Neukunde?

Hier starten

Erweiterte Suche
Name:
Wird nicht angezeigt Top 100 Rezensent
Rezensionen:
404 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 43

nicht hilfreich: 39

Rang:
64

Rezensionen

50

08.09.2012

„He's cold as ice”

Richard Stark ist mit Parker eine Figur gelungen, die einem, trotz ihrer zweifellos äußerst dunklen Seiten, Respekt und Bewunderung abnötigt. Dieser amoralische Held plant mit kühler Effizienz, wartet geduldig, kennt keine Nervosität und räumt Hindernisse eiskalt aus dem Weg. Die Möglichkeit, das etwas schief geht, kalkuliert er von vornherein mit ein, weshalb ihn Rückschläge nicht aus der Bahn werfen. Kurzum: Parker ist ein Profi. Und als ein solcher kann man sich weder amourösen Verbindungen noch Freundschaften hingeben. So ist auch diesmal die Arbeit im Team dem Job geschuldet. Parker braucht die Hilfe seiner Kumpanen, um den Raub durchzuziehen. Es geht ums Geld. Und nur ums Geld. Für weitere moralische Verpflichtungen ist da kein Platz. Und weil sich das herumgesprochen hat, ist Parker inzwischen ein gefragter und auch bei anderen Verbrechern beliebter Mann. Er ist verlässlich, sein Wort gilt, seine Pläne versprechen Profit. Was natürlich nicht heißt, dass er immer Erfolg hat oder niemand versucht ihn übers Ohr zu hauen. Wenn Letzteres passiert, schlägt Parker gnadenlos zurück. Nie übertrieben brutal, aber meist zumindest so drastisch, dass jeder die Botschaft kapiert: Lege dich nie mit Parker an.

Mit dieser Kaltschnäuzigkeit, dieser bedingungslosen Zielgenauigkeit nimmt Stark den Leser, der Parkers Planungen und Vorbereitungen verfolgt und gebannt beobachtet wie die Rädchen nach und nach ineinander greifen, früh für den Gangster ein. Gleichzeitig wird die Geschichte um Handlungsstränge erweitert, die außerhalb der Kontrolle des eiskalten Berufskriminellen liegen. So droht unter anderem ein verdeckt recherchierender Journalist auf dem Casinoschiff die Tarnung auffliegen zu lassen, während ein skrupelloser Cop in aller Ruhe eine Falle aufbaut, welche bei Parkers Rückkehr vom erfolgreichen Beutezug zuschnappen soll. Diese und andere sich im weiteren Verlauf auftürmende Hindernisse gilt es aus dem Weg zu räumen. Und sie sind es auch, die aus einem simplen, problemlosen Raubüberfall eine höchst brenzlige und lebensgefährliche Angelegenheit machen, welche zur Improvisation zwingt und damit immer wieder für Spannung sorgt.

Und die kommt hier wahrlich nicht zu kurz. Auch weil Richard Starks sachliche und direkte Schreibe dem Leser jegliche langatmige Ausschweifungen erspart und kein einziges Wort zu viel verschwendet. Wo andere Krimiautoren heutzutage noch den kleinsten Manschettenknopf en detail beschreiben und Auskunft über die Verwandtschaftsgrade der Familie eines Ermittlers geben, da belässt es Stark bei dem, was der Handlung dienlich ist. Keine Schwenks, Kurven oder Kehren. Nur ein Gaspedal, das mit jeder weiteren Seite tiefer durchgetreten wird. Diese Geradlinigkeit und völlige Abstinenz überflüssigen Geschwätzes ist genauso Kennzeichen der Reihe, wie die Zurückhaltung des Autors bei der Zeichnung seiner Hauptfigur. Egal was alles im Laufe eines Coups passiert: Am Ende weiß man über Parker genauso viel wie am Anfang. Er bleibt ein Mann ohne Identität. Ein Mann, dessen Gedanken und Gefühle genauso im Verborgenen bleiben, wie sein nie genannter Vorname.

Der achtzehnte Parker ist atemberaubende und zuspitzende Spannung auf 283 Seiten, die mal so wirklich jeden Cent wahrlich wert sind und welche man am Ende nur äußerst ungern aus der Hand legt.

50

08.09.2012

„Über die Einsamkeit”

Das Scheitern und die Einsamkeit waren Yates' Lieblingsthemen. Bei seinem Tod war bereits zweimal geschieden und hatte kein enges Verhältnis zu seinen drei Töchtern. Alkoholexzesse gehörten immer wieder zu seinem Leben, und der durchschlagende Erfolg seiner Bücher blieb ihm zu Lebzeiten verwehrt. Insofern ist es kaum verwunderlich, wenn man viel von Yates selbst in seinen Figuren findet und warum diese nur auf Papier existierenden Personen uns menschlich uns so rühren. Nach und nach, und ohne große Sentimentalitäten oder übersteigerte Melancholie, greift hier die Einsamkeit nach dem Leser, nimmt von ihm Besitz. Unmerklich kommt der Stimmungsumschwung, fühlt man sich als Teil der Geschichten, die allesamt auf den Moment zusteuern, wo das Leben des Protagonisten einen Zusammenbruch erfährt, das Ende des Weges erreicht ist, an dem lediglich ein tiefer Abgrund gähnt. Illusionen und Träume von einer besseren Zukunft lösen sich in nichts aus. Das „Es-wird-schon-irgendwie-werden“-Mantra fällt der nüchternen Wahrheit zum Opfer.

