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12

50

03.04.2012

„David gegen Goliath”

Als Han Pyongtaes Vater von Seoul aufs Land strafversetzt wird, kommt dieser in eine neue Schule. Schnell lernt er, dass dort ganz andere Regeln gelten, als in seiner alten Heimat. Der Klassensprecher Om Sokdae, der einige Jahre älter ist, als seine 12-jährigen Mitschüler, tyrannisiert die Klasse und zwingt sie zur willenlosen Unterwerfung. Er lässt sich Dinge von ihnen „schenken“, nimmt ihnen Geld weg, etc. Da seine „Herrschaft“ seine Klasse zur saubersten und artigsten macht, lässt der Klassenlehrer ihm freie Hand und mischt sich nicht ein. Die jüngeren Schüler wagen es nicht Om Sokdae zu widersprechen. Nur Han Pyongtae leistet Widerstand, doch dieser wird bald gebrochen…
Ein Buch, das zwar bereits 1987 geschrieben wurde, aber nichts von seiner Aktualität verloren hat. Denn so geht es gerade heute in vielen Klassenzimmern zu. Es macht nachdenklich und zeigt, dass Veränderung nicht einfach passiert, sondern die Menschen diese zu bewirken haben.

50

06.01.2012

„Mögen die Spiele beginnen!”

Das einstige Nordamerika wurde durch Krieg und Naturkatastrophen zerstört. Jetzt wird es Panem genannt und das Kapitol regiert es mit eiserner Hand. Um den Menschen zu zeigen dass sie ihnen hoffnungslos ausgeliefert sind, werden jedes Jahr die Hungerspiele abgehalten. Von jedem der zwölf Distrikte werden zwei Jugendliche, ein Mädchen und ein Junge, die sogenannten Tribute, ausgelost, die an den tödlichen Spielen teilzunehmen haben.
Die 16-jährige Katniss springt für ihre kleine Schwester ein, um an ihrer statt an den Hungerspielen teilzunehmen. Ihr Mittribut ist Peeta, ein Junge den sie nur flüchtig kennt. Da den Teilnehmer aus Distrikt 12 im generellen keine großen Chancen zuteil kommen, muss sich das Betreuerteam etwas einfallen lassen, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu gewinnen. Als Peeta bei den Abschlussinterviews Katniss ein Liebesgeständnis macht, denkt sie an eine Strategie um kostbare Sponsoren zu gewinnen. Also spielt sie mit. So werden sie zu dem tragischen Liebespaar aus Distrikt 12 …

Die Autorin schafft es, ein stimmiges Bild einer düsteren Zukunftsvision zu zeichnen. Ein Fernseh-spektakel, in dem Teenager angefeuert werden, sich gegenseitig möglichst grausam zu töten. Eine Idee derer sich auch einst Stephen King bediente. Doch im Gegensatz zu dem Meister des Horrors, ist das Töten nicht nur zu reinen Unterhaltung der Publikums. Das Kapitol zeigt den Menschen dass sie die Macht haben ihnen ihre Kinder zu nehmen, sie sich in eine Arena gegenseitig umbringen zu lassen und es auch noch zu einem erwarteten Fernsehspektakelt zumachen. Doch Katniss rebelliert und so beginnt der Umsturz der führenden Macht. Die Liebesgeschichte ist im ersten Teil noch nicht allzu dominant und ich muss gestehen dass, obwohl ich kein Fan von Liebesgeschichten bin, mich diese doch sehr mitreißt. Man leidet mit Peeta, den seine Angebetete hält das alles für eine Show und spielt unbewusst mit seinen Gefühlen. Der erste Teil endet mit Abschluss der Hungerspiele und die Aussicht auf einen Umbruch der Macht.

Eine Buchreihe, die einen nicht mehr loslässt und die bis zur letzten Seite spannend ist. Das Cover mag einen zwar an einen All Age Titel á la Twilight erinnern, aber es hat keinerlei Ähnlichkeiten da-mit. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, die einmal ein etwas anderes Jugendbuch lesen möchten.

