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Name:
Mario Pf. Top 10 Rezensent
Ort:
Oberösterreich
Rezensionen:
1403 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 2303

nicht hilfreich: 1459

Rang:
3

Mario Pf.s Rezensionen

buch

Birthday

Koji Suzuki

EUR 10,60 *
auf Merkliste

30

27.08.2008

„Anfang und Beginn vereint”

Birthday ist der letzte Band der Ring-Saga und fasst 3 Kurzgeschichten zu Ring, Spiral und Loop zusammen, darunter die Vorgeschichte von Ring und den entfallenen Epilog von Loop. Alle 3 Geschichten sind sozusagen die fehlenden Kapitel der Saga, welche den Gesamteindruck der Trilogie verstärken und vertiefen.

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Bei der ersten Kurzgeschichte - die zeitlich während Ring II Spiral angesiedelt ist - handelt es sich um eine entfallene Szene des Buchs, welche die Wiedergeburt Sadako Yamamuras durch Mai Takano schildert. In einem engen Schacht gefangen muss Mai feststellen, dass sie wundersamerweise geschwängert wurde und sich kaum noch an die Ereignisse der letzten Tage erinnern kann...

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Während den Ereignissen von Ring blickt ein ehemaliger Geliebter Sadakos zurück an seine erste Begegnung mit Sadako in einer kleinen Theatergruppe. Während zwischen beiden eine Beziehung entsteht, häufen sich mysteriöse Vorfälle im Umfeld der Theatergruppe, die schließlich am Vorabend der großen Vorstellung in einer Katastrophe für Sadako gipfeln...

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Noch immer wütet der ringförmige MHCV-Virus unter der Menschheit, von welchem aber nun bekannt ist, dass er eigentlich aus dem Loop stammt - einem Computerprogramm das die Entstehung der Welt und die Entwicklung der Menschheit demonstrieren soll. Doch der aus dem Loop stammende Kaoru Futami ist in diesen zurückgekehrt, um den Virus an seiner Quelle zu bekämpfen...

Im Gegensatz zu anderen Autoren gelingt es Koji Suzuki mit diesem Kurzgeschichten-Band, dem Vorwurf der Profitmacherei einen gelungene und lesenswerte Ergänzung der Saga entgegenzusetzen. Birthday vollendet und vervollständigt den Ring-Zyklus, indem er etwa die zentralen Themen Geburt und Wiedergeburt hervorhebt. Durch die drei unterschiedlichen Geschichten, ist es auch möglich den Zyklus aus drei verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Im Nachwort von Akira Mitsuhashi wird der Leser schließlich auch quasi mit Insiderwissen über das Konzept hinter den Ring-Universum aufgeklärt. Dazu gehört auch der Ring-Tree, welcher das komplexe Geflecht der Handlungsstränge visuell veranschaulicht.

Traurigerweise ergeben die 3 Kurzgeschichten inklusive Nachwort nur 224 Seiten, womit der letzte Band auch zu dem kürzesten der ganzen Ring-Saga wird und dabei trotz allem den Eindruck einer schmalen Kurzgeschichtensammlung erweckt, die nur auf den Markt geworfen wurde, um noch ein paar Euros in die Kassen zu spülen.

Fazit:
Trotz Suzukis einfach verständlichen Schreibstil und der unkonventionellen Gestaltung dieses Bandes, verliert sich die Begeisterung hauptsächlich an dem sehr geringem Umfang des Beginns und Abschlusses der Saga.

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40

27.08.2008

„Rogue Squadron vs. 181st”

Zu Zeiten des galaktischen Bürgerkrieges und darüber hinaus gab es auf Seiten der Rebellen wie des Imperiums nur zwei Staffeln, die dafür bekannt waren, sich aus den besten der besten zusammenzusetzen. Baron Soontir Fel war Kommandant der 181. und galt als bester Pilot des Imperiums neben Darth Vader, auch er stammte von Corellia und ließ die ihm unterstellten Jäger deshalb mit den typischen corellianischen Blutstreifen verzieren. Doch außer zu Erwähnungen und einer Nebenrolle in den X-Wing-Romanen erlebt man die 181. kaum in Aktion, ebenso wie ein großer Teil der Vorgeschichte der Buchreihe so manches Rätsel aufgibt, etwa Wedge Antilles besondere Beziehung zu Soontir Fel, die am Ende dieses Sonderbandes geklärt wird. Ohne die X-Wing-Comics kennt man mit den Büchern nur die halbe Geschichte, weiß nicht wer Sate Pestage war und wie Ysanne Isard bereits vor dem Angriff auf Coruscant versuchte ihre Macht innerhalb des zerbröckelnden Imperiums aufrecht zu erhalten.