Keine der elf Geschichten fällt qualitativ in irgendeiner Art und Weise ab. Im Gegenteil: Jede für sich ist lesenswert, nähert sich aus einem anderen Winkel demselben Thema an. So verfolgt man zum Beispiel in „Alles alles Gute“ ein Paar während des letzten Abends vor deren Hochzeit. Ein wichtiger, glücklicher Tag im Leben eines jeden Menschen, der jedoch hier zum Sinnbild der verfehlten Ziele beider wird, die sich eigentlich schon beim Gedanken an die kommende Ehe winden und lediglich die unerträgliche Endgültigkeit des Termins sehen. Und den Abschluss eines zuvor aufregenden gesellschaftliches Lebens, das sich nun wie alles andere andere unterzuordnen hat. In einer anderen Geschichte verfolgen wir die verzweifelten Versuche einer jungen Lehrerin den Außenseiter Vincent aus der Isolation zu holen und in die Klasse zu integrieren. Die Situation vollkommen verkennend treibt sie durch ihr Gutmenschentum und ihre Naivität den Jungen nur noch weiter ins Abseits, so dass sie schließlich genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie in ihrem Eifer zu erreichen bestrebt gewesen ist. Vincent, der, wie seine Mitschüler die Unausweichlichkeit seines Schicksals längst erkannt hat, wird schließlich zum folgenschweren Handeln gezwungen.

Mein persönliches Highlight innerhalb der Sammlung ist allerdings „Baumeister“. In dieser Geschichte begegnen wir einem jungen Möchtegern-Hemingway, welcher durch einen New Yorker Taxifahrer die Gelegenheit bekommt sich als Ghostwriter zu verdingen und von nun an mit erfundenen Berichten dessen Berühmtheit fördern soll. Die Sinnlosigkeit seines Tuns und die realitätsfernen Vorstellungen des Taxifahrers offenbaren sich ihm erst sehr spät. An diesem Punkt ist die Beziehung zu seiner jungen Frau nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Was nun aber alles tieftraurig klingt ist nie ohne eine Prise Humor, verwehrt sich nie den fröhlichen Momenten des Lebens. Yates beherrscht die große Kunst, seine Helden auf Distanz zu halten, ihr Selbstmitleid und ihren Selbstbetrug genau zu beschreiben, ihnen aber gleichzeitig mit großer Zuneigung beim Scheitern zuzuschauen.

So sind die knapp 300 Seiten von „Elf Arten der Einsamkeit“ ein literarischer Hochgenuss, an deren Ende eine Erkenntnis steht: Es bleibt gleich, mit welchem Werk man die Lektüre von Yates beginnt. Sie lohnen wohl alle. Und es ist erschreckend, wie aktuell sie geblieben sind.

30

02.09.2012

„Childs wahres Gesicht? - Bitte nicht!”

„Sein wahres Gesicht“ prangt auf dem Cover des dritten Bandes aus der Reihe um den Ex-Militärpolizisten Jack Reacher – und man kann nur hoffen, dass sich dieser Titel nicht auf den Autoren selbst bezieht, denn über mehr als 500 Seiten bietet Lee Child äußerst dürftige Kost. Sein Versuch, die Vergangenheit seines Protagonisten näher auszuleuchten und dessen sensible Seiten zu zeigen, geht nicht nur schrecklich in die Hose, sondern entschleunigt auch zusätzlich die ohnehin auf ziemlich wackligen Beinen stehende Geschichte. In dieser klaffen stellenweise Logiklöcher, durch die man ohne größere Probleme einen Airbus durchsteuern könnte. Und obwohl man dies bereits von den Vorgängern gewöhnt ist, fällt dies hier nun umso mehr ins Gewicht, da es an allen Ecken und Enden einfach an dem gewohnten Tempo und der Action fehlt, um diese Scharte auszuwetzen.

