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Name:
Kerstin Stutzke Top 100 Rezensent
Ort:
Berlin
Rezensionen:
447 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 53

nicht hilfreich: 6

Rang:
47

Kerstin Stutzkes Rezensionen

buch

Die Verratenen

Ursula Poznanski

EUR 18,95 *
auf Merkliste

50

20.05.2013

„Die Verratenen (Band 1)”

Die Zukunft ist alles andere als rosig. Die globale Erwärmung führte zu einem neuen Kälteeinbruch, doch innerhalb der Sphären ist das Leben angenehm. Ziel der Sphären-Bewohner ist es, durch ihre Forschung wieder ein Leben außerhalb der Sphären möglich zu machen. Zwar gibt es Außenbewohner, sogenannte Prims, doch dieses Leben ist in den Augen der Sphären-Bewohner alles andere als lebenswert. Sie leben in Clans und kämpfen gegen andere Clans um die geringen Nahrungsmittelvorräte, Jagdreviere und ähnliches. Auch kämpfen die Prims immer wieder gegen die Außentrupps der Sphären-Bewohner, die ihnen dennoch helfen wollen. Innerhalb der Sphären geht es jedoch in erster Linie um Leistung, die jeweilige erreichte Rangfolge ist entscheidend für den jeweiligen Status innerhalb der Sphäre.

Eleria, genannt Ria, ist eine solche Sphären-Bewohnerin. Sie ist Nr. 7 in der Rangfolge der Melchart-Sphäre, die sie ihr Zuhause nennt. Sie ist Expertin im Lesen von Menschen und deren Gesten und ihr steht eine überaus glorreiche Zukunft bevor. Als sie jedoch ein Gespräch zwischen dem Rektor Geogias und einem Sentinel belauscht, glaubt sie erst noch an einen Irrtum. 6 Sphären-Bewohner sollen in eine Verschwörung gegen die Präsidenten verwickelt sein - diese sollen unauffällig exekutiert werden. Als Ria ihre Nummer hört, glaubt sie an einen großen Irrtum, zumindest solange, bis sie mit 5 anderen auf eine Reise zum Präsidenten in die Sphäre Zukunft geschickt wird - sie werden nie dort angekommen. Mit von der Partie sind Aureljo (Nr. 1), ein Allrounder und Rias fester Freund, Fleming (Nr. 32), ein Medizinstudent, Tomma (Nr. 65), Botanikerin und eine Freundin von Ria, Tycho (Nr. 89), ein begnadeter Techniker und Dantorian (Nr. 114), ein aufstrebender Künstler.

Während der Fahrt zur Sphäre Zukunft wird der Zug angehalten und von Sentinels (Exekutoren) gestürmt. In letzter Sekunde gelingt es den sechs Jugendlichen, zu fliehen und ihre Verfolger vorerst abzuschütteln. Doch nun sind sie auf sich allein gestellt, sie, die niemals außerhalb der Sphären gelebt haben, müssen nunmehr in einer eisigen, unwirklichen Ebene versuchen zu überleben. Nur mit Müh und Not gelingt es ihnen, die ersten Stunden in dieser unwirklichen Welt zu überleben, doch dann schlägt das Schicksal zu. Sie werden vom Clan der Schwarzdornen gefangen genommen, der dadurch ihr Überleben sichert. Schnell müssen sie lernen, mit der neuen Lebenssituation klar zu kommen, doch was noch schlimmer ist: Ria weiß, dass einer ihrer fünf Gefährten ein Verräter ist. Nur wer?

Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet, sodass selbst ich zwischendrin fast dabei war, mit den Zähnen zu klappern, weil ich die eisige Kälte, in der sich die Protagonisten zurecht finden müssen, förmlich spüren konnte - und ich hasse Kälte. Die Figuren wurden ausgesprochen facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir hier ganz besonders Protagonistin Ria an Herz gewachsen ist. Aureljo ist in meinen Augen allerdings doch etwas zu perfekt geraten, aber wer weiß, vielleicht hat er auch noch irgendwelche Ecken und Kanten, die mir in den nächsten Bänden enthüllt werden. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch zwischendrin gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

40

20.05.2013

„Das Ende von Alice”

Chappy sitzt seit über 20 Jahren im Knast, denn ihm wurde der Mord an der zwölfeinhalbjährigen Alice Somerfield zur Last gelegt. Wie viele andere Insassen auch, bekommt auch Chappy regelmäßig "Fanpost", die er allerdings im Laufe der Zeit immer weniger beantwortet. Doch ein Brief erregt seine Aufmerksamkeit. Eine 19-jährige schreibt ihm und dieser Brief ist anders, als alle anderen, denn dieses Mädchen teilt sein Begehren. Er begehrte einst Alice, sie begehrt einen 12-jährigen Nachbarsjungen - eine intensive Brieffreundschaft entwickelt sich.

