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Name:
Kerstin Stutzke Top 100 Rezensent
Ort:
Berlin
Rezensionen:
684 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 77

nicht hilfreich: 7

Rang:
32

Kerstin Stutzkes Rezensionen

123

buch

Steelheart

Brandon Sanderson

EUR 17,99 *
auf Merkliste

50

25.01.2015

„"Wo es Schurken gibt, da gibt es auch Helden" (S. 431)”

Als Achtjähriger musste der heute 18-jährige David Charleston mit ansehen, wie der Epic Steelheart seinen Vater tötete, David selbst überlebte nur durch sehr viel Glück. Als David sechs Jahre alt war, erschien Calamity auf Himmel über der Erde und ein gewisser Prozentsatz der menschlichen Bevölkerung entwickelte urplötzlich außergewöhnliche Fähigkeiten. Ab diesem Zeitpunkt gab es auf der Erde zwei Arten "intelligenten" Lebens: die Menschen und die Epics. Zu dieser Zeit glaubten die Menschen noch an ein friedliches Zusammenleben mit den "Superhelden", doch kurz nach dem Mord an seinem Vater, der David als Vollwaise zurücklies, zwangen die Epics die ehemaligen Vereinigten Staaten von Amerika das Kapitulationsgesetz zu verabschieden - seitdem sind die Epics an der Macht und die Menschen nur ihre billigen Arbeitssklaven. Steelheart selbst übernahm die Kontrolle über "Newcago", Davids Geburtsstadt Chicago. Die Vereinigten Staaten von Amerika gab es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr - sie wurden zu den Zerbrochenen Staaten.

David schlug sich nach dem Mord an seinem Vater ein Jahr lang auf der Straße durch, bevor er schlussendlich in einer Fabrik landete, denn in Newcago ist Kinderarbeit an der Tagesordnung. David jedoch hatte Glück, denn er hatte in dieser Waffenfabrik Gelegenheit, eine (wenn auch dürftige) Schulbildung zu erhalten. Dieses Leben endete vor zwei Monaten, als er 18 Jahre alt wurde. Ab diesem Zeitpunkt sind die jungen, verwaisten Menschen auf sich allein gestellt. David weiß genau, was er mit seinem zukünftigen Leben anstellen will - er will sich "den Rächern" anschließen, sein primäres Ziel ist es, Steelheart zu töten. Tatsächlich plant David bereits seit zehn Jahren diese Zukunft für sich und er hat Glück, denn "die Rächer" sind tatsächlich in Newcago. "Die Rächer" haben es sich zur Aufgabe gemacht, Epics zu töten, um die Menschheit von deren Knechtschaft zu befreien.

David gelingt es, mit "den Rächern" Kontakt aufzunehmen, doch von einer Aufnahme eines neuen Mitgliedes halten sie nicht viel, doch es gelingt ihm zumindest, das Interesse ihres Anführers "Prof" an seinen Notizen zu wecken, denn seit zehn Jahren beschäftigt sich David nur mit einem: Epics und wie man diese ausschalten kann. Hierzu hat er ausführliche Notizen gemacht, Schwarzmarktinformationen gesammelt und es so auf ein ausführliches Glossar gebracht. Schlussendlich gelingt es ihm, sich der örtlichen "Rächergruppe" anzuschließen und sie sogar zu überzeugen, in Newcago zu bleiben und den Kampf gegen Steelheart aufzunehmen. Erstaunt nimmt er zur Kenntnis, dass es sich bei "Prof" um niemand anderen als Jonathan Phaedrus handelt, den Gründer "der Rächer" und seinem großen Vorbild. David hat einen Plan, wie er Steelheart ein für alle Mal ausschalten kann, doch wird es ihm gelingen, die Gruppe vom Prof von diesem zu überzeugen, denn es ist augenscheinlich so: Die Chancen, bei der Ausführung dieses Planes zu unterliegen und sein Leben zu lassen, sind außerordentlich hoch, zumal niemand weiß, wie Steelheart überhaupt zu besiegen ist ...

"Wo es Schurken gibt, da gibt es auch Helden" (S. 431). Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir bei diesem Buch gefallen, dass sehr detailliert auf die gesellschaftliche Entwicklung eingegangen wird, denn nach der Ergreifung der Macht durch die Epics änderte sich die gesellschaftliche Ordnung radikal. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch arbeitet. Im Besonderen haben mir die Figur des David und der Megan gefallen. Bei David empfand ich den Reifungsprozess von einem recht "naiven" Jugendlichen zu einem rational denkenden jungen Mann sehr gut dargestellt und auch die Figur der Megan empfand ich als ausgesprochen interessant, den bei dieser war ich immer wieder verblüfft, wie sie auf die Figur des David reagierte. Da waren ein paar herrliche Szenen dabei, die ich extrem genossen habe. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am Stück gelesen habe.Ich werde bei Gelegenheit auf jeden Fall weitere Bücher des Autoren ins Auge fassen.

buch

Bulu

Dick Houston

EUR 9,99 *
auf Merkliste

50

25.01.2015

„Ein kleiner Hund, der viele Leben rettete und für immer veränderte”

Steve und Anna sind ehemalige Polizisten aus England, die sich kennenlernten und einen Traum hatten - sie wollten Wildtieren in Afrika helfen. Nach einem schweren Unfall von Steve stand für sie fest: jeder Tag könnte ihr letzter sein, von daher bringt es nichts, über das "Morgen" nachzudenken und zu planen, wichtig ist, im "Jetzt" zu leben und seine Träume zu verwirklichen. So beschlossen beide, nach Sambia auszuwandern und dort ein Wildtierschutzzentrum zu bauen. Ihren Hund mussten sie, auf Grund seines Alters, in England bei Annas Mutter zurücklassen.