Stattdessen ellenlange Beschreibungen wie Kaffee gekocht, Schuhe gebunden oder Kleider angezogen werden. Garniert mit immer wiederkehrenden Szenen des turtelnden Reacher, der mit seiner Jugendliebe Jodie die Vorzüge der Liebe genießt, während an anderer Stelle Menschen zu Tode gefoltert werden. Spannung – gänzlich Fehlanzeige. Immer wenn der Leser hofft, es möge gleich doch in irgendeiner Art und Weise zu einer Konfrontation zwischen Reacher und dem Bösewicht kommen, dreht ersterer wortwörtlich ab, um einer ganz anderen Spur zu folgen. Wo man bereits selbst die Hintergründe entschlüsselt hat, was angesichts des allzu simplen Plots auch keine große Herausforderung darstellt, fährt und fliegt der Held weiterhin stirnrunzelnd durch die Vereinigten Staaten, um dem ach so verzwickten Mysterium auf die Spur zu kommen.

Auch wenn sich Child mit dem US-Patriotismus (obwohl er selbst Engländer ist) nie zurückgehalten hat – in „Sein wahres Gesicht“ übersteigt es das erträgliche Maß, da sich der Autor an großer Literatur versucht, diese jedoch mit großen Worten und Pathos verwechselt hat. Herausgekommen ist eine Geschichte, die eines Reachers eigentlich nicht bedarf und welche man zudem auf knapp 300 Seiten weniger hätte erzählen können. Ein Beispiel wie man es richtig macht gibt Richard Stark. Dessen Romane um den Gauner Parker zeigen, dass es keiner großen Rückblenden oder Beschreibungen bedarf, damit eine Figur glaubwürdig ist oder eindringlich auf den Leser wirkt. Child wäre gut beraten zum Stil seines Erstlings zurückzufinden, in dem Reacher ein einsamer, wortkarger, skrupelloser Wolf war, der Frauen lediglich des Vergnügens wegen vernascht und weniger gegrübelt, als vielmehr gehandelt hat. So einen weichen, am Wasser gebauten und geistig statischen Vertreter, wie er uns hier vorgesetzt wird, möchte ich in dieser Sparte des Krimi-Genres einfach nicht lesen.

Eventuelle Leser des Romans seien auch gewarnt – es lohnt nicht, die über 500 Seiten durchzustehen, da auch das Ende keinerlei Überraschungen bietet, sondern dem ohnehin kruden Plot noch ein zuckersüßes Krönchen aufsetzt. Viel Arbeit, wenig Unterhaltung also. Und der erhoffte Knalleffekt, der Adrenalinkick, bleibt diesmal gänzlich aus – hoffentlich hat Child das Tal hiermit durchschritten. Noch so ein Rohrkrepierer, und das war es für mich und Jack Reacher. Und das wäre, angesichts des enormen Potenzials dieser Figur und des Talents des Autors, durchaus eine Schande.

buch

Vincent

Joey Goebel

EUR 11,90 *
auf Merkliste

40

26.08.2012

„Das Vincent-Projekt”

Joey Goebels „Vincent“ liest sich von der ersten bis zur letzten Seite äußerst flüssig. Das Tempo ist flott, der Ton erfrischend, die Handlung lebt vor allem von der Satire, die manchmal so überzeichnet daherkommt, dass eigentlich ernste Szenen für Lacher sorgen und man die vordergründige Kritik an der verdummten Medienwelt kaum noch richtig wahrnimmt. Hier wurde, und das spürt man deutlich, eben nicht für jenen angeprangerten Kommerz, sondern aus der Seele geschrieben. Es ist ein gezielter Rundumschlag, der wahre Kunst und echte Künstler mehr in den Vordergrund rücken will und dessen Vielschichtigkeit, bei all dem Humor, dann irgendwann aber auch zum Nachdenken anregt. „Vincent“ kickt den Leser aus der Mühle Alltag heraus, drückt unser Gesicht näher an den Fernseher und unsere Ohren ans Radio. Macht uns darauf aufmerksam, mit welchem Schrott wir hier eigentlich jeden Tag auf allen Kanälen unterhalten werden. Und das Kunst heute nichts mit Spontanität als vielmehr mit guter Planung zu tun hat.

Wie bei „Freaks“ krankt aber auch „Vincent“ wieder an einem Problem: Die wieder mal viel zu oberflächliche Figurenzeichnung. Sowohl Erzähler Harlan als auch sein Schützling wirken in ihrer Charakterisierung nicht schlüssig, nicht echt, weshalb der Plot oftmals ungewollt utopische Züge bekommt und die Motivationen der Protagonisten nicht immer zu ihren Handlungen passen. Einerseits ist „Vincent“ ein Genie, der mit viel Weisheit die Gedanken und Gefühle seiner Mitmenschen lesen und sie auf Papier bringen kann. Andererseits wiederum ist er so naiv, dass selbst die größten „Anschläge“ auf Gesundheit und Leben ihn nicht auf die vor seinen Augen liegende Wahrheit bringen. Selbiges gilt für Harlan Eiffler, der in dem Bestreben, die Kunst zurückzubringen, Vincent die schlimmsten Dinge antut und irgendwann plötzlich und, zwar durch erkenntlichen, aber nicht logisch nachvollziehbaren Grund, zum reuigen Sünder wird.