Als Kundschafter werden die Rogues nach Brenntal IV geschickt, doch überraschend kommt es zu einem Angriff durch imperiale Jäger. Kein Problem für die Elitepiloten der Neuen Republik, doch was sie nicht wissen, sie wurden beobachtet. Auf Coruscant sind Geheimdienstdirektorin Ysanne Isard und Palpatines interimistischer Nachfolger Sate Pestage genau über die Entwicklungen der Rebellen im Bilde. Isard, die selbst auf den Thron schielt, schlägt Pestage vor, die Gunst der Stunde zu nutzen und der Rogue Squadron eine tödliche Falle zu stellen. Brenntal IV ist schlecht verteidigt und die örtlichen Truppen werden von einem unfähigen dekadenten Admiral geführt, ein leichtes Ziel für die Allianz. Tatsächlich beschließen Ackbar und das Oberkommando mit Hilfe der Rogues einen Angriff auf Brenntal IV zu starten, nicht wissend dass die Imperialen insgeheim das 181. TIE-Jäger-Geschwader in Stellung gebracht haben...

Wer die Bücher kennt, könnte so manche der Comics auch lieben, an denen Michael Stackpole beteiligt war. Die X-Wing-Comics befassen sich genauer mit den Entwicklungen zwischen dem Tod des Imperators und dem Angriff der Neuen Republik auf Coruscant. "In the Empire's Service" ist einer der besten X-Wing-Comics, da er sich mit der Geschichte von Ysanne Isards Aufstieg befasst und die 181. ins Spiel bringt. Die Zeichnungen sind nur wenig besser als in den anderen bisher neu aufgelegten Bänden "Battleground Tatooine", "Warrior Princess" und "Requiem for a Rogue". Das Imperium ist halt noch immer der beste Gegner und schließlich sind es genau dieses Comics die sich der "Post-Civil War-Geschichte" der weit weit entfernten Galaxis widmen, vom Zerfall des Imperiums und dem Aufstieg der Neuen Republik.

Fazit:
Einer der besten X-Wing Comics, in dem man das 181. TIE-Jäger-Geschwader endlich in Aktion erleben darf.

0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

40

27.08.2008

„Unvollendet”

Salmon of Doubt hätte wahrscheinlich Douglas Adams dritter Dirk Gently Roman gehießen, doch als er am 11. Mai 2001 aus dem Leben schied, waren die Hoffnungen vieler Fans seiner The Hitchhikers Guide to the Galaxy-Trilogie in fünf Teilen und der Dirk Gently Romane auf einen weiteren Roman aus der Feder des designierten Meisters kurioser Science Fiction dahin. Zu Douglas Noel Adams findet jedes Jahr am 25. Mai, der inoffizielle Towel Day (Handtuchtag) statt, denn nichts ist so wichtig wie ein Handtuch und Adams selbst hatte angeblich seines selbst in den letzten Stunden bei sich.

Der Nachlassband Salmon of Doubt enthält das Fragment des dritten Dirk Gently Abenteuers und eine ganze Reihe von Artikeln, Interviews, Briefen und Vorträgen des legendären Autors, sowie eine Kurzgeschichte mit dem jungen Zahpod Beeblebrox. In Summe erlaubt das Buch dadurch einen tieferen Einblick in das Leben und die Philosophie des Meisters. Doch zusätzlich sollte man sich auch die Douglas Adams-Biografie "Don't Panic" von Neil Gaiman zu Bemüte führen, welche sogar noch mehr Biografisches aus dem Leben und Werken DNAs zu berichten.

In den 3 Kapiteln Life, the Universe und Everything, die gleichsam nach Douglas Adams dritten Hitchhiker-Roman benannt wurden, findet man vor allem jene Texte die er selbst verfasst und Interviews in denen er wichtige Bereiche seines Lebens und Schaffens angesprochen hat. Everything" enthält schließlich die Zaphod-Kurzgeschichte und die fertig gestellten Kapitel von Salmon of Doubtl". Prolog, Einleitung und Epilog wurden allesamt von Freunden des großen Geschichtenerzählers verfasst und bieten einen Blick auf das Leben, des Douglas Noel Adams (kurz DNA) aus der Sicht jener Leute die ihn wirklich gut kannten.