Doch der Wunsch nach einem neuen Weggefährten blieb - auch wenn sie immer gewarnt wurden, dass Hunde in der Wildnis nicht lange überlebten, zu viele Gefahren durch große oder giftige (Raub-)Tiere. Tatsächlich gab es auf einer ehemaligen Alligator-Farm in der Nähe einen Wurf Welpen. Fünf Stück waren es und bis auf einen waren bereits alle schon vermittelt, doch dieser eine war anders als seine Geschwister, von daher waren seine Chancen ein Heim zu finden, gerade in der Wildnis Sambias, eher gering. Doch Steve und Anna schauten ihn sich trotzdem an und sie verliebte sich augenblicklich in den kleinen weißen Welpen mit einem Punkt auf den Rücken. Er durfte mit zu ihnen und bekam den Namen "Bulu", was das Wort "Wildhund" in der lokalen Nyanjasprache war.

Erstaunlicherweise lebte sich der kleine Bulu sehr schnell und sehr gut ein und seine "Andersartigkeit" zeichnete sich in seinem ganzen Wesen aus, denn als Anna und Steve anfingen, verwaiste Wildtiere aufzunehmen, war es Bulu, der diesen half, in der (vorübergehenden) Welt der Menschen zurecht zu kommen - er wurde ein "Ziehvater", u. a. von Warzenschweinen, Meerkatzen und Pavianen. Bulu hatte ein Gespür für verwaiste Jungtiere, denn auch er brachte auf seinen Streifzügen welche mit nach Hause. Doch Sambia ist nicht nur schön, sondern auch sehr gefährlich, gerade für einen kleinen, mutigen Hund, der es mit Elefanten, Krokodilen und Löwen zu tun bekommt und trotz dieser Gefahren, die in Sambia täglich lauern, liebt dieser kleine Hund seine Freiheit.

Ein kleiner Hund, der viele Leben rettete und für immer veränderte. Dieses Buch erzählt die Geschichte eines kleinen, ungewöhnlichen Mischlingshundes mitten in der Wildnis Sambias. Es schildert, wie er zu seinen Menschen kam und was er mit diesen alles erlebte. Der Schreibstil war dermaßen realistisch, dass ich zwischendrin fast das Gefühl hatte, ich würde selbst mit diesem kleinen, außergewöhnlichen Hund durch den Busch streifen und auf Abenteuerjagd gehen. Dieses Buch ist definitiv nicht nur was für Hundefreunde!

ebooks

Mörderkind

Inge Löhnig

EUR 8,99 *
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40

23.01.2015

„Bist du vielleicht doch kein "Mörderkind"?”

Die 25-jährige Fiona Jacoby hat in ihrem Leben schon so einige Jobs ausprobiert. Seit drei Wochen verdient sie ihr Geld als Fahrradkurier, kein Traumjob, aber immerhin kann man damit sein WG-Leben finanzieren. Ihr Traum ist es, an der Filmhochschule zu studieren, doch ihr Stolz verbietet es ihr, sich dort zu bewerben, denn das wäre zu nah an dem, was ihre Eltern waren: Künstler. Ihre Mutter Lydia war Malerin und ihr Vater Ben baute Skulpturen. Doch das war vor sehr langer Zeit, heute ist alles anders. An einem überaus miesen Tag erhält sie von ihrem Onkel Ludwig noch die Nachricht, dass ihr Vater verstorben ist - wenigstens eine gute Nachricht an diesem Tag aus Fionas Sicht.

Am nächsten Morgen bekommt sie unerwarteten Besuch. Matthias Stiller ist Rettungsassistent und war derjenige, der beim Tod ihres Vaters vor Ort war. Seine letzten Worte sollte er seiner Tochter Fiona übermitteln. Er habe seine Tochter immer geliebt und er sein kein Mörder - so die Botschaft. Fiona fällt aus allen Wolken, hatte sie doch Ben vollkommen aus ihrem Leben gestrichen, denn immerhin war dieser Schuld, dass ihre Kindheit von einem Tag auf den anderen vor 19 Jahren abrupt endete und sie fortan nur noch das "Mörderkind" war, denn vor 19 Jahren soll Ben seine Geliebte Julia Reinhold ermordet haben, nachdem diese sich geweigert hat, das gemeinsame Kind abtreiben zu lassen und gedroht hat, seiner Frau alles zu beichten, was zur Folge gehabt hätte, dass seine Frau ihn umgehend verlassen hätte. Ben wurde seinerzeit zu 15 Jahren Haft für diese Tat verurteilt, Fionas Mutter beging einen Tag nach der Verurteilung Selbstmord und Fiona hat den Rest ihrer Kindheit als "Problemkind" bei ihrem Onkel Ludwig und seiner Frau Sabine verbracht. Diese nahmen das Kind nicht aus Nächstenliebe aus, sondern um den familiären Ruf zu wahren, der eh, dank Ben, schon ziemlich zerstört war. Für Fiona war es schrecklich, denn anstatt der Liebe ihrer Eltern musste sie fortan ohne jegliche Zuneigung leben und auch ohne Freunde, denn wer will schon mit einem "Mörderkind" befreundet sein?

