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Buch im Kopf
Rezensionen:
3 Rezensionen
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Rang:
10248

Buch im Kopfs Rezensionen

40

29.05.2012

„Zorn - Tod und Regen”

Eine Frau wird brutal ermordet, im Nachhinein stellt sich jedoch raus, dass diese das ganze Ausmaß der Tortur gar nicht mitbekommen hat, weil der Täter ihr vorher Schmerzmittel injiziert hatte. Ein Mörder der nicht will, dass sein Opfer leidet?! Kurz darauf die nächste Leiche, die Rätsel aufgibt. Eine junge Frau, die scheinbar Selbstmord begangen hat. An sich nichts Ungewöhnliches, in dem Örtchen in dem der Krimi spielt allerdings fast schon sowas wie eine Sensation.

Das ungleiche Team bestehend aus Zorn und Schröder sollen Klarheit in die beiden Fälle bringen. Gar nicht so einfach wenn der eine keine Lust auf seine Arbeit hat und auch sonst für nichts außer seiner Ruhe zu begeistern ist. Zum Glück steht dem trägen Hauptkommissar Zorn der hochmotivierte Assistent Schröder zur Seite.

Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an gepackt. Der Schreibstil und ebenso die Charaktere haben mir sehr zugesagt. Vor allem, der von so vielen Lesern als unsympathisch empfundene Claudius Zorn ist mit seiner grimmigen Art meiner Meinung nach sehr interessant, auch wenn ich mir diesen niemals als Vorgesetzten wünschen würde.

Das Buch ist durchgehend spannend geschrieben. Auch die Passagen in denen eigentlich „nichts“ passiert, waren kein bisschen langweilig oder langatmig.

Einziger Kritikpunkt: Die Beweggründe des Täters waren für mich alles andere als überzeugend und glaubhaft.

Ansonsten ein gelungenes und unterhaltsames Krimidebüt auf dessen Fortsetzung ich mich schon sehr freue. Empfehlenswert für Krimileser, die einen guten Schuss trockenen Humor vertragen.

buch

Oberwasser

Jörg Maurer

EUR 9,99 *
auf Merkliste

20

25.03.2012

„Nicht mein Fall”

Der vierte Fall von Kommissar Jennerwein war gleichzeitig mein erstes Buch von Jörg Maurer.

Kommissar Jennerwein und sein Team sollen zwei vermisste BKA-Ermittler finden, die spurlos verschwunden sind. Dabei soll das Ganze auch noch top secret bleiben. Gar kein leichtes Unterfangen, besonders nicht in einem scheinbar idyllischen aber kleinen und deswegen geschwätzigen Kurort. Jennerweins Team spielt den Einheimischen einen völlig erfundenen Fall um einen Wilderer vor, um sich so in aller Ruhe auf ihre eigentlichen Ermittlungen konzentrieren zu können.

Mir persönlich hatte dieses Buch einfach zu viel von allem. Gleich am Anfang wird der Leser mit Personen und Handlungssträngen überschwemmt, ein Durcheinander das sich erst nach und nach lichtet. Sehr zugesetzt hat mir teilweise auch die sprachliche Barriere. Sätze, die wie ich denke, eine unterhaltsame Komponente bilden sollten, konnten bei mir gar nicht wirken, weil ich sie schlicht und einfach nicht verstanden habe. Es gab zwar auch witzige und gelungene Momente, die mich schmunzeln ließen und auch die Spannung hat sich nicht komplett rar gemacht. Aber manches war mir einfach an den Haaren herbeigezogen und im Großen und Ganzen erwarte ich einfach etwas anderes von einem Krimi. Da ich noch zwei Jennerwein Vorgänger im Regal stehen habe, werde ich mir erst diese vornehmen bevor ich mir eine abschließende Meinung über die Bücher von Jörg Maurer bilde. Und hoffentlich werde ich eines Besseren belehrt denn dieses Buch war, so leid es mir tut, überhaupt nicht mein Fall.

30

22.02.2012

„Weil ich euch liebte”

Glen Garber, glücklich verheiratet und Vater einer Tochter, erlebt mit Abstand das Schlimmste was einem passieren kann. Seine zuverlässige und gewissenhafte Frau Sheila kommt bei einem Autounfall ums Leben. Dabei soll sie auch noch für den Tod zweier weiterer Menschen verantwortlich sein, weil sie sich betrunken ans Steuer gesetzt hat. Für Glen total unvorstellbar. Als daraufhin auch noch eine Freundin von Sheila ums Leben kommt und sich einige andere Ungereimtheiten häufen, wird Glen misstrauisch und fängt an auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei stößt er auf einige Geheimnisse, die sein Umfeld in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.
Das Buch fängt ziemlich rasant an, was für einen Thriller nicht ungewöhnlich ist, und lässt was Spannung und Aktion angeht auch bis zum Schluss nicht nach. Aktion war dem Autor dabei wohl sehr wichtig, die Qualität von eben dieser, hat er jedoch vernachlässig. Sheila und ihre Freundin sind in dieser Lektüre nicht die Einzigen, die ihr Leben lassen müssen. Thriller hin oder her, in Linwood Barclay´s neuem Buch wird überdurchschnittlich viel gestorben. Die vielen Charaktere die der Leser kennenlernt, werden schlussendlich als Kanonenfutter benutzt um den Spannungsbetrieb am Laufen zu erhalten.
Auch waren mir die Personen nicht authentisch genug, was wohl auch an den teilweise unrealistischen Verwicklungen lag. Bei Szenen die scheinbar geschickt miteinander verknüpft wurden, kam ich mir als Leser wie bei einer „Kaninchen aus dem Hut“ Vorstellung. Auch der Protagonist Glen kam etwas überzogen daher. Nahezu nervig, taucht der selbsternannte Rambo immer und überall zur richtigen Zeit und am richtigen Ort auf, um die Probleme anderer zu lösen.
Etwas enttäuscht bin ich von dem Buch schon, da mir der Vorgänger „Dem Tode nah“ deutlich besser gefallen hat. Ein kompletter Fehlgriff war es dann aber doch nicht, weil der Autor es versteht wie man den Leser auch ohne anspruchsvolle Story spannend und durchgehend unterhalten kann.