Der Gedanke der Wiedergutmachung eines begangenen Unrechts ist ohne Zweifel ein humaner.Doch wer und wie wird die Identität des Opfers bestimmt? Ist eine Auslese unter den Opfern mit dem Grundgedanken des Humanismus vereinbar? Kann man einem Opfer seine Identität rauben, nachdem man ihm das Leben nahm?Ein Heer von Ideologen bemühte sich nach dem 2. Weltkrieg das Bündnis des sich neu formierenden deutschen Imperialismus mit den Zionisten und seit seiner Entstehung, dem Staate Israel, als eine moralische Verpflichtung aus schuldiger Achtung vor Millionen jüdischen Angehörigen der europäischen Völker zu bemänteln. Wirtschaftliche und militärische Unterstützung von über 200 Mrd. DM stellte die BRD Israel von 1952-2000 zur Verfügung. "Während des Junikrieges habe ich in Deutschland. sieben Tage lang israelische Zeitungen herausgebracht. Nur mein Instinkt für die Verkaufsmöglichkeit hinderte mich daran, sie in hebräischer Sprache drucken zu lassen. Als ich diese Tatsache einem großen Forum deutscher Bankiers und Industrieller vortrug, erntete ich minutenlang Beifall", formulierte Axel Cäsar Springer in seinem Buch "Von Berlin aus gesehen", in demselben Hochhaus, wo in Anwesenheit des Verfassungsministers der BRD, Otto Schily, neuerdings Transferpläne diskutiert werden, den Geist des Bündnisses.Dieses Bündnis trägt kaum neue Elemente.Ihre historischen Wurzeln wurden bereits in den vorangegangenen zwei Bänden nachgezeichnet.Es bleibt nur noch festzustellen: "Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem es kroch".