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Name:
Alexander Waldhör
Ort:
Linz
Rezensionen:
12 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 2

nicht hilfreich: 1

Rang:
3276

Alexander Waldhörs Rezensionen

12

50

25.06.2010

„Unglaublich schön.”

Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man einen Liebesbrief erhält. Erst recht, wenn es ein so entzückend altmodisch formulierter, und mit verführerischen Versprechen gespickter Brief ist, wie der, dieses Buch einleitende.

Einen solchen hält Jean-Luc Champollion, genannt der "Duc", der Hauptakteur von Nicolas Barreau`s neuem Meisterwerk, in Händen und hält das Ganze am Anfang noch für einen Scherz, und ahnt nicht, dass jenes Schriftstück sein ruhiges Leben ordentlich auf den Kopf stellen wird.

Die Verfasserin, sich selbst "die Principessa" titulierend, behauptet, Jean-Luc zu kennen, sich in ihn verliebt zu haben, und sich ihm zu "gegebener Zeit" als die Frau seines Lebens zu offenbaren. Bis dahin wünscht die unbekannte Schöne, mit ihm per E-mail zu kommunizieren, um ihn auf die Probe zu stellen.

Ein schmackhaftes Angebot, welchem der bei den Frauen eher umtriebige, rhetorisch begabte Protagonist trotz brennender Neugier natürlich nicht widerstehen kann. Es entspinnt sich ein romantisches Katz-und-Maus-Spiel, das quer durch Paris und sämtliche Gefühlslagen zur unerwarteten Auflösung des Rätsels führt.

Nicolas Barreau schafft es auch diesmal wieder, den Leser durch seinen flotten Schreibstil, die packende Handlung, und die schrillen Charaktere bei jeder Seite mitfiebern zu lassen.

Ein besonderes Highlight sind die Liebesbriefe, die der "Duc" und der "Principessa" austauschen, die wohl jeder gerne bekommen würde.

Mein Tipp: Sofort kaufen und lesen.

50

11.06.2010

„Traumhaft schön.”

"Die Frau meines Lebens", ein vielversprechender Titel. Anfangs etwas skeptisch, doch durch die vielen positiven Rezensionen neugierig geworden, besorgte ich mir das Buch, und, sieha da, verschlang es innerhalb einiger, vergnüglicher Stunden.

Denn es ist die lockere Sprache, die runden Charaktere und die schöne Atmosphäre von Paris, die diesen Roman, ich wage zu sagen, aus der Masse hervorheben.

Der Autor schafft es mit seinem (hierzulande)Erstlingswerk, den Glauben an die Liebe auf den ersten Blick und die Liebe fürs Leben zu stärken oder wieder aufleben zu lassen, und motiviert zum Träumen.

Mein Tipp: lesen und geniessen.

50

08.06.2010

„Gemeinsam einsam.”

Wie wäre es wohl, ganz allein auf der Welt zu sein? Jedes Leben, bis auf das eigene innerhalb eines Augenblicks verschwunden. Und das während eines Sturms, der mitten im Juli nur Schnee und Minusgrade zurücklässt, und, den Protagonisten, Lorenz, der dem Leser fortan seinen Kampf ums Überleben in Form von Tagebucheinträgen schildert.

Jürgen Domian schafft es, dieses bedrückende Szenario atmosphärisch und packend darzulegen. Er zeigt uns die inneren Kämpfe des Charakters, die Angst ums Überleben, die Bewältigung der Einsamkeit und das Umdenken, das solch eine Situation vermutlich bewirken würde.

Interessant ist, das am Ende des Buches viele Fragen offen bleiben. Beispielsweise werden viele Vermutungen geäussert, was nun eigentlich passiert ist, ob es eine Naturkatastrophe oder ein kosmisches Phänomen war, jedoch nie beantwortet. Auch wird nie geklärt, warum der zweite Überlebende plötzlich verschwindet. Doch, finde ich, macht dieses Mysteriöse einen Teil des Charmes eines solchen Szenarien aus.

Es war das Szenario, welches mich auf das Buch aufmerksam machte, dann schaffte es jedoch vor allem die Atmosphäre und der Protagonist, mich vollends zu begeistern.

Ein echter Geheimtipp.

50

17.05.2010

„Sehr charmant.”

Vince Ebert, renommierter Naturwissenschaftler und Comedian, erklärt uns, wie wir denken, warum wir denken, und, warum es besser ist, nicht gleich alles zu glauben.

Hierfür drischt er dem Leser keine hochphilosophischen Satzkonstruktionen um die Ohren, sondern erzählt in sachlich-flottem Plauderton und anhand zahlreicher, skurril komischer Situationen(die er anscheinend sämtlich sebst erlebt hat), wie es in unserem Oberstübchen denn so aussieht und zugeht.

Und es geht ordentlich zu, das weiss man spätestens nach der Lektüre dieses Buches, in welchem uns der Autor immer wieder in perfekter Balance zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung zeigt, was unser Hirn tut, um alles im Spektrum vom Selbstbetrug bis zur Selbstverwirklichung zu erreichen.

Mein Fazit: Lesen!! Unbedingt!!!!

buch

Der Schwarm

Frank Schatzing

EUR 9,95 *
auf Merkliste

50

23.04.2010

„Dramatisch!!!”

