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180 Rezensionen
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184

Rezensionen

buch

Der Koch

Martin Suter

EUR 21,90 *
auf Merkliste

30

31.12.2010

„Sinnlich”

Dass Martin Suter in all seinen Büchern akribisch recherchiert ist bekannt, dass Suter aussieht, - aber das nur am Rande-, wie Mickey Rourke aussehen könnte, hätte er nicht blind der plastischen Chirurgie und ihren Möglichkeiten vertraut-, sei, wie gesagt, nur am Rande erwähnt. Und doch lässt sich ein Bezug zum Buch herstellen: Ich behaupte mutwillig: Wer so aussieht wie Martin Suter kann umso glaubwürdiger ein Buch sexuelle Verführung schreiben, das zuerst über die Sinnlichkeit des Essens läuft ...

50

31.12.2010

„Mit Holl und Jesus unterwegs”

Er ist der Hauskaplan all jener, die aus der Kirche ausgetreten sind, und seine Gemeinde wird stündlich größer.
Weder scheut er den Blick auf einen menschlichen, mitunter allzumenschlichen Jesus, noch lässt er sich von frömmelnder Feindseligkeit aus der Ruhe bringen. So kennen wir ihn, seit Jahrzehnten. Und wie so oft folgt Holl seinem "Liebling", ist wieder dem "Herrn Jesus" auf der Spur, hebt dessen menschliche Seite hervor, ohne dabei das Göttliche im Gottessohn zu vergessen. Das Buch: einfach unvergesslich!

0

31.12.2010

„Über Sarazenen”

Griechisch Sarakenoi, syrisch Sarkaye und lateinisch Saraceni: In der Spätantike wurden zunächst verschiedene Nomadenstämme als 'Sarazenen' bezeichnet. Infolge der islamischen Expansion wurde der Begriff als Sammelbezeichnung für muslimische Völker verwendet. Da die Sarazenen (also Mauren überwiegend berberischer Herkunft) von der spanischen Halbinsel vereinzelt über die Alpen einwanderten, findet der Familienname Sar(r)asin bzw. Sar(r)azin, Sar(r)aceno, Sar(r)acino in der Schweiz, in Frankreich und Deutschland weite Verbreitung.

2 von 13 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

buch

Freiheit

Vorwort Jonathan Franzen

EUR 24,95 *
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30

31.12.2010

„Das Land der FreiZeit”

Franzen schreibt nur, sagt er, wenn er etwas zu erzählen hat. Wenn eine Geschichte etwas Neues hergibt. "Wenn ich etwas zu erzählen habe", sagte er, bei der Frankfurter Buchmesse auf dem blauen Sofa sitzend, "dann schreibe ich es auf." Und das republikanische Lager lieferte in den letzten Jahren ja einiges an Gesprächsstoff. Außerdem hat sich Amerika vom vielzitierten "Land der Freiheit" zum "Land der FreiZeit" gewandelt. Das Buch erzählt auch davon. PS: Sollten Sie auf youtube das Blaue-Sofa-Interview reinbekommen, unbedingt ansehen wie Franzen mit der Stimme aus dem OFF (dem Übersetzer) in, sagen wir, "Beziehung" tritt (Franzen spricht ein recht gutes Deutsch).

40

31.12.2010

„Unterwegs”

Wer glaubt, dass die Zeit der großen Reiseschriftsteller, die uns in die Wüsten und Eismeere mitgenommen haben, vorbei ist, wer glaubt, dass es keinen Alexander von Humboldt oder Heinrich Harrer oder Sven Hedin oder Julius von Payer mehr gibt, der lese Andreas Altmann; er wird eines Besseren belehrt werden.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

31.12.2010

„Sitzen und schweigen”

Andreas Altmann ist ein kritischer Geist und ein Suchender. Er reist durch die Welt und berichtet darüber. Als Vergleichswert dient ihm sein reflektierendes Ich, sein Empfinden und kritisches Überlegen; das macht seine Bücher so wertvoll und so originell, sie sind eher mit einer interkulturellen Seelenschau als mit bloßen Reiseberichten zu vergleichen. Diesmal nimmt er an einem 10-tägigen Schweigeritual teil. Er lässt uns, auf weiten Strecken unzensiert, an seinem inneren Film, der in diesen 10 Tagen in seinem Kopf abläuft, teilhaben. Großartig!

buch

Licht der Welt

Peter Seewald

EUR 19,95 *
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30

30.12.2010

„La Luce del mondo”

Peter Seewald war einst ein sog. Ungläubiger oder einer, der am religiösen Glauben nicht ausreichend interessiert war. Die Reflexion über diesen Zustand, initiiert, wie er in seinem damaligen Buch "Grüß Gott. Als ich begann, wieder an Gott zu denken" schrieb, war vermutlich ein Beatles-Song.
Danach folgten die Gesprächsbände mit einem gewissen Kardinal Ratzinger. Sie hießen, frei nach den apostolischen Berufungsworten: "Seid wie das Salz der Erde": „Salz der Erde“ und frei nach der theologischen Alldeutlichkeit: „Gott und die Welt“.
Nun wurde also vor 5 Jahren aus dem einst obersten Wächter des Glaubens ein Papst und der spricht nun, frei nach den Nachfolgeworten "Ich bin das Licht der Welt" über das "Licht der Welt". Nachfolgewerke könnten "Ich bin der Weg", "Ich bin die Wahrheit" oder "Ich bin das Leben" heißen. Das Ganze macht Sinn und der Papst bleibt ein Intellektueller ersten Ranges, daran können auch die Fragen Peter Seewalds nichts ändern.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

40

30.12.2010

„Der Titel ist Programm”

Der Titel ist wahrlich Programm. Die Autoren, auch launig die Science Busters genannt, betreiben, frei nach der Devise, wo ein Gedanke dort auch ein Hirn, postmoderne Aufklärung; auch wenn sie dabei Spuren der Glaubensverwüstung hinterlassen. Was würde da der alte Jorge von Burgos aus Ecos Roman "Der Namen der Rose" sagen? Wahrscheinlich: Wer lacht, der glaubt nicht. Aber gerade auch über diese Gotteslästerung verfügt dieses Buch! Na dann, auf in eine neue Zeit.

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