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Kerstin Stutzke aus Berlin Unsere Top-BuchhändlerInnen

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19. Band der Alex-Cross-Reihe

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 13.06.2016

Dr. Elijah Creem und Joshua Bergman sind beste Freunde seit dem College und auch nach dem Studium haben sie sich in Georgetown, Washington, niedergelassen. Creem arbeitet als Schönheitschirurg und Bergman besitzt eine Modelagentur. Nebenbei managt Bergman aus seinem Fundus auch noch einige Sexpartys mit meist minderjährigen Teilnehmerinnen. Tatsächlich werden sie bei einer solchen Party von Detective Alex Cross und John Sampson verhaftet. Creem und Bergman steht unabhängig voneinander eine hohe Gefängnisstrafe bevor. Während Bergman durchaus seinen Nutzen aus seinem nunmehr schlechten Ruf zieht, hat der Skandal die Karriere von Creem zerstört. Seine Frau hat ihn verlassen, die gemeinsamen Töchter mitgenommen und die Scheidung eingereicht.


Zwei Monate sind seitdem vergangen und Alex Cross hat derweil andere Fälle bearbeitet, als die Leiche von Darcy Vickers in ihrem Kofferraum gefunden wurde. Die Frau wurde erstochen und ihr wurden die einst blonden Haare radikal abgeschnitten. Zwar wurde auf den Überwachungsbändern der mutmaßliche Täter gefilmt, doch die Fahndung nach ihm bleibt ergebnislos. Kurz darauf wird die Leiche von Elizabeth Reilly aufgefunden. Sie wurde mit einem Strick um den Hals vor ihrem Balkon gefunden. Bei der Untersuchung durch den Gerichtsmediziner steht noch am Tatort fest, dass die junge Frau erst vor wenigen Tagen ein Kind entbunden haben muss - von dem jede Spur fehlt. Wurde die junge Frau ermordet oder handelt es sich um Selbstmord? Tatsächlich wird das Kind kurz darauf ausfindig gemacht. Wie es aussieht, hat die Mutter es außerhalb Washingtons allein entbunden und zurückgelassen - warum? Wollte sie ihr Kind nicht oder wollte sie es vor jemanden aus ihrem Umfeld schützen?


Damit nicht genug, wird aus dem Potomac die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Ihm wurde ins Gesicht geschossen und auf ihn wurde eingestochen. Im Laufe der Ermittlungen kommt heraus, dass es sich bei dem jungen Mann um einen Stricher handelte. Darcy und der Stricher bilden jedoch erst den Anfang zu einer grausamen Mordserie, die ausgerechnet das sichere Georgetown in Aufruhr versetzt. Schnell ist Alex klar, dass er es mit zwei verschiedenen Tätern zu tun hat, doch wie passt Elizabeth Reilly in das Bild? Sie entspricht keinem der bisherigen Opferprofile. Doch auch privat läuft es nicht ganz rund bei Alex Cross. Sein Pflegekind Ava scheint mit Drogen in Kontakt gekommen zu sein und obwohl er es noch nicht ahnt, wird er seit einiger Zeit beobachtet, denn eine noch größere Katastrophe im Leben von Alex Cross bahnt sich unaufhaltsam ihren Weg ...



Der 19. Band der Alex-Cross-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass es Protagonist Alex Cross diesmal mit mehreren Fällen parallel zu tun hatte, sodass selbst mir als Leser hier keine Atempause vergönnt war. Die Dynamik dieses Bandes erinnerte mich an die Zeiten, als er es mit Kyle Craig zu tun hatte - und das war mir der liebste Gegner von ihm. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. In diesem Fall muss Protagonist Alex Cross durch seine ureigene Hölle gehen und dennoch muss ich gestehen, ich bewundere die Charakterstärke, die er sich trotz allem bewahrt. Ich hätte mit Sicherheit in einigen Situationen deutlich erhitzter reagiert. Den Schreibstil kann ich nur als packend und fesselnd beschreiben, sodass ich mich von dem Buch gar nicht trenne mochte. Abschließend kann ich sagen, dass dies wieder ein Fall mit Alex Cross war, der mich von der ersten Seite gepackt hatte und mich nicht mehr losließ und ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten Band der Reihe.