Dieses irgendwann stellt schließlich auch den größten Bruch im bis dahin linearen Verlauf der Geschichte da. Aus lockerer Satire mit ernsthaften Absichten wird plötzlich ein thrillerähnliches und etwas verfahrenes Drama, das so gar nicht zum vorherigen Ablauf passen will und das Gefühl erweckt, als ob der Autor selbst nicht gewusst hat, wie er jetzt das Ganze zu Ende bringen sollte.

Insgesamt ist „Vincent“ aber zweifelsfrei wirklich gute Unterhaltung, die in vielen Zeilen aus dem Herzen spricht und dabei gottseidank ohne die große Moralkeule auskommt. Ein lesenswerter, intelligenter Roman im Stile von „Die Truman Show“ und „Wag the Dog“, der allen Kritikern des kommerzialisierten Mainstreams zusagen, Freunde stilistisch hochwertiger Literatur aber auch etwas enttäuschen dürfte.

40

19.08.2012

„Reacher goes Wild”

Vom sowohl in Gestalt als auch in Grausamkeit überproportionalen Bösewicht über den tumben Handlanger bis hin zur toughen FBI-Agentin, die letztlich doch als „damsel in Distress“ von Reacher gerettet werden muss – Child setzt dem Leser altbekannte Hausmannskost vor und macht am Herd wenig Experimente.

Aber – und das ist sein Erfolgsrezept – es schmeckt. Und es macht Laune, da trotz teils ausschweifender Erklärungen, Beschreibungen und Inneneinsichten die Geschichte stetig vorangetrieben wird, die inszenierten Höhepunkte fast allesamt zünden. Das liegt schlichtweg daran, dass Child seine literarischen Fähigkeiten punktgenau einzusetzen weiß und nicht mehr will, als er letztlich kann. Und was er kann ist letztlich mehr als ausreichend, um in den Bann zu ziehen, wenngleich man deutlich sagen muss, dass „Ausgeliefert“ qualitativ nicht an den Erstling heranreicht. Auch weil die Handlung, größtenteils in den Bergen von Montana angesiedelt ist, ein paar Längen zu viel aufweist und es zu lange dauert, bis Reacher endlich in Action tritt. Wenn er dies dann endlich tut, ist alles viel zu schnell vorbei. Und der an diesem Punkt so verhasste Bösewicht tritt viel schneller ab, als er angesichts seiner Gräueltaten verdient gehabt hätte. Dies ist jedoch wohl auch ein Zugeständnis an die Hauptfigur – Jack Reacher ist Pragmatist. Er setzt nur soviel Gewalt wie nötig ein, springt (wie auch sein Schöpfer) nicht höher als er muss, um sein Ziel zu erreichen. Getreu dem Motto: Warum auf Schnellfeuer stellen und Kugenl verschwenden, wenn ich die drei Gegner mit drei Schüssen in den Kopf zu Boden schicken kann.

In der Konzentration des Ganzen auf Reacher besteht jedoch auch stets eine Gefahr, denn mit ihm steht und fällt die Geschichte. Das wird in „Ausgeliefert“ immer dann deutlich, wenn Child seinen Blick weg von Montana schweifen lässt und der Leser den deutlich hinterher hinkenden FBI-Agenten über die Schulter blicken muss. 100 Seiten weniger hätten dem vorliegenden Buch da gut getan und das Tempo höher gehalten. Pluspunkte gibt’s aber diesmal für die Idee der isolierten Unabhängigkeitsbewegung, deren Mitglieder, gespeist aus örtlichen Milizen und hinterwäldlerischen „White-Trash“-Bürgern, an den Grundpfeilern der amerikanischen Demokratie sägen will. So weit hergeholt das für den ein oder anderen wirken wird – Lee Child dürfte hier näher an der Realität sein, als den meisten bewusst und lieb ist.

Insgesamt ist „Ausgeliefert“ grundsolide, unterhaltsame Popcorn-Literatur, die Reachers Einfallsreichtum einmal mehr auf die Probe und an den Leser keine allzu hohen Ansprüche stellt. Ein Buch von einem Mann über einen Mann für Männer. Viel Testosteron, viel explizite Gewalt, viel Geballer – mir gefällt es, ich schnapp mir gleich den nächsten.

buch

Freaks

Joey Goebel

EUR 9,90 *
auf Merkliste

40

17.08.2012

„Ein Freak kommt selten allein”

Ursprünglich als Drehbuch konzipiert, erzählt „Freaks“ die Geschichte einer mehr als ungewöhnlichen Band aus Kentucky – schrille, schräge und vielleicht auch leicht verrückte Außenseiter der Gesellschaft, deren absurdes Treiben allerorten auf Ablehnung stößt und die trotzdem den Traum vom großen Gig nicht begraben wollen.

