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Gelsenkirchen
Rezensionen:
8 Rezensionen
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Rang:
4711
Über mich:

lese sehr viel und gerne, ausserdem blogge ich auch über Bücher und allem drum herum!

Rezensionen

50

08.04.2012

„Toller Abschluss!”

Nachdem ich den zweiten Teil der Reihe zwar ganz gut, aber nicht so toll wie den ersten Band fand, hatte ich wenig Lust den dritten Teil der Trilogie zu lesen. Gottseindank habe ich es nun doch getan und muss sagen: Ich bin total begeistert! Ich hab das Buch fast am Stück durchgelesen, es war wirklich total spannend und mitreißend. Der letzte Band ist um einiges brutaler und gewalttätiger als die Borgänger, aber das hat mir gut gefallen, weil dadurch die ernste Situation erst richtig klar geworden ist. Für jüngere Leser würde ich das Buch daher nicht empfehlen, aber ansonsten habe ich nichts auszusetzten! Von mir bekommt das Buch verdiente 5 Sterne.

buch

Delirium

Lauren Oliver

EUR 18,90 *
auf Merkliste

40

26.11.2011

„Amor Deliria Nervosa”

"Delirium" fand ich schon auf dem ersten Blick toll. Ich hab zwar öfter gelesen, dass andere das Cover nicht schön finden, aber mir hat es wirklich gut gefallen, vorallem die Tatsache, dass es über und über mit "Liebe" beschrieben ist. Ich hab mir Lena zwar nicht wie das Mädchen auf dem Buch vorgestellt, aber trotzdem finde ich es schön und wenn man den Schutzumschlag abnimmt, ist das Buch in einem dunkelrot gehalten, das richtig toll schimmert!
Die Idee für die Geschichte hat mir auch echt gut gefallen und ich habe bis jetzt auch nichts vergleichbares gelesen. Die Welt, in der Lena lebt, wurde toll beschrieben und man konnte sich wirklich ein gutes Bild von der Gesellschaft und den Lebensbedingungen der Menschen machen. Zu Beginn von jedem Kapitel gab es immer ein Zitat aus Kinderliedern, Schulbüchern oder dem "Buch Psst", wodurch nochmal klarer wurde, wie sehr die Angst vor der Liebe in den Köpfen der Menschen verankert ist.
Die Charaktere haben mir auch gut gefallen. Lena hat eine wirklich große Entwicklung durchgemacht und ich konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen. Alex fand ich zwar etwas schlechter charakterisiert, aber trotzdem interessant und ich hätte wirklich gerne mehr über ihn erfahren. meine Lieblingfigur war aber Lenas beste Freundin Hanna, weil sie einfach so fröhlich, mutig und klug war und mir von Anfang an sympathisch war.
Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen, er war flüssig und fesselnd und einfach schön. Ich bin sofort gut in die Geschichte gekommen. Das Ende fand ich allerdings etwas vorhersehbar. Es war mir persönlich auch etwas zu offen und es sind viele Fragen offen geblieben. Aber es ist ja auch erst der Auftakt einer Trilogie, so dass noch zwei weitere Bücher erscheinen werden, die diese Fragen beantworten können.

50

12.06.2011

„Brief an einen Entführer”

Das Buch ist aus Gemmas Sicht geschrieben. Sie spricht direkt zu Ty, ihrem Entführer. Es ist ein Brief in dem sie erklärt, wie alles für sie war. Gemma nimmt kein Blatt vor den Mund, schreibt direkt und ehrlich wie sie alles empfunden hat. Dieser Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war spannend aus der Sicht einer Entführten zu lesen und ihre Gedankengänge und ihren Gefühlswandel im Bezug auf Ty zu verfolgen.
Ich finde es interessant, dass das Thema Stockholm-Syndrom aufgegriffen wird. Als Leser fragt man sich, ob Gemma sich möglicherweise falsche Tatsachen eingebildet hat und ob ihre Gefühle für Ty nicht doch "krankheitsbedingt" waren.

