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Der Kindersammler

Roman. Originalausgabe

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Artikeldetails zu Der Kindersammler

AutorSabine Thiesler

Untertitel Roman. Originalausgabe

Abbildungsvermerk 19 cm

  • ISBN-103-453-02454-0
  • ISBN-139783453024540
  • Verlag Heyne Taschenbuch
  • ReiheHeyne-Bücher...
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten526
  • Veröffentlicht02.10.2006
  • GenreRoman
  • Gewicht440g
  • SpracheDeutsch

Leseprobe aus Der Kindersammler

PROLOG
Toscana 1994
Die Atmosphäre im Tal war eigentümlich. Alle Fenster und Türen der beiden Häuser waren geschlossen, was Allora noch nie erlebt hatte. Weder der Mann noch die Frau waren zu sehen. Aber als sie ganz still war und den Atem anhielt, hörte sie ein leises Wimmern, beinah wie das Jaulen einer Katze.
Allora bohrte in der Nase und wartete ab. Das Jaulen verstummte manchmal für wenige Minuten, setzte aber immer wieder ein. Als sie ein hohes, schrilles Quietschen hörte, zuckte sie zusammen und fing an zu zittern. Angst kroch ihr langsam den Nacken empor. Was war da los? Sollte sie einfach hingehen und anklopfen? Aber sie wagte es nicht. Der Engel war kein Mensch, bei dem man einfach auftauchen und »allora« sagen konnte. Der Engel hatte etwas an sich, vor dem sie zurückschreckte. Als wäre er mit einem unsichtbaren Stacheldraht umwickelt, der einen verletzte und einem die Haut aufschlitzte, wenn man zu nahe kam.
Und zum ersten Mal kam ihr der Gedanke, dass der Engel vielleicht gar kein Engel war.
Die Sonne war längst untergegangen, und die Nacht brach herein. Im Wald wurde es schnell dunkel, viel schneller als auf freiem Feld. Allora dachte noch nicht an den Rückweg, sie starrte unverwandt in Richtung Mühle. Die Laternen links und rechts neben der Tür brannten nicht, und auch im Haus war alles dunkel.
Als Allora das Haus kaum noch erkennen konnte, wurde ihr klar, dass sie die Zeit vergessen hatte, jetzt konnte sie nicht mehr zurück. Sie würde im Wald übernachten müssen.
Plötzlich hörte sie einen Schrei. Einen lang anhaltenden Schrei, der gar nicht mehr enden wollte. Und in diesem Moment wusste Allora, dass das keine Katze war, sondern ein Mensch.
Allora hielt sich die Ohren zu, bis der Schrei verstummte. Danach war es totenstill. Kein Laut drang mehr aus der Mühle zu ihr herüber. Sie rieb sich die Augen, die brannten, als hätte sie zu nahe am Feuer gesessen und zu lange in die Flammen gestarrt.
Sie war wie gelähmt. Saß in ihrem Erdloch, unfähig, sich zu bewegen. Langsam kroch ihr die Kälte in die nackten Füße und die Beine hinauf. Allora wühlte sich noch tiefer in ihr Erdloch und häufte Zweige, Blätter und Moos um sich herum, alles, was sie erreichen konnte, ohne ihre Kuhle zu verlassen. Dann umschlang sie ihre Beine mit den Armen, legte ihr Kinn auf die Knie und wartete weiter. Ihr Atem ging gleichmäßig, ihr Herz schlug jetzt langsamer. Aber sie war hellwach, konzentrierte all ihre Sinne auf die stille Mühle. Doch da war nichts mehr. Kein Laut. Kein Ton. Fenster und Türen blieben geschlossen, der Mann kam nicht mehr aus dem Haus.
Das Käuzchen schrie. So wie das Käuzchen in der Nacht geschrien hatte, als die alte Giulietta gestorben war. Ihre geliebte Nonna.
Allora wusste am nächsten Morgen nicht, ob sie die ganze Nacht so gesessen und gewacht oder ob sie geschlafen hatte.
Im Morgengrauen hörte sie, wie die hölzerne Küchentür in den Angeln quietschte. Die Sonne kam gerade mit den ersten Strahlen über die Bergkuppe, als der Mann aus dem Haus trat. In seinen Armen trug er einen leblosen Jungen, genau so, wie sie ihre Nonna getragen hatte. Der Kopf des Jungen hing weit nach hinten gekippt über dem linken Unterarm des Mannes, der Mund stand offen. Seine blonden Haare bewegten sich leise im Wind. Den rechten Unterarm hatte der Mann unter den Knien des toten Kindes, die Beine baumelten schlaff hin und her, als er mit ihm zum ausgetrockneten Teich ging und es behutsam hineinlegte.
Wenig später begann die Betonmischmaschine mit ohrenbetäubendem Krach zu rotieren, sodass Allora die Flucht ergriff. Der Mann, den sie von nun an nie wieder Engel nannte, hatte sie nicht bemerkt.
Alloras Glieder waren steif und kalt, ihr Atem ging flach, sie musste so viel denken, dass ihr das Laufen schwer fiel. Sie brauchte drei Stunden bis nach San Vincenti. Niemand fragte sie, wo sie in der Nacht gewesen war.
Sie ging in ihr Zimmer und kroch in ihr Bett, ohne sich die Erde von den Armen und Beinen zu waschen. Sie zog sich die Decke über die Ohren und versuchte zu verstehen, was sie gesehen hatte, aber es gelang ihr nicht.