Joey Goebel, als neue Entdeckung der amerikanischen Literatur gefeiert. Ein Name, der bereits in einem Atemzug mit John Irving, Thomas Pynchon oder John Updike genannt wird. Vorschusslorbeeren, wohlwollende Kritiken und begeistertes Feedback aus dem Freundeskreis. Es fiel mir ein bisschen schwer, die Lektüre von „Freaks“ wie üblich vorurteilsfrei in Angriff zu nehmen, derart hoch waren die Erwartungen an diesen so kleinen, dünnen Roman. Und letztlich muss man sagen: Dem „Erfolgsdruck“ konnte die Geschichte zwischen den Buchdeckeln nicht ganz standhalten, wenngleich dies nicht nur dem Autor, sondern manchmal schlichtweg meinem eigenen Geschmack anzulasten ist. Fakt ist: „Freaks“ fällt in die Kategorie absurd-komischer Unterhaltungsroman mit Anspruch, welche mir persönlich zur sehr an der Albernheit vorbeischrammt, um ernst genommen zu werden. Die vier Hauptfiguren sind, wiewohl ich Goebels Gedanken und Intentionen hinter ihrer Zeichnung verstehe, einfach zu extrem geraten, wirken schlichtweg zu abgedreht. Die Botschaft hat es in diesem Gewitter von Schenkelklopfern schwer zutage zu treten, was auch dem hohen Erzähltempo zugrunde liegt.

Goebel springt nicht nur von Schauplatz zu Schauplatz, sondern wechselt zudem stets aufs Neue die Perspektiven. Hier erkennt man sofort den filmischen Aspekt, die ursprünglich für die Leinwand erdachte Funktion der einzelnen, schnellen Schnitte. In Papierform funktioniert das jedoch nur bedingt, da die „Episoden“ einfach zu kurz sind, um einen näheren Draht zu den Figuren herstellen zu können. Desweiteren nötigt das Verhalten der Hauptprotagonisten dem Leser ein hohes Maß an Toleranz ab. Soll heißen: Man sollte eventuell schon selbst ein bisschen „freaky“ sein, wenn man an diesem Quintett seine ungetrübte Freude haben will. Wo der ein oder andere sich also über das lustige Treiben amüsiert, will der etwas gesetztere, ernster durchs Leben gehende Leser vielleicht den betreffenden Witzbold einfach nur an die Wand klatschen. Besonderes hinsichtlich der 8-jährigen Göre Ember traf dies auf mich gleich mehrfach zu. Und auch die notgeile Altersheiminsassin Opal gehört eindeutig in die Kategorie: „Kann man mögen, muss man aber ganz sicher nicht.“

Kurzum: „Freaks“ ist Geschmacks- und Gewöhnungssache. Wer unbelastet an das Werk herangeht, das Maßband locker hält, wird sicher seine Freude an dem Buch finden. Der Witz sorgt, trotz starker Tendenzen Richtung Klamauk, für einige, gute Lacher. Auch die bitterböse Satire schimmert besonders gegen Ende deutlich durch und gibt dem abgedrehten Treiben zuvor eine gewisse Berechtigung. Dennoch merkt man dem Buch deutlich an, dass sich Goebel hier noch in einer „Testphase“ und am Anfang seiner Schriftstellerkarriere befand.

Insgesamt ein amüsantes, gewitztes und manchmal auch anrührendes Büchlein von knapp 200 Seiten, das sich einige Durchhänger und Verschrobenheiten zu viel erlaubt, um ganz oben in meiner Bestenliste zu landen. Ganz sicher aber eine Empfehlung für Freunde des Holzhammer-Humors und poppiger New-Hippie-Literatur, die sich jedoch nicht gänzlich auf das RTL2-Niveau hinab begeben wollen.

buch

35 Tote

Sergio Álvarez

EUR 14,95 *
auf Merkliste

30

10.08.2012

„Lateinamerikanisches Jammertal”

Álvarez' "35 Tote" verweigert sich jedem Versuch seitens des Lesers, die durchaus in Bann ziehende Story mit größerem Lesetempo in Angriff zu nehmen, indem er uns mit seitenlangen Textblöcken konfrontiert, in denen jeglicher Absatz fehlt. Und als wäre diese Monotonie nicht schon genug, bleibt gleich auch noch die wörtliche Rede unkenntlich und wird als konfuses Durcheinander im riesigen Texthaufen versteckt, so dass man, ohnehin erschlagen von der Vielzahl lateinamerikanischer Namen, schon nach wenigen Seiten seine liebe Mühe und Not hat, den Überblick zu behalten. Wer gerade mit wem redet ist nur anhand des Zusammenhanges zu entwirren. Oder mit Zuhilfenahme eines angelegten Lineals. Aus der Tugend Geduld, welche Álvarez mit ständigen Schauplatzwechseln zusätzlich auf die Probe stellt, wird hier eine schlichte Notwendigkeit- Anstatt, wiewohl vom Autor beabsichtigt, damit in weiteren beschriebenen Einzelschicksalen die hoffnungslose Situation Kolumbiens zu unterstreichen, bremsen diese Schwenks die jeweils gerade in Gang gekommene Geschichte bloß aus und fungieren somit als das schriftliche Äquivalent eines TV-Werbeblocks: Immer dann wenn es gerade spannend wird, wenn der Funke überspringt, man die Seiten fester packt und die aussichtslose Situation des Hauptprotagonisten Betroffenheit auslöst, wird dem Leser die Tür vor der Nase zugehauen.