Nun ist Fiona erwachsen, doch die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen. Ihre einzige Freundin ist Bea, eine Krankenschwester, mit der sie in einer WG lebt. Auch ist sie nicht in der Lage eine Beziehung zu einem Mann einzugehen, die länger als eine Nacht dauert bzw. etwaige Verpflichtungen mit sich bringt, denn sie könnte ja wieder verlassen werden. Doch etwas in ihr beginnt zu arbeiten. Dieser Matthias Stiller war der Meinung, dass ein Mensch bei seinen letzten Worten niemals lügen würde und da er selbst vor Ort war, hat Ben seiner Meinung nach die Wahrheit gesagt. Kann es sein, dass er doch kein Mörder war? Eine Möglichkeit, die Fiona nicht wirklich in Betracht zieht, denn immerhin ist er rechtskräftig verurteilt worden und hat seine Strafe abgesessen, auch wenn er immer behauptet hat, er wäre unschuldig. Was geschah damals vor 19 Jahren wirklich? Fiona beschließt, ein wenig in der Vergangenheit zu forschen, auch wenn sie nicht von Bens Unschuld ausgeht, doch was hat sie zu verlieren. Ein "Mörderkind" ist sie so oder so, aber vielleicht ist sie das ja zu Unrecht? Kann es sein, dass ihrem Vater / ihrer ganzen Familie Unrecht getan wurde?


Bist du vielleicht doch kein "Mörderkind"? Der Plot des Buches wurde abwechslungsreich und spannend ausgearbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch sowohl einen Einblick in die Gegenwart gegeben hat, wie auch in die Vergangenheit, der Leser also parallel erlesen konnte, was seinerzeit geschah und was derzeit passiert. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Allerdings hatte ich doch einige Probleme, mich in die Figur der Fiona einzufinden, denn diese ist recht sprunghaft und teils noch sehr naiv für ihr Alter. Gerade bei solch einer Vergangenheit bin ich vorab davon ausgegangen, dass gerade das sie geerdet hat. Die Figur des Matthias hingegen empfand ich als sehr gelungen dargestellt, aber irgendwie wage ich sehr zu bezweifeln, dass es solche Männer, die das Ziel verfolgen, an das sie glauben bzw. wenn sie der Meinung sind, das richtige zu tun, wirklich gibt. Den Schreibstil empfand ich als spannend und kurzweilig gehalten, sodass sich das Buch sehr gut und leicht lesen ließ und mir schöne Lesestunden bereitet hat.

buch

Jamies Quest

Dominic Franke

EUR 13,99 *
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40

19.01.2015

„1. Band der Jamies-Quest-Reihe”

Der 17-jährige Jamie Aven Bell liebt es, in seiner Freizeit Computerspiele zu spielen. Derzeit hat er ein ganz neues am Start, ein 3D-Rollenspielerspiel, auf das er sich schon länger freute und das er endlich sein eigen nennt. Gerne taucht er in die Welt der Rollenspiele ab, denn dort ist er ein großer starker Hüne, der sich seinen Aufgaben stellt und diese meistert. Im wirklichen Leben sieht es da leider etwas anders aus. In der Schule ist er ein Außenseiter, ein Mobbingopfer, das von einem Tyrannen regelmäßig gequält wird. Er gehört keiner coolen Clique an, ist weder besonders sportlich, noch besonders gutaussehend. Zwar hat er in Olive eine verständnisvolle Freundin, doch wenn diese ihn vor dem Schulschläger rettet, ist das auch nicht gerade aufbauend für sein Ego. Deswegen flüchtet er so gern in andere Welten, in denen er der Held ist.

So auch dieses Mal, doch dieses Spiel scheint eine echte Weltneuheit zu sein, denn Olaf befindet sich von jetzt auf gleich in einem Wald. Alles fühlt sich so echt und so real an, als wäre er tatsächlich vor Ort und so detailliert. So trifft er zum Beispiel auf ein lila-farbenes entzückendes Fuchswesen, das ihm aus der Hand frisst. Auch der Spielleiter ist zumindest als Stimme vor Ort, doch noch während des Erkundungsganges muss Jamie feststellen, dass dieses Spiel dermaßen real ist und er vor Tanteln (Spinnenwesen in allen möglichen Größen) flüchten muss. Durch Zufall gelangt er auf einen Bauernhof und findet dort Unterschlupf.

