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Name:
Elohym78
Ort:
Horhausen (Westerwald)
Rezensionen:
233 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 20

nicht hilfreich: 5

Rang:
128

Elohym78s Rezensionen

50

10.03.2013

„das Geheimnis der Schwestern”

Die drei Schwestern Winona, Vivi Ann und Aurora wachsen auf der Ranch ihrer Familie unbeschwert heran. Bis zu dem Moment, wo ihre Mutter ihrem Leiden erliegt und Winona als Älteste ihren Platz übernehmen muss. Der Verlust schweißt die Schwestern noch enger zusammen, als die Familienbande es eh schon taten. Trotzdem entwickelt sich jede für sich: Vivi Ann übernimmt die Ranch, Winona wird eine erfolgreiche Anwältin und Aurora geht in ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter auf. Das Leben könnte schöner nicht sein, bis eine Tragödie die Grundfeste der Familie erschüttert.

Das Cover zeigt eine junge Frau, die am Ende eines Steges sitzt und in die Ferne blickt. Wilde Berge, die im Abendrot leicht verschwommen sind, lassen die Szene unwirklich und verträumt erscheinen. Ich finde es sehr gut zu Titel und Inhalt gewählt, da das Bild tiefe Gefühle wiederspiegelt und auch die Landschaft, in der die Geschichte spielt. Es wird deutlich, dass sich jemand wirklich Gedanken zu diesem Cover gemacht hat, was ich als angenehm und ansprechend empfinde.

Kristin Hannah hat einen ruhigen und zugleich packenden Schreibstil. Mit wenigen Worten gelang es ihr, mich in den Bann des Buches zu ziehen und entführte mich in eine Welt voller Spaß, Trubel, Trauer, Liebe und Geborgenheit. Während des Lesens fühlte ich mich wohl und geborgen und konnte die ganze Zeit der Handlung problemlos folgen. Ich ließ mich gefangen nehmen und als ich das Buch beendet hatte, tat ich dies mit leiser Wehmut.
Kristin Hannah schildert das Leben der drei unterschiedlichen Schwestern sehr authentisch und zum Greifen nahe. Sie bevorzugt keine der Schwestern und erzählt jedes Leben für sich, auch wenn die drei tief miteinander verwoben sind. Gerade diese Unterschiedlichkeiten, die sich auf enge Familienbande stützen, lassen das Buch lebendig und glaubhaft wirken. Sie arbeitet die einzelnen Charaktere wunderbar aus und ich konnte mit ihnen lachen, weinen, fiebern und mich treiben lassen.

Mein Fazit
Ein sehr bewegendes, anrührendes Buch, welches ich jedem nur empfehlen kann!

50

10.03.2013

„das Geheimnis der Schwestern”

Die drei Schwestern Winona, Vivi Ann und Aurora wachsen auf der Ranch ihrer Familie unbeschwert heran. Bis zu dem Moment, wo ihre Mutter ihrem Leiden erliegt und Winona als Älteste ihren Platz übernehmen muss. Der Verlust schweißt die Schwestern noch enger zusammen, als die Familienbande es eh schon taten. Trotzdem entwickelt sich jede für sich: Vivi Ann übernimmt die Ranch, Winona wird eine erfolgreiche Anwältin und Aurora geht in ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter auf. Das Leben könnte schöner nicht sein, bis eine Tragödie die Grundfeste der Familie erschüttert.

Das Cover zeigt eine junge Frau, die am Ende eines Steges sitzt und in die Ferne blickt. Wilde Berge, die im Abendrot leicht verschwommen sind, lassen die Szene unwirklich und verträumt erscheinen. Ich finde es sehr gut zu Titel und Inhalt gewählt, da das Bild tiefe Gefühle wiederspiegelt und auch die Landschaft, in der die Geschichte spielt. Es wird deutlich, dass sich jemand wirklich Gedanken zu diesem Cover gemacht hat, was ich als angenehm und ansprechend empfinde.