Das ist über eine Distanz von weit mehr als 500 Seiten irgendwann so frustrierend, dass man die Nebenschauplätze schließlich zu überlesen beginnt – auch weil sie in keinster Weise dem eigentlichen roten Faden dienlich sind bzw. die Haupthandlung auch nicht um ein Jota voranbringen. Und gerade das hätte die Geschichte gleich öfters mehr als nötig, da sich Álvarez leider immer wieder verzettelt und es manchmal fast so scheint, als hätte da jemand selbst nicht so recht gewusst, welche Richtung eingeschlagen werden soll. Das ist insofern schade, da „35 Tote“ in seiner Essenz eigentlich unheimlich tiefgründig, herrlich sarkastisch und oft sogar sehr berührend ist. Viele Szenen machen betroffen, traurig, melancholisch. Andere sprühen nur gerade so vom Rhythmus der Gewalt. Und wiederum andere bieten zügellose Erotik im besseren Sinne. Was das angeht, hat der Autor seine Hausaufgaben gemacht, transportiert das Buch die Gefühle durchaus zum Leser.

Das Problem dabei: Álvarez verliert das Augenmaß und trägt viel über die gesamte Distanz zu dick auf. Aus bitterem Sarkasmus wird irgendwann tränennasse Dauerdepression. Politische Umstürze reduzieren sich lediglich nur noch auf die Summe der Todesopfer. Und detaillierte Sexszenen werden nach dem Follettschen Motto „Viel hilft viel“ an jeder auch noch so passend scheinenden Stelle platziert. Dies führt dazu, dass die Lebensgeschichte zu etwas Künstlichen, Realitätsfremden wird. Auch weil der Hauptprotagonist von einer Tragödie in die nächste stolpert und die geschilderten Rückschläge immer groteskere Züge annehmen. Grundsätzlich kein Problem, wäre diese Groteske gewollt, was angesichts der Botschaft und der düsteren Ernsthaftigkeit des Romans aber stark bezweifelt werden darf.

Insgesamt ist „35 Tote“ ein irgendwie halbgares, zu sehr auf den Effekt gebürstetes Werk, das sich sprachlich zwar vor der lateinamerikanischen Konkurrenz nicht zu verstecken braucht, bei mir letztlich aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

40

04.08.2012

„Von dem Jungen und dem Schwert im Stein ...”

„Der König auf Camelot“ ist ein stetes Auf und Ab, das oftmals in mehrere Richtungen gleichzeitig will und daran fast zu scheitern droht. Es gibt keinen durchgängigen Ton, keinerlei Konstanz im Stil und in der Perspektive der Erzählung. Das führt letztlich natürlich auch dazu, dass es beinahe unmöglich ist, die vorher gehegten Erwartungen in irgendeiner Art und Weise erfüllt zu sehen. Ob man auf eine Artus-Sage im klassischen Gewande gehofft oder sich wie ich eine humorvolle Erzählung des berühmten Sagenstoffes versprochen hat: Es kommt in jedem Fall anders, als gedacht.

Zumindest zu Beginn lag ich jedenfalls mit meiner Einschätzung richtig, denn Buch Eins regt über weite Strecken immer wieder zum Lachen und Schmunzeln an und liest sich wie eine Parodie auf den Ritterroman. Das liegt nicht nur an den Verwandlungen Warts, sondern auch an den anderen Figuren. Allen voran König Pellinore, dessen historische Verpflichtung, das gefürchtete Aventiure-Tier zu erlegen, für äußerst amüsante Momente sorgt. Auch das Rittertum ist durchgehend in all seinen Formen präsent, wobei White die Gepflogenheiten der Lords und Sirs, ihr Geprahle und stundenlanges Messen im Kampfe, mit derart lapidarer Komik vorbringt, das man als Leser nicht umhin kann zu grinsen. Überhaupt ist dem Autor ein Hang zur Überzeichnung Eigen, der sich in den folgenden Büchern auch auf der düsteren Seite zeigt.