Alex Cross - Run
von James Patterson
(1)
Buch
8,99

18. Band der Alex-Cross-Reihe

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 12.06.2016

Weihnachten steht kurz bevor und eigentlich will Alex Cross dieses Fest ganz in Ruhe mit seinen Lieben verbringen. Doch seine Familie sind Kirchgänger und als ihn der Pastor bittet, sich der Sache des Diebstahls aus dem Opferstock anzunehmen, kann er nicht nein sagen. Zusammen mit seinem besten Freund John Sampson macht er sich ans Werk und tatsächlich gelinkt es den beiden, den Dieb in der St. Anthony Kirche zu stellen. Es handelt sich um einen alten Bekannten von Alex Cross, der nunmehr Weihnachten hinter Gittern verbringen kann.


Nun steht eigentlich einem familiären Fest nichts entgegen. Immerhin haben Nana Mama, Alex Großmutter, Bree, seine Frau, sowie seine Kinder Jannie, Damon und Ali bereits alle Vorkehrungen getroffen. Dieses Jahr hat Familie Cross sogar ein zusätzliches Mitglied: Pflegekind Ava. Leider kann Klein-Ali nicht beim eigentlichen Weihnachtsfest bei seiner Familie sein, da er die Feiertage bei seiner Mutter verbringt. Doch alle wissen, dass er dort glücklich ist und auch Familie Cross ist froh, alle gesund und munter beieinander zu sein.


Allerdings erhält Alex noch während des Weihnachtsessens einen Anruf, der die festliche Stimmung vollends zerstört, denn er wird zu einem Einsatz gerufen. Henry Fowler hat seine Ex-Frau Diana, deren neuen Ehemann Dr. Barry Nicholson und die drei gemeinsamen Kinder Jeremy, Chloe und Trey als Geiseln genommen und droht, ihren Leben ein Ende zu setzen. Allen ist klar, dass lediglich Psychologe Alex Cross in der Lage ist, Kontakt zu Henry aufzunehmen und die ganze Situation unblutig zu beenden. Nach langen und zähen Verhandlungen gelingt es Alex tatsächlich, die Geiseln in Sicherheit zu bringen, doch ein ruhiges Weihnachtsfest ist ihm einfach nicht vergönnt - denn eine alte Feindin ist auf dem Weg, um Washington in Angst und Schrecken zu versetzen ...



Der 18. Band der Alex-Cross-Reihe! Der Plot wurde authentisch und abwechslungsreich erarbeitet. Tatsächlich hat es Protagonist Alex Cross hier mit zwei "größeren" Fällen zu tun, die jedoch chronologisch angelegt sind, was hier leider zu kleinen Längen führte, denn erst wurde der eine Fall "abgearbeitet", bevor er sich dem nächsten widmen konnte. Ich persönlich mag die Bücher der Reihe mehr, wo mehrere Fälle parallel den Protagonisten beschäftigen. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Ich muss ja gestehen, neben dem Protagonisten Alex Cross selbst, habe ich ja einen Narren an seiner Großmutter Nana Mama gefressen, denn die Frau weiß trotz ihrer 90 Jahre ganz genau, wie sie ihren Kopf durchsetzen kann und auch gegen jüngere und deutlich größere Kerle ankommt. Den Schreibstil empfand ich angenehm zu lesen, sodass sich abschießend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Alex Cross - Dark
von James Patterson
(2)
Buch
8,99