Immer intensiver werden ihre Briefe. Sie schildert ihm, wie sich langsam, aber sicher, ihrem Opfer nähert und Chappy schwellt in Erinnerungen, über seine gemeinsame Zeit mit Alice. Während Chappy hinter Gittern sitzt, sehnt er die Zeit herbei, wenn er endlich wieder in Freiheit ist und kann dennoch einfach nicht von der Vergangenheit, von Alice, loslassen, denn dieses Kind war wie ein Rausch für ihn. Auch hofft er sehr für seine Brieffreundin, dass sie mit ihrem kleinen Freund ebenso erfolgreich ist ...

Abartig - aber gut! Der Plot wurde ausgesprochen detailliert und abwechslungsreich erarbeitet. Erzählt wird die Geschichte von Ich-Erzähler Chappy, welche sowohl in der Gegenwart spielt, während des Briefwechsels mit seinem jungen Fan, wie auch Rückblenden in die Vergangenheit inne hat, während seine Erinnerungen immer wieder zu seiner Zeit mit Alice zurückschwenken. Die Protagonisten wurden ausgesprochen tiefgründig erarbeitet, wobei mir bestimmte Handlungen echt an die Nieren gingen. Es hat mich zwischendrin fast gegruselt, weiter zu lesen, denn bestimmte Abartigkeiten waren selbst mir fast ein bisschen zu viel. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd und spannend zu lesen, weswegen ich das Buch am Stück gelesen habe.

40

20.05.2013

„1. Band der Anwaltshuren-Reihe”

Emma Hunter ist aus der Provinz gekommen, um ihr Glück in London zu suchen. Nun ja, gefunden hat sie lediglich eine schlecht bezahlte Stelle in einem Buchladen, doch das kann doch noch nicht alles gewesen sein, oder? Sich jeden Tag von seinem Chef fertig machen zu lassen und dennoch reicht das Geld vorne und hinten nicht - nein danke. Doch woher einen gutbezahlten Job nehmen, wenn die Zeugnisse nicht wirklich so berauschend sind.

Auf Drängen einer Freundin bewirbt sich Emma spontan bei einer hochangesehenen Anwaltskanzlei - und wird wider erwartend zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Doch der erhoffte Job als Schreibkraft ist es nicht, der ihr angeboten wird - vielmehr wird ihr ein äußerst unmoralisches Angebot gemacht. George, Chefanwalt der Kanzlei, schlägt ihr vor, als "Gesellschafterin" für renommierte Kunden tätig zu sein - als Gage gäbe es 500 Pfund pro Abend. Entrüstet lehnt Emma ab, doch das Geld könnte sie wirklich gut gebrauchen, bereits seit drei Monaten konnte sie ihre Miete nicht mehr zahlen.

Zurück in ihrem gewohnten Trott, geht ihr dennoch nicht das Angebot aus dem Kopf und als sie auch noch von einem jungen Mann in der Buchhandlung "vernascht" wird, ist ihre Entscheidung klar. Sie wird das Angebot annehmen, sie mag Sex und wenn sich damit Geld verdienen lässt, ist das doch ein überaus positiver Nebeneffekt.


Ein gelungener Auftakt! Den Plot fand ich ansprechend erarbeitet, wobei hier Sex zwar eine große Rolle spielt, jedoch auch wirklich eine Geschichte erzählt wird. Die Charaktere wurden sehr facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei ich mir immer noch nicht ganz so sicher bin, ob die jeweiligen Charaktere ihr wahres Ich gezeigt haben. Zum Glück gibt es ja noch ein paar Bände, um das herauszufinden. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wobei ich hier jedoch anmerken muss, dass ich dieses Buch mehr so nebenbei gelesen habe, es also nicht meiner vollen Aufmerksamkeit bedurfte.