ALFRED
1
Berlin/Neukölln, November 1986
Er war nicht auf der Jagd und hatte nicht vor, sich an diesem nebligen und ungewöhnlich kalten Novembertag sein nächstes Opfer zu suchen. Es passierte einfach, auch für ihn völlig unerwartet. Vielleicht war es schicksalhafte Fügung oder einfach nur ein dummer Zufall, dass er an diesem Morgen verschlafen hatte und anderthalb Stunden später aus dem Haus ging als gewöhnlich.
Ein eisiger Wind fegte durch die Straßen, und es nieselte leicht. Alfred fröstelte und schlug den Kragen seines Mantels hoch. Handschuhe, Schal oder Mütze hatte er nie dabei. Kleidung empfand er als Belastung, den schlichten grauen Pullover und die dunkelblaue Cordhose trug er das ganze Jahr über. Sie waren im Sommer zu dick und im Winter zu dünn und schützten ihn auch jetzt nicht vor dem kalten Wind, der ihm in die Mantelärmel fuhr.
Alfred lebte seit drei Jahren zurückgezogen und vollkommen unerkannt im Berliner Kiez. Er hatte keine Freunde und vermied engere Kontakte, er lehnte Zerstreuung und Unterhaltung jeglicher Art ab, ging nie ins Kino oder Theater und hatte in seiner kargen Hinterhofwohnung auch keinen Fernseher.
Obwohl er erst Anfang dreißig war, zogen sich durch sein volles, leicht gewelltes Haar bereits die ersten grauen Strähnen, was seinem markanten Gesicht einen interessanten Ausdruck verlieh. Auf den ersten Blick war er ein gut aussehender, sympathischer Mann. Seine blassblauen, glasklaren Augen fixierten sein Gegenüber stets sanft und eindringlich und signalisierten großes Interesse. In Wahrheit war eher das Gegenteil der Fall.
Nachdem er kurz überlegt hatte, bog er die nächste kleine Nebenstraße rechts ab, in Richtung Kanal. Es war wenig Betrieb um diese Zeit, die Kinder waren längst in der Schule, und wer nicht unbedingt musste, ging bei diesem Wetter nicht aus dem Haus. Eine Dönerbude, eine Kneipe, ein Bäcker, mehr gab es nicht in dieser Straße. Ein Friseur, ein Zeitungsladen und ein kleiner türkischer Gemüseladen hatten letztes Jahr Pleite gemacht, die Läden waren nicht wieder vermietet worden. Einmal in der Woche kam die Müllabfuhr, das war alles. Die alten Leute waren weggestorben, neue Familien zogen nicht hierher. Nicht in diese Gegend. Viele Wohnungen standen leer, eingeworfene Scheiben wurden nicht mehr erneuert, Tauben nisteten in verdreckten, heruntergekommenen Zimmern und Hausfluren.
In seinen Schläfen begann es dumpf zu pochen. Er wusste, dass dies der Vorbote einer Migräne sein konnte. Gestern Abend hatte er am Küchenfenster gesessen und stundenlang auf die ockergelbe, fleckige Fassade des Quergebäudes und eine graue Mauer gestarrt, die den Hinterhof vom Nachbargrundstück trennte. Der Hof war asphaltiert, irgendjemand hatte einen Blumentopf mit einem verkümmerten Gummibaum neben die Mülltonnen gestellt. Sicher, um ihn loszuwerden, und nicht, um den Hinterhof zu begrünen. Jetzt welkte diese kümmerliche Pflanze schon seit Wochen vor sich hin und war für die Mieter des Hauses die einzige Natur weit und breit.
In der einen Hand hielt er den Brief, den er immer wieder las, und in der anderen das Rotweinglas, aus dem er immer wieder trank. Seine beiden unerträglichen Schwestern, die Zwillinge Lene und Luise, teilten ihm lapidar mit, dass ihre Mutter von einer Nachbarin gefunden worden war. Tot. In ihrer Badewanne. Erst nach der Beerdigung hatten die Zwillinge beim Sichten des Nachlasses die Nummer seines Postfachs gefunden und ihn benachrichtigen können. Sie hatten die Habseligkeiten ihrer Mutter verbrannt und das Haus verkauft. Sein Einverständnis voraussetzend.
Grüße.
Natürlich mussten sie sie irgendwann finden. Er hatte schon lange damit gerechnet.
Im Oktober, als er eine Woche freigehabt und sich gelangweilt hatte, war er zu ihr gefahren. Sie lebte in einem kleinen Haus am Rande eines Dorfes in Niedersachsen. Er hatte seit drei Jahren nichts mehr von seiner Mutter Edith gehört und wollte sehen, wie es ihr ging.
Als er mit seinem weißen Honda auf den Hof fuhr und hupte, regte sich nichts. Es war totenstill. Früher hatte immer der Hund gebellt, wenn jemand kam, und seine Mutter war augenblicklich aus der Tür getreten, mit einer misstrauischen Zornesfalte auf der Stirn, da sie nie etwas Gutes vermutete, wenn unangemeldet jemand vor dem Haus stand.
Doch diesmal kam kein Laut. Nirgends rührte sich etwas. Er hatte das Gefühl, als hielte selbst der Wind einen Moment den Atem an, denn kein Blatt bewegte sich. Keine Katze schlich vorsichtig um die Hausecke.