2. Band der Passage-Trilogie

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 06.06.2016

Die Menschheit ist fast dem Untergang geweiht, denn die Virals haben einen unbändigen Appetit und töten sie, wo sie ihrer habhaft werden. Dass sie selbst einst Menschen waren, wissen sie nicht mehr, sie werden nur durch ihre Instinkte gesteuert. Ihr Ursprung liegt in einem Experiment der Regierung, die einst zwölf Schwerverbrecher mit einem Virus infizierte, das fatale Folgen hatte. Doch ein kleines Mädchen, Amy, das ebenfalls infiziert wurde, überlebte und war seitdem die letzte Hoffnung der Menschheit. Fast 100 Jahre ist es her, dass Amy infiziert wurde und dennoch hat sie sich körperlich in den vielen Jahren kaum verändert. Mittlerweile hat sie die äußere Erscheinung eines Teenagers, doch in ihr steckt so viel mehr, denn nur sie vermag es, die Virals zu stoppen. Doch etwas verändert sich in ihr, sie wird immer schwächer.


Seinerzeit wurde auch Lawrence Grey infiziert. Er selbst erwachte in einem Hotelzimmer, wusste nicht, wie er dorthin gekommen ist und dennoch wusste er, es hat sich was verändert. Er war jünger, stärker und nicht mehr krank. Ein neues Leben lag vor ihm. Sein Schicksal sollte sich allerdings besiegeln, als er in einem Baumarkt auf Lila Kyle traf. Die Frau, augenscheinlich schwanger, erweckte einen Beschützerinstinkt in ihm, der es ihm unmöglich machte, sie sich selbst zu überlassen, auch wenn vom Beginn ihrer ersten Begegnung an klar war, dass sie psychische Probleme hat. Was er zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt - einst war Lila Kyle mit Brad Wolgast verheiratet, der eine entscheidende Rolle bei dem damaligen Experiment spielte.


Horace Guilder hingegen bildet sich ein, Macht über die Virals zu haben. Auf einem Stützpunkt hält er sie gefangen, doch nicht nur sie. Auch Menschen werden dorthin verschleppt und zur Arbeit versklavt, wer aufmuckt oder sich wehrt, wird Viral-Futter. Seine Macht festigt er mithilfe von Blut eines der Zwölf, denn dieses vermag ihm und seinen Männer mehr Fähigkeiten zu geben, als einem normalen Menschen und dennoch, dank einiger Aufarbeitungsprozesse, verhindert die Blutgabe die Verwandlung in einen Viral. Doch eine neue Gefangene in seinem Lager könnte seinen Untergang bedeuteten, denn eines fürchtet er noch nicht: die Rache einer Frau!



Der 2. Band der Passage-Trilogie! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitete, führte allerdings, auf Grund teilweise verschieden vorhandener Zeitachsen, doch zu einigen Verwirrungen meinerseits. Ich hatte auf einen chronologischen Plot gehofft, doch hier kamen mit unter Zeitsprünge vor, die mehrere Jahrzehnte umfassten, was ich nicht ganz so einfach zu händeln fand. Auch muss ich gestehen, dass ich zu Beginn des Buches einige Nöte hatte, mich in das Buch einzufinden, aber mit der Zeit gelang es mir. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Erstaunt war ich, dass ich die Figuren, die bereits in Band 1 eine entscheidende Rolle gespielt hatten, sofort wiedererkannte und von bestimmten Reifungen der Persönlichkeiten war ich wirklich fasziniert. Den Schreibstil empfand ich angenehm zu lesen, jedoch gerade zu Beginn des Buches teils etwas langatmig. Nichtsdestotrotz habe ich nicht aufgegeben und wurde mit einer spannenden und überaus faszinierenden Story belohnt und ich freue mich bereits jetzt auf den abschließenden Band der Trilogie, der im Oktober 2016 endlich erscheint.

Die Zwölf
von Justin Cronin
(4)
Buch
9,99

Wer bist du kleine Maggie?