Kristin Hannah hat einen ruhigen und zugleich packenden Schreibstil. Mit wenigen Worten gelang es ihr, mich in den Bann des Buches zu ziehen und entführte mich in eine Welt voller Spaß, Trubel, Trauer, Liebe und Geborgenheit. Während des Lesens fühlte ich mich wohl und geborgen und konnte die ganze Zeit der Handlung problemlos folgen. Ich ließ mich gefangen nehmen und als ich das Buch beendet hatte, tat ich dies mit leiser Wehmut.
Kristin Hannah schildert das Leben der drei unterschiedlichen Schwestern sehr authentisch und zum Greifen nahe. Sie bevorzugt keine der Schwestern und erzählt jedes Leben für sich, auch wenn die drei tief miteinander verwoben sind. Gerade diese Unterschiedlichkeiten, die sich auf enge Familienbande stützen, lassen das Buch lebendig und glaubhaft wirken. Sie arbeitet die einzelnen Charaktere wunderbar aus und ich konnte mit ihnen lachen, weinen, fiebern und mich treiben lassen.

Mein Fazit
Ein sehr bewegendes, anrührendes Buch, welches ich jedem nur empfehlen kann!

30

10.03.2013

„am Horizont das rote Land”

Nach einem tragischen Unfall, bei dem das Tuchlagerhaus der Mahoneys abbrennt und ihnen damit die Lebensgrundlage entzogen wurde, muss Rhia zu ihrem Onkel nach London reisen. Sie hofft dort auf eine Anstellung, um ihre Familie finanziell zu entlasten. Doch die junge Frau hat nicht mit solch erheblichen Schwierigkeiten gerechnet. Sie gehört nicht der Arbeiterklasse an, aber auch nicht zu den Reichen. Dank ihres stark ausgeprägten Intellekts, eckt sie zudem bei den Herren der Gesellschaft an. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände und bösartiger Intrigen, wird Rhia schließlich wegen Diebstahls verurteilt und nach Australien deportiert. Ein Land, welches nicht nur fernab der Heimat liegt, sonder ihr auch Angst macht. Kann Rhia sich behaupten und ihren eigenen Lebensweg finden?


Kylie Fitzpatrick hat einen wunderbaren Schreibstil. Flüssig und spannend geschrieben, konnte mich das Buch sofort in seinen Bann ziehen. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten und gliedern das Buch wunderbar. Die Überschriften haben alle mit Stoff zu tun. Entweder die Arten, die Herstellung oder die Farbgebung. Dadurch erhielt ich einen kleinen Vorgeschmack auf das Kommende in dem jeweiligen Kapitel. Mal glänzend, mal seicht, mal ruppig, mal ausgefallen, doch immer spiegelt die Handlung den Stoff wieder, beides ist miteinander verwoben. Diese Idee gefiel mir ausgesprochen gut. Zudem haben Rhia und die anderen Protagonisten viel mit der Stoffbrache zu tun und der Bezug ist einfach einmalig gelungen.
Das Buch ist in drei völlig unterschiedliche Teile gegliedert. Zu erst entführt die Autorin ihre Leser in das magische Irland. Ein Land voller Feen und magischer Wesen, in dem der Glaube an die alten Götter noch hochgehalten wird.
London während der Industriallisierung hingegen wirkt kalt, grau, dreckig und ärmlich. An jeder Ecke sprießt die Armut, da die menschlichen Arbeitsplätze von modernen Maschinen verdrängt werden.
Und schließlich das wilde, ungezähmte Australien. Das Land gescheiterter Träum, aber voller Hoffnung auf einen Neubeginn.

Die Autorin spinnt aus diesen drei völlig unterschiedlichen Ländern ein traumhaftes Gebilde, in das ich mich sofort hineinversetzen konnte. Jedes Land hat seine Eigenheiten und es ist spannend zu lesen, wie Rhia auf die jeweilige Situation reagiert. Sich anpassen, kommt für die junge Frau nicht in Frage. Doch sie entwickelt sich weiter und dieser Entwicklungsvorgang war mehr als interessant zu verfolgen.
Doch nicht nur Rhias Leben wird geschildert, sondern auch die korrupten Machenschaften der Engländer. Speziell der Handel mit Indien und China wird den Lesern nahe gebracht und ich verfolgte alles mit großem Interesse. Hin und wieder droht sich Kylie Fitzpatrick in den Schilderungen der Landschaft und der englischen Machenschaften zu verlieren, so dass die eigentliche Handlung leicht in den Hintergrund tritt. Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen, worum es eigentlich geht.