Neben aller Komik haben Merlins Lehren jedoch auch einen ernsten Hintergrund. Der Zauberer versucht Arthur auf die Gefahren unkontrollierter Macht aufmerksam zu machen. Auf die große Versuchung, Macht und Stärke zu missbrauchen, um die Schwachen auszubeuten. Im Gegensatz zu Tolkien, der stets Wert darauf gelegt hat zu betonen, dass es sich bei „Der Herr der Ringe“ nicht um eine Allegorie handelt, nimmt White direkt Bezug auf die politische Situation, welche er zurzeit der Niederschrift der ersten drei Bände erlebt hat. Auch wenn Hitlers Name nicht fällt und stattdessen von einem „jungen Österreicher“ die Rede ist, liest man die Gesellschaftskritik zwischen den Zeilen immer wieder heraus. Manchmal wird sie dem Leser, dem der Autor, so scheint es, nicht immer genug Feingespür zutraut, sogar mit der Holzhammermethode um die Ohren gehauen.

Erst in den letzten beiden Büchern pflegen sich die philosophischen Erörterungen und Betrachtungen in die ausgewählten Sagenelemente ein, liest sich die Handlung flüssiger und nicht mehr nur wie ein Stichwortgeber für Whites Sozialkritik. Das Buch „Der missratene Ritter“ entschädigt für vieles, da aus Figuren, welche vorher schlicht die Botschaft des Autors vermitteln sollten, plötzlich Menschen werden, welche aufgrund ihrer charakterlichen Schwächen und eines fragwürdigen Ehrenkodexes in Konflikte geraten, an denen sie letztlich scheitern. Wie das geschieht, ist tragisch, atemberaubend und besonders gegen Ende zutiefst traurig. Allein die letzten 30 Seiten des Buches lohnen den durchaus vorhandenen Aufwand und heben die Gesamtwertung von „Der König auf Camelot“ um ein Vielfaches.

Insgesamt ist Whites vierbändige Reihe eine sehr satirische, geistreiche Fassung des Artus-Mythos, welche trotz angestaubter Sprache auch heute noch überzeugt, von der Klasse eines Tolkiens aber doch ziemlich weit entfernt ist. Ein Klassiker mit Schwächen, den man dennoch mal gelesen haben sollte.

buch

Nebelsturm

Johan Theorin

EUR 9,99 *
auf Merkliste

30

04.08.2012

„Viel Nebel um Nichts”

Über knapp 450 Seiten bietet Theorin zweites Werk vieles – allerdings nicht die vom Buchjournal erlebte „Große Kriminalliteratur“.

Das liegt in erster Linie daran, dass der Geschichte über eine zu lange Distanz die Zutaten für die Zubereitung der erwarteten Spannung vorenthalten werden und Theorin sich mehr aufs Beschreiben konzentriert, als auf das Erzählen. Bis ins kleinste Detail erfährt der Leser, wo welches Möbelstück steht, wie sich welche Tapete in welchem Winkel von der Wand löst und was zwischen Frühstück und Schulbeginn bei Familie Westin sonst noch so passiert. Diese, insbesondere Familienvater Joakim, steht im Mittelpunkt der Handlung, welche sich vor allem auf das alte Gut Aludden konzentriert. Ein großes Haus, gebaut aus dem Holz eines vor langer Zeit vor der Küste gekenterten Schiffs, um das sich einige Legenden ranken und das, fernab der Zivilisation gelegen, ein durchaus stimmungsvolles Setting abgibt. Oder besser abgegeben hätte, denn Theorin weiß den leichten Grusel im Stile von „Sixth Sense“ nicht wirklich in Szene zu setzen bzw. im richtigen Maße zu dosieren. Mal kommt der schaurige Kitzel zu seicht daher, an anderer Stelle wird der Phantasie des Lesers wieder zu viel vorweggenommen.

Dies ist insofern bedauerlich, da Potenzial für mehr vorhanden gewesen wäre. Theorin schöpft dieses aber, insbesondere bei der Zeichnung seiner Charaktere, nicht aus. So hat mir von allen Beteiligten die toughe, junge Polizistin noch am Besten gefallen, wenngleich ihr Beitrag an der Geschichte letztlich eher marginal ausfällt und vor allem der Beziehungsstress mit ihrem Ausbilder in Erinnerung bleibt. Überhaupt leiden, typisch skandinavisch, sämtliche Protagonisten sehr viel. Zwar ist man diese Nordlicht-Tristesse von Mankell, Indridason und Co. gewohnt – selten kam sie mir aber so überzogen vor, wie hier. Durch diese andauernde Melancholie wirkt die Geschichte erschreckend leblos und fad, hat der Krimiplot große Probleme, in die Gänge zu kommen. Die Trumpfkarte Atmosphäre, welche viele begeisterte Leser von „Nebelsturm“ zücken, zieht in meinem Fall leider nicht. Die Frage „Wie wie viel Seiten sind es eigentlich noch?“ stellte ich mir wesentlich öfter, als die nach der Identität des Mörders. So wäre das Buch fast auch in der Ecke gelandet, hätte Theorin dann nicht doch noch hundert Seiten vor Schluss endlich die Kurve bekommen.