Wenn man zunächst hofft hier ein übermäßig langes Buch mit Kurzgeschichten und einen unfertigen Roman zu erhalten, so wird man wohl enttäuscht sein, da DNA wirklich viele Artikel für verschiedenste Zeitschriften verfasst hat, sowie eine Rede über die Frage, ob es einen künstlichen Gott geben kann. Es wird klar, dass sich der Schöpfer von "The Hitchhikers Guide to the Galaxy" für viel mehr interessiert hat als man zunächst wahrscheinlich annimmt. Die posthumen Betrachtungen der Person Douglas Adams öffnen die Augen für neue Betrachtungen des Hitchhikers. Auch erfährt man, von welchen Problemen und Hindernissen der Weg des Hörspiels zum Buch, auf die Bühne und erst nach Adams Tod, auf die Leinwand und DVD gezeichnet war.

Fazit:
Ein Pflichtkauf für alle Fans von Douglas Adams Werken, denn "Salmon of Doubt" bietet einen noch nie dagewesenen Einblick in das breite Interessensfeld und Schaffenswerk des Autors, sein Leben, sein Universum und den ganzen Rest.

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40

27.08.2008

„Ein Akt höherer Gewalt”

Dass Douglas Adams kein gewöhnlicher Autor war hat der Erfolg der Hitchhiker-Trilogie in fünf Teilen eindrucksvoll bewiesen, doch auch seine Dirk Gently Romane sind sehr unkonventionell, einerseits weil Adams unvollendeter dritter Dirk Gently Roman, nicht wie branchenüblich von einem Ghostwriter vervollständigt wurde, anderenseits, weil "The Long Dark Tea-Time of the Soul" keine wirkliche Fortsetzung von "Dirk Gently's Holistic Detective Agency" ist und somit ein Abweichen von Adams üblichen Stil darstellt (auf die Handlung des ersten Bandes wird kaum Bezug genommen).

The Long Dark Tea-Time of the Soul beginnt mit einem Akt höherer Gewalt. Ein Abflugschalter auf Londons größten Flughafen Heathrow donnert plötzlkich durch die Decke. Dirk Gently's Sekretärin Miss Pearce, die nun verheiratet Misses Smith heisst, ist allerdings verschwunden. Erst kürzlich hatte sie einen Job bei der Fluggesellschaft angenommen, deren Abflugschalter nun äußerst unüblich seinen Standord gewechselt hat. Nun, der Schalter ist wieder da, Miss Smith allerdings verschwunden. Und Dirk Gently kann Kühlschrankproblemen zunächst keine Beachtung schenken, da er von Geldsorgen geplagt wird und erst durch einen "Zufall" auf die Spur des fliegenden Schalters kommt...

Wie schon in "Dirk Gently's Holistic Detective Agency" ist auch "The Long Dark Tea-Time of the Soul" eine rasanten Jagd nach rein zufälligen Zusammenhängen und Ereignissen, was bereits dem ersten Dirk Gently-Roman seinen besonderen Charme verliehen hat. Diesmal ist das dem zu Grunde liegende Konzept der Verschränkung von Ereignissen jedoch verständlich als zuvor. Ebenso ist die Handlung deutlicher strukturiert und der Beginn kommt weniger einem Sprung ins kalte Wasser gleich.

Neue Ermittlungsmethoden kommen ebenfalls zum Einsatz, vor allem Dirk Gentlys besondere Verfolgungsfahrten. Der Titel "The Long Dark Tea-Time of the Soul" ist eine Anspielung auf "The Dark Night of Soul" hätte jedoch vielleicht etwas besser auf das erste Abenteur Dirk Gentlys gepasst, wo dieser es mit einem Geist zu tun hatte, der sich gewissermaßen in einer solchen langen dunklen Teezeit der Seele befand, dem Warten auf die Erlösung, während man nur meist langweilig vor sich hinleben kann, allerdings ahnungslos, was danach kommt.

Fazit:
Weniger verworren und klarer strukturiert als sein Vorgänger, ein Werk, das den Vergleich allerdings nicht zu scheuen braucht und den ersten Dirk Gently-Fall sogar noch an skurillen Einfallsreichtum übertrifft.

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