Es hatte den ganzen Morgen geregnet, aber jetzt kam die Sonne zwischen den Wolken hervor und machte deutlich, wie schmierig und verstaubt die Fensterscheiben des Hauses waren, die seit Jahren niemand mehr geputzt hatte. Das Unkraut zwischen den Pflastersteinen, das seine Mutter immer penibel entfernt hatte, war jetzt kniehoch und überwucherte fast den gesamten Hof, in den Blumenkästen steckten die Strünke von Geranien, die schon vor mehreren Wintern vertrocknet waren.
Der Anblick seines Elternhauses erfüllte ihn mit Entsetzen. Er näherte sich langsam. Leise, um die Grabesstille nicht zu stören, und auch in Erwartung von etwas Schrecklichem.
Er ging an der Hinterseite des Stalls vorbei über ein Beet, auf dem die Brennnesseln ihm bis zur Hüfte reichten. Früher war das ihr Erdbeerbeet gewesen.
Als er um die Stallecke bog, sah er ihn. Ringo, einen Schnauzer-Schäferhund-Mischling, der seiner Mutter immer ein treuer Freund gewesen war. Seine Mutter hatte ihm ihre Zuneigung nur dadurch gezeigt, dass sie ihm abends seinen Fressnapf füllte, aber Ringo liebte sie trotzdem. Er kannte es nicht anders.
Ringo war immer noch angekettet und lag auf der Seite. Seine mageren, steifen Beine sahen aus wie überstreckt. Dort, wo einmal seine Augen gewesen waren, klafften tiefe blutverkrustete Löcher, Krähen hatte die Augen und die größten Teile seines Gehirns herausgepickt. Anschließend hatten sich Würmer in Ringos Schädel eingenistet.
Alfred beugte sich hinunter und strich über das verfilzte Fell, das sich über dem skelettartigen, völlig abgemagerten Körper spannte.
»Du bist verhungert, mein Alter«, flüsterte er. »Sie hat dich doch wahrhaftig verhungern lassen.« Alfred atmete tief durch. Er würde sich später um Ringo kümmern. Jetzt musste er erst mal ins Haus und fürchtete sich vor dem, was ihn erwartete.
Die Haustür war abgeschlossen, einen Schlüssel besaß er schon lange nicht mehr. Er klingelte lange und ausdauernd, aber nichts rührte sich. Auch auf sein Rufen antwortete niemand. Das kleine Flurfenster neben der Tür, das früher immer nur angelehnt gewesen und durch das er als Junge geklettert war, wenn er seinen Schlüssel vergessen hatte, war ebenfalls fest verschlossen. Alfred holte einen Stein, schlug das Fenster ein und stieg ins Haus. Anschließend klopfte er sich die Splitter vom Pullover, durchquerte den Flur und öffnete die Tür zum Wohnzimmer.
Edith Heinrich saß in einem Sessel am Fenster hinter einer zugezogenen Gardine und war nur noch ein Schatten ihrer selbst. Ein magerer kleiner Mensch mit einer derart schmalen Silhouette, dass sie sich kaum von der Rückenlehne des Sessels abhob.
Als ihr Sohn hereinkam, rührte sie sich nicht, zuckte mit keiner Wimper und schien keineswegs überrascht. Als wäre er nur eben mal draußen gewesen, um Petersilie zu holen.
»Ich bin's, Mama«, sagte Alfred. »Wie geht's?«
»Blendend«, antwortete sie. Ihr Zynismus war ungebrochen, und ihr Ton war immer noch hart und kalt, obwohl ihre Stimme schwach geworden war. Ihr Blickfeld war stark eingeengt, und auch den Kopf konnte sie nur mit Mühe bewegen. So musste sie den ganzen Oberkörper drehen, um ihm hinterherzuschauen, als er durchs Zimmer ging und die dunklen Vorhänge aufzog. Tageslicht durchflutete den Raum und machte den Staub sichtbar, der wie ein dicker Brei im Zimmer hing.
»Draußen scheint die Sonne«, sagte er.
»Das ist mir egal«, erwiderte sie und schloss geblendet die Augen.
Alfred schaltete die Deckenbeleuchtung aus und öffnete die Fenster, denn im Zimmer roch es muffig wie in einem feuchten Keller, in dem Kartoffeln faulen.
Edith fing augenblicklich an zu zittern und rutschte noch tiefer in ihren Sessel. Er nahm eine klamme Decke vom Sofa und legte sie ihr über. Edith ließ es kommentarlos geschehen und sah ihn mit matten Augen an, die schon lange ihren Glanz verloren hatten.
Dann ging er in die Küche. Seine Mutter musste schon ewig nichts mehr gegessen haben, die Essensreste, die herumstanden, und auch die, die er im Kühlschrank fand, waren uralt und verschimmelt. Unter der Spüle fand er eine Plastiktüte, fegte die Essensreste hinein und ging nach draußen, um sie wegzuwerfen.
Danach öffnete er mit Mühe die schwere morsche Stalltür, die ihm fast entgegenfiel, als er sie vorsichtig aufzog. Das eine Schwein, das noch lebte, lag apathisch auf der Erde und war so mager wie seine Mutter. Er nahm ein Messer und schnitt ihm die Kehle durch. Es quiekte nur kläglich, als es sein einsames, armseliges Leben aushauchte.
