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Wird nicht angezeigt Top 100 Rezensent
Rezensionen:
378 Rezensionen
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hilfreich: 25

nicht hilfreich: 4

Rang:
69

Rezensionen

50

22.05.2013

„Der Glücksfinder”

Hamayun wächst in Afghanistan auf. Als die Taliban die Macht übernehmen, müssen er und seine Familie fliehen, wie so viele andere Einwohner des Landes. Sie nehmen eine lange und gefährliche Reise auf sich, während der sie von sogenannten Knochenträgern wie Ware durch Länder und über Grenzen geschmuggelt werden. Ihre Reise endet erst in den Niederlanden. Doch auch dort angekommen ist längst nicht alles einfacher. Immer neue Asylanträge, Gerichtsverfahren, Umzüge in neue Einrichtungen und Rückschläge muss die Familie einstecken. Doch Hamayun und seine Angehörigen geben nicht aus. Der mittlerweile zum Teenager herangewachsene Afghane bezeichnet sich selber sogar als Glücksfinder.

Dieses Buch ist ein packend geschriebenes Zeugnis eines Kämpfers, der nicht aufgibt. Seit Khaled Hosseinis Büchern über Afghanistan lese ich gerne solche Berichte. Abseits der gängigen Nachrichten erfährt man hier die Geschichte der Einzelnen. Was bedeuten die Taliban für die Bevölkerung in Afghanistan? Was stehen die Menschen auf ihren teilweise monatelangen Fluchten durch. Als Jugendbuch ab 14 bei Carlsen erschienen empfehle ich das Buch daher gerne weiter. Nicht nur für interessierte Jugendliche, sondern auch für Erwachsene empfinde ich dieses Buch als sehr interessant, informativ, packend und wichtig.

Lesen Sie selber!

50

22.05.2013

„Spannend, spannender, Fitzek!”

Bei dem Augenjäger handelt es sich um einen überaus sadistischen Menschen, der tagsüber in seiner Augenpraxis Wunder vollbringt, nachts jedoch armen Frauen die Augenlider entfernt, um sie anschließend stundenlang zu vergewaltigen. Alina Greogiriev, die blinde Physiotherapeutin die wir bereits beim Augensammler kennenlernen duften, wird wieder zu Hilfe gerufen. Was dann passiert, wird für alle Beteiligten zur Höllenfahrt.

Der "Augenjäger" ist die direkte Fortsetzung des "Augensammlers" (was mich mit dem wirklich gemeinen Ende des Augensammlers wieder aussöhnte... :) ) Sicher kann man den Augenjäger auch für sich lesen, doch ich denke, viele Aha-Erlebnisse werden dann leider ausbleiben. Und dies ist ja das Besondere an den Thrillern, die Herr Fitzek veröffentlicht. Zu der Geschichte möchte ich nicht viel schreiben, zu schnell ist etwas verraten. Allerdings wirklich beeindruckt hat mich, dass der Leser selbst nach der Lektüre sämtlicher Thriller des Autoren tatsächlich immer noch in die Irre geführt wird, mehrmals.

50

22.05.2013

„Gott bewahre”

Gott bewahre - da geht Gott für 7 Tage in den Urlaub und erkennt bei seiner Rückkehr den Fehler. Die Menschen konnten mit der neugewonnenen Freiheit nichts anfangen. Völkermorde, falsche Vorstellungen und Ideale, der totale Zerfall. Gott muss etwas unternehmen. Und schickt seinen Sohn erneut auf die Erde um zu retten, was noch zu retten ist.

