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Name:
marimirl
Ort:
Wien
Rezensionen:
41 Rezensionen
Bewertung:

hilfreich: 5

nicht hilfreich: 0

Rang:
859

marimirls Rezensionen

12

buch

Lügenmädchen

Luana Lewis

EUR 14,99 *
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20

26.05.2015

„Zu wenig Spannung”

Inhalt:

In einer kalten Winternacht, in der Stellas Haus aufgrund der Schneemassen kaum noch erreichen ist, läutet ein Mädchen an ihrer Tür. Stella, psychisch etwas labil, hat Angst und weiß nicht, ob sie die junge Frau ins Haus lassen soll. Schließlich beschließt sie, dass sie sie nicht erfrieren lassen kann. Eine turbulente Nacht erwartet Stella.

Meine Meinung:

Lügenmädchen ist ein Psychothriller, so besagt es auch das Cover des Buches. Daher habe ich einige Stunden voller Nervenkitzel und Spannung erwartet. Hier wurde ich leider ziemlich enttäuscht. Ich fand das Buch an keinem Punkt spannend. Ich habe zwar immer wieder hin und her überlegt, was wohl hinter allem steckt, wohin der Besuch des Mädchens führen wird, woher das Mädchen Stella bzw. ihren Mann kennt, aber spannend fand ich es nicht. Von Anfang an war mehr oder weniger klar, wie das Buch enden wird. Natürlich gab es auch noch ein paar andere Möglichkeiten um zu diesem Ende zu kommen, aber sie waren sich alle sehr ähnlich.
Wie schon erwähnt, erwarte ich von einem Psychothriller einen gewissen Nervenkitzel. Dass Stella psychisch krank ist und ein psychisch krankes Mädchen bei sich aufnimmt, reicht noch nicht, um einen Thriller zu schreiben. Die Emotionen konnten nicht zu mir durchdringen, ich hatte nicht dein Endruck, Einblick in die Psyche einer der Charaktere zu bekommen.

In dem Buch werden zwei Zeitebenen behandelt: Die Gegenwart, in der das Mädchen vor der Tür steht, und die Vergangenheit, in der Stella als Psychologin arbeitet und ihre eigene psychische Krankheit entwickelt. Außerdem werden Ausschnitte aus den Therapien von Stellas Mann, der auch als Psychologe arbeitet, erzählt. Erst ist unklar, wie lange diese zurückliegen.

Das Buch ist nicht furchtbar schlecht, überhaupt nicht, und bietet sicher eine nette Geschichte, wenn man nicht zu hohe Erwartungen an einen Psychothriller hat. Mich persönlich hat es jedoch sehr enttäuscht, daher kann ich leider nur 2 Punkte vergeben.

buch

Letzte Nacht

Catherine McKenzie

EUR 12,99 *
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30

10.05.2015

„Zu wenig Emotion”

Inhalt:

Jeff stirbt bei einem Autounfall und hinterlässt seine Frau Claire und seinen Sohn Seth. Doch nicht nur seine Frau trauert um ihn, sondern auch seine Arbeitskollegin Trish. Wie es kommen muss, treffen Claire und Trish aufeinander. Was war zwischen Trish und Jeff? Und welche Rolle spielt Tim, der Bruder von Jeff und gleichzeitig Ex-Freund von Claire.

Meine Meinung:

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Claire, Trish und Jeff erzählt. Manchmal bewegt man sich dabei in der Gegenwart, manchmal in der Vergangenheit. Ich habe mir nicht immer leicht dabei getan, sofort zu erkennen, wer gerade erzählt. Alle Abschnitte werden aus der Ich-Perspektive wiedergegeben, doch es deutet keine Überschrift oder ähnliches darauf hin, welcher Erzähler gerade an der Reihe ist. Dazu kommt, dass die Charaktere nicht unterschiedlich genug sind oder deren Eigenheiten nicht detailliert genug herausgearbeitet wurden, so dass man die Person nicht alleine an der Erzählweise erkennt. Ich konnte keine Bindung zu den Charakteren aufbauen, weil ich sie als Leser nicht gut genug kennen lernen durfte. Gerade bei der Thematik das Buches - Trauer, Schmerz, Verlust, Betrug, Liebe - spielen Emotionen eine große Rolle. Meines Empfindens nach wurden die Gefühle hier aber zu wenig beachtet und die Geschichte wurde etwas zu sachlich abgehandelt. Es hat mich einfach nicht berührt.