Dort trifft er auf den 15-jährigen Hannes bzw. eine Holzlatte von Hannes trifft Jamies Schädeln. Nachdem das Missverständnis zwischen den Jungen aufgeklärt ist, erkennt Hannes, dass es sich bei Jamie nur um einen "Wanderer" handeln kann, der eine Aufgabe zu erfüllen hat. Nur von einer Aufgabe weiß Jamie nichts. Ein merkwürdiger Umstand, denn bisher hatten alle Wanderer vom großen Merlin eine Aufgabe zugeteilt bekommen, die sie zu lösen hatten, bevor sie wieder in ihre Welt durften. Langsam ahnt Jamie, dass er sich nicht in einem Spiel befindet, sondern an einem Ort namens Brior und dort ist einiges anders, als auf der Erde. Hier wird er geachtet und mit Respekt behandelt, er als "Wanderer" wird beschützt und die Eingeweihten helfen ihm herauszufinden, was seine Aufgabe ist und was noch so ganz anders ist, als in seinem alten Leben: Die Mädchen scheinen sich unheimlich zu ihm hingezogen zu fühlen. Das Mädchen Lana bestürmt ihn vom ersten Augenblick an und Jamie weiß gar nicht, wie ihm geschieht, denn obwohl er sich durchaus geschmeichelt fühlt, so hat er doch in der "realen Welt" Olive an seiner Seite, doch wie es dem jungen Mädchen beibringen? Mit so etwas hat er nun wirklich keine Erfahrung.

Leider hilft ihm das alles nicht bei der Erfüllung seiner Aufgabe, da er partout nicht weiß, woraus diese besteht und ihm anscheinend auch niemand hier wirklich Auskunft geben kann. Doch eines ist merkwürdig in Brior seit Jamies Ankunft. Die Tanteln, die bisher immer im Schattenhain gelebt haben und diesen nur selten verlassen haben, kommen immer näher an die Stadt ran. Diese Wesen jedoch sind nicht wie normale Hausspinnen - es sind hochgiftige Killer, die alles und jeden zerstören ...

1. Band der Jamies-Quest-Reihe! Der Plot wurde abenteuerlich und abwechslungsreich erarbeitet, wobei es mir manchmal wirklich grusselig wurde, denn Spinnen, überall Spinnen, in allen Größen und wenn ich in allen Größen sage, meine ich wirklich riesige Spinnen, die es auf der Erde zum Glück nicht gibt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Leser an Jamie, dem sehr unsicheren Teenager, der sich als ideales Opfer für Schläger förmlich anbietet, in diesem Abenteuer miterleben kann, wie sich dieser Junge seiner eigenen Stärken nach und nach bewusst wird und durchaus auch in der Lage ist, Menschen zu begeistern und mitzureißen, sodass diese ihm auch in die gefährlichsten Abenteuer folgen und dennoch ist er noch immer ein Teenager, der nicht immer zuerst seinen Kopf einsetzt. Diese Gegensätzlichkeit empfand ich als sehr angenehm, denn Teenager sind alles, aber nicht perfekt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieses Buch wirklich schöne Lesestunden bereitet hat und ich mich jetzt schon auf den nächsten Band freue, der derzeit in Arbeit ist, denn ganz ehrlich, am Ende gibt es einen ganz bösen Cliffhanger.

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30

11.01.2015

„Ein Landei in der Großstadt”

Die 25-jährige Lisa Berner kam in "Shittingen", sie selbst nennt das Kaff, in dem sie geboren und aufgewachsen ist und wo sie immer noch festhängt so, auf die Welt. Sie ist gelernte Fleischereifachverkäuferin, was alles andere als ihr Traumberuf ist, aber der Vater hat ihr diese Ausbildung besorgt und sie musste sich fügen, und arbeitet seit ihrer Ausbildung in der Metzgerei Frey, einem Traditionsunternehmen im Dorf. Dort hat sie auch mit ihrer besten Freundin Hanna ihre Ausbildung gemacht. Hanna ist zufrieden mit ihrem Leben im Dorf, auch mit ihrem Job als Fleischereifachverkäuferin ist sie glücklich, doch Lisa will mehr, angefangen damit, dass sie nicht mehr Lisa sein will, sondern Lola. Wer will denn schon die langweilige Lisa aus Shittingen sein?

Lisas Mutter beging, als ihre Tochter fünf Jahre alt war, Selbstmord und seitdem leben sie und ihr Vater bei Annfried Berner, auch genannt "Oma", der Mutter ihres Vaters. Ihr Vater traute sich seinerzeit einfach nicht zu, allein ein kleines Mädchen aufzuziehen und zog daher zu seiner Mutter, damit diese ihm hilft. Tja und 20 Jahre später sind sie immer noch da. Ihr Vater ist vor Jahren nach dem unerklärlichen Verschwinden diverser Biere an der Tankstelle seinen Job als Tankwart losgeworden und sitzt seitdem nur noch in Omas Küche rum.

