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Wird nicht angezeigt Top 100 Rezensent
Rezensionen:
324 Rezensionen
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hilfreich: 40

nicht hilfreich: 1

Rang:
85

Rezensionen

50

02.05.2013

„Es hat sich nichts geänder”

Seit Erich Maria Remarques 2Im Westen nichts Neues" hat sich nicht viel geändert. Ja, die Waffentechnologie ist eine gänzlich andere. Aber die Grausamkeit des Krieges an sich bleibt, das Verheizen von Soldaten zum Wohl des Vaterlandes, und, im Falle des Irak-Krieges, zur Rettung der Bevölkerung sind gleich geblieben. Powers schildert Krieg, seine Gefühle, sein Leben, sein Kampf ums Überleben. Die Frage der Rechenschaft: eine sinnlose. Mr. Bush lässt es sich gut gehen, auf seiner Ranch in Texas....

50

02.05.2013

„Sie bleibt ein Geheimnis”

Robert Sedlacek, einst verdienstvoller Herausgeber des ersten ordentlichen österreichischen Weinführers, hat sich nunmehr der Tante Jolesch zugewandt. Fürwahr, ein verdienstvolles Unterfangen, welches glorios scheitern musste. Obzwar exzellent recherchiert, sie lässt sich nicht festnageln, die Tante Jolesch. Zwar viele Anhaltspunkte wer sie war, aber keine Lösung. Äußerst vergnüglich für Torberg-Apolegeten, Jolesch-Liebhaber, und allen, welche zu Recht der österreichischen Kaffeehauskultur und Literatur der Zwischenkriegszeit nachtrauern.

50

02.05.2013

„Die Neugier war´s”

Ja, die Neugier war es, welche mich zu diesem Titel trieb. "Die Wucht des Banalen", das muss überhaupt einem erst einfallen, bzw. was kann an Banalem wuchtig sein? Die rund dreissig Kurzgeschichte, manchmal, ob der Kürze, auch "Geschichtchen" belehren da eines Besseren. Da keimt dann schon Betroffenheit auf, u.a. bei "Gesicht im Schamottziegel", oder Bewunderung, ob der Fähigkeit einen Schundroman auf gerade mal vier Seiten unterzubringen. Ein Autor, den es zu entdecken gilt, es zahlt sich aus.

50

02.05.2013

„All die Orte....”

Es gibt wohl keine Stadt, kein Land der Welt, wo es nicht in irgendeiner Form jüdische Kultur, jüdische Bevölkerung gibt, welche Wurzeln geschlagen, und auch das Stadtbild geprägt hat. So auch Marseille, Kulturhauptstadt 2013, von Joseph Roth als Stadt der vielen Gesichter apostrophiert, Treffpunkt von Emigranten wie Stefan Zweig und Anna Seghers. Mit dem traurigen Höhepunkt der 1943 beginnenden Judendeportationen. Ein anderer Führer, und genau deswegen absolut lesenswert.

40

02.05.2013

„Das Geheimnis an sich”

Nach Lesen blutrünstiger Krimis, tut ein Abstecher in die Welt des Kinderbuches recht gut. Kann auch ruhig eines für, so ab drei Jahre sein.
In diesem Fall geht es um ein Geheimnis. Welches aber nur ein solches bleibt, wenn es auch niemand weiß. Na ja, das drückt Olivia schon sehr, dass sie das, was ihr Olivia ins Ohr geflüstert hat, nicht weiter erzählen darf. Wirklich lieb, und vor allem Kind gerecht.

50

02.05.2013

„Kriminelle Stadtchronik”

Der junge Polizist Antonio, ist ein ganz wichtiger Protagonist des Romans. Hauptdarsteller ist jedoch Mailand. Das Mailand der 60er Jahre. Obzwar mit einem spektakulären Banküberfall bereits 1958 beginnend, zeichnet Roversi mit viel Akribie die kriminelle Seite der Großstadt, bis hin zu den Versuchen der Camorra in der Stadt Fuß zu fassen. Leider mit entsprechendem Erfolg. Die gesellschaftliche Verwerfungen der 60er bilden den Rahmen dieser faszinierenden "Chronik des Verbrechens".

50

02.05.2013

„En Kleinod”

225 Jahre sind schon was. Wenn solch biblisches Alter erreicht wird, und man noch immer unter den Lebenden weilt, dann gehört das geziemend gefeiert. Beispielsweise mit einem Buch. Das hat es sich auf jeden Fall verdient, das Theater in der Josefstadt. Alle Liebhaber des Schauspiels, speziell der wienerischen Art des Genres, werden entzückt aufseufzen, ob der Vielzahl der Theaterlieblinge in Wort und Bild. Nicht nur für Abonnenten ein Pflichtband.

buch

Femme fatale

Martin Walker

EUR 22,90 *
auf Merkliste

50

02.05.2013

„Vive la Perigord!”

Der Autor, mit britischen Wurzeln versehen, müsste schon längst zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden sein. Denn kein Anderer schildert mit soviel Liebe zum Detail, zur Landschaft, die Schönheiten als auch die kulinarischen Höhepunkte des Landstrichs namens Perigord. Versehen mit dem liebenswertesten Hüter der Gerechtigkeit, Bruno, Chef de Police. Wenn es die Kategorie "fröhlicher Krimi" gäöe, Walker wäre ein Garant dafür. Lesen und hinfahren, oder umgekehrt.

buch

Mädchenauge

Christian David

EUR 19,90 *
auf Merkliste

40

02.05.2013

„Gelungenes Debüt”

Für Nichtwiener ein Blick hinter die poilitischen Kulissen. So könnte es nämlich wirklich zugehen, wie Christian David in seinem Erstling schildert. Für Wiener macht es auf jeden Fall Spass, das Ratespiele des "wer ist wer" zwischen Fiktion und Realität. Das Ganze garniert mit einem Serienkiller, welcher sich zu einem Alptraum für die ermittelnden Beamten und Frau Staatsanwältin Horn entwickelt. Solide Arbeit.

50

21.03.2013

„Der iterat als Gwissenswurm”

Es ist ja nicht so, dass die dicken Bücher generell vor wichtigen Inhalten strotzen. Vielmehr ist es so, dass meist die dünnen, von außen unscheinbaren, Sprengstoff in sich tragen. In seiner berühmten Salzburger Rede über die damaligen politischen Zustände in Kärnten, erinnert in ihrer Wucht an die seinerzeitige Aufhängung der Thesen Martin Luthers an die Kirchentüre. Ein zeitgeschichtliches Dokument, welches man in seinem Besitz haben sollte.

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