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 05.06.2016

1870 ist New York ein überaus gefährliches Pflaster und genau dort ist Maggie gelandet. Bis vor kurzem wurde sie als Bündel des Staates in einem Waisenhaus aufgezogen, bis wie durch ein Wunder ihre leiblichen Eltern wieder auftauchten, um sie wieder zu sich zu nehmen. Das da etwas faul ist, ist Maggie schnell klar, aber als Kind kann sie sich nicht wehren. Doch in New York angekommen, gelingt ihr die Flucht.


Die 13-jährige irrt durch die Gassen New Yorks, immer auf der Flucht vor ihren Häschern und völlig ohne Geld auf sich allein gestellt. Doch sie hat Glück im Unglück und kommt schlussendlich bei der Diebesbande 40 Little Thieves unter. Das Leben bei der kleinen Diebesbande, die nicht wirklich aus 40 kleinen Räubern besteht, ist nicht einfach, aber mit etwas Geschicktheit schafft sie es, die Langfingerei zu erlernen. Nur der Rattenfang wird wohl niemals ihr bevorzugter Verdienst sein.


Die kleine Diebesbande hat einen Anführer namens Goblin. Dieser kümmert sich sogar recht gut um seine Schützlinge, aber auf Maggie reagiert er immerwährend merkwürdig. Dennoch lebt Maggie sich gut dort ein und doch ist da etwas, etwas aus ihrer Vergangenheit, dass sie nicht zur Ruhe kommen lässt. Bestimmte Orte New Yorks scheint sie wiederzuerkennen, obwohl sie, ihres Wissens nach, niemals zuvor dort gewesen ist. Was steckt nur dahinter und warum wird immer noch nach ihr gesucht?



Wer bist du kleine Maggie? Der Plot wurde abwechslungsreich und packend erarbeitet. Im Besonderen hat mir hier die Beschreibung der damaligen Lebensverhältnisse gefallen, die ein Überleben, gerade als kleines Mädchen, das auf sich allein gestellt war, sehr schwer machten. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Ich muss gestehen, mein Herz habe ich an die Figur des Goblin verloren, der auf den ersten Blick ein biestiger kleiner Kerl ist und dennoch ein sehr großes Herz hat, gerade was seine Schützlinge angeht. Den Schreibstil kann ich nur als spannend beschreiben, sodass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Maggie und die Stadt der Diebe
von Patrick Hertweck
(12)
Buch
14,99

Hopes 2. Geschichte

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 05.06.2016

Leo hat es tatsächlich geschafft, der Reiterhof wird von Richards Vater, dem er gehört, endlich umgebaut und ein pferdegerechtes Reiten wird dort eingeführt. Die Zeiten der engen Einzelboxen sind vorbei, demnächst können die Pferde in einer Herde auf der Weide stehen. Sie kann es gar nicht erwarten, denn nach drei Wochen Umbau ist es endlich soweit, die Pferde kommen zurück und natürlich als allererstes Hope, die Leo, auf Grund dessen, dass sie und die anderen Pferde während des Umbaus woanders untergebracht worden waren, in den letzten Wochen fast nicht gesehen hat.


Aber das hat jetzt alles ein Ende, sie sind wieder da. Doch die Zeit drängt, denn schon am nächsten Tag soll es ein großes Eröffnungsfest geben, denn der Hof braucht unbedingt neue Reitschüler. Viele der bisherigen Schüler und Halter sind in andere Ställe gewechselt, auch weil auf Grund des Umbaus und des neu geplanten Programms für die Pferde die Unterbringung etwas kostenintensiver geworden ist.