Plötzlich ist der Rhythmus dar, fügen sich die über dreihundert Seiten parallel laufenden Handlungsstränge zusammen, verleiht der namensgebende „Nebelsturm“ der so lang hinplätschernden Story etwas Tempo. Der „Showdown“ im Tiefschnee sorgt nun für Spannung, die Auflösung des Falles sogar für die ein oder andere Überraschung. Das kann aber am Ende nicht für die vielen Längen entschädigen oder gar die vielen Lobpreisungen rechtfertigen.

Insgesamt ist Theorins zweiter Krimi ein gefälliger, aber auch enttäuschend unspektakulärer und biederer Skandinavien-Krimi, dessen Schauerelemente allzu oft wirkungslos verpuffen und der einfach zu wenig aus seinen Möglichkeiten macht.

50

28.07.2012

„Ein glatter Volltreffer”

In "Eine glatte Million" werfen wir einen Blick auf den jungen, gutgläubigen Lemuel Pitkin, der voller Elan und Optimismus von der Provinz in die große Welt auszieht, um sein finanzielles Glück zu machen und damit den Verkauf des Hauses seiner Mutter zu verhindern. Was anfangs wie ein Ausflug im Stile alter Märchen klingt, würgt dem Leser schon recht bald das Lachen ab, denn Nathanael West zertrümmert die zarte Vase Hoffnung mit Schwung und übergroßem Vorschlaghammer. Bevor man sich auch nur annähernd auf die Situation eingestellt hat, ist der vermeintliche Held nicht nur bereits mehrmals gestolpert, sondern brutal zu Boden geschickt worden. Bereits im Zug Richtung New York wird er Opfer eines Trickdiebes, um anschließend als Diebstahl-Verdächtiger selbst in den Knast zu gehen, wo man ihn aus hygienischen Gründen prophylaktisch gleich mal sämtliche Zähne zieht. Was man bis hierhin nicht ahnen kann – es sollen nicht die einzigen Körperteile bleiben, die Pitkin im Verlauf der Geschichte verlieren wird.

Wo Charles Dickens und Mark Twain ihre zynische Ader letztlich zügelten, das Gute am Ende ihrer Geschichten (z.B, in „Oliver Twist“) zumindest in Zügen triumphieren ließen, da macht West keinen Halt. Schonungslos und (selbst noch für heutige Verhältnisse) erschreckend drastisch reißt er die Luftschlösser nieder (besonders die vom Erzähler beiläufig geschilderte Vergewaltigung von Lemuels Freundin geht unter die Haut), unterstreicht mit teils immer absurderen Slapstick-Einlagen, die gnadenlose Realität, in der Ellbogen geschwungen werden und sich jeder selbst der Nächste ist. Der Stil ist unheimlich temporeich, mitreißend und kompromisslos, die oftmals beiläufige Brutalität berührender und zielsicherer, als manch blutiger Splatter-Thriller der Neuzeit. Garniert wird das ganze von einem Helden, der keiner ist. Ein dumpfer, gutmütiger Naivling, der Butter in der Händen aller ist, die ihn für ihre Zwecke formen wollen und welcher letztlich als Märtyrer einer Sache, deren Hintergrund und Ausmaß er nie verstanden hat, den Tod findet. Lemuel Pitkin ist es auch, der dieses Buch so einzigartig und nachhaltig beeindruckend macht. Ein ideenloser, tumber und schon aufreizend wohlmeinender Verlierertyp, der einem letztlich nicht leidtun kann und will, und der symbolisch für das folgsame, unkritische Selbstverständnis der Amerikaner steht.

Bei all der bissigen Kritik bleibt „Eine glatte Million“ aber stets unterhaltend und kurzweilig, und, so widersprüchlich das angesichts der ernsten Thematik ist – unheimlich witzig. West hat die Balance bewahrt, so dass seine Ausflüge in die Entstehung und Motive des Faschismus (eine Parabel auf die Geschehnisse im Dritten Reich zur selben Zeit), den roten Faden der Geschichte nicht zerpflücken, sondern nur ein in Gänze stimmiges Gesamtbild abrunden. Dies wird in der neuen Manesse-Ausgabe durch ein aufschlussreiches Nachwort vom bearbeitenden Übersetzer Dieter E. Zimmer erweitert, welches dem Werk noch zusätzliche Tiefe verleiht und auch den deutschen Leser die ein oder andere Anspielung besser verstehen lässt.

Insgesamt ist „Eine glatte Million“ für mich eine der gelungensten und intelligentesten Abrechnungen mit dem „American Dream“. Ein zeitloser, sprachgewaltiger und nachdenklich stimmender Klassiker – und für mich bisher einer der Entdeckungen des Jahres. Unbedingt kaufen, noch unbedingter lesen!