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Rezensionen

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40

25.09.2012

„Komplizierte Familienverhältnisse”

Mischa hat sich verliebt. Nun möchte seine Freundin ihn ihrer Familie vorstellen. So weit, so normal. Nicht aber für Mischa, der sich Gedanken darüber macht, wie er seine komplizierten Familienverhältnisse den Eltern seiner Freundin erklären soll. Also reflektiert er seine Geschichte, läßt den Leser teilhaben an seinem Leben, das immer noch nicht frei ist von all den Sorgen, die Familienleben mit sich bringt. Man leidet mit ihm, freut sich mit ihm, lacht und fängt an über die eigene Geschichte nachzudenken. Voller Humor und Zuversicht und auch jugendlicher Unbekümmertheit steckt dieses lesenswerte Buch!

40

25.09.2012

„Sympathische Hochstapelei”

Herrlich originell ist diese Liebesgeschichte, die zunächst genau das nicht sein soll. Della stammt aus einer Familie, die schon seit Jahrzehnten von Hochstapelei im großen Stil lebt. Die Vorbereitungen für jeden Coup sind penibel, nichts wird dem Zufall überlassen. So auch bei ihrer neuesten Idee, einen "Sponsor" für die Suche nach einer längst ausgestorbenen Tigerart zu finden. Es gibt nur einen Haken, das vermeintliche Opfer ist sehr attraktiv...
Mir hat an der Geschichte gefallen, daß es nicht der übliche, zuckersüße Stoff war, aus dem dieses Buch entstand. Besonders die akribischen Vorbereitungen haben mir viel Vergnügen bereitet!

40

29.08.2012

„Spannende Leküre zu einem ernsten Thema”

Was ist eine Depression, wie entwickelt sie sich, warum sind Frauen anscheinend häufiger betroffen und wie findet man wieder heraus ? Diesen Fragen geht Ursula Nuber nach, schreibt über dieses ernste Thema so spannend, daß es den Leser/ die Leserin nicht losläßt. Wunderbar sind die Beispiele aus der Märchenwelt, die auch Auswege bieten, bzw. benennen, was dem Betroffenen möglicherweise bisher nicht aufgefallen ist. Es ist ein Buch, das Mut macht sich dem zu stellen, was immer auch eine Chance zur Veränderung bietet. Auch für "Gesunde" absolut lesenswert!

40

29.08.2012

„Zeit- ein relativer Begriff?”

Peter Talers Frau wurde vor einem Jahr vor ihrer Haustür erschossen, der Mörder nie gefunden. Durch Zufall lernt Taler einen verschrobenen Nachbarn kennen, der ebenfalls Witwer ist. Er glaubt durch Wiederherstellung aller Umstände des Todestages wieder mit seiner Frau vereint zu werden und überredet Taler ihn dabei zu unterstützen. Damit beginnt eine schier unglaubliche Geschichte, die von Unterschlagung von Firmengeldern bis zum Mord alles bereit hält, was ein Leser sich wünschen kann. Skurril!

50

29.08.2012

„Große Geschichte”

Dieser neue Roman von Jan Guillou zeichnet sich nicht nur durch den Umfang des Buches aus. Es ist eine großartige Geschichte über den Beginn des 20. Jahrhunderts, die am Beispiel von drei Brüdern aus einem norwegischen Fischerdorf erzählt.
Interessant ist dabei, daß der Schwede Guillou sich Norwegen als Hauptschauplatz ausgesucht hat. Norwegen war zu der Zeit noch nicht selbständig, der Wunsch nach Unabhängigkeit weit verbreitet. Das bekommt der Älteste der drei Brüder hautnah mit, als er mit einem großartigen Projekt, Brückenbau für die Eisenbahn, betraut ist. Abwechselnd wird der Roman aus der Sicht des in Norwegen lebenden und der Sicht des nach Afrika gegangenen Bruders erzählt. Für den Leser bedeutet das ein umfassendes Bild nicht nur von Europa, sondern auch den afrikanischen Kolonien zu erhalten.
Ich wünsche dem Buch viele begeisterte Leser/innen!

40

09.06.2012

„Radfahren - (k)eine Selbstverständlichkeit”

Am Ende des 19.Jahrhunderts entdecken die Deutschen das Radfahren. So auch Josefine, die als Tochter eines Schmieds nicht zu den oberen 10000 gehört. Das Freiheitsgefühl, das sie beim Radfahren spürt, wird ihr zum Verhängnis, als sie mit dem Rad des Vaters ihrer Freundin verunglückt. Sie wird verklagt und muß ins Gefängnis. Nach dem Verbüßen ihrer Strafe entwickelt sie einen unbändigen Willen zur Eigenständigkeit und beginnt ein für damalige Verhältnisse ungewöhnliches Leben. Ganz nebenbei erfährt der Leser eine Menge über die Anfänge des Radsports. Ein gelungener historischer Roman, dem noch zwei weitere Bände folgen sollen.

50

09.03.2012

„Sogwirkung beim Lesen”

Das war mal wieder ein herrliches Leseerlebnis! Ein Mann kommt in ein Fischerdorf an der normannischen Küste. Er will sein Elternhaus verkaufen und er will herausfinden, warum seine Eltern und sein kleiner Bruder bei einem Schiffsunglück ums Leben kamen. Ist der Leuchtturmwärter schuld, weil er das Licht ausgeschaltet hat und das Boot deshalb nicht den Weg zum Hafen finden konnte? Wer im Dorf weiß etwas, wer hat etwas zu verheimlichen? Nach und nach kommt der ganze Kosmos menschlicher Gefühle ans Licht. Als Leser bleibt man bis zur letzten Seite von dieser Geschichte und ihrer spröden Sprache gefangen.

40

29.02.2012

„Die Liebe bleibt”

Nur kurz dauert das Liebesglück zwischen Klara und Stephan und endet abrupt. Viele Jahre vergehen ehe sich die Beiden wiedersehen. In der langen Zeit haben sich neue Lebensperspektiven ergeben, aber was ist schon von Dauer? Die Liebe?
Besonders gut gefallen hat mir die Sprache der Autorin. Allein deswegen lohnt sich die Lektüre!

buch

Sommertöchter

Lisa-Maria Seydlitz

EUR 18,99 *
auf Merkliste

40

29.02.2012

„Wen kennt man wirklich?”

Diese Frage stellt sich der jungen Frau, die sich auf den Weg nach Frankreich macht, um das geerbte Haus in Augenschein zu nehmen. Es ist bereits bewohnt, und damit beginnt ein neuer Blick auf den verstorbenen Vater, den die Tochter nicht so gut kannte, wie sie dachte. Leicht zu lesen, aber mit Tiefgang.

40

20.01.2012

„Heitere Geschichten”

Alle, die an "Kartoffeln mit Stippe" Gefallen fanden, werden sich freuen neue Geschichten aus der Mark Brandenburg zu lesen.
Gräfin Bredow versteht es mit Humor und Augenzwinkern Erinnerungen an ihre Kindheit wachzurufen. Die "gute alte Zeit" war nicht immer nur rosig. Vieles hat sich seitdem verändert, aber Verwandtschaft bleibt und läßt viel Raum für heitere Geschichten.

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