Damit das Fest auch ein voller Erfolg wird, kümmert sich Richards Mutter persönlich um das Catering und schaltet eine alte Pressefreundin ein, die einen Bericht über das Fest veröffentlichen will. Tatsächlich wird die Feier ein voller Erfolg, doch Neuanmeldungen bleiben aus. Ein Privatsender kommt jedoch auf Leo und die Hofbesitzer zu und macht ihnen den Vorschlag, für eine Doku-Soap auf den Hof. Leo ist hier sehr unsicher, wie sie reagieren soll. Doch nicht nur diese Sorge treibt Leo um. Ihre Mutter hat sich neu verliebt - was an sich ja kein Problem ist, sie hat es ihr ja gewünscht, aber irgendwie ist der neue Mann an ihrer Seite etwas merkwürdig. Als ihre Mutter dann noch verkündet, ihren Job kündigen und mit Leo zusammen nach Sylt ziehen zu wollen, bleibt Leo nur eine Möglichkeit: sie sagt für die Doku-Soap zu, obwohl sie davon nicht überzeugt ist, aber sie weiß, nur so kann sie noch länger bei ihrer geliebten Hope bleiben, denn erstaunlicherweise unterstützt der neue Mann an der Seite ihrer Mutter ihre "schauspielerischen" Ambitionen. Vielleicht ist er ja doch nicht so verkehrt, auch wenn Leo ein mehr als schlechtes Gefühl hat, was diese Doku-Soap angeht ...



Hopes 2. Geschichte! Der Plot wurde mit unter dramatisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders schön fand ich herausgearbeitet, wie die verschiedenen Interessengruppen der Figuren mit- bzw. gegeneinander agieren, denn nicht alles ist so harmonisch, wie gedacht. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Im Besonderen hat mich hier wieder die Figur der Leonie überzeugt, denn in dieser Geschichte merkt man ganz deutlich, dass sie langsam aber sicher erwachsen wird und dass sie sich der Konsequenzen ihrer Handlungen bewusst wird. Marie Bierstedt schaffte es, dem Plot und den Figuren ein Leben einzuhauchen, sodass ich hier das Gefühl hatte, direkt vor Ort gewesen zu sein.

Hope 02. Traumpferd gefunden
von Carola Wimmer
(1)
Hörbuch
12,99

2. Band der Nightmares!-Trilogie

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 31.05.2016

Charlie Laird mag aussehen, wie ein normaler Junge, doch in Wahrheit ist er einer der Wächter des Portals. Sein kleiner Bruder Jack, seine Stiefmutter Charlotte und er selbst haben die Fähigkeit, eben jenes Portal zu öffnen und in die Anderwelt zu gelangen - doch ebenso könnten sie Bewohner dieser Welt in die eigene mitbringen. Die Anderwelt ist kein Ort, an dem sich normale Menschen freiwillig aufhalten, denn es ist die Welt der Alpträume der Menschen. Hat man seine Alpträume besiegt, so wie Charlie, ist es ein wundervoller Ort um dort geschlossene Freundschaften zu pflegen.


Doch die Anderwelt ist in Gefahr - etwas bedroht sie, ja, zerstört sie sogar. Bisher ist es keinem der Bewohner gelungen, den Grund dafür herauszufinden, doch sie ahnen, dass es etwas mit der Menschenwelt zu tun hat, denn in letzter Zeit kommen immer weniger Menschen zu ihnen. Die Bewohner der Anderwelt brauchen jedoch die Menschen um zu existieren! Durch Zufall erfährt Charlie von einem Wundermittel gegen Alpträume, dass derzeit ausschließlich in der Kleinstadt Orville Falls verkauft wird und Orville Falls ist gar nicht so weit weg von Cypress Creek.


Tatsächlich macht Charlie kurz darauf die Entdeckung, dass ein Großteil der Bewohner von Orville Falls dieses Wundermittel einnehmen, aber seitdem erscheinen sie wie ferngesteuert. Es ist augenscheinlich so, als hätten sie alle keinen eigenen Willen mehr und schlimmer noch, der Ort, an dem Orville Falls in der Anderwelt liegen sollte, ist nach und nach verschwunden und dieses Verschwinden bereitet sich noch immer weiter in der Anderwelt aus. Charlie und seine Freunde müssen unbedingt herausbekommen, was es mit dem Wundermittel auf sich hat und wer hinter diesem steckt, wenn sie ihre Freunde in der Anderwelt retten wollen ...