Zugegeben, diese Lektüre ist nicht für jeden Leser etwas. Abgesehen vom Inhalt ist auch die Sprache wirklich sehr derb. Zu Anfang hatte ich damit so meine Schwierigkeiten, aber die Geschichte hat schlussendlich doch noch gewonnen. John Niven zeichnet seine ganz eigene Karikatur des Glaubens und der Menschen, die man genießen kann, wenn man den Inhalt nicht so ernst nehmen möchte. Eine amüsante Lektüre, denn schlussendlich bleibt die Frage: Was wäre, wenn sich da oben wirklich jemand über uns aufregen würde...!?

ebooks

Raum

Emma Donoghue

EUR 15,99 *
auf Merkliste

50

22.05.2013

„Raum”

Jack wird 5 Jahre alt und lebt nun schon sein gesamtes Leben in Raum. Hier kennt er sich aus. Es gibt nur drei Menschen in seinem Leben: Er selbst, seine Mutter und Old Nick, der sie dort gefangenhält. Doch davon ahnt Jack nichts. Für ihn ist Raum seine Welt. Bis seine Mutter ihn eines Tages aufklärt und mit ihm durch einen riskanten Trick flieht. Jack wird in die Welt hineingestoßen, von der er keine Vorstellung hat. Verängstigt sehnt er sich zunächst nach Raum zurück. Alles ist neu, groß und zuviel.

Ein sehr berührender Roman, mit erschreckenden Parallelen zu realen Fällen in der Welt. Der Leser erlebt die Flucht aus Jacks Sicht, sieht sein Erleben mit seinen Augen. Normale Dinge werden fremd, bekanntes wird neu entdeckt.

Toll geschrieben. Nach diesem Roman sieht der Leser die Welt definitiv mit anderen Augen.

50

22.05.2013

„In den Augen der anderen”

Jodi Picoult hat es ein weiteres Mal geschafft. Sie hat ein schwieriges Thema so verpackt, dass jeder es versteht und dabei noch ein überaus spannendes Buch herauskommt.

In "In den Augen der anderen" behandelt sie diesmal das Thema Autismus. Jacob hat das Aspergersyndrom, dies erschwert ihm vieles im Leben. Er kann die Gefühle anderer nicht erkennen, die Mimik nicht deuten, er nimmt alles wortwörtlich und könnte niemals lügen. Er interessiert sich nahezu wahnhaft für das Thema Forensik und ist darin bewanderter als so mancher Berufspolizist. Eines Tages wird seine Betreuerin Jess erschlagen aufgefunden und alle Spuren laufen auf Jacob zu. Die Beweislast wird immer erdrückender. Doch seine Mutter kann und will nicht an diese Tat glauben. Und so nimmt sie den Kampf für ihren Sohn auf. Gegen die Polizei, gegen die Menschen in der Stadt - und gegen ihre eigenen inneren Zweifel. Denn kann sie wirklich wissen, was an jenem Tag geschehen ist?

Eine überaus spannende Story. Und Jodi Picoult versteht es brillant, jede Sichtweise der betroffenen Personen darzustellen. Jacob, der oft in seiner kleinen Welt gefangen ist. Seine Mutter, die für sein Wohl seit fast 20 Jahren ihr eigenes Leben aufgegeben und gegen alle Widrigkeiten gekämpft hat. Die Polizei, die immer mehr Spuren findet und Jacob zum Hauptverdächtigen erklärt. Und so viele mehr.

Lesen Sie selbst diesen spannenden Krimi, der dabei aber auch so viel über eine Krankheit vermittelt, sodass man hinterher einiges besser verstehen und sicher auch überdenken wird. Einfach toll!

50

22.05.2013

„Lachen verstecken - unmöglich!”

Hier ist er nun endlich. Der zweite Band um den Kleinkünstler, der sein Heim mit einem kommunistischen, vorlauten Känguru teilen muss. Wer schon die Känguru-Chroniken mochte, der wird auch diesen Teil lieben. Wunderbar amüsant mit einer gehörigen Portion voll schwarzem Humor. Überlegen Sie es sich gut, bevor Sie dieses Buch in der Öffentlichkeit lesen. Die Witze dieses Buches überfallen einen derart, dass man öfter (sehr, sehr oft...) mal laut lachen muss. UNBEDINGT lesen!!!