Immer wieder geraten Oma und Enkelin aneinander und als Lisa nach einer völlig durchzechten Nacht erst sehr spät am nächsten Morgen wieder nach Hause kommt, kracht es mal wieder gewaltig zwischen den beiden Frauen. Lisa haut ab, will eigentlich per Anhalter nach Italien, aber von dem LKW-Fahrer wird sie kurzerhand auf einer Raststätte ausgesetzt. Doch sie hat Glück im Unglück und lernt dort Marte kennen, die sie mit nach München nimmt. So landet Lisa jetzt Lola also in München. Die 26-jährige Marte nimmt sich Lolas an und sie kommt bei ihr unter. Diese zeigt ihr die Stadt, vor allem diverse Boutiquen und Clubs, natürlich auf Rechnung von Martes Vater. Marte Kössling selbst hat eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht, aber bevorzugt es, von Papas Geld zu leben, immerhin ist sie ein Scheidungskind. Dass sie bei der Scheidung ihrer Eltern bereits 24 Jahre alt war, ist hier nebensächlich, ihr Vater hat ihre Kindheit zerstört und dafür muss er zahlen. Doch irgendwie scheint das Leben in der Großstadt für Lisa aka Lola doch nicht so das richtige zu sein, denn so wirklich wohl fühlt sie sich nicht. Was also tun?

Ein Landei in der Großstadt! Der Plot wurde authentisch erarbeitet, zumindest gehe ich davon aus, dass die Authentizität gegeben ist, wenn man auf eine Person wie Marte trifft. Die Figuren wurden realistisch erarbeitet, jedoch hatte ich ernste Probleme, mich in die Figur der Lisa/Lola einzufühlen, denn diese ist trotz ihres Alters noch recht naiv. Hingegen fand ich die Nebenfigur Victor sehr schön dargestellt, solch einen Mann würde ich auch gerne mal kennen lernen, offen und ehrlich und einfach sich selbst treu. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, jedoch muss ich sagen, dass mich das Buch doch etwas enttäuscht zurückgelassen hat, denn ich hatte mir hier mehr Witz versprochen.

buch

Mörderkind

Inge Löhnig

EUR 9,99 *
auf Merkliste

40

11.01.2015

„Bist du vielleicht doch kein "Mörderkind"?”

Die 25-jährige Fiona Jacoby hat in ihrem Leben schon so einige Jobs ausprobiert. Seit drei Wochen verdient sie ihr Geld als Fahrradkurier, kein Traumjob, aber immerhin kann man damit sein WG-Leben finanzieren. Ihr Traum ist es, an der Filmhochschule zu studieren, doch ihr Stolz verbietet es ihr, sich dort zu bewerben, denn das wäre zu nah an dem, was ihre Eltern waren: Künstler. Ihre Mutter Lydia war Malerin und ihr Vater Ben baute Skulpturen. Doch das war vor sehr langer Zeit, heute ist alles anders. An einem überaus miesen Tag erhält sie von ihrem Onkel Ludwig noch die Nachricht, dass ihr Vater verstorben ist - wenigstens eine gute Nachricht an diesem Tag aus Fionas Sicht.

Am nächsten Morgen bekommt sie unerwarteten Besuch. Matthias Stiller ist Rettungsassistent und war derjenige, der beim Tod ihres Vaters vor Ort war. Seine letzten Worte sollte er seiner Tochter Fiona übermitteln. Er habe seine Tochter immer geliebt und er sein kein Mörder - so die Botschaft. Fiona fällt aus allen Wolken, hatte sie doch Ben vollkommen aus ihrem Leben gestrichen, denn immerhin war dieser Schuld, dass ihre Kindheit von einem Tag auf den anderen vor 19 Jahren abrupt endete und sie fortan nur noch das "Mörderkind" war, denn vor 19 Jahren soll Ben seine Geliebte Julia Reinhold ermordet haben, nachdem diese sich geweigert hat, das gemeinsame Kind abtreiben zu lassen und gedroht hat, seiner Frau alles zu beichten, was zur Folge gehabt hätte, dass seine Frau ihn umgehend verlassen hätte. Ben wurde seinerzeit zu 15 Jahren Haft für diese Tat verurteilt, Fionas Mutter beging einen Tag nach der Verurteilung Selbstmord und Fiona hat den Rest ihrer Kindheit als "Problemkind" bei ihrem Onkel Ludwig und seiner Frau Sabine verbracht. Diese nahmen das Kind nicht aus Nächstenliebe aus, sondern um den familiären Ruf zu wahren, der eh, dank Ben, schon ziemlich zerstört war. Für Fiona war es schrecklich, denn anstatt der Liebe ihrer Eltern musste sie fortan ohne jegliche Zuneigung leben und auch ohne Freunde, denn wer will schon mit einem "Mörderkind" befreundet sein?