Der 2. Band der Nightmares!-Trilogie! Der Plot wurde spannend und fantastisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass ich der Geschichte aus Sicht beider Welten folgen konnte. Ich fand es sehr gut dargestellt, wie sich die Handlungen der realen Welt auf das Leben in der Anderwelt auswirken. Ich muss gestehen, in diesem Band hat mich die Figur des kleinen Jack (Charlies jüngerer Bruder) sehr beeindruckt zurück gelassen, denn wo andere auf Grund von Ablehnung aufgeben würden, beißt sich dieser kleine Kerl durch - und das teils mit fatalen Konsequenzen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich mich bereits jetzt auf den finalen Band der Trilogie freue.

Nightmares! Band 2 - Die Stadt der Schlafwandler
von Jason Segel
(6)
Buch
17,99

1. Band der Nightmares!-Trilogie

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 31.05.2016

Cypress Creek ist ein kleines beschauliches Örtchen, in dem lediglich ein lilafarbenes Haus hervorsticht, dass auch noch auf einem Hügel steht. In dieser Villa lebt der 12-jährige Charlie Laird mit seinem 8-jährigen Bruder Jack, seinem Vater Andrew und seiner verhassten Stiefmutter Charlotte DeChant. Seit drei Monaten leben sie in der Villa, die "ihr" gehört und seitdem hat Charlie nicht einmal gut geschlafen. Es kann nur daran liegen, dass seine Stiefmutter eine Hexe ist, wie sonst hätte sie seinen Vater binnen kürzester Zeit verhexen können, dass er sich Knall auf Fall in sie verliebte und das Haus aufgibt, in dem sie bisher gelebt haben. Charlies Mutter starb vor einigen Jahren und dennoch hat diese Tatsache nichts an seiner Liebe zu ihr geschmälert.


Charlie verflucht nichts mehr als den Tag, an dem er seine Neugierde nicht zügeln konnte und zur lila Villa fuhr, denn da zog gerade jemand ein und eine bessere Möglichkeit ins Haus zu gelangen, gab es für Charlie nie. Charlotte war diejenige, die nach Cypress Creek zurückzog und an diesem unsäglichen Tag lernte sein Vater sie kennen. Charlotte selbst führt im Ort einen kleinen Kräuterladen, welcher auf Naturheilmittel spezialisiert ist.


Seitdem sie in dieses Haus gezogen sind, träumt Charlie jede Nacht von einer Hexe, einem dunklen Wald und einem Käfig, in den er von der Hexe gesperrt werden soll. Die Alpträume sind so schlimm, dass der 12-Jährige alles tut, um nicht mehr zu schlafen - doch erfolglos. Charlies Panik steigert sich ins Unermessliche, als die Hexe ankündigt, ihn am nächsten Tag in "seiner" Welt zu besuchen. In einem Traum erfährt Charlie, dass seine Alpträume in der "Anderwelt" beheimatet sind und er weiß zwar nicht, wie er es anstellen soll, aber er weiß eines: er muss dorthin und sich seinen Ängsten stellen, sonst wir er an der derzeitigen Situation zu Grunde gehen ...



Der 1. Band der Nightmares!-Trilogie! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet, wobei ich mich manches Mal wirklich gefragt habe, ob die beschriebenen Szenen nicht etwas zu heftig / gruselig für Kinder sind. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders ins Herz geschlossen habe ich den kleinen Charlie, der nach und nach realisiert, dass er und nur er sich seinen Ängsten stellen muss. Natürlich kann er hier auf die Hilfe seiner Freunde zählen, aber schlussendlich liegt es an ihm, seinen Alpträumen ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Die Figur der Charlotte empfand ich sehr geheimnisvoll erarbeitet, denn da man sie anfänglich nur aus Charlies Sicht kennenlernt, offenbart sich erst nach und nach, wer sie wirklich ist. Den Schreibstil empfand ich fesselnd zu lesen und ich freue mich bereits jetzt auf die weiteren Bände der Nightmares!-Trilogie.