Zu ernten gab es nichts. Auch der Apfelbaum, von dem er als Kind gefallen war, hatte eine merkwürdige Krankheit, alle Äpfel waren verschrumpelt und mit schwarzem Schorf bedeckt.
»Du musst ins Heim«, sagte er zu seiner Mutter. »Du kommst allein nicht mehr klar.«
»Gar nichts muss ich«, erwiderte sie.
»Aber allein verhungerst du! Du stehst ja noch nicht einmal auf und gehst in die Küche, um dir was zu essen zu holen!«
»Na und?«
»Ich kann dich doch nicht einfach hier verrecken lassen!«
In Ediths Augen kam für einen Moment Leben zurück, denn sie funkelten wütend. »Wenn der Teufel kommt, um mich zu holen, dann ist das in Ordnung. Halt du dich da raus!«
Alfred wunderte sich, wie viel Kraft noch in dieser abgemagerten kleinen Person steckte.
»Du hast den Hund verhungern lassen. Und das Schwein.«
Sie zuckte nur die Achseln.
»Du hast ihm ja nicht mal Wasser gegeben, dem armen Kerl!«
»Erst hat er tagelang gebellt. Und dann war er still. Also ist er ganz friedlich eingeschlafen.«
Alfred sagte nichts mehr, denn er sah, wie erschöpft seine Mutter war. Wahrscheinlich hatte sie schon jahrelang mit niemandem mehr gesprochen. Er sah, wie ihr Kopf zur Seite sackte, sich ihr Mund leicht öffnete und sie leise zu schnarchen begann.
In der Nähe des Apfelbaumes hob er eine tiefe Grube für den Hund und das Schwein aus. Als er die beiden Tiere beerdigt hatte, fegte er den Hof und säuberte die Küche. Danach ging er zu seiner Mutter, hob sie aus dem Sessel und fing an, sie zu entkleiden. Edith riss erschrocken die Augen auf und schrie. Hoch und schrill wie ein Fasan in der Schnauze des Fuchses. Er achtete nicht darauf und zog sie weiter aus. Pullover für Pullover, Bluse für Bluse, Hemd für Hemd. Edith trug zwiebelartig fast alles übereinander, was sie besaß.
»Was machen die Zwillinge?«, fragte er.
Edith antwortete nicht, sondern schrie weiter wie am Spieß.
Die Badewanne hatte er zuvor geschrubbt und von Jahre altem Dreck und Rost befreit. Das lauwarme Badewasser war dennoch hellbraun und trüb. Widerwillig hielt er den alten, faltigen, aber federleichten Körper in seinen Armen. Seine Mutter zappelte und schlitzte ihm mit ihren ungeschnittenen scharfen Fingernägeln die Wangen auf. Sie wehrte sich mit all ihren Kräften, berührt, getragen, gehoben und gebadet zu werden. Wie eine Wilde schlug sie um sich und schrie ohne Unterlass. Alfred spürte, wie ihm das Blut von den Wangen den Hals hinunterlief und in seinem Pullover versickerte. Seine Mutter kam ihm vor wie ein widerwärtiges Insekt, das er Lust hatte zu zerquetschen.
Immer hatte sie sich gewehrt. Ihr Leben lang. Gegen jede Berührung, jede Liebkosung. Sie war nie in der Lage gewesen, ihre Kinder in den Arm zu nehmen. Und in diesem Moment besaß sie übermenschliche Kräfte und strampelte immer noch, als er ihren winzigen Körper in die trübe Brühe gleiten ließ.
Sie lag in der Wanne, schlapp wie eine Libelle, die mit nassen, schweren Flügeln nie wieder von der Wasseroberfläche starten kann. Ihre dünnen, weißen Zöpfe schwammen auf dem Wasser, ihre Augenlider waren flammend rot, als hätte sie tagelang geweint.
»Du Dreckskerl«, schimpfte sie, »hol mich sofort hier raus!«
Alfred reagierte nicht. Er starrte auf ihre spitzen Knie, die aus dem Wasser ragten. Versuchte zu begreifen, dass dieses hilflos in der Wanne treibende Skelett seine Mutter war, aber es gelang ihm nicht. Mit der Hand verursachte er eine Wellenbewegung, und ihr Körper schlingerte hin und her.
»Du hattest grünes Fruchtwasser«, kreischte sie. »Du bist eine Missgeburt!«
»Ich weiß, Mama«, sagte er leise und lächelte. Dann verließ er das Badezimmer und versuchte die Hilferufe seiner Mutter zu überhören, als er im Wohnzimmer seinen Autoschlüssel suchte.
Sie würde aus eigener Kraft nie mehr aus der Wanne kommen. Das war ihm bewusst, als er das Haus verließ. Und bereits eine Viertelstunde später hatte er sie vergessen.
Als er die dritte Flasche Wein geleert hatte, zerriss er den Brief. Er hatte nicht vor, sich bei seinen Schwestern zu melden. Außerdem würde er sich um ein neues Postfach kümmern.
Betrunken fühlte er sich nicht. Er schaltete die Küchenbeleuchtung aus, blieb in absoluter Dunkelheit sitzen und versuchte im Kopf alle Zahlen von eins bis tausend miteinander zu addieren, um sein Gehirn zu trainieren. Er schaffte es noch nicht einmal bis zwanzig.