Mit diesem Thriller hat Frank Schätzing meiner Meinung nach seinen literarischen Höhepunkt erreicht.

Was mit dem "harmlosen" Verschwinden eines Fischers beginnt, läuft mit der fantastischen, authentischen Beschreibung der variantenreichen Handlungsorte, faszinierender schillernder Akteure, und der ständigen Erinnerung des Autors an den Lesenden an die Macht der Natur und des Alten, auf ein wahrhaft episches Finale hinaus.

Grandios dargestellt ist auch die Wandlung des Feindbildes als solches, von einem Angriff feindlich gesinnter Ausserirdischer, über eine(ebenfalls nicht unwahrscheinliche) Umweltkatastrophe planetaren Ausmaßes bis hin zu einer uralten kollektiven Lebensform, die die umweltverschmutzenden Menschheit als Bedrohung für "unseren" kleinen blauen Planeten sieht, und diese Bedrohung ausmerzen will. Hierzu nutzt sie die Umwelt selbst, und bringt die Menschheit der absoluten Vernichtung zum Greifen nahe, und lehrt die Menschen den Respekt vor der Natur.

Überhaupt merkt man während der gesamten genussvollen Lektüre des Buches, dass der Autor die Natur respektiert, und dem Leser diesen Respekt mitgeben möchte. Eine sehr löbliche Absicht, die Schätzing in eine packende, wendungsreiche Handlung, diese angereichert mit aktuellen Kenntnissen der heutigen Wissenschaft, und denen sehr nahen Fiktionen, verpackt, und so ein einmaliges Leseerlebnis schafft.

Einziges, nur minimal auffallendes Manko ist, dass die Geschichte etwas Zeit braucht, um sich selbst vorzustellen, und in Fahrt zu kommen.

Dennoch kann ich dieses Buch jedem, wirklich jedem auch nur irgendwie Spannungsorientierten empfehlen.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

06.03.2010

„Ein schöner Ausblick....”

"Physik des Unmöglichen", allein der Titel lässt bereits aufmerken. Und, ja, es ist ein ungewöhnliches Konzept, dass der Autor, Michio Kaku, selbst ein renomierter Wissenschaftler, hiermit verfolgt. Er möchte uns mithilfe seiner Kenntnisse und deren vereinfachter Darstellung, ein Bild davon geben, wie weit die "science" noch von der "fiction" entfernt ist. Dafür verwendet er einfache, verständliche Klassifikationen und zitiert andere große Denker, um vorhandenen und nötigen technologischen Stand möglichst realistisch darzustellen. Natürlich liegt das Erreichen vieler der im Buch bearbeiteten Technologien teilweise weit ausserhalb unserer Lebensspannen, doch verblüfft auch die Fülle der Möglichkeiten, die vielleicht schon unseren Enkelkindern das Leben versüßen könnten. Es ist zweifelsohne ein sehr enthusiastischer Ausblick auf übermorgen, dennoch kann ich das Buch jedem Technikinteressierten, und solchen, die es noch werden wollen, ohne Bedenken zu empfehlen.

buch

Pan Thau-Ra

Marc Hillefeld

EUR 15,00 *
auf Merkliste

40

17.02.2010

„Galaktisch!!(wieder einmal)”

Die Loower, ein altes, mächtiges und technologisch (scheinbar) weit überlegenes Volk zieht durch Territorialkämpfe die unschuldige Bevölkerung einiger Mitgliedswelten der Liga Freier Terraner in ihren Bürgerkrieg. Auf der Suche nach dem Grund dieses gegenseitigen Abschlachtens kommen Perry Rhodan und seine Mitstreiter einem Plan einer Fraktion der Loower auf die Spur, das uralte, gigantische, "Pan-Thau-Ra" genannte Sporenschiff(Sporen= Lebensbringer) aus dem Hyperraum zu reissen. Ein verzweifeltes Ringen um die Kontrolle des Schiffs beginnt.

Wie bei PR üblich, treten auch diesmal wieder reichlich neue schillernde Charaktere in der Geschichte auf. Ebenfalls wie üblich glänzt das Perryversum wieder durch Detailreichtum, die fantasievollen Welten, Völker und Technologien. Die Handlung geizt nicht mit spannenden Wendungen und hat mich an das Buch gefesselt. Für alle Perry-Leser ein Muss, Fans farbenfroher Science-Fiction greifen ohne Bedenken zu.

buch

Abendland

Michael Köhlmeier

EUR 9,90 *
auf Merkliste

40

13.01.2010

„Bemerkenswert einfach.”

Mit diesem Roman ist Köhlmeier ein leichtfüssig inszenierter und doch informationsgeschwängerter Ausflug durch das vergangene Jahrhundert gelungen. Der Autor verwendet drei Personen, durch die er den Lesenden in in sich abwechselnden, Kurzgeschichten gleichenden Episoden in den primären Handlungsstrang einführt. Dennoch wünscht man sich oft, Herr Köhlmeier hätte das eine oder andere Detail unerwähnt gelassen, da sich manche ebensolcher so gar nicht ins Gesamtbild einfügen wollen. Dies ist jedoch nur ein Tropfen auf dem heissen Stein eines ansonsten wundervoll geschriebenen und inszenierten Buches. Unbedingt lesen.

12
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