40

20.05.2013

„Das Phantom der Oper”

Die junge, aufstrebende Sängerin Christine Daaés wird eines Tages entführt. In Verbindung dazu scheint das Verschwinden von Vicomte de Chagnys und dessen älterem Bruder, dem Grafen Philippe zu stehen. Doch wie kam es dazu, dass drei nicht unbekannte Persönlichkeiten so etwas widerfährt?

Des Rätsels Lösung scheint ei eiem Perser zu liegen, der ein ausgesprochener Opernfreund ist, doch was weiß er und in wie weit kann er Licht ins Dunkel bringen? Das Geheimnis scheint sich um Loge Nr. 5 der Pariser Oper zu drehen, denn diese ist dem Phantom vorbehalten. Die neuen Direktoren der Oper sind da natürlich anderer Meinung, sodass sie die Loge, entgegen der bisherigen Gepflogenheiten, vermieten. Als jedoch die Leiche des Bühnenarbeiters Joseph Buquet auftaucht, schleichen sich erste Zweifel in ihre Entscheidung ein.

Doch der Tod Buquets ist erst der Anfang. Eine bis dato hoch gelobte Sängerin ist plötzlich nicht mehr in der Lage zu singen und ein Kronleuchter stürzt in den Zuschauersaal und tötet und verletzt Besucher. Der Druck auf die neuen Direktoren erhöht sich immer mehr und dennoch wollen sie partout nicht an das Phantom der Oper glauben, bis zu dem Tag, an dem Christine Daaés entführt wird.

Ein Klassiker der Weltliteratur! Den Plot wurde detailliert und abwechslungsreich erarbeitet, wobei mich hier die Erzählperspektive (Ich-Erzähler) doch überrascht hat. Die Charaktere wurden facettenreich erarbeitet, wobei es in meinen Augen ab und an durchaus tiefgründiger hätte sein können. Den Schreibstil empfand ich als überraschend angenehm zu lesen, wenn ich ehrlich bin, hatte ich das von einem Klassiker so nicht erwartet.

50

20.05.2013

„Eine todgeweihte Liebe”

Die 16-jährige Hazel Grace Lancaster hat Krebs (Schilddrüse mit hartnäckigen Metastasen in der Lunge) und sie weiß, dass sie sterben wird, nur der Zeitpunkt steht noch nicht fest. Ihrer Mutter zuliebe besucht sie einmal wöchentlich eine Selbsthilfegruppe für zwölf- bis achtzehnjährige, um gegen "Depressionen" anzukämpfen, von denen ihre Mutter der Meinung ist, dass sie diese hat. Es ist nicht leicht, die Selbsthilfegruppe zu besuchen, denn immer wieder sieht sie neue Gesichter und bekannte tauchen nicht mehr auf, da sie den Kampf gegen den Krebs bereits verloren haben. Ihr liebster Gruppenteilnehmer ist Isaac, der bereits durch den Krebs ein Auge verloren hat und dem in wenigen Tagen eine erneute OP bevorsteht, in der ihm auch das zweite Auge entfernt werden muss - er wird nie wieder sehen können. Doch dieses Mal ist Isaac nicht allein gekommen, er hat seinen Freund Augustus "Gus" Waters zur moralischen Unterstützung dabei, der selbst vor Jahren an Krebs erkrankt war, diesen aber besiegte.

Seit 3 Jahren schon geht Hazel nicht mehr zur Schule, ihr gesamtes soziales Leben spielt sich nur noch im Haus ihrer Eltern ab. Wenn es ihr halbwegs gut geht, besucht sie Kurse am College, doch auch dies ist nur sehr unregelmäßig möglich. Um sich um sie zu kümmern, hat ihre Mutter ihren Beruf aufgegeben. Wider alle Umstände verlieben sich Hazel und Gus ineinander, doch sie wissen, dass ihre Zeit begrenzt sein wird. Hazel jedoch hat einen Traum: Sie möchte Peter Van Houten treffen, den Schriftsteller ihres Lieblingsbuches. Doch dieser lebt in Amsterdam und eine Reise über den Atlantik scheint zu gewagt bei ihrem Krankheitsbild und auch finanziell können ihre Eltern diese Reise nicht stemmen.