Alfred steckte die Hände in die Hosentaschen und ging vornübergebeugt, der Wind blies ihm direkt ins Gesicht und nahm ihm den Atem. Sein Kopfschmerz wurde stechend. Er brauchte dringend ein paar Aspirin und einen heißen Kaffee.
Nur wenige Schritte weiter war die Kneipe »Der Fußballtreff«. Alfred sah durchs Fenster. Zwei Männer saßen an der Bar. Der eine hatte schlohweißes Haar und einen langen Mozartzopf, das war Werner. Natürlich war er um diese Zeit schon da. Werner hatte geerbt, konnte keine großen Sprünge machen, aber wenn er in seiner billigen Wohnung blieb, würde sein Geld reichen, bis er fünfundneunzig war. Werner war davon überzeugt, nicht so alt zu werden und früher zu sterben, und sah dementsprechend hoffnungsvoll in die Zukunft. Zwischen neun und zehn Uhr kam er jeden Morgen in den »Fußballtreff«, begann mit zwei Kännchen starkem Kaffee, Rührei und Brötchen und ging dann allmählich zum Bier über. Er trank langsam, aber kontinuierlich den ganzen Tag, blieb an der Theke sitzen, redete mit den Leuten, die hereinkamen, wusste alles über alle im Kiez und malte ab und zu ein Bild von einem der Gäste.
Um Mitternacht ging er immer nach Hause. Aufrechten Ganges, mit festem Schritt und nie betrunken. Werner gehörte zum festen Inventar des »Fußballtreff«, hier in dieser Kneipe würde ihn der Schlag treffen, hier würde er irgendwann vom Barhocker fallen und mit den Füßen voran hinausgetragen werden.