Insgesamt ist "Ich wünschte, ich könnte dich hassen" von Lucy Christopher ein toller, spannender Roman. Ich hoffe, dass diese Autorin bald noch mehr Bücher schreibt, denn ihr Schreibstil und ihre Ideen sind großartig und ich würde gerne mehr von ihr lesen.
Ein fantastisches Debüt, dass mich sehr zum positiven überrascht hat

buch

Für niemand

Tobias Elsässer

EUR 12,95 *
auf Merkliste

40

12.06.2011

„Selbstmord für Niemand”


Rezension vom 11.03.2011 (12)

Im Roman "Für Niemand" von Tobias Elsäßer geht es um drei Jugendliche, die alle aus verschiedenen Gründen beschließen, Selbstmord zu begehen.
Bei diesen drei Jugendlichen handelt es sich um Nidal, Marie und Sammy. Die drei finden sich zufällig in einem Chat, den Nidal eröffnet hat, zusammen. Da sie sich alle nicht trauen alleine Selbstmord zu begehen, kommen sie auf die Idee, es gemeinsam zu tun. Die drei kennen sich nicht und wollen sich auch nicht erzählen, wieso sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Trotzdem hängen die Charaktere irgendwie miteinander zusammen. Hier kommt auch Yoshua ins Spiel. Er hat ein Programm entwickelt, mit dem man heimlich bei Chattreffen mitlesen kann und so bekommt er mit, dass sich Nidal, Marie und Sammy umbringen wollen. Er beschließt, sie aufzuhalten.

Das Buch ist anwechselnd aus Maries, Nidals, Sammys und Yoshuas Sicht geschrieben, so kann man nach und nach verstehen, wieso die Jugendlichen keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen und was die Gründe für ihre Pläne sind. Auch Yoshuas Sichtweise ist interessant, weil er ebenfalls mit den Jugendlichen, besonders mit Sammy, zusammenhängt und es spannend ist seine Position in der Geschichte zu erkunden.
Manchmal werden auch Ausschnitte aus der Sicht von anderen gezeigt, zum Beispiel von einem Handwerker oder einer Adoptionsberaterin. Man weiß zwar zunächst nicht, was diese Personen mit der Geschichte zutun haben, aber am Ende ist dann doch alles klar und man versteht den Zusammenhang zwischen den Charakteren.

Das Cover passt meiner Meinung sehr gut zur Geschichte. Es zeigt einen Jugendlichen mit leerem Blick. Der immer Schriftzug, der immer durchsichtiger wird, ist ebenfalls gut gewählt und spiegelt den Inhalt des Romans gut wieder.

Insgesamt würde ich sagen, "Für Niemand" ist ein toller Jungedroman, welcher die Leser mit dem Thema Selbstmord konfrontiert und so zum Nachdenken anregt. Trotz der nichtmal 200 Seiten des Buches, hat es doch viel Inhalt und kann so überzeugen. Es liest sich einfach und schnell, ist spannend und überraschend und man denkt noch lange nachdem man es gelesen hat darüber nach. Empfehlenswert.

40

12.06.2011

„Toller Trilogie-Auftakt!”

"Göttlich Verdammt" ist eine toller Auftakt zu einer Trilogie, in der noch viel Potenzial steckt. Das Buch hat mich gefesselt und mitgenommen, und es gab sogar einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Über ein paar kleine Schwächen, konnte ich leicht hinweg sehen, denn das Buch hat mich sehr gut unterhalten, und mehr habe ich auch nicht erwartet. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen (man muss ja etwas Raum nach oben lassen) und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

40

08.06.2011

„Mysteriös und anders!”

Zunächst muss ich sagen, dass ich anfangs etwas Schwierigkeiten mit dem Buch hatte. Sehr häufig werden Insiderbegriffe verwendet, die die "Lichter" (So nennen sich die Jungen) benutzen. So sagen sie zum Beispiel "Klonk", "Neppdepp" oder andere Wörter, und das hat mich ziemlich gestört. Es gibt genauso normale Begriffe, die man verwenden könnte und ich verstehe nicht, wieso die Jugendliche neue Wörter erfinden mussten.
Trotzdem gewöhnt man sich nach einger Zeit daran und liest sie einfach mit.
Was mir ebenfalls nicht sehr gut gefallen hat, war Dashners Schreibstil. Meiner Meinung nach war er noch zu kindlich geschrieben, so dass ich teilweise das Gefühl hatte, dass der Roman nicht für ältere Jugendliche und Erwachsene geeignet ist. Ausserdem sind mir vorallem zu Beginn viele Formulierungen aufgefallen, die sich wiederholt und damit den Lesefluss etwas gestört haben.
Nach und nach verbessert sich der Stil aber sehr, so dass man nach einiger Zeit doch gefesselt und gespannt ist.

