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Name:
marimirl
Ort:
Wien
Rezensionen:
42 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 4

nicht hilfreich: 0

Rang:
1181

marimirls Rezensionen

123

buch

Winterkrieg

Philip Teir

EUR 19,99 *
auf Merkliste

50

14.09.2014

„Winterkrieg”

Inhalt:
Winterkrieg ist ein zeitgenössischer Gesellschaftsroman, der sich rund um die Familie von Max, einem Soziologen, dreht. Max und seine Frau Katriina haben zwei bereits erwachsene Töchter, Eva und Helen. Jedes Familienmitglied hat seinen eigenen Charakter und eigentlich könnten diese vier Persönlichlkeiten nicht unterschiedlicher sein, obwohl sie doch eines gemein haben: Sie alle haben eigentlich so gut wie alles und sind dennoch nicht richtig glücklich. Max und Katriina leben nur noch nebeneinander her, Helen hat bereits jung Kinder bekommen und geheiratet, Eva versucht ihr Glück in einer fremden Stadt.

Meine Meinung:
Das Buch erzählt die Geschichte jedes einzelnen Familienmitgliedes, im Vordergrund steht allerdings Max. Die Sichtweise wird immer wieder geändert, einen bestimmten Rhythmus gibt es hier nicht. Es wird in der dritten Person erzählt, allerdings immer aus der Sicht eines der Familienmitgliedern. Meistens endet eine Sichtweise immer an einer besonders interessanten Stelle, so dass man in dem Buch immer wieder an Cliffhanger gerät.
Ich könnte jetzt nicht sagen, dass es sich um ein besonders spannendes Buch handelt, denn eigentlich gibt es nichts, worauf man wartet. Trotzdem wollte ich immer weiter lesen, da das Buch eine sehr angenehme Stimmung verbreitet. Der Erzählstil ist zwar auf eine eigene Art und Weise eher melancholisch angehaucht, trotzdem muss man immer wieder schmunzeln. Ich finde, die Mischung ist hier sehr gut gelungen.
Es werden auch immer wieder soziologische Aspekte eingebaut, die aber nicht Überhand nehmen. Ich muss zugeben, Soziologie ist nur bis zu einem gewissen Ausmaß mein Ding und es hätte mich sicherlich gelangweilt, wenn hier zu viel Augenmerkt darauf gelegt worden wäre.
Die immer wieder im Roman auftauchenden soziologischen Themen verdeutlichen, dass es sich um keinen Frauenroman handelt. Natürlich dreht sich viel um Liebe und Beziehungen, um Familie und Freundschaft - allerdings auf keine kitschige Art und Weise und es ist definitiv kein Liebesroman. Das Buch zeigt die Probleme, die der Alltag in einer halbwegs gut situierten Familie so mit sich bringt - Probleme, die die meisten Leser wohl sehr gut kennen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und freue mich auf ein weiteres des Autors.

ebooks

Sturmschatten

Franziska B. Johann

EUR 4,99 *
auf Merkliste

50

11.09.2014

„Sturmschatten”

Inhalt:
Esta - die Kurzform von Estrella - wächst bei ihrer Oma auf. Allerdings handelt es sich nicht um ihre leibliche Großmutter, da Esta als Kind von ihren Eltern abgegeben wurde. Esta hat ein besonderes Gespür für das Wetter - Gewitter und Stürme machen ihre keine Angst, denn sie kann schon sehr früh spüren, wie das Wetter werden wird. Als sie auf ein Internat wechselt, lernt sie Janis kennen. Sie kann nicht lange verheimlichen, dass sie eine besondere Gabe hat - auch wenn sie selber nicht weiß, was es damit auf sich hat. Doch Janis wird ihr helfen, herauszufinden, wieso sie das Wetter versteht.