Nichts destotrotz liest sich das Buch sehr gut und der Sprachstil hat mir gut gefallen. Inhaltlich hat das Buch seine Schwächen. Neben den fehlenden Emotionen hat mich gestört, dass keine Spannung aufgebaut wird und das Buch auch mit keinen unvorhersehbaren Wendungen dient. Trotz der an sich dramatischen Thematik ist das Buch sehr ruhig, es gibt keine WOW-Momente oder ähnliches.

Für mich war es daher ein sehr durchschnittliches Leseerlebnis, für das ich 3 Punkte vergeben kann.

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50

05.05.2015

„Sehr spannend”

Inhalt:

Mia, eine Lehrerin Mitte Zwanzig, wird vermisst. Keiner weiß, ob ihr etwas zugetoßen ist, oder ob sie sich einfach eine Auszeit genommen hat. Eines Tages taucht sie wieder auf, doch sie kann an sich an vieles nicht erinnern - unter anderem an ihren Namen.

Meine Meinung:

Es wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt: Verschiedene Charaktere (Mia, Eve, Colin, Gabe) erzählen immer als Ich-Erzähler. So lernt man nicht nur Mia sehr gut kennen, sondern auch ihre Mutter, den Ermittler von der Polizei, und auch ihren Entführer. Da das Buch "Good Girl - Entführt" heißt, verrate ich damit wohl nicht zu viel. Aber es wird auch auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Manche Kapitel spielen "Vorher", andere "Nachher". Am Anfang fand ich es etwas eigenartig, dass man zuerst noch liest, was Mia gerade durchmacht, und im nächsten Kapitel sitzt sie wieder zu Hause. Aber schon nach ein paar Zeitsprüngen gefiel mir diese Erzählweise sehr gut. Erst befürchtete ich, dass dadurch zu viel vorweggenommen wird, doch das ist überhaupt nicht der Fall.

Die Spannung wird stets aufrecht erhalten, auch wenn natürlich klar ist, dass Mia überleben wird. Wie schon erwähnt, lernt man die einzelnen Charaktere sehr gut kennen. Und zumindest ich konnte mich in alle hineinversetzen - ja, sogar in den Entführer.

Das Ende hat mich dann doch sehr überrascht, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Auch ohne diesen Überraschungseffekt am Schluss hätte mir das Buch genauso gut gefallen. Aber es bringt einen nochmal zum Nachdenken und man geht im Kopf nochmals das gesamte Buch durch.

Ein wahrer Buchtipp für Leser, die Spannung mögen.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

01.05.2015

„Ein Wohlfühlbuch”

Inhalt:

Josies Mann stirbt bei einem Wohnungbrand, weshalb sie mit ihren Kindern Rose und Emily zu ihrer Tante Ivy zieht. Durch ein Unglück zerstreiten sich die beiden Schwestern, was Josie das Herz bricht. Auf unkonventionelle Weise versucht sie nach ihrem Tod, ihre Kinder wieder zusammenzubringen.

Meine Meinung:

Das Buch spielt in zwei Zeiten: Es wird zwischen der Vergangenheit, in der Josie mit den Kindern ein neues Leben bei ihrer Tante beginnt, und der Gegenwart, in der Emily und Rose vom Erbe ihrer Mutter erfahren, hin und her gewechselt. Diese Wechsel werden zwar nicht groß angekündigt und passieren eher plötzlich, jedoch gehen die Zeiten immer fliesend ineinander über, so dass der Lesefluss nicht gestört wird.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Die Thematik des Buches ist zwar nicht unbedingt eine schöne - es handelt von Tod, Verlust, Schmerz und Streit -, dennoch ist die Grundstimmung beim Lesen sehr angenehm, ich würde schon fast sagen beruhigend. Für mich handelt es sich um ein Wohlfühlbuch. Schließlich wird neben den eben genannten eher traurigen Themen auch ein Schwerpunkt auf Familienzusammenhalt gelegt.

Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein, jeder hat andere Eigenschafte, andere Probleme. Jeder Charakter wurde sehr gut definiert, so dass ich mich in jeden einzelnen hineinversetzen konnte. Tante Ivy hatte für mich eine besondere Stellung im Buch, ist sie doch der Ruhepol für die gesamte Familie. Das hat sich auch gleich auf mich ausgewirkt :)

Der Ort, in den die Familie nach dem Brand zog, ist eine sehr kleine idyllische Stadt, in der noch jeder jeden kennt und sich Gerüchte schneller verbreiten, als einem lieb ist. Die Gemeinschaft in dem Ort wurde so liebevoll dargestellt, dass ich am liebsten sofort selbst hinziehen würde.

Das Ende war für mich zum Teil sehr überraschend. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet und ich muss sagen, ich bin auch nicht ganz glücklich damit. Dafür muss ich leider einen halben Stern abziehen. Aber ansonsten habe ich dieses Buch sehr genossen und würde es am liebsten gleich nochmal lesen.

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30

24.04.2015

„Leider nicht mein Fall”

Tante Poldi ist eindeutig eine Frau zum Schmunzeln. Sie hat Schmäh, sie trinkt zu viel, sie verführt die Männer und schimpft in einer Tour. Es handelt sich um einen Krimi mit einer durchaus außergewöhnlichen Hauptfigur.
Für mich ist der Krimi sehr schnell in den Hintergrund geraten. Der Fall konnte mich einfach nicht Fesseln. Ich war nicht darauf gespannt, wer der Täter oder was genau passiert ist.

Das Buch hatte für mich drei Phasen - den Anfang, den Mittelteil und das Ende. Am Anfang war ich überhaupt nicht begeistert von dem Buch. Ich musste mich erst daran gewöhnen, wie Poldi so tickt. Auch die Schreibweise war anfangs etwas mühsam für mich. Die Geschichte wird eigentlich von Poldis Neffen, einem Schriftsteller, erzählt. Er gibt wieder, was er von Poldi gehört hat. Immer wieder liest man dann auch kurz etwas über ihn - was für mich etwas unnötig war.
Im Hauptteil hat mir das Buch viel besser gefallen. Einmal an den Stil gewöhnt habe ich Poldi doch irgendwie lieb gewonnen. Allerdings interessierte ich mich noch immer mehr für sie als für den Fall. Die kleine Liebesgeschichte hat etwas Schwung in die Geschichte gebracht.
Das Ende war für mich dann wieder eher schwächer, aber ich glaube, es war einfach nicht mein Buch.

Ich glaube, das Buch bietet alles, was ein Buch dieser Art eben bieten sollte. Es ist lustig, und man kann sich totlachen, wenn man diese Art von Humor mag. Allerdings war es leider nicht so meins.

Von mir gibt es daher leider nur drei Sterne.

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50

24.04.2015

„Ein tolles Buch!”

Inhalt:

Nach nur einem Jahr Ehe stirbt Evas Mann bei einem Unfall. Die junge Frau braucht Abstand von ihrem Alltag und beschließt nach Tasmanien zu reisen, um die Familie ihres verstorbenen Mannes endlich kennenzulernen und um zu erfahren, wie Jackson aufgewachsen ist. Doch schon bald merkt sie, dass sie bei Jacksons Familie nicht willkommen ist und spürt, dass hier irgendetwas nicht stimmt.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch in nur einer Nacht verschlungen. Während der ersten paar Seiten war ich noch gar nicht so überzeugt, aber bald war ich begeistert und wollte/konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen.