Gus hingegen gelingt das Unglaubliche: Er kann Kontakt mit der persönlichen Assistentin Van Houtens und es gelingt ihm auch, die Reise für Hazel und sich sowie Hazels Mum zu organisieren. Doch die Enttäuschung in Amsterdam ist groß, die Erwartungen, die Hazel an den Schriftsteller erfüllen sich nicht - dafür entdecken sie und Gus eine neue Form der Liebe. Doch die Zeit drängt, Hazel geht es immer schlechter und langsam beschleicht sie der Verdacht, dass Gus ein Geheimnis vor ihr hat ...

Was für ein Buch - Taschentuchalarm ist angesagt!!! Der Plot wurde detailliert und abwechslungsreich erarbeitet. Ich hatte am Anfang zwar eine Idee, in welche Richtung sich das Buch entwickeln würde, doch ich wurde in mehr als nur einer Beziehung immer wieder aus der Bahn geworfen. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erwartet, wobei der Autor hier großen Wert darauf gelegt hat, dass man sich als Leser sowohl in die Gefühlswelt von Hazel, wie auch von Augustus einfühlen kann. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen emotional - bereist vor der 30. Seite hatte ich erstmals mit den Tränen zu kämpfen. Bei diesem Buch handelt es sich um das erste des Autoren, das ich gelesen habe, aber ich kann jetzt schon sagen: Es wird nicht das letzte gewesen sein.

50

20.05.2013

„5. Band der Archie-Sheridan-Reihe”

Vor 3 Monaten überlebte Archie Sheridan knapp die Überschwemmung des Willamette River (Totenfluss). Er ist mittlerweile vollkommen runter von seiner Schmerzmittelsucht und auch wieder aktiv im Dienst, jedoch einen Nebeneffekt hat sein neugewonnenes Leben - er kann nicht mehr durchschlafen. Jede Nacht zwischen 3 und 4 Uhr ist er wach, doch damit ist er nicht allein. Auch Patrick, das junge Entführungsopfer eines Serienmörders, leidet unter Schlaflosigkeit und findet jede Nacht Trost in Telefonaten mit Archie. Mit dem relativ ruhigen Leben ist es jedoch schnell vorbei, als Archie zu einem Tatort gerufen wird. Jake Kelly wurde am helligten Tag entführt - seine Leiche findet sich wenig später aufgehängt an einem Baum in einem Park - gehäutet.

Es scheint jedoch niemand ein Motiv für die Tat gehabt zu haben, denn Jake arbeitete ehrenamtlich in einem Life Works Center for Young Women und war gemeinhin als guter Mensch bekannt. Doch Archie erlebt noch eine Überraschung der anderen Art. Eine der jungen Frauen, die bei dieser Organisation lebt, ist Pearl, die er von einem seiner letzten Fälle kennt und das sind nicht nur schöne Erinnerungen. Das einzige, wessen sich Archie bei diesem Fall sicher sein kann, ist, dass die Täterin nicht Gretchen Lowell ist, denn diese sitzt nach wie vor im State Mental Hospital und dennoch lässt sie Archie keine Ruhe. Über ihren Arzt nimmt Gretchen wiederholt Kontakt zu Archie auf, denn sie könne Hinweise zur Ergreifung des Täters führen. Archie jedoch ist nicht gewillt, sich erneut mit Gretchen einzulassen, sodass diese sich an Susan Ward wendet, die mittlerweile als freie Journalistin arbeitet, aber noch hin und wieder Kontakt mit Archie hat.

Susan trifft sich tatsächlich mit Gretchen und diese erzählt ihr von ihrem ersten Mord - im Alter von 16 Jahren. Als Archie sich das Interview anhört, weiß er, dass Gretchen ihm damit eine Spur zum Täter gelegt hat und die Zeit drängt, denn nur kurz nach dem ersten Opfer, wurde eine weitere Leiche gefunden, nebst einer weiteren Lilie und der Mörder scheint sein Werk noch nicht beendet zu haben. Widerstrebend trifft sich Archie doch mit Gretchen, doch was sie ihm erzählt, kann er kaum glauben. Gretchen erzählt von einem Kind, dass sie hatte, Lily und dass Archie, wenn er den Täter finden wolle, unbedingt nach Ryan Motley suchen müsse. Wie viel von dem, was Gretchen ihm erzählt hat, kann Archie ihr glauben und wird er endlich herausfinden, wer Gretchen Lowell wirklich ein war?