Mein Fazit
Ein interessanter und packender Roman für kalte Winterabende.

30

10.03.2013

„am Horizont das rote Land”

Nach einem tragischen Unfall, bei dem das Tuchlagerhaus der Mahoneys abbrennt und ihnen damit die Lebensgrundlage entzogen wurde, muss Rhia zu ihrem Onkel nach London reisen. Sie hofft dort auf eine Anstellung, um ihre Familie finanziell zu entlasten. Doch die junge Frau hat nicht mit solch erheblichen Schwierigkeiten gerechnet. Sie gehört nicht der Arbeiterklasse an, aber auch nicht zu den Reichen. Dank ihres stark ausgeprägten Intellekts, eckt sie zudem bei den Herren der Gesellschaft an. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände und bösartiger Intrigen, wird Rhia schließlich wegen Diebstahls verurteilt und nach Australien deportiert. Ein Land, welches nicht nur fernab der Heimat liegt, sonder ihr auch Angst macht. Kann Rhia sich behaupten und ihren eigenen Lebensweg finden?


Kylie Fitzpatrick hat einen wunderbaren Schreibstil. Flüssig und spannend geschrieben, konnte mich das Buch sofort in seinen Bann ziehen. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten und gliedern das Buch wunderbar. Die Überschriften haben alle mit Stoff zu tun. Entweder die Arten, die Herstellung oder die Farbgebung. Dadurch erhielt ich einen kleinen Vorgeschmack auf das Kommende in dem jeweiligen Kapitel. Mal glänzend, mal seicht, mal ruppig, mal ausgefallen, doch immer spiegelt die Handlung den Stoff wieder, beides ist miteinander verwoben. Diese Idee gefiel mir ausgesprochen gut. Zudem haben Rhia und die anderen Protagonisten viel mit der Stoffbrache zu tun und der Bezug ist einfach einmalig gelungen.
Das Buch ist in drei völlig unterschiedliche Teile gegliedert. Zu erst entführt die Autorin ihre Leser in das magische Irland. Ein Land voller Feen und magischer Wesen, in dem der Glaube an die alten Götter noch hochgehalten wird.
London während der Industriallisierung hingegen wirkt kalt, grau, dreckig und ärmlich. An jeder Ecke sprießt die Armut, da die menschlichen Arbeitsplätze von modernen Maschinen verdrängt werden.
Und schließlich das wilde, ungezähmte Australien. Das Land gescheiterter Träum, aber voller Hoffnung auf einen Neubeginn.

Die Autorin spinnt aus diesen drei völlig unterschiedlichen Ländern ein traumhaftes Gebilde, in das ich mich sofort hineinversetzen konnte. Jedes Land hat seine Eigenheiten und es ist spannend zu lesen, wie Rhia auf die jeweilige Situation reagiert. Sich anpassen, kommt für die junge Frau nicht in Frage. Doch sie entwickelt sich weiter und dieser Entwicklungsvorgang war mehr als interessant zu verfolgen.
Doch nicht nur Rhias Leben wird geschildert, sondern auch die korrupten Machenschaften der Engländer. Speziell der Handel mit Indien und China wird den Lesern nahe gebracht und ich verfolgte alles mit großem Interesse. Hin und wieder droht sich Kylie Fitzpatrick in den Schilderungen der Landschaft und der englischen Machenschaften zu verlieren, so dass die eigentliche Handlung leicht in den Hintergrund tritt. Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen, worum es eigentlich geht.

Mein Fazit
Ein interessanter und packender Roman für kalte Winterabende.

40

10.03.2013

„Sehet die Sünder”

Das kleine Dorf Saint Mourelles wird von einer brutalen Mordserie erschüttert. Während die Oberen dies erst lapidar zur Seite wischen, stürzt sich der Bauer Mathis sofort in die Ermittlungen. Schließlich kann er den Dorfpfarrer Vater Jeunet und den Baron Amédé de Troyenne überzeugen, dass an der Sache mehr dran ist, als es den Anschein hat. Oder ist doch alles Teufelswerk? Mathis begibt sich in höchste Gefahr und zieht seine Geliebte Catheline immer tiefer mit hinein, bis beide um ihr Leben fürchten müssen.