Nun ist Fiona erwachsen, doch die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen. Ihre einzige Freundin ist Bea, eine Krankenschwester, mit der sie in einer WG lebt. Auch ist sie nicht in der Lage eine Beziehung zu einem Mann einzugehen, die länger als eine Nacht dauert bzw. etwaige Verpflichtungen mit sich bringt, denn sie könnte ja wieder verlassen werden. Doch etwas in ihr beginnt zu arbeiten. Dieser Matthias Stiller war der Meinung, dass ein Mensch bei seinen letzten Worten niemals lügen würde und da er selbst vor Ort war, hat Ben seiner Meinung nach die Wahrheit gesagt. Kann es sein, dass er doch kein Mörder war? Eine Möglichkeit, die Fiona nicht wirklich in Betracht zieht, denn immerhin ist er rechtskräftig verurteilt worden und hat seine Strafe abgesessen, auch wenn er immer behauptet hat, er wäre unschuldig. Was geschah damals vor 19 Jahren wirklich? Fiona beschließt, ein wenig in der Vergangenheit zu forschen, auch wenn sie nicht von Bens Unschuld ausgeht, doch was hat sie zu verlieren. Ein "Mörderkind" ist sie so oder so, aber vielleicht ist sie das ja zu Unrecht? Kann es sein, dass ihrem Vater / ihrer ganzen Familie Unrecht getan wurde?

Bist du vielleicht doch kein "Mörderkind"? Der Plot des Buches wurde abwechslungsreich und spannend ausgearbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch sowohl einen Einblick in die Gegenwart gegeben hat, wie auch in die Vergangenheit, der Leser also parallel erlesen konnte, was seinerzeit geschah und was derzeit passiert. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Allerdings hatte ich doch einige Probleme, mich in die Figur der Fiona einzufinden, denn diese ist recht sprunghaft und teils noch sehr naiv für ihr Alter. Gerade bei solch einer Vergangenheit bin ich vorab davon ausgegangen, dass gerade das sie geerdet hat. Die Figur des Matthias hingegen empfand ich als sehr gelungen dargestellt, aber irgendwie wage ich sehr zu bezweifeln, dass es solche Männer, die das Ziel verfolgen, an das sie glauben bzw. wenn sie der Meinung sind, das richtige zu tun, wirklich gibt. Den Schreibstil empfand ich als spannend und kurzweilig gehalten, sodass sich das Buch sehr gut und leicht lesen ließ und mir schöne Lesestunden bereitet hat.

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40

11.01.2015

„27. Band der Eve-Dallas-Reihe”

Im Mai 2060 geht das Leben in New York seinen geregelten Gang, Menschen werden geboren und Menschen sterben. So auch Hector Ortiz, der nach einem 116-jährigen Leben friedlich verstorben ist und dessen Beisetzung nun bevorsteht. Der 35-jährige Pater Miguel Flores leitet die Trauerfeier und stirbt währenddessen am vergifteten Blut Christi. Der Wein war mit Zyankali versetzt, es war also definitiv Mord. Doch wer hätte einen Grund gehabt, den als mitfühlend, engagiert und energetisch bekannten Priester zu ermorden? Lieutenant Eve Dallas wird mit der Aufklärung dieses Mordes beauftragt. Wie immer zur Stelle steht ihr Detective Delia Peabody.

Bei der Autopsie kommt heraus, dass besagter Priester umfangreiche Gesichtsoperationen hat vornehmen lassen, doch warum? Eve Dallas hegt den Verdacht, dass Miguel Flores gar nicht Miguel Flores war. Doch noch bevor Eve diesen Sachverhalt klären kann, geschieht ein weiterer Mord. Jimmy Jay Jenkins wurde auf dieselbe Art getötet, ebenfalls mit Zyankali. Auch er war ein Prediger, anscheinend hat es jemand auf Männer abgesehen, die die jeweiligen Worte Gottes verkünden.

Eve ist sich jedoch nicht sicher, ob es sich um ein und denselben Täter handelt, feststeht, sie will und muss herausfinden, wer sich hinter der Person Miguel Flores. Tatkräftig wird sie von ihrem Ehemann Roarke unterstützt, doch nicht nur das bricht auf sie herein. Immer wieder wird sie in ihren Träumen mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert und nur dank Roarke zerbricht sie nicht daran, doch die Aufklärung dieser Mordfälle hat erst einmal höchste Priorität. Denn besteht nicht doch die Möglichkeit, dass es sich nur um einen Täter handelt und dieser weiter morden wird?

Der 27. Band der Eve-Dallas-Reihe beginnt etwa zwei Monate nach dem Ende des 26. Bandes "Ein sündiges Alibi". Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, welche Wege Eve Dallas gegangen ist, um die Vergangenheit von Miguel Flores aufzudecken. Auch empfand ich die kleinen, privaten Gemetzel, die sie sich immer mit ihren Freunden bzw. dem Butler ihres Mannes liefert, als sehr amüsant. Die Figuren wurden wieder authentisch erarbeitet, wobei in diesem Band definitiv Eve Dallas im Vordergrund stand. Besonders gefallen hat mir aber Delia Peabody, bei der privat auch nicht alles zum Besten steht und die mit ihren Gefühlswallungen ihre Partnerin schier in den Wahnsinn treibt. Den Schreibstil empfand ich als packend zu lesen, hätte mir jedoch an einigen Stellen etwas mehr Action gewünscht. Nun beginnt wieder das Warten für mich, das Warten auf den nächsten Band der Reihe "Tödliche Verehrung", auf den ich mich schon jetzt riesig freue.