Der 5. Band der Archie-Sheridan-Reihe beginnt etwa 3 Monate nach Ende des 4. Bandes Totenfluss. Der Plot wurde detailliert und abwechslungsreich erarbeitet und endlich, endlich erfahren wir ein Stück mehr aus Gretchen Vergangenheit, ihrer Jugend und ihrem allerersten Mord. Die Figuren wurden ausgesprochen facettenreich und tiefgründig erarbeitet und was soll ich sagen - ich mag Gretchen Lowell einfach, möchte ihr aber auf gar keinen Fall im realen Leben begegnen. Der Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd zu lesen, immer wieder hat er mich in seinen Bann geschlagen und eigentlich von der ersten Seite an gar nicht mehr losgelassen.

50

14.05.2013

„Am Ende war es Liebe (Band 2)”

Sophie hat es geschafft - sie ist am Ziel ihrer Träume angekommen. Sie ist mit Joshua Streta, dem Drummer der "Dark Tower Alliance" fest zusammen und lebt mit ihm und den anderen Jungs der Band in einer WG in Köln. Auch ihr Neurinom, ein gutartiger Tumor in der hinteren Schädelgrube, konnte erfolgreich behandelt werden und sie ist wieder gesund. Lediglich Stresssituationen sollte sie vermeiden, da sie in solchen sehr starke Kopfschmerzen bekommt. Derweil engagiert sie sich für die Band ihres Freundes, denn sein Erfolg ist ja auch ein Stück weit ihr Erfolg.

Doch so leicht, wie Sophie sich das vorgestellt hat, ist das Zusammenleben mit einem Rockstar nicht, zumal niemand in der Öffentlichkeit von ihrer Beziehung weiß. Lediglich ihre Familie ist informiert und durch den Umzug von Frankfurt nach Köln hat sie dort auch noch keine Freunde - aber sie hat Joshua, den Mann ihrer Träume. Allerdings wäre das Leben und ihre Beziehung noch viel schöner, wenn nicht ständig diese (weiblichen) Fans ihrem Freund auflauern würden, zumal sie sich ja in der prekären Situation befindet, sich nicht als seine Freundin outen zu können. Zwischen Sophie und Joshua kommt es immer wieder und immer öfter zum Streit.

Nach einem solchen Streit fährt Sophie zu ihren Eltern nach Frankfurt - sie braucht einfach mal eine Auszeit. Nachdem sich die Situation mit Joshua wieder entspannt hat, lernt sie auf der Rückfahrt nach Köln Roman kennen, einen überaus sympathischen jungen Mann, der mit ihr sofort auf einer Wellenlänge ist. Sobald sie jedoch wieder in Köln ist, hat Sophie nur noch Augen für Joshua, obwohl sie zugeben muss, dass der sympathische Roman ihr immer wieder im Kopf rumspuckt. Durch Zufall treffen sich die Beiden in Köln wieder und verbringen einen Abend miteinander, denn was Sophie zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Roman fand sie bereits auf den ersten Blick mehr als nur sympathisch. Als Sophie auch noch mitbekommt, dass Joshua immer wieder heimlich mit einer Sonja telefoniert, muss sie sich entscheiden: Will sie für ihre Liebe zu Joshua kämpfen oder soll sie einen Neustart mit Roman wagen?

Eine gelungene Fortsetzung! Der Plot wurde detailliert und abwechslungsreich erarbeitet, ohne jedoch vorhersehbar zu sein, denn ich habe bis fast zum Ende gerätselt, für wen sich Sophie letztendlich entscheiden wird. Die Figuren wurden ausgesprochen facettenreich und tiefgründig erwartet, wobei ich allerdings sagen muss, dass sich die Figur des Joshua an sich sehr negativ entwickelt hat. Wo er im ersten Teil noch feinfühlig reagiert hat, strafft er jetzt, wo seine Welt in Ordnung ist und er ein erfolgreicher Rockstar, seine Umwelt mit Missachtung ihrer Gefühle. Sophie hingegen ist mir nach wie vor sehr sympathisch und ich kann sagen, ich mag sie unheimlich gerne und ich konnte ihr Dilemma, so zwischen zwei Männern zu stehen und eine Entscheidung fällen zu müssen, sehr gut nachvollziehen. Den Schreibstil empfand ich wieder als ausgesprochen angenehm zu lesen, sodass ich das Buch eigentlich nur anlesen wollte, es aber am Ende am Stück gelesen habe.