Das Cover ist in einem hellen beige Ton gehalten. Wie eine Schattierung ist im Hintergrund das Innere einer Kathedrale zu erahnen, eine Wappenlilie prangt im Vordergrund. Es gefällt mir gut und passt auch zu Titel und Inhalt, aber für meinen Geschmack hätte es eine Spur kräftiger sein können.

Liv Winterberg hat in ihrem neuen Roman zwei Stilelemente vermischt. Zum einen ist es ein gut recherchierter historischer Roman, der auf einem wahren Hintergrund bassiert und zum anderen ein packender Krimi. Sie schildert die Ereignisse eher ruhig und man blickt von außen auf die Geschichte, statt mit ihr zu vermschmelzen. Mir persönlich hat dieses Eintauch-Gefühl gefehlt, was ein Buch zu etwas Besonderem macht.
Liv Winterberg hat ihren Roman in zwei Hauptteile gegliedert. Zum einen schildert sie das Leben auf Schloss Troyenne mit seinen adeligen Bewohnern. Während die einen im Reichtum prassen, schuften die anderen für ihr Wohlergehen. Das Leben wurde anschaulich geschildert und ich konnte mich gut hineinversetzen. Das einzige, was mich ein wenig störte war, dass es stellenweise sehr politisch war und leicht zäh wirkte. Der geschichtliche Hintergrund eines historischen Romans ist zwar immer lehrreich und interessant, aber hier wirkt es wie mit Gewalt hineingpresst, damit ein Hintergrund da ist. Das Flüssige, was Liv Winterberg so zu eigen ist, ging hier leider verloren.
Auf der anderen Seite wird das Leben in dem Dorf Saint Mourelles geschildert. Die Bauern leben in ihrer recht abgeschotteten Gemeinschaft. Ihr Dasein ist von Arbeit und Leid geprägt. Kein Luxus, keine Aussicht auf Besserung und trotzdem wirkt es lebendiger als auf der Burg. Hier brodelt das Leben und ich ließ mich gerne von der Autorin gefangenehmen und in dieses Leben entführen. Als schreckliche Morde geschehen, verdächtigt jeder jeden. Liv Winterberg baut die Handlung durchstrukturiert wie einen Krimi auf und mir stockte der Atem. Das Grauen hält Einzug und gerade zu dieser Zeit ist schnell ein Schuldiger gefunden: Der Teufel höchst selbst!
Diese beiden Haupthandlungsstränge vermischen sich im Laufe der Geschichte immer mehr und die Grenzen verschwimmen, was der Geschichte Schwung und Leben verleiht.

Ihre Protagonisten schildert sie authentisch und lebensnah. Ihre Handlungen waren gut nachvollziehbar, aber irgendwie wirkten die Figuren leicht farblos. Keiner hob sich charakterlich wirklich ab, was ich sehr schade fand. Hier hätte ich mir eine deutlichere Ausarbeitung gewünscht! Vorallem, da der Ansatz von Mathis dem Bauern und Chatheline, der Magd wirklich grandios waren. Beide wirkten zum Greifen nahe, was ich aber im Laufe der Handlung leider verlor.

Mein Fazit
Ein interessanter historischer Krimi, der trübe Winterabende versüßt.

40

10.03.2013

„Sehet die Sünder”

Das kleine Dorf Saint Mourelles wird von einer brutalen Mordserie erschüttert. Während die Oberen dies erst lapidar zur Seite wischen, stürzt sich der Bauer Mathis sofort in die Ermittlungen. Schließlich kann er den Dorfpfarrer Vater Jeunet und den Baron Amédé de Troyenne überzeugen, dass an der Sache mehr dran ist, als es den Anschein hat. Oder ist doch alles Teufelswerk? Mathis begibt sich in höchste Gefahr und zieht seine Geliebte Catheline immer tiefer mit hinein, bis beide um ihr Leben fürchten müssen.