Kurzbeschreibung zu Der Kindersammler

Anne und ihr Mann Harald erleben den Albtraum aller Eltern: Während eines Toskana-Urlaubs verschwindet ihr Kind beim Spielen spurlos. Zwei Wochen später müssen sie ohne Kind und unverrichteter Dinge abreisen.
Zehn Jahre später kehrt Anne an den Ort des Geschehens zurück, um herauszufinden, was damals passiert ist. In einem einsamen Tal kauft sie von einem charismatischen Deutschen eine romantische Wassermühle. Der Mann fasziniert sie, und bereits nach kurzer Zeit vertraut sie ihm blind. Sie ahnt nicht, dass dieser charmante, freundliche Mann ein Massenmörder ist, der in Deutschland und in Italien bereits mehrere Kinder getötet hat und sich seit Jahren unbehelligt in den toskanischen Bergen versteckt hält.

Autorenportrait zu Der Kindersammler

Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Bereits mit ihrem ersten Roman Der Kindersammler stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten. Ebenso mit den folgenden Büchern Hexenkind, Die Totengräberin, Der Menschenräuber und Nachtprinzessin.

Portrait

Sabine Thiesler:
Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. "Das Haus am Watt", "Der Mörder und sein Kind", "Stich ins Herz" und mehrere Folgen für die Reihen "Tatort" und "Polizeiruf 110"). Bereits mit ihrem ersten Roman "Der Kindersammler" stand sie monatelang auf der Bestsellerliste. Ebenso mit den beiden folgenden Büchern "Hexenkind" und "Die Totengräberin".

Autorenportrait

Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Bereits mit ihrem ersten Roman Der Kindersammler stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten. Ebenso mit den folgenden Büchern Hexenkind, Die Totengräberin, Der Menschenräuber und Nachtprinzessin.

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123

30

21.11.2012

„Verschwundene Kinder”

von Xirxe aus Hannover Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Sechs Kinder verschwinden in zwei verschiedenen Ländern, immer kleine blonde Jungen im Abstand von drei Jahren, sodass niemand auf die Idee kommt, dass es sich um ein und denselben Mörder handeln könnte. Einer der Jungen ist Felix und Anne, seine Mutter, kehrt nach 10 Jahren an den Ort zurück, an dem sie ihn zum letzten Mal sah und kauft dort ein Haus mit dem festen Vorhaben, das Rätsel um ihren Sohn zu lösen.

'Der Kindersammler' ist kein Thriller, denn der Schwerpunkt des Buches liegt nicht bei den Verbrechen, sondern bei der Darstellung des Täters, der von Anfang an bekannt ist und der Suche der Mutter nach ihrem Jungen. Packend ist es trotzdem! Während im ersten Teil des Buches von den Greueltaten in Deutschland berichtet wird, die allerdings nur angedeutet werden, was die Spannung und Dramatik der Geschichte jedoch nicht mindert, beginnt der zweite Teil mit Annes Ankunft an dem Ort des Verschwindens von Felix. Um diese chronologischen Abläufe herum werden in Rückblenden die Geschichten der beiden Protagonisten erzählt: Wie Anne und ihr Mann nach dieser Tragödie weiterlebten. Und die wahrhaft entsetzliche Kindheit des Kindermörders, die einen vielleicht zumindest ansatzweise verstehen lässt, wie jemand so grauenvoll brutal und kaltherzig werden konnte.
Obwohl der Roman trotz dieses Themas bemerkenswert unblutig bleibt, ist die Spannung kaum geringer als bei einem Thriller. Man weiss, was wie geschah und erwartet ständig den Zusammenbruch eines imposanten Lügengebäudes - doch nichts geschieht. Eigentlich ein klares Vier-Sterne-Buch, wenn, ja, wenn der Schluss nicht wäre. Die Zufälle häufen sich noch und nöcher, alles läuft auf den erwarteten Höhepunkt zu - und plötzlich wirkt vieles nur noch konstruiert oder sogar unlogisch. Auch manche Fragen bleiben offen (Wieso zu Beginn die Zurschaustellung der Kinder? Und wieso dann nicht mehr?) und von einigen Personen möchte man eventuell doch noch wissen was aus ihnen wurde (oder hätte man sie nicht gleich weglassen können?).
Daher: 3 Sterne für eine packende Geschichte mit einem leider nicht so tollen Ende.

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50

07.03.2012

„Nerven wie Drahtseile...”

von einer Kundin oder einem Kunden
braucht man, wenn man dieses Buch lesen möchte. Obwohl ich keine Mutter bin, fand ich so manches Kapitel sehr verstörend. Es ist ein sehr gut geschriebenes, spannendes Buch. Das Thema (Kindesmissbrauch, -mord) ist jedoch nicht für jeden Geschmack geeignet. Wen allerdings nichts schocken kann wird mit dem Kindersammler spannende Stunden verbringen. Wenn ein Buch von dieser Autorin, dann jenes!

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50

04.10.2011

„unbedingt lesen”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Neuss
Obwohl ich nicht der Krimileser bin, kann ich dieses Buch einfach nur weiterempfehlen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und es hat mich fasziniert, wie der Täter beschrieben wird und zwar so, dass man fast ein Verständnis aufbringen könnte ...
... unbedingt lesenswert obwohl ich mich dafür schäme, dass die Thematik nicht dafür gesorgt hat, dieses Buch an die Seite zu legen ...