Meine Meinung:
Ein besonderes Gespür für das Wetter zu haben war ein ganz neues Thema für mich und eine willkommene Abwechslung zu den typischen überirdischen Fähigkeiten aus Jugendbüchern - immerhin stehen mal nicht Vampire, Werwölfe oder ähnliches im Mittelpunkt. Am Anfang war ich noch etwas skeptisch, ob man daraus tatsächlich eine gute Geschichte machen kann. Anfangs wirkte auch alles sehr klischeehaft: Junges Mädchen lebt im Internat, verliebt sich in einen "bösen" Jungen aus dem Dorf und hat überdies besondere Fähigkeiten, die sie verheimlichen muss. Kennt man doch alles schon, oder? Noch dazu ist Esta natürlich sehr gut in der Schule und durch und durch ein sehr sypmathisches Mädchen. Bella und co lassen grüßen.
Aber wenn man ehrlich ist, genau das wollen wir doch lesen. Das Buch entwickelt sehr interessant. Es gibt eine Liebesgeschichte, die schön und ansatzweise auch romantisch ist. Obwohl sich alles um die Verbindung von Esta und Janis dreht, wird es niemals kitschig, es dreht sich nicht vordergründig alles um Gefühle bzw. werden diese eigentlich kaum direkt angesprochen. Ich finde, hier wurde genau das richtige Maß an Romantik getroffen. Noch dazu handelt es sich um ein Jugendbuch, was Autoren ja nicht immer davon abhält, auch ein paar nicht jugendfreie Szenen einzubauen. In diesem Buch gibt es die nicht. Sex wird nicht mal annähernd erwähnt. Der Leser kann sich natürlich selber ausmalen, was zwischen den beiden so passiert, aber es wird nicht angesprochen. Ich persönlich finde, dass das auch zu diesem Buch passt und eigentlich auch zum Wesen von Esta. Sie würde das sicher nicht groß rumerzählen.
Ziemlich bald war mir klar, dass es nicht bei einem Einzelband bleiben wird - die Story schreit nahezu nach einer Fortsetzung. Dies wird am Ende des Buches auch schon angekündigt. Alles andere wäre aufgrund einiger Dinge, die sich im Laufe der Geschichte ergeben auch nicht möglich. Ich will hier nicht zu viel verraten, weil es jedenfalls ein bisschen Spannung nehmen würde. Ich freue micht jedenfalls schon jetzt auf den zweiten Teil, weil doch einige Fragen offen blieben.
Für mich ist "Sturmschatten" ein durchwegs gelungenes Buch, dem man unbedingt eine Chance geben sollte, auch wenn man schon langsam genug von den Urban Fantasy Jugendbüchern hat. Es ist es wert!

buch

The Host

Stephenie Meyer

bisher EUR 9,70 EUR 8,70 *
auf Merkliste

40

21.06.2010

„Leider etwas langwierig!”

Wie vermutlich viele Leser bin ich auf “The Host” (deutscher Titel “Seelen”) von Stephenie Meyer durch Twilight gestoßen. Erst war ich etwas skeptisch, da es sich so gar nicht um mein Genre handelt.Wie auch Stephenie Meyers andere Bücher handelt es sich um ein Jugendbuch. Davon merkte ich aber eigentlich gar nichts, also keinerlei sprachlichen oder inhaltlichen Einschränkungen.

“The Host” erzählt uns die Geschichte einer Seele, die in einem menschlichen Körper lebt. Diese Seelen leben auf vielen verschiedenen Planeten, um das dortige Leben zu übernehmen, sprich sie besetzen die Körper der Ureinwohner. Ich habe oft gehört, dass die Seelen Außerirdische sind. Wahrscheinlich würden wie sie so bezeichnen, weil sie von einem anderen Planeten kommen. Hier begleiten wir im Speziellen die Seele “Wanderer”, welche im Körper Melanies lebt. Wir befinden uns auf dem Planeten Erde. Wanderer ist ein besonderer Fall, da sie auf einige Schwierigkeiten bei der Kontrolle über ihren Körper stößt.

Am Anfang des Buches war ich etwas verwirrt. Ich wusste nicht genau, was hier vor sich geht, um was es genau geht. Aber das würde ich nicht unbedingt negativ bewerten, denn ich fand die ersten Seiten äußerst interessant und spannend. Ich kam sogar ins Grübeln ob Science Fiction nicht vielleicht doch etwas für mich wäre (solange sie nicht im Weltall spielt, sondern auf der Erde). Dann allerdings fand ich einige Passagen ziemlich langatmig, weshalb ich ewig für das Buch brauchte. Ich fand zwar alles ganz interessant und nett, aber die Spannung fehlte mir ein Wenig. An und für sich ist die Idee hinter der Geschichte gut, aber es wird alles viel zu ausführlich erzählt. Eigentlich mag ich diese Details, denn die waren es auch, die ich an Twilight so besonders fand. Aber wenn nach 300 Seiten noch immer nichts großartiges passiert und ich zwar wissen will, wie es endet, aber den Weg dort hin schier unendlich erscheint, dann wurde meiner Meinung nach doch etwas übertrieben.