Das Cover ist in einem hellen beige Ton gehalten. Wie eine Schattierung ist im Hintergrund das Innere einer Kathedrale zu erahnen, eine Wappenlilie prangt im Vordergrund. Es gefällt mir gut und passt auch zu Titel und Inhalt, aber für meinen Geschmack hätte es eine Spur kräftiger sein können.

Liv Winterberg hat in ihrem neuen Roman zwei Stilelemente vermischt. Zum einen ist es ein gut recherchierter historischer Roman, der auf einem wahren Hintergrund bassiert und zum anderen ein packender Krimi. Sie schildert die Ereignisse eher ruhig und man blickt von außen auf die Geschichte, statt mit ihr zu vermschmelzen. Mir persönlich hat dieses Eintauch-Gefühl gefehlt, was ein Buch zu etwas Besonderem macht.
Liv Winterberg hat ihren Roman in zwei Hauptteile gegliedert. Zum einen schildert sie das Leben auf Schloss Troyenne mit seinen adeligen Bewohnern. Während die einen im Reichtum prassen, schuften die anderen für ihr Wohlergehen. Das Leben wurde anschaulich geschildert und ich konnte mich gut hineinversetzen. Das einzige, was mich ein wenig störte war, dass es stellenweise sehr politisch war und leicht zäh wirkte. Der geschichtliche Hintergrund eines historischen Romans ist zwar immer lehrreich und interessant, aber hier wirkt es wie mit Gewalt hineingpresst, damit ein Hintergrund da ist. Das Flüssige, was Liv Winterberg so zu eigen ist, ging hier leider verloren.
Auf der anderen Seite wird das Leben in dem Dorf Saint Mourelles geschildert. Die Bauern leben in ihrer recht abgeschotteten Gemeinschaft. Ihr Dasein ist von Arbeit und Leid geprägt. Kein Luxus, keine Aussicht auf Besserung und trotzdem wirkt es lebendiger als auf der Burg. Hier brodelt das Leben und ich ließ mich gerne von der Autorin gefangenehmen und in dieses Leben entführen. Als schreckliche Morde geschehen, verdächtigt jeder jeden. Liv Winterberg baut die Handlung durchstrukturiert wie einen Krimi auf und mir stockte der Atem. Das Grauen hält Einzug und gerade zu dieser Zeit ist schnell ein Schuldiger gefunden: Der Teufel höchst selbst!
Diese beiden Haupthandlungsstränge vermischen sich im Laufe der Geschichte immer mehr und die Grenzen verschwimmen, was der Geschichte Schwung und Leben verleiht.

Ihre Protagonisten schildert sie authentisch und lebensnah. Ihre Handlungen waren gut nachvollziehbar, aber irgendwie wirkten die Figuren leicht farblos. Keiner hob sich charakterlich wirklich ab, was ich sehr schade fand. Hier hätte ich mir eine deutlichere Ausarbeitung gewünscht! Vorallem, da der Ansatz von Mathis dem Bauern und Chatheline, der Magd wirklich grandios waren. Beide wirkten zum Greifen nahe, was ich aber im Laufe der Handlung leider verlor.

Mein Fazit
Ein interessanter historischer Krimi, der trübe Winterabende versüßt.

40

10.03.2013

„Sehet die Sünder”

Das kleine Dorf Saint Mourelles wird von einer brutalen Mordserie erschüttert. Während die Oberen dies erst lapidar zur Seite wischen, stürzt sich der Bauer Mathis sofort in die Ermittlungen. Schließlich kann er den Dorfpfarrer Vater Jeunet und den Baron Amédé de Troyenne überzeugen, dass an der Sache mehr dran ist, als es den Anschein hat. Oder ist doch alles Teufelswerk? Mathis begibt sich in höchste Gefahr und zieht seine Geliebte Catheline immer tiefer mit hinein, bis beide um ihr Leben fürchten müssen.

Das Cover ist in einem hellen beige Ton gehalten. Wie eine Schattierung ist im Hintergrund das Innere einer Kathedrale zu erahnen, eine Wappenlilie prangt im Vordergrund. Es gefällt mir gut und passt auch zu Titel und Inhalt, aber für meinen Geschmack hätte es eine Spur kräftiger sein können.