Der Grund, wieso ich das Buch überhaupt so interessant fand, war die Geschichte an sich. Ein Junge, der ohne Erinnerung an einen merkwürdigen Ort gelangt, welcher von einem riesigen Labyrinth umgeben ist. Das klang in meinen Ohren sehr vielversprechend. Und die Story fand ich auch super. Zunächst ist man genauso verwirrt wie Thomas und versteht nicht, was vor sich geht, aber nach und nach wird einem alles vertrauter. Man fiebert mit Thomas und den anderen Jugendlichen mit, hofft darauf, dass sie endlich einen Ausweg finden. Die ganze Zeit über begleiten einen Fragen. Von wem wurden die Jungs auf dieser Lichtung ausgesetzt? Zu welchem Zweck? Und wieso können sie sich an rein garnichts mehr erinnern? Diese Fragen haben alle eine Antwort und diese setzt sich nach und nach aus verschiedenen Hinweisen zusammen. Das große Rätsel zu lüften ist sehr interessant und hat mir sehr gut gefallen.
Letztendlich kann ich das Buch eigentlich weiterempfehlen. Nachdem man sich eingelesen hat, kann man nicht mehr aufhören zu lesen, weil immer wieder neue Hinweise und Tipps die Geschichte vorantreiben. Es ist spannend und rätselhaft und man möchte immer mehr über das Labyrinth und seine Hintergründe erfahren.

20

08.06.2011

„Magersucht und ihre Folgen”

Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll. Ich wurde mit dem Roman, und vorallem mit den Charakteren darin, einfach nicht warm. Das Buch liest sich eher wie ein Bericht und es fiel mir schwer, Rebeccas Gedanken und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Natürlich ist es schwierig, sich in essgestörte Menschen einzufühlen, wenn man noch nie unter einer solchen Krankheit gelitten hat. Aber ich habe schon einige Romane in diese Richtung gelesen und hatte bis jetzt eigentlich kein Problem damit.
Hier schafft es die Autorin einfach nicht richtig, mich zu überzeugen. Ich verstehe nicht wirklich, warum Rebecca so hungert. Natürlich: ihre Eltern beachten sie nicht so, wie ihre jüngeren Geschwister. Ausserdem leidet sie ganz offensichtlich unter schlimmen Zwängen, die im Laufe des Romans immer stärker werden. Das spiegelt sich dann auch in ihrem Essverhalten wider. Aber wie genau sich diese Magersucht und auch die Zwänge entwickelt haben, das wird einfach nicht deutlich.
Aber ich fand nicht alles schlecht. An sich wurde nämlich gut beschrieben, wie Rebecca alles erdenkliche versucht, um nicht essen zu müssen. Auch dass sie sich bestimmte Ziele steckt, und wenn sie sie erreicht, denkt sie, dass es noch nicht reicht...das zeigt auch gut, wie es immer schlimmer wird. Sie denkt, sie hat ihr Leben unter Kontrolle, dadurch dass sie ihr Gewicht kontrollieren kann. Das alles hätte mir auch gut gefallen...wenn es etwas emotionaler und einfühlsamer beschrieben wäre. An sich ist der Roman aber sehr einfach und flüssig geschrieben, und lässt sich dadurch auch gut und schnell lesen.

30

08.06.2011

„Tolle Ansätze, besonders für jüngere Leser gut geeignet!”

Wer sich dafür interessiert, wie Magersucht beginnen könnte und was der Auslöser für dafür ist, der sollte sich "750 Gramm pro Woche" einmal genauer ansehen. Es wird zwar nicht genau auf die Krankheit an sich eingegangen, aber es hilft trotzdem zu verstehen, wieso ihr soviele junge Mädchen verfallen. Mit den wenigen Seiten ist das Buch schnell am Stück gelesen und unterhält den Leser aufjedenfall, auch wenn ich mir noch etwas mehr Fachwissen gewünscht hätte. Besonders geeignet für jüngere Leser, die man vielleicht nur an das Thema annähern möchte. Ausserdem regt der Roman auch zu Diskussionen an und könnte somit eine gute Lektüre für die Unterstufe sein.