50

03.01.2012

„Geschichten des Lebens”

Connor ist 13 Jahre alt, seine Eltern sind geschieden und seine Mutter ist schwer krebskrank. Jede Nacht hat er denselben Traum. Seine Mutter steht an einer Klippe und fällt. Connor erreicht sie nur knapp, doch seine Kraft reicht nicht aus um sie hochzuziehen. In dem Moment in dem sie fällt, wacht er schweißgebadet auf. Eines Nachts, nach dem er diesen Albtraum erneut durchleben musste, um Punkt sieben Minuten nach Mitternacht, bewegt sich die alte Eiche, die er von seinem Fenster aus sehen kann, zu seinem Fenster. Sie erklärt, dass sie nun weitere Nächte zu Connor kommen würde, um ihm 3 Geschichten des Lebens zu erzählen und in der letzten Nacht, soll Connor seine Geschichte erläutern.
Den die Eiche ist das Leben selbst, und sie will Connor lehren, loszulassen.
Ein wirklich berührendes Buch, das mit stimmigen schwarz-weiß Bilder illustriert wurde. Man begleitet Connor durch sein Leiden und lernt mit ihm, dass es manchmal besser ist loszulassen und die Wahrheit zu akzeptieren. Es lässt einen einfach nicht mehr los, vor allem wenn man bedenkt, dass die Autorin selbst ihrem schweren Krebsleiden erlag.

50

14.12.2011

„Mal was anderes”

Ringil Eskiath, einstiger Held der Galgenschlucht, lebt ein bescheidenes Leben oberhalb eines Gasthofes. Dort hat er alles was er zum Leben braucht: leichten Zugang zu Alkohol und jede Menge begeisterter Zuhörer für seine Geschichten. Doch eines Morgens steht seine Mutter vor seinem Fenster und bittet ihn um einen Gefallen. Seine Cousine wurde in die, mittlerweile legale Sklaverei verkauft und nun soll Ringil sie finden. Doch auf seiner Suche stößt er auf Geheimnisse die die Welt in ihren Grundfesten erschüttern könnten. Nun liegt es an Ringli und zwei weiteren Veteranen der Echsenkriege, dies zu verhindern…

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Es ist blutig, actionreich, teilweise etwas derb und brutal. Außerdem will der Autor provozieren, denn die Hauptperson Ringil ist homosexuell und Morgan macht daraus kein großes Geheimnis. Die Story ist voller Wendungen und der Leser entdeckt die Welt mit den Charakteren. Diese sind facettenreich, sympathisch und totale Anti-Helden.

50

14.12.2011

„Auftakt einer neuen Mystery-Reihe”

Das Jahr 1771. Der junge Gelehrte Icherios Ceihn wird nach Dornfelde geschickt um zwei rätselhafte Morde aufzuklären. Sein Motto: „Für alles gibt es eine plausible Erklärung“. Doch dieser Glaube wird schon bald auf eine harte Probe gestellt. Denn bei den Mordopfern handelt es sich um Werwölfe und Vampire. Diese leben vermeidlich friedlich mit den Menschen im Dorf, doch durch die Morde droht die Situation zu eskalieren. Jede Gruppe beschuldigt die jeweils anderen. Kann Icherios die Rätsel lösen, die das Dorf zu umgeben scheinen?

Ein wunderbarer Fantasy-Krimi, der mit einer spannenden Story auftrumpft und vor allem der sympathische Protagonist verleitet einen zum Weiterlesen. Es erinnert manchmal ein bisschen an Sleepy Hollow, schafft es aber kein plumper Abklatsch zu sein. Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen und kann es jedem Fantasy- und Krimi Fan nur wärmstens empfehlen.