Liv Winterberg hat in ihrem neuen Roman zwei Stilelemente vermischt. Zum einen ist es ein gut recherchierter historischer Roman, der auf einem wahren Hintergrund bassiert und zum anderen ein packender Krimi. Sie schildert die Ereignisse eher ruhig und man blickt von außen auf die Geschichte, statt mit ihr zu vermschmelzen. Mir persönlich hat dieses Eintauch-Gefühl gefehlt, was ein Buch zu etwas Besonderem macht.
Liv Winterberg hat ihren Roman in zwei Hauptteile gegliedert. Zum einen schildert sie das Leben auf Schloss Troyenne mit seinen adeligen Bewohnern. Während die einen im Reichtum prassen, schuften die anderen für ihr Wohlergehen. Das Leben wurde anschaulich geschildert und ich konnte mich gut hineinversetzen. Das einzige, was mich ein wenig störte war, dass es stellenweise sehr politisch war und leicht zäh wirkte. Der geschichtliche Hintergrund eines historischen Romans ist zwar immer lehrreich und interessant, aber hier wirkt es wie mit Gewalt hineingpresst, damit ein Hintergrund da ist. Das Flüssige, was Liv Winterberg so zu eigen ist, ging hier leider verloren.
Auf der anderen Seite wird das Leben in dem Dorf Saint Mourelles geschildert. Die Bauern leben in ihrer recht abgeschotteten Gemeinschaft. Ihr Dasein ist von Arbeit und Leid geprägt. Kein Luxus, keine Aussicht auf Besserung und trotzdem wirkt es lebendiger als auf der Burg. Hier brodelt das Leben und ich ließ mich gerne von der Autorin gefangenehmen und in dieses Leben entführen. Als schreckliche Morde geschehen, verdächtigt jeder jeden. Liv Winterberg baut die Handlung durchstrukturiert wie einen Krimi auf und mir stockte der Atem. Das Grauen hält Einzug und gerade zu dieser Zeit ist schnell ein Schuldiger gefunden: Der Teufel höchst selbst!
Diese beiden Haupthandlungsstränge vermischen sich im Laufe der Geschichte immer mehr und die Grenzen verschwimmen, was der Geschichte Schwung und Leben verleiht.

Ihre Protagonisten schildert sie authentisch und lebensnah. Ihre Handlungen waren gut nachvollziehbar, aber irgendwie wirkten die Figuren leicht farblos. Keiner hob sich charakterlich wirklich ab, was ich sehr schade fand. Hier hätte ich mir eine deutlichere Ausarbeitung gewünscht! Vorallem, da der Ansatz von Mathis dem Bauern und Chatheline, der Magd wirklich grandios waren. Beide wirkten zum Greifen nahe, was ich aber im Laufe der Handlung leider verlor.

Mein Fazit
Ein interessanter historischer Krimi, der trübe Winterabende versüßt.

40

10.03.2013

„Dublin Street”

Samantha Young hat einen sehr packenden, leichten und gefühlvollen Schreibstil. Voller Spannung schildert sie Joss' Leben. Teils urkomisch, teils tragisch. Aber immer glaubhaft und authentisch. Young baut ihren Roman sehr geschickt auf und hält das Interesse ihrer Leser gefangen. Zu Beginn wirkt alles heiter und fröhlich, doch nach und nach lässt sie sehr tiefe Einblicke in ihre Protagonisten zu, die mich nachdenklich stimmten und tief berührten. Spritzige und lustige Dialoge werden von Reisen in die Seele von Joss abgelöst, aber auch in die ihrer Mitmenschen.

Genauso vielfältig wie ihre Charaktere, schildert Samantha Young auch die Umgebung. Pulsierendes Nachtleben, ungehemmte Freude bei Partys, alte Burgen in Schottland, heimelige Cafes und protzige Restaurants. Dies alles zog vor meinem inneren Auge vorbei und ich konnte Joss die ganze Zeit begeleiten. Dank guter Schilderungen, sah ich die verschiedenen Örtlichkeiten alle vor mir und konnte mich dorthin versetzen. Young verwendet zwar keine ausführlichsten Beschreibungen, aber genau die Dosis, die ausreichend ist. Sie schafft quasi den perfekten Ort zu der Gefühlswelt; passend aufeinander abgestimmt und wunderbar.