Nightmares! Band 1 - Die Schrecken der Nacht
von Jason Segel
(13)
Buch
17,99

Wenn du für die Gesellschaft aufhörst zu existieren

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 30.05.2016

Moritz Heber ist sehr zufrieden mit seinem Leben. Er hat einen Job als Kameramann bei einem gut laufenden TV-Magazin und in Amy die Frau fürs Leben gefunden. Eigentlich läuft alles perfekt für ihn, es sind immer nur Kleinigkeiten, die stören, aber damit kann er leben. Was ihn allerdings irritiert ist die Tatsache, dass die Sonnenstrahlung in letzter Zeit deutlich schwächer geworden ist bzw. wer die Welt wie durch einen Nebel wahrnimmt. Wie gesagt, es ist irritierend, aber nicht weltbewegend für Moritz - doch die Tatsache, dass sein Name im Abspann der Reportage als Kameramann nicht mehr auftaucht, das ist weltbewegend für den jungen Mann! Immerhin hat mein seiner Arbeit Tribut zu zollen! Als er seinen Chef telefonisch zur Rede stellt, geht dieser von einem Versehen aus, doch es wird noch schlimmer.


Als er zu einer Redaktionskonferenz (wie immer zu spät dran) will, tut plötzlich die Assistentin so, als würde sie ihn nicht kennen, ja schlimmer noch, er wird des Büros verwiesen! Das einzig positive an diesem Tag ist definitiv die Bekanntschaft mit seinem neuen Nachbarn Tobias, mit der er voll auf einer Wellenlänge zu liegen scheint. Dennoch, der Tag ist eigentlich im Eimer und nicht mehr zur retten. Doch nicht mehr lange und Amy kommt von ihrer Dienstreise zurück - dann wird sich das makabere Spiel schon aufklären. Doch auch Amy erkennt Moritz nicht, als dieser mit Frühstück vor der Tür steht. Als auch noch sein Name auf offiziellen Dokumenten verschwindet, weiß Moritz, das irgendwas ganz gewaltig im Argen liegt.


Hilfe findet er tatsächlich in Form eines Obdachlosen, der sich ihm zu erkennen gibt, denn auch seine Identität ist nach und nach verschwunden, ebenso die Erinnerungen an ihn in der Gesellschaft. Doch das ist noch nicht einmal das schlimmste! Immer wieder werden die Männer angegriffen, von Wesen, die wie ein Nebel erscheinen, doch tödliche Waffen anstelle von Händen ihr eigen nennen und nur eines wollen - sie töten. Daran zumindest lassen sie keine Zweifel und sie kommen immer öfter und ein jeder neue Angriff schwächt die Männer. Doch was hinter allem steckt - das ist noch nicht ganz klar. Erstaunlicherweise finden sie Hilfe in der Psychiatrie ...



Wenn du für die Gesellschaft aufhörst zu existieren! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders faszinierend empfand ich die Idee, dass die Spuren einer Person nach und nach verschwinden, nicht durch Diebstahl oder Löschung der Daten, sondern durch schlichte Nicht-Existenz ersetzt werden und wie die Figuren es schaffen, diesem Mysterium auf den Grund zu kommen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Beeindruckt zurückgelassen hat mich die Figur des Moritz, auch wenn dieser alles andere als ein Sympathieträger ist! Tatsächlich verhält es sich eher so, dass Moritz ein Mensch zu sein scheint, der mehr als nur eine Schwäche hat und dennoch ist er nicht gewillt aufzugeben, bis er das Rätsel des Verschwindens seiner Existenz gelöst hat. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch packende Lesestunden bereitet hat.