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40

11.01.2015

„Viele Menschen leben nur noch, weil ich mir keinen Killer leisten kann, aber was wäre wenn?”

Die 36-jährige Münchnerin Muriel Ballinger hat es derzeit nicht leicht. Mit ihrem Liebhaber Philip Stuck läuft es nicht gut, da sie für ihn nur eine Affäre ist, sie aber gerne mehr wollen würde und auch beruflich liegt so einiges im Argen. Eigentlich arbeitet Muriel gerne bei der Bank, wenn da nicht ihre neue Chefin Silke Hennef-Hudau wäre, die ihre Angestellten alles andere als fair behandelt und gerade Muriel ist am meisten durch das durch Silke fabrizierte Bossing betroffen.

Eines Abends trifft sie in einem Café Emir Lala, den sie, da es ihm augenscheinlich nicht gut geht, nach Hause fährt. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt ist, dass es sich bei Emir um einen Auftragskiller handelt, der nun in ihrer Schuld steht, ohne ihre Hilfe, wovon sie nichts wusste, wäre er gestorben. Durch "Zufall" treffen sie sich wieder und Muriel, die einfach mal mit jemandem reden muss, offenbart sich ihm. Es tut ihr gut, mal alles rauszulassen, weiß sie doch nicht, wem sie sich offenbart.

Kurze Zeit später wird Silke Hennef-Hudau ermordet in ihrem Haus aufgefunden. Doch sie ist nur die erste. Auch ein Lehrer, der Muriel zu Schulzeiten gequält hat, muss kurz darauf daran glauben, doch dies ist nur der Anfang. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf und kommt bei diesen, eindeutig einer Mordserie zuzuordnenden Morden, auf einen gemeinsamen Nenner: Muriel Ballinger. Diese steht unter dringendem Tatverdacht, denn niemand glaubt ihr, dass sie unschuldig ist. Lediglich ihre Nachbarin Sophie ist von Muriels Unschuld überzeugt und tut alles, um ihre Unschuld zu beweisen, doch wird es ihr gelingen?

Viele Menschen leben nur noch, weil ich mir keinen Killer leisten kann, aber was wäre wenn? Der Plot des Buches wurde authentisch und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Leser hier auch die Hintergründe erfährt, wie es dazu kam, dass aus einem unbescholtenen Mann ein Auftragsmörder wurde und ganz ehrlich, das Ende fand ich ja sowas von genial, aber nein, ich verrate nichts. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei mir hier gerade die Figur des Emir sehr gut gefallen hat. Ich konnte ihn und seine Taten jederzeit nachvollziehen und ja, ich weiß, dass er ein böser Mensch ist, weil Auftragskiller, trotzdem, ich fand ihn toll. In die Figur der Muriel konnte ich mich leider nicht so hineinversetzen, irgendwie sprang da der Funke nicht über. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am Stück lesen musste, ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht, aber ehrlich, mit so einem Ende hätte ich im Leben nicht gerechnet.

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40

11.01.2015

„2. Band der Sternenseelen-Reihe”

Lilly ist glücklich, denn sie ist mit Raphael fest zusammen. Auch wenn sie ihre Beziehung nur nachts wirklich ausleben können, denn er als Sternenseele offenbart nur nachts sein wahres Ich. Durch die Beziehung zu Raphael kommt es öfter zum Streit mit ihrer Mutter Moni, denn diese ist alles andere als angetan vom Freund ihrer Tochter, der sich immer nur nachts mit ihr trifft und sie so Schlaf kostet. Auch Lillys Schulnoten sind deutlich abgerutscht. Ebenso leiden Lillys Freundschaften unter der Beziehung, da sie einfach nicht mehr genügend Zeit für ihre Freundinnen hat.

Auf dem Internat herrscht große Aufregung: Die Rockband Stargazer ist neu auf der Schule und wird dort ihren Abschluss machen. Lilly kracht gleich am ersten Tag mit einem von ihnen zusammen: Mikael, der Sänger der Gruppe. Ihre Freundinnen sind ja so neidisch, doch Lilly interessiert das wenig, sie hat Raphael, auch wenn sie das einzige Mädchen auf der Schule zu sein scheint, mit dem Mikael wirklich spricht. Schnell findet Lilly auch heraus warum: Mikael und die anderen Bandmitglieder sind ebenfalls Sternenseelen - Sternenjäger, um genau zu sein.