Tief bewegt hat mich das tragische Schicksal von Jocelyn. In so jungen Jahren die gesamte Familie und somit den Halt im Leben zu verlieren, ist hart. Die Autorin schildert dies gekonnt, ohne dass ich das Gefühl hatte, das Joss im Selbstmitleid zerfließt. Ein Kämpferin, die nur oberflächliche Gefühle zu lässt. Es war spannend und ergreifend zu gleich, Joss Entwicklung zu beobachten und mit ihr leben zu dürfen. Die Personen, die Joss auf diesem Weg begleiten, sind wie vom Himmel gefallen. Alle kreisen nur um sie und sind um ihr Wohlergehen besorgt. Wirklich gestört hat mich dies zwar nicht, aber es war auffällig.
Braden hingegen wirkte auf mich zu schön um wahr zu sein. Er ist körperlich ein Adonis und seelisch auch perfekt. Einfühlsam mit eine Touch Macho. Leider wirkte er eben dadurch nicht so authentisch, wie ich es mir gewünscht hätte. Keine Fehler, keine Macken, einfach die perfekte Ergänzung, die Joss braucht.
Beide zusammen sind eine Urgewalt an knisternder Erotik und Lebensfreude.
Die anderen Protagonisten, umschließen die beiden zu einer perfekten Einheit. Die gefühlvolle Ellie, ihre Eltern und ihre Freunde runden das Bild ab. Kleine Einspieler, die den Lesefluss erhalten und zusätzliche Spannungsmomente bieten.

Mein Fazit
Ein wundervoller Roman über Verlust und die Erkenntnis, dass das Leben schön ist, wenn man es denn zulässt.

40

10.03.2013

„Dublin Street”



Samantha Young hat einen sehr packenden, leichten und gefühlvollen Schreibstil. Voller Spannung schildert sie Joss' Leben. Teils urkomisch, teils tragisch. Aber immer glaubhaft und authentisch. Young baut ihren Roman sehr geschickt auf und hält das Interesse ihrer Leser gefangen. Zu Beginn wirkt alles heiter und fröhlich, doch nach und nach lässt sie sehr tiefe Einblicke in ihre Protagonisten zu, die mich nachdenklich stimmten und tief berührten. Spritzige und lustige Dialoge werden von Reisen in die Seele von Joss abgelöst, aber auch in die ihrer Mitmenschen.

Genauso vielfältig wie ihre Charaktere, schildert Samantha Young auch die Umgebung. Pulsierendes Nachtleben, ungehemmte Freude bei Partys, alte Burgen in Schottland, heimelige Cafes und protzige Restaurants. Dies alles zog vor meinem inneren Auge vorbei und ich konnte Joss die ganze Zeit begeleiten. Dank guter Schilderungen, sah ich die verschiedenen Örtlichkeiten alle vor mir und konnte mich dorthin versetzen. Young verwendet zwar keine ausführlichsten Beschreibungen, aber genau die Dosis, die ausreichend ist. Sie schafft quasi den perfekten Ort zu der Gefühlswelt; passend aufeinander abgestimmt und wunderbar.

Tief bewegt hat mich das tragische Schicksal von Jocelyn. In so jungen Jahren die gesamte Familie und somit den Halt im Leben zu verlieren, ist hart. Die Autorin schildert dies gekonnt, ohne dass ich das Gefühl hatte, das Joss im Selbstmitleid zerfließt. Ein Kämpferin, die nur oberflächliche Gefühle zu lässt. Es war spannend und ergreifend zu gleich, Joss Entwicklung zu beobachten und mit ihr leben zu dürfen. Die Personen, die Joss auf diesem Weg begleiten, sind wie vom Himmel gefallen. Alle kreisen nur um sie und sind um ihr Wohlergehen besorgt. Wirklich gestört hat mich dies zwar nicht, aber es war auffällig.
Braden hingegen wirkte auf mich zu schön um wahr zu sein. Er ist körperlich ein Adonis und seelisch auch perfekt. Einfühlsam mit eine Touch Macho. Leider wirkte er eben dadurch nicht so authentisch, wie ich es mir gewünscht hätte. Keine Fehler, keine Macken, einfach die perfekte Ergänzung, die Joss braucht.
Beide zusammen sind eine Urgewalt an knisternder Erotik und Lebensfreude.
Die anderen Protagonisten, umschließen die beiden zu einer perfekten Einheit. Die gefühlvolle Ellie, ihre Eltern und ihre Freunde runden das Bild ab. Kleine Einspieler, die den Lesefluss erhalten und zusätzliche Spannungsmomente bieten.

