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Operation Walküre - Stauffenbergs Attentat auf Hitler

Operation Walküre - Stauffenbergs Attentat auf Hitler

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Artikeldetails zu Operation Walküre - Stauffenbergs Attentat...

SchauspielerJoachim Hansen, Alexander Rosen, Karl-Heinz Hassel

GenreDokumentation/Drama

SpracheDeutsch (Untertitel: Keine Untertitel)

TonformatDeutsch: Dolby Digital 1.0 Mono

  • Regie Franz Peter Wirth
  • Altersempfehlung0 - 99
  • FSKOhne Altersbeschränkung
  • EAN4009750255995
  • StudioEuroVideo
  • Veröffentlicht15.01.2009
  • Medium DVD
  • Bildformat4:3 Vollbild (1.33:1)
  • OriginaltitelOperation Walküre
  • KopierschutzJa
  • Spieldauer210 Minuten

Kurzbeschreibung zu Operation Walküre - Stauffenbergs Attentat...

Operation Walküre hieß ein offizieller Alarmplan während des Zweiten Weltkrieges. Mit Hilfe dieses Plans wollten die Verschwörer, rund um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, am 20. Juli 1944 den Umsturz in Deutschland herbeiführen. Die Ereignisse sind bekannt: Stauffenbergs Attentat missglückte, Adolf Hitler blieb am Leben. Dieser zweiteilige dokumentarisch aufgebaute Film setzt sich neben der rein szenischen Rekonstruktion aus eingeblendeten Interviews und Berichten mit unmittelbar beteiligten Augenzeugen und Überlebenden zusammen. Es wird alles, was an authentischen Zeugnissen über den 20. Juli 1944 vorhanden ist, durchleuchtet und mit höchstem Realitätsbezug dokumentiert.

Beschreibung der Redaktion zu Operation Walküre - Stauffenbergs Attentat...

,,Operation Walküre" hieß ein offizieller Alarmplan während des Zweiten Weltkrieges. Mit Hilfe dieses Plans wollten die Verschwörer rund um Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 den Umsturz in Deutschland herbeiführen. Die Ereignisse sind bekannt: Stauffenbergs Attentat missglückte, Adolf Hitler blieb am Leben.

Dieser zweiteilige dokumentarisch aufgebaute Film setzt sich neben der rein szenischen Rekonstruktion aus eingeblendeten Interviews und Berichten mit unmittelbar beteiligten Augenzeugen und Überlebenden zusammen. Es wird alles, was an authentischen Zeugnissen über den 20. Juli 1944 vorhanden ist, durchleuchtet und mit höchstem Realitätsbezug dokumentiert.

Teil 1: "Initialzündung", Laufzeit: 100 Min.
Teil 2: "Tote Stunden", Laufzeit: 110 Min.

- 25 Augenzeugen wurden von dem deutschen Zeithistoriker Joachim C. Fest interviewt
- An Originalschauplätzen in Deutschland, Frankreich und Österreich gedreht

Feature zu Operation Walküre - Stauffenbergs Attentat...

Kapitel- / Szenenanwahl
Animiertes DVD-Menü
DVD-Menü mit Soundeffekten

Portrait

Helmut Pigge:
Helmut Pigge§Geboren 1919 in Berlin, kam kurz vor Kriegsende schwer verwundet nach Regensburg, studierte hier von 1946 bis 48 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule, gründete und leitete die "Regensburger Studentenbühne" und setzte anschließend sein Studium an der Universität München fort und promovierte dort mit einer Dissertation über "Geschichte und Entwicklung des Regensburger Theaters (1786 - 1859)" zum Dr. phil. Helmut Pigge, der mit einer Regensburgerin verheiratet ist, war zunächst Dramaturg am Zimmertheater in Aachen (1953-55) und dann im Süddeutschen Rundfunk Stuttgart (1955-59), wo er anschließend als Leiter der Hauptabteilung Fernsehspiel tätig war (1959-61). Zuletzt ging er als Autor und Produzent zur Münchner Bavaria-Atelier GmbH. Inzwischen lebt er im Ruhestand in Niederbayern.