40

14.05.2013

„80 Days - 4. Teil”

Lubow "Luba" Schewschenko verlor mit fünf Jahren ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall. Aufgenommen wurde sie von einer Tante, sodass ihr ein Waisenhaus in der Ukraine erstart blieb, doch wirklich einfacher machte es die Situation für das kleine Mädchen nicht. Ihre Tante wollte immer Balletttänzerin werden, doch dieser Traum blieb ihr versagt. Jedoch die kleine Luba hat Talent und so wird sie von ihrer Tante in einer Ballettschule angemeldet und tatsächlich, sie ist gut, allerdings ohne Ehrgeiz. Dennoch schafft sie es an einer Theater- und Ballettakademie in St. Petersburg aufgenommen zu werden. Doch anstatt sich aufs Tanzen zu konzentrieren, wird sie von ihrer besten Freundin Soscha in das Thema "Männer" eingeführt.

Wenig später zieht es Luba in die Ferne, sie will die Welt sehen und nicht den typischen Weg einer Frau von wegen Ehe und Kinder eingehen. Sie geht nach New York und bleibt auch dort, nachdem ihr Visum abgelaufen ist. Sie arbeitet in einer Konditorei, wo sie eines Tages Chey trifft. Sofort sieht sie, dass dieser Mann anders ist, als alle anderen Männer, die sie bisher kennengelernt hat. Da auch Chey von der jungen Frau fasziniert ist, kommt es wie es kommen muss und die Beiden verlieben sich ineinander. Luba wird schnell klar, dass Chey Geld haben muss, doch dass der Bernsteinhandel so gut läuft, kann sie sich nicht vorstellen und dennoch, Chey und Luba sind im 7. Himmel. Mit ihm geht sie so weit, wie zuvor noch nie mit einem Mann. Alles könnte so schön und harmonisch sein, wenn Chey nicht immer wieder für ein paar Tage unangekündigt verschwinden würde. Im Notfall könnte Luba sicherlich auch damit leben, doch dann verliert sie, während einer längeren unangekündigten Abwesenheit Cheys ihren Job und steht förmlich mittellos da. Einer von Cheys Bekannten macht ihr ein Angebot, in einer Bar zu Strippen.

Luba ist auf Grund ihrer klassischen Tanzausbildung mehr als nur geeignet für diesen Job und tatsächlich nimmt sie ihn an und findet schnell gefallen daran. Als Chey wieder auftaucht ist er alles andere als begeistert, doch Luba kann ihn von ihrer Entscheidung überzeugen. Sodann verläuft das Leben des jungen Paares, wie das von jedem anderen Paar, bis Chey eines Tages wieder verschwindet. Während seiner Abwesenheit entdeckt Luba eine Waffe in seinem Schreibtisch und ergreift die Flucht, denn sie weiß, nur mit dem Bernsteinhandel kann Chey nicht so wohlhabend geworden sein, doch was steckt wirklich hinter seinem Reichtum und warum besitzt er eine Waffe mit Schalldämpfer?

Auch der 4. Band der Reihe besticht wieder durch einen abwechslungsreich ausgearbeiteten Plot, wobei auch hier wieder nicht die Erotik an sich im Vordergrund steht, sondern die Geschichte des Waisenkindes Luba aus der Ukraine. Die Protagonisten, allen voran Luba, wurden wieder sehr facettenreich erarbeitet und ich muss sagen, ich mag Luba ungemein gerne. Sie weiß, was sie vom Leben will und ist auch bereit eher unkonventionelle Wege zu gehen, um sie zu erreichen. Der Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch am Stück gelesen habe.

20

08.05.2013

„negative Zukunftsaussichten”

Die vereinigten Staaten von Amerika in der Zukunft: Der 30-jährige Guy Montag arbeitet beim staatlichen Ordnungsdienst. Seit 10 Jahren ist er als Feuerwehrmann tätig, doch im Gegensatz zur heutigen Zeit, sind zukünftig die Feuerwehrmänner dafür da, versteckte Bücher und Zeitschriften zu finden und zu zerstören, denn Feuerwehrmänner legen vom Staat angeordnete Feuer.