40

17.03.2011

„Deutsche All-Age Fantasy-Trilogie”

Nach dem Tod seines Vaters, versucht Liam Satander dessen letzte Bitte zu erfüllen: das gelbe Buch von Yaro D’ar zu finden. Für diesen Zweck sucht er sich eine Stelle als Gärtner im Palast Lady Sarkas, die im Besitz des einzigen Exemplars sein soll. Dort trifft er auf Jackon, der dort ebenfalls als Gärtnergehilfe arbeitet, doch was Liam nicht weiß: Jackon ist ein Traumwanderer. Die Lady versucht ihn auszubilden, um mit ihm die Herrschaft über die „Stadt der Seelen“; den Traumlanden, zu erlangen und somit einen noch eisernen Griff über Bradosts Bewohner zu erlangen. Doch genau dass möchte Liam mithilfe des Buches verhindern. Er erhofft sich Lady Sarka zu stürzen und den Bewacher Bradost, den Phoenix, in seine Stadt zurückzubringen.
Lodes „Der letzte Traumwanderer“ ist ein wunderbarer Auftakt einer Trilogie, die sehr viel versprechend ist. Das Buch spielt in einer magischen, an das viktorianische Zeitalter erinnernde Welt und die Charakter gewinnen mit der Zeit and Tiefe und Liebenswürdigkeit. Außerdem schreibt Lode in einem schönen Schreibstil und überzeugt mit originellen und spannenden Ideen. Dieses Buch macht richtig Lust auch die weiteren Teile zu lesen.

50

16.03.2011

„Spannend und fesselnd”

In der Dunkelheit liegt die Gefahr. Denn wenn die Dämmerung anbricht erheben sich Dämon aus dem Untergrund und greifen alles und jeden in ihrer Nähe an. Einzig die magischen Schutzsiegel bieten der Menschheit Schutz vor den Übergriffen der Dämonen. Den Kampf gegen diese Geisel haben sie schon vor langer Zeit aufgegeben, da die Kampfsiegel des Erlösers verloren gingen.
In dieser Welt wächst der junge Arlen auf. Als seine Mutter eines Nachts von Dämonen schwer verwundet wird und sein Vater, wie von Furcht erstarrt, ihr nicht zu Hilfe eilt, läuft er von zu Hause weg. Er will die Resignation der Menschen nicht hinnehmen und nimmt den Kampf mit Dämonen auf.
Ich würde zwar Bretts Epos nicht in den Weltrang von „Der Herr der Ringe“ erheben, finde aber das die Bücher sehr lesenswert sind und sich aus der Masse der Fantasybücher heben. Bretts Charaktere wirken sehr menschlich und man leidet mit ihnen und freut sich über ihre wenigen Triumphe. Auch die Dämonen gewinnen im Laufe der Geschichte immer mehr an Tiefe und Intelligenz. Im Weiterem gelingt es ihm die Angst der Menschen gut wiederzugeben.
Selten hat mich ein Buch so gefesselt.

50

12.03.2011

„Faszinierender Auftakt!”

Der 11-Jährige Azoth fristet sein Leben in dem Armenviertel des Königreich Cenarias. Er und seine Freunde, Jarl und „Puppengesicht“, werden jeden Tag auf ein neues mit Gewalt, Armut und Misshandlungen konfrontiert. Um sich aus diesem tristen leben zu retten, versucht er bei dem berühmt „Blutjungen“ Durzo Blint in die Lehre zu gehen. Dieser nimmt in der Regel zwar keine Lehrlinge, macht aber eine Ausnahme als er Azoths Potenzial erkennt.
Zur Tarnung nimmt der einstige Straßenjunge eine neue Identität an und wird zu Kylar Stern, der bei dem Grafen Drake aufwächst. Unter Blints Führung wird Azoth, nun Kylar, ebenfalls zu einem Auftragsmörder, kämpft aber mit seinem Gewissen und den Einstellungen seines Meisters.

Ein wunderbar vielschichtiges Werk über Macht, Verrat, und Freundschaft, in dem keiner der Charaktere ohne Fehler ist. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und durch vielen Intrigen und Sprünge von einer Hauptperson zur anderen und wird es nie langweilig.

Ein Buch, das ich jeden Fantasy-Fan nur wärmstens empfehlen kann.

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