Später passierte dann doch noch etwas mehr, allerdings war es nach wie vor etwas schleppend. Ihr müsst euch vorstellen, ich habe ein Monat für dieses Buch gebraucht, weil es mich nicht mitreißen konnte. Abbrechen war keine Option gewesen, denn es hat mir ja gefallen. Die Stimmung, die Sprache, das alles fand ich gut. Doch ich hatte nicht dieses Gefühl, dass ich unbedingt weiter lesen muss.

Wie auch bei Twilight spielt Liebe hier eine Rolle, allerdings nicht in dem selben Ausmaß. Es geht viel mehr um Freundschaft, Loyalität und Zusammenhalt. Das Buch vermittelt die Botschaft, dass es egal ist, woher wir kommen oder ob wir anders sind.

Das Ende kam dann überraschend, aber hat mir doch sehr gut gefallen. Vielleicht hätte ich nur den Anfang und den Schluss lesen sollen? Nein, also sollte es wirklich noch eine Fortsetzung geben, dann werde ich sie auf jeden Fall lesen. Denn die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, und auch die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Aber ein paar Seiten weniger und alles wäre noch viel besser.

50

21.06.2010

„Buchtipp!!!”

” A Thousand Splendid Suns” von Khaled Hosseini erzählt die Geschichte zweier Frauen, die in Afghanistan leben. Mariam und Laila haben es nicht leicht. Sie gehören zwei verschiedenen Generationen an, die beide die selben Geschehnisse erleben müssen. Zu Zeiten des Krieges müssen sie mit großen Verlusten und Einschränkungen in ihrer Lebensweise klar kommen.

Viel mehr möchte zum Inhalt hier nicht sagen, da das Buch meiner Meinung nach von den vielen Überraschungen lebt. Ständig kommt es zu unerwarteten Wendungen, die die Geschichte einerseits spannender, andererseits aber auch realistischer machen. Hier hat man nicht das Gefühl, man lese ein Standardwerk, nein, hier liest man eindeutig etwas, was von Herzen kommt und was auf genau diese Art und Weise auch wirklich geschehen hätte können.

Der größte Pluspunkt sind die Charaktere. Vor allem Laila und Mariam sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die beiden wirken so real, dass man sie am liebsten in den Arm nehmen würde. Sie taten mir sehr Leid, weil sie doch viel Schlechtes erleben mussten.

Ein Nebeneffekt des Buches ist natürlich, dass man einen Einblick in das Leben in Afghanistan bekommt. Vor allem aber erfährt man viel über das Leben der Frauen. Ich kenne mich nicht besonders gut mit den politischen Ereignissen aus, daher fand ich auch gut, dass alles relativ genau erklärt wurde und dennoch nicht Überhand nahm. Denn im Vordergrund steht hier die Geschichte der beiden Frauen, die aber natürlich durch politische Ereignisse geprägt ist.

Das Buch lag ziemlich lange auf meinem SUB, vor allem weil ich Angst hatte, es könnte zu schwierig sein. Aber das ist es definitiv nicht. Es ist sehr angenehm zu lesen. Die Sprache ist angenehm und wie gesagt, man braucht sich keine Sorgen wegen der Politik machen. Das hat der Autor alles gut gelöst.

An dieser Stelle würden jetzt normalerweise die negativen Aspekte kommen, aber mir fallen beim besten Willen keine ein.

Dieses Buch hat mich begeistert und berührt. Ein wahrer Buchtipp!

50

21.06.2010

„Unglaublich witzig!”

“Für jede Lösung ein Problem” von Kerstin Gier ist, wie die Farben des Covers erahnen lassen, ein Frauenroman. Alles dreht sich um Gerri, eigentlich Gerda, die mit ihrem Leben unzufrieden ist. Dazu kommt, dass ihre Familie sie stets wissen lässt, dass man mehr von ihr erwartet. Daher beschließt sie sich umzubringen. Doch davor schreibt sie noch vielen einen Abschiedsbrief. Doch wie werden die Betroffenen reagieren, wenn sie Gerris Meinung lesen und dann ist Gerri gar nicht tot?

Ich habe ein lustiges Buch erwartet, welches ich mal schnell zwischendurch lesen kann. Und ich wurde in dieser Hinsicht nicht enttäuscht. Das Buch ist wirklich wahnsinnig witzig, auch wenn man sich zwischendurch immer wieder denkt, dass das doch eigentlich alles bescheuert ist. Ich musste sehr viel lachen. Kerstin Giers Humor ist wirklich zum Biegen und konnte mich überzeugen.