Als wäre das nicht schon genug, beschließt auch noch die Rektorin der Schule, Madame Favelkap, dass Lilly zur Sternenhüterin ausgebildet werden muss, denn so kann sie ihr Wissen um die Sternenseelen vertiefen und diese schützen. Auch scheint dies der einzige Weg zu sein, ihren Tod endgültig aufzuschieben, denn eigentlich wird jeder Mensch, der um die Sternenseelen weiß, getötet. Die Sternenjäger sind jedoch nicht grundlos in der Gegend: Lucretia d´Avieles soll in der Nähe sein, die älteste bekannte Sternenbestie überhaupt. Tatsächlich ist sie nicht fern und ihre Helferin tötet eines Abends Lilly. Doch das ist nicht das Ende: Lilly erwacht als Sternenseele wieder und muss feststellen, dass nicht Raphael, der Junge, den sie so liebt, ihr Zwillingsstern, ihr Seelenverwandter ist, sondern Mikael, der von ihr jedoch nichts wissen will, doch für immer an sie gebunden sein wird. Hinzu kommt, dass Lucretia nach und nach ihre Macht ausbaut mit einem ganz bestimmten Ziel ...

2. Band der Sternenseelen-Reihe! Der Plot wurde abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Die Ähnlichkeiten zur Twilight-Reihe waren in diesem Band nicht mehr so frappierend, sodass es mir deutlich mehr Spaß gemacht hat, diesen Band zu lesen, auch wenn für mich bereits zu Anfang feststand, wie das Buch endet. Die Figuren wurden wieder facettenreich erarbeitet, allerdings schafften es auch dieses Mal nicht, die Protagonisten mich von sich zu überzeugen. Entzückend hingegen fand ich Amadea, eine Nebenfigur, dargestellt. Diese schaffte es sofort, dass ich mich in sie einfühlen konnte und mit ihr gebangt habe. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass mir das Buch durchaus schöne Lesestunden bereitet hat.

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30

11.01.2015

„1. Band der Sternenseelen-Reihe”

Die 17-jährige Lilliana, kurz Lilly genannt, hat es mit ihrer Mutter Moni nicht unbedingt einfach. Der Liebe wegen ziehen sie von Stuttgart in ein Kaff in den Odenwald. Seit dem Tod ihres Vaters ist die für Lilly leider traurige Routine, denn ihre Mutter ver- und entliebt sich öfter mal und das bedeutet für Lilly etwa alle zwei bis drei Jahre einen Umzug. Dieses Mal ist Thomas der Grund für den Umzug, doch Lilly bekommt dadurch erstmalig Geschwister, denn Thomas hat einen Sohn, Samuel, Lillys neuer Stiefbruder, der auch noch in ihrem Alter ist. Zumindest jobtechnisch sieht es ganz gut aus. Thomas ist Lehrer im Internat Aurinshöhe und Moni wird dort im Sekretariat arbeiten. Durch die Anstellung ihrer Eltern ist es Lilly und Samuel möglich, dort mittels eines Stipendiums am Unterricht teilzunehmen.

Nur von wenigen wird Lilly freundlich aufgenommen, denn immerhin ist sie nur mittels eines Stipendiums vor Ort und nicht wie die Mehrheit der Schüler dank reicher Eltern. In Michelle und Amy findet sie schnell Freundinnen, in Calista schnell eine Feindin, denn dieser geht es nur um sozialen Status. Doch so schlimm kann die Schule nicht sein, denn der ein oder andere entzückende Junge ist ebenfalls vor Ort, so zum Beispiel Raphael. Lilly ist vom ersten Moment an beeindruckt von ihm, doch dieser behandelt sie absolut gleichgültig. Auch Raphaels bester Freund Felias ist durchaus beeindruckend, doch ist dieser Lilly gegenüber eindeutig feindselig eingestellt. Auch die Rektorin des Internates, Madame Favelkap, scheint wenig angetan von der neuen Schülerin.

Irgendwas jedoch ist komisch an Raphael. Wenn sie ihm nach Einbruch der Dämmerung begegnet, ist er nett zu ihr, doch tagsüber ignoriert er sie vollkommen. An einem Abend kommen Lilly und Samuel aus der örtlichen Dorfdisco und laufen die Landstraße entlang. Als er einen Moment lang nicht aufpasst, wird er von einem Auto erfasst und tödlich verletzt. Doch irgendwas geschieht mit ihm, denn er ist nicht tot, ja, er ist sogar unverletzt. Nach dieser Nacht jedoch ist etwas anders: Samuel ist anders und Raphael sucht immer mehr ihre Nähe, zumindest, wenn die Sonne untergegangen ist. Was wird hier nur gespielt?

1. Band der Sternenseelen-Reihe! Der Plot wurde fantasievoll und abwechslungsreich erarbeitet, ich muss jedoch sagen, dass dieser mich in sehr großen Teilen sehr an den 1. Band der Twilight-Reihe erinnert hat. Die Figuren wurden durchaus facettenreich erarbeitet, jedoch konnte tatsächlich nur Ansgar, eine der Nebenfiguren, mein Herz erreichen. Die Protagonisten schafften es leider nicht, dass ich mit ihnen gebangt oder gehofft habe, irgendwie fehlte etwas, sodass ich mit ihnen leider nicht warm wurde. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, doch leider konnte dieser die anderen Mankos nicht wettmachen.

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