Mein Fazit
Ein wundervoller Roman über Verlust und die Erkenntnis, dass das Leben schön ist, wenn man es denn zulässt.

ebooks

Weibersommer

Heike Wanner

EUR 7,99 *
auf Merkliste

40

10.03.2013

„Weibersommer”

Heike Wanner hat einen erfrischenden und munteren Schreibstil. Alles wirkt locker, leicht und gut zu lesen; die Seiten rasen förmlich dahin.
Dank des flüssigen Schreibstils war ich schnell in die Familie integriert und konnte mich auf die Handlung einlassen. Farbenfroh und interessant schildert sie das Leben der drei Frauen, privat und auf dem Bauernhof. Spritzige Dialoge werden von lustigen Geschehnissen abgelöst und zauberten ein Lächeln auf mein Gesicht.
Doch wie im wirklichen Leben, ist dies nur die Oberfläche. Unter dieser munteren Realität schlummern Kummer und Sorgen. Als Lisa-Marie, Lou und Anne sich näher kommen und das erste Mal in ihrem Leben wirklich Zeit miteinander verbringen, blicken sie hinter den perfekten Schein. Die drei erkennen schnell, dass jede von ihnen Sorgen hat, die sie nur gemeinsam lösen können. Denn nur getragen durch Familienbande, sind sie stark und unerschütterlich.

Ihre Protagonisten hat die Autorin wunderbar authentisch und lebensnah geschildert. Ich konnte mich ohne Probleme in sie hineinversetzen und ihren Handlungen folgen.
Lisa-Marie, die Buchhändlerin, ist Singel und online auf der Suche nache dem perfekten Mann. Im Stillen träumt sie von einer Liebe alla E-Mail für dich und verkennt dabei das Wesentlich: So etwas passiert nur in Filmen. Die Realität sieht zum einen ganz anders aus und ist schöner, als sie zu hoffen wagte. Nach außen hin führt sie eine kleine, aber schöne Buchhandlung mit Büchern, die sie auch alle selber gelesen hat. Lisa-Marie ist ein Typ Frau, der in sich selber ruht und mit sich und der Welt im reinen ist. Doch so ist es nicht, denn ihr Geschäft steht kurz vor der Pleite.
Anne hat früh geheiratet. Eine perfekte Liebe: Krankenschwester erobert Arzt. Mit ihm zusammen hat sie drei wunderbare Kinder, um die beneidet wird. Auch hier brodelt unter der Oberfläche einiges, denn Annes Mann lebt und arbeitet einzig für die Klinik und hat für seine Familie nur wenig Zeit. Er sieht seine Frau als selbstverständlich an, worunter sie sehr leidet.
Und schließlich die taffe und erflogreiche Innenarchitektin Lou. Beruflich schwimmt sie auf einer Welle des Erfolges und auch ihr Privatleben könnte nicht besser sein. Ihr Freund, eine Journalist, scheint sie auf Händen zu tragen. Beide können sich den Lebensstil leisten, von denen andere nur träumen: Reisen, tolle Autos, schicke Wohnung. Doch ist das schon alles, was das Leben zu bieten hat.
Ich fand es sehr spannend zu beobachten, wie diese drei völlig unterschiedlichen Charaktere durch eine ungewöhnliche Situation aufeinanderprallten und sich nach und nach ihre Beziehung zueinander entwickelt. Jede von ihnen hat unglaublich viel zu geben, aber auch zu nehmen.

Mein Fazit
Ein Buch wie ein Frühlinghauch. Locker, leicht, unbeschwert und mit dem Versprechen auf etwas Wunderbares!

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