Die Geschichte fand ich nicht überdurchschnittlich spannend. Eigentlich weiß man als Leser sehr früh, was passieren wird und man wird hier auch nicht enttäuscht. Das tat dem Lesespaß dennoch keinen Abbruch. Ich konnte mich so gut in die Charaktere einfühlen, weil sie sehr gut dargestellt werden, dass ich alles um mich herum vergessen konnte. Es hat mich nicht so sehr interessiert, wie die Geschichte weitergeht, ich wollte nur einfach in dieser Welt bleiben.

Tasmanien wird in einer Art beschrieben, dass ich sofort dachte, ich wäre selbst dort. Ich konnte mir alles sehr gut und detailliert vorstellen. Die Beschreibungen der ruhigen und einsamen Orte hatten tatsächlich eine unglaublich beruhigende und entspannende Wirkung auf mich – fast wie ein kleiner Kurzurlaub. Dabei wird das Land nur nebenbei beschrieben. Es gibt keine langatmigen Landschaftsbeschreibungen und Tasmanien spielt keine vordergründige Rolle. Nachdem ich das Buch zur Seite gelegt hatte, fühlte ich mich einerseits so entspannt als wäre ich gerade am Meer gewesen, andererseits hatte ich aber auch große Sehnsucht nach Urlaub und Erholung.

Das Design des Buches sollte auch noch erwähnt werden, denn es ist wunderschön. Das Cover alleine trifft schon sehr meinen Geschmack, der blaue Druck am Buchschnitt macht es jedoch noch besonderer. Ob der Titel eine gute Wahl ist, sei dahin gestellt. Man erfährt im Laufe der Zeit, was es damit auf sich hat, jedoch finde ich dass der Titel ohne Hintergrundgeschichte anderes vermuten lässt. Ich denke dabei an ein romantisches Buch mit leichtem Fantasytouch. Aber das ist ja nur meine persönlich Assoziation.

Ich kann leider keine 5 Punkte geben, weil dafür ein paar Überraschungsmomente gefehlt haben. Dennoch verdient das Buch 4,5 Punkte.

buch

Irlandsonne

Brenda Frederic

EUR 11,99 *
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30

18.03.2015

„Schön für Zwischendurch”

Inhalt:

Sandra ist 30, seit 10 Jahren mit Richard verheiratet und hat eine Tochter, die sie über alles liebt. In letzter Zeit hat sie jedoch das Gefühl, dass ihr etwas fehlt zum Glücklichsein. Ihr Job erfüllt sie nicht so, wie sie es sich wünschen würde und plötzlich beginnt sie darüber nachzudenken, einen Seitensprung zu wagen. Ein Jobangebot, dass sie nach Irland führt, soll ihr Leben schlagartig ändern.

Meine Meinung:
Was mich an dem Buch etwas gestört hat, ist das Cover. Das Cover ist unscharf, nicht besonders schön und sieht leider auch ein bisschen billig aus. Beim Auspacken des Buches hat mich das doch etwas schockiert. Um ehrlich zu sein, würde ich das Buch, wenn ich es im Regal sehe, niemals kaufen, weil es mich optisch einfach nicht anspricht. Ich würde nicht mal den Klappentext lesen. Das finde ich doch sehr schade, weil man bestimmt auch mit den gleichen Kosten ein hübscheres Bild auf das Cover drucken hätte können.

Aber nun zum Inhalt, der ja sowieso viel wichtiger ist:
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Man lernt als Leser die Protagonistin Sandra sehr gut kennen und fühlt mit ihr mit. Ich glaube, dass sich sehr viele Frau in ihre Lage versetzen können - vor allem Frauen, die Sehnsucht haben, ganz egal wonach. Doch man erfährt auch viel über ihren Mann Richard. Anders als in den meisten Frauenbüchern, die ich so kenne, wird nicht ausschließlich aus der Sicht der Frau erzählt. Es wird sowohl Sandras als auch Richards Welt aus deren Augen gezeigt. Erzählt wird in der 3. Person, also diesmal kein Ich-Erzähler, was zu diesem Buch sehr gut passt.

Der Schreibstil ist einfach gehalten, sehr flüssig. Man darf sich natürlich keine besonders anspruchsvolle Lektüre erwarten. Es handelt sich um ein Buch, dass man zum Abschalten liest - ohne viel Nachzudenken.