Natürlich ist vieles vorhersehbar und nach einer gewissen Anzahl von Seiten kann man sich auch denken, wie es ausgehen wird. Aber in diesem Genre erwarte ich keine großen Überraschungen, weshalb das für mich kein Minuspunkt ist. Im wahren Leben kann man sich ja auch meistens denken, was passieren wird.

Gerrie, die Hauptperson wirkt ziemlich sympathisch, wenn auch etwas schusselig und naiv. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich natürlich um die Liebe, aber auch um ihre Familie und ihren Beruf. Das sind auch die drei Hauptgründe für ihren Selbstmordversuch.

Anfangs war ich etwas verwirrt, da es einen seltsamen Zeitsprung gibt, den ich wohl nicht ganz mitbekommen habe. Aber das klärte sich nach einiger Zeit und war nicht weiter schlimm.

Da ich das Buch an nur einem Tag verschlungen habe, was für mich eher untypisch ist, kann ich es nur weiterempfehlen an alle, die einen lustigen Ausgleich zwischendurch benötigen und einfach mal wieder lachen wollen.

0

26.04.2010

„Abgebrochen”

Leider musste ich das Buch nach ca. 120 Seiten abbrechen, weil es mir überhaupt nicht gefiel. Ich hatte große Erwartungen, weil ich mir ein ähnlich großartiges Buch wie Chocolat erhoffte. Die Autorin kam aber bei Weitem nicht an diesen Erfolg heran.

Das Buch spielt in zwei Zeiten. 1999 kauft sich der Protagonist ganz spontan ein Haus in Frankreich. Immer wieder blickt er zurück in die Vergangenheit, als er als Kind/Jugendlicher viel Kontakt mit einem älteren Mann hatte, zu welchem er eine gute Beziehung hatte bis dieser plötzlich verschwand.

Die Zeitsprünge haben mich sehr gestört. Es spielen immer nur ca. 5 Seiten in einerm Jahr, dann kommt der nächste Wechsel. Das ging mir zu schnell, denn ich hatte kaum Zeit um in einem Jahr anzukommen. Außerdem erkannte ich keinen tieferen Sinn in der Geschichte. Ich konnte mich in die Personen nicht hineinfühlen. Schließlich las ich das Buch nur noch, ohne viel zu spüren und denken. Daher fand ich es unnötig mich weiterhin damit zu quälen - es war leider wirklich jedes Mal eine Qual das Buch in die Hand zu nehmen.

buch

Nanny Diaries

Emma McLaughlin

EUR 10,80 *
auf Merkliste

30

19.03.2010

„keine rosarote Erzählung”

Ich kann mich nicht mehr an alle Details erinnern, aber ich weiß, dass mich das Buch nicht unbedingt wirklich begeistert hat. Es war nett, es hat mich stellenweise zum Schmunzeln gebracht, aber nicht zum Lachen (dabei lache ich doch so gern )

Was mich an dem Buch gestört hat, war, dass es mich nicht mitreißen konnte. Ich habe es in Valencia (Städtereise 5 Tage) gelesen, weil ich nach stundenlangem Sightseeing nichts anderes zu tun hatte. Allerdings hatte ich nie das Gefühl, ich müsse jetzt unbedingt wissen, wie es weiter geht. Ich denke, wenn ich es daheim gelesen hätte, hätte ich wahrscheinlich um ein Vielfaches länger dafür gebraucht.

Dabei ist die Geschichte sicher nicht langweilig und schon gar nicht schlecht, aber die Spannung lässt zu wünschen übrig.

Mit dem Thema Nanny wird durchaus kritisch umgegangen. Man bekommt keine rosarote Erzählung geliefert, sondern bekommt einen Einblick, wie anstrengend der Beruf sein kann, beziehungsweise dass es nicht immer dabei bleibt, dass man bloß Nanny ist.
Aber genau damit habe ich nicht gerechnet. Ich dachte mir, es wäre ein lustiges Buch (irgendwie habe ich das auch aufgrund des Covers angenommen) und war dementsprechend etwas enttäuscht. Ich mag zwar ernste, kritische Bücher genauso, aber ich war nicht darauf eingestellt, und auch gerade nicht für eine derartige Überraschung zu haben.

Fazit: Ein guter Zeitvertreib, vielleicht um im Urlaub am Strand zu lesen, aber viel mehr auch nicht, außer man überlegt sich gerade, Nanny zu werden.

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