Die Kräfte, die v. Hindenburg aufforderten die Macht an Hitler zu übertragen, waren bestrebt, alle demokratischen Parteien, Gewerkschaften und Organisationen zu zerschlagen. Darunter waren auch mehr als ein Dutzend Organisationen von Deutschen jüdischen Glaubens. Nur die Zionistische Vereinigung für Deutschland konnte frei agieren. Die Mitglieder der jüdischen Gemeinden wurden zwangsvereinigt unter zionistischer Führung. Kein Wunder, dass das Zentralorgan der Zionisten (Die Jüdische Rundschau) die Machtergreifung der Nazis begrüßte, ebenso Nürnberger Rassengesetze. Sie entsprachen dem eigenen Rassengeist. Auf ihrer Prager Konferenz 1933 übernahmen die Zionisten die Unterminierung der Boykottbemühungen der Welt gegen die Nazidiktatur. Die Nazis honorierten diese Haltung und beteiligten die Zionisten an dem Raub der Vermögen der deutschen, später europäischen Juden. Wer sich widersetzte erlebte Zionismus in Aktion. Lea Grundig und Arnold Zweig erlebten was dies bedeutete: Nach der Befreiung D. vom Nazijoch kehrten sie aus Palästina nach D. zurück. "Wir Antifaschisten aus D. sind nicht einem Faschismus entflohen, um einem anderen Faschismus zu verfallen. Wir sind geschlagen, aber nicht besiegt. Wir kommen wieder, wir sind schon da.", mit diesen Worten verabschiedete sich A. Zweig in der letzten Ausgabe seiner Zeitschrift Der Orient nachdem die Zionisten den Verlag in die Luft gesprengt hatten. Herzl schrieb einst an den deutschen Kaiser Wilhelm II.: "Gottes Geheimnis liegt über dieser welthistorischen Stunde. Es gibt keine Bange, wenn er mit uns ist." Die Geschichte der "nazionistischen" Beziehungen ist noch nicht geschrieben. Sie scheint nach wie vor im "göttlichen Geheimarchiv" zu ruhen.Dieser Band wagt eine "Gotteslästerung".