Im Buch häufen sich die Zufälle. In manchen Momenten dachte ich mir auch, jetzt ist es aber gut, das ist jetzt nicht mehr realistisch. Es passiert einfach in kurzer Zeit viel zu viel. Aber dann habe ich darüber nachgedacht und so unrealistisch ist das gar nicht. Auch im echten Leben gibt es immer wieder Zeiten, in denen kaum etwas los ist, man von Tag zu Tag lebt und dann plötzlich erlebt man Wochen voll mit Action. Warum also sollen dann nicht auch die Erlebnisse aus dem Buch möglich sein? An einem Punkt war es mir dann aber doch zu viel.

Die Geschichte ist nicht so kitschig, wie ich befürchtet hätte. Sie gibt Mut, sie nimmt Mut. Sie ist schön und romantisch, aber sie ist auch traurig und deprimierend.

Aufgrund des Buchtitels hätte ich erwartet, etwas mehr über Irland zu erfahren. Das Land steht sicherlich nicht im Vordergrund des Buches. Hier geht es eher um Gefühle, Liebe und persönliche Weiterentwicklung. Mich persönlich hat das nicht weiter gestört, da ich lange LAndschaftsbeschreibungen und dergleichen sowieso nicht besonders mag. Der ein oder andere könnte aber doch ein bisschen enttäuscht sein.

Alles in allem ein schönes Buch, jedoch für mich nicht überragend gut.

buch

Der Pinienhain

María Dueñas

EUR 9,99 *
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40

06.01.2015

„Schön, aber mit Schwächen”

Inhalt:
Blanca arbeitet als Universitätsprofessorin in Madrid. Nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Mann beschließt sie von einem Tag auf den anderen, dass sie einen örtlichen Wechsel braucht und nimmt eine Art Stipendium in den USA an, wo sie den Nachlass eines Verstorbenen Professors sortieren sollen. Sie lernt viele neue Menschen kennen und erfährt einiges über die Geschichte der Beziehung zwischen Spanien und Amerika - vor allem anhand der Vergangenheit von Daniel, in die sie abtaucht. Denn er war als amerikanischer Student im Rahmen eines Stipendiums viel in Spanien unterwegs.

Meine Meinung:
Das Buch war ein Auf und Ab für mich, ich habe meine Meinung zwischendurch oft geändert. Anfangs mochte ich das Buch sehr. Blanca ist sehr sympathisch, man fühlt als Leser mit ihr mit. Dennoch wird ihr Gemütszustand nicht allzu intensiv dargestellt. Sie bemitleidet sich nicht ständig, obwohl sie nach der Trennung natürlich sehr leidet. Sie versucht sich abzulenken und daher konzentriert sich auch das Buch eher auf andere Dinge, wie ihren neuen Job und ihre neuen Bekannten. Doch auch so kann man als Leser einfach spüren, wie es ihr geht.

Als zum ersten Mal Daniels Vergangenheit beleuchtet wurde, war ich etwas skeptisch. Die Sprache veränderte sich dadurch, es wurde alles steifer und älter. Das passt natürlich eigentlich ganz gut, schließlich spielt dieser Teil auch in einer anderen Zeit. Ich bräuchte nur eine Zeit um mich daran zu gewöhnen. Manchmal fand ich die Übergänge zwischen Gegenwart und Vergangenheit ein bisschen misslungen. Es deutet keine Überschrift oder ähnliches daraufhin, wo man sich gerade befindet und merkt dies eigentlich erst, wenn klar wird, ob gerade aus Blancas oder Daniels Sicht erzählt wird.
Es wird sehr viel erzählt und beschrieben, stellenweise hat mich das etwas gelangweilt, und Passagen, die für die Geschichte nicht wichtig waren, aber seitenlang beschrieben wurde, habe ich oft nur überflogen oder gar überblättert.

