüttert fest, dass die ungeheuren Vermutungen bei weitem nicht so schlimm waren, wie man es sich ausmalte. Für mich ein großartiges Buch, dass trotz (oder gerade) durch seine Düsternis die Wichtigkeit der Freundschaft, Liebe und Menschlichkeit hervorhebt.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Großes Gefühlskino
von Tany Bee am 03.01.2017

Willem, Jude, JB und Malcolm lernen sich auf dem College kennen und aus dieser Zimmergemeinschaft entsteht eine wahre Freundschaft. Später wohnen sie alle in New York und können sich mit ihren Jobs zuerst kaum über Wasser halten. Aber sie sind sehr leidenschaftlich in ihren jeweiligen Berufen:  JB ist Künstler,... Willem, Jude, JB und Malcolm lernen sich auf dem College kennen und aus dieser Zimmergemeinschaft entsteht eine wahre Freundschaft. Später wohnen sie alle in New York und können sich mit ihren Jobs zuerst kaum über Wasser halten. Aber sie sind sehr leidenschaftlich in ihren jeweiligen Berufen:  JB ist Künstler, Willem Schauspieler, Malcolm Architekt und Jude Jurist. Mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten, denn "Ein wenig Leben" ist sehr ungewöhnlich und lebt auch vom Überraschungseffekt, mit einer Handlung dieser Art hätte ich nicht gerechnet. Ich muss gestehen, dass ich große Probleme hatte in das Buch hinein zu finden. Bei anderen Büchern brauche ich vielleicht 50 Seiten, um zu wissen worum es geht und wer wer ist. Hier habe ich bestimmt 200 Seiten gebraucht, bis ich richtig im Lesefluss war. Aber durchhalten lohnt sich! Die Lektüre hat so starke Emotionen bei mir ausgelöst: Es sind Tränen geflossen, ich habe mich geekelt, war wütend, wollte manches Mal jemanden schütteln und war froh und erleichtert. An einige Stellen wollte ich das Buch auch gar nicht weiterlesen. Und doch bin ich froh, dass ich es getan habe, denn insgesamt ist es einfach faszinierend, besonders, was es in mir als Leser auslöst. Freundschaft ist das stärkste Thema bei "Ein wenig Leben". Was sollten Freunde füreinander tun? Was hält Freundschaft aus, was kann sie verzeihen? Ist die Vergangenheit wichtig für eine Freundschaft? Oder nur das hier und jetzt? Der Maler unter den Männern, JB, malt Bilder, die fast ausschließlich seine Freunde zeigen. Die Beschreibung dieser Bilder haben mir die Hauptfiguren noch realer erscheinen lassen und es waren mit meine Lieblingsstellen im Buch. „Ein wenig Leben“ ist ein Roman, dass man nicht einfach mal schnell lesen kann. Das liegt natürlich einerseits an der Anzahl der Seiten, aber auch daran, dass man das gelesene erst einmal verarbeiten muss. Ich lese wirklich jeden Tag und habe trotzdem mehrere Wochen gebraucht. Keine leichte Lektüre, aber dafür umso beeindruckender! Sehr berührend, ohne dabei kitschig zu sein. Klare 5 Sterne für diese literarische Überraschung.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Wie viel Leid kann eine einzige Person ertragen?
von einer Kundin/einem Kunden am 10.08.2017

Dieses Buch hat mich zutiefst bewegt und beeindruckt! Die tiefe Freundschaft der vier Männer und die dunkle Vergangenheit voller Leid und schrecklichen Erfahrungen, der Hauptfigur Jude St. Francis, lassen glaube ich keinen Leser unberührt zurück. Zwischendurch standen mir Tränen in den Augen, dann wieder war ich voller Respekt für den... Dieses Buch hat mich zutiefst bewegt und beeindruckt! Die tiefe Freundschaft der vier Männer und die dunkle Vergangenheit voller Leid und schrecklichen Erfahrungen, der Hauptfigur Jude St. Francis, lassen glaube ich keinen Leser unberührt zurück. Zwischendurch standen mir Tränen in den Augen, dann wieder war ich voller Respekt für den Lebenswillen und die Kraft der Figuren. Bitte lesen sie dieses Buch, auch wenn die Seitenzahl abschreckend wirken sollte. Es lohnt sich wirklich.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?

Wird oft zusammen gekauft

Ein wenig Leben

Ein wenig Leben

von Hanya Yanagihara

(87)
Buch (gebundene Ausgabe)
28,00
+
=
Elefant

Elefant

von Martin Suter

(65)
Buch (gebundene Ausgabe)
24,00
+
=

für

52,00

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

FAQ