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40

18.09.2011

„Ungewöhnliche Spannung”

von einer Kundin oder einem Kunden
Kann ein Krimi spannend sein, wenn man den Täter von Anfang an kennt? JA! Sabine Thiesler macht vor wie's geht. Die Handlung erstreckt sich über viele Jahre, die Handlungsstränge sind unterschiedlich und verbinden sich immer wieder. Die Figuren sind mit viel Tiefgang dargestellt. Das einzige, was mich am flüssigen Durchlesen gehindert hat: Ich musste immer mal wieder nach Jahreszahlen blättern: Wann war denn nun das, wo sind wir denn nun gerade im Zeitstrang.... Aber das ist mäkeln auf hohem Niveau.

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40

30.06.2011

„Ein sehr spannendes Buch”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Allgäu
Der Roman "Der Kindersammler" ist vorallem zu Beginn extrem spannend und fesselnd.
Nach einer kleinen "Durststrecke" wir es vorallem zum Ende hin richtig spannend, und man möchte unbedingt wissen wie es ausgeht.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Die Schwabenkinder (3-492-24066-6), Ausgebrannt (3-8387-0603-X)

40

31.03.2011

„Teuflisch !”

von einer Kundin oder einem Kunden



Die Autorin schreibt mit Tiefgang, ohne rührselig zu erscheinen. Was der Leser schon weiß, ahnen beteiligte Figuren noch nicht.Ein Spannungsspiel zwischen nicht zu begreifenden Untaten und Beschreibungder Personen. Den Sprüngen in die verschiedenen Handlungszeiträume folgt man gern.

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40

28.11.2010

„Er hat die Ausstrahlung eines Engels...und ist der leibhaftige Teufel”

von Julia Berthold aus Bürs
Spannung pur , obwohl man weiß , wer der Täter ist . Der Leser erhält Einblick in die Seele von Täter , Opfer und deren Angehörigen . Die Autorin beschreibt die landschaften , Häuser , Personen so real , das man förmlich alles vor sich sieht . Sehr gut finde ich , das es keine Details zum Tathergang gibt . So bleibt jede Brutaltät außen vor . Und es ist doch erstaunlich , welch Fantasien der Leser hat.

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40

18.10.2010

„Spannung!!!”

von Rita
Spannung pur.
Liebesroman und Thriller in einem.Zum schluss erhöht sich die Spannung von Seite zu Seite.
ein "Super Buch" für diese Jahreszeit.
"Decke" "Tee" und "Ruhe".

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Die Totengräberin ISBN-13: Die Totengräberin (9783453434684) Ausgelöscht ISBN-13: Ausgelöscht (9783785723906) Der Kruzifix-Killer ISBN-13: Der Kruzifix-Killer (9783548281094)

40

25.08.2010

„Krimi mit sehr viel Dramatik”

von Vito Corleone
Der Albtraum aller Eltern ist das spurlose Verschwinden des eigenen Kindes. Du fährst mit deinem Kind ganz gelassen in den Urlaub. Plötzlich ist es nicht mehr da...!!! ... Unvorstellbar ! Es ist ein Krimi mit sehr viel Dramatik. Ein sehr spannendes, aber auch trauriges Buch. Hauptthema ist die Pädophilie. Interessant und Empfehlenswert ...von mir 4 Sterne..

Idee : 4 Sterne / Spannung : 3 Sterne / Unterhaltungswert : 4 Sterne
Gesamt : 4 Sterne

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50

14.08.2010

„Spannend ohne Ende”

von einer Kundin oder einem Kunden
Sehr packend geschrieben. Besonders wenn man selber Kinder hat, wird einem so manches mal ganz anders in der Magengegend.
Gerade als ich gelesen hatte, was mit dem kleinen Jungen geschah, kam meine Tochter (zu dem Zeitpunkt 12 Jahre) ungewöhnlicher Weise zu spät nach Hause. Durch eine Verkettung verschiedener Zufälle kam sie mit einer Verspätung von fast 2 Stunden, in denen wir sie nicht einmal über ihr Handy erreichen konnten, zum Glück unbeschadet hier an. In dieser Zeit kamen mir immer wieder die „Bilder“ aus dem Buch vor die Augen. Danach konnte ich das Buch erst einmal für ein paar Tage beiseite legen. Trotzdem war ich so in den Bann gezogen, dass ich es unbedingt noch zu Ende lesen musste.


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50

04.08.2010

„Urlaub? Toskana?”

von einer Kundin oder einem Kunden Top-10 Rezensent Top 10 Rezensent
Eher zufällig bekam ich dies Buch in die Hand und fing völlig unbedarft an,zu lesen. Die Geschichte um verschwundene Kinder,zerbrochene Ehen,zerstörte Leben und inmitten dessen ein charismatischer Wahnsinniger.Dieser Thriller ist so packend,so nah.Die Geschichte läßt einen nicht mehr los.