Dadurch, dass eine Spanierin in Amerika unterwegs ist, sollten die Dialoge eigentlich zweisprachig sein. In der deutschen Übersetzung ist natürlich alles deutsch - sowohl der englische als auch der spanische Teil. Ich weiß nicht, wie das im Original gelöst wurde, es würde mich aber sehr interessieren. Da ich beide Sprachen spreche, würde ich es schon spannend finden.

Das Ende des Buches fand ich sehr spannend. Man kann zwar erahnen, was passieren wird und wird da auch nicht enttäuscht, aber plötzlich kam in das sonst eher sehr ruhige Buch etwas Geschwindigkeit. Obwohl natürlich Liebe eine Rolle spielt, handelt es sich um keinen Liebesroman. Dieser Handlungsstrang ist sehr zurückhaltend vorhanden, eigentlich steht jedoch die Arbeit Blancas, die Vergangenheit Daniels und das Leben des verstorbenen Professors im Vordergrund.

Das Buch hat mich nicht komplett umgehauen, es hat seine Stärken, aber auch seine Schwächen. Ich habe es aber sehr gerne gelesen. Von mir gibt es daher 3,5 Sterne

buch

Liebe verwundet

Rebecca Donovan

EUR 9,99 *
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40

17.12.2014

„Liebe verwundet”

Liebe verwundet von Rebecca Donovan ist der zweite Teil einer Trilogie:

Liebe verletzt
Liebe verwundet
Liebe verrät


Im ersten Teil war Em ihrer gewalttätigen Tante ausgesetzt, nun hat dieses Leben endlich ein Ende. Sie ist bei ihrer Freund Sara untergekommen, doch schon bald enscheidet sie sich zu ihrer Mutter, Rachel, zu ziehen. Ursprünglich musste Em bei ihrer Tante und ihrem Onkel leben, weil ihre Mutter nach dem Tod ihres Mannes nicht mehr in der Lage war sich um ihre Tochter zu kümmern. Rachel leidet an einem Alkoholproblem, oder wie sie behauptet, sie litt daran.

Meine Meinung:

Dass Em nach dem turbulenten Ende des 1. Bandes überlebt, war abzusehen. Wovon sollte sonst der zweite Teil handeln? Für mich war auch klar, dass sich der zweite Teil nicht nur um die Liebe zwischen Em und Evan drehen wird, sondern dass Em neue Qualen durchstehen muss. Von Anfang an ist davon auszugehen, dass Em ihre Schwierigkeiten mit dem Zusammenleben mit ihrer alkoholkranken Mutter haben wird. Wie man vielleicht schon heraushört, barg das Buch keine besondere Überraschungen für mich. Auch andere Geschehnisse waren für mich vorhersehbar, ich möchte da aber nicht zu viel erwarten.

Die Bewertung fällt mir relativ schwer. Wie so oft war der zweite Band schwächer als der erste. Aber ich habe ihn gerne gelesen und hatte das Buch auch sehr schnell durch. Das hatte jedoch sehr zwiespältige Gründe, wenn man das so sagen kann. Einerseits liest sich das Buch einfach sehr schnell, ich finde den Sprachstil sehr flüssig und auch den Erzählstil sehr ansprechend und locker. Andererseits verstört das Buch doch auch ein bisschen, wie schon der erste Teil, und ich wollte das Buch einfach nicht weglegen, weil ich dann wieder ewig darüber nachdenken hätte müssen, und dann lese doch lieber weiter bevor ich schlaflos im Bett grüble. Natürlich habe ich aber auch wegen der Spannung immer weitergelesen. Ich wollte doch immer wissen, ob ich mit meinen Vermutungen denn Recht habe.

Das Ende macht natürlich wieder neugierig auf den dritten und letzten Band. Ich befürchte jedoch, dass die Luft langsam draußen ist und uns nun ein eher langweiliger Teil erwarten wird. Sei es, weil nichts spannendes mehr passiert, oder aber weil es einfach nicht mehr realistisch ist, wenn Em nun wieder solche Qualen durchleiden muss. Ich bin gespannt, ob die Autorin hier einen guten Mittelweg findet, denn lesen möchte ich die Fortsetzung auf jeden Fall.