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50

30.11.2010

„Die beste Dokumentation zum 20. Juli 1944”

von einer Kundin oder einem Kunden
Die zum 20. Jahrestags des gescheiterten Attentates auf Adof Hitler am 20.Juli 1944 gedrehte Dokumentation des Historikers Joachim Fest (Hitler - Eine Karriere, Der Untergang) und des Regisseurs Walter Pigge stellt einen der frühen Höhepunkte des bundesdeutschen TV-Dokumentarspiels dar.
Fest und Pigge haben die Geschehnisse des 20.Juli anhand von Spielszenen und Interviews mit Zeitzeugen detailgenau rekonstruiert. Bewusst haben sie dabei auf pyrotechnische Effekte und eine reißerische Darstellung (z.B. der Exekution der Attentäter) verzichtet, sondern vielmehr die Spielszenen (deutlich als solche gekennzeichnet) neutral und teilweise sogar aus verschiedenen Blickwinkeln gestaltet.

Für historisch Interessierte ist "Operation Walküre" ein unverzichtbares Dokument, denn Fest und Pigge ist es damals gelungen eine Vielzahl der am Geschehen Beteiligten zur Mitarbeit an dem Film zu bewegen. Besonders interessant, dass hier auch diejenigen auftreten, die dem Putschversuch aktiv entgegentraten (z.B. der Major Remer).
Hier liegt auch die Schwäche des Films, der mit den Zeitzeugen teilweise zu unkritisch umgeht. Remer, später ein aktiver Rechtsextremist, kann sich z.B. als pflichtbewusster und unpolitischer Soldat hinstellen, obwohl er den Umsturzversuch aus seiner Überzeugung heraus bekämpfte.

Insgesamt jedoch zeigt "Operation Walküre" überaus genau und spannend, woran der Putschversuch gegen Hitler scheiterte. Letztlich waren es die Militärs selber, die durch Zögerlichkeit, Eitelkeiten oder schlichte Feigheit die Chance verpassten, das nach Staffenbergs Attentat entstandene Chaos energisch zu nutzen.

Teil 2 "Tote Stunden" zeigt dies besonders deutlich, da hier die Ereignisse in der Befehlszentrale der Verschörer, dem. sog. Bendlerblock, im Mittelpunkt stehen. Schon interessant zu sehen, wie sich ansonsten schneidig gebende Militärs winden anstatt klar Stellung zu beziehen. Die Angst vor einem Scheitern des Putsches und die Furcht vor den Konsequenzen führen bei einer Vielzahl der Offiziere dazum dass sie Stauffenberg im Stich lassen und sogar im letzten Moment gegen ihn die Waffen erheben.

Sehr interessant auch, die Wahrnehmung des Attentats in der öffentlichen Diskussion der 60er Jahre. Historiker Fest belegt durch Umfragen, dass die Mehrheit der damaligen Bundesbürger die Verschwörer gar nicht kannte oder das Attentat sogar damals noch ablehnten. Bedenkt man, dass heute Stauffenberg und seine Helfer als Helden gefeiert werden, so zeigt dies einen deutlichen (und erfreulichen) Bewusstseinswechsel in den letzten 50 Jahren.

Auch medienwissenschaftlich ist "Operation Walküre" ein Meilenstein. Die Mischung aus Zeitzeugeninterviews und Spielszenen haben halt nicht die Heren Knopp und Breloer erfunden (obwohl zumindest Guido Knopp gerne so tut), sondern sie wurde hier exzellent entwickelt. Und im Gegnsatz zu Werken aus der Knopp'schen Geschichtsredaktion des ZDF ist "Operation Walküre" stets historisch genau und vernachlässigt nicht um des Effektes willen die historische Wahrheit.

Schön, dass es diesen Diamten jetzt endlich auf DVD gibt, leider haben die Macher am Bonusmaterial gespart. Da hätte man sicher noch etwas Platz für eine aktuelle historische betrachtung gehabt.
Trotzdem : Für alle historisch Interessierten eine unbedingte Kaufempfehlung !

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