Ausradiert
von Martin S. Burkhardt
(4)
Buch
12,99

Die Grünkreuz-Mordserie

Kerstin Stutzke aus Berlin , am 29.05.2016

Tycho Krämer ist freier Journalist, nachdem er vor zwei Jahren im Lotto gewonnen hatte. Seit dieser Zeit schreibt er nur noch über Themen, die ihn wirklich reizen und interessieren und hat dank seiner finanziellen Mittel natürlich ganz andere Möglichkeiten als die Kollegen, die in einem (freien) Angestelltenverhältnis sind. Derzeit liegt sein Interesse bei einer Verhandlung von bekannten Unterweltgrößen Leipzigs, welche von Richter Rothmann geführt wird. Der Prozess läuft wie jeder andere - doch am Ende erschießt ausgerechnet Richter Rothmann den Angeklagten mitten in seinem Gerichtssaal. Der Richter selbst wird von den anwesenden Beamten erschossen - ein Motiv kann nicht ermittelt werden.


Kramer aber hat "Blut geleckt". Was brachte den ehren- und verdienstvollen Richter dazu, Selbstjustiz zu üben? Zwar hat er keinen Einblick in die Ermittlungsakten, doch zum Glück ist er mit Elisabeth liiert, die ihres Zeichens Oberkommissarin ist und ihrem Freund so doch den ein oder anderen Tipp geben kann. So glücklich Tycho und Elisabeth auch miteinander sind, Elisabeths Vater ist absolut gegen die Beziehung und dem Kriminalrat ist fast jedes Mittel recht, denn Mann an der Seite seiner Tochter zu diskreditieren.


Derweil wird in Berlin der Abgeordnete Enrico Johann von der Osten von einer unbekannten Frau auf offener Straße getötet. Auch sie sagt die Worte "Gott mit uns", wie bereits Rothmann in Leipzig, doch die Attentäterin kann gestellt werden. Tycho ahnt, dass viel mehr hinter der Geschichte steckt und beginnt, eigene Recherchen anzustellen, denn auch die Frau kann der Polizei kein Motiv nennen. Noch während der Befragung durch die Beamten stirbt sie auf dem Polizeipräsidium. Bei der Obduktion kommt heraus, dass sie Krebs im Endstation hatte - noch eine Gemeinsamkeit mit Rothmann, denn auch dieser hatte nur noch kurze Zeit zu leben. Tycho ahnt, dass viel mehr hinter den Attentaten steckt, als die Polizei annimmt, denn der Zufall von zwei unabhängigen Tätern, die beide dem Tode geweiht waren, mag er nicht so recht glauben und tatsächlich findet er alsbald eine Spur - doch die Mordserie ist noch lange nicht beendet ...



Die Grünkreuz-Mordserie! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitete. Faszinierend empfand ich, wie sich der Plot nach und nach auflöste und wie so manches "Opfer der Mordserie" er nach seinem Tod sein wahres Gesicht preisgab und immer wieder stand für mich die Frage im Raum: handelt es sich hier um Gerechtigkeit oder Selbstjustiz? Auf jeden Fall kann ich nur sagen, aus meiner Sicht war ich nicht unbedingt immer auf Seiten der Strafverfolgungsbehörden. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich mir auch nach Lektüre des Buches nicht sicher bin, was ich von der Figur des Tycho halten soll. Einerseits ist er gewitzter Journalist, der es durchaus (nicht nur mit Hilfe seines Geldes) schafft, sich wertvolle Informationen zu eigen zu machen, doch wer er selbst ist, darüber schweigt sich der Protagonist in großen Bereichen aus, sodass ich nicht behaupten kann, ich hätte Tycho in diesem Buch gut kennengelernt. Den Schreibstil empfand ich fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet und mich hier gerade die Thematik des Romans in seinen Bann geschlagen hat.

Lyssa
von Markus Heitz
(2)
eBook
3,99

 
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