Da ich das Buch gerne gelesen habe, vergebe ich 4 Sterne.

buch

Liebe verletzt

Rebecca Donovan

EUR 9,99 *
auf Merkliste

40

25.11.2014

„Liebe verletzt”

Liebe verletzt von Rebecca Donovan ist der Auftakt zu einer Trilogie:

Liebe verletzt
Liebe verwundet
Liebe verrät


Emily, hauptsächlich Emma oder Em genannt, wächst bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf. Sie ist eine Musterschülerin, die nur gute Noten schreibt und auch im Fußballteam und in der Schülerzeitung sehr erfolgreich ist. Freunde hat sie außer Sara kaum welche, sie vermeidet soziale Kontakte und war noch nie auf einer Party. Die meisten halten sie für einen Streber oder für sehr introvertiert, denn keiner ahnt, was hinter ihrem Verhalten steckt. Em wird daheim alles andere als gut behandelt: Sie darf kaum etwas unternehmen, wird nicht unterstützt und auch häusliche Gewalt ist kein Fremdwort für sie. In ihrem Leben ist kein Platz für Spaß, bis sich plötzlich etwas ändert, das alles zugleich viel schöner, aber auch viel schrecklicher macht.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen. In der Leserunde wurde das Buch unterschiedlich aufgenommen. Manchen gefällt es, manchen überhaupt nicht. Auch die Rezensionen, die ich bisher so gelesen habe, fallen sehr unterschiedlich aus.

Ich gehöre zu den Lesern, die von dem Buch gepackt wurden. Ich muss aber dazu sagen, dass ich mir am Anfang nicht sicher war, ob das Buch etwas für mich ist. Es ist voller Klischees: Em ist wunderschön, weiß es aber selber nicht. Noch dazu ist sie intelligent und mit dem beliebtesten Mädchen der Schule befreundet. Alle Burschen sind interessiert an ihr und möchten mit ihr ausgehen. Ja, das kennen wir alle schon. Hier kommt dann natürlich noch dazu, dass Em zu Hause von ihrer Tante sehr schlecht behandelt wird. Anfangs war für mich sehr viel unlogisch oder nicht nachvollziehbar, ich konnte noch nicht wirklich etwas mit der Geschichte anfangen.

Ab dem dritten Kapitel gefiel mir das Buch immer besser. Alles begann langsam Sinn zu machen bzw. wurde mir klar, dass nicht alles logisch sein muss. Bei Themen wir häuslicher Gewalt und Missbrauch kann man als Außenstehender nicht alles verstehen, vor allem wenn man selber keinerlei Erfahrung damit hat. Es handelt nunmal nicht jeder so, wie man sich das persönlich vorstellt.

Zeitweise sind die Schilderungen schon recht heftig, aber eher auf psycholigischer Ebene, als dass etwas körperlich grausam detailliert dargestellt werden würde. Ich persönlich fand das nicht zu schlimm, denn ein Buch mit diesem Thema kann ohne diese Passagen ja kaum sein.

Einen großen Teil nimmt natürlich auch die Liebesgeschichte ein. Diese ist auch voller Klischees, aber ich fand sie wunderschön und habe mich fast selber ein bisschen verliebt - in das Buch.

Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil, zu dem es auch eine Leserunde geben wird. Ich bin mir noch nicht sicher, wie es in den beiden Folgebänden weiter gehen wird, da mich das Ende des Buches diesbezüglich ein bisschen verwirrt hat. Ich will nicht zuviel verraten, aber ich bin auf jeden Fall gespannt, ob ich mit meinen Vermutungen Recht habe.

Obwohl ich das nächste Buch unbedingt lesen muss, kann ich nicht behaupten, dass der erste Band volle Punktezahl verdient hätte. Es gab doch zu viele Ungereimheiten. Jedenfalls ist es ein tolles Buch zum Diskutieren, da man sich an vielen Stellen aufregen muss und viel Spielraum zum Spekulieren bleibt. Ich vergebe daher 4 Sterne.

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