50

22.05.2013

„Unruhe im Schwarzwald”

Komissar Ehrlinspiel ermittelt in einem kleinen Dörfchen im Schwarzwald. Ein grausamer Mord ist geschehen und die Dorfbewohner wollen keine Auffklärung, sondern die Sache unter sich regeln. Wie schon immer eben. Doch dann geschieht ein zweiter, nicht minder grausamer Mord und die Dorfgemeinschaft gerät ins Wanken. Lügen, größte Familiengeheimnisse, tiefster Aberglauben, ein autistischer Savant - all das kommt auf Ehrlinspiel zu. Wahrlich kein einfaches Unterfangen. Petra Busch beschreibt eine eingeschworene Dorfgemeinschaft und ihre Eigenarten so fesselnd, dass der Leser nicht von diesem Buch lassen kann. So spannend und gut geschrieben bietet sie beste Krimiunterhaltung. Besonders beeindruckend fand ich die Beschreibungen der Innenansichten des autistischen Mannes im Dorf, welchem eine große Rolle zugeschrieben wird. LESEN!

50

22.05.2013

„Erfrischend anders”

Unter der Flut an Fantasy-Jugendbüchern ist dieses mal erfrischend anders. Eine Geschichte, wie man sie vorher wirklich noch nicht kannte, Ideen, an die man sich teilweise gewöhnen muss, die aber ihren ganz eigenen, neuen Reiz ausüben.

Jessamine und ihr Vater leben im 18. Jahrhundert in England abseits auf einer kleinen Farm. Ihr Lebensunterhalt sind die Kräfte der Pflanzen. Eines Tages stößt Weed, ein merkwürdiger Junge, auf die kleine Familie. Alles verändert sich.

Eine neuartige, spannende Geschichte rund um die Kräfte der Pflanzen, Böse und Gut, Familie und Liebe, Wahrheit und Lüge. Der erste Teil einer Trilogie.

50

22.05.2013

„Herrlich komisch!”

Elisabeth und Alex wollen heiraten und alles soll perfekt werden. Zudem ist der Bau ihres ganz eigenen Traumhauses gerade in vollem Gange. Blöd nur, dass der zukünftige Ehemann von einem beruflichen Projekt weit entfernt eingespannt ist und alles an der Braut hängenbleibt. Die Freundin vermutet böses, gar eine Affäre?! Gemeinsam mit ihr, der esoterisch interessierten Nachbarin und der hilfsbereiten Schwiegermutter werden alle Projekte in Angriff genommen.

Abseits von der Mütter-Mafie-Reihe ist auch dieser Roman ein wunderbar humorvolles Buch aus der Feder von Kerstin Gier. Herrlich ironisch und voller Lacher garantiert es einen kurzzeitigen Lesegenuss.

Unbedingt selber lesen. Ein ganz tolles, lustiges Buch.

50

22.05.2013

„Ohne jede Spur”

Eine junge Mutter und Ehefrau verschwindet mitten in der Nacht spurlos und völlig unerwartet. Die Familie und der Tatort bringen zu Anfang keine Merkwürdigkeiten ans Tageslicht. Es scheint fast so, als ob die Frau ihre Familie einfach so verlassen hätte. Doch schon nach kurzer Zeit benimmt sich der Ehemann höchst verdächtig, die Tochter mag ein Geheimnis nicht verraten und auch die Nachbarn agieren zunehmend mysteriöser. Was steckt tatsächlich hinter der Fassade? Was passierte in dieser Nacht?

Lisa Gardner hat hier einen ganz anderen Thriller geschrieben. Von der Stimmung her dunkel fühlt sich der Leser zunehmend unwohl und bedroht. Viele Menschen scheinen dunkle Geheimnisse zu haben, die in Zusammenhang mit der besagten Nacht stehen könnten. Der Verlauf und die Geschichte sind mal etwas anderes, als man es als Viel-Krimileser schon kennt. Ein absolut spannender, mitreissender, düsterer, immer wieder wendender und überaus lesenswerter Thriller.