Dann lernt er eines Abends auf dem Heimweg die 16-jährige Clarisse McClellan kennen und ist fasziniert von der jungen Frau. Sie begegnen sich an vielen Abenden und Clarisse öffnet Guy nach und nach die Augen über die gesellschaftlichen Formen, die herrschen und über das Wesen von Büchern und Geschichten. Guy wird immer weiter in Clarisses Welt hineingezogen und beginnt, eigenständig zu denken, etwas, dass in Zukunft nicht wirklich erforderlich und/oder gewünscht ist.

Eines Abends jedoch ist Clarisse nicht da - und Guy beginnt, sich zu sorgen. Sein Hauptmann bei der Feuerwache kann ihm mitteilen, dass die junge Frau bei einem Unfall verstorben ist - doch Guy befallen Zweifel. Immer mehr gerät er in die Zwickmühle. Kann er so weitermachen, seinem zerstörerischen Job nachgehen und mit seiner stumpfsinnigen Frau Mildred weiter zusammenleben oder soll er ausbrechen? Damit jedoch nicht genug, ein neuer Krieg steht bevor und dann überschlagen sich die Ereignisse ...

Ich hatte definitiv mehr erwartet! Die Idee des Plotes hat mir unheimlich gut gefallen, die Umsetzung jedoch weniger. Ich empfand es als ausgesprochen unrealistisch, dass ein Mann, dessen Lebensinhalt es seit 10 Jahren ist, Bücher zu zerstören, innerhalb weniger Tage zum Umdenken bekehrt werden kann. Die Figuren empfand ich als ausgesprochen farblos, mir fehlte hier eindeutig die Tiefe und ich empfand die Fülle der Masse an Figuren als zu gering, einige weitere Figuren hätten für mehr Facettenreichtum sorgen können. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, jedoch konnte dieser den Lesegenuss des Buches leider nicht mehr retten.

50

06.05.2013

„Die kleine Hexe - ein entzückendes Kinderbuch”

Die kleine Hexe ist 127 Jahre alt und damit laut den Regeln der Hexenwelt zu jung, um in der Walpurgisnacht zusammen mit den großen Hexen auf dem Blocksberg zu tanzen. Doch die kleine Hexe möchte es so gerne, immerhin übt sie sich jeden Tag 6 Stunden lang in ihrem kleinen Häuschen im Wald im Zaubern. Treu ihr zur Seite steht ihr der Rabe Abraxas. In diesem Jahr jedoch, will die kleine Hexe ihr Glück versuchen, wer sollte sie schon erkennen, wenn sie mit den anderen Hexen auf dem Blocksberg tanzt?

Leider tanzt die kleine Hexe direkt vor den Augen ihrer Tante, der Wetterhexe Rumpumpel, die die kleine Hexe auch sofort meldet. Sie wird bestraft, darf sich doch innerhalb eines Jahres bewähren. Wenn sie eine gute Hexe wird, darf sie im nächsten Jahr zusammen mit den großen Hexen auf dem Blocksberg zur Walpurgisnacht tanzen.

Gesagt getan - die kleine Hexe übt von nun an jeden Tag sogar 7 Stunden, um sich würdig zu erweisen und wie es sich gehört, versucht sie alles, um eine gute Hexe zu werden und hilft den Menschen, wo sie nur kann. Dabei erlebt sie allerhand lustig und auch traurige Geschichten, doch nie geht sie von dannen, ohne zu helfen. Wird sie innerhalb eines Jahres soweit reifen, um vor dem Hexentribunal zu bestehen?

Was für ein entzückendes Kinderbuch! Der Plot fand ich sehr bildreich und leicht verständlich erarbeitet, einfach ein Traum von einem Kinderbuch. Die Figuren, allen voran natürlich die kleine Hexe, wurden ausgesprochen kindgerecht und fantasieanregend, selbst ich als Erwachsene bin nach wie vor entzückt von den Figuren. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen und bin noch immer dermaßen begeistert, das sich jetzt schon weiß, dass ich meiner Nichte, wenn sie denn in ein paar Jahren lesen lernen wird, ein Exemplar dieses Buches kaufen werde - und ganz ehrlich: Ich freu mich jetzt schon darauf, dass auch sie die Welt der kleinen Hexe entdeckt.