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20

02.08.2010

„Nichts für mich... - ernstes Thema auf "Toscana" reduziert ...”

von Karsten Kellermeier
Anfangs vielversprechend und gut aufgebaut, dann leider immer flacher werdend, insbesondere sobald die Handlung sich in die Toscana verlagert. Hier überwiegt die Verliebtheit in eine Urlaubsregion gegenüber einer überzeugenden und spannenden Erzählung. - Gerade in Bezug auf ein ernst zu nehmendes Thema wie Kindesmissbrauch meiner Meinung nach sehr fragwürdig...

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40

06.06.2010

„Trügerische Urlaubsidylle”

von Buchwurm aus Ober-Ramstadt
In Deutschland ermordet ein Serienmörder im Abstand von etwa 3 Jahren kleine blonde Jungs, nachdem er sie tagelang bestialisch gequält hat. Doch plötzlich reißt die Mordserie ab und die Polizei tappt weiter im Dunkeln.

2004: Anne und ihr Mann Harald haben vor 10 Jahren während ihres Toskana-Urlaubs ihren Sohn Felix verloren. Er verschwand spurlos beim Spielen, wurde nie gefunden. Während die Ehe von Anne und Harald langsam in die Brüche geht, kann Anne keinen Frieden finden. Sie versucht weiterhin, herauszufinden, was mit Felix geschehen ist. Und so trifft sie die Entscheidung, zurück in die Toskana zu kehren. Sie kauft ein romantisches, sehr abgelegenes Haus mit einer alten Mühle von einem charismatischen und sehr Vertrauen erweckenden Deutschen. Nicht ahnend, dass ausgerechnet er der Mörder ihres Sohnes ist...

Dieses Buch stand nun fast geschlagene 4 Jahre ungelesen im Regal, bis ich mich endlich mal an die Lektüre dessen machte. Die Geschichte ist wirklich gut konstruiert und man fiebert richtig mit. Auf jeden Fall empfehlenswert!

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50

22.05.2010

„Schlaflose Nächte”

von einer Kundin oder einem Kunden
im Abstand von drei Jahren verschwinden kleine Jungen.
Es gibt kaum verwertbare Spuren, doch die junge Polizistin Mareike kann diese seltsamen Fälle nie vergessen.

Kaum ein anderer Thriller gibt dem Leser das Gefühl sich als Täter und Opfer zu fühlen.
Ein Buch das dermaßen schockiert, aber so spanndend ist, dass Sie Abends nicht einschlafen werden ohne weitergelesen zu haben.

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50

20.05.2010

„Nichts für schwache Nerven”

von einer Kundin oder einem Kunden
Wenn sie mit ihren Kindern Urlaub in der Toskana machen - bitte lesen sie den Krimi nicht als Urlaubslektüre. Sie werden ihre Kinder nicht mehr aus den Augen lassen. Das Thema geht unter die Haut und sie leiden mit.
Die Bestie tarnt sich geschickt und es bleibt bis zum Schluß extrem spannend.
Auf alle Fälle lesen!

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40

14.05.2010

„Der Kindersammler”

von Nadine aus Pinneberg
Ich fand dieses Buch sehr spannend und fesselnd. Ich habe richtig mitgelitten.
Allerdings hätte ich mir das Ende ein wenig anders vorgestellt... Trotzdem sehr empfelenswert.

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50

28.04.2010

„Einer meiner Liebsten...”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der Kindersammler ist einer meiner Lieblings Thriller.
Mit diesem Erstlingswerk von Sabine Thiesler hat sie ein echt spannendes und fesselndes Buch geschaffen.
Auch die Problematik, die dieses Buch anspricht, wird wirklich sehr realistisch an den Leser weitergegeben.

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50

03.02.2010

„es ist drinnen was draufsteht!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Der Alptraum aller Eltern! Beim gemeinsamen Urlaub verschwindet das Kind spurlos.
Jahre später kehrt die immernoch völlig aus der Bahn geworfene Mutter an den Ort des Geschehens zurück.
Sie kauft ein Haus, ahnt aber dabei nicht wie nah sie sich an der Lösung befindet!
Ein packender Thriller der mit den Urängsten jeder Famillie spielt!

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50

08.12.2009

„Hexenkind = Nicht so spannend”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ich ahbe als erstes Hexenkind glesen das war nicht so spannend.

Ich ´habe richtig mit den Kinder und den Eltern gelitten. Wie sollte man sich verhalten.
Wenn ich mein Kind verliere und ích wüsste nicht was passiert ist ich würde mich nicht mehr auf der Erde leben wollen.

Das Buch ist so richtig psychisch auf den nerven.


glg Honey145

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40

27.09.2009

„Spannend.......”

von Andrea Pletschke aus Kriftel
ein wirklich spannendes Buch vor allem wenn man Kinder hat geht es schon ganz schön an die Nieren.
Die Dialoge fand ich stellenweise etwas anstregend geschrieben.
Aber trotzdem sehr empfehlenswert

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