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Wird nicht angezeigt Top 100 Rezensent
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324 Rezensionen
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hilfreich: 40

nicht hilfreich: 1

Rang:
84

Rezensionen

50

21.02.2012

„Er ist immer und überall”

Auch im hintersten Brooklyn ist Gott zu Hause. Und er passt sich an, ist ja schließlich auch vernünftiger auf Augenhöhe mit den Protagonisten zu agieren, als stets von oben herab. Es ist auch schön zu erkennen, dass Gott nicht nur vermeintlich bissig, sondern auf jeden Fall auch mit viel Humor versehen ist. Warum der Autor sein Werk auch als "fiese Geschichten" bezeichnet? Es kommt halt immer auf den Blickwinkel an, und das Adjektiv "liebevoll" schmälert wiederum das verkaufsfördernde "fies". Sehr witzig, sehr spritzig.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

50

21.02.2012

„Alter schützt vor Schreiben nicht”

Die Aufzeichnungen der nunmehr 88jährigen Autorin über Alter und Altern, können getrost jedem Leser, welcher sich Arno Geigers "Der Alte König im Exil" zu Gemüte geführt hat empfohlen, geschenkt und zugemutet werden. Die promovierte Germanistin, die mit Achtzig ihren ersten Roman vorlegte, bewegt sich mit ihren Beobachtungen, Notizen und Gedanken abseits jeder Genreklassifizierung. Das aber, in allerhöchster Qualität. Nicht gerade dass einem die Lust am Altern befällt, aber doch so, dass Neugier aufkommt, nämlich dahin gehend: "und wie werde ich damit umgehen?"

50

21.02.2012

„Mal ganz was Anderes”

Es kann ja ruhig zugegeben werden, dass es gar nicht so einfach ist, das Werk hochgelobter, wirklicher, echter Literaten zu erschließen und zu verstehen. Literaten wie Peter Waterhouse, Gerhard Kofler, Peter Rosei, Erich Hackl. Da gibt´s aber zum Glück Kurt Neumann, welcher quasi das lebende Alter Ego der "Alten Schmiede" ist, und dessen Hauptnebeneinführungen in das literarische Werk besagter und anderer Autoren. Zum Glück gibt´s aber auch Dieter Bandhauer, den Verleger, der sich solch Petitessen zu veröffentlichen traut.

50

21.02.2012

„Zum Herzen gehend”

Vom Verlag her, als Lektüre für Kinder ab fünf Jahren empfohlen. Vom Gefühl her, eher in die Kategorie von fünf bis hundertfünf einzuordnen. Trauer und Tod als Thematik für ein Kinderbuch, das kann schiefgehen - tut es aber nicht. Berührend die Geschichte eines Mädchens und eines alten Mannes, welche gemeinsam die Welt entdecken, sich an der Unendlichkeit des Meeres und der Sterne erfreuen, bis eines Tages..., aber das sollten Sie sich lieber schon selber geben.

50

21.02.2012

„A Star Is Born...”

Ja, es gibt wirklich ein neues As unter den polizeilichen Ermittlern und Detectives der Londoner Polizei. DCI John Luther fällt in jeder Hinsicht aus der Rolle. Seine unkonventionelle Art des Ermittelns, divergiert mehr als einmal mit den Dienstvorschriften. Mit Luther lernt der geneigte Leser auch die hässlichen Seiten Londons kennen. Kein Missetäter entkommt ihm - keiner? Lesen Sie, aber bitte nicht im Bett, es sei denn Sie wollen darin aufrecht stehen...

50

21.02.2012

„Ein Bild sagt mehr...”

Liebhaber der Kunst der Fotographie schütteln erfreut den Kopf wenn sie die Namen Henri Cartier-Bresson, Diane Arbus oder Robert Frank vernehmen. Aber zu Vivian Maier, fiel ihnen bis dato nichts ein. Das wird sich ändern, denn das erst kürzlich entdeckte Bildvermächtnis der Frau Maier steht künstlerisch auf gleicher Stufe. Das Suchen, aber auch das Scheitern des American Dream wird in den Bildern des autodidaktischen Kindermädchens ganz einfach großartig dargestellt.

50

02.02.2012

„Es funkeln die Sterne”

Zum 200. Geburtstag von Charles Dickens, funkeln da einige Sterne der Weltliteratur. Oliver Twist, David Copperfield, A Christmas Carol, und, und, und. Die Geschichte von Pip, in der nebeligen Landschaft der Themse-Mündung aufwachsend, ist der grandioseste Roman von Charles Dickens. "Große Erwartungen" kann in jene raren Werke der Literatur eingereiht werden, die wirklich zur Sprache bringen, was es mit dem Leben auf sich hat. Zeit nehmen, lesen!

50

02.02.2012

„Gehört wieder einmal in Erinnerung gerufen”

Monumental historisch. Ein Epos. Nicht abschrecken lassen, es ist die Geschichte der Brücke, die bei Visegrad, einer bosnischen Stadt nahe der serbischen Grenze, welche hier erzählt wird. Wo sich Orient und Okzident treffen. Wo es möglich war friedlich nebeneinander zu leben, Serbische Bauern, islamische Händler, österreichische Beamte, selbst religiöse Eiferer und politische Märtyrer. Leider nur Seinerzeit. Das alles gibt es nicht mehr,nach der Teilung Jugoslawiens. Aber alleine schon, wie es einmal war, stimmt etwas tröstlich.

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